Günther Jauch hat nichts gestanden
3

Günther Jauch hat nichts gestanden

Hinter den Mitarbeitern, die bei “Das Neue” fürs Gestalten der Titelseite verantwortlich sind, muss eine gähnend langweilige Arbeitswoche liegen. Ihren Job haben nämlich fast zur Hälfte Günther Jauch und dessen Anwaltskanzlei übernommen:

Cover von "Das Neue" mit dieser Gegendarstellung: "Gegendarstellung – Auf der Titelseite von "das neue" vom 11. April 2015 heißt es über mich: "Günther Jauch Schock-Geständnis steckt seine Ehe in der Krise?" Hierzu stelle ich fest: Ich habe im Zusammenhang mit meiner Ehe nichts gestanden. Potsdam, den 15. April 2015 Günther Jauch Her Jauch hat recht. Der Verlag."
(Klicken für größere Version.)

Das Oberlandesgericht Karlsruhe hatte vor gut zwei Wochen entschieden, dass Günther Jauch “Anspruch auf die Veröffentlichung einer Gegendarstellung auf der Titelseite einer Wochenzeitschrift” habe. Diesem Urteil ist “Das Neue” nun nachgekommen.

Einen ganz besonderen Service, der sich vermutlich stark an der vergleichsweise alten Zielgruppe von “Das Neue” orientiert, bieten übrigens die Redakteure, die fürs Inhaltsverzeichnis zuständig sind. Für all jene Leser, die Jauchs Gegendarstellung auf dem Cover trotz Riesengröße und pinkem Hintergrund übersehen haben sollten, weisen sie noch einmal gesondert darauf hin:

Diese Woche in "Das Neue": Gegendarstellung Günther Jauch auf Seite 1


facebooktwitteremail

Schattierungen eines Rechtsstreits
1

Schattierungen eines Rechtsstreits

Wir wissen jetzt, warum die “Woche der Frau” die Richtigstellung zur Gottschalks-heimliche-Familie-Geschichte noch einmal abdrucken musste: Die Ankündigung der Richtigstellung auf dem Cover …

Richtigstellung von Thomas Gottschalk zum Beitrag "Heimliche Familie in Polen?" Woche der Frau Nr. 5/2012, auf S. 10

… entsprach optisch nicht der Artikel-Ankündigung aus dem Jahr 2012 …

Thomas Gottschalk - Heimliche Familie in Polen? Unglaublich, was sein angeblicher Cousin behauptet

… und war damit nicht ordnungsgemäß.

Im Detail: Das Wort “Richtigstellung” hatte eine falsche Färbung (Weiß statt Gelb), dazu fehlte beim gesamten Text eine dreidimensional wirkende Schattierung. Außerdem bemängelte Gottschalks Anwalt den schemenhaft wirkenden Hintergrund der zwischenzeitlichen Richtigstellung, der ebenfalls dazu beigetragen habe, dass die Ankündigung schlechter lesbar sei als die ursprüngliche Schlagzeile.

Das sah das Oberlandesgericht Karlsruhe auch so:

Vielmehr ist eindeutig, dass der Kontrast einer weißen Schrift auf gelb-orange-farbenem Untergrund, wie von der Vollstreckungsschuldnerin für den Abdruck auf dem Titelblatt von Heft Nr. 52/2014 gewählt, wesentlich schwächer ist als der einer gelben, dunkel schattierten und damit dreidimensionalen und kontrastreicher wirkenden Schrift, wie auf dem Titel der Ausgabe Nr. 5/2012.

Nun könnte man so etwas reichlich kleinlich und vielleicht auch lächerlich finden. Im Presserecht gibt es allerdings den Grundsatz der Waffengleichheit: Gegendarstellungen und Richtigstellungen müssen von den Redaktionen an derselben Stelle und in derselben Aufmachung veröffentlicht werden wie der Artikel, auf den sie sich beziehen. Denn was bringt schon eine kleine Richtigstellung irgendwo in einer Ecke auf Seite 64, wenn die zurecht beanstandete Fehlinformation dick und fett auf der Titelseite prangte?

Die erste Richtigstellung von Thomas Gottschalk hat die “Woche der Frau” so auf der Titelseite platziert, dass nach Auffassung des Oberlandesgerichts Karlsruhe keine Waffengleichheit herrschte. Um zu diesem Schluss zu kommen, so das Gericht, müsse man kein Fachmann sein:

Dies kann das Beschwerdegericht aus eigener Sachkunde beurteilen, denn die zuständige Einzelrichterin kann lesen und Farben sehen.


facebooktwitteremail

Thomas Gottschalk hat keine heimliche Familie in Polen
0

Thomas Gottschalk hat keine heimliche Familie in Polen

Im fernen Universum der Regenbogenhefte und ihrer ganz eigenen Promiskalen ist Thomas Gottschalk ein B-Promi. Während die A-Promis — zum Beispiel Helene Fischer oder Charlène von Monaco — jede Woche auf den Titelseiten zu finden sind, denken sich die Fantasten aus den Regenbogenredaktionen über die B-Promis immer mal wieder Geschichten aus.

Das kann natürlich trotzdem nerven. Thomas Gottschalk hat in seiner gerade erschienenen Autobiographie “Herbstblond” zu den “Herzschmerzblättern der Yellow Press” Stellung bezogen:

Bisweilen staune ich über meine eigenen “Schicksalsschläge”. Eine “Krebstragödie um Gottschalk” entpuppte sich als die Erkenntnis, dass mein Vater in einem Alter an Krebs verstorben war, das ich gerade selber erreicht hatte; ein “polnischer Cousin”, der barmte, ich hätte jeden Kontakt zu ihm abgebrochen, war am Ende gar keiner, und mir “brach” auch nicht “das Herz”, als sich mein Sohn von seiner Frau trennte. So etwas soll passieren.

Mit Gewäsch dieser Art halte ich mich nicht mehr auf, mein Anwalt klagt reflexhaft, wenn es darum geht, unverfrorene Eingriffe in mein Privatleben zu verhindern. Meine Ehe und das Leben meiner Kinder habe ich ebenfalls, so gut es ging, aus der Schusslinie gehalten. Das ist mir nicht immer ganz gelungen, denn der Boulevard wollte sich partout Gedanken zum Zustand meiner Beziehung machen. Wer oft fotografiert wird, manchmal, ohne es zu bemerken, schaut auch oft dumm in die Gegend. Man muss die Kreativität eines Chefredakteurs fast bewundern, der mehrere Fotos von meiner Frau und mir untereinandersetzte, auf denen wir nicht besonders glücklich dreinschauten, noch dazu jeder in eine andere Richtung. Wahrscheinlich hatten wir beim Pferderennen auf unterschiedliche Pferde gesetzt oder vermuteten unsere Söhne jeder in einer anderen Ecke. Egal, man fand in dem Pantomimen Samy Molcho einen Ausdrucksdeuter, der unserer Ehe nicht mehr den Hauch einer Chance gab. Zerrüttung wäre nach diesen Fotos noch seine optimistischste Einschätzung gewesen.

Die Sache mit dem Cousin aus Polen bezieht sich auf eine Titelgeschichte der “Woche der Frau” aus dem Jahr 2012. Damals fragte die Redaktion, ob Gottschalk eine “Heimliche Familie in Polen” habe. Hat er nicht, und so klagte sein Anwalt “reflexhaft”. Das Ergebnis gab es nun dick und fett auf der Titelseite der “Woche der Frau” zu bestaunen:

Richtigstellung von Thomas Gottschalk zum Beitrag "Heimliche Familie in Polen?" Woche der Frau Nr. 5/2012, auf S. 10

Im Heftinnern gibt es schöne Feststellungen wie:

Jan Gottschalk aus Piaseczno ist nicht der Cousin von Thomas Gottschalk.

Oder:

Thomas Gottschalk hat keinen Onkel mit dem Namen Franciszek Gottschalk.

Insgesamt ist die Richtigstellung länger als mancher Regenbogenartikel:

Richtigstellung - In "Woche der Frau" Nr. 5/2015 schreiben wir in einem Artikel mit der Überschrift "Thomas Gottschalk Heimliche Familien in Polen?" auf Seite 10 über Thomas Gottschalk: "'Nachdem ich erfahren habe, dass Thommy mein Cousin ist, haben wir uns einmal seine Sendung im Fernsehen angeschaut', erzählt Jan (...) Jan Gottschalk, der in bescheidenen Verhältnissen in dem polnischen Dorf Piaseczno lebt, ist richtig aufgeregt, als er von seinem berühmten Verwandten in Deutschland spricht. Denn es handelt sich um niemand Geringeren als Thomas Gottschalk (61). 'Ich bin sein direkter Cousin', behauptet Jan fröhlich," Hierzu stellen wir fest: Jan Gottschalk aus Piaseczno ist nicht der Cousin von Thomas Gottschalk. Thomas Gottschalk ist auch sonst nicht mit dem genannten Jan Gottschalk verwandt. Weiter heißt es in dem Artikel, beginnend mit einem Zitat von Jan Gottschalk, wie folgt: "'Mein Vater Franciszek Gottschalk war der Bruder von Hans, Thommys Vater!' Unglaublich: Hat der Showmaster tatsächlich eine heimliche Familie in Polen? (...) Jan kann sich sogar an seinen Onkel erinnern, denn er traf ihn einmal: 'Das war 1957 oder 1958. Onkel Hans kam extra zu einer Hochzeit aus Deutschland nach Polen (...)'" Hierzu stellen wir fest: Thomas Gottschalk hat keinen Onkel mit dem Namen Franciszek Gottschalk. Weiter heißt es: "Auch Thomas Gottschalk würde Jan sehr gern kennenlernen. Er schrieb ihm sogar einmal einen Brief. '(...) Ich denke, Thomas hat ihn nie gelesen.' Deshalb hält er es für möglich, dass der TV-Star gar nichts von ihm weiß. Dabei würde Jan seiner deutschen Familie so gern sein Zuhause zeigen." Hierzu stellen wir fest: Thomas Gottschalk gehört nicht zu der Familie von Jan Gottschalk. Die Redaktion

(Draufklicken für eine größere Version)

Nun ist diese Richtigstellung nicht völlig neu. Im Dezember 2014 musste die “Woche der Frau” sie schon einmal bringen — ebenfalls auf der Titelseite und im Heft:

Richtigstellung von Thomas Gottschalk zum Beitrag "Heimliche Familie in Polen?" Woche der Frau Nr. 5/2012, auf S. 10

Laut Gottschalks Anwalt habe das Blatt die Richtigstellung damals nicht ordnungsgemäß gedruckt. Daher hätten sie den Verlag über das Gericht gezwungen, noch einmal zu drucken.

Eine Richtigstellung auf der Titelseite dürfte für die Knallhefte die Pest sein, gerade wenn sie sie mehrmals abdrucken müssen. Schließlich verkaufen sich die Regenbogenblätter zum überwiegenden Teil im Einzelverkauf am Kiosk. Ein hässlicher Störer auf dem Cover könnte die geneigte Leserin am Zeitschriftenregal schnell zum nächsten Titel greifen lassen.

Dass ein solcher Vorgang inhaltlich aber mal so gar nichts bewirkt, stellen die Ahnenforscher der “Woche der Frau” eindrucksvoll unter Beweis. Direkt über Gottschalks Richtigstellung zu seiner angeblichen heimlichen Familie in Polen steht das hier:

Neuer Familien-Skandal - William & Kate - Gibt es noch eine heimliche Tochter in New York?


facebooktwitteremail

Helene Fischer hat nicht geweint
2

Helene Fischer hat nicht geweint

Während sich “Das neue Blatt” mit seiner Doofstell-Taktik noch raustricksen konnte, musste die “Woche heute” vor zweineinhalb Wochen eine Gegendarstellung von Helene Fischer abdrucken. Beide Blätter hatten behauptet, dass die Schlagersängerin bei einem Konzert in München geweint habe.

Nun hat “Die neue Frau” mit einem formschönen Hinweis nachgezogen:

Gegendarstellung – Sie schreiben in "Die neue Frau" Nr. 10 vom 25.02.2015 auf Seite 5 in Bezug auf ein Konzert von mir im Münchner Olympiastadion: "Tränen bei Helene Fischer" – Hierzu stelle ich fest: Ich habe während des Konzerts keine Tränen vergossen. Berlin, den 04.03.2015 – Helene Fischer – Frau Fischer hat Recht. Der Verlag

Und weil dieser Kasten so dezent daherkommt, hier noch die gesamte Seite der “neuen Frau” in ihrer vollen Pracht:

Das Foto zeigt die gesamte Seite der "neuen Frau" mit der Gegendarstellung von Helene Fischer.


facebooktwitteremail

Wer zuletzt lacht (2)
2

Wer zuletzt lacht (2)

Aus der Kategorie “Entschuldigen Sie, Frau Lehrerin, mein Nashorn hat das Hausaufgabenheft gefressen”:

Helene Fischer - Doch keine Tränen beim Konzert! Man könnte es gut verstehen, wenn Helene Fischer bei all dem beruflichen Stress auch mal die Fassung verlieren würde. Und so sah es für uns aus, als ein Video voneinem Konzert in München Ende Februar auftauchte. Ein Fan reichte ihr einen Borussia-Dortmund-Schal, das Publikum tobte. Es sah für viele so aus, als hätte sie sogar Tränen in den Augen. Auch wir berichteten darüber in "Das neue Blatt" vom 11. März 2015 ("Sie weint so viel"). Nun erfahren wir, dass das ein falscher Eindruck war. Geweint hat sie nicht. Wieder einmal ließ sie sich also nicht unterkriegen.


Nachtrag, 24. April, 17:19 Uhr:
Die “Woche heute” hatte ebenfalls über das Helene-Fischer-Konzert in München berichtet und von einem “Tränen-Kollaps” geschrieben.

Hat der Schlagersängerin wohl nicht so gut gefallen. Deswegen prangt auf der Titelseite der aktuellen “Woche heute”-Ausgabe dieser Kasten:

Gegendarstellung von Helene Fischer zu Beitrag "Tränen-Kollapts" – Woche Heute Nr. 11/15 – S. 10

Und im Innenteil gibt’s das Ganze noch einmal ausführlicher:

Gegendarstellung – Sie schreiben in "Woche Heute" Nr. 11 vom 4. März 2015 auf Seite 7 in der Überschrift in Bezug auf meine Person und ein von mir gegebenes Konzert: "Tränen-Kollaps" – Hierzu stelle ich fest: Es gab von mir während des Konzerts keine Tränen. Hamburg, den 16. März 2015. Helene Fischer – Frau Fischer hat Recht. Der Verlag


Jörg Thomann, Redakteur der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”, vermutet in seinen aktuellen “Herzblatt-Geschichten”, dass der Keine-Tränen-Tipp fürs “neue Blatt” von Fischers Anwälten kam.


Mit Dank an Mike für den Hinweis!


facebooktwitteremail

Nicht die Villa überschrieben
1

Nicht die Villa überschrieben

Hat Chris Roberts seine Villa nun erst gekauft und dann seiner Frau überschrieben? Oder haben die beiden “das Haus mit gemeinsamen finanziellen Mitteln erworben”? Eine komplizierte Angelegenheit!

Da haben dann selbst die ausgewiesenen Finanzexperten der “Schönen Woche” was durch’n Tüdel gebracht:

Richtigstellung - Wir schreiben in "Schöne Woche" Nr. 50/14 vom 3. Dezember 2014 auf Seite 7 unter der Überschrift "Chris Roberts Der tiefe Fall!": "1990 hatte Chris Roberts die 350 Quadratmeter große Villa im Bergischen Land gekauft und später seiner Frau überschrieben." Hierzu stellen wir richtig: Chris und Claudia Roberts haben das Haus mit gemeinsamen finanziellen Mitteln erworben. Die Redaktion

(Draufklicken für eine größere Version)


facebooktwitteremail

Der Nachbar hat nichts gesagt
2

Der Nachbar hat nichts gesagt

Mit einem dicken, violetten Kasten muss das Redaktionsteam der “Viel Spaß” momentan zugeben, es nicht so ganz genau genommen zu haben mit der Wahrheit:

Richtigstellung - Auf der Titelseite von "Viel Spaß" Nr. 18 vom 27. April 2011 schreiben wir über Herrn Günther Jauch: "Günther Jauch Liebes-Krise? Unfassbar, was ein Nachbar jetzt verrät" - Hierzu stellen wir richtig: Der Nachbar hat sich im Zusammenhang mit Herrn Günther Jauch zum Thema "Liebes-Krise" nicht geäußert. Die Redaktion

(Draufklicken für eine größere Version)

… was natürlich nicht bedeutet, dass sie mit dem Mist über Günther Jauch einfach mal aufhören:

Titelseite der "Viel Spaß" Nummer 10/2015 mit der Richtigstellung über Günther Jauch und einer neuen Titelstory über Jauch

Die neue “Sensationelle Enthüllung” der “Viel Spaß” ist übrigens — gemessen am Informationsgehalt — eine Zusammenfassung von Jauchs Wikipedia-Eintrag.


facebooktwitteremail

Nicht aus finanziellen Gründen
1

Nicht aus finanziellen Gründen

In ihrer August-Ausgabe meinte die “Neue Freizeit”, sich mal wieder in ein “Familien-Drama” einmischen zu müssen:

Patrick Lindner - Familien-Drama - Der traurige Kampf um seinen Sohn

Im dazugehörigen Text kommt vor allem Patrick Lindners früherer Lebens-gefährte zu Wort. Lindner selbst darf nicht auf die Vorwürfe antworten.

Das gefiel Patrick Lindner offenbar ganz und gar nicht. Oder wie die “Neue Freizeit” in ihrer Oktober-Ausgabe süßholzraspelt:

Sein Sohn ist ihm sehr wichtig. Darum wacht Schlagersänger Patrick Lindner (54,am 27.9.) mit Bedacht über jede Nachricht, die seinen Daniel (16) betrifft. Mit Blick auf unseren Artikel in der Augustausgabe (“Bitterer Kampf um seinen Sohn”) möchte der Sänger darum zwei Punkte klarstellen. Der Bitte des sympathischen Sängers kommen wir gerne nach [...]

Darum drucken wir auch gerne auf Wunsch von Patrick Lindner und seinem Sohn Daniel Raab die folgendenen Gegendarstellungen der beiden ab.

Patrick Lindner - Ein verantwortungsvoller Vater - Gegendarstellung - Auf Seite 11 von NEUE FREIZEIT "Nr. 07-08 - August 2014" wurde ein Artikel mit der Überschrift "Patrick Lindner - Bitterer Kampf um seinen Sohn (Daniel Raab)" veröffentlicht. Darin wird berichtet, dass nur Patrick Lindner seinen Sohn offiziell adoptierte. Michael Link, derehemalige Lebenspartner von Patrick Lindner, wird sodann wie folgt zitiert: "Aber nur deswegen, weil er damals mehr Geld gehabt hat." Hierzu stelle ich fest: Ich habe Daniel adoptiert, weilich die Verantwortung als Vater wollte und nicht aus finanziellen Gründen. Weiterhin wird berichtet: "Schlagerstar Patrick Lindner bleibt aber hart. Seit der Trennung 2005 darf Michael Link den Jungen nicht mehr sehen." Hierzu stelle ich fest: Ich habe Daniel den Umgang mit Michael Link nicht verboten. Vielmehr ist es die freie Entscheidung meines Sohnes, Herrn Link nicht mehr zu sehen. - Patrick Lindner - Gegendarstellung - Auf Seite 11 von NEUE FREIZEIT "Nr. 07-08 - August 2014" wurde ein Artikel mit der Überschrift "Patrick Lindner - Bitterer Kampf um seinen Sohn (Daniel Raab)" veröffentlicht. Darin wird berichtet: "Schlagerstar Patrick Lindner bleibt aber hart. Seit der Trennung 2005 darf Michael Link den Jungen nicht mehr sehen." Hierzu stelle ich fest: Mein Vater hat mir den Umgang mit Michael Link nicht verboten. Vielmehr ist es meine freie Entscheidung, dass ich Herrn Link nicht mehr sehen möchte. - Daniel Raab

(Klicken für größere Darstellung)


facebooktwitteremail

Kein Mikro-Chip in Schumacher
3

Kein Mikro-Chip in Schumacher

Bei der “Freizeitwoche” ärgern sich die Mitarbeiter schwarz. Sie haben doch tatsächlich etwas Falsches berichtet, Kruzifix nochmal! In dieser Titelgeschichte über Michael Schumacher ist es ihnen passiert:

Michael Schumacher - Endlich! - Kommt er noch in diesem Sommer nach Hause?

Und weil das alles wirklich blöd gelaufen, und die Redaktion auch nur “einer Fehlinformation aufgesessen” sei, druckt sie in ihrer aktuellen Ausgabe eine “Berichtigung”:

Berichtigung - In der Ausgabe Nr. 32 vom 30. Juli 2014 haben wir unter Bezugnahme auf einen Artikel der englischen Zeitschrift "Daily Mail" berichtet, dass die Familie von Michael Schumacher kroatische Neurologen kontaktiert habe, damit Michael Schumacher nach deren revolutionärem Mikro-Chip-Verfahren behandelt werde. Tatsächlich gab es einen solchen Kontakt nicht. Eine Behandlung durch die besagten Ärzte ist also nicht geplant, Herrn Schumacher soll auch kein solcher Mikro-Chip implantiert werden. Wir bedauern, dass wir einer Fehlinformation aufgesessen sind. Rastatt, 21. August 2014 - Freizeitwoche Verkag GmbH & Co. KG

Hört mal, alte Bedauerer der “Freizeitwoche”, uns fallen spontan zwei mögliche Maßnahmen ein, um solchen Stuss von vornherein zu vermeiden: nachfragen oder nachdenken. Weder das eine noch das andere scheint zu Eurem Standard-programm zu zählen.

Durch die Berichtigung dürfte das Heft jedenfalls einer Gegendarstellung zuvor-gekommen sein. Die hätte dann hässlich und wenig verkaufsfördernd auf dem Cover prangen können.

Wie so eine verschandelte Titelseite aussieht, zeigt “Das neue Blatt” eindrucksvoll und gleich mehrfach. Die Redaktion hatte über Eheprobleme von Doris Schröder-Köpf und Gerhard Schröder spekuliert. Das fanden der frühere Bundeskanzler und seine Ehefrau offenbar nicht ganz so witzig. “Das neue Blatt” musste in der digitalen Ausgabe die Schlagzeile verdecken:

Mit weißer Fläche versehenes Cover von "Das neue Blatt"

Und auch Günther Jauch ging gegen “Das neue Blatt” vor. Die Mitarbeiter titelten einst, “Das verheimlichte Alkohol-Drama” des TV-Moderators “enthüllt” zu haben. Die Geschichte hatte für sie auch kein so richtig gutes Ende — sowohl auf dem Cover der Digitalausgabe …

Mit weißen Flächen versehenes Cover von "Das neue Blatt"

… als auch im Heftinneren mussten sie reichlich weiße Flächen montieren:

Mit weißen Flächen versehener Artikel über Günther Jauch.

Die Anwaltskanzlei, die Günther Jauch vertritt, bestätigte uns, dass derzeit ein Verfahren gegen das Bauer-Blatt läuft.

Gegen die “Woche der Frau” von der Mediengruppe Klambt war die Kanzlei bereits erfolgreich: Das Heft musste in seiner vergangenen Ausgabe (Nummer 35) eine Gegendarstellung abdrucken.

In der aktuellen Ausgabe (Nummer 36) muss die “Woche der Frau” eine weitere Gegendarstellung des Moderators bringen:

Gegendarstellung - In "Woche der Frau" vom 13. August 2014 heißt es auf Seite 11 in einem Artikel mit der Überschrift "Böses Spiel mit Günther Jauch - Als Lockvogel missbraucht!" in Bezug auf eine Werbeanzeige für die FAZ: "Ob er das Geld dafür auch spendete? Gut möglich." - Hierzu stelle ich fest: Ich habe für die FAZ-Werbeanzeige kein Honorar erhalten. Potsdam, den 18. August 2014 - Günther Jauch - Günther Jauch hat Recht. Die Redaktion

All die eigenen Fehler und die daraus resultierenden rechtlichen Auseinander-setzungen hindern die “Woche der Frau” aber nicht daran, auch in dieser Ausgabe wieder groß über Jauch zu titeln. Mehr dazu gibt’s am Wochenende Montag — in der neuesten Ausgabe topfvollgold zum Hören.


Mit Dank an Stefan N. für den Hinweis.


facebooktwitteremail

Kein betrunkener Jauch am Telefon
3

Kein betrunkener Jauch am Telefon

Für die Regenbogenpresse ist es gar nicht so einfach, eine Geschichte über Günther Jauch zu finden, gegen die der TV-Moderator nicht gleich rechtlich vorgeht.

Aber damals, als Hape Kerkeling angeblich von einem “peinlichen Aussetzer” Jauchs erzählte — da konnten die Mitarbeiter der “Woche der Frau” wie wild in die Tasten hauen. Hat ja schließlich alles der Kerkeling gesagt. Sichere Sache.

Oder?

Gegendarstellung - In "Woche der Frau" Nr. 17 vom 15. April 2014 heißt es auf den Seiten 8/9 in einem Artikel mit der Überschrift "Schlimmer Aussetzer mitten in der Nacht - Unglaublich was sein berühmter Freund verrät" über mich: "... Hape Kerkeling ... Der Komiker erzählte nämlich ganz frei und ungeniert von einem peinlichen Aussetzer des RTL-Moderators. 'Der hat (...) an meinem Geburtstag nachts um zwei sturzbesoffen auf die Mailbox gesungen.' Wie bitte? So kennen wir den sonst so korrekten und adretten Günther Jauch gar nicht. Aber offenbar hat er noch eine ganz andere Seite. Eine, die er sicher nicht in der Öffentlichkeit preisgeben wollte. Aber nun wurder er damit überrumpelt. ... Umso verständlicher, dass Hape Kerkeling in seinem Gespräch ... noch mal betonte, dass Günther bei dem besagten Anruf 'hackevoll' gewesen sei." - Hierzu stelle ich fest: Der von Hape Kerkeling geschilderte Anruf, bei welchem ich betrunken auf die Mailbox gesungen haben soll, ist freu erfunden. – Potsdam, den 2. Mai 2014 – Günther Jauch – Günther Jauch hat Recht. Die Redaktion

(Klick aufs Bild für eine größere Darstellung.)


Nachtrag, 22. August, 10:46 Uhr: So kündigte die “Woche der Frau” übrigens Günther Jauchs angeblichen Alkohol-Anruf auf ihrem Cover an:

Günther Jauch - Schlimmer Aussetzer in der Nacht - Unglaublich, was sein berühmter Freund verrät

Jauchs “berühmter Freund” hat den “Aussetzer in der Nacht” auch nicht irgendwo verraten, sondern in der RTL-Sendung “Exclusiv Weekend” vom 6. April dieses Jahres. Dort scherzt Kerkeling: “Er war hackevoll. [...] Um Gottes Willen, das will ich jetzt hier nicht, nein, nein, Herr Jauch war absolut zurechnungsfähig. Das ist nicht geschehen.”

Und auch Günther Jauch kommt in der “Exclusiv Weekend”-Folge zu Wort. Sein grinsender Kommentar: “Oh. Ich weiß noch, dass wir schonmal telefoniert haben, oder dass ich ihn auch angerufen habe, aber ob ich da angeheitert war — daran kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern. Ich kann’s mir kaum vorstellen.”

Für die “Woche der Frau” offenbar ein klarer Fall.


facebooktwitteremail

Keine 10,5 Millionen für Jauch
1

Keine 10,5 Millionen für Jauch

Bei der inhaltlichen Gestaltung der aktuellen Ausgabe dürfte das “Schöne Welt”-Masochistenressort die letzte Doppelseite übernommen haben. Das Ergebnis ist eine Kasteiung mit der Überschrift “So war das doch gar nicht”:

Jeden Abend eine tolle Party, einen Kleiderschrank mit wunderschönen Roben und gaanz viel Geld — so stellt man sich gerne das Leben der Promis vor. Doch mit dem Ruhm kommen auch die bösen Schlagzeilen, dann brodelt manchmal die Gerüchteküche. Auch das Privatleben der Stars wird von der Presse rücksichtslos auseinandergenommen. Doch erfundene Geschichten werden nicht einfach toleriert.

Und damit es so richtig weh tut, liefert die Redaktion auch noch Beispiele des ganzen Schmus, den die “Presse rücksichtslos” produziert hat und den sich Prominente nicht gefallen lassen wollten: Stefan Raabs berühmter Mettbrötchen-Einspruch, Helene Fischers Wangenkuss, Michelles fehlende Verwüstungswut.

Nun stammt das alles aus anderen Heften und der Vergangenheit. Trockene Theorie also. Um das Thema etws anschaulicher zu vermitteln, hat die “Schöne Welt” selbst auch eine Gegendarstellung abgedruckt:

Gegendarstellung - In "Schöne Welt" Nr. 5 heißt es auf Seite 50 in einem Artikel mit der Überschrift "Was kostet die Welt?" über mich: "Etwa 10 Mio. Euro/Jahr ... Die ARD zahlt angeblich 10,5 Millionen Euro an den Talkmaster, damit dieser 43 Sendungen moderiert." - Hierzu stelle ich fest: Die ARD zahl an mich keine 10,5 Millionen Euro für die Moderation der Sendung "Günther Jauch". Vielmehr zahlt die ARD ausschließlich an die Firm I&U eine bestimmte Summe dafür, dass sie die gesamte Sendung produziert. Potsdam, den 6. Mail 2014. Günther Jauch - Anmerkung der Redaktion: Günther Jauch hat recht.

Und das nicht irgendwo, sondern in derselben Ausgabe, auf derselben Doppelseite wie die redaktionellen “So war das doch gar nicht”-Einsichten:

Übersicht über die Doppelseite mit der Geschichte über Gegendarstellungen von Prominenten auf der linken Seite und der Gegendarstellung von Günther Jauch auf der rechten Seite.

Weil die ursprüngliche Geschichte, auf die sich die Gegendarstellung von Günther Jauch bezieht, damals auch prominent auf der Titelseite beworben wurde, konnten Jauch und Jurist noch diese hässliche Ankündigung auf dem Cover durchsetzen:

Gegendarstellung Günther Jauch - Seite 47


Mit Dank an Petra S. für den Hinweis!


facebooktwitteremail

Helene Fischer hat andere Pläne
3

Helene Fischer hat andere Pläne

Für die Regenbogenpresse ist es wie ein Geschenk, dass Florian Silbereisen und Helene Fischer ein Paar sind. Dadurch decken die Blätter mit ihren Berichten immer gleich zwei Prominente auf einmal ab.

Der Haken dabei: Das heißt auch, dass zwei Prominente gegen die Grütze der Regenbogenpresse vorgehen können.

Wenn sich zum Beispiel die “Freizeit erleben” in ihrem Februar-Heft unter der Überschrift “Eifert sie jetzt Ute Lemper nach?” irgendwelche Dinge über Helene Fischer und Florian Silbereisen ausdenkt, die aber nichts mit der Realität zu tun haben, kann dagegen nicht nur Florian Silbereisen vorgehen

Gegendarstellung - Sie schreiben in der "FREIZEIT erleben!" Nr. 2 | Februar 2014 unter der Überschrift "Eifert sie jetzt Ute Lemper nach?" in Bezug auf angebliche berufliche Pläne meiner Lebensgefährtin: "Eer stellte sie angeblich vor die Wahl und sagte: "Wenn Du an einer US-Karriere bastelst, dann haben wir definitiv keine gemeinsame Zukunft." Hierzu stelle ich fest: Diese Äußerung habe ich nicht getätigt. München, den 21. Februar 2014 Florian Silbereisen - Anmerkung der Redaktion: Florian Silbereisen hat recht.

(Ausgabe 4/2014)

… sondern auch Helene Fischer:

Gegendarstellung - Sie schreiben in der "FREIZEIT erleben!" Nr. 2/Februar 2014 unter der Überschrift "Eifert sie jetzt Ute Lemper nach?" in Bezug auf meine Person: "Gerüchten zufolge plant die Sängerin" ... "heimlich einen Neuanfang in den USA. Ihre Schlagerkarriere will sie indes an den Nagel hängen, heißt es aus Insiderkreisen." Hierzu stelle ich fest: Diese Pläne habe ich nicht. Hamburg, den 13. März 2014 - Helene Fischer - Anmerkung der Redaktion: Helene Fischer hat recht.

(Ausgabe 5/2014)


facebooktwitteremail

Nullkommanull Prozent
2

Nullkommanull Prozent

Da waren die Mitarbeiter der “Schöne Woche” aber ganz schön in Aufruhr, als sie neulich ein paar “Schockierende Fotos” von Schlagersängerin Stefanie Hertel in die Finger bekamen:

Schockierende Fotos - Stefanie Hertel - Was ist nur mit ihr passiert?

Die Hertel! Mit Flasche! Alleine!

Nun ja …

In eigener Sache - Stefanie Hertel: Korrektur - In der Ausgabe 16/2014 veröffentliche Schöne Woche auf Seite 9 vier Fotos von Stefanie Hertel, die für Aufsehen sorgten. Die Bilder zeigten, wie die Sängerin ein Bier trinkt und ganz allein vor einem Irish-Pub sitzt. Stefanie Hertel hat tatsächlich "alkoholfreies" Bier getrunken und saß mit Freunden draußen zusammen an einem Tisch. An diesem Abend genoss sie das Konzert ihres frischgebackenen Ehemannes Lanny.


facebooktwitteremail

Wer zuletzt lacht

Wer zuletzt lacht

Wenn Sie ganz, ganz leise sind und mal genau hinhören, dann dürften Sie die Steine hören, die den Mitarbeitern der “Frau aktuell” vom Herzen fallen. Mit Inbrunst verbreiten sie auf ihrer Titelseite die frohe Kunde:

Klarstellung - Helene Fischer - Sie lacht!

Nanu? Das gleiche Foto hatte fünf Ausgaben früher doch noch eine ganz andere Titelzeile verpasst bekommen …

Helene Fischer - Bittere Tränen um ihre große Liebe - Wie soll es jetzt nur weitergehen?

Und schon damals hatten wir geschrieben, dass das Foto Helene Fischer nicht beim Weinen, sondern beim Lachen zeigt.

Das haben dann wohl auch die Rechercheure der “Frau aktuell” rausgefunden:

Auf dem frau aktuell-Titel Nummer 12 meinten wir, Helene Fischer (29) würde weinen und schrieben “Bittere Tränen um ihre große Liebe”. Dabei hatte es ihr Freund Florian Silbereisen (32) mal wieder geschafft, seine Liebste so zum Lachen zu bringen.

Hach ja, da kann man doch das pure Autoren-Glück zwischen den Zeilen lesen.


Die “Herzblatt-Geschichten” der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”, in denen Jörg Thomann jede Woche wunderbar über “das Witzigste, Wichtigste und Heftigste aus den deutschen Klatschblättern” schreibt, haben sich dieser Klarstellung ebenfalls gewidmet.


facebooktwitteremail

Ein Geschenk von Flori

Ein Geschenk von Flori

Auch Florian Silbereisen hat uns zum Geburtstag eine Freude gemacht!

Vermutlich weiß er gar nichts davon. Egal. Wir freuen uns trotzdem. Hierüber:Gegendarstellung - Sie schreiben in der "FREIZEIT erleben!" Nr. 2 | Februar 2014 unter der Überschrift "Eifert sie jetzt Ute Lemper nach?" in Bezug auf angebliche berufliche Pläne meiner Lebensgefährtin: "Eer stellte sie angeblich vor die Wahl und sagte: "Wenn Du an einer US-Karriere bastelst, dann haben wir definitiv keine gemeinsame Zukunft." Hierzu stelle ich fest: Diese Äußerung habe ich nicht getätigt. München, den 21. Februar 2014 Florian Silbereisen - Anmerkung der Redaktion: Florian Silbereisen hat recht.

Die “Freizeit erleben!” (SCG-Verlag) war vermutlich weniger erfreut über Floris Geschenk. Und so hat sie dieselbe Ausgabe gleich mal für eine ordentliche Retourkutsche genutzt:[Titelseite] Florian Silbereisen - Ist er noch er selbst? - Vom Milch-Bubi zum Macho: Was der radikale Imagewandel über seine Psyche verrät

In Kombination ein wunderbares Sinnbild für die Hemmungs- und Besinnungslosigkeit der Regenbogenpresse:Florian Silbereisen - Ist er noch er selbst [Die Gegendarstellung ist in den Artikel eingebettet.]


Vielen Dank an Petra S. für den Hinweis!


facebooktwitteremail

Die unglaubliche Entführung
des verrückten Mr. Jauch (2)

Die unglaubliche Entführung
des verrückten Mr. Jauch (2)

Vielleicht erinnern Sie sich noch an folgende Geschichte: Ein Autor veröffentlicht ein Buch mit einer Fantasie-Geschichte, in der unter anderem Günther Jauch entführt wird. Das Regenbogenblatt “Woche heute” strickt daraus ein “Entführungs-Drama” und verkauft es als solches groß auf der Titelseite:

Günther Jauch - Entführungs-Drama - Alle Hintergründe der unglaublichen Geschichte

Doch da ist noch nicht Schluss. Wir bloggen drüber, der Autor des Buchs beschwert sich unter anderem auf Facebook und schreibt einen offenen Brief an die “Woche heute”. Die schlägt zurück — mit einem Facebook-Kommentar zur üblichen redaktionellen Arbeitszeit um 23:51 Uhr:

Woche heute: "Super Buch! Natürlich gekauft! (Heidi Klum/Anti-Schimmel-Spray). Hat den Push voll verdient. Zahlt der sich schon aus? Wäre klasse! Der beste Teil des Nachworts ist allerdings der Rechtsschutz-Part gegen G.J.s Anwalt. Der offene Brief an Woche Heute fällt dagegen ein bisschen ab. Ist leider nur so das Niveau der Naiven von tvg. Woche Heute hat das Buch einfach besser kapiert als die. Und ihm zu Weltruhm im Rahmen der Möglichkeiten der deutschen Yellowpress verholfen, verehrter Johann Wolfgang Ritter ...

Hach ja, so ein Rechtsschutz gegen Günther Jauchs Anwalt — das wäre auch was für die Belletristen der “Woche heute”. Denn das Blatt hat Ritters Buch nicht nur besser kapiert als der topfvollgold, sondern auch als die zuständigen Juristen. Als Resultat prangt auf dem Cover der heutigen Ausgabe der “Woche heute” dick und fett eine Gegendarstellung, erwirkt von “G.J.s Anwalt”:

Cover der "Woche heute" mit einer Gegendarstellung von Günther Jauch ("Gegendarstellung - Auf der Titelseite von 'Woche heute' Nr. 5 vom 22.01.2014 heißt es über mich: 'Günther Jauch Entführungsdrama' Hierzu stelle ich fest: Es gibt im Zusammenhang mit meiner Person tatsächlich keinen Entführungsfall. Potsdam, den 31.01.2014 Günther Jauch - Herr Jauch hat recht. Es ging um einen Roman, in dem Günther Jauch entführt wird. Die Redaktion")(Klick aufs Bild für eine größere Darstellung.)


Nachtrag, 27. März 2014, 8:35 Uhr:
Es ist alles noch viel schlimmer, wie wir jetzt gesehen haben. Denn als sich die ganze Sache ereignete, berichtete auch das NDR-Medienmagazin “ZAPP” über den Fall. Buchautor Christian Ritter hatte auf seiner Facebook-Seite einen Link zum TV-Beitrag gepostet. Woraufhin die “Woche heute” in den Kommentaren … ach, lesen Sie selbst:

Screenshot Facebook: Gespräch zwischen "Woche heute" und Christian Ritter


Mit Dank an V. K. für den Hinweis.


facebooktwitteremail

Gerüchte mit allen Schlüssen

Gerüchte mit allen Schlüssen

Donnerwetter! Gab’s bei der “Freizeit live” eine wundersame Erleuchtung? Uns hat es jedenfalls schon ein bisschen verblüfft, was das Monatsheft in seiner aktuellen Ausgabe über Florian Silbereisen schreibt:

Es gibt keinen Star, über den so viel spekuliert wird.

Eben.

Was musste der arme Florian Silbereisen (32) nicht schon alles über sich ergehen lassen!

Ganz genau. Und so holt das Blatt in seiner Titelgeschichte jetzt zum Gegenschlag aus:

Schluss mit allen Gerüchten - Es gibt keinen Star, über den soviel spekuliert wird. Doch das ist jetzt Vergangeneheit ...

Rumms! Richtig so, “Schluss”, “Vergangenheit”. Und nicht nur die Gerüchte zerrt die “Freizeit live” vors jüngste Regenbogengericht, sondern auch deren Urheber. Die WWW-Spezis der Redaktion wissen schließlich ganz genau, wer die wirklich heimtückischen Übeltäter sind:

So wird seit Jahren, vor allem im Internet, darüber spekuliert, ob die Liebe zu Helene Fischer (29) gar nicht echt, sondern arrangiert ist. Das Heimtückische an diesen Gerüchten: Im weltweiten Datennetz kann jeder behaupten, was er will. Und das auch noch anonym. Es ist also quasi unmöglich, Internet-Schmierfinken zur Rechenschaft zu ziehen.

Ach ja, ein Ort, an dem Schmierfinken ihre Gerüchte an die Wand pinseln und dabei versuchen, möglichst anonym zu bleiben — das klingt für uns nach der perfekten Definition für die “Freizeit live”. Schließlich packen deren Papier-Schmierfinken unter keinen einzigen ihrer Gerüchte-Artikel einen Autorennamen oder ein Kürzel.

Doch jetzt soll alles anders werden — “Schluss mit allen Gerüchten”. Und tatsächlich: Die “Freizeit live” druckt in ihrer März-Ausgabe — und zwar auf derselben Seite, auf der sie auch die Spekulationen im Internet verdonnert — eine Aussage von Florian Silbereisen, die zumindest mit einem Gerücht Schluss macht:

Gegendarstellung - Sie schreiben in der "Freizeit live" Nr. 1 Januar 2014 auf Seite 81 unter der Überschrift "Wie groß ist sein Kummer?" in Bezug auf meine Lebensgefährtin und mich: "Nicht einmal Weihnachten sollen die zwei gemeinsam verbracht haben." - Hierzu stelle ich fest: Ich habe Weihnachten gemeinsam mit meiner Lebensgefährtin verbracht. Tiefenbach, den 22. Januar 2014 - Florian Silbereiesen - Anmerkung der Redaktion: Florian Silbereisen hat recht.

Das Gesamtkunstwerk aus Artikel und Gegendarstellung sieht so aus:

Florian Silbereisen exklusiv - Schluss mit allen Gerüchten - Mit wem er Weihnachten feierte - Er ist nicht schwul - Warum er eine neue Frisur hat

Dass Ihr, Gerechtigkeitskämpfer der “Freizeit live”, diese Gegendarstellung neben Euren Jetzt-räumen-wir-mal-mit-den-Gerüchten-so-richtig-auf-Text stellt, ist schon frech. Aber dass Ihr diesen juristisch gegen Euch erwirkten Kasten tatsächlich auf dem Cover als Eure “EXKLUSIV”-Weihnachtsgeschichte verkauft — Hut ab!

Florian Silbereisen exklusiv - Schluss mit allen Gerüchten - Mit wem er Weihnachten feierte - Er ist nicht schwul - Warum er eine neue Frisur hat

Diesen Oberbeschiss übertrumpft Ihr nur noch mit Eurer Bigotterie!

Leider hat auch FREIZEIT LIVE unbeabsichtigt Unwahres über Florian Silbereisen aufgegriffen (siehe Gegendarstellung rechts) — und freut sich jetzt, alles klarstellen zu dürfen.

Denn wenn es auf dieser Welt jemanden gibt, der es gar nicht leiden kann, wenn über das Liebesleben von Florian Silbereisen und seiner Freundin Helene Fischer spekuliert wird, dann ist es der SCG Verlag:

Helene Fischer & Florian Silbereisen - Ihre Liebe bleibt auf der Strecke - Zu viele Auftritte - Zu großer Erfolgsdruck - Zu wenig Zeit zu zweit

Florian Silbereisen: Warum Helene Gift für seine Karriere ist - Aktuelle Umfrage: Er ist der unbeliebteste und nervigste Star - Alle Infos und Hintergründe

EXKLUSIV - Helene Fischer & Florian Silbereisen - "Die 5 Geheimnisse unserer Liebe!"

Helene Fischer & Florian Silbereisen - Enthüllt! Die ganze Wahrheit über ihre Liebe: Was die beiden Superstars selbst über Ehe & Kinder sagen

Helene Fischer & Florian Silbereisen - Macht mal eine klare Ansage! - Hochzeit? Baby? Trennung?

Florian Silbereisen oder Andreas Gabalier - Wer ist die Nummer 1? - Wie erfolgreich beide wirklich sind - Welche Rolle ihr Liebesleben spielt - Wer bei Kollegen beliebter ist

Florian Silbereisen - Allein durch die Nacht - Wo war seine Helene?

Til Schweiger & Helene Fischer - Sind sie ein Liebespaar? - Die Gerüchteküche brodelt - Streifzug durch die Berliner Nacht - Was die Stars selbst sagen

Helene Fischer & Florian Silbereisen - Sieht so Liebe aus? Lesen Sie die überraschende Foto-Analyse

Helene Fischer - Glück & Leid des Superstars - Ein Erfolgt jagt den nächsten - Die Liebe bleibt auf der Strecke - Und Verherer gibt es viele

Helene Fischer EXKLUSIV - Baby da! - Kind wurde bei Konzert gezeugt - Was die glücklichen Eltern sagen - Der kleine Leon liebt Helenes Lieder

Helene Fischer & Florian Silbereisen - Hochzeit abgesagt! Krisengespräch vor Silvester-Party - Hauptgrund: Karriere ist wichtiger - Ohnehin keine Liebe auf den ersten Blick


Mit Dank an Petra S. für den Hinweis.


facebooktwitteremail

Nicht seine Verlobte

Nicht seine Verlobte

Unauffällig in einer Meldungsspalte druckte die “Freizeitwoche” in ihrer vergangenen Ausgabe dieses kleine Stück Richtigkeit:

Gegendarstellung - Sie veröffentlichten in der "Freizeitwoche" Nr. 5 vom 22. Januar 2014 auf der Seite 7 ein Foto, welches mich mit einer Frau zeigte und schreiben hierzu: Verlobt" - Hierzu stelle ich fest: Ber der abgebildeten Frau handelt es sich nicht um meine Verlobte. Hamburg, den 23. Januar 2014 - Nino de Angelo - Nino de Angelo hat recht. Die Redaktion


facebooktwitteremail

Heino hat noch was vor

Heino hat noch was vor

Der Bauer-Verlag hat in dieser Woche gleich doppelt auf den Deckel bekommen.

Nummer eins:Richtigstellung - Auf der Titelseite von "Schöne Woche" Nr. 11 vom 7. März 2012 wird ein Foto von Alexandra Neldel und darunter ein Foto von Henning Baum veröffentlicht. Weiter heißt es dann auf der Titelseite: "TV-LIEBLINGE ALEXANDRA NELDEL UND HENNING BAUM Warum verheimlichen sie ihr privates Glück?" Hierzu stellen wir richtig: Es gibt zwischen Frau Neldel und Herrn Baum keinerlei private Beziehung. Der Verlag

(Klicken für größere Version.)

Die Klage von Alexandra Neldel war zunächst abgewiesen worden, in der Berufungsinstanz aber gab man ihr dann recht. Vermutlich hat es deshalb über anderthalb Jahre gedauert, bis die Richtigstellung erschien. Um einiges flotter ging es hingegen in diesem Fall:Gegendarstellung - Sie schreiben auf der Titelseite der "Freizeitwoche" Nr. 42 vom 9. Oktober 2013 in Bezug auf meine Person: "ALLE TERMINE ABGESAGT!" Hierzu stelle ich fest: Ich habe nicht alle meine Termine abgesagt. Bad Münstereifel, den 9. Oktober 2013 - Heinz Georg Kramm (Heino) - Hein hat recht, die Redaktion.


facebooktwitteremail

“Neue Welt hat sich geirrt”

“Neue Welt hat sich geirrt”

Die Regenbogenredaktionen haben mal wieder Mist gebaut. Sie haben sich irgendeinen Quatsch über Prominente ausgedacht, ihn abgedruckt und auf die Leser losgelassen.

Dafür müssen sie jetzt geradestehen. Die “Neue Welt” muss zum Beispiel einräumen, dass da neulich irgendwie was schiefgelaufen ist. Zum Glück hat das Blatt nochmal alles “genau geprüft”:

Helene Fischer - Neue Welt hat sich geirrt - Kein Wunder, dass Helene Fischer das nicht lustig fand: In unserer Ausgabe Nummer 31 haben wir uns darüber gewundert, dass die Sängerin während eines Konzerts einen Fan auf den Mund küsste. Nun haben wir unsere Unterlagen noch einmal genau überprüft. Und müssen gestehen, dass wir uns leider geirrt haben: Sie hat den Fan tatsächlich lediglich kurz auf die Wange geküsst und nicht auf den Mund. Bitte entschuldigen Sie unseren Irrtum, liebe Helene Fischer

Dieser, ähm, “Irrtum” hat offenbar System im Verlag. Denn nicht nur die “Neue Welt” aus dem Hause WAZ hat das mit dem Kuss zwischen Helene Fischer und dem Fan durcheinandergebracht, sondern auch das WAZ-Heft “die zwei” — das allerdings nicht um eine Gegendarstellung umhinkam.

Noch ein bisschen armseliger als die Begründung der “Neue Welt” ist die der “Freizeit Spass”. Die Erklärung der Redaktion, warum sie einen Lügen-Artikel über Schlagersängerin Michelle veröffentlich hat: Den Mitarbeitern wurden falsche Fotos “zugespielt”.

Michelle - Keine Vorwürfe des Ex-Mieters

Die “Neue Welt” und die “Freizeit Spass” haben sich also dazu entschlossen, eine Richtigstellung in Artikelform zu veröffentlichen — sicher auch mit freundlichem Druck von Helene Fischers beziehungsweise Michelles Medienanwälten. Vermutlich wollten die Hefte damit beschwichtigen und Gegendarstellungen entgegenwirken.

Ach, “frau aktuell”, wäre das nicht auch was für dich gewesen?

Gegendarstellung von Thea Sihler-Jauch


facebooktwitteremail

Keine Tränen in Klagenfurt

Keine Tränen in Klagenfurt

Zwei neue Stücke für unsere beliebte Sammlung “Promis wehren sich gegen die Regenbogenpresse”.

“Freizeit Revue”:Gegendarstellung - Sie schreiben in der "Freizeit Revue" Nr. 33 vom 7. August 2013 auf Seite 7 in Bezug auf eine Villa auf Mallorca: "Floris Ferien-Villa" Hierzu stelle och fest: Es handelt sich nicht um meine Ferien-Villa. Hamburg, den 13.8.2013 Florian Silbereisen - Anm. d. Red.: Herr Silbereisen hat recht. Die Immobilie gehört seiner Freundin Helene Fischer

“Viel Spaß”:Gegendarstellung - Sie schreiben in der Zeitschrift "Viel Spß" Nr. 31 vom 24. Juli 2013 auf Seite 4 unter der Überschrift "Helene Fischer Neue Demütigung" in Bezug auf einen Auftritt am Wörthersee in Klagenfurt: "Mit voller Wucht schossen der Schlager-Prinzessin die Tränen in die Augen." Hierzu stelle ich fest: Bei dem Auftritt in Klagenfurt sind keine Tränen geflossen. - Mallorca, den 12. August 2013 - Helene Fischer - Anmerkung der Redaktion: Frau Fischer hat Recht.


facebooktwitteremail

An der Haarfarbe des Mannes …

An der Haarfarbe des Mannes …

Im Juli zog Heinz Georg Kramm, besser bekannt als Heino, gegen die WAZ Women Group vor Gericht. Es ging um “pikante Gerüchte”, die das Blatt “die aktuelle” verbreitet hatte.

Die “Süddeutsche Zeitung” war bei der Verhandlung dabei und fasste den “aktuelle”-Artikel später so zusammen:

Auf einer Doppelseite wird geschildert, wie Heino und ein weiblicher Dauer-Fan sich im Büro seines Cafés eingeschlossen hätten, während verzweifelte Kellner dort hinein wollten, um Wechselgeld zu holen. Später sei “grinsend” Heino rausgekommen, gefolgt von der Dame.

Sie ist die Mutter des 13-jährigen Johannes, der Heino bei einem Kirchenkonzert sogar schon auf dem Keyboard begleiten durfte. Ihm soll der Sänger auch die Erbanteile zugedacht haben, die er seinen eigenen Enkeln angeblich entzogen habe. Und besonders ins Auge stach den Aktuelle-Reportern: “Der kleine Johannes trägt zu seinen Heinoblonden Haaren Sonnenbrille. Pechschwarz. Ja, so wie Heino”.

Und so wurde — zumindest in der “aktuellen” — aus dem “kleinen Johannes” plötzlich der “kleine Heino”.

Dem großen Heino passte das alles hingegen überhaupt nicht, deshalb zog er vor Gericht — und erwirkte diese Gegendarstellung:Gegendarstellung - Sie schreiben in "die aktuelle" Nr. 24 vom 7. Juni 2013 auf der Seite 20 unter der Überschrift "Eine ganze Stadt tuschelt über diesen 'kleinen Heino'" in Bezug auf ein Büro eines von mir betriebenen Cafés: "Doch darin hatten sich Heino und Jutta eingeschlossen. Die Kellner warteten und warteten ... Dann kam Heino raus, grinste. Ihm folgte Jutta ..." Hierzu stelle ich fest: Ein solches Geschehen hat es zu keinem Zeitpunkt gegeben. Bad Münstereifel, den 10. Juni 2013 - Heinz Georg Kramm - Der Verlag ist gesetzlich zum Abdruck der Gegendarstellung verpflichtet.


facebooktwitteremail

Schaffe, schaffe, Häusle baue

Schaffe, schaffe, Häusle baue

Über niemanden berichtet die Regenbogenpresse so viel wie über Florian Silbereisen und Helene Fischer. Und vor allem berichet sie eine ganze Menge Mist: Hochzeit, Trennung, Kinder, keine Kinder — jede Woche lächelt das Paar von zahlreichen Titelseiten, mit gegenteiligen Schlagzeilen unter den Fotos.

Den Verdrehungsjournalisten aus den Regenbogenredaktionen ist keine Fantasiestory zu blöd. Doch bei einer Geschichte haben sie sich jetzt zu blöd angestellt. Die “Frezeit Woche” berichtete im Juli, Florian Silbereisen und Helene Fischer hätten auf Mallorca ein “Traumhaus” gekauft.

Das passte Florian Silbereisen ganz und gar nicht. Das Blatt hatte sich diese Info schlicht und einfach ausgedacht. Silbereisen ging dagegen vor, mit Erfolg. In ihrer aktuellen Ausgabe musste die “Freizeit Woche” eine Gegendarstellung abdrucken:

Gegendarstellung - Sie schreiben in der "Freizeitwoche" Nr. 31 vom 24. Juli 2013 auf Seite 5 in Bezug auf meine Lebenspartnerin und meine Person: "Erst vor einem Jahr kaufte das Paar auf Mallorca ein Traumhaus." Hierzu stelle ich fest: Ich habe vor einem Jahr kein Haus auf Mallorca zusammen mit meiner Lebenspartnerin gekauft. Hamburg, den 13.8.2013 - Florian Silbereiesen - Florian Silbereins hat Recht. Die Redaktion

Verglichen mit anderen Gegendarstellungen, die Regenbogenhefte in letzter Zeit veröffentlichten mussten, mag es sich hier um eine Lappalie handeln.

Sie zeigt allerdings, dass die Regenbogenredaktionen nicht einmal in der Lage sind, derartige Kleinigkeiten sauber zu recherchieren — oder dass sie sich selbst bei solchen Kleinigkeiten ihre abstrusen Lügenwelten erschaffen.


facebooktwitteremail

Knutsch-Fehlalarm

Knutsch-Fehlalarm

Schon wieder muss ein Regenbogenheft eine Gegendarstellung abdrucken. Diesmal ist es das WAZ-Blatt “die zwei”:Gegendarstellung - Sie schreiben in der Zeitschrift "die 2" Nr. 29 vom 13. Juli 2013 auf Seite 3 unter der Überschrift "Knutsch-Alarm mit einem anderen" in Bezug auf meine Person und einer Begebenheit bei einem von mir veranstalteten Konzert: "Tatsächlich beugte sie sich langsam herunter, legte ihm ihre rechte Hand sanft auf die Wange und gab ihm einen Schmatzer. Nicht flüchtig auf die Wange, wie es bei Fans fast schon üblich ist, sondern scheinbar auf den Mund!" Hierzu stelle ich fest: "Ich habe dem Fan keinen Kuss auf den Mund, sondern auf die Wange gegeben." Frankfurt a.:, den 19. Juli 2013. Helene Fischer - Helene Fischer hat Recht. Die Redaktion - [Bildunterschrift:] Weggedreht - Die Redaktion hat lange recherchoert und fand im Internet ein Video, auf dem man sieht: Helene drehte den Kopf schamhaft zur Seite - und küsste den Fan nur auf die Wange. Anhand der Fotos war das leider nicht zu erkennen

Die Redaktion hat also “lange recherchiert.” Donnerwetter! Und zwar so lange, dass sie dabei noch auf ein weiteres Helene-Fischer-Video gestoßen ist. Darin rutscht der Sängerin beim Tanzen kurz das Kleid hoch. Zack! Nächster Skandal.

Für den “Höschenblitzer”-Artikel hat die Redaktion auch sofort einen passenden Platz im Heft gefunden:

Ausriss: "die zwei", Nr. 33/2013


facebooktwitteremail

Keine Nächte voller Sorge

Keine Nächte voller Sorge

Vor ein paar Tagen haben wir darüber berichtet, dass die “Woche der Frau” eine Gegendarstellung von Günther Jauch auf der Titelseite abdrucken musste.

In dieser Woche hat es eine weiteres Regenbogenheft erwischt: “das neue” aus dem Bauer-Verlag. Die Gegendarstellung – diesmal erwirkt von Stephanie und Karl-Theodor zu Guttenberg – ist wahrlich ein besonders schönes Exemplar:[Auf der Titelseite:] Gegendarstellung - Auf der Titelseite von "das neue" Nr. 9 vom 23. Februar 2013 heißt es: KARL-THEODOR UND STEPHANIE ZU GUTTENBERG Große Angst um ihre Töchter! ... Die Nächte voller Sorge! - Hierzu stellen wir fest: Weder haben wir Angst um unsere Töchter, noch gibt es Nächte voller Sorge. - Berlin, den 27. Februar 2013 - Stephanie zu Guttenberg Karl Theodor zu Guttenberg - Herr und Frau zu Guttenberg haben Recht. Die Redaktion.


facebooktwitteremail

Sind die noch zu retten?

Sind die noch zu retten?

Die aktuelle “Woche der Frau” sieht ein wenig anders aus als sonst:[Auf der Titelseite ist unten links ein großer, grüner Kasten, in dem steht:] Gegendarstellung - Auf der Titelseite von "WOCHE der FRAU" vom 29. Februar 2013 schreiben Sie über mich: "GÜNTHER JAUCH - Sterbedrama um seinen besten Freund - Hätte er ihn damals retten können?" - Hierzu stelle ich fest: Ich hatte keine Möglichkeit, meinen Freund zu retten, da er aufgrund einer Erkrankung verstorben ist, auf die ich keinerlei Einfluss hatte. - Potsdam, den 09. März 2012 - Günther Jauch - Herr Hauch hat Recht. Die Redaktion.

Die Gegendarstellung ist das Ergebnis eines Rechtsstreits zwischen Günther Jauch und dem Klambt-Verlag. Das Landgericht Frankenthal hatte den Verlag im April 2012 in einem Urteil dazu verpflichtet, sie auf der Titelseite abzudrucken.

In der Begründung hieß es unter anderem, die Frage (“Hätte er ihn damals retten können?”) sei “keine echte Frage”; vielmehr beinhalte sie “eine Behauptung, welche einer Gegendarstellung zugänglich ist.”

Betrachtet man die streitgegenständliche Äußerung verbunden mit dem unstreitigen, auch im Innenteil der Ausgabe wiedergegebenen Sachverhalt, ergibt sich eindeutig, dass die auf der Titelseite gestellte Frage nicht ergebnisoffen ist, sondern eindeutig nur mit “Nein” beantwortet werden kann.

Die Kammer kam zu dem Schluss, die Frage erscheine “als aus der Luft gegriffen und lediglich zum Zwecke der Produktion einer auflagenfördernden Schlagzeile formuliert”.

Die Berufung des Klambt-Verlags wurde vom Pfälzischen Oberlandesgericht zurückgewiesen.

Dieser ganze Fall ist einerseits ein gutes Zeichen. Er zeigt, dass sich die Redaktionen nicht vor juristischen Konsequenzen schützen können, indem sie ihre Märchenschlagzeilen mit einem unschuldigen Fragezeichen versehen. Er zeigt auch, dass es durchaus möglich ist, erfolgreich gegen die Regenbogenpresse vorzugehen, wenn man als Prominenter nur einigermaßen hartnäckig ist.

Einerseits.

Andererseits ist es ja doch hoffnunglos.

Man muss nur zwei Mal umblättern. Dann stößt man in der “Woche der Frau” — in derselben verdammten Ausgabe! — auf diesen Artikel:Pierce Brosnan - Hätte er Charlotte retten können?Charlotte, Brosnans Tochter, ist an Krebs gestorben.


Siehe auch: Pressemitteilung von Günther Jauchs Anwalt


facebooktwitteremail