Hurra! Der topf lebt – und zieht um
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Hurra! Der topf lebt – und zieht um

Liebe Freunde des topfvollgold,

wir haben eine Weile nichts von uns hören lassen. Dafür erst mal ein dickes Sorry!

Wie Ihr vielleicht wisst, war es von Anfang an unheimlich schwierig, dieses Projekt zu finanzieren. Zwar waren einige von Euch so lieb, uns mit Spenden zu unterstützen, dennoch reichte das Geld nicht mehr aus, um das Blog langfristig weiterbetreiben zu können. Darum mussten wir den topf vorerst auf Eis legen.

Aber man kann die Regenbogenredaktionen ja nicht einfach alleine lassen! Darum machen wir bald weiter.

Allerdings nicht hier, sondern auf Übermedien.de. Dort bekommen wir eine eigene, kuschelige Rubrik für unsere Geschichten vom Ende des Regenbogens. Einige davon werden kostenlos sein, für andere wird man ein Abo benötigen, das 3,99 Euro im Monat kostet (und jederzeit wieder kündbar ist). Los geht’s ab nächster Woche.

Wenn Ihr uns also weiterhin lesen und unterstützen wollt, schaut gern mal vorbei. Wir freuen uns!

Euer topfvollgold


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Die Geissens, die ich rief (2)
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Die Geissens, die ich rief (2)

Wer sich am Montagabend beim Fernsehen zu RTL2 verirrt, trifft auf eine Familie, die in Saus und Braus in Monaco lebt, die Eltern stets schlecht gekleidet, die zwei Töchter häufig im Bikini am Pool. Das ist die Familie Geiss, besser bekannt als “Die Geissens — eine schrecklich glamouröse Familie”. Die besonders schrecklich glamourösen Carmen und Robert Geiss sollen laut “Freizeit Spaß” nun auf einmal “Angst um ihre geliebten Töchter” haben:

Unbekannte haben unter den Namen der Promi-Sprösslinge Profile auf Instagram und Facebook eröffnet. Die Fotos wurden anscheinend geklaut

… schreibt das Regenbogenblatt und johlt auf seiner Titelseite:

Carmen & Robert Geiss - Familien-Tragödie - Ihre Töchter im Visier von Kriminellen

Die Fotos der zwölfjährigen Davina und der elfjährigen Shania, die Kriminelle irgendwo im Netz veröffentlicht haben sollen, veröffentlicht die “Freizeit Spaß” auch noch einmal:

Im Bikini am Pool oder mit Hotpants in der Hängematte — die zwei Mädchen posieren freizügig vor der Kamera.

Nun sind Foto- und Identitätsdiebstahl bereits ärgerlich genug. Doch da sei im Fall der Geiss-Kinder noch ein ganz anderes Problem: die Kommentare unter den Bildern. Da stehe zum Beispiel:

Fallst du ein freund hast kann der glück haben dich zu haben

Oder:

Wenn du whats app hast schreib mir wenn deine eltern dir das erlauben!!!

Orthografisch schon bedenklich, aber:

Vor allem ältere Männer schreiben Kommentare unter die Fotos, wollen Davina und Shania kennenlernen. Etwa Kriminelle, gar Pädophile?

Auf der Suche nach einer Antwort haben wir uns das ganze Wochenende durch reichlich Davina-und-Shania-Fakeprofile geklickt. Das Ergebnis: Ja, dort gibt es Bikinifotos, die irgendwo zusammengeklaubt wurden. Und ja, es gibt Leute, die nach den Handynummern der beiden fragen und sie auch gern mal treffen würden. Das sind entweder elfjährige Mädchen oder 14-jährige Jungs. Und vor denen — so unsere Einschätzung — muss man nicht unbedingt Angst haben.


Dieser Text ist am Montag bereits im “Tagesspiegel” erschienen. Alle zwei Wochen schreiben wir dort eine Kolumne über die Regenbogenpresse.


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Günther Jauch hat nichts gestanden
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Günther Jauch hat nichts gestanden

Hinter den Mitarbeitern, die bei “Das Neue” fürs Gestalten der Titelseite verantwortlich sind, muss eine gähnend langweilige Arbeitswoche liegen. Ihren Job haben nämlich fast zur Hälfte Günther Jauch und dessen Anwaltskanzlei übernommen:

Cover von "Das Neue" mit dieser Gegendarstellung: "Gegendarstellung – Auf der Titelseite von "das neue" vom 11. April 2015 heißt es über mich: "Günther Jauch Schock-Geständnis steckt seine Ehe in der Krise?" Hierzu stelle ich fest: Ich habe im Zusammenhang mit meiner Ehe nichts gestanden. Potsdam, den 15. April 2015 Günther Jauch Her Jauch hat recht. Der Verlag."
(Klicken für größere Version.)

Das Oberlandesgericht Karlsruhe hatte vor gut zwei Wochen entschieden, dass Günther Jauch “Anspruch auf die Veröffentlichung einer Gegendarstellung auf der Titelseite einer Wochenzeitschrift” habe. Diesem Urteil ist “Das Neue” nun nachgekommen.

Einen ganz besonderen Service, der sich vermutlich stark an der vergleichsweise alten Zielgruppe von “Das Neue” orientiert, bieten übrigens die Redakteure, die fürs Inhaltsverzeichnis zuständig sind. Für all jene Leser, die Jauchs Gegendarstellung auf dem Cover trotz Riesengröße und pinkem Hintergrund übersehen haben sollten, weisen sie noch einmal gesondert darauf hin:

Diese Woche in "Das Neue": Gegendarstellung Günther Jauch auf Seite 1


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Links vom topf (33)
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Links vom topf (33)

In seinen neuen “Herzblatt-Geschichten” schreibt “FAS”-Redakteur Jörg Thomann, dass Boris Beckers — trotz gegenteiliger Meinung in der Regenbogenwelt — bei der Kindererziehung die schlimmsten Fehler vermeide:

Die Aktuelle freilich sieht ein Drama darin, dass Amadeus mit seinen fünf Jahren noch getragen werde und Kuscheltiere bekomme. Uns stört das gar nicht. Im Gegenteil: Kindern, denen man zu früh die Kuscheltiere wegnimmt, werden eines Tages womöglich Aktuelle-Reporter.

Herzblatt-Geschichten: Legenden und betrogene Frauen


In unserer Rubrik “Links vom topf” wollen wir Euch kurz und knapp interessante Links rund ums Thema “Regenbogenpresse” präsentieren.

Wenn Ihr also in den Weiten des Internets auf Interessantes zur Klatsch- und Regenbogenpresse stoßt, schickt uns gern den Link an linksvomtopf@topfvollgold.de.


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Links vom topf (32)
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Links vom topf (32)

Günther Jauch hat vom Oberlandesgericht Karlsruhe eine Gegendarstellung auf der Titelseite einer Wochenzeitschrift zugesprochen bekommen, berichtet “Datev”:

Die beklagte Wochenzeitschrift veröffentlichte am 11.04.2015 auf dem Titelblatt neben einem Bild des Moderators und seiner Ehefrau die Schlagzeile “Günther Jauch Schock-Geständnis — Steckt seine Ehe in der Krise?”. Nach Auffassung des Senats enthält diese Schlagzeile die Tatsachenbehauptung Günther Jauch habe im Hinblick auf seine Ehe etwas gestanden. Dementsprechend habe der klagende Fernsehmoderator Anspruch auf die verlangte Gegendarstellung “Ich habe im Zusammenhang mit meiner Ehe nichts gestanden”.

Günther Jauch obsiegt erneut mit Gegendarstellungsanspruch auf Titelseite


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“Frau mit Herz” erfindet die App für Attentäter
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“Frau mit Herz” erfindet die App für Attentäter

Prinz William fliegt wieder. Nach der Geburt seiner Tochter Charlotte hatte sich der britische Thronfolger ein paar Monate Pause gegönnt, nun ist er zurück hinterm Steuerknüppel seines Rettungshubschraubers. Als Pilot der “East Anglian Air Ambulance” bringt William Sanitäter und Ärzte zu Unfallorten und Notfalleinsätzen.

Das ist toller Stoff für Regenbogenredakteure. Aus Williams Job können sie wahlweise ein Psychodrama (schlimmer Unfall, schreckliche Szenerie), ein Liebesdrama (hübsche Kollegin, Konkurrenz für Ehefrau Kate) oder ein Todesdrama (mögliche Turbulenzen in der Luft, der Prinz potenziell immer in Gefahr) stricken.

Auf einen Dreh musste aber erst das britische Paparazziblatt “Mail on Sunday” kommen, den die “Frau mit Herz” dankend aufgenommen und weitergesponnen hat:

Prinz William - Schock - Plötzlich ist er eine Zielscheibe für Attentäter

Hinter dem Terrordrama steckt eine Smartphone-App, die sich jeder für 3,99 Euro runterladen kann, auch Kriminelle:

Mithilfe eines speziellen Handy-Programms lässt sich die Flugroute des Prinzen-Hubschraubers präzise verfolgen. Kriminelle könnten das ausnutzen

Tatsächlich konnten Mitarbeiter der “Mail on Sunday” mit der App “Flightradar24″ und dem sogenannten Luftfahrzeugkennzeichen Williams Helikopter während eines Fluges orten und “auf der Stelle präzise Informationen über die Flugroute, Start- und Landekoordinaten” sammeln.

Die “Frau mit Herz” denkt etwas weiter und schlägt Alarm: Das “neue Programm” erlaube Attentätern, “den Prinzen zu bedrohen und sogar abzuschießen!” William solle jetzt nicht nur an “seinen Traumberuf”, sondern “auch an seine kleine Familie denken.” Den “schmerzvollen Verlust ihres geliebten Mannes und Vaters würden Prinzessin Kate (33) und die Kinder nie verkraften”.

Das wäre dann in der Tat das Nonplusultra im Regenbogenkosmos: die Zusammenführung von Terror-, Todes-, Liebes- und Psychodrama.


Dieser Text ist zuvor bereits im “Tagesspiegel” erschienen. Alle zwei Wochen schreiben wir dort eine Kolumne über die Regenbogenpresse.


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Klickfang auf Papier
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Klickfang auf Papier

Als Fernsehzeitschrift ist es schon ein besonderes Kunststück, ins Visier von Medienkritikern zu geraten und sich die Empörung der Masse einzufangen. Der “TV Movie” jedoch ist das vergangene Woche mit Bravour gelungen. Bei Facebook hatte sie einen Artikel beworben mit den Worten:

Gerade vermeldet ++ Einer dieser TV-Moderatoren muss sich wegen Krebserkrankung zurückziehen

Dazu Fotos von vier Moderatoren. Erst nach dem Klick erfuhr man, wer von ihnen die Diagnose erhalten hatte. Clickbaiting nennt sich dieses Prinzip, mit dem einige Redaktionen seit einer Weile ihre potenziellen Leser trickreich in die Irre führen, um sich deren Klicks zu ergaunern.

Auch die “Prima Woche” versucht auf ihrem aktuellen Cover die mögliche Kundschaft mit einer großen “Schock-Nachricht” zum Kauf zu bewegen. Es geht um Regenbogenqueen Helene Fischer, die ihrem Freund Florian Silbereisen auf dem beigestellten Foto einen enttäuschten Blick zuwirft. “Warum musste es so enden?”, fragt das Blatt und verspricht “Alles über die traurigen Hintergründe!”

Schock-Nachricht - Helene Fischer - Warum musste es so enden? Alles über die traurigen Hintergründe!

Nun könnte man meinen — so ja auch das Kalkül der Redaktion –, dass es um die Beziehung des Schlagerpärchens geht. Doch wer die “Prima Woche” kauft, erfährt: Vorbei ist nicht etwa die Beziehung von Helene Fischer und Florian Silbereisen, sondern das Leben einer 44-jährigen Frau. Sie starb bei einem Autounfall auf einer Landstraße in der Nähe von Rostock. Angeblich war sie von der Autobahn abgefahren, weil dort zu viel Verkehr war — unter anderem deshalb, weil in der Nähe ein Konzert von Helene Fischer stattfand.

Das unsägliche Prinzip des Clickbaitings ist keine Erfindung des Internets. Es ist das digitalisierte Grundprinzip der Regenbogenpresse: Der Betrug am Leser, um Geld zu verdienen; das gierige, perfide Spiel mit der Angst und dem Leid anderer Menschen — unter dem Deckmantel des Journalismus.


Dieser Text ist zuvor bereits im “Tagesspiegel” erschienen. Alle zwei Wochen schreiben wir dort eine Kolumne über die Regenbogenpresse.


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Die biblischen Früchtchen der “Freizeit Revue”
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Die biblischen Früchtchen der “Freizeit Revue”

In der Märchenwelt der Regenbogenpresse geht es in zehn von zehn Fällen um Banalitäten. Die “Freizeit Revue” hat nun allerdings eine Geschichte von biblischem Ausmaß ausgegraben. Brudermord im Schlagermilieu? Die jesushafte Wunderheilung einer Societydame? Nein, das Heft mit der Millionenauflage berichtete vergangene Woche von verbotenen Früchten im “Kinderparadies” Anmer Hall.

Auf dem Landsitz der britischen Königsfamilie, “gleich hinterm Tennisplatz”, steht nämlich ein “hochgiftiger Goldregen-Baum”. Und so konnte die “Freizeit Revue” gar nicht anders, als zu titeln:

Herzogin Kate - Dramatische Vergiftung! Große Sorgen um das Leben ihres kleinen George

Die Entdeckerlust des “Schnuckel-Rackers” und die Samen des Goldregen hätten den Thronfolger in Lebensgefahr gebracht, behauptet das Blatt. Gut möglich, dass der Zweijährige “die runden Kügelchen im Ernte-Eifer für Garten-Früchte gehalten” habe:

Jedenfalls waren fix die Patschehändchen ausgestreckt, die vermeintlich leckere Beute wanderte mit Lichtgeschwindigkeit in den Mund.

Auch die “Daily Mail” berichtete von dem giftigen Baum auf Anmer Hall, genau genommen hat die “Freizeit Revue” den Artikel der britischen Boulevardzeitung einfach übersetzt. Nur die Sache mit dem “Ernte-Eifer”, den “Patschehändchen” und der “Lichtgeschwindigkeit” hat sie dabei exklusiv dazugedichtet.

In dieser Woche macht sich die Redaktion dann schon wieder “große Sorgen”, diesmal um Mutter Kate:

Herzogin Kate - Depressionen! Große Sorgen um die junge Mutter

Der “Babyblues” nach der Geburt von Tochter Charlotte soll zu einer Depression ausgewachsen sein. Und dann sei da noch ihr “überängstliches Verhalten”:

Kate brachte Ehemann William sogar dazu, sich in einem offenen Brief über Fotografen zu beschweren, die angeblich den Kindern des royalen Paares “auflauern”.

Völlig unverständlich für die “Freizeit Revue”: Warum auflauern? Die kleinen Royals kann man doch auch ganz wunderbar vom Schreibtisch aus in Gefahr bringen.


Dieser Text ist vorgestern auch im “Tagesspiegel” erschienen. Alle zwei Wochen schreiben wir dort eine Kolumne über die Regenbogenpresse.


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“Woche heute” lässt LeFloid tief in Merkels Seele blicken
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“Woche heute” lässt LeFloid tief in Merkels Seele blicken

Für sein Interview mit Angela Merkel musste der Youtube-Flummi LeFloid ganz schön einstecken: lasche Fragen, devotes Gehabe, null kritisches Nachbohren, so die Vorwürfe.

Die “Woche heute” titelt gar, es sei ein “erschütterndes Interview” gewesen, was aber nicht am unterwürfigen Internetstar lag, sondern an den scharfen Antworten der Bundeskanzlerin:

Es ist so traurig - Angela Merkel - Erschütterndes Interview - So schlimm steht es wirklich um ihre Ehe

Merkel habe “tief in ihre Seele blicken” lassen. Nanu?! Diese Einsicht dürfte das Regenbogenblatt beim Durchschauen des halbstündigen Videomaterials recht exklusiv gehabt haben. Doch trotz all der Schwammigkeit von Merkels Aussagen bleibt die Redaktion dabei:

In einem Interview mit dem Youtube-Star LeFloid (27) gewährte die Kanzlerin jetzt ungewohnte Einblicke in ihr Leben abseits von Rednerpulten, Kameras und Mikrofonen.

Angela Merkel hatte vor laufender Kamera ins Mikrofon gesagt, dass ein Beruf jeden Menschen verändere: “Wenn Sie den ganzen Tag mit Leuten reden, dann haben Sie abends vielleicht unglaublich Lust, mal eine Stunde zu schweigen.”

Für die “Woche heute” wirft die mögliche Stunde Ruhe im Hause der Kanzlerin und ihrem Mann Joachim Sauer unweigerlich eine Frage auf: “Wie steht es wirklich um ihre Ehe?” Denn “sich anzuschweigen, anstatt miteinander zu reden — das ist Gift für jede Beziehung!

Und dann ist da noch Merkels Mobiltelefon, das die gemeinsame Zeit besonders kostbar mache:

Schließlich kann jeden Moment wieder ihr Handy klingeln, kann die nächste Krise sofortiges Handeln nötig machen!

Richtig problematisch werden diese Krisenanrufe natürlich dann, wenn sie in die Merkel’sche Schweigestunde fallen. Die endgültige Handlungsunfähigkeit der Bundesregierung wäre die Folge. LeFloid hat mit seinem Interview also nicht nur ein Ehe-Drama aufgedeckt, sondern einen handfesten Politskandal. Zumindest nach Logik der Regenbogenpresse.


Dieser Text ist am Montag auch im “Tagesspiegel” erschienen. Alle zwei Wochen schreiben wir dort eine Kolumne über die Regenbogenpresse.


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Fantasievoller Franzosen-Flirt
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Fantasievoller Franzosen-Flirt

Diese Massenmedien bekommen mal wieder gar nichts mit. Im Herzen Europas spielt sich momentan die größte Liebessensation der vergangenen Jahrzehnte ab, über alle Partei- und Ländergrenzen hinweg, die Vollendung der deutsch-französischen Freundschaft — und nur das Klatschblatt “Das Neue” berichtet.

Während sich die gesamte Journaille auf Griechenland und den Euro stürzt, behält die Regenbogenredaktion das Zwischenmenschliche im Auge und titelt:

Gibt ihr Mann sie frei? Angela Merkel - Pikanter Franzosen-Flirt

Denn das, was Konrad Adenauer und Charles de Gaulle angeschoben haben, und Schmidt/Giscard d‘Estaing, Kohl/Mitterand und Schröder/Chirac vorantrieben, könnten Angela Merkel und François Hollande jetzt krönen:

Sie umarmen sich, schauen sich in die Augen, küssen sich sogar: Kanzlerin Angela Merkel (60) turtelt in aller Öffentlichkeit mit ihrem Pariser Kollegen François Hollande (60).

Merkel hege “ganz offensichtlich” mehr als nur Sympathie für ihren französischen Amtskollegen.

Wenn sie François Hollande begegnet, wirkt sie befreit, fröhlich, fast verliebt — und das trotz der Griechenland-Krise, die alle Kraft von ihr fordert!

Und ihr Ehemann Joachim Sauer?

Seit Monaten sieht der Chemie-Professor, dass seine Frau vor aller Augen fremdflirtet (“das neue” berichtete).

Genau, “‘das neue’ berichtete”. Schon im Mai beobachtete das Heft nämlich, dass “Oh, là, là, Monsieur le Président” beim Berlinbesuch das Herz der Bundeskanzlerin im Sturm erobert habe. Plötzlich lag bei der Klimakonferenz “L’amour’ in der Luft!” Dort habe Merkel für ihre Verhältnisse ganz schön aufgedreht: “ein rotes Sakko — die Farbe der Liebe –, etwas mehr Make-up als sonst, ein fast schon schelmischer Augenaufschlag”.

Das ist eben die ganz große Qualität der Regenbogenpresse: Sie sieht Dinge, die andere noch nie gesehen haben.


Dieser Text ist gestern auch im “Tagesspiegel” erschienen. Jeden zweiten Montag schreiben wir dort eine Kolumne über die Regenbogenpresse.


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Schlagzeilenbasteln (150)
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Schlagzeilenbasteln (150)

So wirbt “Die Aktuelle” in der heutigen Ausgabe der “Bild”-Zeitung:
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Und jetzt ratet mal: Was hat Carl Philip “unglaublich Süßes für seine Braut getan”?

Er wurde vor zwei Jahren (!) in einem Interview gefragt, wann er und seine Freundin denn ein Kind bekämen. Seine Antwort: “Du, da warte ich auch drauf.”


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Harrys Geliebte? Erst bezahlen!
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Harrys Geliebte? Erst bezahlen!

Bei der Frage, wie Verlage mit Texten im Internet Geld verdienen können, setzt Bild.de seit einiger Zeit auf ein sogenanntes Freemium-Modell: Vieles gibt’s beim Onlineableger der “Bild”-Zeitung umsonst, die richtig tollen Inhalte aber nur gegen Kohle.

Will man zum Beispiel den Grabstein von Dirk Bach sehen: bezahlen. Oder die neue Freundin von Bastian Schweinsteiger: bezahlen. Und bei Facebook geklaute Opferfotos, die Bild.de auf der Startseite nur verpixelt ankündigt: genau, bezahlen.

Für Printprodukte ist dieses Locken hinter eine Bezahlschranke kaum umsetzbar. Schließlich kann jeder Kioskkunde am Zeitschriftenregal nachschlagen und -lesen. Die Pioniere der “Freizeit Vergnügen” versuchen es trotzdem. Auf dem Cover ihrer aktuellen Ausgabe schreibt die Regenbogenredaktion:

Prinz Harry — Diese Frau kämpft um seine Liebe

Neben “Feuerkopf Harry” steht eine Blondine, deren Gesicht per Photoshop komplett unkenntlich gemacht ist:

Prinz Harry - Diese Frau kämpft um seine Liebe

Investiert die geneigte Leserin nun die 65 Cent für das Blatt, kann sie im Heftinnern Harrys Ex-Freundin Cressida in voller Pracht sehen. Cressida soll “mit den Waffen einer Frau” versuchen, den Prinzen zurückzugewinnen. Könnte klappen, findet die “Freizeit Vergnügen”, denn:

Auch optisch ragt sie aus der Normalität hervor wie ein Weltkonzern unter Tante-Emma-Läden

Die royale Rückholaktion könnte allerdings von einer anderen Verehrerin sabotiert werden, glaubt man der “Freizeit heute”:

Prinz Harry - Todesangst - Eine schöne Frau bedroht sein Leben

Eine australische Studentin soll per Plakat schon mehrfach um Harrys Hand angehalten haben. Vergebens. Und da lauert auch die Gefahr:

Gibt ja nichts Hinterhältigeres als die Rache einer verschmähten Frau.

Doch “Harry ist Soldat — er wird sich hoffentlich zu wehren wissen”. Klingt so, als gilt die “Todesangst” vor allem für die Studentin.


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In eigener Sache: Der topf ist jetzt gemeinnützig
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In eigener Sache: Der topf ist jetzt gemeinnützig

Gute Neuigkeiten: Wir haben vor einer Weile ein Unternehmen gegründet, mit dem wir nun den topfvollgold betreiben. Dieses Unternehmen mit dem knackigen Namen “m&m Medienkritik gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt)” hat das Finanzamt jetzt als gemeinnützig anerkannt.

Wir können Euch also eine Spendenquittung ausstellen, wenn Ihr uns finanziell unterstützt. Eure Spende könnt Ihr bei der nächsten Steuererklärung geltend machen.

Wir arbeiten momentan an einem Spendenformular. Bis das fertig ist, schickt uns zu Eurer Spende doch bitte folgende Daten per E-Mail, wenn Ihr eine Quittung benötigt:
- Vorname und Nachname
- Straße und Hausnummer
- Postleitzahl und Wohnort


Unser Spendenkonto

Kontoinhaber: m&m Medienkritik gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt)
Kontonummer: 190 420 448
Bankleitzahl: 100 500 00
Kreditinstitut: Berliner Sparkasse
IBAN: DE17 1005 0000 0190 4204 48
BIC: BELADEBEXXX


Die Möglichkeit, per Paypal zu spenden, folgt in Kürze.


Und mit einem Klick auf den Flattr-Knopf (rechts am Seitenrand) kommt ebenfalls ein kleiner Betrag bei uns an.


Alle Infos findet Ihr auch rechts im Menü unter “Spenden”.


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Die ganze Wahrheit der Kohl-Korrespondentin
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Die ganze Wahrheit der Kohl-Korrespondentin

Immer dann, wenn Helmut Kohl bei einer Gedenkfeier auftaucht, ihm etwas zustößt oder er einfach mal wieder auf der Titelseite erscheinen soll, haut Jacqueline Müller in die Tasten. Sie ist die Kohl-Korrespondentin beim “neuen Blatt”.

Derzeit liegt Kohl in der Heidelberger Uni-Klinik, weil nach einer geplanten Hüftoperation eine ungeplante Darm-OP nötig war. Und so durfte Jacqueline Müller diese Woche mal wieder eine große Titelgeschichte schreiben.

In der Ankündigung auf dem Cover verspricht “Das neue Blatt” die ganz großen Konflikte: ein “Erschütterndes Drama in der Klinik”, den “verzweifelten Kampf der Ärzte”, einen “bitteren Familienkrieg”. Und vor allem: “Nur bei uns die ganze Wahrheit”.

Nur bei uns die ganze Wahrheit - Helmut Kohl - Erschütterndes Drama in der Klinik - Der verzweifelte Kampf der Ärzte - Der bittere Familienkrieg

Die “ganze Wahrheit” beinhaltet allerdings auffällig viele “soll”s: Ein weiterer Eingriff “soll gefolgt sein”, Kohl “soll längere Zeit ohne Bewusstsein gewesen sein”, er “‘soll seit Wochen im Dämmerzustand liegen’”, zitiert Müller einen anonymen Familienvertrauten. Trotz der vielen Unwägbarkeiten kommt die Leiterin des Showressorts zum glasklaren Urteil, dass dies Kohls “trauriges Ende” sei.

Sowieso geht Jacqueline Müller nicht gerade zimperlich mit der Familie Kohl um. Den Kanzler a. D. schrieb sie schon einmal um die Ecke, als sie auf der Titelseite verkündete, er sei “nach Depressionen, Schmerzen und Einsamkeit” nun “Endlich erlöst”.

Und bereits früher schnüffelte sie gemeinsam mit einer Kollegin Kohls Ehefrau hinterher: Die zwei “neue Blatt”-Mitarbeiterinnen fuhren nach Oberheuslingen und quetschten dort einstige Nachbarn, Mitschüler und Haushaltshilfen Maike Kohl-Richters aus. Herausgefunden haben sie damals nichts. Die Überschrift lautete trotzdem:

Exklusiv! Helmut Kohl - Die unheimliche Vergangenheit seiner Frau

So richtig unheimlich ist daran allerdings nur, dass “Das neue Blatt” aus Nichts immer wieder Tote und Intrigen strickt.


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Links vom topf (31)
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Links vom topf (31)

Der Branchendienst “turi2″ berichtet, dass die Bauer Media Group Einzelhändler dazu bringen will, die hauseigenen Regenbogenhefte in den Kioskregalen besser zu platzieren:

Wer dem Bauer-Verlag ein Foto des neu ausgerichteten Sortiments schickt, der kann 1.000 Euro gewinnen.

Kampagne: Bauer bezirzt Einzelhändler


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Mit Marshallplan aufs Cover
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Mit Marshallplan aufs Cover

Tony Marshall kann man nun nicht gerade als medialen Dauerbrenner bezeichnen. Während bei Helene Fischer ein Niesen bei einer Konzertprobe reicht und bei Michael Schumacher sogar die Information, dass es gar keine neue Information gibt, muss sich Schlagersänger Marshall schon was einfallen lassen, um aufs Cover irgendeines Knallblatts zu kommen.

Zum Beispiel ein “Schock-Geständnis”, dass er neben seinen drei ehelichen Kindern auch ein uneheliches hat. Oder dass er 13 Jahre lang glaubte, ein uneheliches Kind zu haben, bis sich rausstellte, dass es gar nicht von ihm ist. Oder beides. Und am besten für zwei verschiedene Hefte. Doch der Reihe nach.

Die “Neue Post” titelt in dieser Woche:

Tony Marshall - Er zig eine falsche Tochter groß

Marshall sei “der Stimmungsmacher der Nation”, aber: Es gab “einen Moment, da verging ihm das Lachen gehörig”. Und zwar, als sich seine uneheliche Tochter Isabel mit 13 Jahren verplapperte und dabei offenbarte, dass sie gar nicht Marshalls Kind sei. Einen Vaterschaftstest später stand fest: Eine seiner außerehelichen Affären “hat ihm ein Kind untergejubelt”. Der Kontakt zu Isabel brach ab.

Doch Tony Marshall sorgte dafür, dass sich die Lücke wieder schließt. “Ich habe ein uneheliches Kind”, erzählte er dem „neuen Blatt“ in einem Exklusiv-Interview und grinst fröhlich von der aktuellen Titelseite:

Exklusiv - Tony Marshall - "Ich habe ein uneheliches Kind" - Schock-Geständnis

Dieses Mal heißt es Dominik. Und Marshall verrät alles mögliche über ihn, wie alt er ist, wie groß, was er studiert. Man muss den Redaktionen eben schon was bieten, wenn man mal wieder ins Gespräch kommen will. Dazu gehört auch der Name der Mutter. Die heißt Isabel, genauso wie Marshalls 13-Jahre-lang-und-dann-doch-nicht-mehr-Tochter.

Spätestens wenn die Regenbogenblätter diesen Zufall entdecken, und der nächste große Artikel ansteht, geht der Marshallplan endgültig auf.


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Gesucht und nicht gefunden (13)
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Gesucht und nicht gefunden (13)

Immer wieder finden Leute den Weg zum topfvollgold, die ganz sicher nicht hier landen wollten. Kurz mal das Digital-Orakel Google befragt, zum Beispiel mit “wird michael schumacher wieder laufen können”. Und weil wir schon häufiger über die Regenbogenberichte über Michael Schumacher geschrieben haben, schlägt die Suchmaschine auch unsere Seite auf der Ergebnisliste vor.

So verirren sich hier reichlich Leute, die irgendwas gesucht und das bestimmt nicht bei uns gefunden haben. Jeden Montag präsentieren wir Euch an dieser Stelle — ohne Rücksicht auf Rechtschreibung und Grammatik — unsere zehn liebsten Suchanfragen aus der Vorwoche, bei denen wir den Suchenden so überhaupt nicht weiterhelfen konnten.

  • kreisrunder haarausfall
  • betrunkene sagen immer die wahrheit
  • 9 monate zusammen text
  • gib uns noch eine chance
  • keiner kennt mich wirklich
  • verzeih dummen menschen
  • raucht oliver geissen
  • raucht carmen geissen
  • raucht stefanie hertel
  • wo sind helene fischer und florian silbereisen momentan? etwa in mallorca?

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Links vom topf (30)
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Links vom topf (30)

In seinen aktuellen “Herzblatt-Geschichten” gibt Jörg Thomann, Redakteur der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”, zu, dass er die Mitarbeiter der Regenbogenblätter manchmal beneidet:

Nehmen wir “Das goldene Blatt”, das jüngst ein Foto in die Finger bekam, auf dem die Moderatorin Karen Webb eine gelbe Hose trägt. Und weil das an sich noch keine irre Story ist, hat die Redaktion Fotos anderer Menschen dazugestellt, die ebenfalls gelb gekleidet sind, und getextet: “Sie strahlen mit dem Frühling um die Wette. Passend zur heiteren Zeit des Jahres haben unsere Promis ihr Sortiment mit Gelbtönen aus dem Kleiderschrank geholt.” Im Nu ist eine Seite gefüllt — obwohl, wie eine Blitzrecherche ergab, Goldie Hawns Foto aus dem Dezember 2013 stammt, Ross Antonys aus dem Januar 2014 und so weiter, die Promis also Gelb auch unpassend zur unheiteren Zeit des Jahres tragen.

Herzblatt-Geschichten: Das tollste Lebewesen


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Schattierungen eines Rechtsstreits
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Schattierungen eines Rechtsstreits

Wir wissen jetzt, warum die “Woche der Frau” die Richtigstellung zur Gottschalks-heimliche-Familie-Geschichte noch einmal abdrucken musste: Die Ankündigung der Richtigstellung auf dem Cover …

Richtigstellung von Thomas Gottschalk zum Beitrag "Heimliche Familie in Polen?" Woche der Frau Nr. 5/2012, auf S. 10

… entsprach optisch nicht der Artikel-Ankündigung aus dem Jahr 2012 …

Thomas Gottschalk - Heimliche Familie in Polen? Unglaublich, was sein angeblicher Cousin behauptet

… und war damit nicht ordnungsgemäß.

Im Detail: Das Wort “Richtigstellung” hatte eine falsche Färbung (Weiß statt Gelb), dazu fehlte beim gesamten Text eine dreidimensional wirkende Schattierung. Außerdem bemängelte Gottschalks Anwalt den schemenhaft wirkenden Hintergrund der zwischenzeitlichen Richtigstellung, der ebenfalls dazu beigetragen habe, dass die Ankündigung schlechter lesbar sei als die ursprüngliche Schlagzeile.

Das sah das Oberlandesgericht Karlsruhe auch so:

Vielmehr ist eindeutig, dass der Kontrast einer weißen Schrift auf gelb-orange-farbenem Untergrund, wie von der Vollstreckungsschuldnerin für den Abdruck auf dem Titelblatt von Heft Nr. 52/2014 gewählt, wesentlich schwächer ist als der einer gelben, dunkel schattierten und damit dreidimensionalen und kontrastreicher wirkenden Schrift, wie auf dem Titel der Ausgabe Nr. 5/2012.

Nun könnte man so etwas reichlich kleinlich und vielleicht auch lächerlich finden. Im Presserecht gibt es allerdings den Grundsatz der Waffengleichheit: Gegendarstellungen und Richtigstellungen müssen von den Redaktionen an derselben Stelle und in derselben Aufmachung veröffentlicht werden wie der Artikel, auf den sie sich beziehen. Denn was bringt schon eine kleine Richtigstellung irgendwo in einer Ecke auf Seite 64, wenn die zurecht beanstandete Fehlinformation dick und fett auf der Titelseite prangte?

Die erste Richtigstellung von Thomas Gottschalk hat die “Woche der Frau” so auf der Titelseite platziert, dass nach Auffassung des Oberlandesgerichts Karlsruhe keine Waffengleichheit herrschte. Um zu diesem Schluss zu kommen, so das Gericht, müsse man kein Fachmann sein:

Dies kann das Beschwerdegericht aus eigener Sachkunde beurteilen, denn die zuständige Einzelrichterin kann lesen und Farben sehen.


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“7 Tage” will, dass eine Neunjährige nicht dick werden will
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“7 Tage” will, dass eine Neunjährige nicht dick werden will

Spaniens Königin Letizia hat keinen leichten Stand. Vor einigen Jahren haben die Regenbogenredaktionen mal entschieden, dass sie eines der großen Feindbilder sein soll, und seitdem dreschen die bunten Blätter auf sie ein.

Alles haben sie der Frau des früheren Prinzen und heutigen Königs Felipe schon zugeschrieben: eine Alkoholsucht (“Wenn keiner guckt, greift sie zur Flasche” — “Freizeit total”), eine Abtreibung (“Letizia hat heimlich abgetrieben!” — “Die neue Frau”), selbst die Schuld am Selbstmord ihrer Schwester soll sie tragen (“Letizia trieb ihre Schwester in den Tod!” — “Echo der Frau”).

Und dann ist da noch die Sache mit ihrer schmalen Figur. Die Adelspostille “7 Tage” schreibt in ihrer aktuellen Ausgabe:

Immer wieder berichten spanische Zeitungen von Letizias Magersucht. Felipes Gemahlin regt sich über diese Schlagzeilen nicht mehr auf

Alles schon geschrieben? Keine Aufreger mehr? Höchste Zeit für die Regenbogenhefte, den Personenkreis zu erweitern, über den sie ihren Müll ausschütten können. Die “7 Tage” hat sich Letizias Tochter Leonor mal etwas genauer angeschaut …

Dünne Ärmchen, dünne Beinchen: Leonor will ihrer Mutter nacheifern.

… über das Essverhalten der Neunjährigen fantasiert …

Seit sie erste repräsentative Pflichten übernehmen muss, nippt die kleine Prinzessin nur noch am Essen.

… und Kronzeugen aus Leonors Klassenzimmer ausgehorcht:

In der Schule soll Prinzessin Leonor bereits auf das übliche zweite Frühstück verzichten: “Ich will nicht dick werden.”

Eine Fotoferndiagnose, Esszimmergerüchte und angebliche Aussagen von Grundschulkindern — schon hat die “7 Tage” eine Titelgeschichte, mit der sie ihrem spanischen Hassobjekt mal wieder richtig schön eins überbraten kann:

Königin Letizia - Magersucht! Leidet auch ihre Tochter Leonor an dieser Krankheit?

(Verpixelung von uns.)


Dieser Text ist vorgestern auch im “Tagesspiegel” erschienen. Jeden zweiten Montag schreiben wir dort eine Kolumne über die Regenbogenpresse.


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Gesucht und nicht gefunden (12)
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Gesucht und nicht gefunden (12)

Immer wieder finden Leute den Weg zum topfvollgold, die ganz sicher nicht hier landen wollten. Kurz mal das Digital-Orakel Google befragt, zum Beispiel mit “wird michael schumacher wieder laufen können”. Und weil wir schon häufiger über die Regenbogenberichte über Michael Schumacher geschrieben haben, schlägt die Suchmaschine auch unsere Seite auf der Ergebnisliste vor.

So verirren sich hier reichlich Leute, die irgendwas gesucht und das bestimmt nicht bei uns gefunden haben. Jeden Montag präsentieren wir Euch an dieser Stelle — ohne Rücksicht auf Rechtschreibung und Grammatik — unsere zehn liebsten Suchanfragen aus der Vorwoche, bei denen wir den Suchenden so überhaupt nicht weiterhelfen konnten.

  • im catsuit ueberraschen
  • gute wünsche vor der operation
  • husten witze
  • youtube adelige kindererziehung
  • tattoo kind widmen
  • wenn die seele weint sieht man keine tränen
  • innere gedanken- und gefühlswelt und den sexualbereich
  • häusle bauen
  • leben lieben lachen nicht fragen wie es die anderen machen
  • zeugen jehovas sexy

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Schlagzeilenbasteln (149)
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Schlagzeilenbasteln (149)

Welche Schlagzeile könnte mal über folgende Nachricht Info setzen?

Beim “ZDF-Fernsehgarten” stehen immer “zwei muskulöse Männer” als Aufpasser neben der Bühne.

Andrea Kiewel - Vor wem hat sie so viel Angst? Nur mit Bodyguards auf die Bühne

“Die neue Frau” kann sich vorstellen, dass “Kiwi” nicht nur vor “Störenfrieden” Bammel hat, die ihre Livesendung sabotieren wollen:

Immerhin war nur zwei Tage vor dem ZDF-Fernsehgarten das traditionelle internationale Radrennen vom Taunus in die Frankfurter City abgesagt worden: Terroralarm! War also vielleicht auch das nur 40 Kilometer entfernte Mainz mit seiner beliebten Sonntagsshow ein potenzielles Anschlagsziel? Man mag es sich kaum ausdenken!

Aber auch nur kaum.


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Links vom topf (29)
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Links vom topf (29)

Bei der Erziehung ihrer Kinder könnte Charlène und Albert von Monaco ein ziemlicher Orden Stein in den Weg gelegt worden sein, schreibt “FAS”-Redakteur Jörg Thomann in seinen neuen “Herzblatt-Geschichten”:

Keine Probleme, mal eine Partnerin zu finden, dürfte Monacos Thronfolger Jacques haben. Anlässlich seiner Taufe bekam er laut “Frau im Spiegel” soeben “das Großkreuz des Grimaldi-Ordens” verliehen, “die höchste Stufe des Verdienstordens”. Erscheint uns bei einem fünf Monate alten Knaben etwas früh und zudem nicht die beste Motivationshilfe zu sein: Wem jetzt schon die höchsten Verdienste bescheinigt wurden, der wird später kaum sein Zimmer aufräumen.

Herzblatt-Geschichten: Ein kleines Bauchi


In unserer Rubrik “Links vom topf” wollen wir Euch kurz und knapp interessante Links rund ums Thema “Regenbogenpresse” präsentieren.

Wenn Ihr also in den Weiten des Internets auf Interessantes zur Klatsch- und Regenbogenpresse stoßt, schickt uns gern den Link an linksvomtopf@topfvollgold.de.


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Thomas Gottschalk hat keine heimliche Familie in Polen
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Thomas Gottschalk hat keine heimliche Familie in Polen

Im fernen Universum der Regenbogenhefte und ihrer ganz eigenen Promiskalen ist Thomas Gottschalk ein B-Promi. Während die A-Promis — zum Beispiel Helene Fischer oder Charlène von Monaco — jede Woche auf den Titelseiten zu finden sind, denken sich die Fantasten aus den Regenbogenredaktionen über die B-Promis immer mal wieder Geschichten aus.

Das kann natürlich trotzdem nerven. Thomas Gottschalk hat in seiner gerade erschienenen Autobiographie “Herbstblond” zu den “Herzschmerzblättern der Yellow Press” Stellung bezogen:

Bisweilen staune ich über meine eigenen “Schicksalsschläge”. Eine “Krebstragödie um Gottschalk” entpuppte sich als die Erkenntnis, dass mein Vater in einem Alter an Krebs verstorben war, das ich gerade selber erreicht hatte; ein “polnischer Cousin”, der barmte, ich hätte jeden Kontakt zu ihm abgebrochen, war am Ende gar keiner, und mir “brach” auch nicht “das Herz”, als sich mein Sohn von seiner Frau trennte. So etwas soll passieren.

Mit Gewäsch dieser Art halte ich mich nicht mehr auf, mein Anwalt klagt reflexhaft, wenn es darum geht, unverfrorene Eingriffe in mein Privatleben zu verhindern. Meine Ehe und das Leben meiner Kinder habe ich ebenfalls, so gut es ging, aus der Schusslinie gehalten. Das ist mir nicht immer ganz gelungen, denn der Boulevard wollte sich partout Gedanken zum Zustand meiner Beziehung machen. Wer oft fotografiert wird, manchmal, ohne es zu bemerken, schaut auch oft dumm in die Gegend. Man muss die Kreativität eines Chefredakteurs fast bewundern, der mehrere Fotos von meiner Frau und mir untereinandersetzte, auf denen wir nicht besonders glücklich dreinschauten, noch dazu jeder in eine andere Richtung. Wahrscheinlich hatten wir beim Pferderennen auf unterschiedliche Pferde gesetzt oder vermuteten unsere Söhne jeder in einer anderen Ecke. Egal, man fand in dem Pantomimen Samy Molcho einen Ausdrucksdeuter, der unserer Ehe nicht mehr den Hauch einer Chance gab. Zerrüttung wäre nach diesen Fotos noch seine optimistischste Einschätzung gewesen.

Die Sache mit dem Cousin aus Polen bezieht sich auf eine Titelgeschichte der “Woche der Frau” aus dem Jahr 2012. Damals fragte die Redaktion, ob Gottschalk eine “Heimliche Familie in Polen” habe. Hat er nicht, und so klagte sein Anwalt “reflexhaft”. Das Ergebnis gab es nun dick und fett auf der Titelseite der “Woche der Frau” zu bestaunen:

Richtigstellung von Thomas Gottschalk zum Beitrag "Heimliche Familie in Polen?" Woche der Frau Nr. 5/2012, auf S. 10

Im Heftinnern gibt es schöne Feststellungen wie:

Jan Gottschalk aus Piaseczno ist nicht der Cousin von Thomas Gottschalk.

Oder:

Thomas Gottschalk hat keinen Onkel mit dem Namen Franciszek Gottschalk.

Insgesamt ist die Richtigstellung länger als mancher Regenbogenartikel:

Richtigstellung - In "Woche der Frau" Nr. 5/2015 schreiben wir in einem Artikel mit der Überschrift "Thomas Gottschalk Heimliche Familien in Polen?" auf Seite 10 über Thomas Gottschalk: "'Nachdem ich erfahren habe, dass Thommy mein Cousin ist, haben wir uns einmal seine Sendung im Fernsehen angeschaut', erzählt Jan (...) Jan Gottschalk, der in bescheidenen Verhältnissen in dem polnischen Dorf Piaseczno lebt, ist richtig aufgeregt, als er von seinem berühmten Verwandten in Deutschland spricht. Denn es handelt sich um niemand Geringeren als Thomas Gottschalk (61). 'Ich bin sein direkter Cousin', behauptet Jan fröhlich," Hierzu stellen wir fest: Jan Gottschalk aus Piaseczno ist nicht der Cousin von Thomas Gottschalk. Thomas Gottschalk ist auch sonst nicht mit dem genannten Jan Gottschalk verwandt. Weiter heißt es in dem Artikel, beginnend mit einem Zitat von Jan Gottschalk, wie folgt: "'Mein Vater Franciszek Gottschalk war der Bruder von Hans, Thommys Vater!' Unglaublich: Hat der Showmaster tatsächlich eine heimliche Familie in Polen? (...) Jan kann sich sogar an seinen Onkel erinnern, denn er traf ihn einmal: 'Das war 1957 oder 1958. Onkel Hans kam extra zu einer Hochzeit aus Deutschland nach Polen (...)'" Hierzu stellen wir fest: Thomas Gottschalk hat keinen Onkel mit dem Namen Franciszek Gottschalk. Weiter heißt es: "Auch Thomas Gottschalk würde Jan sehr gern kennenlernen. Er schrieb ihm sogar einmal einen Brief. '(...) Ich denke, Thomas hat ihn nie gelesen.' Deshalb hält er es für möglich, dass der TV-Star gar nichts von ihm weiß. Dabei würde Jan seiner deutschen Familie so gern sein Zuhause zeigen." Hierzu stellen wir fest: Thomas Gottschalk gehört nicht zu der Familie von Jan Gottschalk. Die Redaktion

(Draufklicken für eine größere Version)

Nun ist diese Richtigstellung nicht völlig neu. Im Dezember 2014 musste die “Woche der Frau” sie schon einmal bringen — ebenfalls auf der Titelseite und im Heft:

Richtigstellung von Thomas Gottschalk zum Beitrag "Heimliche Familie in Polen?" Woche der Frau Nr. 5/2012, auf S. 10

Laut Gottschalks Anwalt habe das Blatt die Richtigstellung damals nicht ordnungsgemäß gedruckt. Daher hätten sie den Verlag über das Gericht gezwungen, noch einmal zu drucken.

Eine Richtigstellung auf der Titelseite dürfte für die Knallhefte die Pest sein, gerade wenn sie sie mehrmals abdrucken müssen. Schließlich verkaufen sich die Regenbogenblätter zum überwiegenden Teil im Einzelverkauf am Kiosk. Ein hässlicher Störer auf dem Cover könnte die geneigte Leserin am Zeitschriftenregal schnell zum nächsten Titel greifen lassen.

Dass ein solcher Vorgang inhaltlich aber mal so gar nichts bewirkt, stellen die Ahnenforscher der “Woche der Frau” eindrucksvoll unter Beweis. Direkt über Gottschalks Richtigstellung zu seiner angeblichen heimlichen Familie in Polen steht das hier:

Neuer Familien-Skandal - William & Kate - Gibt es noch eine heimliche Tochter in New York?


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Du Liebesbisschen in der Boxengasse
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Du Liebesbisschen in der Boxengasse

In unserem wöchentlichen Gespräch mit detektor.fm ging es dieses Mal um die nächste Quatschgeschichte zum Sohn von Michael Schumacher:

Mick Schumacher - Liebesglück in der Boxengasse? - Schon sein Vater fand hier die Frau fürs Leben

(“Die neue Frau”; Verpixelung von uns.)

Das Gespräch könnt Ihr hier nachhören …

detektor.fm: Ich freue mich ja sehr, dass ich heute wieder dank Euch oder genauer: dank der Zeitschrift “Die neue Frau” brandheiße Informationen bekomme über das zarte Liebesglück des Sohnes von Michael Schumacher und … ja, wem eigentlich? Irgendwas fürs Herz auf jeden Fall heute!

Moritz: Genau, wir haben eine richtige Lovestory mitgebracht, sogar ‘ne kleine Foto-Lovestory. “Die neue Frau” hat eine kleine Titelgeschichte gedruckt mit der Überschrift “Liebesglück in der Boxengasse?” und der Unterzeile “Schon sein Vater fand hier die Frau fürs Leben”. Es geht um Mick Schumacher, der neulich in Oschersleben sein erstes Formel-4-Rennen gefahren ist und das auch gleich gewonnen hat. Und da waren wohl auch Fotografen aus der Klatschszene dabei, die dann mal ein bisschen geguckt haben, was für Mädels Mick Schumacher eigentlich so umschwärmen. Und dann gab’s da ein Mädchen, das geht hier auf dem Foto mit ihrer Panda-Handyhülle in der Hand gute vier, fünf Meter hinter Mick; die Perspektive elegant gewählt, so dass es aussieht, als würden sie noch ein bisschen näher zusammenstehen, und schon haben wir für Mick Schumacher das erste Liebesglück in der Boxengasse, nämlich dieses 14-jährige Mädchen, das auch gleich mit Namen genannt wird, nämlich Gina-Maria.

Das Foto ist tatsächlich eher ein Zufallsschnappschuss, also wenn man nicht die Geschichte dazu hätte — ich hätte die jetzt nicht als zusammengehörig empfunden. Ihr?

Mats: Nee. Wenn man den Text liest, sieht man auch schnell: Die sind überhaupt nicht zusammengehörig. Also das ist einfach nur ein Mädel, das ab und zu bei den Rennen rumspringt und den Sohn von Schumi dann verfolgt und toll findet und Fotos von ihm macht, und daraus strickt “Die neue Frau” dann einfach eine Geschichte. Da hätte man bestimmt noch hundert andere Mädels nehmen können. Dass es jetzt ausgerechnet sie getroffen hat, ist vermutlich Zufall.

Das Liebesglück wird auch zusammengestrickt aus der einfachen Information, dass er ihr offenbar versprochen hat, ein Autogramm zu geben und ein Selfie mit ihr zu machen.

Moritz: Ja, so endet der Artikel. Ein ganz trauriges Ende eigentlich, denn da muss “Die neue Frau” doch ein bisschen zugeben, dass das Verhältnis der beiden vielleicht nicht ganz so eng ist, wie sie es gerne hätte. Sie schreibt, dass die Teenies “längst miteinander in Kontakt sind”, und zitiert das Mädchen, das gesagt haben soll: “Mick hat mir ein Selfie und ein Autogramm versprochen!” Für “Die neue Frau” ein klarer Fall: “Möglich, dass wir hier den Anfang einer ganz großen Liebesgeschichte sehen.” Ja, möglich, und auch ziemlich unmöglich.

Ein zweiter Punkt, der für “Die neue Frau” natürlich ganz toll ist, ist der Name dieses Mädchens, Gina-Maria, das ist nämlich auch der Vorname von Micks Schwester. Und das ist auch kein Zufall, denn die Eltern der 14-Jährigen sind große Schumacher-Fans, darum haben sie ihre Tochter genauso genannt, wie auch ihr Idol seine Tochter genannt hat. Naja, das ist natürlich ein Jackpot für “Die neue Frau”.

Es ist ja eine Menge bedenklich an diesem Artikel. Ihr habt mir auch das Cover der Zeitschrift mitgeschickt, und da sieht man, dass ganz offensichtlich an dem Foto der beiden herumgedoktort wurde, denn da sind ihre Köpfe noch viel näher zusammen als sie es in Wirklichkeit waren. Einfach, um eine Verbindung zu basteln, die es eigentlich gar nicht gibt.

Moritz: Genau. Oder es gibt noch ein zweites Foto, wo die beiden ganz genauso gucken wie auf dem ersten, aber viel enger zusammenstehen — aber das ist natürlich Quatsch. Das Foto wurde einmal schnell durch Photoshop gejagt. Man müsste mal schauen, ob noch irgendwo klein “Fotomontage” oder “Bildkomposition” steht, bisher haben wir da noch nichts gefunden. Also so ganz sauber ist das alles nicht.

Weder das Bild, noch die Story.

Mats: Und was ich besonders eklig finde, ist, dass die schreiben: Der arme Mick Schumacher, der kann ja gar keine normale Jugend haben und so weiter, “wenn er ein Mädchen küsst oder zum Eisessen ausführt, weiß es gleich die ganze Welt”. Also da machen sie einen auf Mitleid, und dann schreiben sie so eine Pseudo-Liebesgeschichte nur darauf basierend, dass ein Mädel ihm hinterhergerannt ist und ein Autogramm haben wollte. Also diese Bigotterie, diese Scheinheiligkeit ist nochmal extrem eklig in dieser Geschichte.

Warum macht die Zeitschrift das? Also es ist doch eigentlich so offensichtlich, dass an der Geschichte nicht viel dran ist und dass das Titelbild manipuliert wurde — ich versteh’s nicht. Erklärt es mir!

Moritz: Viele Leute lechzen förmlich danach zu erfahren, wie es Michael Schumacher geht. Das weiß natürlich auch “Die neue Frau”, das wissen auch die ganzen anderen Hefte, deswegen suchen die händeringend nach irgendwelchen blöden Nichtigkeiten, die man dann ausschlachten und auf die Titelseite packen kann. Und da von der Familie Schumacher beziehungsweise dem Management momentan so gut wie nichts rausgegeben wird, was ja sehr klug ist, erweitern die Schreiber sozusagen den Kreis, in dem sie Informationen suchen. Und das ist jetzt leider Schumachers Sohn. Nun kann man natürlich sagen: Der fährt Formel 4 und gewinnt auch hin und wieder, da ist eine Berichterstattung gerechtfertigt. Das sehe ich auch so: Über die Formel-4-Karriere des Sohns kann man gerne was schreiben. Aber eben nicht über einen 16-Jährigen, der sich angeblich vielleicht in eine 14-Jährige verliebt hat, weil sie auf der Rennstrecke in Oschersleben mit einem Handy hinter ihm herrennt.

Mats: Ich finde es auch problematisch, dass da ein junges Mädchen dermaßen in die Öffentlichkeit gezerrt wird. Sie wird zitiert, ihr Name wird genannt, und ihr Foto ist sogar auf der Titelseite. Der Vater wird auch zitiert, also kann man wohl schon davon ausgehen, dass die Eltern davon wussten, aber man weiß auch nicht, wie die Umständ waren. Also ich glaube nicht, dass sie wussten, was da für eine Geschichte rauskommen würde.


Jeden Freitag unterhalten wir uns mit dem Internetradiosender detektor.fm über die Dämlichkeiten der deutschen Regenbogenpresse. Diese Gespräche gibt’s in der Woche drauf immer hier bei uns im Blog zum Nachhören und -lesen.

Und unter diesem RSS-Link gibt’s das Ganze als Podcast.


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Post an den Presserat (5)
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Post an den Presserat (5)

Es ist schon eine ganze Weile her, dass wir uns beim Presserat über die Regenbogenpresse beschwert haben. Wird also mal wieder höchste Zeit …


Nach dem Familien-Drama der nächste Schock! Boris Becker - Leber-Krebs! Verzweifelte Tränen um seine Freundin

1)

“Die Aktuelle” macht sich in ihrer Titelgeschichte Gedanken über die Vergänglichkeit des Lebens und kommt dabei auf Boris Becker zu sprechen. Das Blatt zählt die einzelnen Schicksalschläge auf, mit denen Becker in letzter Zeit konfrontiert war: der Selbstmord seines Schwagers und der Tod einer Freundin. Vor allem über die Todesumstände dieser “Freundin” schreibt “Die Aktuelle” ausfürhlich. Zudem erinnert die Redaktion in Bildern und Bildunterzeilen an den Tod von Beckers Vater, der bereits 1999 an einer Krebserkrankung gestorben ist.

2)

Auf der Titelseite kündigt “Die Aktuelle” riesig an:

Leberkrebs! Verzweifelte Tränen um seine Freundin

Dazu ist auf der Titelseite ein großes Bild von Lilly und Boris Becker zu sehen. Allerdings handelt es sich bei der in der Titelzeile genannten “Freundin” gar nicht um Boris Beckers Ehefrau Lilly, sondern um eine Tennisspielerin, die “Die Aktuelle” zu Boris Beckers Freundeskreis zählt.

Die Komposition aus Titelzeile und Foto erweckt aber den Anschein, dass Lilly Becker diejenige sei, die an Krebs erkrankt ist. Diese bewusste Täuschung und die damit verbundene Sensation soll potentielle Leserinnen und Leser vermutlich zum Kauf des Heftes anregen.

3)

Unseres Erachtens verstößt “Die Aktuelle” mit dieser Veröffentlichung gegen die Ziffern 1 und 2 des Pressekodex.

Die Zusammenstellung aus Überschrift und Fotomaterial stellt in unseren Augen eine Komposition dar, bei der “Die Aktuelle” eine Täuschung der Leserschaft mindestens billigend in Kauf nimmt. An einer “wahrhaftige[n] Unterrichtung der Öffentlichkeit”, so wie es Ziffer 1 des Pressekodex zum “oberste[n] Gebot der Presse” macht, ist die Redaktion in diesem Fall nicht interessiert. Stattdessen steht eine Umsatzsteigerung durch eine besonders sensationelle Berichterstattung im Vordergrund. Dazu kommt, dass es für die auf der Titelseite erwähnten “Verzweifelte[n] Tränen” keinerlei Beweise gibt — sie wirken wie von der “Aktuellen” ausgedacht. Daher verstößt “Die Aktuelle” gegen Ziffer 1 des Pressekodex.

In Ziffer 2 fordert der Presserat in Hinsicht auf eine Veröffentlichung:

Ihr Sinn darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden.

Doch genau das passiert, wenn “Die Aktuelle” die Schlagzeile “Leberkrebs! Verzweifelte Tränen um seine Freundin” direkt neben ein Foto von Lilly und Boris Becker stellt. Möglichen Käuferinnen und Käufern wird suggeriert, dass Lilly Becker an Krebs erkrankt ist. Dies dürfte einige Menschen zum Kauf des Heftes bewegt haben. Erst beim Leser des Artikels wird klar, dass es sich bei der “Freundin” gar nicht um Lilly Becker handelt. Die Komposition aus Überschift und Bildmaterial entstellt also den Sinn der Artikels, was einen Verstoß gegen Ziffer 2 des Pressekodex darstellt.


Semino Rossi - Kommt seine Tochter vom rechten Weg ab?

1)

Die älteste Tochter des Schlagersängers Semino Rossi arbeitet im Verein “Kraft für Leben”, der Shiatsu praktiziert. Shiatsu ist eine fernöstliche Körpertherapie und Massage-Art. Neben der Massage gehören zu Shiatsu auch religiöse Elemente. Für den gläubigen Katholiken Semino Rossi dürfte all das ein schwerer Schock gewesen sein, vermutet “Die neue Frau” in ihrem Artikel:

Er muss sich fragen, ob sie [Rossis Tochter] vom rechten Weg abgekommen ist. [...] Ob sich Seminos Tochter [...] nun durch ihre Ausbildung ebenfalls zum Buddhismus oder einer anderen Glaubensrichtung hingezogen fühlt?

Die Antwort auf diese Frage gibt “Die neue Frau” gleich selbst:

Gut möglich! Und das wäre für den Schlagerstar wirklich schlimm.

In einem Interview hat Rossi nämlich erzählt, wie wichtig ihm als Katholik der christliche Glauben ist. Da müsse er sich an der Berufs- und möglichen Glaubenswahl seiner Tochter doch stören, vermutet das Blatt. Denn für “Die neue Frau” hat “Shiatsu” annähernd sektenähnliche Züge:

Kleidungsstil, Einrichtungsstil und nicht selten auch religiöse Elemente werden gleich mit übernommen. Denn nicht nur der Körper spielt bei ‘Shiatsu’ eine wichtige Rolle — sondern auch der Geist! Und der beschäftigt sich im fernen Japan mit ganz anderen Dingen als bei uns in Europa. Und auch mit einem ganz anderen Gottesglauben.

Wie sehr Semino Rossi unter dem angeblichen Glaubenswechsel seiner Tochter leidet, will “Die neue Frau” anhand von Fotos von Rossis vergangenen Auftritten zeigen. Rossi wird dabei so beschrieben:

Trauriger Blick, ernste Miene. Der Schlagersänger sieht in letzter Zeit nicht gut aus.

Oder so:

Semino Rossi wirkte in der Show [...] nicht nur sehr müde. Auch sein Gesicht war deutlich aufgedunsen. Ob er vor Sorge kau noch schlafen kann oder gar krank ist?

Zum Abschluss ihres Artikels wünschen die Mitarbeiter der “neuen Frau” Semino Rossi noch einmal das Beste:

Was auch geschieht — man kann nur hoffen, dass der Schmuse-Sänger auch jetzt in seinem Glauben ganz viel Kraft findet. Die Kraft, daran zu glauben, dass seine geliebte Tochter die richtige Entscheidung treffen wird. Genauso wie er es von klein auf gelehrt und vorgelebt hat.

2)

“Die neue Frau” strickt aus harmlosen Tatsachen eine vermeintliche Sensationsgeschichte. Aus dem Beruf von Semino Rossis Tochter und einem Interview des Sängers über seinen Glauben wird ein mittelgroßes Familiendrama heraufbeschworen. Der einzige Aufhänger der Geschichte ist der Beruf der Tochter, der mit fernöstlicher Kultur zusammenhängt.

Außerdem ist die Art, wie “Die neue Frau” über den Buddhismus schreibt, respektlos gegenüber der Glaubensgemeinschaft. Für “Die neue Frau” scheint ein Massage-Geschäft, das sich auf buddhistische Inhalte bezieht, in der Nähe einer Sekte verortet zu sein. Der Buddhismus gehört augenscheinlich nicht zum “rechten Weg”, vom dem Rossis Tochter laut Titelschlagzeile abkommen könnte. Dadurch wird der Leserschaft ein falscher Eindruck des Buddhismus vermittelt — und das einzig, um mit einer vermeintlichen Sensation möglichst hohe Verkaufszahlen zu erzielen.

3)

Unseres Erachtens verstößt “Die neue Frau” mit ihrem Artikel gegen die Ziffern 1, 2, 9 und 10 des Pressekodex.

“Die neue Frau” deutet einen bevorstehenden Familiekrach sowie eine problematische Lebenssituation bei Semino Rossis Tochter an. Verlässliche Beweise dafür liefert die Redaktion allerdings nicht. Im Gegenteil: Ihre Geschichte ist an den Haaren herbeigezogen. Dazu kommen die waghalsigen Spekulationen zu Semino Rossis Gesundheitszustand, deren Grundlage einzig und allein ein paar Konzertfotos bilden, und die fehlerhafte Vermischung von Shiatsu und Buddhismus. In seiner ersten Ziffer fordert der Pressekodex eine wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit. Eine solche gibt es in diesem Artikel nicht. Potentielle Leserinnen und Leser werden mit einer unwahren Geschichte zum Kauf des Heftes animiert. Damit verstößt “Die neue Frau” gegen Ziffer 1.

Die Überschrift auf der Titelseite (“Kommt seine Tochter vom rechten Weg ab?”) verspricht ein großes Familiendrama. Im Text im Heftinnern findet man davon allerdings keine Spur. Die Titelschlagzeile entstellt den Sinn des Artikels. Damit verstößt “Die neue Frau” gegen Ziffer 2 des Pressekodex, die unter anderem besagt: Der Sinn der Veröffentlichung “darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden.”

Die rhetorische Frage auf der Titelseite deutet ein moralisch verwerfliches Fehlverhalten der Tochter von Semino Rossi an. Aus einem herkömmlichen Massage-Job, der mit fernöstlichen und buddhistischen Methoden zu tun haben soll, wird ein Scheitern und ein Verlassen des “rechten Weg[s]” konstruiert. Damit verstößt “Die neue Frau” gegen Ziffer 9 des Pressekodex. Dort steht:

Es widerspricht journalistischer Ethik, mit unangemessenen Darstellungen in Wort und Bild Menschen in ihrer Ehre zu verletzen.

Von der Berichterstattung über Religion fordert der Presserat in Ziffer 10 seines Kodex:

Die Presse verzichtet darauf, religiöse, weltanschauliche oder sittliche Überzeugungen zu schmähen.

Dass Semino Rossis Tochter bei ihrer Arbeit mit buddhistischen Lehren in Berührung kommt, reicht für “Die neue Frau” aus, um zu fragen, ob sie “vom rechten Weg” abkommt. Der Buddhismus ist in dem Weltbild, das die Redaktion zeichnet, nicht vereinbar mit einem akzeptablen Lebenstil. Dass der Text den Buddhismus als etwas völlig Fremdes und Andersartiges charakterisiert, trägt noch dazu bei, dass der buddhistische Glaube in seiner Wertigkeit heruntergesetzt wird. Daher verstößt das Blatt mit diesem Artikel gegen Ziffer 10 des Pressekodex.


Dunkle Wolken - Hardy Krüger Jr. & Katrin - Starb mit ihrem Söhnchen auch ihre Liebe?

1)

Hardy Krüger jr. und seine Ehefrau haben 2011 ihren Sohn, der nur acht Monate alt wurde, durch den plötzlichen Kindstod verloren. 2012 bekamen sie eine Tochter. Die “Schöne Woche” findet das zunächst tröstlich:

Das Schlimmste schien überstanden

Direkt im Anschluss verbreitet das Blatt aber schon wieder Sorgen:

[D]och jetzt gibt es plötzlich böse Krisengerüchte.

Als Beleg für die angeblichen Gerüchte führt die “Schöne Woche” zwei anonyme Quellen an, die mit Hardy Krüger jr. engen Kontakt haben sollen. Einer der Freunde sagt, wie sehr der Tod des Sohnes die Ehe der Krügers belastet habe. Der andere Freund meint zu wissen, dass das Ehepaar ihren anderen Kindern nur noch eine heile Welt vorspiele.

Ein weiterer Hinweis auf eine Ehekrise ist für die “Schöne Woche” die Tatsache, dass Hardy Krüger jr. und seine Frau seit einem Jahr nicht mehr gemeinsam gesehn worden sind. Die “Schöne Woche” schließt daraus:

Der schlimme Verdacht: Starb mit ihrem Söhnchen auch die Liebe von Hardy Krüger jr. und seiner Katrin? Beide litten danach an Depressionen

2)

Die “Schöne Woche” nutzt den einige Jahre zurückliegenden Tod des Kindes nun rücksichtslos aus, nur um mit einer Geschichte zu einer angeblich anstehenden Trennung auf der Titelseite punkten und mehr Hefte verkaufen zu können. Das Blatt schreibt in der Artikelüberschrift, dass es sich um “Böse Krisen-Gerüchte” handelt — und verbreitet diese dann selbst.

Dazu kommt, dass der Tod eines Kindes ein enorm emotionales Thema ist, das sensibel angegangen werden muss. Darauf verzichtet die “Schöne Woche”. Zudem wird wild über angebliche Krankheiten der Eltern spekuliert.

3)

Unseres Erachtens verstößt die “Schöne Woche” mit diesem Artikel gegen die Ziffern 1 und 8 des Pressekodex.

Der Artikel der “Schönen Woche” dreht sich um eine angebliche Ehekrise von Hardy Krüger jr. und seiner Frau. Die Kronzeugen sind zwei nicht weiter namentlich genannte Personen aus dem Freundeskreis des Schauspielers. Stichhaltige Anzeichen oder Beweise, die die These des Heftes stützen, existieren nicht. Gleiches gilt für Aussagen des Ehepaares. Die “Schöne Woche” stochert also im Nebel. Ziffer 1 des Pressekodex fordert eine “wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit.” Dem kommt die “Schöne Woche” nicht nach und verstößt damit gegen die Ziffer.

Außerdem verstößt die Redaktion gleich in mehrfacher Hinsicht gegen Ziffer 8 des Pressekodex, laut der die Presse “das Privatleben des Menschen und seine informationelle Selbstbestimmung” achten soll. Die Thematisierung des Kindstods — auch in der Artikelüberschrift und auf der Titelseite — sowie die Verbreitung der Gerüchte über eine Ehekrise stellen Verstöße gegen den “Schutz der Persönlichkeit” dar.

In Richtlinie 8.6 stellt der Presserat klar:

Körperliche und psychische Erkrankungen oder Schäden gehören zur Privatsphäre. In der Regel soll über sie nicht ohne Zustimmung des Betroffenen berichtet werden.

Dennoch spekuliert die “Schöne Woche” über mögliche Depressionen, an denen die Eltern nach dem Tod des Sohnes gelitten haben sollen. Das Blatt verbreitet dazu sogar eine Tatsachenbehauptung:

Beide litten danach an Depressionen

Belege dafür werden keine geliefert, eine Zustimmung zu einer derartigen Berichterstattung ist nicht zu erkennen. Daher verstößt der Artikel auch gegen die Richtlinie 8.6.


Wir wollen uns wieder häufiger über die Regenbogenpresse beschweren — nicht nur hier im topfvollgold, sondern so richtig offiziell.

In Deutschland ist dafür der Presserat die oberste Anlaufstelle. Deswegen schicken wir wieder regelmäßig Beschwerden über einzelne Regenbogenartikel dorthin.


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Gesucht und nicht gefunden (11)
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Gesucht und nicht gefunden (11)

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Helene Fischer hat nicht geweint
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Helene Fischer hat nicht geweint

Während sich “Das neue Blatt” mit seiner Doofstell-Taktik noch raustricksen konnte, musste die “Woche heute” vor zweineinhalb Wochen eine Gegendarstellung von Helene Fischer abdrucken. Beide Blätter hatten behauptet, dass die Schlagersängerin bei einem Konzert in München geweint habe.

Nun hat “Die neue Frau” mit einem formschönen Hinweis nachgezogen:

Gegendarstellung – Sie schreiben in "Die neue Frau" Nr. 10 vom 25.02.2015 auf Seite 5 in Bezug auf ein Konzert von mir im Münchner Olympiastadion: "Tränen bei Helene Fischer" – Hierzu stelle ich fest: Ich habe während des Konzerts keine Tränen vergossen. Berlin, den 04.03.2015 – Helene Fischer – Frau Fischer hat Recht. Der Verlag

Und weil dieser Kasten so dezent daherkommt, hier noch die gesamte Seite der “neuen Frau” in ihrer vollen Pracht:

Das Foto zeigt die gesamte Seite der "neuen Frau" mit der Gegendarstellung von Helene Fischer.


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Links vom topf (28)
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Links vom topf (28)

In seinen “Herzblatt-Geschichten” hofft “FAS”-Redakteur Jörg Thomann, dass Angela Merkels Mutter bei ihren Englischkursen an einer Volkshochschule in Zukunft von Klatschreporter-Besuchen verschont bleibt:

“Willkommen ist hier jeder”, behauptet “Die Aktuelle” und schickt kurzerhand — Stichwort “Ortstermin” — einen Reporter in ihren Kurs, der die Lehrerin ein paarmal anscheinend heimlich fotografiert hat. Hoffentlich hat der Kerl was auf die Finger bekommen und ist in die Ecke gestellt worden.

Herzblatt-Geschichten: Du bist eine süße Maus


In unserer Rubrik “Links vom topf” wollen wir Euch kurz und knapp interessante Links rund ums Thema “Regenbogenpresse” präsentieren.

Wenn Ihr also in den Weiten des Internets auf Interessantes zur Klatsch- und Regenbogenpresse stoßt, schickt uns gern den Link an linksvomtopf@topfvollgold.de.


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Links vom topf (27)
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Links vom topf (27)

Sascha Bors macht sich in seinem Blog Gedanken über die Regenbogenpresse, die er nicht nur “eklig” und “strunzdumm”, sondern vor allem sehr, sehr rätselhaft findet:

Ich weiß nicht, wie ich das angemessen rüberbringen soll: Ich bin ja für Emotionalität im Journalismus und ich finde es voll ok, dass man sich einfach mal nur zur Unterhaltung irgendein Medium reinzieht, mal abschaltet. Was ich an der Regenbogenpresse nicht verstehe, ist: Wieso sollte man zur Unterhaltung unwahre Geschichten über echte Menschen lesen, die vorgeben, wahr zu sein? Wieso sollte man sich falsche Stories über den Gesundheitszustand von Michael Schumacher reinziehen, anstatt entweder eine fiktive Geschichte über einen Menschen mit einem Schicksalsschlag oder eine tatsächlich recherchierte Doku über Michael Schumacher? Ich verstehe nicht einmal, wieso man sowas schreiben sollte.

Sashs Blog: Trash und Trash


In unserer Rubrik “Links vom topf” wollen wir Euch kurz und knapp interessante Links rund ums Thema “Regenbogenpresse” präsentieren.

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Schlagzeilenbasteln (148)
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Schlagzeilenbasteln (148)

Welche Überschrift könnte mal aus folgender Nachricht schnitzen?

Boris Becker macht neuerdings Werbung für “spezielle Bandagen, in die Kupferfäden eingearbeitet sind” und die bei schmerzhaften Bewegungen helfen sollen. Nach eigener Aussage trägt er sie auch selbst.

Boris Becker - Dank Wunder-Mittel zu neuen Vaterfreuden?

Die “Woche der Frau” meint, dass Lilly Becker sich unbedingt noch ein zweites Kind wünscht. Und:

Wenn die biologische Uhr tickt, kann so manche Frau zur unberechenbaren Zeitbombe werden

Um Lilly zu besänftigen und ihr “endlich ein Baby [zu] schenken”, soll Boris Becker nun alles tun. Und alles bedeutet: Kupfer-Bandagen tragen.

Was das mit einem Baby zu tun hat? Ganz einfach: Boris’ Körper ist nach vielen Jahren Tennis-Karriere wie er selbst sagt ein “Ersatzteillager”. [...] Und mal ehrlich: Wie soll es da noch im Bett mit Lilly richtig funktionieren? Wenn es einem Mann körperlich aber gut geht, läuft es auch da rund …

Ach, Ihr kleinen Schlawiner der “Woche der Frau”.


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Schlagzeilenbasteln (147)
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Schlagzeilenbasteln (147)

Heute mal wieder ein Schlagzeilenbasteln. Das Prinzip dabei wie immer: Wir nennen Euch eine kurze Nachricht, und Ihr ratet, welche irre Schlagzeile man daraus basteln könnte.

Alles klar? Dann los …

Prinz Henrik von Dänemark, Ehemann der dänischen Königin Margrethe, war nicht bei den Feierlichkeiten zum 75. Geburtstag seiner Frau, stattdessen flog er nach Venedig. Nach seiner Rückkehr soll er in zwei Krankenhäusern untersucht worden sein.

Frederik und Mary - Demenz - Die bangen Stunden vor der Diagnose

Prinz Frederik ist der Sohn von Henrik und Margrethe. Mary ist Frederiks Ehefrau. Und die “Freizeit Woche” vermutet nun:

Steckt hinter dem seltsamen Benehmen ihres [Marys] Schwiegervaters, der nicht zum Geburtstag der Königin erschienen und stattdessen verwirrt nach Venedig geflohen war, in Wahrheit eine Demenzerkrankung?

Dann dürften es momentan auch für Mary bange “Stunden vor der Diagnose” sein, spekuliert die “Freizeit Woche”. Denn die Schweinchen Schlau aus der Redaktion wissen:

Demenz ist erblich. Nun bangt sie um die Gesundheit ihres Ehemannes Frederik (46).


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Ein Zwilling kommt selten allein, manchmal aber schon
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Ein Zwilling kommt selten allein, manchmal aber schon

Die Mitarbeiter der Regenbogenpresse versuchen gern ihr Glück. Besonders bei Schwangerschaften und ihren Endergebnissen raten sie wie im Rausch: Mädchen? Junge? Zwillinge? Jede Woche eine neue Runde Nachwuchs-Roulette auf den Titelseiten.

Die Royal-Baby-Gerüchte aus dem britischen Königshaus ließen die Zocker wieder an die Spieltische treten. Einige Regenbogenhefte setzten korrekterweise auf “eine kleine Diana”, die Herzogin Kate zur Welt bringen wird. Es gab aber auch ein paar Wagemutige, die “Freizeit Spass” zum Beispiel:

Und wenig später schon die schlimmste Nachricht des Jahres:

Damit lagen die Embryoexperten der “Freizeit Spass” genauso daneben wie ihre Kollegen der “Neuen Welt”. Die jubelten nämlich schon früh …

… jubelten noch einmal …

… riefen eine Sensation aus …

… und jubelten dann ein ein drittes Mal:

Mit großem “Hurra” und falschen Prognosen kennen sich die Redakteure der “Neuen Welt” und ihr Chef Kai Winckler übrigens bestens aus. Als die schwedische Prinzessin Victoria 2012 schwanger war, titelte die “Neue Welt”:

Einen Tag nach Veröffentlichung des Heftes brachte Victoria Tochter Estelle zur Welt. Winckler sprach damals von einer “Katastrophe”, das sei ihm so noch nie passiert. Immerhin, dieser Schock blieb ihm beim zweiten Mal nun erspart.


Dieser Text ist vorgestern auch im “Tagesspiegel” erschienen. Jeden zweiten Montag schreiben wir dort eine Kolumne über die Regenbogenpresse.


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Freizeit im Blick, Realität aber nicht
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Freizeit im Blick, Realität aber nicht

Gestern ist die neue Ausgabe der zweimonatlich erscheinenden “Freizeit im Blick” (Slogan: “IMMER TOPAKTUELL!”) rausgekommen. Unter anderem mit diesem Titelthema:

Im Heftinnern gibt die Redaktion unter der Überschrift “Er ringt mit dem Tod” selbst die Antwort — es steht ziemlich schlimm um Moik:

Nachdem er erst im Januar wegen einer Herz-OP im Krankenhaus war, soll er nun wieder einen Rückschlag erlitten haben und in Lebensgefahr schweben.

Ehefrau Edith (71) und die Kinder wachen an seinem Bett, während Ärzte um sein Leben kämpfen.

Ob Karl Moik je wieder gesund wird, ist mehr als fraglich.

Nur zu Eurer Info, Mitarbeiter der “Freizeit im Blick”: Karl Moik ist vor sechs Wochen gestorben.


Mit Dank an Timo B. für den Hinweis!


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Links vom topf (26)
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Links vom topf (26)

In seinen neuen “Herzblatt-Geschichten” kürt Jörg Thomann, Redakteur der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”, “Das neue Blatt” zum “Drecksblatt der Woche”:

[U]nd zwar für seine Titelstory “Bewegende Video-Botschaft aufgetaucht — Michael Schumacher — Er spricht!” Ja, und zwar auf jener Video-Botschaft vom Oktober 2013, vor seinem Unfall, die auf seiner Website “aufgetaucht” ist — im November 2014.

Herzblatt-Geschichten: Ganz England jubelt


In unserer Rubrik “Links vom topf” wollen wir Euch kurz und knapp interessante Links rund ums Thema “Regenbogenpresse” präsentieren.

Wenn Ihr also in den Weiten des Internets auf Interessantes zur Klatsch- und Regenbogenpresse stoßt, schickt uns gern den Link an linksvomtopf@topfvollgold.de.


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Gesucht und nicht gefunden (10)
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Gesucht und nicht gefunden (10)

Immer wieder finden Leute den Weg zum topfvollgold, die ganz sicher nicht hier landen wollten. Kurz mal das Digital-Orakel Google befragt, zum Beispiel mit “wird michael schumacher wieder laufen können”. Und weil wir schon häufiger über die Regenbogenberichte über Michael Schumacher geschrieben haben, schlägt die Suchmaschine auch unsere Seite auf der Ergebnisliste vor.

So verirren sich hier reichlich Leute, die irgendwas gesucht und das bestimmt nicht bei uns gefunden haben. Jeden Montag präsentieren wir Euch an dieser Stelle — ohne Rücksicht auf Rechtschreibung und Grammatik — unsere zehn liebsten Suchanfragen aus der Vorwoche, bei denen wir den Suchenden so überhaupt nicht weiterhelfen konnten.

  • was haben prinzen in der freizeit an
  • el dorado der glücksritter
  • töpfe test 2015
  • nackt bei kerzenschein pic
  • frau entdeckt faltencreme svhönheitschirurgen sind sauer
  • stark ist wer unter tränen lacht
  • habe heute bei rtl die carmen geisen gesehen die ist ja so doof
  • fehdehandeschuh
  • je häufiger gennant desto größer dargestellt
  • ich will ein schönes sexy dame für gute freundschaft e-mail an e-mail

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Links vom topf (25)
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Links vom topf (25)

Kioskforscher Markus Böhm hat sich durch das Archiv der Magazin-Flatrate “Readly” gewühlt und ist nun fasziniert von der optischen und inhaltlichen Eintönigkeit vieler Blätter:

Das in Sachen Zeilenrecycling vielleicht schlimmste Heft ist “Schöne Woche”. In dem Klatschmagazin gibt es nicht nur immer wieder eine “Schockierende Enthüllung” über Prominente. Auch eine nicht näher konkretisierte “Schock-Nachricht”, die sich im Innenteil meistens als harmlos erweist, soll häufiger zum Kauf animieren.

Entsorgt (7): Flatrate-App Readly — Print kann so stumpf sein


Mit Dank an Annegrit für den Hinweis!


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Schlagzeilenbasteln (146)
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Schlagzeilenbasteln (146)

Welche Schlagzeile könnte man über diese Nachricht setzen?

Am 13. Juni heiratet der schwedische Prinz Carl Philip seine Freundin Sofia. In der engeren Auswahl als Hochzeitsschmuck für Sofia: ein Diamanten-Diadem von Carl Philips verstorbener Tante Lilian.

Prinzessin Victoria - Nimmt ihr die Frau ihres Bruders das Liebste? Das Ex-Dessous-Model kämpft mit allen Mitteln

(“Die neue Frau”)

Lilian soll die “Lieblingstante” von Prinzessin Victoria gewesen sein. Und so wird das Diamanten-Diadem zum “(Edel-)Stein des Anstoßes”, Victoria soll “innerlich vor Wut kochen”:

Ihre geliebte Tante Lilian war es, die ihr das Diadem vermacht hatte — und das aus einem ganz bestimmten Grund: Mit Victoria kämpfte sie für deren Liebe zum anfangs eher skeptisch betrachteten Daniel (41).


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Gesucht und nicht gefunden (9)
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Gesucht und nicht gefunden (9)

Immer wieder finden Leute den Weg zum topfvollgold, die ganz sicher nicht hier landen wollten. Kurz mal das Digital-Orakel Google befragt, zum Beispiel mit “wird michael schumacher wieder laufen können”. Und weil wir schon häufiger über die Regenbogenberichte über Michael Schumacher geschrieben haben, schlägt die Suchmaschine auch unsere Seite auf der Ergebnisliste vor.

So verirren sich hier reichlich Leute, die irgendwas gesucht und das bestimmt nicht bei uns gefunden haben. Jeden Montag präsentieren wir Euch an dieser Stelle — ohne Rücksicht auf Rechtschreibung und Grammatik — unsere zehn liebsten Suchanfragen aus der Vorwoche, bei denen wir den Suchenden so überhaupt nicht weiterhelfen konnten.

  • www,kriese.bei.fischer.uund.sielbereisen?,de
  • wie wird unser baby ausschauen
  • 60.geburtstag treppentratsch
  • neue gebete katholisch
  • ein mann der mit vielen frauen schreibt ist untreu
  • kampf lieder krebs mut
  • gerüchte über mich
  • schlagersängerin rauchen
  • bilder von carmen geiss angeschaut und abgemahnt
  • kommen sachen die man im google eingibt in deine akte

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Links vom topf (24)
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Links vom topf (24)

Das “Echo der Frau” glaubt an Nachwuchs bei Heidi Klum. Und Jörg Thomann, Autor der schönen “Herzblatt-Geschichten”, glaubt, dass das ziemlicher Murks ist:

In St. Moritz hat “Echo der Frau” Heidi Klum gesichtet, an ihrer Seite Lover Vito, “der schmucke New Yorker Kunsthändler”, was viel besser klingt als “künstlicher New Yorker Schmuckhändler”, und das Blatt glaubt “eine kleine, verdächtige Wölbung an ihrem Bauch zu erahnen”. Ausgerechnet bei Klum, die derzeit so aussieht, als hätte sie überhaupt noch nie an dänischem Eis geleckt, und die auf dem Foto überdies einen “dicken XXL-Strickpulli” trägt? Das Einzige, “Echo der Frau”, was sich hier wölbt, sind die Tomaten auf deinen Augen.

Herzblatt-Geschichten: Venedig sehen und sterben


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Schlagzeilenbasteln (145)
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Schlagzeilenbasteln (145)

Welche Überschrift könnte man zu dieser Nachricht stricken?

Vor Kurzem ist ein Bild aufgetaucht, das Lothar Matthäus’ frühere Frau Liliana zusammen mit dem Sänger Seal bei einer Fotoausstellung zeigt.

Schlimmer Verdacht - Heidi Klum - Ist sie das Opfer eines Rache-Plans?

(“Schöne Woche”)

Kurz zur Personenkonstellation: Seal war einst mit Heidi Klum verheiratet. Liliana Matthäus soll eine Weile die Freundin von Vito Schnabel gewesen sein. Heute ist Schnabel der feste Freund von Heidi Klum.

Da drängt sich doch gleich ein böser Verdacht auf: Ist Heidi das Opfer eines gemeinen Rache-Plans? Seit einem Jahr ist sie mit dem Kunsthändler Vito Schnabel (28) glücklich. Pikant: Der Millionär war zuvor mit Liliana liiert!

Und nun das Foto von Liliana Matthäus mit Seal …

Sieht so aus, als wolle sie Heidi jetzt zeigen, was ‘ne Harke ist.


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Schlagzeilenbasteln (144)
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Schlagzeilenbasteln (144)

Welche Schlagzeile könnte zu folgender Nachricht passen?

Chris O’Neill, der Ehemann von Schwedens Prinzessin Madeleine, hat bei einer “Umfrage zu den Beliebtheitswerten im Königshaus” 0 Sympathiepunkte von der schwedischen Bevölkerung bekommen.

Nun ist es offiziell - Prinzessin Madeleine - Sie hat den falschen Mann geheiratet!


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Links vom topf (23)
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Links vom topf (23)

Mit ihren klatschlastigen Instagram-Profilen krempeln neue Anbieter wie “The Shade Room” oder “Baller Alert” den US-amerikanischen Gossipmarkt kräftig um, schreibt Roland Eisenbrand bei “OnlineMarketingRockstars Daily”:

In den USA exis­tier­ten im Seg­ment der Promi- und Klatsch­news bereits seit vielen Jah­ren über­aus reichweiten- und ein­nah­menstarke Blogs wie TMZ und Perez Hil­ton. Mög­li­cher­weise hat die neue Gene­ra­tion der Gossip-Dienste das Zeug dazu, die­ses Geschäft zu revo­lu­tio­nie­ren.

OnlineMarketingRockstars Daily: Ist das die Klatschpresse der Zukunft?


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Wer zuletzt lacht (2)
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Wer zuletzt lacht (2)

Aus der Kategorie “Entschuldigen Sie, Frau Lehrerin, mein Nashorn hat das Hausaufgabenheft gefressen”:

Helene Fischer - Doch keine Tränen beim Konzert! Man könnte es gut verstehen, wenn Helene Fischer bei all dem beruflichen Stress auch mal die Fassung verlieren würde. Und so sah es für uns aus, als ein Video voneinem Konzert in München Ende Februar auftauchte. Ein Fan reichte ihr einen Borussia-Dortmund-Schal, das Publikum tobte. Es sah für viele so aus, als hätte sie sogar Tränen in den Augen. Auch wir berichteten darüber in "Das neue Blatt" vom 11. März 2015 ("Sie weint so viel"). Nun erfahren wir, dass das ein falscher Eindruck war. Geweint hat sie nicht. Wieder einmal ließ sie sich also nicht unterkriegen.


Nachtrag, 24. April, 17:19 Uhr:
Die “Woche heute” hatte ebenfalls über das Helene-Fischer-Konzert in München berichtet und von einem “Tränen-Kollaps” geschrieben.

Hat der Schlagersängerin wohl nicht so gut gefallen. Deswegen prangt auf der Titelseite der aktuellen “Woche heute”-Ausgabe dieser Kasten:

Gegendarstellung von Helene Fischer zu Beitrag "Tränen-Kollapts" – Woche Heute Nr. 11/15 – S. 10

Und im Innenteil gibt’s das Ganze noch einmal ausführlicher:

Gegendarstellung – Sie schreiben in "Woche Heute" Nr. 11 vom 4. März 2015 auf Seite 7 in der Überschrift in Bezug auf meine Person und ein von mir gegebenes Konzert: "Tränen-Kollaps" – Hierzu stelle ich fest: Es gab von mir während des Konzerts keine Tränen. Hamburg, den 16. März 2015. Helene Fischer – Frau Fischer hat Recht. Der Verlag


Jörg Thomann, Redakteur der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”, vermutet in seinen aktuellen “Herzblatt-Geschichten”, dass der Keine-Tränen-Tipp fürs “neue Blatt” von Fischers Anwälten kam.


Mit Dank an Mike für den Hinweis!


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Schlagzeilenbasteln (143)
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Schlagzeilenbasteln (143)

Welche Schlagzeile könnte man über folgende Nachricht setzen?

Herzogin Kate soll im Magazin “The Lady” eine Anzeige geschaltet haben, in der sie nach einer Haushälterin sucht.

Herzogin Kate - Schock-Diagnose - Gefühlskalt: Sie kann ihre Babys nicht lieben

(“Revue im Blick”)

Denn … tja, das wissen wir auch nicht.


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Tipps von den Trennungsexperten
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Tipps von den Trennungsexperten

Dass sich die Regenbogenpresse gern als Geburtshelfer für noch nicht einmal gezeugte Adelszwillinge in Stellung bringt, wissen wir. Und wir kennen auch die verzweifelten Versuche der Knallblätter, einst gemeinsam glückliche Schlagersternchen mit Hilfe von Fantasieartikeln wieder zu paaren. Die Rolle als Ratgeber für frühere Schwimmweltmeisterinnen, die in angeblichen Lebens- und Liebeskrisen stecken, ist uns hingegen neu.

“Die Aktuelle” gibt sich in dieser Woche alle Mühe, diese Nische zu besetzen. Riesengroß fordert das Revolverblatt auf seiner Titelseite:

Franzi van Almsick - Trenn' dich doch endlich! Diese Gemeinheiten kann man nicht länger mit ansehen - Was ihr "Traummann" ihr antut

Der Mann, von dem sich Franziska van Almsick laut “Aktuelle” besser heute als morgen trennen sollte, ist Unternehmer Jürgen B. Harder. Gegen Harder läuft momentan ein Gerichtsverfahren wegen Bestechung. Dass van Almsick in dieser turbulenten Zeit die zwei gemeinsamen Kinder einpackt und nach Mallorca fliegt, zeigt den Mitarbeitern der “Aktuellen”, dass “Franzi” sie und ihre Beziehungstipps dringender braucht denn je:

Armer Goldfisch! Wie groß müssen ihre Seelen-Nöte sein, dass sie zu Hause alles liegen ließ und Hals über Kopf auf die Balearen-Insel zog?

Mit van Almsicks Entscheidung, nach Mallorca zu fliehen, scheinen die Trennungsexperten jedenfalls schon mal ganz zufrieden zu sein. Es sei schließlich ein Ort, an dem “der Medienrummel weit weg ist.”

Denn:

wie schlimm muss das alles für [ihren Sohn] sein, der ja schon in der Zeitung lesen kann, was da über seinen Papa geschrieben wird!

Oder was “Die Aktuelle” über die Beziehung seiner Eltern denkt. Oder wie seine Mutter im Urlaub von gierigen Paparazzi verfolgt und abgeschossen und dann in deutschen Klatschmagazin großflächig zur Schau gestellt wird.


Dieser Text ist gestern auch im “Tagesspiegel” erschienen. Jeden zweiten Montag schreiben wir dort eine Kolumne über die Regenbogenpresse.


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Das Geschäft mit der Freizeit (5)
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Das Geschäft mit der Freizeit (5)

Die Regenbogenpresse wächst und wächst. Zwölf Neuerscheinungen haben wir seit dem Start dieses Blogs gezählt, inzwischen sind noch neun Hefte dazugekommen:

freizeit-neu

“Revue aktuell” und “Meine Revue” erscheinen im, klar, “Revue Verlag”; “Woche spezial”, “Revue im Blick” und “Revue direkt” im SCG-Verlag und “Pause Exklusiv”, “Goldene Freizeit”, “Gute Freizeit” und “Freizeit Stars” bei Bauer.


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Schlagzeilenbasteln (142)
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Schlagzeilenbasteln (142)

Welche Überschrift könnte man zu dieser Nachricht dichten?

Schauspieler George Clooney wirkt für die “Viel Spaß” seit der Hochzeit mit seiner Amal deutlich braver — vom “früheren Lebemann ist nicht mehr viel übrig”.

George Clooney - Liebes-Kasper - An Amals Seite wirkt er nur noch wie eine Marionette

Denn:

Wie ein gut dressiertes Hündchen trottet das einstige Sex-Symbol hinter seiner Angetrauten über den roten Teppich. George Clooney (53) ist nur noch ein Schatten seiner selbst.


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Links vom topf (22)
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Links vom topf (22)

In seinen aktuellen “Herzblatt-Geschichten” schreibt Jörg Thomann, Redakteur der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”, unter anderem über die sagenhafte Florian-Silbereisen-Hauskauf-Geschichte der “Neuen Post”:

Seinerzeit lebte der Ritter Heinrich Tuschl, an den die Stadt Vilshofen mit einem Brunnen erinnert, welcher vor einem Haus steht, das — angeblich — Florian Silbereisen erworben hat. Einer von “Neue Post” verbreiteten Sage zufolge ließ der eifersüchtige Ritter einst seine Frau im Keller einmauern, um später festzustellen, dass sie verschwunden war. “Könnten Helene und Florian an so einem Ort glücklich werden?”, bangt “Neue Post” und sinniert: “Helene Fischer ist eine sensible Künstlerin, die Geborgenheit und keine Schauergeschichten braucht.” Warum, “Neue Post”, erzählst du dann welche?

Herzblatt-Geschichten: Wir müssen hier raus


In unserer Rubrik “Links vom topf” wollen wir Euch kurz und knapp interessante Links rund ums Thema “Regenbogenpresse” präsentieren.

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Gesucht und nicht gefunden (8)
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Gesucht und nicht gefunden (8)

Immer wieder finden Leute den Weg zum topfvollgold, die ganz sicher nicht hier landen wollten. Kurz mal das Digital-Orakel Google befragt, zum Beispiel mit “wird michael schumacher wieder laufen können”. Und weil wir schon häufiger über die Regenbogenberichte über Michael Schumacher geschrieben haben, schlägt die Suchmaschine auch unsere Seite auf der Ergebnisliste vor.

So verirren sich hier reichlich Leute, die irgendwas gesucht und das bestimmt nicht bei uns gefunden haben. Jeden Montag präsentieren wir Euch an dieser Stelle — ohne Rücksicht auf Rechtschreibung und Grammatik — unsere zehn liebsten Suchanfragen aus der Vorwoche, bei denen wir den Suchenden so überhaupt nicht weiterhelfen konnten.

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