Post an den Presserat (5)
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Post an den Presserat (5)

Es ist schon eine ganze Weile her, dass wir uns beim Presserat über die Regenbogenpresse beschwert haben. Wird also mal wieder höchste Zeit …


Nach dem Familien-Drama der nächste Schock! Boris Becker - Leber-Krebs! Verzweifelte Tränen um seine Freundin

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“Die Aktuelle” macht sich in ihrer Titelgeschichte Gedanken über die Vergänglichkeit des Lebens und kommt dabei auf Boris Becker zu sprechen. Das Blatt zählt die einzelnen Schicksalschläge auf, mit denen Becker in letzter Zeit konfrontiert war: der Selbstmord seines Schwagers und der Tod einer Freundin. Vor allem über die Todesumstände dieser “Freundin” schreibt “Die Aktuelle” ausfürhlich. Zudem erinnert die Redaktion in Bildern und Bildunterzeilen an den Tod von Beckers Vater, der bereits 1999 an einer Krebserkrankung gestorben ist.

2)

Auf der Titelseite kündigt “Die Aktuelle” riesig an:

Leberkrebs! Verzweifelte Tränen um seine Freundin

Dazu ist auf der Titelseite ein großes Bild von Lilly und Boris Becker zu sehen. Allerdings handelt es sich bei der in der Titelzeile genannten “Freundin” gar nicht um Boris Beckers Ehefrau Lilly, sondern um eine Tennisspielerin, die “Die Aktuelle” zu Boris Beckers Freundeskreis zählt.

Die Komposition aus Titelzeile und Foto erweckt aber den Anschein, dass Lilly Becker diejenige sei, die an Krebs erkrankt ist. Diese bewusste Täuschung und die damit verbundene Sensation soll potentielle Leserinnen und Leser vermutlich zum Kauf des Heftes anregen.

3)

Unseres Erachtens verstößt “Die Aktuelle” mit dieser Veröffentlichung gegen die Ziffern 1 und 2 des Pressekodex.

Die Zusammenstellung aus Überschrift und Fotomaterial stellt in unseren Augen eine Komposition dar, bei der “Die Aktuelle” eine Täuschung der Leserschaft mindestens billigend in Kauf nimmt. An einer “wahrhaftige[n] Unterrichtung der Öffentlichkeit”, so wie es Ziffer 1 des Pressekodex zum “oberste[n] Gebot der Presse” macht, ist die Redaktion in diesem Fall nicht interessiert. Stattdessen steht eine Umsatzsteigerung durch eine besonders sensationelle Berichterstattung im Vordergrund. Dazu kommt, dass es für die auf der Titelseite erwähnten “Verzweifelte[n] Tränen” keinerlei Beweise gibt — sie wirken wie von der “Aktuellen” ausgedacht. Daher verstößt “Die Aktuelle” gegen Ziffer 1 des Pressekodex.

In Ziffer 2 fordert der Presserat in Hinsicht auf eine Veröffentlichung:

Ihr Sinn darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden.

Doch genau das passiert, wenn “Die Aktuelle” die Schlagzeile “Leberkrebs! Verzweifelte Tränen um seine Freundin” direkt neben ein Foto von Lilly und Boris Becker stellt. Möglichen Käuferinnen und Käufern wird suggeriert, dass Lilly Becker an Krebs erkrankt ist. Dies dürfte einige Menschen zum Kauf des Heftes bewegt haben. Erst beim Leser des Artikels wird klar, dass es sich bei der “Freundin” gar nicht um Lilly Becker handelt. Die Komposition aus Überschift und Bildmaterial entstellt also den Sinn der Artikels, was einen Verstoß gegen Ziffer 2 des Pressekodex darstellt.


Semino Rossi - Kommt seine Tochter vom rechten Weg ab?

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Die älteste Tochter des Schlagersängers Semino Rossi arbeitet im Verein “Kraft für Leben”, der Shiatsu praktiziert. Shiatsu ist eine fernöstliche Körpertherapie und Massage-Art. Neben der Massage gehören zu Shiatsu auch religiöse Elemente. Für den gläubigen Katholiken Semino Rossi dürfte all das ein schwerer Schock gewesen sein, vermutet “Die neue Frau” in ihrem Artikel:

Er muss sich fragen, ob sie [Rossis Tochter] vom rechten Weg abgekommen ist. [...] Ob sich Seminos Tochter [...] nun durch ihre Ausbildung ebenfalls zum Buddhismus oder einer anderen Glaubensrichtung hingezogen fühlt?

Die Antwort auf diese Frage gibt “Die neue Frau” gleich selbst:

Gut möglich! Und das wäre für den Schlagerstar wirklich schlimm.

In einem Interview hat Rossi nämlich erzählt, wie wichtig ihm als Katholik der christliche Glauben ist. Da müsse er sich an der Berufs- und möglichen Glaubenswahl seiner Tochter doch stören, vermutet das Blatt. Denn für “Die neue Frau” hat “Shiatsu” annähernd sektenähnliche Züge:

Kleidungsstil, Einrichtungsstil und nicht selten auch religiöse Elemente werden gleich mit übernommen. Denn nicht nur der Körper spielt bei ‘Shiatsu’ eine wichtige Rolle — sondern auch der Geist! Und der beschäftigt sich im fernen Japan mit ganz anderen Dingen als bei uns in Europa. Und auch mit einem ganz anderen Gottesglauben.

Wie sehr Semino Rossi unter dem angeblichen Glaubenswechsel seiner Tochter leidet, will “Die neue Frau” anhand von Fotos von Rossis vergangenen Auftritten zeigen. Rossi wird dabei so beschrieben:

Trauriger Blick, ernste Miene. Der Schlagersänger sieht in letzter Zeit nicht gut aus.

Oder so:

Semino Rossi wirkte in der Show [...] nicht nur sehr müde. Auch sein Gesicht war deutlich aufgedunsen. Ob er vor Sorge kau noch schlafen kann oder gar krank ist?

Zum Abschluss ihres Artikels wünschen die Mitarbeiter der “neuen Frau” Semino Rossi noch einmal das Beste:

Was auch geschieht — man kann nur hoffen, dass der Schmuse-Sänger auch jetzt in seinem Glauben ganz viel Kraft findet. Die Kraft, daran zu glauben, dass seine geliebte Tochter die richtige Entscheidung treffen wird. Genauso wie er es von klein auf gelehrt und vorgelebt hat.

2)

“Die neue Frau” strickt aus harmlosen Tatsachen eine vermeintliche Sensationsgeschichte. Aus dem Beruf von Semino Rossis Tochter und einem Interview des Sängers über seinen Glauben wird ein mittelgroßes Familiendrama heraufbeschworen. Der einzige Aufhänger der Geschichte ist der Beruf der Tochter, der mit fernöstlicher Kultur zusammenhängt.

Außerdem ist die Art, wie “Die neue Frau” über den Buddhismus schreibt, respektlos gegenüber der Glaubensgemeinschaft. Für “Die neue Frau” scheint ein Massage-Geschäft, das sich auf buddhistische Inhalte bezieht, in der Nähe einer Sekte verortet zu sein. Der Buddhismus gehört augenscheinlich nicht zum “rechten Weg”, vom dem Rossis Tochter laut Titelschlagzeile abkommen könnte. Dadurch wird der Leserschaft ein falscher Eindruck des Buddhismus vermittelt — und das einzig, um mit einer vermeintlichen Sensation möglichst hohe Verkaufszahlen zu erzielen.

3)

Unseres Erachtens verstößt “Die neue Frau” mit ihrem Artikel gegen die Ziffern 1, 2, 9 und 10 des Pressekodex.

“Die neue Frau” deutet einen bevorstehenden Familiekrach sowie eine problematische Lebenssituation bei Semino Rossis Tochter an. Verlässliche Beweise dafür liefert die Redaktion allerdings nicht. Im Gegenteil: Ihre Geschichte ist an den Haaren herbeigezogen. Dazu kommen die waghalsigen Spekulationen zu Semino Rossis Gesundheitszustand, deren Grundlage einzig und allein ein paar Konzertfotos bilden, und die fehlerhafte Vermischung von Shiatsu und Buddhismus. In seiner ersten Ziffer fordert der Pressekodex eine wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit. Eine solche gibt es in diesem Artikel nicht. Potentielle Leserinnen und Leser werden mit einer unwahren Geschichte zum Kauf des Heftes animiert. Damit verstößt “Die neue Frau” gegen Ziffer 1.

Die Überschrift auf der Titelseite (“Kommt seine Tochter vom rechten Weg ab?”) verspricht ein großes Familiendrama. Im Text im Heftinnern findet man davon allerdings keine Spur. Die Titelschlagzeile entstellt den Sinn des Artikels. Damit verstößt “Die neue Frau” gegen Ziffer 2 des Pressekodex, die unter anderem besagt: Der Sinn der Veröffentlichung “darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden.”

Die rhetorische Frage auf der Titelseite deutet ein moralisch verwerfliches Fehlverhalten der Tochter von Semino Rossi an. Aus einem herkömmlichen Massage-Job, der mit fernöstlichen und buddhistischen Methoden zu tun haben soll, wird ein Scheitern und ein Verlassen des “rechten Weg[s]” konstruiert. Damit verstößt “Die neue Frau” gegen Ziffer 9 des Pressekodex. Dort steht:

Es widerspricht journalistischer Ethik, mit unangemessenen Darstellungen in Wort und Bild Menschen in ihrer Ehre zu verletzen.

Von der Berichterstattung über Religion fordert der Presserat in Ziffer 10 seines Kodex:

Die Presse verzichtet darauf, religiöse, weltanschauliche oder sittliche Überzeugungen zu schmähen.

Dass Semino Rossis Tochter bei ihrer Arbeit mit buddhistischen Lehren in Berührung kommt, reicht für “Die neue Frau” aus, um zu fragen, ob sie “vom rechten Weg” abkommt. Der Buddhismus ist in dem Weltbild, das die Redaktion zeichnet, nicht vereinbar mit einem akzeptablen Lebenstil. Dass der Text den Buddhismus als etwas völlig Fremdes und Andersartiges charakterisiert, trägt noch dazu bei, dass der buddhistische Glaube in seiner Wertigkeit heruntergesetzt wird. Daher verstößt das Blatt mit diesem Artikel gegen Ziffer 10 des Pressekodex.


Dunkle Wolken - Hardy Krüger Jr. & Katrin - Starb mit ihrem Söhnchen auch ihre Liebe?

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Hardy Krüger jr. und seine Ehefrau haben 2011 ihren Sohn, der nur acht Monate alt wurde, durch den plötzlichen Kindstod verloren. 2012 bekamen sie eine Tochter. Die “Schöne Woche” findet das zunächst tröstlich:

Das Schlimmste schien überstanden

Direkt im Anschluss verbreitet das Blatt aber schon wieder Sorgen:

[D]och jetzt gibt es plötzlich böse Krisengerüchte.

Als Beleg für die angeblichen Gerüchte führt die “Schöne Woche” zwei anonyme Quellen an, die mit Hardy Krüger jr. engen Kontakt haben sollen. Einer der Freunde sagt, wie sehr der Tod des Sohnes die Ehe der Krügers belastet habe. Der andere Freund meint zu wissen, dass das Ehepaar ihren anderen Kindern nur noch eine heile Welt vorspiele.

Ein weiterer Hinweis auf eine Ehekrise ist für die “Schöne Woche” die Tatsache, dass Hardy Krüger jr. und seine Frau seit einem Jahr nicht mehr gemeinsam gesehn worden sind. Die “Schöne Woche” schließt daraus:

Der schlimme Verdacht: Starb mit ihrem Söhnchen auch die Liebe von Hardy Krüger jr. und seiner Katrin? Beide litten danach an Depressionen

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Die “Schöne Woche” nutzt den einige Jahre zurückliegenden Tod des Kindes nun rücksichtslos aus, nur um mit einer Geschichte zu einer angeblich anstehenden Trennung auf der Titelseite punkten und mehr Hefte verkaufen zu können. Das Blatt schreibt in der Artikelüberschrift, dass es sich um “Böse Krisen-Gerüchte” handelt — und verbreitet diese dann selbst.

Dazu kommt, dass der Tod eines Kindes ein enorm emotionales Thema ist, das sensibel angegangen werden muss. Darauf verzichtet die “Schöne Woche”. Zudem wird wild über angebliche Krankheiten der Eltern spekuliert.

3)

Unseres Erachtens verstößt die “Schöne Woche” mit diesem Artikel gegen die Ziffern 1 und 8 des Pressekodex.

Der Artikel der “Schönen Woche” dreht sich um eine angebliche Ehekrise von Hardy Krüger jr. und seiner Frau. Die Kronzeugen sind zwei nicht weiter namentlich genannte Personen aus dem Freundeskreis des Schauspielers. Stichhaltige Anzeichen oder Beweise, die die These des Heftes stützen, existieren nicht. Gleiches gilt für Aussagen des Ehepaares. Die “Schöne Woche” stochert also im Nebel. Ziffer 1 des Pressekodex fordert eine “wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit.” Dem kommt die “Schöne Woche” nicht nach und verstößt damit gegen die Ziffer.

Außerdem verstößt die Redaktion gleich in mehrfacher Hinsicht gegen Ziffer 8 des Pressekodex, laut der die Presse “das Privatleben des Menschen und seine informationelle Selbstbestimmung” achten soll. Die Thematisierung des Kindstods — auch in der Artikelüberschrift und auf der Titelseite — sowie die Verbreitung der Gerüchte über eine Ehekrise stellen Verstöße gegen den “Schutz der Persönlichkeit” dar.

In Richtlinie 8.6 stellt der Presserat klar:

Körperliche und psychische Erkrankungen oder Schäden gehören zur Privatsphäre. In der Regel soll über sie nicht ohne Zustimmung des Betroffenen berichtet werden.

Dennoch spekuliert die “Schöne Woche” über mögliche Depressionen, an denen die Eltern nach dem Tod des Sohnes gelitten haben sollen. Das Blatt verbreitet dazu sogar eine Tatsachenbehauptung:

Beide litten danach an Depressionen

Belege dafür werden keine geliefert, eine Zustimmung zu einer derartigen Berichterstattung ist nicht zu erkennen. Daher verstößt der Artikel auch gegen die Richtlinie 8.6.


Wir wollen uns wieder häufiger über die Regenbogenpresse beschweren — nicht nur hier im topfvollgold, sondern so richtig offiziell.

In Deutschland ist dafür der Presserat die oberste Anlaufstelle. Deswegen schicken wir wieder regelmäßig Beschwerden über einzelne Regenbogenartikel dorthin.


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Schlagzeilenbasteln (148)
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Schlagzeilenbasteln (148)

Welche Überschrift könnte mal aus folgender Nachricht schnitzen?

Boris Becker macht neuerdings Werbung für “spezielle Bandagen, in die Kupferfäden eingearbeitet sind” und die bei schmerzhaften Bewegungen helfen sollen. Nach eigener Aussage trägt er sie auch selbst.

Boris Becker - Dank Wunder-Mittel zu neuen Vaterfreuden?

Die “Woche der Frau” meint, dass Lilly Becker sich unbedingt noch ein zweites Kind wünscht. Und:

Wenn die biologische Uhr tickt, kann so manche Frau zur unberechenbaren Zeitbombe werden

Um Lilly zu besänftigen und ihr “endlich ein Baby [zu] schenken”, soll Boris Becker nun alles tun. Und alles bedeutet: Kupfer-Bandagen tragen.

Was das mit einem Baby zu tun hat? Ganz einfach: Boris’ Körper ist nach vielen Jahren Tennis-Karriere wie er selbst sagt ein “Ersatzteillager”. [...] Und mal ehrlich: Wie soll es da noch im Bett mit Lilly richtig funktionieren? Wenn es einem Mann körperlich aber gut geht, läuft es auch da rund …

Ach, Ihr kleinen Schlawiner der “Woche der Frau”.


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Krisen auf der Wiesn
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Krisen auf der Wiesn

Auf dem Oktoberfest werden ja bekanntlich mehr Ehen gebrochen als geschlossen, und das ist toll. Also — toll für die Regenbogenpresse. Denn wenn es eins gibt, worüber die Knallhefte noch lieber berichten als über Helene-Fischer-Zeugs, dann sind es Eheprobleme bei Promis. Und von denen tummeln sich auf der Wiesn nun mal besonders viele.

Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendeine Schlagernase zu tief in einem fremden Ausschnitt steckt oder eine Moderatorin besoffen über ihren Gatten lästert, ist auf dem Oktoberfest also deutlich höher als irgendwo sonst in Deutschland und in der weiten Welt.

Doch den bunten Blättern reicht auch schon viel weniger, um einem Promipaar eine Wiesn-bedingte Ehekrise anzudichten. Zum Beispiel den Beckers. Die waren auch auf dem Oktoberfest, und schon kreischt die “Neue Post” auf dem Cover:

Boris Becker - Trennungs-Drama!

Im Innern spricht sie gar von “Betrug” und der “Nacht, in der er seine Ehe verspielte”. Auch in der “Woche der Frau” ist von einer “dramatischen Nacht” die Rede, das Blatt sieht schon den “endgültigen Bruch” bei den Beckers kommen, und die “Freizeitwoche” stellt die (rein rhetorische) Frage:

Lilly und Boris Becker - Ist das das Ende?

Der Grund für das angebliche Drama: Lilly Becker verließ die Party angeblich früher, weil ihr Sohn angeblich krank geworden war und angeblich ins Krankenhaus musste. Und Boris, der Ehemann und Vater? Der ließ “sein eigenes Kind im Stich”, “feierte ohne seine Frau […] weiter und flirtete, was das Zeug hielt” — angeblich.

In der Tat postete “Bobbele” am ersten Wiesn-Wochenende im Internet ein Foto von sich mit drei jungen Frauen im Dirndl, was für die bunten Blätter nunmehr der endgültige Beweis ist: “Es scheint wirklich alles aus zu sein …”

So schließt die “Woche der Frau” dann auch mit den Worten: “Wir hoffen, dass sie sich versöhnen”. Und selbst wenn der Rest der Geschichte stimmt — das ist garantiert gelogen.


Dieser Text ist vorgestern auch im “Tagesspiegel” erschienen. Jeden zweiten Montag schreiben wir dort eine Kolumne über die Regenbogenpresse.


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Boris Becker in der Regenbogenhölle
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Boris Becker in der Regenbogenhölle

Die Asse der “neuen Frau” haben ihre Tennisschläger ausgepackt und mal wieder drauflosgeknüppelt:

Boris Becker - Diese Frau macht ihm das Leben zu Hölle - Verliert er jetzt auch noch seinen kleinen Sohn?

Dass es sich bei der Frau, die Boris Becker “das Leben zur Hölle” machen soll, nicht um seine Gattin Lilly handelt, sondern um die “exotische Schönheit” im kleinen Foto unten rechts, und was Beckers Sohn damit zu tun hat — darüber haben wir uns mit detektor.fm unterhalten:

Inzwischen ist es übrigens möglich, unsere wöchentlichen Regenbogen-Gespräche auch als Podscast zu abonnieren. Hier der nötige RSS-Link.

Und da wir keine Podcast-Experten sind: Sagt uns gern Bescheid, sollte da etwas nicht funktionieren.


Jeden Freitag unterhalten wir uns mit dem Internetradiosender detektor.fm über die Dämlichkeiten der deutschen Regenbogenpresse. Diese Gespräche gibt’s am Montag immer hier bei uns im Blog zum Nachhören.


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topfvollgold zum Hören
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topfvollgold zum Hören

Seit rund zwei Monaten unterhalten wir uns einmal wöchentlich mit dem Internetradiosender detektor.fm über die Regenbogenpresse. Die daraus entstehenden Gespräche wollen wir ab sofort auch hier bei uns im Blog präsentieren — und starten mit der Ausgabe vom vergangenen Freitag:

Und damit alles fein säuberlich archiviert ist, gibt’s hier auch noch die Gespräche der vergangenen Wochen zum Nachhören:


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Schlagzeilenbasteln (95)
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Schlagzeilenbasteln (95)

Welche Geschichte könnte hinter dieser Schlagzeile stecken?

Boris & Lilly Becker - Das ist das Ende! Der Hasst hat ihre Ehe zerstört

Lilly Becker kommt aus den Niederlanden, Boris Becker aus Deutschland. Allein schon das birgt in Zeiten der Fußball-Weltmeisterschaft reichlich Konfliktpotenzial. Und wenn Lilly dann auch noch derart Infames bei Twitter postet, kann der Haussegen ja nur schief hängen:

Dear God, You have recently taken my favorite singer Michael Jackson, my favorite actor Patrick Swayze and my favorite actress Farrah Fawcett. I only want to let you know that my favorite football team is Germany. Thank you!

Lillys Tweet dürfte der Sargnagel für die Becker-Ehe gewesen sein, findet “Die Zwei”. Schließlich “beleidigt und demütigt sie [damit] alle Deutschen”:

Auch Boris (46) dürfte das Lachen im Hals stecken geblieben sein. Immerhin ist der Ex-Wimbledon-Held ein Aushängeschild des deutschen Sports und verdient sein Geld überwiegend hier.

Die Rechnung für so wenig Fingerspitzengefühl bekam Lilly Becker übrigens sofort:

Im Netz erntete sie für den geschmacklosen Spruch einen Shitstorm.

Und was für einen! Stattliche fünf Kommentare vom Kaliber “Nasty, Nasty”, “na na na LIEB SEIN! ;)” und “well that’s not very nice”.


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Schlagzeilenbasteln (88)
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Schlagzeilenbasteln (88)

Welche Schlagzeile könnte man aus folgender Information basteln?

Boris Becker hat das hier bei Instagram gepostet:"Be soft. Do not let the world make you hard. Do not let pain make you hate. Do not let the bitterness steal your sweetness."

Boris Becker - Verzweifelter Hilferuf mitten am Tag - Was hat Lilly nur getan?
Diese Worte, “die für unseren Boris ganz untypisch erscheinen”, sind für “Die neue Frau” ein “Hilferuf”, “der dramatischer nicht sein könnte.” Worte, die “als ein Flehen an seine Frau Lilly (37) zu verstehen sind, sich doch bitte, bitte zu beruhigen. Was ist da nur passiert im Hause Becker? Die SOS-Botschaft von Boris lässt schließlich mehr als vermuten, dass seine Lilly mal wieder vollkommen ausgeflippt ist!”


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Schlagzeilenbasteln (71)
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Schlagzeilenbasteln (71)

Welche Geschichte könnte hinter folgender Schlagzeile der “Echo der Frau” stecken?

Boris Becker - Baby-Drama um seine Lilly

Boris Becker ist Trainer von Tennis-Profi Novak Djokovic. Und der erwartet zusammen mit seiner Verlobten Jelena Ristic ein Kind. Becker gratulierte via Twitter. “Für Lilly muss das ein Schlag ins Gesicht gewesen sein. Schließlich freut er sich mit einer anderen!” — während Lilly Beckers angeblicher Kinderwunsch nicht in Erfüllung geht. “[D]as Babyglück der einen kann das Baby-Drama der anderen sein.”


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Schlagzeilenbasteln (70)
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Schlagzeilenbasteln (70)

Auf geht’s zu einer neuen Runde im Regenbogen-Trainingslager! Welche Schlagzeile könnte man aus folgender Nachricht basteln?

Neulich ist ein Krankenwagen durch Hamburg-Langenhorn gefahren.

Helmut Schmidt - Norarzt! - Es passierte vor seinem Haus
Denn: Im Stadtteil Langenhorn

steht Schmidts Doppelhaus. Helle Aufregung in der verkehrsberuhigten Straße, die Nachbarn sind in Aufruhr. Geht es Schmidt schlecht, ist er zusammengebrochen? Was hat der Krankenwagen in der Straße zu suchen? [...] Als der Krankenwagen das Viertel wieder verlässt, scheint keine Gefahr in Verzug zu sein. Kein Blaulicht, keine halsbrecherische Geschwindigkeit. Sieht ganz so aus, als wäre der Notruf ein Fehl-Alarm gewesen, jedenfalls keine Lebensbedrohung. Gott Sei Dank.


Und wo wir gerade dabei sind: Das komplette Titelblatt der “Aktuellen” sieht so aus:Nach dem Familien-Drama der nächste Schock! - Boris Becker - Leber-Krebs! - Verzweifelte Tränen ums eine Freundin --- Helmut Schmidt - Notarzt! Es passierte vor seinem Haus --- Fürstin Charlene - Genervt & gelangweilt - Wie Albert drauf reagiert hat --- Charlotte Casiraghi - Wieder Liebe! Hier küsst sie den Vater ihres Kindes

Keine Sorge, Lilly Becker geht es gut. Boris’ “Freundin”, von der “Die Aktuelle” spricht, ist Elena Baltacha, eine Tennisspielerin, die vor wenigen Tagen gestorben ist. Boris und Baltacha hatten sich zwar nur ein paar Mal getroffen, wie er bei Facebook selbst schrieb, aber egal. Das Blatt behauptet:

Boris weinte verzweifelte Tränen. Lilly ist bei ihm. Noch nie waren sich die beiden so nah. Das Leben ist so schrecklich zerbrechlich. Es könnte jeden Tag vorbei sein. Sie mussten wieder erfahren: Was wirklich zählt, ist nur die Liebe.


Die Geschichte “Genervt & gelangweilt” beruht ausschließlich auf Fotos und handelt davon, dass Fürstin Charlène beim Empfang des Präsidenten von Montenegro, nun ja, “genervt und gelangweilt” gewirkt habe. “Dabei sah sie hinreißen aus in ihrem leuchtend weißen Kleid.” Und Albert? “Es sah so aus, als würde er ihr zuzischen: Du kannst dich doch nicht so gehen lassen!”Ausriss: "die aktuelle", Nr. 20/2014

Klarer Fall:Psychokrieg


Die Casiraghi-Geschichte basiert ebenfalls auf Fotos, offenbar Paparazzi-Aufnahmen, die während eines Reitturniers gemacht wurden. Auf einem Foto lehnt Charlotte Casiraghi ihren Kopf auf die Schulter ihres Freundes Gad. “Wann hatte sie sich je so selig verliebt an ihren Freund geschmiegt?”, fragt das Blatt und ruft: “Ja, sie küsst wieder den Vater ihres Kindes! Vielleicht musste das Paar einfach erst in die Elternrolle hineinfinden. Ein Baby verändert das gemeinsame Leben radikal. […] Was auch immer zwischen Charlotte und Gad war – die beiden scheinen sich wieder gefunden zu haben. Für Monaco die schönste Nachricht dieses Frühlings. Vielleicht wird dieses Jahr sogar noch Hochzeit gefeiert …”


Die Chefredakteurin der “Aktuellen” ist Anne Hoffmann. In ihrer eigenen Kolumne geht es in derselben Ausgabe ums Spielen. Sie schreibt:

Was für eine wunderbare Gabe das Spielen doch ist, dachte ich mir. Und wie schade es ist, dass wir Erwachsenen aus diesem Paradies vertrieben sind. Oder das zumindest glauben …

Denn eigentlich ist es doch so: Niemand hält uns davon ab, auch ab und zu mal wieder ins Phantasieland des Spielens einzutauchen. Gut, vielleicht nicht so wie die Kinder. Vielleicht eher, indem wir uns mal gestatten, einem Tagtraum nachzuhängen. Oder eine Geschichte erfinden, die wir dann jemandem erzählen.

… oder aufschreiben und drucken und hunderttausendfach unters Volk bringen. Ein tolles Spiel. Allerdings steht die einzige Gewinnerin schon fest, bevor es überhaupt begonnen hat.


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Schlagzeilenbasteln (60)
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Schlagzeilenbasteln (60)

Welche Geschichte könnte hinter dieser Schlagzeile aus der “Viel Spaß” stecken?

Lilly & Boris Becker - Rabeneltern - Unfassbar, was sie ihrem kleinen Sohn Tag für Tag antun

Lilly Becker soll im Interview mit der “Closer” über ihren Sohn gesagt haben: “‘Amadeus verlässt um 8.30 Uhr das Haus und geht zur Schule.’” Und: “‘Montags hat er nachmittags Judo, dienstags Gymnastik, mittwochs Schwimmen. Um 17.30 Uhr kommt er zurück.’”

Haarscharfe Folgerung der “Viel Spaß”: “Kaum zu glauben: Klein Amadeus muss bereits das Arbeitspensum eines Erwachsenen erfüllen! Was für Rabeneltern sind Lilly und Boris, dass sie ihrem zarten Sohn so etwas antun?”


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Die scheinheiligen drei Könige

Die scheinheiligen drei Könige

Zur Weihnachtszeit schlägt die Stunde des Achim Thäsler. Denn dann darf der stellvertretende “die aktuelle”-Chefredakteur loslegen und das Vorwort des Heftes mit seinen Gedanken zum Fest der Feste füllen. Na dann, Achim, lass jucken …

Montags-Gedanken - Liebe Leserin, lieber Leser! Haben Sie gestern auch einen geputzten Stiefel vor die Tür gestellt -- in der Hoffnung, dass der Nikolaus ein paar Süßigkeiten hineinlegt? Ich auf jeden Fall! Darf ich Ihnen ein Geständnis machen: Ich liebe Weihnachten und die Vorweihnachtszeit!

Manometer!

Und warum liebt Achim Thäsler Weihnachten und die Vorweihnachtszeit wohl so? Genau: Weil die Welt in diesen Tagen eine bessere ist. Oder wie er schreibt: “Was für glückliche Tage! Wie durch ein Wunder sind die Menschen plötzlich viel freundlicher und rücksichtsvoller.”

Mensch, Thäsler, das aus deiner Feder! Wer dürfte sich schon besser mit Rücksichtnahme und Freundlichkeiten auskennen, als der zweite Mann in einem der übelsten Schmierläden der Republik?

Aber wenn man erstmal so richtig in Weihnachtsstimmung kommt …

Während ich diese Zeilen schreibe (es ist das erste Advents-Wochenende), spielt im Hintergrund ein Radiosender rund um die Uhr Weihnachtslieder. Das ist mein Lieblingssender, wie Sie sich vorstellen können.

Und was für Geschichten bietet diese Woche unser Lieblingskampagnenblatt “die aktuelle”?

Sicher auch nur aufrichtig freundliche und rücksichtsvolle — dafür wird Achim “als kleiner Junge stand ich bei einer Adventsfeier des Roten Kreuzes auf der Bühne und spielte in einem Theaterstück den Weihnachtsmann” Thäsler in der Redaktionskonferenz bestimmt gesorgt haben …

Mette-Matir - Scheidung? Die unfassbare Erklärung vom Hof - Was wird aus den Kindern?

Helmut Kohl - Schreckliche Diagnose! Verliert er jetzt seinen Lebensmut?

Sylvie van der Vaart - Seit dem Ehe-Aus mit Rafael jagt eine Liebes-Katastrophe die nächste. Die Männer, mit denen sie sich verabredet, sehen zwar alle toll aus, sind aber ziemlich charakterlos. Hätte Sylvie nichts selbst soviel Unsinn gemacht, könnte man fast Mitleid kriegen ...

Boris & Lilly Becker - Er bedroht sie auf dem roten Teppich

Na, sieh mal einer an: Scheidung, schreckliche Diagnosen, Drohungen. Bei so viel Nächstenliebe wird einem Weihnachtsfan doch richtig warm ums Herz. Alles so friedvoll und fröhlich!

Ich wünschen [sic!] Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, eine friedvolle und fröhliche Adventszeit.

Ach, Achim Thäsler, eins noch: Auch wenn man es im ersten Moment vermuten könnte – das Wort “Scheinheiligkeit” hat so rein gar nichts mit Weihnachten zu tun.


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Schlagzeilenbasteln (3)

Schlagzeilenbasteln (3)

Haben Sie das Zeug zum Regenbogenredakteur? Finden Sie es heraus! Wir nennen Ihnen eine Nachricht, und Sie denken sich eine Schlagzeile dazu aus. Mit einem Klick auf den Link erfahren Sie, wie es die Profis gemacht haben.

Alles klar? Dann los!


Jürgen Klopp ist beim Fußball mal wieder aus der Haut gefahren.

Bedrohliche Ausraster - Jürgen Klopp - Muss seine Frau sich vor ihm fürchten?


Die Publizistin Helga Hirsch arbeitet seit Kurzem als Beraterin im Bundespräsidialamt. Sie war vor 15 Jahren auch mal mit Bundespräsident Gauck zusammen.

Ob Daniela darüber glücklich ist? - Joachim Gauck - Er holt seine Ex zu sich

Und was ist nun mit seiner Daniela? - Joachim Gauck - Neuanfang mit der Ex - Sie gibt im Schloss den Ton an

Daniela muss mit seiner Vergangenheit leben - Joachim Gauck - Neue Geliebte aufgetaucht


Das Geissens haben bei Instagram dieses Foto ihrer Töchter Davina Shakira und Shania Tyra gepostet:Screenshot: http://instagram.com/p/deWEyprwCJ/#

Die Geissens - Lolita-Alarm! - Leichtsinnig, was sie ihren Töchtern antunDenn “Tatsache ist nun mal: In den anonymen Welten des Internets tummeln sich jede Menge Kriminelle und Pädophile auf der Suche nach Lolita-Fotos und Kontakten jeglicher Art. […] Machen sich die Geissens darüber keine Gedanken?”


Gertrud Steinbrück hat ihrem Mann irgendwann mal vorgeschlagen, den gemeinsamen Nachnamen Steinbrück abzulegen und stattdessen ihren Mädchennamen Isbary anzunehmen. Peers Antwort: “Wenn du das von mir verlangst, lasse ich mich scheiden.”

Sie sprachen schon von Scheidung


In einer Online-Umfrage ist Florian Silbereisen zum nervigsten Moderator Deutschlands gewählt worden.

Florian Silbereisen - Nur Helene kann ihn jetzt noch trösten


Zwei Monate nach der Geburt ihres Sohnes ist Herzogin Kate wieder rank und schlank.

Herzogin Kate - Dramatische Radikal-Diät - Ihr falscher Ehrgeiz gefährdet Klein-George!Denn: “Experten warnen ausdrücklich vor Diäten während des Stillens: Eine Mangelernährung schwächt die Güte der Muttermilch und schadet so dem Kind! Der Gedanke, Kate könnte weniger essen, um schneller schlank zu werden, ist furchtbar! Was wird aus dem kleinen George? Steht seine Gesundheit auf dem Spiel?”


Angeblich ist Stefan Mross “Geheimfavorit für eine mögliche Nachfolge von Markus Lanz” bei “Wetten, dass…?”

Schock-Nachricht - Stefan Mross - Was soll nur aus seinem Baby werden?Denn als Moderator von “Wetten dass…?” hätte er wohl kaum noch Zeit für seine Familie.


Als Günther Jauch in einer Fernsehshow gefragt wurde, wen er früher “scharf” fand, antwortete er: “Ich fand Karin Dor toll. Ja, das war mein erster Kinofilm [...]. Und da war eine unvorstellbar schöne Frau … und das war Karin Dor!”

Günther Jauch - Wo fängt Untreue an? Es geht um diese schöne Frau


Von Boris und Lilly Becker sind diese beiden Fotos aufgetaucht:Ausriss: "Die neue Frau", Nr. 36/2013

Boris & Lilly - Sagt sie ihm hier, dass sie schwanger ist?


Birgit Schrowange sagt in einem Interview, insgesamt finde sie die Generation Männer zwischen 40 und 50 nicht souverän genug: “Die haben Angst vor erfolgreichen Frauen und suchen nach wie vor das Modell ‘jüngere Ehefrau, die ihnen den Rücken freihält”.

Markus Lanz - Pikante Enthüllung - Jetzt packt seine Ex-Geliebte ausDenn Birgit Schrowange war mal mit Markus Lanz zusammen. Und der ist ein Mann zwischen 40 und 50.



Apropos — Markus Lanz, der bekanntlich auch mal gerne an extreme Orte reist (Grönland, Alaska, Malle), wurde vor zwei Jahren in einem Interview gefragt, ob er “auch schon Halluzinationen im Eis” gehabt habe. Lanz antwortete: “Ja. Vor allem am Südpol.”

Markus Lanz - Überraschende Beichte - Er spricht über seine Wahnvorstellungen


Lilly Becker hat das hier bei Twitter gepostet:Beautiful .... I want her ... [Foto eines Mädchens]

Boris Becker (45) - Lilly wünscht sich ein Mädchen


George III. (1738-1820), König von Großbritannien, litt unter einer Stoffwechselstörung. Und bei Alice von Battenberg (1885-1969), der Schwiegermuter von Königin Elisabeth, wurde 1930 Schizophrenie diagnostiziert.

Prinzessin Kate - Angst um Baby George - Schock-Nachricht: Eine schlimme Erbkrankheit bedroht den kleinen Thronfolger


Boris Becker hat schon lange nichts mehr über seine Tochter getwittert.

Neuer Schock - Boris Becker & Lilly - Darf er sein Kind nicht mehr sehen?


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Ein Feuchttuch macht Geschichte

Ein Feuchttuch macht Geschichte

Sie sind halbwegs prominent und können auch einen Twitter-Account ihr Eigen nennen?

Dann haben Sie mit etwas Glück die exklusive Chance auf eine persönliche Quatsch-Geschichte, die zehntausendfach gelesen und für bare Münze genommen wird! Sie müssen nur darauf hoffen, dass die erfahrene Märchenredaktion des “Goldenen Blatts” einen Ihrer Tweets entdeckt.

Denn dann lässt sie nichts unversucht, um das öffentliche Bild Ihrer Person in ein neues Licht zu rücken. Selbst Wochen alte Tweets werden mit nie dagewesener Kreativität durch ein paar nette Details ergänzt.

So wie im Fall der glücklichen Gewinnerin dieses Monats: Sharlely “Lilly” Becker.

Bereits vor mehr als einem Monat zwitscherte die Mutter eines Sohnes ganz unbekümmert und mit nur 76 Zeichen, dass Baby-Tücher ihre besten Freunde gegen die kleinen Flecken im Haushalt seien. Eigentlich war das nicht einmal ihre eigene Aussage, denn es handelte sich lediglich um ein kommentiertes Bild:Tweet von @sharlely: "Yep that's me a the time ! Maybe not the bathroom pic.twitter.com/qWAF7HdlS6" - auf dem Bild steht: "You know you're a mom when you use baby wipes for cleaning up random spills, the dash of your car, window sills, and your entire bathroom."Kein Stoff, aus dem feuchte Regenbogenträume sind? Mit so wenig Äußerung lässt sich nun wirklich kein Artikel schreiben, denken Sie? Doch die Profis vom “Goldenen Blatt” sind schon mit ganz anderen Kalibern fertig geworden.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen und steht für sich als auch für die enorme Quatsch-Kompetenz der Redaktion!Boris Becker - Sein Opfer aus LIEBENa nu?
Sicher fragen Sie sich schon, was die großgeschriebene Liebe und Ehemann Boris’ Opfer mit den unkonventionellen Wisch-und-Weg-Praktiken seiner Lilly zu tun haben.

Nun, gar nichts — doch das ist ja das Tolle am Quatsch! Denn bedient man sich dieses Stilmittels, kann man goldige Ideen und Zusammenhänge einfach erfinden. Sehen Sie selbst:

So sei es für Boris Becker “momentan keine leichte Zeit”, denn die “Putzattacken seiner Herzensdame strapazieren manchmal ganz schön seine Nerven.”

Und weil Skandalnudel Boris zwar momentan vieles schreibt, aber partout nichts über “diese speziellen Tücher”, kann es nur eine alternativlose Schlussfolgerung geben:

Damit der Familienfriede [...] gewahrt bleibt, bringt Boris nun ein großes Opfer aus Liebe: Er schweigt!

Warum er nicht die Auseinandersetzung sucht?

Ganz klar: Boris möchte seine Lilly nicht unnötig aufregen.

Und als wäre das noch nicht genug der fabulösen Handwerkskunst, gelingt dem “Goldenen Blatt” schließlich noch der ganz große Wurf: der Evergreen der Regenbogen-Themen. Denn wieso nimmt Becker eigentlich so rührend Rücksicht auf Lilly?

Ganz klar:

Lilly könnte schwanger sein! Als werdende Mutter ist es von Vorteil, nicht mit Erregern und Keimen in Berührung zu kommen – zum Wohle des Ungeborenen. Denn, wie es den Anschein hat, möchte Lilly auf gar keinen Fall krank werden.

Wenige Blätter hätten den Bogen vom Feuchttuch über Boris zum Babyglück zurück zum Feuchttuch besser hinbekommen. Das muss man anerkennen.

Sie sehen: Es werden keine Phantasien gescheut, um aus einem banalem Tweet über ein Baby-Feuchttuch ein sympathisches Märchen zu entwerfen. Die ausgefuchsten Tagträumer vom “Goldenen Blatt” nehmen sich eben Zeit für jeden noch so banalen Promi-Tweet und drehen ihn durch den verrückten Regenbogen-Fleischwolf.

Also: Twittern Sie los! Vielleicht ja über den Hugo, den Sie gestern Abend noch gezischelt haben. Oder über Ihren neuen Dampfgarer.

Und dann schauen Sie einfach zu, auf welch abenteuerliche Weise das “Goldene Blatt” ihr Privatleben neu interpretiert.


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Hetze aus dem Baukasten

Hetze aus dem Baukasten

Nach 100 Tagen Arbeit mit der Regenbogenpresse erkennt man Muster in der Berichterstattung dieser Blätter. Es gibt wiederkehrende Vorgehensweisen, wie Geschichten von den Redaktionen zusammengeschustert werden. Die alten Schablonen werden aufgegossen mit neuen Namen, neuem Schund und neuen Hirngespinsten der Redakteure.

Wie sieht der Weg vom leeren Blatt zum fertigen Artikel aus? Die Genese einer Regenbogengeschichte, in diesem Fall aus “die aktuelle”.

Am Anfang stehen immer Bilder. Fotos von Adligen und Prominenten mit leeren oder vollen Gläsern in der Hand, Fotos von Inka Bause bei der Gartenarbeit, Fotos von Jenny Elvers beim Nachhausekommen.

Oder Fotos von Boris Becker und seiner Frau Lilly Kerssenberg aus den Archiven der Paparazzi-Agenturen:Fotos von Lilly Kerssenberg und Boris Becker

Fotos von Lilly Kerssenberg und Boris BeckerAuf diesen Fotos basiert der gesamte Artikel, der überschrieben ist mit “Was für ein peinliches Paar!”

Denn im nächsten Schritt schreiben die Mitarbeiter plump auf, was sie sehen oder sehen wollen. Es sind simple Bildbeschreibungen:

Boris’ Gesicht nimmt eine bedenklich rote Farbe an, seine Gesichtszüge entgleisen.

Ein Bild des Jammers, wen “Bobbele” nicht gleichzeitig so lächerlich aussehen würde. Ringe um den Bauch, eng spannende Hosen, runder Kopf mit glasigen Augen. Eigentlich eine Lach-Nummer, wenn’s nicht so peinlich wäre.

Lillys 37. Geburtstag: Boris hat sie in Londons “Lolou‘s”-Club ausgeführt. Aber dann krachte es …

Prost! Lilly liebt Champagner Rosé und greift schon mal selbst zur Flasche, wenn’s schneller gehen soll

After-Show-Party in Berlin: Zigarettchen und noch ein Gläschen … Lillys heißer Flirt mit “Bachelor” Paul Janke

Auweia: Boris hat sichtlich Schwirigkeiten, in seinen [sic!] Ausstellungs-Auto zu posieren. Das Gesicht knallrot, der Blick gläsern …

Fertig: Das war wohl ein Gläschen zuviel. Lilly rauft sich beschwipst die Haare, Boris wahr noch Haltung

Lilly wackelt auf der Berliner Fashion Week die Treppe runter. Der Mini ist zu hoch gerutscht …

Damit ist ein großer Teil der ohnehin kurzen Artikel schon geschrieben.

Die restlichen Zeilen füllen die Redakteure mit Weisheiten …

Geld verdirbt den Charakter. Sagt der Volksmund. Aber da muss schon mehr als ein Körnchen Wahrheit dran sein. Jedenfalls dann, wenn die Beckers aufschlagen.

… Plattitüden …

Heute London, morgen Berlin, übermorgen Paris — nur die Frisur, die sitzt nicht mehr …

und der zielgruppengerechten Bestätigung von Rollenbildern, die aus den 50er- und 60er-Jahren stammen dürften:

Lillys Exzesse sind legendär. Keine Party (wie jetzt auf der Berliner Fashionweek), auf der sie nicht ihren Champagner Rosé schlürft. Hat sie zu viel drin, wird sie auch schon mal laut. Dann hat „Wifey“ — so nennt Boris sie gerne — keine Lust mehr, sich ihrem Mann unterzuordnen. Der ruft sie schließlich zur Räson. Und bewirkt genau das Gegenteil: Lilly widerspricht, sie zickt.

Es gibt in diesem Text keine Zitate, keine Fakten oder Dokumente, die irgendetwas von dem Mist bestätigen, der über Boris Becker und Lilly Kerssenberg behauptet wird. Es sind im wahrsten Sinne des Wortes Momentaufnahmen, die mit viel Fantasie aufgeblasen werden zu kleinen Skandälchen und großen Skandalen.

Man könnte es nun dabei belassen. Oder — und dazu entscheiden sich diese Schmierblätter meistens — man fährt zum großen Finale auf. Boris und Lilly, die Rabeneltern:

Es gibt alles Grund, sich Sorgen zu machen. Immerhin haben die beiden einen Sohn. Aber wo ist Klein-Amadeus, 3, überhaupt? Das Kind hat schon lange keiner mehr gesehen. Die Eltern machen Party — und Amadeus bleibt allein zu Haus … ?

Und so entsteht dann dieser Artikel:

Lilly Becker - Teufel Alkohol! Sie fiel schon wieder aus der RolleWas die Redaktionen mit derartigen Geschichten anrichten, kann man häufig ein bis zwei Wochen später auf den Leserbrief-Seiten beobachten:

Luxus Leben - Was hat sich Becker da nach Hause geholt, mit seiner Lilly? Seine Barbara ließ er sausen und dieses Luxus-Weibchen heiratet er. Eine Frau, die große Probleme hat und sonst im Leben wenig taugt. Auf Kosten von Bobbele lebt sie ihr Luxus-Leben mit der Flasche in der Hand. Und Becker schaut zu. Was für Vorbilder für den Sohn. Beide reisen in der Welt umher, ohne Rücksicht auf den Jungen. Wann wachen die beiden eigentlich auf, geben dem Kind ein Zuhause? Wenn das Geld alle ist? Unverantwortlich wie der Junge herumgereicht wird. Immer und überall sind beide in der ersten Reihe, nur um gesehen zu werden. Sie haben es wohl nötig.

Da stellt sich nur noch eine Frage: Was war zuerst da — der verblödete Leserbriefschreiber oder das verblödende Medium?


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Fehltritt

Fehltritt

Neulich beim Tennisturnier in Wimbledon: Boris Becker plaudert in seiner Rolle als Kommentator ein wenig über seine Tochter Anna, die er einst mit Angela Ermakova bekommen hatte.

Öffentlich erklärt er: “Ich habe eine sehr schöne Tochter.” Und weiter: “Ich möchte sie nicht für eine Minute missen. Ich liebe sie sehr.”

Die “Woche der Frau” wundert‘s:

Nanu, woher kommt dieser plötzliche Gefühlsausbruch? Traurigerweise durch einen Skandal beim Turnier. BBC-Kommentator Gary Lineker (52) lästerte fies über Boris — und noch schlimmer über die unschuldige Anna. Er machte unseren Tennishelden abermals wegen der “Besenkammer-Affäre” zum Gespött der Leute, füllte mit dem pikanten Thema die Tagespresse.

Das finden die Kinderschützer der “Woche der Frau” alles andere als in Ordnung:Arme Anna! So viel Häme musste sie in ihrem jungen Leben als "Samenraub"-Tochter schon verkraften

Mittlerweile ist Anna alt genug, zu verstehen, was die Leute meinen und als was sie hingestellt wird.

Aber hallo!

Nämlich als das peinliche “Samenraub-Kind”. Es ist leicht nachzuvollziehen, wie sehr ihre kleine Seele darunter leiden muss, so verspottet zu werden.

Völlig richtig!

Alle wissen: Kinder sind untereinander brutal — für Anna wird die Schule zum Spießrutenlauf.

Und das alles nur, weil dieser blöde Lineker im Fernsehen so fies war. Gut, dass ihr da mal was gegen macht, Mitarbeiter der “Woche der Frau”!

Wie nennt ihr Anna denn eigentlich bei euch in der Redaktion?Boris Becker - Ja zum Fehltritt-Kind! Zieht Lilly deshalb aus?Um Himmels willen!


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Ziemlich dubioseste Freunde

Ziemlich dubioseste Freunde

Den Kapitalismuskritikern von der “Neue Post” scheint dieses ganze korrupte Finanzsystem zu stinken. Sie haben eine Kampfschrift gegen die Heuschrecken dieser Welt veröffentlicht:

Boris Becker - Weil er keinen Ausweg mehr sieht... Sucht er Hilfe bei einem dubiosen Berater?

Oh, oh! Ist Boris Becker etwa einem dieser skrupellosen Finanzhaie ausgeliefert? Die “Neue Post” sieht jedenfalls dunkle Wolken am Horizont:

Wenn du Geld hast, scheint immer die Sonne“, heißt es im Hit „Money, Money, Money“ der Pop-Gruppe ABBA. Doch für den früheren Tennis-Helden Boris Becker (45) scheint die Sonne wohl schon länger nicht mehr so strahlend. Und nun sucht er jemanden, der ihm hilft, die Geldsorgen-Wolken zu verscheuchen ...

Erstmal Glückwunsch, alte Edelfedern, dass ihr dieses gelungene Sprachbild so konsequent durchzieht. Das aber nur am Rande.

Wie kommt ihr denn auf die “Geldsorgen-Wolken”, die sich über Becker zusammenbrauen?

Die “Neue Post”-Milchmädchenrechnung: “Steuerhinterziehung 2002″ + Beteiligung an “Pleite-Internetportal” + “Streit wegen offener Rechnungen um seine Mallorca-Finca” = “kein Ausweg mehr” für Boris Becker.

Also das überzeugt selbst uns!

Aber jetzt raus mit der Sprache: Mit welchem “dubiosen Berater” hat Becker zu tun?

Rat kommt vielleicht von keinem Unbekannten: Anshu Jain (50), Vorstandsmitglied einer großen Bank, scheint ein neuer Freund zu sein.

Ha, wussten wir es doch! Dubioser geht‘s ja nicht.

Immerhin wird Jains Privatvermögen auf 60 Millionen Euro geschätzt. Ob Boris ihn um einem [sic!] Kredit bitten muss?

Nicht doch! Boris weiß doch gar nicht, mit wem er sich da eingelassen hat:

Pikant: Glaubt man einer WDR-Reportage vom Mai 2012, hat Jain keine weiße Weste. Er wird für hochriskante Geschäfte mit Hypotheken verantwortlich gemacht. Jain weist das von sich. Aber ob Boris überhaupt von den Vorwürfen weiß?

Dank der Aufklärungsarbeit der Regenbogenpresse sollte er spätestens jetzt ja wissen, was sein, nun ja, “neuer Freund” in seinem Schattendasein so dubioses treibt.


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Nicht gut Pommes essen

Nicht gut Pommes essen

Was haben wir nicht schon alles von Boris und Lilly Beckers turbulenter Ehe-Achterbahn lesen dürfen. Und ehe man die Yellow Press von dieser Woche durch hat, setzt sich Boris Becker schon wieder so richtig ins Majonäse-Näpfchen!

Boris Becker - Scheidung! Lilly hat ihn satt!

Das ist eindeutig. Ein wertiges Ausrufezeichen unterstreicht das unumstößliche Faktum: Es ist aus zwischen Boris und Lilly. Die exklusive Story dazu hat sich — der Titel verpflichtet — die “Freizeit Exklusiv” geangelt.

Und wer ist Schuld am Ehe-Aus? Na klar, kleines dickes Boris, der verlotterte Tunichtgut und Wuchtpromi — wenn man denn dem Blatt Glauben schenken darf.

Aber, wir ahnen es schon: Mit dem Glauben sollte man bei der “Freizeit Exklusiv” und all den anderen Regenbogenheften sparsam umgehen. Denn in der eigentlichen Story rudert die Redaktion bereits in der Überschrift kräftig zurück und fragt in den inhaltlosen Raum hinein:

Scheidung? Lilly hat ihn satt!

Moment. Jetzt doch keine Scheidung?

Doch, vielleicht, irgendwie schon. Denn die sachdienlichen Hinweise dafür liegen
Boris schwer im Magen.

Eine XXL-Portion Pommes mit extra viel Majonäse und Ketchup, dazu eine Cola nach der anderen. Von gesunder Kost scheint Boris Becker (45) in letzter Zeit nicht ganz so viel zu halten wie zu seiner aktiven Zeit als Tennisspieler. Und das bleibt natürlich nicht ohne Folgen! Der gebürtige Leimener hat mächtig zugelegt. So sehr, dass er körperlich quasi nur noch ein Schatten seiner selbst ist.

Einfach maßlos!

Zwecks Beweis für Beckers Völlerei liefert die “Freizeit Exklusiv” dann auch eindeutiges Bildmaterial: Ein Foto (“Gefrässig”), bei dem man Vielfraß-Boris sieht, wie er (zugegeben, nicht ganz elegant) drei Pommes Frites (ohne Ketchup oder Majo) zu sich nimmt. Die Vier-Liter-Familienflasche Cola hat es nicht mehr in den Bildausschnitt geschafft, aber Pommes und Cola ist bekanntlich wie Hobeln und Späne. Sogar ein Glas (ohne Cola) ist zu erkennen. Erdrückend!

Ein anderes Bild (“Unbeholfen”) zeigt Dussel-Boris auf einer Judomatte. Es ist völlig unklar, ob er gerade einen Purzelbaum schlägt, Richtung Mekka betet oder etwas ganz Anderes macht. Aber für die “Freizeit Exklusiv” ist der Satz bereits gespielt:

Der Tiefpunkt: Während einer Benefiz-Judo-Veranstaltung wirkte Boris so unbeholfen, dass er nur noch schwerfällig und mit viel Mühe wieder von der Matte hochkam. Kaum zu glauben, dass dieser Mann dreimal Wimbledon gewonnen hat und eines der größten Sport-Idole war…

Auch kaum zu glauben ist die Dreistigkeit, mit der die Friseurpostille hier versucht zu konstruieren, was eigentlich nicht zu konstruieren ist.

Der Hintergrund zum Foto: Im Vorfeld der Laureus World Sports Awards 2013 in Rio de Janeiro hatten Boris und (!) Lilly den bekannten Judoka Ole Bischof besucht, der mit Kindern in Rios Favela “Rocinha” trainierte. Das alles ist in einer Fotostrecke der Huffington Post zu sehen. Boris stellte sich als Trainingspartner für Bischof zur Verfügung.

Dass er sich als Judo-Anfänger etwas unbeholfen anstellt und sich für ein paar fröhliche Kinder ein wenig mehr zum Horst macht als nötig — das ist eine Sache.

Die andere ist, dass Lilly bei diesem Versuch scheinbar dermaßen sauer über das peinliche Verhalten ihres (Noch!-)Ehemanns ist, dass sie davon, herzhaft lachend, Erinnerungsfotos mit ihrem Smartphone schießt, sich auch selber auf der Matte versucht und diesen Spaß bei Twitter dokumentiert.

Das passt so nicht zur Geschichte? Haben auch die Redakteure der “Freizeit Exklusiv” gemerkt. Und diesen ganzen Teil lieber mal verschwiegen.

Dafür setzen sie den restlichen Artikel aus dem Dreischritt des Grauens der typischen Regenbogengeschichte zusammen.

Erstens: die Quelle, die so nah dran ist, dass sie besser nicht näher genannt wird — der “enge Vertraute”! Dieser bezieht sich auf ein anderes kolportiertes Becker-Laster, seine “fast schon krankhafte Spielleidenschaft”:

“Lilly hat große Angst, dass Boris irgendwann noch sein ganzes Geld verzockt. Sie hat seine Art langsam satt”, verrät ein enger Vertrauter der beiden und wird konkreter: “Sie haben sich einmal derart heftig gestritten, dass Lilly sogar mit Scheidung gedroht hat, wenn sich Boris nicht bald grundlegend ändert.”

Zweitens: die Quelle, die nicht näher an den Köpfen der Promis dran sein könnte — der “Bob”! Tiefenpsychologisch kompetent wie Brigitte Edelmann von AstroTV untersucht das Blatt Lillys neue Haarpracht auf Spuren von Scheidung:

Haare ab - Lilly trägt jetzt Bob. Über Frauen, die sich die Haare abschneiden sag man: Ein neuer Lebensabschnitt beginnt...

Und drittens: der selbstlose Einsatz für das Gute. Wohl in der Hoffnung, dass Boris ihre Zeilen liest, stilisiert sich die “Freizeit Exklusiv” als helfender Lebensratgeber:

Doch Boris hat es selbst in der Hand und sollte ziemlich schnell entscheiden, was ihm wichtiger ist: seine Ehe mit Lilly — oder sein maßloses Lotterleben. Eines muss ihm klar sein: Mit einer verärgerten Lilly ist nicht gut Kirschen essen. Aber ob ihm das wirklich bewusst ist?

Offenbar nicht. Denn die Einzigen, die sich Sorgen um die Becker-Ehe machen, das seid ihr. In eurer Parallelwelt unterm Regenbogen.


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Mit Kompetenz, Herz und viel Spaß

Mit Kompetenz, Herz und viel Spaß

Die Leute von der “Woche der Frau” beschreiben sich selbst als …

[…] ein dynamisches Team aus Journalisten, Foto-Redakteuren und Grafik-Designern mit Kompetenz, Herz und vor allem viel Spaß an der Arbeit.

Soso.

Dann schauen wir uns doch mal an, wie das “dynamische” Team aus “Journalisten” so arbeitet.

Das hier ist die aktuelle Titelgeschichte:Schockierende Enthüllung - Boris Becker und Lilly - Hat er heimlich eine zweite Familie?

Sorry für den Spoiler, aber: Nein. Hat er nicht. Natürlich nicht.

Wie kommt die “Woche der Frau” also auf die Frage? Nun, normalerweise läuft es ja so, dass die Autoren Beckers Twitter-Account nach Material durchforsten, das man in irgendeiner Weise gegen ihn verwenden könnte.

Diese Geschichte aber ist besonders perfide. Denn sie beruht nicht auf dem, was Boris Becker getwittert hat – sondern auf dem, was nicht:

Sein Privatleben ist ihm alles andere als heilig. Im Gegensatz zu vielen anderen Promis lässt Boris Becker (45) die Öffentlichkeit an jeder Kleinigkeit teilhaben, egal wie intim oder gar peinlich. Ob er nun auf Reisen ist oder in den eigenen vier Wänden – er twittert Fotos von sich und seiner Frau.

Keine Ahnung, ob das ein Vorwurf oder eine versteckte Danksagung sein soll.

Nur ein Thema ist bei ihm tabu: Tochter Anna (13). Keine öffentlichen Tweets, keine Facebook-Einträge, so gut wie keine gemeinsamen Fotos – dabei liegt es auf der Hand, dass er sich um sie kümmert und sie regelmäßig trifft.

Ja … und?

Seltsam ist nur, dass ausgerechnet das nicht vor aller Augen passiert – vielleicht deshalb, weil bei diesen Treffen auch oft Annas Mutter Angela Ermakova (45) mit von der Partie ist und er diese Tatsache nicht an die große Glocke hängen will?

Tja, was meinst du, “Woche der Frau”?Möglich, dass noch nicht einmal Lilly (36) von dieser schockierenden Enthüllung weiß! Da darf man sich zu Recht fragen, ob Boris nicht heimlich ein Doppelleben führt! Sind die Skandal-Geliebte und die gemeinsame Tochter Anna Boris' heimliche zweite Familie? Abwegig wäre das nicht! Denn

Denn: Anna, Angela und Boris wohnen alle in London – und “sogar im gleichen Viertel”!

Das überzeugt Sie noch nicht so wirklich? Dann passen Sie mal auf. Denn die “Woche der Frau” hat einen eindeutigen Hinweis darauf gefunden, dass da beziehungsmäßig bei den Beckers irgendwas faul sein muss:

Lilly hat sich die Haare abgeschnitten.Warum hat sie nur ihre schöne Löwenmähne abgescnitten? Lilly twitterte ihre neue Kurzhaar-Frisur, lächelt auf den Fotos aber etwas verunsichert. Bestimmt auch, weil es für sie ungewohnt ist. Oder steckt noch mehr dahinter? Hatte sie Schockierendes erfahren und wollte deshalb einen kompletten Neuanfang?

Was seid ihr noch gleich, Leute von der “Woche der Frau”? Ach ja:

[…] ein dynamisches Team aus Journalisten, Foto-Redakteuren und Grafik-Designern mit Kompetenz, Herz und vor allem viel Spaß an der Arbeit.

Das mit dem Spaß kaufen wir euch sofort ab.

Aber den Rest glaubt ihr ja wohl selbst nicht.


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Wie kann sie nur

Wie kann sie nur

Es ist schon viel Schwachsinn geschrieben worden über Boris und Lilly Becker. Sehr viel Schwachsinn. Aber nun …Aber nun sind Vermutungen aufgekommen, die allem die Krone aufsetzen

Will heißen: Aber nun hat sich die “Neue Post” eine Geschichte ausgedacht, die noch schwachsinniger, bösartiger und unglaublicher ist als der ganze andere Dreck, den das Blatt regelmäßig in die Welt rülpst.

Der Artikel beruht hauptsächlich auf folgendem Ereignis:

Da war zum einen der Box-Kampf von Waldimir Klitschko (37) gegen Francesco Pianeta (28) vor wenigen Tagen in Mannheim. Als Zuschauer ganz vorn am Ring: Boris Becker. Aber wo war Lilly? […] Zwar ließ sie sich den Boxkampf auch nicht entgehen. Aber sie zog es vor, das Wochenende daheim in London mit einem attraktiven jungen Mann zu verbringen […].

Bis hierher ist es eine ganz normale Regenbogengeschichte: Lilly vernachlässigt ihre Ehe, dazu irgendein schwammiges Fremdgeh-Märchen.

Der attraktive junge Mann, den Lilly Boris vorgezogen habe, sei gerade erst “19 geworden, ein smarter Typ, der eben beginnt, das Leben zu entdecken.” Die Autorin folgt der üblichen “Neue Post”-Argumentation und kommt zu dem Schluss:

Lilly spielt mit dem Feuer. […] Es wird Zeit, dass [Boris Becker] ein Machtwort spricht. Oder will er sich ganz und gar der Lächerlichkeit preisgeben?

Das ist Regenbogenroutine.

Aber diese Geschichte ist anders. Denn der attraktive junge Mann ist kein dahergelaufener Freund, Fan oder Kollege von Lilly. Nein, es ist Noah Becker — ihr eigener Stiefsohn.

Wie kann sie nur - Boris Becker - Was läuft da zwischen Lilly und seinem Sohn?

Wir haben ja schon eine Menge Unfug gelesen über Boris und Lilly Becker: Alkohol. Scheidung. Dramen jeglicher Art.

Doch “Neue Post”-Redakteurin Gaby Lentzen überuntertrifft selbst diesen ganzen Quatsch. Sie besitzt die unglaubliche Frechheit, Lilly Becker eine mögliche Affäre mit ihrem eigenen Stiefsohn anzudichten. Und das alles ausgehend von dem Gerücht, dass die beiden zusammen ferngesehen haben.Nun könnte man sagen, was ist schon dabei, wenn die beiden zusammen fernsehen? Aber schon seit Längerem wundern wir uns über Lilly und ihr Verhältnis zu Noah. Immer wieder sihet man, wie sie ihn ganz ungeniert anflirtet, dabei stets voll auf Körperkontakt setzt.

Zum Beweis hat die “Neue Post” drei pikante Fotos ausgegraben:Ausriss: "Neue Post", Nr. 21/2013

“Gefährliche Nähe” steht da.

Weißt du, “Neue Post”, du bist auch gefährlich nah dran — am völligen Wahnsinn.


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Eine Frage des Glaubens

Eine Frage des Glaubens

Oft werden wir gefragt: Gibt es tatsächlich Menschen, die diesen ganzen Mist glauben, der in der Regenbogenpresse steht? Wir wollen das mit Hilfe eines Beispiels beantworten.

Es handelt von der Berichterstattung über Lilly Becker. Seit Wochen prügelt die Regenbogenpresse wie wild auf die Frau von Tennis-Star Boris ein – zeigt sie als feierwütiges Biest ohne einen Funken Liebe für Mann und Kind, erklärt sie zum personifizierten “Kummer”, zum undankbaren, karrieregeilen und alkoholkranken Anhängsel an der Seite des großen Sportlers.

Und mittendrin – wir hätten drauf wetten können — “die aktuelle”:Bitte, Lilly, halt einfach mal den Mund!

Wir hätten drauf wetten können: Kaum hatten Oliver, 35, und Alessandra Pocher, 30, ihre Trennung verkündet, musste Lilly Becker, 36, ihren Senf dazu geben.

… schreibt “die aktuelle” und gibt dann ihren Senf dazu.

Der Anlass sind zwei Tweets von Lilly (@sharlely) Becker. Der eine sieht so aus:[Tweet von @Tweety_fr:] @sharlely How do you comment the end of #AlessandraPocher's love? [Antwort von @sharlely:] @Tweety_fr I can't cause every family that breaks up is very sad , I wish her the best in life ... Him not so much I really can't stand him

Schlimm, schlimm — meint jedenfalls “die aktuelle”. Und schreibt weiter:

Das reichte [Lilly] aber noch nicht! Zwölf Minuten (und vielleicht einen Champagner Rosé) später ging’s unter die Gürtellinie. Sie twitterte eine Zeichnung mit dem frivolen Text: “Trennungen sind hart. Glücklicherweise die Penisse anderer Männer auch.”

[…] Offenbar kommt Lilly einfach nicht darüber hinweg, dass Boris, 45, mit Frau Pocher (damals noch Sandy Meyer-Wölden) “Deutschlands schönste Liebesgeschichte des Sommers” erlebte.

Ein paar Gedankengänge (und vielleicht ein Glas Wurstwasser) später schreibt “die aktuelle”:

[...] damit hatte Lilly endlich einen Grund, die Pochers via Twitter voller Häme zu beschimpfen, wann immer sie einen Anlass fand. Wie jetzt die Trennung. Das wurde selbst Boris zuviel. Er hat seine Frau zum ersten Mal aufgefordert: “Bitte, Lilly, halt einfach mal den Mund!” Vielleicht ist jetzt Ruhe.

Leider verrät “die aktuelle” nicht, wo sie dieses Zitat (das sie immerhin zur Überschrift und zur Pointe ihrer Geschichte macht) herhat. Vielleicht ja von Twitter. Denn dort hat tatsächlich jemand etwas Ähnliches zu Lilly gesagt – doch das war gewiss nicht Boris Becker:[Antwort auf den o.g. Tweet von @sharlely: How about u just shut up for once ?! There's seriously nobody that gives a fcuk about what u "got to say"!!!

Vielleicht hat “die aktuelle” sich den Spruch aber auch einfach nur ausgedacht.

Wie auch immer. So viel zum Hintergrund dieser Geschichte. Schauen wir uns nun an, was die Leser dazu sagen. Denn eine Ausgabe später hat das Blättchen unter anderem folgenden Leserbrief abgedruckt:[Leserbrief:] Dass sich Lilly Becker auch überall einmischen muss! Das ist wirklich unglaublich! Bestimmt will sie damit einfach nur von ihren eigenen Problemen ablenken. Oder sie ist immer noch eifersüchtig auf Sandy. Schließlich ist sie eine Ex-Freundin von Boris und sie waren sogar verlobt. Wobei der Grund ja eigentlich auch egal ist. Lilly macht sich mit ihren Lästereien jedenfalls keine Freunde. Da ist es ja wohl kein Wunder, dass Boris irgendwann der Kragen platzt. Er mischt sich ja auch in vieles ein, aber zumindest wird er nicht gleich so persönlich. Lilly übertreibt es wirklich mit ihren Sticheleien. Hoffentlich nimmt sie sich Boris' Ratschlag zu Herzen und überlegt demnächst zweimal, ob sie zu einem Thema wieder ihren Senf dazugeben muss oder es vielleicht doch lieber lässt.

(Unkenntlichmachungen von uns.)

Ein weiterer Leserbrief drohtwarnt: leserbrief2

Sie fragen sich, ob es Menschen gibt, die den Mist in der Regenbogenpresse glauben? Die auf die wilden Lügengeschichten reinfallen? Die sich von der Unverschämtheit und Boshaftigkeit der Blättchen sogar infizieren lassen?

Nun. Ja.


Nachtrag, 6. Mai, 14 Uhr:

Einige unserer Leser haben die (durchaus nachvollziehbare) Vermutung geäußert, dass die Leserbriefe in Wirklichkeit aus der Feder der Redakteure selbst stammen könnten. Darum haben wir die Verfasserin des “Pass lieber auf!”-Leserbriefes kontaktiert — und sie hat uns mitgeteilt, dass der Brief komplett von ihr geschrieben wurde. Es sei auch nicht der erste, sagte die Dame stolz, seit Jahren sei sie eine fleißige Leserbriefschreiberin. Hin und wieder werde von der Redaktion zwar mal ein Wort verändert (weil es zu heftig sei), aber grundsätzlich würden die Briefe unverändert abgedruckt. Auf unseren Hinweis, dass vieles in den Heften der Regenbogenpresse erfunden und gelogen sei, reagierte die Dame überrascht — später meinte sie dann, wenn etwas Falsches über jemand geschrieben werde, könne der sich ja dagegen wehren.


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Verrenkungen der Woche (5)
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Verrenkungen der Woche (5)

Gestern angekündigt, heute online: Teil zwei der aktuellen Verrenkungen der Woche!Stefanie Hertel - Am Boden zerstört - So hilft ihr Frank Elstner aus dem Tief

Bei Stefanie Hertel laufe es beruflich nicht mehr so richtig, findet die “Freizeit Woche”. Aber: “Dieses Dilemma hat scheinbar auch Frank Elstner (71) mitbekommen”. Und der helfe Hertel jetzt. Eine “überraschende Verbindung”, wie die Redakteure finden. Ja, liebe Berufsverdreher der “Freizeit Woche” — könnte vielleicht daran liegen, dass es in diesem Fall so gut wie keine Verbindung gibt zwischen den beiden. Nur diese eine Aussage Elstners, als er mal nach Hertels möglicher TV-Karriere gefragt wurde: “‘Sie macht das toll, steht ja von klein auf auf der Bühne. Und der Mensch wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben’, sagt er.” Na gut, immerhin gesteht ihr ein paar Zeilen später, dass ihr ziemlich im Trüben fischt: “Die Zeichen stehen schlecht — wenn da nicht Frank Elstner im Hintergrund die Fäden ziehen würde. Das zumindest könnte man vermuten.” Genau. Könnte man aber auch nicht vermuten.


Stefanie Hertel - Schock-Fotos im Internet - Muss sie ihre Tochter jetzt vor Lanny beschützen?

Die “Freizeit Spass” hat sich derweil einen ganz anderen Skandal um Stefanie Hertel ausgedacht: Ihr Freund Lanny habe “Schock-Fotos im Internet” gepostet. Das Blatt fragt: “Muss Stefanie ihre Johanna (11) nicht vor diesem Mann schützen?”
Und so sieht es aus, das böse, ordinäre Schock-Foto:
[Foto von Lannys Facebook-Seite; Vogelfutter in Penisform] - Stefanies Liebster Leopold Lanner findet dieses Foto (l.) toll. Er hat es auf seine "facebook"-Seite gestellt.Also wirklich, Lanny!


Sensationelle Enthüllung - Stefanie Hertel - Stefan holt sie zu sich zurück

Ein Glück! Wenn Stefanie wieder mit ihrem Ex zusammenkommt, muss sie ihr Kind wenigstens nicht mehr dem versauten Lanny anvertrauen. Doch leider zu früh gefreut: Ein “Liebes-Comeback”, schreibt die “Neue Post” selbst, “ist allerdings ausgeschlossen.” Was nichts daran ändert, dass Stefan seine Stefanie tatsächlich zrückholt — und zwar für einen Auftritt in seiner Fernsehshow.


Jetzt übertreibt die Arbeitsministerin aber - Ursula von der Leyen - Sie schläft sogar im Büro

Die “frau aktuell” wie immer voll dabei: “Berlin, Arbeitsministerium, 6 Uhr früh. [...] Nur in der Chef-Etage sind schon Geräusche zu hören — was ist denn da los? Des Rätsels Lösung: Ursula von der Leyen (54) ist gerade aufgestanden — ja, die Ministerin schläft im Büro!” Also, ihr alten Schummler der “frau aktuell”, jetzt überlegt einmal ganz scharf: Wenn Ursula von der Leyen ein “Apartment im Ministerium” hat und dort schläft — was stimmt dann an eurer Überschrift “Sie schläft sogar im Büro” nicht so ganz? Na, dämmert’s?


Milva: Fans in großer Sorge - "Ich bin nur noch eine halbe Portion!"

Auch ein guter Trick, ihr Schreiber der “Freizeit für die Frau”: Einfach ein Foto der Sängerin und Schauspielerin Milva abdrucken, auf dem sie recht schmal aussieht, und sie dazu in der Titelzeile sagen lassen, sie sei nur eine halbe Portion. Und dann im Artikel das richtige Zitat zu bringen: “‘Ich bin nur noch eine halbe Person [Hervorhebung durch uns]. Jetzt ist es schon mein zweites Bein, das nach einem Sturz in Stücke zerbrochen ist.’” Irgendwie haben wir das blöde Gefühl, ihr wolltet uns übers Ohr hauen.



Dabei war es doch die ganz große Liebe - Josef & Narumol - Scheidungs-Schock!
Oh Nein! Es war doch die ganz große Liebe! Und jetzt der Scheidungs-Schock! Aber keine Bange, liebe Fans von Bauer Josef. Er und seine Narumol sind verliebt wie eh und jeh. Der “Scheidungs-Schock” bezieht sich auf die Trennung von “Bauer Markus und seiner Frau Jennifer”. Denn die war “ein richtiger Schock” für Josef und Narumol.


Andre Agassi - Eifersuchts-Drama - Wollte Boris Becker ihm seine Frau wegnehmen?

“Die neue Frau” ist immer noch ganz aufgekratzt von dem, was Andre Agassi da enthüllt hat: “Erstmals erzählte der sonst so besonnene Sportler jetzt von einem Erlebnis, das ihn so richtig auf die Palme brachte. Ein wahres Eifersuchts-Drama!” Dabei beruft sich das Heftchen auf ein Interview in der “Bild am Sonntag” (zitiert daneben aber auch aus einem “Welt”-Interview, das bereits über drei Jahre alt ist). Der unglaubliche Vorfall: “Während eines wichtigen Spiels warf Boris [Andres] Frau Luftküsse zu. Für Agassi eine Kriegserklärung”. Und für “Die neue Frau” ein Grund, selbst fünfzehn Jahre später immer noch eine ganzseitige Geschichte daraus zu basteln.


Markus Lanz - Pikante Enthüllung - Steht seine Ehe jetzt vor dem Aus?

Oh, oh! Was ist denn da bei Markus Lanz los? Die “Viel Spaß” wird doch nicht ohne Grund in einer ihrer beliebten Fragenzeichen-Aussagen nachhorchen, ob “seine Ehe jetzt vor dem Aus” steht? Ach, doch. Genau das tut das Schmierblatt. Denn der Grund fürs mögliche Lanz-Ehe-Aus soll seine Abenteuerlust sein. Die Katastrophenforscher der “Viel Spaß” sind sich sicher: “Dass er damit nicht nur sein Leben, sodern vor allem seine Ehe mit Angela (29) aufs Spiel setzt, scheint dem ehrgeizigen TV-Moderator vollkommen egal zu sein.” Da war zum Beispiel die mördermäßige Wrestling-Showeinlage bei “Wetten, dass..?” neulich, in der er sich “beinahe die Lungenflügel zerquetschen ließ”. Er habe “dem Tod ins Auge” geblickt. Oder sein eisklates Bad im Bodensee. Brrrrr. Die “Viel Spaß” kann da nur an die arme Frau von Markus Lanz denken: “Auch diese waghalsige Aktion musste die zarte Brünette live miterleben.” Da gibt’s nur eine logische Konsequenz: “Böse Zungen behaupten: Lange wird sie sich seinen übertriebenen Ehrgeiz nicht mehr mit ansehen.” In welcher Redaktion diese bösen Zungen sitzen, wissen wir ja jetzt.


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Google, die Suchtmaschine

Google, die Suchtmaschine

Es braucht im Grunde nur zwei Dinge, um einen Promi in Verruf zu bringen: Ein Foto, auf dem er ein Glas in der Hand hält — und eine böswillige Zeitung.

Zum Beispiel die “frau aktuell”:Der Druck auf sie ist einfach zu groß ... Prinzessin Letizia - Trinkt sie heimlich?Oder die “Freizeit Monat”:[Lilly Becker trinkt aus einem Bierglas] - Zu tief ins Glas geschaut? Lilly lässt es krachenOder “die exklusive”:Bier, Wein, Champagner! Kann er nicht mehr ohne?Oder die “Neue Post”:Schon mittags trinkt sie Alkohol (r., mit Busenfreundin Sabia)Oder die “Revue der Woche”:13.30 Uhr in einem Lokal in Eppendorf: Sylvie trinkt einen Aperitif, danach gab es Wein, dann wieder einen Aperitif ...Oder “die aktuelle”:So fing es auch bei Jenny Elvers an ...Allein in den letzten Tagen unterstellten die Redaktionen so nicht nur Boris Becker, möglicherweise alkoholabhängig zu sein, sondern unter anderem auch dessen Frau Lilly (“greift ebenfalls gerne zu”), Letizia von Spanien (“es gibt einige ‘gute Freunde’, die ihr das in der Tat zutrauen …”) und Sylvie van der Vaart (“trinkt jetzt schon mittags!”).

Und dann ist da noch die “frau aktuell”, die in ihrer aktuellen Ausgabe von einem ganz besonderen “Alkohol-Schock!” zu berichten weiß:Stefan Mross - Pikante Enthüllung! Wehe, wenn er zur Flasche greiftDie “pikante Enthüllung” (kein Scherz!): Wenn man bei Google “Stefan Mross” eintippt, ist der zweite Suchvorschlag “Stefan Mross Alkohol”.

Das Blatt schreibt:

Mross kam 2003 mit einer Alkoholvergiftung in eine Klinik. Doch warum wird er ausgerechnet mit seinen Alkoholeskapaden in Verbindung gebracht – zehn Jahre später?

Ja, warum nur?

Fakt ist: Die Nutzer von Google geben ihre Suchanfrage individuell ein. Die Schlagwörter, die am häufigsten in Zusammenhang mit einer Person gesucht werden, erscheinen auch primär. Ein bitterer Schlag für Stefan! Wer kann ihm jetzt noch helfen? Der TV-Moderator ist machtlos gegen die Anfragen im Netz und den [sic] daraus resultierenden Fehl-Interpretationen.

“Fehl-Interpretationen”. Soso.

Der Artikel der “frau aktuell” sieht folgendermaßen aus:Alkohol-Schock! Stefan Mross - Wer kann ihm jetzt noch helfen?Übrigens, liebe “frau aktuell”, wenn man deinen Namen bei Google eingibt, sieht der dritte Suchvorschlag so aus:frau aktuell kündigen


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Ein Baby! Ein Baby! (…wäre toll)

Ein Baby! Ein Baby! (…wäre toll)

Was haben Charlène & Albert von Monaco, Victoria & Daniel von Schweden sowie Lilly, Boris, Yvonne, Oliver, Christine und José vom Fernsehen gemeinsam?

Richtig: Sie bekommen alle kein Baby.

Dennoch geben sich die Regenbogenredaktionen größte Mühe, es so klingen zu lassen, als ob. Manchmal lassen sie die Mühe aber auch weg.Ihre kleine Estelle bekommt ein Brüderchen - Victoria & DanielFür den entscheidenden Teil dieser Aussage war in der Überschrift leider kein Platz mehr. Im Text aber schon:

Estelle bekommt ein Brüderchen! Wäre das nicht toll?

Au ja, liebe “Super Freizeit” – da müsstest Du nicht mal mehr einen neuen Artikel schreiben, sondern könntest den hier sofort nochmal nehmen und “wäre” einfach mit “ist” ersetzen. Toll!

Die “Neue Post” könnte sogar gleich ihr ganzes Titelbild wiederverwerten, wenn, in diesem Fall Charlène von Monaco, wirklich mal ein Kind kriegen sollte:Endlich ein Thron-Erbe - Ganz Monaco freut sich für Carolines Familie - Albert & Charlene: Das Baby ändert alles!Damit hat das Heft nicht mal ganz Unrecht: Es wurde tatsächlich ein Kind zur Welt gebracht. Allerdings nicht von Charlène, sondern von der Verlobten des Sohnes der Schwester ihres Mannes. Das Baby ist also Charlènes (Schwieger-)Großneffe.

Und jetzt raten Sie mal, welches Baby “Das neue Blatt” meint, wenn es schreibt:Caroline & Charlene - Endlich Babyglück in MonacoOder die “frau aktuell”:Caroline - Die Baby-Sensation! - Ganz Monaco steht KopfAuch die “Promi Welt” kann es kaum erwarten. Und vertreibt sich die Zeit wie eine Sechsjährige auf der Fahrt in den Italienurlaub: Bis es so weit ist, fragt sie, wann es so weit ist.Christine Neubauer - Ein Baby von José? - Die Krönung ihrer Liebe: Ärzte geben grünes LichtImmerhin hat José seiner Christine auf irgendeinem roten Teppich immer wieder den Bauch gestreichelt. Und “eine Geste sagt oft mehr als 1000 Worte”, weiß die “Promi Welt”.

Und sie weiß sogar noch mehr. Zum Beispiel, dass Christine Neubauer mindestens 50 Jahre alt ist und ein Professor gesagt hat, das sei überhaupt kein Problem fürs Kinderkriegen. Wenn’s auf natürlichem Wege dennoch nicht klappen sollte, keine Sorge — daran hat die “Promi Welt” nämlich auch schon gedacht:

Es besteht auch die Möglichkeit, sich Eizellen von einer jüngeren Spenderin zu kaufen und sie mit dem Samen des Partners befruchten zu lassen! Ein Verfahren, das in Deutschland verboten, aber etwa in Spanien legal ist: Christine Neubauer lebt mit José hauptsächlich auf Mallorca. Wir werden gewiss bald mehr erfahren – unter gewissen Umständen jedenfalls …

Bemerkenswert, wie die “Promi Welt” mit Hilfe des Doppelpunktes versucht, so zu tun, als würde sie einfach nur logisch schlussfolgern. Und sich nicht wahllos irgendwelchen Mist zusammenreimen.

Womit wir bei der “Freizeit Spaß” wären.Yvonne Catterfeld & Oliver Wnuk - Traumhochzeit - Er spricht sogar von einem BabyMan könnte jetzt vermuten, dass er wirklich von einem Baby gesprochen hat. Die Passage des “Bunte”-Interviews, aus der die “Freizeit Spaß” ihre komplette Titelgeschichte gebastelt hat, lautet allerdings folgendermaßen:

Noch ein Kind, heiraten? “Alles ist möglich”, sagt Oliver Wnuk.

“Alles ist möglich.” Könnte auch das Geschäftsmotto der “Freizeit Spaß” sein.

Die “Neue Pause” gönnt sich derweil eine kleine Auszeit von den Schwangerschaftsgerüchten. Über Nachwuchs spekulieren kann man schließlich auch auf andere Weise:Boris & Lilly Becker - Adoptieren sie ein Mädchen?Für die “Neue Pause” ist es nur noch eine Frage der Zeit.

Wie gerne würde [Lilly] das junge Mädchen adoptieren. Jetzt muss nur noch Boris zustimmen!

Ihre Theorie macht die Redaktion an zwei Dingen fest. Erstens: Lilly wollte das Mädchen – das sie während einer “Charity-Reise nach Afrika” kennenlernte – “gar nicht mehr loslassen”.

Zweitens: “Die Eltern der Kleinen sind beide HIV-positiv, sie selbst ist gesund”. Und: “Lillys Mutter starb bei einem Verkehrsunfall, die damals Deijährige wuchs bei ihren Großeltern auf.” Ergo: “Sie weiß, wie wichtig es ist, einer verlorenen Seele ein neues Zuhause und neue Hoffnung zu geben – wie gerne würde sie das junge Mädchen adoptieren.” Dann muss ja jetzt nur noch Boris zustimmen.


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Ein kleiner Teufel namens Unfug

Ein kleiner Teufel namens Unfug

Boris Becker schreibt gerne bei Twitter. Und die Regenbogenpresse erfindet gerne Geschichten. Und so twittert der frühere Tennis-Star vor sich hin und die Redaktionen denken sich Geschichten dazu aus. Die hier zum Beispiel:Boris Becker - Liebes-Sensation! Zweite Hochzeit mit Babs? [Unter einem kleineren Foto, auf dem Lilly Becker allem Anschein nach betet, steht: "Lilly am Boden"]Die “Freizeit Monat” behauptet, dass Becker seine frühere Frau Barbara am liebsten zurückhaben würde:

Trennung im Dezember 2000, vier Wochen später bereits die Scheidung. Bedauert er diesen Schritt heute? Es klingt so. Als ob ein Liebescomeback mit Babs sein größter Wunsch wäre.

Aber das reicht noch nicht für einen richtigen Schmutzschleuder-Artikel. Beckers aktuelle Frau Lilly soll auch noch was abbekommen:

[Boris Becker] weiß, dass nach einer Trennung viel Kummer kommen kann. Der heißt bei ihm offenbar Lilly Kerssenberg. Sie kam. Und ging. Und kam. 2009 die Hochzeit. Ein Fehler? Von liebevoller Zweisamkeit kaum eine Spur. Lilly turtelnd mit anderen Männern. Lilly beim Feiern mit (zu?) viel Alkohol.

Becker will laut “Freizeit Monat” also seine frühere Frau zurück, seine aktuelle Frau ist für ihn der personifizierte Kummer und ein Alkoholproblem könnte sie auch noch haben. Dann gibt‘s ja nur noch eine Frage: Worauf stützt die “Freizeit Monat” diesen Schwachsinn?@TheBorisBecker: "Das sind doch 'Good News'heute morgen! Sylvie und Rafael van der Vart wollen es wieder gemeinsam versuchen...Bravo!!!Doch, tatsächlich, diese Aussage bei Twitter ist für das Blatt Grund genug, eine ordentliche Ladung Dreck auszuschütten. Was Becker da schreibt, mag ziemlich belanglos sein. Und mit Blick auf seine eigene Vergangenheit vielleicht auch ein bisschen anmaßend. Eines kann es aber ganz gewiss nicht sein — die Grundlage dieser Interpretation der “Freizeit Monat”:

Klingt, als wolle er zu Babs sagen: Ach, das hätte ich so gern — eine Versöhnung!

Damit aber noch nicht genug. Wie unverfroren die Regenbogenpresse Boris Becker nicht nur zu einem reumütigen Ex-Mann macht, sondern gleich zu einem menschlichen Wrack, beweist eindrucksvoll “die exklusive”.Boris Becker - Bier, Wein, Champagner! Kann er nicht mehr ohne?Der Redaktion ist aufgefallen, dass Becker heute nicht mehr ganz so fit aussieht wie 1985, als er mit 17 Jahren das Tennis-Turnier von Wimbledon gewann. Sie fragt sich:

Hat hier ausschließlich der Zahn der Zeit seine sichtbaren Spuren hinterlassen? Immerhin buckelt ,Bobbele‘ auch schon 45 Jahre mit sich herum! Oder ist da ganz anderes im Spiel? Etwa gar ein kleiner Teufel namens Alkohol?

Im “die exklusive”-Fotoarchiv gibt es nämlich mindestens vier Bilder, die Becker mit alkoholischen Getränken in der Hand zeigen. Eines davon muss die Redakteure nachhaltig beeindruckt haben:Paparazzi-Foto von Boris Becker, der offenbar einen Parkplatz überquert. In seiner Hand hält er eine Bierflasche.Sie schreibt dazu: “Unvergessen bleibt auch, wie er eine Autobahn-Raststätte mit einer geöffneten Flasche ‘Augustiner’-Bier verließ. Prost!”

Man kann sich gar nicht entscheiden, was am schlimmsten ist: Das Aufblasen einzelner Momentaufnahmen zu einem ganzheitlichen Alkoholiker-Vorwurf, die perfide Häme (“Prost!”) oder die vorgeheuchelte Sorge der Autoren um die Familie ihres “Bobbeles”:

Leider ist Gattin Lilly Becker (36) nicht gerade die beste Stütze für den strauchelnden Tennis-Helden. Denn sie greift ebenfalls gerne zu. Am liebsten ist ihr edler Schampus [...] Hoffentlich wissen die Beckers, dass ihr Sohn nicht Reichtum, sondern liebende Eltern braucht — und das ohne Fahne!

Hoffentlich wissen die Regenbogenautoren, dass sie mit dem Unfug, den sie da schreiben, nicht gerade zum Glück einer Familie beitragen.


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