Das Meta-Märchen

Das Meta-Märchen

Was ist die verlässlichste Quelle für ein Regenbogenheft, wenn es nach einer neuen Verrenkungsstory sucht? Klar: ein anderes Regenbogenheft.

Und so hat die “frau aktuell” einfach mal bei den Kollegen geschaut, was für Geschichten die sich in den vergangenen Wochen ausgedacht haben.

Das Ergebnis dieser, ähm, Recherche präsentiert die “frau aktuell” als “Traurige Nachricht” auf ihrem Cover:

Traurige Nachricht! Narumol & Bauer Josef - Die Wahrheit über ihre Ehe!

Im Innenteil heißt es:

Die patente Thailänderin soll das ländliche Leben auf dem Bauernhof im Chiemgau nicht mögen. Ein [sic] Zeitschrift mutmaßte sogar, dass sie am Burnout-Syndrom leide … Und als wenn das noch nicht schlimm genug wäre, titelt nun ein anderes Blatt: “Scheidungs-Schock”.

Ganz genau, diesen Murks „titelt nun ein anderes Blatt“.

Und was für ein absoluter Ober-Murks das ist, und dass der “Scheidungs-Schock” rein gar nichts mit Narumol und Josef zu tun hat — das haben wir schon einmal gezeigt.

Man muss sich das mal vor Augen führen: Die “frau aktuell” spinnt sich hier ein Märchen zusammen und beruft sich dabei auf ein anderes Märchen. Sie erfindet ein Meta-Märchen.

Ach, und was die “Traurige Nachricht” angeht: Die gibt es gar nicht.

Bei Narumol und ihrem Josef ist alles paletti. Er sagt, er könne sich ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Sie sagt, er sei ein wunderbarer Vater und habe alle ihre Erwartungen übertroffen.

Oder wie die “frau aktuell” schreibt: “Wie beruhigend. Narumol und Josef lieben sich noch!”


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