Sie denken ans Ende seines Lebens

Sie denken ans Ende seines Lebens

Die Redakteure der “Freizeit heute” sind wirklich gute Menschen. Sie sorgen sich um ihre Lieben:

Udo Jürgens - Wie krank ist er wirklich?Und sie sind Meister des Understatements. Denn obwohl einzig und allein sie um Udo Jürgens’ Gesundheitszustand bangen, lassen sie die Fans an ihrer Gutmenschlichkeit teilhaben:Die Fans machen sich große Sorgen: Der Sänger kann ihre Briefe nicht mehr beantwortenUdo Jürgens hat im Januar dieses Jahres einen “Infobrief” auf seiner Homepage veröffentlicht. Das macht der Sänger immer mal wieder. Doch dieses Mal standen ein paar Zeilen darin, die das Herz eines jeden Verdrehungsjournalisten höherschlagen lassen. Die “Freizeit heute” ist gar erstaunt:

Umso erstaunlicher, was der heute 78-Jährige nun auf seiner Internet-Seite schreibt: Er könne die zahlreichen lieben Briefe und Grüße nicht mehr beantworten. “Das ist einfach nicht mehr zu bewältigen. Und ich schaffe es auch nicht mehr, Pakete von der Post abzuholen.”

Einen triftigen Grund dafür nennt Udo Jürgens in seinem Brief auch. Schade nur, dass die “Freizeit heute”-Redakteure in ihrem Artikel keinen Platz mehr dafür hatten.

Denn Udo Jürgens ist in Wirklichkeit gar nicht krank. Er möchte einfach nicht “jeden Nachmittag auf dem Postamt verbringen”. Mit 78 Jahren sei ihm seine Zeit dafür zu kostbar.

Und leider waren auch für ein paar andere Sätze aus Jürgens’ Brief wohl keine Zeilen mehr im Artikel übrig. Zum Beispiel für die Stelle, an der der Sänger von “viel Unruhe, Halb-Information, Verwirrung, Häme, Selbstdarstellung, zum Teil hanebüchenen Kommentare[n] und Fehleinschätzungen” schreibt. Oder von “der massiven Öffentlichkeit (Boulevard), die ich schon lange nicht mehr wirklich will”.

Chapeau, liebe “Freizeit heute”, dass du es tatsächlich wagst, selbst aus einem Brief mit solchen Worten eine deiner Drecksgeschichten zu zaubern.

Und dass du an dieser Stelle dann zum wirklich absoluten Höhepunkt kommst:Er denkt oft an das Ende seines LebensIm Gegensatz zur “Freizeit heute” haben wir mal bei Udo Jürgens nachgefragt, wie krank er wirklich ist. Und was er von derartigen Regenbogen-Geschichten hält.

Sein Pressesprecher Thomas Weber antwortete uns, Jürgens habe “derzeit wichtigere Prioritäten, als sich mit Mist zu beschäftigen.” Thomas Weber hatte aber selbst Lust, ein paar erfrischende Zeilen über die Regenbogenpresse zu schreiben. Seine Stellungnahme finden Sie hier.


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