Günther Jauch hat nichts gestanden
3

Günther Jauch hat nichts gestanden

Hinter den Mitarbeitern, die bei “Das Neue” fürs Gestalten der Titelseite verantwortlich sind, muss eine gähnend langweilige Arbeitswoche liegen. Ihren Job haben nämlich fast zur Hälfte Günther Jauch und dessen Anwaltskanzlei übernommen:

Cover von "Das Neue" mit dieser Gegendarstellung: "Gegendarstellung – Auf der Titelseite von "das neue" vom 11. April 2015 heißt es über mich: "Günther Jauch Schock-Geständnis steckt seine Ehe in der Krise?" Hierzu stelle ich fest: Ich habe im Zusammenhang mit meiner Ehe nichts gestanden. Potsdam, den 15. April 2015 Günther Jauch Her Jauch hat recht. Der Verlag."
(Klicken für größere Version.)

Das Oberlandesgericht Karlsruhe hatte vor gut zwei Wochen entschieden, dass Günther Jauch “Anspruch auf die Veröffentlichung einer Gegendarstellung auf der Titelseite einer Wochenzeitschrift” habe. Diesem Urteil ist “Das Neue” nun nachgekommen.

Einen ganz besonderen Service, der sich vermutlich stark an der vergleichsweise alten Zielgruppe von “Das Neue” orientiert, bieten übrigens die Redakteure, die fürs Inhaltsverzeichnis zuständig sind. Für all jene Leser, die Jauchs Gegendarstellung auf dem Cover trotz Riesengröße und pinkem Hintergrund übersehen haben sollten, weisen sie noch einmal gesondert darauf hin:

Diese Woche in "Das Neue": Gegendarstellung Günther Jauch auf Seite 1


facebooktwitteremail

Schattierungen eines Rechtsstreits
1

Schattierungen eines Rechtsstreits

Wir wissen jetzt, warum die “Woche der Frau” die Richtigstellung zur Gottschalks-heimliche-Familie-Geschichte noch einmal abdrucken musste: Die Ankündigung der Richtigstellung auf dem Cover …

Richtigstellung von Thomas Gottschalk zum Beitrag "Heimliche Familie in Polen?" Woche der Frau Nr. 5/2012, auf S. 10

… entsprach optisch nicht der Artikel-Ankündigung aus dem Jahr 2012 …

Thomas Gottschalk - Heimliche Familie in Polen? Unglaublich, was sein angeblicher Cousin behauptet

… und war damit nicht ordnungsgemäß.

Im Detail: Das Wort “Richtigstellung” hatte eine falsche Färbung (Weiß statt Gelb), dazu fehlte beim gesamten Text eine dreidimensional wirkende Schattierung. Außerdem bemängelte Gottschalks Anwalt den schemenhaft wirkenden Hintergrund der zwischenzeitlichen Richtigstellung, der ebenfalls dazu beigetragen habe, dass die Ankündigung schlechter lesbar sei als die ursprüngliche Schlagzeile.

Das sah das Oberlandesgericht Karlsruhe auch so:

Vielmehr ist eindeutig, dass der Kontrast einer weißen Schrift auf gelb-orange-farbenem Untergrund, wie von der Vollstreckungsschuldnerin für den Abdruck auf dem Titelblatt von Heft Nr. 52/2014 gewählt, wesentlich schwächer ist als der einer gelben, dunkel schattierten und damit dreidimensionalen und kontrastreicher wirkenden Schrift, wie auf dem Titel der Ausgabe Nr. 5/2012.

Nun könnte man so etwas reichlich kleinlich und vielleicht auch lächerlich finden. Im Presserecht gibt es allerdings den Grundsatz der Waffengleichheit: Gegendarstellungen und Richtigstellungen müssen von den Redaktionen an derselben Stelle und in derselben Aufmachung veröffentlicht werden wie der Artikel, auf den sie sich beziehen. Denn was bringt schon eine kleine Richtigstellung irgendwo in einer Ecke auf Seite 64, wenn die zurecht beanstandete Fehlinformation dick und fett auf der Titelseite prangte?

Die erste Richtigstellung von Thomas Gottschalk hat die “Woche der Frau” so auf der Titelseite platziert, dass nach Auffassung des Oberlandesgerichts Karlsruhe keine Waffengleichheit herrschte. Um zu diesem Schluss zu kommen, so das Gericht, müsse man kein Fachmann sein:

Dies kann das Beschwerdegericht aus eigener Sachkunde beurteilen, denn die zuständige Einzelrichterin kann lesen und Farben sehen.


facebooktwitteremail

Thomas Gottschalk hat keine heimliche Familie in Polen
0

Thomas Gottschalk hat keine heimliche Familie in Polen

Im fernen Universum der Regenbogenhefte und ihrer ganz eigenen Promiskalen ist Thomas Gottschalk ein B-Promi. Während die A-Promis — zum Beispiel Helene Fischer oder Charlène von Monaco — jede Woche auf den Titelseiten zu finden sind, denken sich die Fantasten aus den Regenbogenredaktionen über die B-Promis immer mal wieder Geschichten aus.

Das kann natürlich trotzdem nerven. Thomas Gottschalk hat in seiner gerade erschienenen Autobiographie “Herbstblond” zu den “Herzschmerzblättern der Yellow Press” Stellung bezogen:

Bisweilen staune ich über meine eigenen “Schicksalsschläge”. Eine “Krebstragödie um Gottschalk” entpuppte sich als die Erkenntnis, dass mein Vater in einem Alter an Krebs verstorben war, das ich gerade selber erreicht hatte; ein “polnischer Cousin”, der barmte, ich hätte jeden Kontakt zu ihm abgebrochen, war am Ende gar keiner, und mir “brach” auch nicht “das Herz”, als sich mein Sohn von seiner Frau trennte. So etwas soll passieren.

Mit Gewäsch dieser Art halte ich mich nicht mehr auf, mein Anwalt klagt reflexhaft, wenn es darum geht, unverfrorene Eingriffe in mein Privatleben zu verhindern. Meine Ehe und das Leben meiner Kinder habe ich ebenfalls, so gut es ging, aus der Schusslinie gehalten. Das ist mir nicht immer ganz gelungen, denn der Boulevard wollte sich partout Gedanken zum Zustand meiner Beziehung machen. Wer oft fotografiert wird, manchmal, ohne es zu bemerken, schaut auch oft dumm in die Gegend. Man muss die Kreativität eines Chefredakteurs fast bewundern, der mehrere Fotos von meiner Frau und mir untereinandersetzte, auf denen wir nicht besonders glücklich dreinschauten, noch dazu jeder in eine andere Richtung. Wahrscheinlich hatten wir beim Pferderennen auf unterschiedliche Pferde gesetzt oder vermuteten unsere Söhne jeder in einer anderen Ecke. Egal, man fand in dem Pantomimen Samy Molcho einen Ausdrucksdeuter, der unserer Ehe nicht mehr den Hauch einer Chance gab. Zerrüttung wäre nach diesen Fotos noch seine optimistischste Einschätzung gewesen.

Die Sache mit dem Cousin aus Polen bezieht sich auf eine Titelgeschichte der “Woche der Frau” aus dem Jahr 2012. Damals fragte die Redaktion, ob Gottschalk eine “Heimliche Familie in Polen” habe. Hat er nicht, und so klagte sein Anwalt “reflexhaft”. Das Ergebnis gab es nun dick und fett auf der Titelseite der “Woche der Frau” zu bestaunen:

Richtigstellung von Thomas Gottschalk zum Beitrag "Heimliche Familie in Polen?" Woche der Frau Nr. 5/2012, auf S. 10

Im Heftinnern gibt es schöne Feststellungen wie:

Jan Gottschalk aus Piaseczno ist nicht der Cousin von Thomas Gottschalk.

Oder:

Thomas Gottschalk hat keinen Onkel mit dem Namen Franciszek Gottschalk.

Insgesamt ist die Richtigstellung länger als mancher Regenbogenartikel:

Richtigstellung - In "Woche der Frau" Nr. 5/2015 schreiben wir in einem Artikel mit der Überschrift "Thomas Gottschalk Heimliche Familien in Polen?" auf Seite 10 über Thomas Gottschalk: "'Nachdem ich erfahren habe, dass Thommy mein Cousin ist, haben wir uns einmal seine Sendung im Fernsehen angeschaut', erzählt Jan (...) Jan Gottschalk, der in bescheidenen Verhältnissen in dem polnischen Dorf Piaseczno lebt, ist richtig aufgeregt, als er von seinem berühmten Verwandten in Deutschland spricht. Denn es handelt sich um niemand Geringeren als Thomas Gottschalk (61). 'Ich bin sein direkter Cousin', behauptet Jan fröhlich," Hierzu stellen wir fest: Jan Gottschalk aus Piaseczno ist nicht der Cousin von Thomas Gottschalk. Thomas Gottschalk ist auch sonst nicht mit dem genannten Jan Gottschalk verwandt. Weiter heißt es in dem Artikel, beginnend mit einem Zitat von Jan Gottschalk, wie folgt: "'Mein Vater Franciszek Gottschalk war der Bruder von Hans, Thommys Vater!' Unglaublich: Hat der Showmaster tatsächlich eine heimliche Familie in Polen? (...) Jan kann sich sogar an seinen Onkel erinnern, denn er traf ihn einmal: 'Das war 1957 oder 1958. Onkel Hans kam extra zu einer Hochzeit aus Deutschland nach Polen (...)'" Hierzu stellen wir fest: Thomas Gottschalk hat keinen Onkel mit dem Namen Franciszek Gottschalk. Weiter heißt es: "Auch Thomas Gottschalk würde Jan sehr gern kennenlernen. Er schrieb ihm sogar einmal einen Brief. '(...) Ich denke, Thomas hat ihn nie gelesen.' Deshalb hält er es für möglich, dass der TV-Star gar nichts von ihm weiß. Dabei würde Jan seiner deutschen Familie so gern sein Zuhause zeigen." Hierzu stellen wir fest: Thomas Gottschalk gehört nicht zu der Familie von Jan Gottschalk. Die Redaktion

(Draufklicken für eine größere Version)

Nun ist diese Richtigstellung nicht völlig neu. Im Dezember 2014 musste die “Woche der Frau” sie schon einmal bringen — ebenfalls auf der Titelseite und im Heft:

Richtigstellung von Thomas Gottschalk zum Beitrag "Heimliche Familie in Polen?" Woche der Frau Nr. 5/2012, auf S. 10

Laut Gottschalks Anwalt habe das Blatt die Richtigstellung damals nicht ordnungsgemäß gedruckt. Daher hätten sie den Verlag über das Gericht gezwungen, noch einmal zu drucken.

Eine Richtigstellung auf der Titelseite dürfte für die Knallhefte die Pest sein, gerade wenn sie sie mehrmals abdrucken müssen. Schließlich verkaufen sich die Regenbogenblätter zum überwiegenden Teil im Einzelverkauf am Kiosk. Ein hässlicher Störer auf dem Cover könnte die geneigte Leserin am Zeitschriftenregal schnell zum nächsten Titel greifen lassen.

Dass ein solcher Vorgang inhaltlich aber mal so gar nichts bewirkt, stellen die Ahnenforscher der “Woche der Frau” eindrucksvoll unter Beweis. Direkt über Gottschalks Richtigstellung zu seiner angeblichen heimlichen Familie in Polen steht das hier:

Neuer Familien-Skandal - William & Kate - Gibt es noch eine heimliche Tochter in New York?


facebooktwitteremail

Helene Fischer hat nicht geweint
2

Helene Fischer hat nicht geweint

Während sich “Das neue Blatt” mit seiner Doofstell-Taktik noch raustricksen konnte, musste die “Woche heute” vor zweineinhalb Wochen eine Gegendarstellung von Helene Fischer abdrucken. Beide Blätter hatten behauptet, dass die Schlagersängerin bei einem Konzert in München geweint habe.

Nun hat “Die neue Frau” mit einem formschönen Hinweis nachgezogen:

Gegendarstellung – Sie schreiben in "Die neue Frau" Nr. 10 vom 25.02.2015 auf Seite 5 in Bezug auf ein Konzert von mir im Münchner Olympiastadion: "Tränen bei Helene Fischer" – Hierzu stelle ich fest: Ich habe während des Konzerts keine Tränen vergossen. Berlin, den 04.03.2015 – Helene Fischer – Frau Fischer hat Recht. Der Verlag

Und weil dieser Kasten so dezent daherkommt, hier noch die gesamte Seite der “neuen Frau” in ihrer vollen Pracht:

Das Foto zeigt die gesamte Seite der "neuen Frau" mit der Gegendarstellung von Helene Fischer.


facebooktwitteremail

Wer zuletzt lacht (2)
2

Wer zuletzt lacht (2)

Aus der Kategorie “Entschuldigen Sie, Frau Lehrerin, mein Nashorn hat das Hausaufgabenheft gefressen”:

Helene Fischer - Doch keine Tränen beim Konzert! Man könnte es gut verstehen, wenn Helene Fischer bei all dem beruflichen Stress auch mal die Fassung verlieren würde. Und so sah es für uns aus, als ein Video voneinem Konzert in München Ende Februar auftauchte. Ein Fan reichte ihr einen Borussia-Dortmund-Schal, das Publikum tobte. Es sah für viele so aus, als hätte sie sogar Tränen in den Augen. Auch wir berichteten darüber in "Das neue Blatt" vom 11. März 2015 ("Sie weint so viel"). Nun erfahren wir, dass das ein falscher Eindruck war. Geweint hat sie nicht. Wieder einmal ließ sie sich also nicht unterkriegen.


Nachtrag, 24. April, 17:19 Uhr:
Die “Woche heute” hatte ebenfalls über das Helene-Fischer-Konzert in München berichtet und von einem “Tränen-Kollaps” geschrieben.

Hat der Schlagersängerin wohl nicht so gut gefallen. Deswegen prangt auf der Titelseite der aktuellen “Woche heute”-Ausgabe dieser Kasten:

Gegendarstellung von Helene Fischer zu Beitrag "Tränen-Kollapts" – Woche Heute Nr. 11/15 – S. 10

Und im Innenteil gibt’s das Ganze noch einmal ausführlicher:

Gegendarstellung – Sie schreiben in "Woche Heute" Nr. 11 vom 4. März 2015 auf Seite 7 in der Überschrift in Bezug auf meine Person und ein von mir gegebenes Konzert: "Tränen-Kollaps" – Hierzu stelle ich fest: Es gab von mir während des Konzerts keine Tränen. Hamburg, den 16. März 2015. Helene Fischer – Frau Fischer hat Recht. Der Verlag


Jörg Thomann, Redakteur der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”, vermutet in seinen aktuellen “Herzblatt-Geschichten”, dass der Keine-Tränen-Tipp fürs “neue Blatt” von Fischers Anwälten kam.


Mit Dank an Mike für den Hinweis!


facebooktwitteremail

Nicht die Villa überschrieben
1

Nicht die Villa überschrieben

Hat Chris Roberts seine Villa nun erst gekauft und dann seiner Frau überschrieben? Oder haben die beiden “das Haus mit gemeinsamen finanziellen Mitteln erworben”? Eine komplizierte Angelegenheit!

Da haben dann selbst die ausgewiesenen Finanzexperten der “Schönen Woche” was durch’n Tüdel gebracht:

Richtigstellung - Wir schreiben in "Schöne Woche" Nr. 50/14 vom 3. Dezember 2014 auf Seite 7 unter der Überschrift "Chris Roberts Der tiefe Fall!": "1990 hatte Chris Roberts die 350 Quadratmeter große Villa im Bergischen Land gekauft und später seiner Frau überschrieben." Hierzu stellen wir richtig: Chris und Claudia Roberts haben das Haus mit gemeinsamen finanziellen Mitteln erworben. Die Redaktion

(Draufklicken für eine größere Version)


facebooktwitteremail

Der Nachbar hat nichts gesagt
2

Der Nachbar hat nichts gesagt

Mit einem dicken, violetten Kasten muss das Redaktionsteam der “Viel Spaß” momentan zugeben, es nicht so ganz genau genommen zu haben mit der Wahrheit:

Richtigstellung - Auf der Titelseite von "Viel Spaß" Nr. 18 vom 27. April 2011 schreiben wir über Herrn Günther Jauch: "Günther Jauch Liebes-Krise? Unfassbar, was ein Nachbar jetzt verrät" - Hierzu stellen wir richtig: Der Nachbar hat sich im Zusammenhang mit Herrn Günther Jauch zum Thema "Liebes-Krise" nicht geäußert. Die Redaktion

(Draufklicken für eine größere Version)

… was natürlich nicht bedeutet, dass sie mit dem Mist über Günther Jauch einfach mal aufhören:

Titelseite der "Viel Spaß" Nummer 10/2015 mit der Richtigstellung über Günther Jauch und einer neuen Titelstory über Jauch

Die neue “Sensationelle Enthüllung” der “Viel Spaß” ist übrigens — gemessen am Informationsgehalt — eine Zusammenfassung von Jauchs Wikipedia-Eintrag.


facebooktwitteremail

Nicht aus finanziellen Gründen
1

Nicht aus finanziellen Gründen

In ihrer August-Ausgabe meinte die “Neue Freizeit”, sich mal wieder in ein “Familien-Drama” einmischen zu müssen:

Patrick Lindner - Familien-Drama - Der traurige Kampf um seinen Sohn

Im dazugehörigen Text kommt vor allem Patrick Lindners früherer Lebens-gefährte zu Wort. Lindner selbst darf nicht auf die Vorwürfe antworten.

Das gefiel Patrick Lindner offenbar ganz und gar nicht. Oder wie die “Neue Freizeit” in ihrer Oktober-Ausgabe süßholzraspelt:

Sein Sohn ist ihm sehr wichtig. Darum wacht Schlagersänger Patrick Lindner (54,am 27.9.) mit Bedacht über jede Nachricht, die seinen Daniel (16) betrifft. Mit Blick auf unseren Artikel in der Augustausgabe (“Bitterer Kampf um seinen Sohn”) möchte der Sänger darum zwei Punkte klarstellen. Der Bitte des sympathischen Sängers kommen wir gerne nach [...]

Darum drucken wir auch gerne auf Wunsch von Patrick Lindner und seinem Sohn Daniel Raab die folgendenen Gegendarstellungen der beiden ab.

Patrick Lindner - Ein verantwortungsvoller Vater - Gegendarstellung - Auf Seite 11 von NEUE FREIZEIT "Nr. 07-08 - August 2014" wurde ein Artikel mit der Überschrift "Patrick Lindner - Bitterer Kampf um seinen Sohn (Daniel Raab)" veröffentlicht. Darin wird berichtet, dass nur Patrick Lindner seinen Sohn offiziell adoptierte. Michael Link, derehemalige Lebenspartner von Patrick Lindner, wird sodann wie folgt zitiert: "Aber nur deswegen, weil er damals mehr Geld gehabt hat." Hierzu stelle ich fest: Ich habe Daniel adoptiert, weilich die Verantwortung als Vater wollte und nicht aus finanziellen Gründen. Weiterhin wird berichtet: "Schlagerstar Patrick Lindner bleibt aber hart. Seit der Trennung 2005 darf Michael Link den Jungen nicht mehr sehen." Hierzu stelle ich fest: Ich habe Daniel den Umgang mit Michael Link nicht verboten. Vielmehr ist es die freie Entscheidung meines Sohnes, Herrn Link nicht mehr zu sehen. - Patrick Lindner - Gegendarstellung - Auf Seite 11 von NEUE FREIZEIT "Nr. 07-08 - August 2014" wurde ein Artikel mit der Überschrift "Patrick Lindner - Bitterer Kampf um seinen Sohn (Daniel Raab)" veröffentlicht. Darin wird berichtet: "Schlagerstar Patrick Lindner bleibt aber hart. Seit der Trennung 2005 darf Michael Link den Jungen nicht mehr sehen." Hierzu stelle ich fest: Mein Vater hat mir den Umgang mit Michael Link nicht verboten. Vielmehr ist es meine freie Entscheidung, dass ich Herrn Link nicht mehr sehen möchte. - Daniel Raab

(Klicken für größere Darstellung)


facebooktwitteremail

Kein Mikro-Chip in Schumacher
3

Kein Mikro-Chip in Schumacher

Bei der “Freizeitwoche” ärgern sich die Mitarbeiter schwarz. Sie haben doch tatsächlich etwas Falsches berichtet, Kruzifix nochmal! In dieser Titelgeschichte über Michael Schumacher ist es ihnen passiert:

Michael Schumacher - Endlich! - Kommt er noch in diesem Sommer nach Hause?

Und weil das alles wirklich blöd gelaufen, und die Redaktion auch nur “einer Fehlinformation aufgesessen” sei, druckt sie in ihrer aktuellen Ausgabe eine “Berichtigung”:

Berichtigung - In der Ausgabe Nr. 32 vom 30. Juli 2014 haben wir unter Bezugnahme auf einen Artikel der englischen Zeitschrift "Daily Mail" berichtet, dass die Familie von Michael Schumacher kroatische Neurologen kontaktiert habe, damit Michael Schumacher nach deren revolutionärem Mikro-Chip-Verfahren behandelt werde. Tatsächlich gab es einen solchen Kontakt nicht. Eine Behandlung durch die besagten Ärzte ist also nicht geplant, Herrn Schumacher soll auch kein solcher Mikro-Chip implantiert werden. Wir bedauern, dass wir einer Fehlinformation aufgesessen sind. Rastatt, 21. August 2014 - Freizeitwoche Verkag GmbH & Co. KG

Hört mal, alte Bedauerer der “Freizeitwoche”, uns fallen spontan zwei mögliche Maßnahmen ein, um solchen Stuss von vornherein zu vermeiden: nachfragen oder nachdenken. Weder das eine noch das andere scheint zu Eurem Standard-programm zu zählen.

Durch die Berichtigung dürfte das Heft jedenfalls einer Gegendarstellung zuvor-gekommen sein. Die hätte dann hässlich und wenig verkaufsfördernd auf dem Cover prangen können.

Wie so eine verschandelte Titelseite aussieht, zeigt “Das neue Blatt” eindrucksvoll und gleich mehrfach. Die Redaktion hatte über Eheprobleme von Doris Schröder-Köpf und Gerhard Schröder spekuliert. Das fanden der frühere Bundeskanzler und seine Ehefrau offenbar nicht ganz so witzig. “Das neue Blatt” musste in der digitalen Ausgabe die Schlagzeile verdecken:

Mit weißer Fläche versehenes Cover von "Das neue Blatt"

Und auch Günther Jauch ging gegen “Das neue Blatt” vor. Die Mitarbeiter titelten einst, “Das verheimlichte Alkohol-Drama” des TV-Moderators “enthüllt” zu haben. Die Geschichte hatte für sie auch kein so richtig gutes Ende — sowohl auf dem Cover der Digitalausgabe …

Mit weißen Flächen versehenes Cover von "Das neue Blatt"

… als auch im Heftinneren mussten sie reichlich weiße Flächen montieren:

Mit weißen Flächen versehener Artikel über Günther Jauch.

Die Anwaltskanzlei, die Günther Jauch vertritt, bestätigte uns, dass derzeit ein Verfahren gegen das Bauer-Blatt läuft.

Gegen die “Woche der Frau” von der Mediengruppe Klambt war die Kanzlei bereits erfolgreich: Das Heft musste in seiner vergangenen Ausgabe (Nummer 35) eine Gegendarstellung abdrucken.

In der aktuellen Ausgabe (Nummer 36) muss die “Woche der Frau” eine weitere Gegendarstellung des Moderators bringen:

Gegendarstellung - In "Woche der Frau" vom 13. August 2014 heißt es auf Seite 11 in einem Artikel mit der Überschrift "Böses Spiel mit Günther Jauch - Als Lockvogel missbraucht!" in Bezug auf eine Werbeanzeige für die FAZ: "Ob er das Geld dafür auch spendete? Gut möglich." - Hierzu stelle ich fest: Ich habe für die FAZ-Werbeanzeige kein Honorar erhalten. Potsdam, den 18. August 2014 - Günther Jauch - Günther Jauch hat Recht. Die Redaktion

All die eigenen Fehler und die daraus resultierenden rechtlichen Auseinander-setzungen hindern die “Woche der Frau” aber nicht daran, auch in dieser Ausgabe wieder groß über Jauch zu titeln. Mehr dazu gibt’s am Wochenende Montag — in der neuesten Ausgabe topfvollgold zum Hören.


Mit Dank an Stefan N. für den Hinweis.


facebooktwitteremail

Kein betrunkener Jauch am Telefon
3

Kein betrunkener Jauch am Telefon

Für die Regenbogenpresse ist es gar nicht so einfach, eine Geschichte über Günther Jauch zu finden, gegen die der TV-Moderator nicht gleich rechtlich vorgeht.

Aber damals, als Hape Kerkeling angeblich von einem “peinlichen Aussetzer” Jauchs erzählte — da konnten die Mitarbeiter der “Woche der Frau” wie wild in die Tasten hauen. Hat ja schließlich alles der Kerkeling gesagt. Sichere Sache.

Oder?

Gegendarstellung - In "Woche der Frau" Nr. 17 vom 15. April 2014 heißt es auf den Seiten 8/9 in einem Artikel mit der Überschrift "Schlimmer Aussetzer mitten in der Nacht - Unglaublich was sein berühmter Freund verrät" über mich: "... Hape Kerkeling ... Der Komiker erzählte nämlich ganz frei und ungeniert von einem peinlichen Aussetzer des RTL-Moderators. 'Der hat (...) an meinem Geburtstag nachts um zwei sturzbesoffen auf die Mailbox gesungen.' Wie bitte? So kennen wir den sonst so korrekten und adretten Günther Jauch gar nicht. Aber offenbar hat er noch eine ganz andere Seite. Eine, die er sicher nicht in der Öffentlichkeit preisgeben wollte. Aber nun wurder er damit überrumpelt. ... Umso verständlicher, dass Hape Kerkeling in seinem Gespräch ... noch mal betonte, dass Günther bei dem besagten Anruf 'hackevoll' gewesen sei." - Hierzu stelle ich fest: Der von Hape Kerkeling geschilderte Anruf, bei welchem ich betrunken auf die Mailbox gesungen haben soll, ist freu erfunden. – Potsdam, den 2. Mai 2014 – Günther Jauch – Günther Jauch hat Recht. Die Redaktion

(Klick aufs Bild für eine größere Darstellung.)


Nachtrag, 22. August, 10:46 Uhr: So kündigte die “Woche der Frau” übrigens Günther Jauchs angeblichen Alkohol-Anruf auf ihrem Cover an:

Günther Jauch - Schlimmer Aussetzer in der Nacht - Unglaublich, was sein berühmter Freund verrät

Jauchs “berühmter Freund” hat den “Aussetzer in der Nacht” auch nicht irgendwo verraten, sondern in der RTL-Sendung “Exclusiv Weekend” vom 6. April dieses Jahres. Dort scherzt Kerkeling: “Er war hackevoll. [...] Um Gottes Willen, das will ich jetzt hier nicht, nein, nein, Herr Jauch war absolut zurechnungsfähig. Das ist nicht geschehen.”

Und auch Günther Jauch kommt in der “Exclusiv Weekend”-Folge zu Wort. Sein grinsender Kommentar: “Oh. Ich weiß noch, dass wir schonmal telefoniert haben, oder dass ich ihn auch angerufen habe, aber ob ich da angeheitert war — daran kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern. Ich kann’s mir kaum vorstellen.”

Für die “Woche der Frau” offenbar ein klarer Fall.


facebooktwitteremail