Leserpoesie (16)
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Leserpoesie (16)

Man kann einen völlig anderen Blick auf die Regenbogenpresse haben als wir. Und auch diesen Blick wollen wir hier im topfvollgold dokumentieren. Dafür eignen sich diese beiden Leserbriefe aus der “7 Tage” beziehungsweise aus “Die Aktuelle” bestens:

Geliebte Zeitschrift - Wenn wir die "7 TAGE" nicht hätten, wäre unser Leben viel langweiliger. Wir würden immer das Gleiche essen, bei gesundheitlichen Problemen sofort zum Arzt rennen und jahrelang die selben Kleider tragen. Doch dank unserer Lieblingszeitschrift probieren wir oft neue Rezepte aus und informieren uns über Krankheiten. Da wir jede Woche über die neuesten Modetrends unterrichtet werden, ist unser Kleiderschrank immer auf dem neuesten Stand. Die Berichte aus der Welt des Adels und die Rätsel vertreiben die Langeweile. Vielen Dank für die tolle Zeitschrift!

Danke - Durch meine Freundin habe ich die aktuelle entdeckt. Sie hat bei mir großes Interesse geweckt. Lesen kann man manch guten Rat, welchen Frau Bettina hat. Über die Forschung und die Medizin steht viel neues in die aktuelle drin. Kochrezepte und Horoskope kann man lesen, aber auch viele Rätsel lösen. Um schöne Preise zu gewinnen sollte man gleich mit raten beginnen. die aktuelle hat viele interessante Seiten welche mich durch den Tag begleiten. Ich sage nur Danke, macht so weiter. Von nun an ist die aktuelle mein ständiger Begleiter.


Nachtrag, 18. Juni 2014, 17:44 Uhr: Einige unserer Leser haben an der Echtheit der Leserbriefe gezweifelt, was wir durchaus nachvollziehen können. Darum haben wir bei der (angeblichen) Schreiberin des zweiten Briefs nachgefragt, ob dieser wirklich von ihr stammt. Sie wusste noch gar nicht, dass der Leserbrief in “Die Aktuelle” abgedruckt wurde, geschrieben habe sie ihn aber.

Die Redaktion hat übrigens völlig übersehen, dass Magdalena ihnen gar keinen Leserbrief, sondern ein Lesergedicht geschickt hat. Durch den unglücklichen Zeilenumbruch wurde das ohnehin schon wilde Gereime vollends zerschossen.

Die Schreiberin des ersten Leserbriefs haben wir nicht erreicht.


Mit Dank an Harald M. und Peter K. für die Hinweise.


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Leserpoesie (15)
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Leserpoesie (15)

In Ausgabe 20 von “Die Aktuelle” erschien dieser Leserbrief:

Karriere - die aktuelle, Nr. 18, Angela Merkel - Bricht hier eine Welt für sie zusammen? Es können wohl nur sehr naive Menschen glauben, dass Angela Merkel mit Joachim Sauer eine "richtige" Ehe führt. Die Bundeskanzlerin brauchte ihn für ihre Karriere, um sich den politisch gewünschten Anstrich von Bürgerlichkeit zu geben und er wird schon seine Gründe, die in der gemeinsamen DDR-Vergangenheit liegen, gehabt haben, sie still und heimlich zu heiraten. Ja, Herr Sauer ist ein vielbeschäftigter Mann, aber so selten, wie man ihn an ihrer Seite sieht, zeugt das nicht gerade von großer Zuneigung, höchstens mal bei unumgänglichen Anlässen ist er dabei. Eigenartig finde ich ja auch, dass sie noch "Merkel" heißt, also wie ihr erster Ehemann, den sie - wie sie selbst zugab - hauptsächlich ehelichte, um damals eine Wohnung zu bekommen. Wieso nicht "Kasner" oder "Sauer"? Obwohl "Sauer" würde zu sehr ihrem Gesichtsausdruck entsprechen.

Zwei Hefte später folgte ein Leserbrief zum Leserbrief, der so oder so ähnlich auch von uns sein könnte:

Boshaftigkeit - die aktuelle, Nr. 20, Leserbrief - Karriere - Ich war entsetzt über so viel Boshaftigkeit, wie sie da über Frau Angela Merkel ausgeschüttet wird. Man sollte bedenken, dass man sich selber nicht das beste Zeugnis ausstellt, wenn man so einen Brief verfasst.


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Leserpoesie (10)

Leserpoesie (10)

Immer wieder werden wir gefragt: “Meint Ihr nicht, dass diesen Schrott sowieso niemand glaubt?” Klar, viele Leser lassen sich von der Regenbogenpresse ganz bewusst belügen. Das macht aber erstens den Schrott nicht besser und zweitens — da sind wir uns sicher — durchschauen nicht alle Käufer dieses miese Spiel mit der Wahrheit.

Beim zweiten Punkt bekräftigt uns unser regelmäßiger Blick auf die Leserbrief-Seiten der Hefte. Denn dort findet man sie, die wiedergekäuten Beschimpfungen, die wie Zusammenfassungen von Regenbogenartikeln wirken — aus der Feder eines Lesers oder einer Leserin.

Hier eines der jüngsten Beispiele aus “Die Aktuelle”:

Scheinheilig - Das ist ja wohl die Höhe. Diese Frau ist auf jeder Feier, im Urlaub mit der Familie und auch überall dort, wo der Hund mit dem Schwanz wedelt. Ach, ihre arme Mama ist krank und auch noch dement. Oh weh, oh weh! Das ist natürlich bei einer Frau Pooth wesentlich schlimmer als bei anderen Menschen, die sich auch um ihre Eltern kümmern müssen. Und sollte ihr das Geld ausgehen, weil ihr Mann Franjo ja pleite gegangen ist, sind sicher viele Menschen bereit, Zeit und Geld für diese arme Familie zu investieren. Leider habe ich keine Zeit und Geld dafür über.


Weitere Beispiele gibt’s in unserer Kategorie “Leserpoesie”.


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Leserpoesie (6)

Leserpoesie (6)

Die Geschichtenerfinder der Regenbogenpresse können Christine Neubauer nicht leiden. Jede Woche werfen sie mit neuen Schmutzartikeln um sich, in denen sie behaupten, Christine Neubauer demütige “ihr einziges Kind so sehr”, ihr Leben sei “nur noch eine einzige Lüge”, sie beleidige ihre Fans, sie sei ihrem Geliebten hörig und sie freue sich sogar über den Schlaganfall ihres Ex-Manns.

Und wo das Bashing der Redaktion aufhört, fängt das der Leser an: [Leserbrief] Peinlich - die aktuelle, Nr. 22, Christine Neubauers Ex Lambert Dinzinger - Schlaganfall! Mit Blaulicht in die Klinik! - Wie lächerlich ist es wenn Frau Neubauer von Verlobungsring bzw. Heirat spricht. Sie ist nicht geschieden und ihr Chilene auch nicht. Ihr Mann Lambert tut mir leid unf ihr Sohn auch. Frau Neubauer hat sich zum Nachteil verändert und ihr Getue um ihren Lover ist so peinlich. Ich kenne so viele Leute, die nur noch über sie lachen, schmunzeln. Und ihr Ex und ihr Sohn, die haben genug mitgemacht.[Leserbrief:] Nachteil - die aktuelle, Nr. 28, Leserbrief - Peinlich - Wir stimmen dem Leserbrief voll zu. Frau Neubauer hat sich zum Nachteil verändert, sie ist nicht mehr sie selbst. Was will sie bloß damit bezwecken, wenn sie rausposaunt, wie toll sie abgenommen hat. Das gefällt nicht jedem. Und nebenbei geht es einem gehörig auf die Nerven. Der Nochehemann und der Sohn können einem leid tun. Wir sagen: Kopf hoch, junior und senior Dinzinger, grämen Sie sich nicht. Für sie scheint bald wieder die Sonne.


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Leserpoesie (4)

Leserpoesie (4)

Anlässlich des 25. Jubiläums der (mittlerweile abgeschafften) Gurkenverordnung kümmert sich “die aktuelle”-Leser Lutz endlich um die wirklich wichtigen Dinge: Leserbriefe schreiben.[Leserbrief:] Heute hat es so viel Sonnenschein und so viel Regen zu geben. Das ist Gesetz. Aber ob sich die Natur daran hält? Das ist ein Witz, aber solche Witze gibt es leider noch immer, auch wenn der Gurkenwahn zu Ende ist. Und wenn der bürokratische Regulierungswahn noch geringer wird, dann könnte man sich endlich um die wirklich wichtigen Dinge kümmern.


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