Die scheinheiligen drei Könige

Die scheinheiligen drei Könige

Zur Weihnachtszeit schlägt die Stunde des Achim Thäsler. Denn dann darf der stellvertretende “die aktuelle”-Chefredakteur loslegen und das Vorwort des Heftes mit seinen Gedanken zum Fest der Feste füllen. Na dann, Achim, lass jucken …

Montags-Gedanken - Liebe Leserin, lieber Leser! Haben Sie gestern auch einen geputzten Stiefel vor die Tür gestellt -- in der Hoffnung, dass der Nikolaus ein paar Süßigkeiten hineinlegt? Ich auf jeden Fall! Darf ich Ihnen ein Geständnis machen: Ich liebe Weihnachten und die Vorweihnachtszeit!

Manometer!

Und warum liebt Achim Thäsler Weihnachten und die Vorweihnachtszeit wohl so? Genau: Weil die Welt in diesen Tagen eine bessere ist. Oder wie er schreibt: “Was für glückliche Tage! Wie durch ein Wunder sind die Menschen plötzlich viel freundlicher und rücksichtsvoller.”

Mensch, Thäsler, das aus deiner Feder! Wer dürfte sich schon besser mit Rücksichtnahme und Freundlichkeiten auskennen, als der zweite Mann in einem der übelsten Schmierläden der Republik?

Aber wenn man erstmal so richtig in Weihnachtsstimmung kommt …

Während ich diese Zeilen schreibe (es ist das erste Advents-Wochenende), spielt im Hintergrund ein Radiosender rund um die Uhr Weihnachtslieder. Das ist mein Lieblingssender, wie Sie sich vorstellen können.

Und was für Geschichten bietet diese Woche unser Lieblingskampagnenblatt “die aktuelle”?

Sicher auch nur aufrichtig freundliche und rücksichtsvolle — dafür wird Achim “als kleiner Junge stand ich bei einer Adventsfeier des Roten Kreuzes auf der Bühne und spielte in einem Theaterstück den Weihnachtsmann” Thäsler in der Redaktionskonferenz bestimmt gesorgt haben …

Mette-Matir - Scheidung? Die unfassbare Erklärung vom Hof - Was wird aus den Kindern?

Helmut Kohl - Schreckliche Diagnose! Verliert er jetzt seinen Lebensmut?

Sylvie van der Vaart - Seit dem Ehe-Aus mit Rafael jagt eine Liebes-Katastrophe die nächste. Die Männer, mit denen sie sich verabredet, sehen zwar alle toll aus, sind aber ziemlich charakterlos. Hätte Sylvie nichts selbst soviel Unsinn gemacht, könnte man fast Mitleid kriegen ...

Boris & Lilly Becker - Er bedroht sie auf dem roten Teppich

Na, sieh mal einer an: Scheidung, schreckliche Diagnosen, Drohungen. Bei so viel Nächstenliebe wird einem Weihnachtsfan doch richtig warm ums Herz. Alles so friedvoll und fröhlich!

Ich wünschen [sic!] Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, eine friedvolle und fröhliche Adventszeit.

Ach, Achim Thäsler, eins noch: Auch wenn man es im ersten Moment vermuten könnte – das Wort “Scheinheiligkeit” hat so rein gar nichts mit Weihnachten zu tun.


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