Auflage der Regenbogenpresse

Auflage der Regenbogenpresse

Man muss sich das mal vorstellen: Es gab eine Zeit — um genau zu sein das zweite Quartal im Jahr 2000 –, da hatten drei Regenbogenhefte eine höhere verkaufte Auflage als “Der Spiegel”. Die “Neue Post”, die “Freizeit Revue” und “Das Neue Blatt” wurden allesamt häufiger gekauft als Deutschlands größtes Nachrichtenmagazin.

Inzwischen haben diese drei Regenbogentitel an Auflage verloren, teilweise mit dramatischen Abstürzen. Nur die “Freizeit Revue” kann noch mit der Auflage des “Spiegel” mithalten.

Andere Hefte wiederum haben im gleichen Zeitraum kaum an Auflage verloren. “Das Goldene Blatt” zum Beispiel verkauft heute fast genauso viele Hefte wie 1998. Teilweise gab es in den vergangenen Jahren sogar leichte Steigerungen, wie beispielsweise bei “die aktuelle” seit 2009.

Hier eine kleine, nicht repräsentative Auswahl an Auflagenentwicklungen, die zeigt, wie es bei der deutschen Regenbogenpresse in den vergangenen 15 Jahren gelaufen ist. Man darf sich von den fallenden Graphen allerdings nicht blenden lassen. Auch wenn die Auflagen in den vergangenen Jahren deutlich gesunken sind, besitzt dieser riesige Markt noch immer eine große publizistische Macht: Die knapp 70 Titel spucken jedes Jahr weiterhin mehr als eine halbe Milliarde Hefte in die deutschen Kioskregale.Auflage_1998-2013


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