PR der Ringe
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PR der Ringe

“Das neue Blatt” berichtet am liebsten über Prominente, Adelige und Tchibo:

Helene Fischer - Das Geheimnis um ihren Ring

Die Geschichte hinter dieser Schlagzeile ist kein neues Kapitel in der Dauer-Regenbogenträumerei rund um eine mögliche Hochzeit von Helene Fischer und Freund Florian Silbereisen. “Das Geheimnis um ihren Ring”, das “Das neue Blatt” auf Seite 16 lüftet, sind der Preis von “ca. 1000 Euro” und die Möglichkeit, wo man die hinblättern kann: “über Tchibo erhältlich”.

Um im “neuen Blatt” eine komplette Seite mit den eigenen Produkten vollklatschen zu dürfen, muss man dem Bauer Verlag 13.706 Euro zahlen. Dann steht aber häufig ein hässliches “ANZEIGE” oben drüber, und jeder versteht, dass es sich um Werbung handelt.

Da wäre es doch viel praktischer, wenn das Heft im redaktionellen Teil über einen “wundeschönen Brillantring” schwärmt, der Helene Fischer “sehr gut zu gefallen” scheine. Oder wenn die Redaktion beobachtet, dass Fischer ganz verzückt über den Inhalt ihrer Schmuckschatulle sei und ihr Blick selig wirke. Dazu noch Bilder und Preise von Armbändern aus Messing und Ketten mit Swarovski-Steinen:

In der Tchibo-Kampagne wird von Mode- bis Echtschmuck alles angeboten. Helene findet, da sei für jeden etwas dabei

Die Leserschaft solle doch “Jetzt schon an Weihnachten denken”, rät die Redaktion. Und damit selbst der Allerdümmste versteht, wo er oder sie besonders an Weihnachten denken soll, druckt sie auch noch die Adresse der Tchibo-Website dazu.

Einen Monat zuvor hatte “Das neue Blatt” schon einmal über Tchibo und Helene Fischer berichtet. Damals ging’s um eine “Hit”-verdächtige Modelinie. Und die “Neue Post”, ebenfalls aus dem Bauer Verlag, hat dazu ein paar “Schönheits-Tipps” geliefert:

Schonheits-Tipps - Helene Fischer - Meine Herbst-Mode - Zum Bestellen - Helenes neue Mode ist der Hit

Ihren Text zum Tchibo-Ring-Artikel beginnen die Goldschmiede des “neuen Blatts” übrigens mit einer Frage zum Foto, das Helene Fischer mit Schatulle in den Händen zeigt:

Was sehen Sie auf dem großen Foto, liebe Leserinnen und Leser?

Wir wissen’s: Schleichwerbung.


Jörg Thomann von der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” hat in der aktuellen Folge der “Herzblattgeschichten” ebenfalls eine Antwort parat — und zwar auf die Frage des “neuen Blatts”, warum Helene Fischer so verzückt wirke.


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Der stumme Zorn der Micky Mäuse
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Der stumme Zorn der Micky Mäuse

Hefte raus, Kunstklausur. Heute wollen wir die Bilder der Malerin Martina U. deuten:

Ein anderes Werk von Martina zeigt einen Hund und einen Hasen sowie eine kleine Micky Maus, die den beiden den Mittelfinger zeigt. “Verheiratetes Paar” hat Martina ihre Arbeit genannt. Auch da kann man so einiges hinein interpretieren!

Und zwar?

Es sieht ganz danach aus, als seien diese Bilder stummer Ausdruck ihres Zorns über das Verhalten ihres Ex-Mannes.

Nein, das sind nicht die Ergüsse einer elften Klasse der Didi-Hallervorden-Gesamtschule in Oberursel. Diese Zeilen stammen aus der Regenbogenpresse: “Die neue Frau” hat sich aufgemacht zu einem kleinen Ausflug in die Kulturszene. Es geht um Volksmusikerin Stefanie Hertel, ihren Gatten und Gitarristen Lanny sowie um dessen frühere Ehefrau, die Künstlerin Martina U.

Die stellt nämlich regelmäßig ihre Werke auf Facebook zur Schau. Und da haben sich die Kunstliebhaber der “neuen Frau” mal durchgeklickt:

So findet sich auf ihrer Facebook-Seite eine Zeichnung, die einen langhaarigen Mann mit Gitarre darstellt. Der Titel: “A clever move” (dt.: “Ein schlauer Schachzug”). Eine Anspielung darauf, dass Lanny nach ihr Stefanie heiratete, die ihm in der Musikwelt so manches Türchen öffnen kann?

Die These der “neuen Frau”: Lanny, die alte Nulpe, nutze schamlos Stefanies Ruhm aus. In jeder Zeile bemüht sich das Blatt zu erwähnen, dass er “künstlerisch eher kleine Brötchen” backe, “die Karriere des Kärntners eher holprig” verlaufe. “Und auch die Fan-Artikel in seinem Internet-Shop wurden schon reduziert”. Ihr Hau-Drauf-Motto haben die Redakteure auch in die Überschrift gepackt:

Stefanie Hertel & ihr Lanny - Ihr ihr Mann nur ein Blender? Es ist so verletzend, was seine Ex-Frau enthüllt

(Unkenntlichmachung von uns.)

Lediglich die Beweise dafür fehlen. Und so sind sich die Bilder-Deuter der “neuen Frau” nicht zu blöd, im Internet Kunstwerke zusammenzukramen und diese gymnasiastenhaft zu deuten. Wir wollen gnädig sein: Fünf minus.


Dieser Text ist gestern auch im “Tagesspiegel” erschienen. Jeden zweiten Montag schreiben wir dort eine Kolumne über die Regenbogenpresse.


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No-go-Area am Genfersee
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No-go-Area am Genfersee

In unserem wöchentlichen Gespräch mit detektor.fm ging es dieses Mal um große Gefahren in einem Schweizer Städtchen:

Der Polizei-Bericht erschüttert! Ist Schumi zu Hause nicht mehr sicher?

Das Gespräch könnt Ihr hier nachhören …

detektor.fm: “Ist Schumi zu Hause nicht mehr sicher?”, fragt die “Woche der Frau”. Wie kommen die Autoren denn dazu?

Moritz: Genau, die Überschrift auf der Titelseite ist die Frage, die Du gerade erwähnt hast. Ein wichtiger Zusatz ist dabei noch: “Der Polizei-Bericht erschüttert!” Und das ist dann auch die Quelle für die Frage, ob unser Formel-1-Weltmeister-Held nun in Gefahr schwebt. Der “Polizei-Bericht” ist eher eine Pressemitteilung der Polizei und auch schon einige Monate alt. Der erschien im Juli dieses Jahres und nimmt Bezug auf Delikte, die noch weiter zurückliegen, nämlich Ende 2013 und Anfang 2014. Da gab’s in Schumachers Heimatort Gland — das ist ein Städtchen in der Schweiz mit rund 12.000 Einwohnern, also nicht gerade eine Metropole — ein paar Beschwerden über Sachschäden, leichte Körperverletzungen, auch Raub, ein paar Drogendelikte, Betäubungsmittelgesetz und so weiter. Dann hat die Polizei ermittelt und auch 48 Personen festgenommen. Da sind allerdings — und das verschweigt die “Woche der Frau” natürlich sehr gern — 23 Kinder dabei. Sowieso sind von diesen 48 Leuten 46 Jugendliche und Kinder zwischen 17 und 24 Jahren. Zwei Erwachsene gibt’s dann noch, die festgenommen beziehungsweise verhört wurden, weil sie Schnaps an Minderjährige verkauft haben. All das erwähnt die “Woche der Frau” überhaupt nicht. Das Blatt versucht lieber, ein bisschen Angst zu schüren und dadurch eine knackige Schumacher-Geschichte zu bekommen.

In der Psychologie gibt es das Phänomen der selbsterfüllenden Prophezeiung: Wenn ich erwarte, dass sich jemand auf bestimmte Weise verhält, und ich selbst dann dieses Verhalten zeige, dann spricht man davon. Ist der Artikel der “Woche der Frau” auch so eine selbsterfüllende Prophezeiung?

Der Artikel ist nun nicht direkt eine Anleitung dazu, wie man Michael Schumacher in Schwierigkeiten bringen könnte, aber es gibt ein paar ganz interessante Hinweise in dem Text. Die “Woche der Frau” schreibt zum Beispiel, dass das Anwesen der Schumachers ja durch den angrenzenden Genfersee und ein Waldstück genau geeignet sei für Verbrecher und Kidnapper, um dort aufs Gelände zu gelangen oder Leute zu entführen. Es wird auch erwähnt, dass Kameras und Sicherheitsmaßnahmen vorhanden seien. Es werden also ein paar ganz interessante Informationen gegeben. Und wenn man die beispielsweise noch mit einer kurzen Google-Bildersuche kombiniert — Fotos von dem Anwesen gibt es nämlich im Internet –, dann kann man sich da schon einige Infos als Krimineller besorgen.

Michael Schumacher war nach seinem Unfall monatelang im Koma und jetzt erholt er sich langsam davon, das dauert natürlich. Die Familie hat ausdrücklich um Zurückhaltung gebeten. Die “Woche der Frau” hat aber, wie auch andere Klatschblätter es tun, wieder darüber berichtet. Ihr beschäftigt Euch jetzt schon seit einer geraumen Zeit mit den Klatschblättern der Republik. Kennt die Regenbogenpresse eigentlich überhaupt irgendwo eine Grenze?

Also gerade der Fall Schumacher ist sehr bezeichnend für die Regenbogenpresse. Die wissenschaftliche Literatur zur Regenbogenpresse sagt immer, diese Hefte seien wie Fortsetzungsromane: Die Lebensgeschichten von Helene Fischer, von Michael Schumacher werden Woche für Woche weitererzählt. Und da gibt es wirklich kein Ende. Während man in den einigermaßen seriösen Medien sehen kann, dass das Thema Schumacher so langsam zu Ende ist und die Familie in Ruhe gelassen wird und erst wieder berichtet wird, wenn sich Michael Schumacher selbst oder jemand aus seiner Familie oder seine Managerin zu Wort meldet, interessiert so eine Bitte die Regenbogenpresse überhaupt nicht. Das zeigt schon ein kurzer Blick auf die aktuelle Woche: Die “Woche der Frau” haben wir mit der Gefahrenlage in Gland ja schon erwähnt. Dann gibt es noch “Das neue Blatt”, das einen Arzt aufgetan hat, der behauptet, dass Schumacher vielleicht “nur noch wenige Monate” bleiben — ohne dass er ihn behandelt. “Die neue Frau” fragt: “Bleibt sein letzter Wunsch unerfüllt?”, weil er einst das Fallschirmspringen und Kunstfliegen für sich entdeckt hat. Da vermutet die Redaktion also, dass er das alles nie mehr machen kann. Und so berichten diese Blätter jede Woche fröhlich weiter, denken sich irgendeinen Quatsch aus, und es ist kein Ende abzusehen.


Jeden Freitag unterhalten wir uns mit dem Internetradiosender detektor.fm über die Dämlichkeiten der deutschen Regenbogenpresse. Diese Gespräche gibt’s in der Woche drauf immer hier bei uns im Blog zum Nachhören und -lesen.

Und unter diesem RSS-Link gibt’s das Ganze als Podcast.


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Von Raben und Geiern
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Von Raben und Geiern

Direkt zu Beginn, in den ersten acht Zeilen, zeigt das neue Regenbogenblatt “Beste Revue”, dass es dazugehören will zum exklusiven Kreis der besonders grässlichen Branchenvertreter:

Jeder Mutter würde es bei diesem Anblick das Herz zerreißen: Ein Kind steht alleine vor der Schule und wartet darauf, abgeholt zu werden. Doch niemand kommt. Der kleine Damian [Nachname] (8) schaut traurig aus.

Nun lässt dieser Artikeleinstieg der neuen Ausgeburt aus dem Hause Bauer zwei Interpretationen zu: Entweder lauern die Mitarbeiter der “Besten Revue” einem Achtjährigen nach der Schule auf. Oder sie täuschen nur vor, die beschriebene Szene erlebt zu haben. So oder so — ein fulminanter Start für eine Neuerscheinung.

Es geht um den gemeinsamen Sohn von Moderatorin Sylvie Meis und Fußballer Rafael van der Vaart, die inzwischen kein Paar mehr sind. Und vor allem geht es um die fehlenden Fürsorge-Fähigkeiten von Sylvie Meis:

Besonders schlimm: Mutter Sylvie Meis (36) spürt den tiefen Kummer ihres einzigen Sohnes offenbar nicht und pendelt lieber zwischen Urlauben und teuren Partys.

Jetzt hat sie auch noch einen neuen Mann kennengelernt, den New Yorker Unternehmer Samuel Deutsch:

Mit ihm möchte Sylvie ihr Liebesglück genießen — aber bitte ungestört! Für Söhnchen Damian [...] ist da kein Platz.

Und dann äußert Sylvie Meis in einem Interview auch noch so etwas Ungeheuerliches wie den Wunsch nach einem zweiten Kind. Liebe “Beste Revue”, schreite ein!

Möchte Sylvie den smarten Samuel so an sich binden? Was wäre das für ein herzloser Plan, was wäre sie für eine Raben-Mutter!

Genau, alte Jugendamtshelfer der “Besten Revue”, wenn überhaupt, dann “wäre” sie eine “Raben-Mutter”. Aber weil sich Eure Postille mit einem dicken Konjunktiv II auf dem Titelblatt nicht besonders gut verkaufen lässt, habt ihr für vorne drauf eine etwas drastischere Variante gewählt:

Sylvie Meis - Raben-Mutter! Sie will ein zweites Baby - doch um welchen Preis ...


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Mit Brautkleid auf Montage
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Mit Brautkleid auf Montage

In unserem wöchentlichen Gespräch mit detektor.fm ging es dieses Mal um traumhafte Hochzeitsbilder:

Helene Fischer - Traumhaft schön im Brautkleid - Exklusive Foto-Montage

Das Gespräch könnt Ihr hier nachhören …

detektor.fm: Ich bin heute echt aus allen Wolken gefallen, als ich das Cover der “Neuen Post” gesehen habe: “Exklusive Foto-Montage” mit Helene Fischer im Brautkleid — wie kommt man denn bitte auf so eine Idee?

Moritz: Die “Neue Post” scheint dringend nach Geschichten zu suchen. Natürlich will die Redaktion, wie jede Woche, etwas über Helene Fischer bringen. Und wenn es dann mal nichts zu berichten gibt, dann denkt man sich eben was aus. Das ist in diesem Fall dann eine “Exklusive Foto-Montage”. Das kündigt das Blatt ehrlicherweise auch so auf dem Titel an, schreibt dazu: “Helene Fischer — Traumhaft schön im Brautkleid”. Und schon haben die Mitarbeiter den Traum von einer Hochzeit von ihr und Freund Florian Silbereisen mal wieder füttern können. Die Leserschaft lechzt ja danach, dass die beiden endlich vor den Traualtar schreiten.

Ist das jetzt die neue Masche der Regenbogenpresse: Vorab schon mit einer Foto-Montage zu werben, um dann später keinen Prozess am Hals zu haben?

Mats: Es ist schon auffällig, dass sie vorne ganz groß schreiben, dass es eine Foto-Montage ist. Das haben wir so auch noch nicht erlebt, aber wir haben ehrlich gesagt auch solche Fotomontagen noch nicht erlebt. Der Presserat schreibt auch vor, dass man Symbolfotos und Foto-Montagen kenntlich machen muss, und daran haben sie sich zumindest gehalten. Das ist lobenswert. Aber ob man solche Foto-Montagen überhaupt machen muss, ist natürlich noch eine andere Frage. Das hat’s auch schon mal gegeben vor einer Weile: Da hat auch so ein Heft Helene Fischer auch in ein Brautkleid gesteckt und das dann ganz groß auf dem Cover gefahren. Aber dass jetzt eine ganze Reihe von Montagen präsentiert werden, das ist tatsächlich eine Neuheit in der Regenbogenpresse.

Moritz: Denn man muss sich das mal vorstellen: Helene Fischer wird nicht nur in einem “Tülltraum” präsentiert, sondern auch noch “in weißer Spitze”, “im Hochzeits-Dirndl”, “in platinfarbener Seide”. Und die “Neue Post” ist dann auch noch so nett und schreibt am Ende: “Tja, Flori”, also Florian Silbereisen, “in welchem Kleid gefällt sie dir am besten?” Es ist also auch noch ein richtiges Service-Stück für das Traumpaar der Schlagerszene, das mal sehen kann: So könnte Helene Fischer im Brautkleid aussehen, und Ihr könnt Euch jetzt entscheiden, was Ihr für Eure hoffentlich bald anstehende Hochzeit auswählt.

Die Qualität der Foto-Montage lässt ja auch ziemlich zu wünschen übrig, finde ich. Denkt die “Neue Post”, dass sie durch diese Montage tatsächlich Helene Fischer zum Heiraten bewegen kann?

Moritz: Also im Vergleich zu anderen Foto-Montagen, die uns in der Regenbogenpresse begegnen, finde ich, zeugt die Qualität geradezu von herausstechender Perfektion. Da gibt’s deutlich schlimmere Sachen. Die “Neue Post” schreibt ja auch sehr stolz: “[...] haben wir nach Brautkleidern gesucht — und sie dank moderner Foto-Technik Helene auf den Leib genscheidert.” Die scheinen also sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Was natürlich so überhaupt nicht passt — zum Hintergrund: Helene Fischer ist 1,58 meter groß, also relativ klein gewachsen –, sind die Models, auf deren Körper jetzt der Kopf von Helene Fischer gesetzt wurde. Die sind sicherlich über 1,80. Das passt also von vorne bis hinten nicht.

Mats: Und ich glaube auch nicht unbedingt, dass sie sie jetzt damit zum Heiraten zwingen oder bewegen wollen. Das ist einfach, um die Wartezeit, bis es endlich so weit ist, mit irgendwelchen Träumereien zu füllen. Da wurd’ schon alles durchgespielt: Traumhochzeit auf dem Schiff und sie könnten ja in Hamburg heiraten und sie könnte ja dies und sie könnten das. Also diese ganzen theoretischen und hypothetischen Überlegungen zu der Hochzeit, die spielen sie jetzt alle durch, ganz genüsslich, bis es dann endlich so weit ist, weil sie sich irgendwie die Zeit vertreiben müssen und dabei gerne irgendwelche Friede-Freude-Helene-Geschichten machen.

Auch wenn Ihr sagt, die Qualität war recht gut — ich finde, auf dem Bild des Covers sieht Helene Fischer doch recht frisch aus, zu frisch schon, also ziemlich retuschiert. Und der Kopf sitzt auch nicht so richtig da, wo er sitzen sollte.

Mats: Das ist immer das Problem bei solchen Montagen: Die werden schnell entlarvt. Und da hätten sie sich vielleicht gerade fürs Cover ein bisschen mehr Mühe geben können. Aber vielleicht haben sie auch absichtlich ein etwas schlechteres Foto aufs Cover genommen, um sich da keinen Ärger einzuhandeln. Man kennt das ja von Helene Fischer, die ist da auch recht flott mit einem Anwalt zur Stelle, wenn da irgendetwas nicht rechtens läuft. Und ich denke, das sind alles Vorsichtsmaßnahmen — auch dass sie auf jede Foto-Montage noch einmal einen dicken Stempel mit “Exklusive Foto-Montage” gepackt haben, um da ja kein Risiko einzugehen, dass man da möglicherweise verklagt werden könnte. Ich denke also, das sind alles Vorsichtsmaßnahmen. Und vielleicht haben sie es deswegen auf dem Cover ein bisschen künstlicher wirken lassen.

Denkt Ihr denn, das ist jetzt die Zukunft, dass die anderen Blätter nachziehen in die Richtung mit so einem Verweis?

Moritz: Na, dann ist es ja nicht mehr “exklusiv”. Nein, ich glaube nicht, dass jetzt jedes Heft mit so einer Montage ankommt. Das ist schon eine ziemlich fixe Idee von der Redaktion der “Neuen Post” gewesen. Die kommen ja auch so immer auf genug Sachen, die sie über Helene Fischer und Florian Silbereisen berichten können. Beispielsweise war Silbereisen vor einer Weile in der WDR-Sendung “Zimmer frei” zu Gast. Da wurden auch ein bisschen persönlichere Gespräche geführt. Das ist jedes Mal reichlich Stoff für die nächste Titelgeschichte. Der “Neuen Post” ist wohl einfach nichts anderes eingefallen diese Woche. Aber die werden sicherlich in den nächsten zwei, drei Wochen wieder auf irgendetwas Neues kommen, ohne diese exklusiven Foto-Montagen.

Vielleicht reden sie dann über die zehn Kinder, die mit den beiden auf einem Foto zu sehen sind oder so …

Moritz: Das wäre der nächste logische Schritt: Zum heilen Weltbild der Regenbogenpresse gehört ja nicht nur die Hochzeit, sondern auch eine zahlreiche Kinderschar, die sich um ein Paar scharen soll. Das fehlt natürlich noch.


Jeden Freitag unterhalten wir uns mit dem Internetradiosender detektor.fm über die Dämlichkeiten der deutschen Regenbogenpresse. Diese Gespräche gibt’s in der Woche drauf immer hier bei uns im Blog zum Nachhören und -lesen.

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Enthüllungen auf dem Spielplatz
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Enthüllungen auf dem Spielplatz

Dass “Die Aktuelle” jetzt auch Zweijährige als Informanten für ihre Mistgeschich- ten anzapft, haben wir ja schon berichtet. Kurz zusammengefasst: Estelle hat ihren ersten Kindergartentag. Große Aufregung. Und vor lauter Trubel der angebliche Satz von Schwedens kleiner Quasselprinzessin: “‘Meine Mama kriegt ein Baby!’” Das Ergebnis aus der Funke Women Group:

Wie süß! Im Kindergarten hat sie‘s ausgeplaudert – Victorias Estelle – Mama kriegt ein Baby!

“Wie süß!” fand wohl auch die Kindergartengruppe “Wühlmäuse” vom Alles Gute Verlag — und kopierte füllte das Titelblatt der Novemberausgabe der “Revue heute” so:

Wie süß! Im Kindergarten hat sie's ausgeplaudert - Victorias Estelle - Mama kriegt ein Baby!

Doch es kam, wie es kommen musste: Großer Streit unter den Wühlmäusen, der sich ungefähr so abspielte …

Estelle hat das gar nicht im Kindergarten gesagt! Sondern aufm Spielplatz.

Stimmt doch gar nicht.

Doch, natürlich war das so! Und das war auch gar nicht süß, sondern hat für Jubel in Schweden gesorgt.

Die Reformer haben sich am Ende durchgesetzt. Und weil der Alles Gute Verlag stets um korrekte Berichterstattung bemüht ist, hat er die alte Version des Covers durch die neue ersetzt:

Schweden jubelt! Auf dem Spielplatz hat sie's ausgeplaudert Victorias Estelle - Mama kriegt ein Baby!


Mit Dank an Harald M. für den Hinweis!


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Dünne Argumente
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Dünne Argumente

Wayne Carpendale hat ein “dunkles Geheimnis”. So schreibt es zumindest die “Viel Spaß” riesengroß auf ihrer Titelseite. Wayne Carpendale, das noch zum Hintergrund, ist der Sohn von Schlagerzombie Howard “Howie” Carpendale, außerdem als Moderator und Schauspieler unterwegs und verheiratet mit der Boulevardfernsehtante Annemarie Warnkross.

Damit qualifiziert sich Mr. Carpendale jr. gleich in dreierlei Hinsicht dafür, von der Regenbogenpresse auf die Titelseite gepackt zu werden. So wie jetzt mit seinem “dunklen Geheimnis” — das die “Viel Spaß” in der Schlagzeile noch um die Frage erweitert: “Zerstört die Sucht sein Eheglück?”

Wayne Carpendale - Dunkles Geheimnis - Zerstört die Sucht sein Eheglück?

Hm. Sucht, Geheimnis, bedrohtes Eheglück — geht’s um Drogen vielleicht? Glücksspiel? Kleptomanie?

Quark.

Die Spürnasen der “Viel Spaß” haben ein Interview im “Express” entdeckt, in dem Carpendale fröhlich erzählt, dass er für seine Rolle als Old Shatterhand bei den Karl-May-Festspielen sechs Kilo abgenommen habe. Und das geht den Regenbogenleuten nun wirklich zu weit.

Der Moderator und Schauspieler scheine es “mit seinem Hang zum perfekten Äußeren zu übertreiben”, meint die Redaktion, schließlich seien die Festspiele doch schon längst vorbei und Carpendale eben nicht mehr Old Shatterhand. Und trotzdem höre der gute Mann einfach nicht auf, Sport zu machen. Das Blatt fragt:

Kann man über diese eiserne Disziplin wirklich noch lachen? Oder ist der gebürtige Kölner längst in eine gefährliche Spirale aus Hungern und Hantelstemmen geraten?

Eindeutig Letzteres. Denn …

Fakt ist: Die Sucht nach Sport ist ein weit verbreitetes Problem, wissen Experten.

Und die Experten der “Viel Spaß” wissen: Mehr als diese Quatsch-Argumentation braucht es im Kosmos der Regenbogenpresse nicht, um einem unschuldigen Menschen ein “dunkles Geheimnis” anzudichten. Ihm eine “Sucht” zu unterstellen. Und gleich noch seine Ehe in Gefahr zu schreiben.


Dieser Text ist vorgestern auch im “Tagesspiegel” erschienen. Jeden zweiten Montag schreiben wir dort eine Kolumne über die Regenbogenpresse.


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O Brother, Where Aren’t Thou?
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O Brother, Where Aren’t Thou?

Da muss den Mitarbeitern der “Adel exklusiv” aber das Sektglas aus der Hand gefallen sein. Erst die große Freude über die zweite Schwangerschaft von Herzogin Kate, Jubel, Feierei. Und dann, ja, dann das:

Mitten im Babyglück sorgt eine Schock-Nachricht für große Aufregung - Hat Prinz William einen heimlichen Bruder?

Nun gut, mit “Mitten im Babyglück” haben die Ahnenforscher der “Adel exklusiv” ein bisschen geflunkert. Denn die “Schock-Nachricht” sorgt schon seit zwei Jahren “für große Aufregung” bei der Bauer Media Group. Das Schwesternblatt “Das Neue” verkündete bereits im Oktober 2012 unübersehbar:

Auch Kate ist überrascht - Prinz William - Sensation! Er hat noch einen heimlichen Bruder!

Jetzt ermittelt also die “Adel exklusiv” im Fall “Williams ominöser Heimlich-Bruder”. Das Blatt vermutet ihn in Schottland, genauer: in einem Schloss im Örtchen Glamis.

Gerade einmal 300 Menschen leben in dem kleinen Dorf. Der perfekte Ort, um sich vor neugierigen Blicken zu verstecken.

Sagt man ja auch so: die Anonymität des Dorfes.

Und was ist das Klügste, das man im “perfekten[n] Ort, um sich vor neugierigen Blicken zu verstecken”, machen kann? Richtig: Ein paar Einwohner fragen, ob sie schon mal jemanden gesehen haben, der nicht von ihnen gesehen werden will.

Das Ergebnis der Umfrage:

“Wir haben Gerüchte gehört, aber reden nicht darüber”, sagen die einen. Die anderen wiegeln gleich ab: “Unsinn, hier lebt er sicher nicht.”

Und in einem Pub schnappt der anonyme Autor noch auf:

“Hier lebt kein heimlicher Bruder von Prinz William.”

Aber nicht nur auf der Straße und in Kneipen findet der “Adel exklusiv”-Mitarbeiter keinerlei Anzeichen, auch eine Tour durchs Schloss ist so unergiebig, dass er sich an den letzten Brocken Hoffnung klammert, der ihm hingeworfen wird:

Nach der Führung durch die nur spärlich beheizten Räume spreche ich [Schloss-Direktorin] Libby Reynolds auf das Gerücht an, dass Williams Bruder im Schloss leben soll. Sie schüttelt mit dem Kopf, sagt dann zögerlich: “Jede Geschichte hat einen Kern Wahrheit …”

Wenn aus den Lebenden von Glamis schon nichts Verwertbares herauszube-kommen ist, dann vielleicht aus den Toten:

Zu guter Letzt steht der Besuch auf dem Friedhof an. Viele Grabsteine haben hier keinen Namen. Gehört einer davon zu Williams Bruder? Wir werden es wohl nie erfahren.

Die eindrucksvolle Bilanz der Reise nach Schottland: zweieinhalb Dementis, ein Kopfschütteln und ein paar leere Grabsteine. Und was macht die “Adel exklusiv” auf ihrer Titelseite daraus? Logo, eine “Unglaubliche Enthüllung”:

Prinz William - Unglaubliche Enthüllung - Hat er wirklich einen heimlichen Bruder?


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Der Regenbogenröntgenblick
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Der Regenbogenröntgenblick

In unserem wöchentlichen Gespräch mit detektor.fm ging es dieses Mal um die Gynäkologen der Funke Women Group:

Die "Frau aktuell" titelt: "Monaco jubelt - Fürstin Charlene - Hurra, zwei Jungen! Ihre Zwillinge sind gesund!" Das "Echo der Frau" titelt: "Fürstin Charlene - Süße Überraschung! Es werden zwei Mädchen"

Das Gespräch könnt Ihr hier nachhören …

detektor.fm: Eure heutige Geschichte ist quasi eine doppelte Geschichte: Es geht um Fürstin Charlène von Monaco. Und die eine Zeitrschrift titelt: “Hurra, zwei Jungen!”, sie soll also schwanger sein. Und die andere Zeitschrift, “Echo der Frau”: “Es werden zwei Mädchen”. Jetzt wissen wir ja schon, dass man diesen Zeitungen eh nicht glauben kann. Deswegen frage ich erstmal: Ist sie denn überhaupt schwanger?

Moritz: Ja, die Schwangerschaft steht fest. Und — es wurde lange gemutmaßt — es steht auch fest, dass es Zwillinge werden. Es kommen also tatsächlich zwei Kinder im Dezember zur Welt in Monaco. Junge oder Mädchen steht hingegen nicht fest. Es gibt da zumindest keine offizielle Aussage des Palastes. Und die Hefte wissen’s ja anscheinend auch nicht. Das “Echo der Frau” sagt, es werden zwei Mädchen. Die “Frau aktuell” titelt: “Hurra, zwei Jungen!” Am Ende kommen vielleicht ein Junge und ein Mädchen heraus, dann haben beide völlig Unrecht gehabt. Das wäre für uns besonders schön. Aber eines der Hefte wird in jedem Fall daneben liegen. Das ist für uns mal wieder ein ganz klares Beispiel, wie in diesen Verlagen gelogen wird, einfach auf These geschrieben wird. Wenn’s dann einen Zufallstreffer gibt, wird es groß bejubelt — also wenn beispielsweise zwei Mädchen geboren werden, wird das “Echo der Frau” sicherlich sagen: “Ha, wussten wir es doch! Wir haben so berichtet.”

Das wäre die nächste Frage: Wie kommen die denn auf diese Mutmaßungen? Ist das einfach ins Blaue hineingeschrieben? Oder haben die wirklich verlässliche Quellen?

Mats: Nee, die haben keine verlässlichen Quellen. Sie schreiben auch selbst, dass es nur Gerüchte seien: Beide Blätter schreiben, dass es Gerüchten zufolge Jungen beziehungsweise Mädchen werden. Die “Frau aktuell” hat aber noch ein anderes Indiz gefunden. Und zwar hat Fürst Albert, der Mann von Charlène, angeblich im Haus alle scharfen Kanten abgedeckt. Und das nehmen sie jetzt als Indiz dafür, dass es Jungen werden, weil Albert sich bestimmt noch an seine wilde Zeit als kleiner Junge erinnern kann, als er immer durchs Haus getollt ist. Das nimmt die “Frau aktuell” quasi als Beiweis dafür, dass es Jungen werden. Aber in Wirklichkeit steckt natürlich nur Spekulation und Raterei dahinter.

Moritz: Und obwohl beide Hefte lediglich von Gerüchten ausgehen, verkaufen sie es auf den Titelseiten als feststehende Tatsachen. Das ist ein wichtiger Punkt bei diesen beiden Geschichten: Es ist kein Fragezeichen dabei oder ein “wohl” oder ein “vielleicht”, sondern “Es werden zwei Mädchen” und “Hurra, zwei Jungen!”, mit Ausrufezeichen. Das sind also zwei ganz klare Tatsachenbehauptungen.

Also ziemlich abstrus. Interessant an dem Fall ist ja, dass die beiden Zeitschriften aus dem gleichen Verlag kommen, der Funke Women Group. Geht es da im Endeffekt also doch nur um Geldmacherei, dass man — wie Ihr eben gesagt habt — einfach rät und hofft, dass einer wenigstens Recht hat?

Mats: Das vermuten wir. Es ist ja schon ganz offensichtlich, dass es denen gar nicht daum geht, die Wahrheit zu berichten. Die wollen einfach nur mit einer exklusiven Schlagzeile locken, damit die Leute das Heft kaufen und nachschlagen, warum es sich denn um zwei Jungen oder zwei Mädchen handeln soll. Die WAZ Women Group, oder Funke, wie sie jetzt seit einiger Zeit heißt, hat auch Erfahrungen bei solchen Schlagzeilen. Vor ein paar Jahren, als Prinzessin Victoria ein Kind bekommen hat, da titelte die “Neue Welt”, die auch zum Verlag gehört: “Hurra, ein Junge!” Kurz danach wurde das Kind geboren — und es war ein Mädchen. Die haben also schon Erfahrung darin, Vorhersagen zu treffen, die dann doch nicht eintreten.

Ihr habt vorhin gesagt, das ist eine Tatsachenbehauptung, in einem Fall dann ja auch eine falsche. Beschäftigt sowas dann irgendwann mal den Presserat oder ist denen das vollkommen boogie, was diese Frauenzeitschriften machen?

Moritz: Der Presserat wird ja erst dann aktiv, wenn sich jemand beschwert. Von selbst ergreift der Presserat keine Initiative. So ist das grundsätzliche System bei denen. Das wäre jetzt für uns aber ein Fall, den man definitiv beim Presserat einreichen könnte. Wenn man beispielsweise wartet, bis die Geburt im Dezember dieses Jahres stattgefunden hat, dann könnte man sicherlich das Heft, das total ins Klo gegriffen hat, dahin schicken. Dann wird sich ja gezeigt haben, dass es sich um eine falsche Berichterstattung handelt. Da könnte es durchaus eine Maßnahme des Presserats geben.


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Bis dass “Das goldene Blatt” Euch scheidet
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Bis dass “Das goldene Blatt” Euch scheidet

Um im Dickicht der Dutzenden Regenbogenblätter nicht unterzugehen, müssen sich die einzelnen Redaktionen schon etwas einfallen lassen. “Das goldene Blatt” beispielsweise wählt einen branchenunüblichen Weg: Das Heft ködert die Leserschaft mit positiven Geschichten — zum großen Teil zwar auch erfunden, aber mit Wohlgefühl.

In erschreckender Regelmäßigkeit bringen die Mitarbeiter in großen Lettern ihre riesige Freude zum Ausdruck. Sie verkünden “die Glücks-Botschaft des Sommers”, hoffen “auf diese schöne Nachricht” und jauchzen: “Die Versöhnung ist perfekt”.

Derzeit herrscht …

Albert & Charlene - Großer Jubel! Zwillings-Glück

Also alles zum “Hurra”-Schreien in der Welt des “goldenen Blatts”? Nicht ganz! Eine ist dort schon vor langer, langer Zeit in Ungnade gefallen: Camilla Parker Bowles, seit der Hochzeit mit Prinz Charles im April 2005 “Her Royal Highness The Duchess of Cornwall” genannt. Camilla kriegt immer auf die Mütze.

Die — wie soll man sie nennen? — begleitende Berichterstattung zu ihrer Ehe mit Charles ist ein Panoptikum von möglichen Rüffeln: Schaut Camilla ernst auf einem Foto, muss sie bald wieder zur “Alkohol-Therapie” — die “letzte Chance für ihre Ehe”. Lacht sie, spinnt sie mal wieder “böse Intrigen” — ein “neues Ehe-Drama!”

Bereits fünf Tage vor der Hochzeit war eigentlich schon alles zum Scheitern verurteilt:

Charles & Camilla - Riesenkrach kurz vor der Hochzeit

(Ausgabe 15/2005)

Seitdem gibt es ständig “bittere Trennung[en]“, “Ehekrach” und natürlich “Scheidung?”, “Scheidung!”, “SCHEIDUNG”:

Ehekrach! Camilla - Sie sucht schon ein neues Zuhause

(Ausgabe 1/2006)

Camilla - Vor den Scherben ihres Glücks

(Ausgabe 6/2006)

Charles & Camilla - Endlich die Wahrheit über ihre Ehe

(Ausgabe 6/2008)

Charles - Die bittere Trennung von Camilla

(Ausgabe 39/2008)

Charles & Camilla - Erbitterter Ehestreit ums Geld

(Ausgabe 3/2009)

Alkohol-Therapie und Eheberatung - Charles & Camilla - Letzte Chance für ihre Ehe

(Ausgabe 17/2009)

Prinz Charles - Geldsorgen! Lässt Camilla ihn jetzt im Stich?

(Ausgabe 34/2009)

Charles & Camilla - Scheindung?

(Ausgabe 35/2011)

Camilla & Charles - Scheidung noch in diesem Jahr

(Ausgabe 47/2011)

Herzogin Camilla - Affäre! Sie bricht Charles das Herz

(Ausgabe 3/2012)

Charles & Camilla - Ehe-Aus am Hochzeitstag

(Ausgabe 16/2012)

Charles & Camilla - Jetzt doch! Scheidung

(Ausgabe 43/2012)

Charles & Camilla - Ehe-Aus - Die ganze Wahrheit

(Ausgabe 8/2013)

Charles & Camilla - Jetzt doch! Scheidung

(Ausgabe 35/2013)

Charles & Camilla - Ehe-Aus! Jetzt ist es endgültig

(Ausgabe 47/2013)

Camilla & Charles - Scheidung! Die ganze Wahrheit

(Ausgabe 7/20014)

Prinz Charles - Camillas böse Intrigen - Neues Ehe-Drama

(Ausgabe 16/2014)

Charles & Camilla - Jetzt doch! Ehe-Aus

(Ausgabe 28/2014)

Charles & Camilla - Alles aus! Scheidung

(Ausgabe 41/2014)

Allein in den vergangenen zwei Jahren verkündete “Das goldene Batt” also ein Ehe-Drama, drei Ehe-Ausse und vier Scheidungen. Mal war es “endgültig”, mal “die ganze Wahrheit”. Und immer völliger Blödsinn.


Mit Dank an P. B. für den Hinweis!


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