Oh Baby Baby Balla Balla (2)
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Oh Baby Baby Balla Balla (2)

Wer unbedingt mal mit einem Zitat in der Regeonbogenpresse landen möchte, dem bietet sich ein ganz simpler Weg: Auf der Facebook-Seite irgendeiner Person des öffentlichen Lebens den größtmöglichen Quatsch schreiben, der einem gerade in den Sinn kommt. Und schon ist man Kronzeuge in “Die Aktuelle”.

Der Fall: Charlène und der fehlende Babybauch. Die monegassische Fürstin müsste nach Berechnung der “Aktuelle”-Hebammen im fünften Monat schwanger sein, angeblich mit Zwillingen. Doch neulich war bei einer Ordensverleihung nichts zu sehen von einem kugelrunden Adelsbauch. Keine Wölbung unterm weiten Kleid — “Langsam versteht das alles keiner mehr”, schreibt “Die Aktuelle” und fragt auf der Titelseite:

Fünfter Monat!?! Verstörende Fotos! Charlene - Wo ist ihr Baby-Bauch? Zwei Gerüchte erschüttern Monaco

Nach möglichen Antworten suchen die Redaktionsmitarbeiter — sowieso ausgewiesene Experten in Sachen “Charlène und das Baby” — in sozialen Netzwerken und finden bei Facebook ein paar Butterbirnen-Kommentare:

Angeheizt durch die neuen Fotos ist auf einmal von Leihmutterschaft die Rede! “Die Schwangerschaft ist erfunden … eine andere Frau hat den Bauch … der größte Betrug …” usw. schrieben manche.

Und manche machen daraus dann eine Titelgeschichte. Auch andere Regenbogenblätter wundern sich über Charlènes flachen Bauch. “Das Neue” (“Das große Rätsel um ihre Schwangerschaft”) und die “Schöne Woche” (“Ihr Bäuchlein wölbt sich nicht — trotz Zwillingen!”) erklären ihren Lesern aber immerhin, dass das bei einer ehemaligen Leistungsschwimmerin wie Charlène nichts Außergewöhnliches sei. Die Babykugel werde sicher bald kommen.

Derart diplomatisch will “Die Aktuelle” nicht sein. Was das Blatt übrigens verschweigt: Das Zitat mit dem “größten Betrug”, auf das es sich beruft, geht noch weiter. Eine Leihmutterschaft wäre zwar “the biggest fake in history”, aber wenn jemand diesen Blödsinn tatsächlich glauben würde, wäre er ein ziemlicher Idiot, schreibt die Kommentatorin. Treffender hätten wir es nicht formulieren können.


Dieser Text ist gestern auch im “Tagesspiegel” erschienen. Jeden zweiten Montag schreiben wir dort eine Kolumne über die Regenbogenpresse.


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Kommentare:

  1. Da hätte man doch aber auch mehr draus machen können ;-) z.B. “Drama im Fürstenpalast: Hat sie ihre Kinder verloren?”

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