Keine Panik bei der Titanic

Keine Panik bei der Titanic

Als die Medienkritiker der “Freizeit Revue” neulich besonders scheinheilig gestimmt waren, knöpften sie sich die “Titanic” vor. “Skrupellos”, “Abscheulich”, “Unfassbar” sei die Titelgeschichte des Satiremagazins über Michael Schumacher gewesen.

Die “Titanic” hatte geschrieben:

Erstes Foto nach dem Unfall: So schlimm erwischte es Schumi

… und dazu ein Foto von Niki Lauda gezeigt. “Geschmacklose Geschäfte mit seinem unsagbaren Leid”, fand die “Freizeit Revue”.

Die “Titanic” antwortete nun in ihrer aktuellen Ausgabe:

Das schreiben die anderen - Freizeit Reuve - Es ist unfaßbar ... Wie gut, daß Michael Schumacher von diesen unwürdigen Provokationen nichts mitbekommt.

In seinem Vorwort schreibt “Titanic”-Chefredakteur Tim Wolff über die Folgen der Kanonenschüsse durch die “Freizeit Revue”:

Ich kündige. Und zwar Ihnen. Die Freundschaft. Und zwar vorab. Denn ich weiß, was kommt, wenn Ihnen mal ein Witz mißfällt, und sei er so harmlos wie der Schumi-Titel des letzten Heftes [...] Dann lande ich bei RTL und in der Freizeit Revue, kann nicht mehr mit Oma zum Kaffeekränzchen, wo sie mich bisher für “einen netten jungen Mann” gehalten haben, muß meine Freizeit mit den Kollegen verbringen und werde trübsinnig.

Am Ende seines Vorworts geht es Wolff aber schon wieder besser, und er richtet sich noch einmal an alle “künftige[n] Ex-Leserinnen und -Leser”:

Krakeelen Sie nur weiter!

Ob die “Freizeit Revue” dieser Aufforderung nachkommt, wissen wir nicht. Dass sie sich mit der “Titanic” überhaupt mal über die Berichterstattung des jeweils Anderen zoffen würde — darauf hätten wir beim Start unseres Blogs jedenfalls nicht gewettet.


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