Die ganze Wahrheit der Kohl-Korrespondentin
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Die ganze Wahrheit der Kohl-Korrespondentin

Immer dann, wenn Helmut Kohl bei einer Gedenkfeier auftaucht, ihm etwas zustößt oder er einfach mal wieder auf der Titelseite erscheinen soll, haut Jacqueline Müller in die Tasten. Sie ist die Kohl-Korrespondentin beim “neuen Blatt”.

Derzeit liegt Kohl in der Heidelberger Uni-Klinik, weil nach einer geplanten Hüftoperation eine ungeplante Darm-OP nötig war. Und so durfte Jacqueline Müller diese Woche mal wieder eine große Titelgeschichte schreiben.

In der Ankündigung auf dem Cover verspricht “Das neue Blatt” die ganz großen Konflikte: ein “Erschütterndes Drama in der Klinik”, den “verzweifelten Kampf der Ärzte”, einen “bitteren Familienkrieg”. Und vor allem: “Nur bei uns die ganze Wahrheit”.

Nur bei uns die ganze Wahrheit - Helmut Kohl - Erschütterndes Drama in der Klinik - Der verzweifelte Kampf der Ärzte - Der bittere Familienkrieg

Die “ganze Wahrheit” beinhaltet allerdings auffällig viele “soll”s: Ein weiterer Eingriff “soll gefolgt sein”, Kohl “soll längere Zeit ohne Bewusstsein gewesen sein”, er “‘soll seit Wochen im Dämmerzustand liegen’”, zitiert Müller einen anonymen Familienvertrauten. Trotz der vielen Unwägbarkeiten kommt die Leiterin des Showressorts zum glasklaren Urteil, dass dies Kohls “trauriges Ende” sei.

Sowieso geht Jacqueline Müller nicht gerade zimperlich mit der Familie Kohl um. Den Kanzler a. D. schrieb sie schon einmal um die Ecke, als sie auf der Titelseite verkündete, er sei “nach Depressionen, Schmerzen und Einsamkeit” nun “Endlich erlöst”.

Und bereits früher schnüffelte sie gemeinsam mit einer Kollegin Kohls Ehefrau hinterher: Die zwei “neue Blatt”-Mitarbeiterinnen fuhren nach Oberheuslingen und quetschten dort einstige Nachbarn, Mitschüler und Haushaltshilfen Maike Kohl-Richters aus. Herausgefunden haben sie damals nichts. Die Überschrift lautete trotzdem:

Exklusiv! Helmut Kohl - Die unheimliche Vergangenheit seiner Frau

So richtig unheimlich ist daran allerdings nur, dass “Das neue Blatt” aus Nichts immer wieder Tote und Intrigen strickt.


Dieser Text ist gestern auch im “Tagesspiegel” erschienen. Jeden zweiten Montag schreiben wir dort eine Kolumne über die Regenbogenpresse.


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Mit Marshallplan aufs Cover
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Mit Marshallplan aufs Cover

Tony Marshall kann man nun nicht gerade als medialen Dauerbrenner bezeichnen. Während bei Helene Fischer ein Niesen bei einer Konzertprobe reicht und bei Michael Schumacher sogar die Information, dass es gar keine neue Information gibt, muss sich Schlagersänger Marshall schon was einfallen lassen, um aufs Cover irgendeines Knallblatts zu kommen.

Zum Beispiel ein “Schock-Geständnis”, dass er neben seinen drei ehelichen Kindern auch ein uneheliches hat. Oder dass er 13 Jahre lang glaubte, ein uneheliches Kind zu haben, bis sich rausstellte, dass es gar nicht von ihm ist. Oder beides. Und am besten für zwei verschiedene Hefte. Doch der Reihe nach.

Die “Neue Post” titelt in dieser Woche:

Tony Marshall - Er zig eine falsche Tochter groß

Marshall sei “der Stimmungsmacher der Nation”, aber: Es gab “einen Moment, da verging ihm das Lachen gehörig”. Und zwar, als sich seine uneheliche Tochter Isabel mit 13 Jahren verplapperte und dabei offenbarte, dass sie gar nicht Marshalls Kind sei. Einen Vaterschaftstest später stand fest: Eine seiner außerehelichen Affären “hat ihm ein Kind untergejubelt”. Der Kontakt zu Isabel brach ab.

Doch Tony Marshall sorgte dafür, dass sich die Lücke wieder schließt. “Ich habe ein uneheliches Kind”, erzählte er dem „neuen Blatt“ in einem Exklusiv-Interview und grinst fröhlich von der aktuellen Titelseite:

Exklusiv - Tony Marshall - "Ich habe ein uneheliches Kind" - Schock-Geständnis

Dieses Mal heißt es Dominik. Und Marshall verrät alles mögliche über ihn, wie alt er ist, wie groß, was er studiert. Man muss den Redaktionen eben schon was bieten, wenn man mal wieder ins Gespräch kommen will. Dazu gehört auch der Name der Mutter. Die heißt Isabel, genauso wie Marshalls 13-Jahre-lang-und-dann-doch-nicht-mehr-Tochter.

Spätestens wenn die Regenbogenblätter diesen Zufall entdecken, und der nächste große Artikel ansteht, geht der Marshallplan endgültig auf.


Dieser Text ist gestern auch im “Tagesspiegel” erschienen. Jeden zweiten Montag schreiben wir dort eine Kolumne über die Regenbogenpresse.


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Links vom topf (30)
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Links vom topf (30)

In seinen aktuellen “Herzblatt-Geschichten” gibt Jörg Thomann, Redakteur der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”, zu, dass er die Mitarbeiter der Regenbogenblätter manchmal beneidet:

Nehmen wir “Das goldene Blatt”, das jüngst ein Foto in die Finger bekam, auf dem die Moderatorin Karen Webb eine gelbe Hose trägt. Und weil das an sich noch keine irre Story ist, hat die Redaktion Fotos anderer Menschen dazugestellt, die ebenfalls gelb gekleidet sind, und getextet: “Sie strahlen mit dem Frühling um die Wette. Passend zur heiteren Zeit des Jahres haben unsere Promis ihr Sortiment mit Gelbtönen aus dem Kleiderschrank geholt.” Im Nu ist eine Seite gefüllt — obwohl, wie eine Blitzrecherche ergab, Goldie Hawns Foto aus dem Dezember 2013 stammt, Ross Antonys aus dem Januar 2014 und so weiter, die Promis also Gelb auch unpassend zur unheiteren Zeit des Jahres tragen.

Herzblatt-Geschichten: Das tollste Lebewesen


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Links vom topf (29)

Bei der Erziehung ihrer Kinder könnte Charlène und Albert von Monaco ein ziemlicher Orden Stein in den Weg gelegt worden sein, schreibt “FAS”-Redakteur Jörg Thomann in seinen neuen “Herzblatt-Geschichten”:

Keine Probleme, mal eine Partnerin zu finden, dürfte Monacos Thronfolger Jacques haben. Anlässlich seiner Taufe bekam er laut “Frau im Spiegel” soeben “das Großkreuz des Grimaldi-Ordens” verliehen, “die höchste Stufe des Verdienstordens”. Erscheint uns bei einem fünf Monate alten Knaben etwas früh und zudem nicht die beste Motivationshilfe zu sein: Wem jetzt schon die höchsten Verdienste bescheinigt wurden, der wird später kaum sein Zimmer aufräumen.

Herzblatt-Geschichten: Ein kleines Bauchi


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In seinen “Herzblatt-Geschichten” hofft “FAS”-Redakteur Jörg Thomann, dass Angela Merkels Mutter bei ihren Englischkursen an einer Volkshochschule in Zukunft von Klatschreporter-Besuchen verschont bleibt:

“Willkommen ist hier jeder”, behauptet “Die Aktuelle” und schickt kurzerhand — Stichwort “Ortstermin” — einen Reporter in ihren Kurs, der die Lehrerin ein paarmal anscheinend heimlich fotografiert hat. Hoffentlich hat der Kerl was auf die Finger bekommen und ist in die Ecke gestellt worden.

Herzblatt-Geschichten: Du bist eine süße Maus


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In seinen neuen “Herzblatt-Geschichten” kürt Jörg Thomann, Redakteur der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”, “Das neue Blatt” zum “Drecksblatt der Woche”:

[U]nd zwar für seine Titelstory “Bewegende Video-Botschaft aufgetaucht — Michael Schumacher — Er spricht!” Ja, und zwar auf jener Video-Botschaft vom Oktober 2013, vor seinem Unfall, die auf seiner Website “aufgetaucht” ist — im November 2014.

Herzblatt-Geschichten: Ganz England jubelt


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Wer zuletzt lacht (2)
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Wer zuletzt lacht (2)

Aus der Kategorie “Entschuldigen Sie, Frau Lehrerin, mein Nashorn hat das Hausaufgabenheft gefressen”:

Helene Fischer - Doch keine Tränen beim Konzert! Man könnte es gut verstehen, wenn Helene Fischer bei all dem beruflichen Stress auch mal die Fassung verlieren würde. Und so sah es für uns aus, als ein Video voneinem Konzert in München Ende Februar auftauchte. Ein Fan reichte ihr einen Borussia-Dortmund-Schal, das Publikum tobte. Es sah für viele so aus, als hätte sie sogar Tränen in den Augen. Auch wir berichteten darüber in "Das neue Blatt" vom 11. März 2015 ("Sie weint so viel"). Nun erfahren wir, dass das ein falscher Eindruck war. Geweint hat sie nicht. Wieder einmal ließ sie sich also nicht unterkriegen.


Nachtrag, 24. April, 17:19 Uhr:
Die “Woche heute” hatte ebenfalls über das Helene-Fischer-Konzert in München berichtet und von einem “Tränen-Kollaps” geschrieben.

Hat der Schlagersängerin wohl nicht so gut gefallen. Deswegen prangt auf der Titelseite der aktuellen “Woche heute”-Ausgabe dieser Kasten:

Gegendarstellung von Helene Fischer zu Beitrag "Tränen-Kollapts" – Woche Heute Nr. 11/15 – S. 10

Und im Innenteil gibt’s das Ganze noch einmal ausführlicher:

Gegendarstellung – Sie schreiben in "Woche Heute" Nr. 11 vom 4. März 2015 auf Seite 7 in der Überschrift in Bezug auf meine Person und ein von mir gegebenes Konzert: "Tränen-Kollaps" – Hierzu stelle ich fest: Es gab von mir während des Konzerts keine Tränen. Hamburg, den 16. März 2015. Helene Fischer – Frau Fischer hat Recht. Der Verlag


Jörg Thomann, Redakteur der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”, vermutet in seinen aktuellen “Herzblatt-Geschichten”, dass der Keine-Tränen-Tipp fürs “neue Blatt” von Fischers Anwälten kam.


Mit Dank an Mike für den Hinweis!


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In seinen aktuellen “Herzblatt-Geschichten” schreibt Jörg Thomann, Redakteur der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”, unter anderem über die sagenhafte Florian-Silbereisen-Hauskauf-Geschichte der “Neuen Post”:

Seinerzeit lebte der Ritter Heinrich Tuschl, an den die Stadt Vilshofen mit einem Brunnen erinnert, welcher vor einem Haus steht, das — angeblich — Florian Silbereisen erworben hat. Einer von “Neue Post” verbreiteten Sage zufolge ließ der eifersüchtige Ritter einst seine Frau im Keller einmauern, um später festzustellen, dass sie verschwunden war. “Könnten Helene und Florian an so einem Ort glücklich werden?”, bangt “Neue Post” und sinniert: “Helene Fischer ist eine sensible Künstlerin, die Geborgenheit und keine Schauergeschichten braucht.” Warum, “Neue Post”, erzählst du dann welche?

Herzblatt-Geschichten: Wir müssen hier raus


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Links vom topf (19)
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Links vom topf (19)

Der Gärtner der britischen Royals, ein Mann namens John, hat die jüngste Romanze der europäischen Königshäuser beobachtet und gleich einem deutschen Regenbogenblatt davon erzählt. Die sich anbahnende Liebe zwischen der kleinen Estelle und dem noch kleineren George ist eine der aktuellen “Herzblatt-Geschichten”, die Jörg Thomann für die “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung” aufgeschrieben hat:

In der Sandkiste saß, bewacht von Mama Kate, der kleine George, zwanzig Monate jung, und er war nicht alleine — denn “dieses Mal hockte ein kleines Mädchen neben ihm”. Womit die Geschichte auf ihren Höhepunkt zusteuert: “Als John näherkam, glaubte er seinen Augen nicht zu trauen.” Es war Estelle (3) von Schweden.

Herzblatt-Geschichten: Ein Streicheln war das nicht


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Links vom topf (16)
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Links vom topf (16)

In seinen aktuellen “Herzblatt-Geschichten” gibt “FAS”-Redakteur Jörg Thomann der Mediengruppe Stegenwaller einen guten Tipp:

Überprüfen Sie doch noch einmal die Ausrichtung jener Zeitschrift, die Sie “Schöne Welt” genannt haben. So nämlich lauten deren aktuelle Titelschlagzeilen: “Catherine — Charlène — Es geht um Leben und Tod — Schock-Nachricht! Wie schützen sie jetzt nur ihre Kinder?”, “Carmen Geiss — Bittere Tränen — Ein Unglück nahm ihr das Liebste”, “Thomas Gottschalk — Dramatische Enthüllung”. Wenn das die schöne Welt ist, wie mag dann die hässliche aussehen?

Herzblatt-Geschichten: Mit Groll im Bett


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Post an den Presserat (4)
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Post an den Presserat (4)

Der Presserat hat heute sieben Rügen, 17 Missbilligungen und 42 Hinweise verteilt (Pressemitteilung vom 13. März 2015).

Unsere Beschwerden dürften erst bei der nächsten Sitzung bearbeitet werden. Und damit da genug zusammenkommen, haben wir heute wieder drei neue rüber geschickt …


Tragischer Selbstmord - Mick Jagger (70) - Warum konnte er seine Freundin nicht retten?

1)

“Das neue Blatt” schreibt in seinem Artikel über die vermeintlichen Hintergründe des Selbsmordes der Mode-Designerin L’Wren Scott, die mit Musiker Mick Jagger liiert war. Dabei rekonstruiert die Autorin den Suizid Scotts: Sie “erhängte sich mit einem Schal an einem Türknauf in ihrer Wohnung in New York”; und wirft mit Andeutungen zu möglichen Gründen um sich:

Zuletzt hatte sich die erfolgreiche Mode-Designerin immer mehr zurückgezogen, wurde wegen Depressionen und Selbstverletzung behandelt. Ihr Kinderwunsch blieb unerfüllt, ihre verschuldete Firma soll vor dem Aus gestanden haben.

Zudem stellt “Das neue Blatt” die Vermutung in den Raum, Mick Jagger könnte durch zu seltenen Kontakt eine Teilschuld am Selbstmord seiner Freundin haben.

2)

Mit der Veröffentlichung nutzt “Das neue Blatt” L’Wren Scotts Selbstmord für einen Sensationsartikel. Das Vorgehen der Redaktion ist alles andere als rücksichtsvoll, versucht sie doch, Mick Jagger mitverantwortlich für den Tod seiner Lebensgefährtin zu machen:

Und sie fühlte sich sicher auch vernachlässigt, da der Frauenheld [Jagger] sie wochenlang allein ließ

Die rhetorische Frage in der Überschrift (“Warum konnte er seine Freundin nicht retten?”) sowie das Artikelende (“Vielleicht auch von Jagger, der nun mit Schuldgefühlen leben muss.”) verstärken die Schuldzuweisung.

Zudem könnte die detaillierte Beschreibung des Selbstmordes Menschen, die überlegen, sich das Leben zu nehmen, als Anleitung dienen. Hier handelt “Das neue Blatt” verantwortungslos, nur um dem Artikel eine sensationelle Aufmachung verleihen zu können. Höhere Verkaufszahlen sind dem Blatt offenbar wichtiger als ein rücksichtsvoller und bewusster Umgang mit dem heiklen Thema.

3)

Unseres Erachtens verstößt der Artikel gegen Ziffer 8 des Pressekodex.

In Richtlinie 8.7 fordert der Presserat einen zurückhaltenden Umgang bei Veröffentlichungen zum Thema “Selbstmord”:

Die Berichterstattung über Selbsttötung gebietet Zurückhaltung. Dies gilt insbesondere für die Nennung von Namen, die Veröffentlichung von Fotos und die Schilderung näherer Begleitumstände.

Die gebotene Zurückhaltung fehlt in dem Artikel völlig. Im Gegenteil: “Das neue Blatt” geht ausgesprochen rücksichtslos vor, die “Schilderung näherer Begleitumstände” nimmt einen wichtigen Teil des Artikels ein. Damit versößt “Das neue Blatt” gegen den Pressekodex.

Richtlinie 8.6 gibt vor, wie über Erkrankungen berichtet werden soll — und wie nicht:

Körperliche und psychische Erkrankungen oder Schäden gehören zur Privatsphäre. In der Regel soll über sie nicht ohne Zustimmung des Betroffenen berichtet werden.

Auch diese Vorgabe missachtet “Das neue Blatt” durch die Thematisierung von L’Wren Scotts Depression und ihrer Selbstverletzung.


William und Kate - Leichtfertig setzen sie ihr Leben aufs Spiel!

1)

Kate und William haben für den 7. April 2014 einen Besuch in der neuseeländischen Hauptstadt Wellington geplant. Ihr Sohn George soll auch dabei sein. Um am schnellsten von Großbritannien nach Neuseeland zu kommen, muss die Familie den Flieger nehmen. Für die “Heim und Welt” Grund zur Sorge:

Nicht auszudenken, welche katastrophalen Folgen ein Absturz hätte! [...] Wie schnell es geschehen kann, dass ein Flugzeug sein Ziel nicht erreicht, kann sie [die Queen] täglich im Fernsehen und in der Zeitung verfolgen.

Die “Heim und Welt” spielt dabei auf den Flug MH370 an, also jenes Flugzeug, das vergangenes Jahr mit Passagieren und Besatzung spurlos verschwunden ist. Das Blatt befürchtet, dass Kate, William und George bei einem ähnlichen Flugzeugunglück ums Leben kommen könnten:

Leichtfertig setzen William und Kate ihr Leben wie auch das ihres Sohnes aufs Spiel. Vor allem gefährden sie mit ihrem Verhalten die Zukunft der Monarchie!

Ernstzunehmende Hinweise, dass die drei wirklich in Lebensgefahr schweben, nennt das Blatt allerdings nicht.

2)

Die “Heim und Welt” erfindet eine Sensationsschlagzeile, um der potentiellen Leserschaft eine vermeintlich aufregende Geschichte verkaufen zu können. Für die angebliche Bedrohung des Prinzenpaares samt Sohn nennt die Redaktion allerdings keinerlei konkreten Hinweis oder Beleg.

Das Heft schließt einzig aus den Umständen, dass der Flug MH370 womöglich verunglückt ist, und dass William, Kate und George mit einem Flugzeug reisen, auf eine besonders hohe Gefahr für die drei, bei einem Flugzeugunglück umzukommen. Weshalb die drei jedoch einer größeren Gefahr ausgesetzt sein sollen als alle anderen Flugzeugpassagiere, wird nicht erläutert.

3)

Unseres Erachtens verstößt die Veröffentlichung gegen die Ziffern 1 und 2 des Pressekodex.

Ziffer 1 verlangt eine “wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit”. Davon kann in diesem Fall nicht die Rede sein: Die “Heim und Welt” suggeriert eine Bedrohungslage für Kate, William, George und die britische Krone. Dafür liefert das Heft allerdings keinen Beweis. De facto besteht keine erhöhte Gefahr für die Familie des britischen Thronfolgers.

“Leichtfertig setzen sie ihr Leben aufs Spiel”, lautet die Überschrift des “Heim und Welt”-Artikels. Das klingt so, als würden Kate und William durch irgendein verantwortungloses und gefährdendes Verhalten ihr eigenes Leben und das ihres Sohnes riskieren. Beim Lesen des Artikels zeigt sich aber, dass diese aufsehenerregende Schlagzeile nichts weiter ist als heiße Luft. Die Überschrift entstellt somit den Sinn des Artikels, vermutlich aus Verkaufsgründen. Daher verstößt diese Veröffentlichung gegen Ziffer 2 des Pressekodex.


Helene Fischer - Lebens-Gefahr

1)

Über Helene Fischers Einsatz während ihrer Shows schreibt “Das neue Blatt”:

Sie will überraschen, das Publikum begeistern. Für ihre Fans gibt Helene Fischer alles! Dabei ist die Gefahr, sich zu verletzen oder dass Schlimmeres passiert, groß, wie ein schwerer Unfall zeigt.

Als Beispiel dafür, wie schnell ein Unglück geschehen kann, erzählt “Das neue Blatt” die Geschichte einer Artistin nach, die sich bei einer Showeinlage das Handgelenk angebrochen und Prellungen am Rücken zugezogen hat. Dabei turnte sie — genauso wie Helene Fischer bei ihren Bühnenauftritten — in einer Plexiglaskugel. Am Ende des Artikels fragt “Das neue Blatt”, ob Fischer nach diesem Vorfall “vernünftig wird”.

Auf dem Titel kündigt die Redaktion diese Geschichte plakativ mit “Helene Fischer — Lebens-Gefahr” an.

2)

“Das neue Blatt” verbindet einen Unfall einer Artistin mit den — bislang stets unfallfreien — Bühneneinlagen, die Helene Fischer auf ihrer Tournee zeigt, und bastelt daraus eine aufsehenerregende Schlagzeile. Die Redaktion erweckt den Anschein, dass Fischer in Lebensgefahr schwebe. Wirkliche Anhaltspunkte dafür nennt sie allerdings nicht.

Helene Fischer ist offenbar keiner tatsächlichen Gefahr ausgesetzt. Nur weil eine Artistin bei einem Auftritt einen Unfall hatte, heißt das nicht automatisch, dass alle, die einen Stunt auf einer Bühne hinlegen, kurz vor einem lebensgefährlichen Unfall stehen. “Das neue Blatt” wählt dennoch diese Überschrift, vermutlich, um mehr Käuferinnen und Käufer an den Kioskregalen zum Zugreifen zu bewegen.

3)

Unseres Erachtens verstößt die Veröffentlichung gegen die Ziffern 1 und 2 des Pressekodex.

Der Artikel arbeitet mit Schlussfolgerungen, die nicht nachvollziehbar sind. Außerdem fehlen Belege in dem Text, die bestätigen, dass Helene Fischer tatsächlich während ihrer Auftritte unter akuter Lebensgefahr rumturnt. “Das neue Blatt” täuscht seine Leserschaft mit einer sensationellen Geschichte, die gar keine ist — eine wahrhaftige Unterrichtung der Öffentluchkeit findet nicht statt. Deshalb verstößt dieser Artikel gegen Ziffer 1 des Pressekodex.

Die Überschriften im Heftinnern (“Helene Fischer (29) — Schwerer Unfall — wird sie jetzt vernünftig?”) und auf der Titelseite (“Helene Fischer — Lebens-Gefahr”) erwecken den Eindruck, dass die Musikerin in großer Gefahr schwebt. Der Text wird dieser Ankündigung allerdings nicht gerecht. Die Überschriften entstellen den Sinn des Artikels. Daher verstößt diese Veröffentlichung auch gegen Ziffer 2 des Pressekodex.


Wir wollen uns wieder häufiger über die Regenbogenpresse beschweren — nicht nur hier im topfvollgold, sondern so richtig offiziell.

In Deutschland ist dafür der Presserat die oberste Anlaufstelle. Deswegen schicken wir wieder regelmäßig Beschwerden über einzelne Regenbogenartikel dorthin.


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Unfug mit Udos Urne
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Unfug mit Udos Urne

Zwei Täuschungsmanöver muss die Redaktion eines jeden Knallblatts ganz besonders gut beherrschen: so tun, als wüsste sie mehr, als sie eigentlich weiß. Und: so tun, als wüsste sie weniger. Klingt umständlich, ist mit ein bisschen Übung aber total simpel. Nehmen wir zum Beispiel die Schlagzeilen über Udo Jürgens.

Der Sänger ist im vergangenen Dezember an akutem Herzversagen gestorben – zumindest lautet so die offizielle Version. “Das neue Blatt” gibt jedoch vor, über andere Informationen zu verfügen, und verspricht auf der aktuellen Titelseite exklusives Jürgens-Material: “Woran er wirklich starb”.

Udo Jürgens - Neue Rätsel um seinen Tod - Woran er wirklich starb - Geheimnisvoller Brief aufgetaucht - Skandal um seine Beerdigung

Woran er “wirklich” starb, erfährt man im Text dann aber doch nicht. Nur, dass “spanische Mediziner” herausgefunden haben sollen, dass ein Herzversagen “zum Beispiel” auch von “Medikamenten und Aufputschmitteln” ausgelöst werden kann. Den Rest soll sich der Leser selbst zusammenreimen. Statt gesicherter Fakten gibt es abenteuerliche Andeutungen, aber das reicht dem “neuen Blatt” schon, um auf dem Cover den investigativen Aufklärer zu spielen. So viel zur Mehr-Wissen-Variante.

“Die neue Frau” dagegen gibt sich auf ihrer Titelseite ganz unwissend und fragt entsetzt:
Neues Rätsel um Udo Jürgens - Was hat die Familie bloß mit seiner Urne gemacht?

Dabei kennt sie die Antwort schon längst: Ein Friedhofsmitarbeiter hat ihr nämlich verraten, dass die Urne im Urnendepot des Zentralfriedhofs steht. Also da, wo sie hingehört. Aber das hätte sich als Schlagzeile natürlich nicht so gut gemacht. Dann doch lieber Skandal: “Wie bitte?”, keucht das Blatt. “Man hat einen der größten Künstler unserer Zeit also einfach zwischengelagert?” “Herzlos” sei das, “einfach nur traurig und beschämend”.

Sollte der Sänger nun vom Himmel hinabblicken, werde er “wohl nur mit dem Kopf schütteln”, schreibt “Die neue Frau” und hat damit wohl ausnahmsweise mal recht.


Dieser Text ist gestern auch im “Tagesspiegel” erschienen. Jeden zweiten Montag schreiben wir dort eine Kolumne über die Regenbogenpresse.


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Post an den Presserat (3)
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Post an den Presserat (3)

Und wieder haben wir einen Schwung Beschwerden an den Presserat geschickt — dieses Mal zu folgenden Regenbogen-Artikeln …


Willem-Alexander - Das Geständnis seiner Mutter rührt ihn zu Tränen

1)

Die “Heim und Welt” berichtet von einem Gespräch zwischen dem niederländischen König Willem-Alexander und seiner Mutter Beatrix. Die Redaktion will dabei ganz nah dran gewesen sein und schreibt im Reportagestil direkt aus dem Büro des Königs:

Zufrieden klappt Willem-Alexander (46) die Arbeitsmappe auf seinem Schreibtisch zu und legt sie zur Seite. Da fällt ihm der Kalender ins Auge, in dem der 27. April farbig markiert ist. Denn dieses Datum ist ein ganz besonderes: Zum ersten Mal wird Willem-Alexander dort mit den Niederländern den Königstag zu seinen Ehren feiern!

In diesem Reportage-Ton geht es weiter, als ihn “plötzlich” “ein Klopfen aus seinen Gedanken” holt und seine Mutter die Tür mit “einem leichten Knarren” öffnet. Sie sagt ihm, wie stolz sie auf ihn sei und dass die Niederländer mit ihm einen hervorragenden König hätten. Diese angeblichen Aussagen von Beatrix lassen die “Heim und Welt” titeln: “Willem-Alexander — Das Geständnis seiner Mutter rührt ihn zu Tränen”.

2)

Der Artikel der “Heim und Welt” ist mit all seinen Details und Geschehnissen komplett erfunden. Das Blatt führt keine Belege oder Quellen an, die darauf hindeuten könnten, dass sich die beschriebene Szene im Büro des niederländischen Königs tatsächlich so abgespielt hat.

Zudem ist der “Heim und Welt” ein faktischer Fehler unterlaufen, der die Zweifel an der Wahrhaftigkeit des Artikels noch einmal unterstreicht: Üblicherweise findet der Königstag in den Niederlanden tatsächlich am 27. April statt. 2014 wurde er jedoch um einen Tag vorverlegt, weil er sonst auf einen Sonntag gefallen wäre. Es wäre also höchst verwunderlich, wenn in Willem-Alexanders Kalender der 27. April 2014 “farbig markiert” war.

3)

Unseres Erachtens verstößt der Artikel der “Heim und Welt” gegen die Ziffern 1 und 2 des Pressekodex.

Für ihre Geschichte liefert die “Heim und Welt” keinen Anhaltspunkt, der dafür spricht, dass es zu diesem Gespräch zwischen Mutter und Sohn tatsächlich gekommen ist. Es ist höchst wahrscheinlich, dass die Geschichte vollständig an den Haaren herbeigezoen ist. Der Artikel widerspricht damit sowohl der Achtung der Wahrheit — da hier offensichtlich eine erfundene Geschichte als Wahrheit ausgegeben wird — als auch der wahrhaftigen Unterrichtung der Öffentlichkeit, die der Pressekodex fordert. Daher verstößt die “Heim und Welt” mit dieser Veröffentlichung gegen Ziffer 1.

Nicht nur, dass das bloße Erfinden einer kompletten Geschichte dem Anspruch ordenticher Recherche gänzlich widerspricht — beim Erfinden hat die “Heim und Welt” auch noch einen faktischen Fehler gemacht. Dazu steht unter Ziffer 2 des Pressekodex: “Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt. Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen [...] sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben.” Eine Prüfung “mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt” hat in diesem Fall offensichtlich nicht stattgefunden. Damit verstößt die “Heim und Welt” gegen Ziffer 2 des Pressekodex.


Fürstin Charlène - Lebensgefahr! Im Traum-Urlaub war sie dem Tod ganz nah

1)

Die “Schöne Woche” berichtet über einen Urlaub, den Monacos Fürstin Charlène auf einer Karibikinsel verbracht hat. Auf den ersten Blick durch und durch ein Traumurlaub, doch nicht so laut der Schlagzeile der “Schöne Woche”: “Im Traum-Urlaub war sie dem Tod ganz nah”. Im Artikel heißt es dann weiter: “Die Fürstin befand sich in Lebensgefahr! Ein lautloser Killer bedrohte ihr Glück.”

Bei dem “lautlosen Killer” handelt es sich um die Tigermücke, die auch auf dieser Karibikinsel vorkommen soll und das Dengue-Fieber verbreitet. Laut “Schöne Woche” sterben jährlich 22 000 Menschen an dieser Krankheit, weltweit erkranken daran jedes Jahr 50 bis 100 Millionen, davon rund 20 000 in der Karibik. Schutz gegen das Dengue-Fieber bietet unter anderem das Tragen heller und geschlossener Kleidung. Darauf hat Charlène, wie die “Schöne Woche” besorgt feststellt, verzichtet:

Als sie mit ihren Freunden herumalberte, hatte sie die Ärmel hochgekrempelt und trug Shorts. Sie lief auch barfuß über den Strand [...]. Die Fürstin bot den Mücken also mit viel nackter Haut eine Menge Angriffsfläche. Ganz schön leichtsinnig!

Letztendlich ist Charlène auf ihrer Reise nichts Schlimmes zugestoßen, beruhigt die “Schöne Woche”, die aber gleichzeitig mahnt: “Sie kann von großem Glück reden, dass ihr nichts passiert ist!”

2)

Die “Schöne Woche” übertreibt in dieser Veröffentlichung maßlos. Sie verdreht Fakten und Tatsachen zu Charlènes Urlaub so sehr, bis eine angebliche Sensation herauskommt, die das Blatt groß auf der Titelseite ankündigen kann. Nach der “Schöne Woche”-Logik wäre jeder Karibik-Urlauber “dem Tod ganz nah”. Hochgekrämpelte Ärmel und ein Barfuß-Spaziergang rechtfertigen nicht die Hysterie der Schlagzeile.

Die auf dem Titel versprochene dramatische Geschichte rund um Charlènes Urlaub existiert nicht. Beim Lesen des Textes im Heftinnern wird klar, dass die Redaktion sie einzig zu Verkaufszwecken aufgebauscht hat.

3)

Unseres Erachtens verstößt der Artikel der “Schöne Woche” gegen die Ziffern 1 und 2 des Pressekodex.

Eine besondere Bedrohung Charlènes durch die Tigermücke gab es nie. Eine Erkrankung am Dengue-Fieber war für sie genauso realistisch (beziehungsweise unrealistisch) wie für jeden anderen Karibik-Urlauber. Durch die stark übertriebene Schlagzeile auf dem Cover verzerrt die “Schöne Woche” die tatsächlichen Fakten. Damit achtet sie nicht die Wahrheit und verfolgt auch keine wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit. Damit verstößt der Artikel gegen Ziffer 1 des Pressekodex.

“Lebensgefahr! Im Traum-Urlaub war sie dem Tod ganz nah”, schreibt die “Schöne Woche” auf ihrer Titelseite. Und auch für die Überschrift im Heftinnern wählt das Blatt einen ähnlichen Ton: “Lebensgefahr im Traumurlaub! Ein lautloser Killer bedrohte ihr Glück”. Diese Titelzeilen stellen eine Täuschung der Leserschaft dar, die einzig das Ziel hat, noch mehr Hefte zu verkaufen. Der “lautlose Killer”, der eine tatsächliche Bedrohung für Charlène darzustellen scheint, entpuppt sich am Ende lediglich als Mücke, von der eine potentielle Gefahr ausgeht. Schlagzeile und Überschrift entstellen somit den Sinn des Artikels — ein Verstoß gegen Ziffer 2 des Pressekodex.


"Willkommen in meinem Reich" - doppelseitiger Bericht über den neuen Harald Glööckler-Laden in Berlin

1)

In Berlin hat der Modedesigner Harald Glööckler einen Laden eröffnet. Das Regenbogenheft “Das neue Blatt” berichtet darüber besonders ausführlich: Auf einer Doppelseite zeigen viele Fotos entweder Kleidung und andere Produkte, die es in dem Laden zu kaufen gibt, oder Prominente, die sich mit eben jenen Produkten haben ablichten lassen. Die Redaktion hat den Fotos im Layout immer wieder Preisschilder hinzugefügt, die den Preis für dass jeweilige Produkt anzeigen.

Zu der großen Bilderstrecke gibt es einen kurzen Text, der die Glööckler-Produkte ebenfalls erwähnt, und ein Interview mit Harald Glööckler selbst. Dort spricht Glööckler über die Produkte, die er verkauft, und über mögliche Standorte für seine nächsten Läden. In einem Infokasten verrät “Das neue Blatt” außerdem noch die Öffnungszeiten des Glööckler-Ladens und den schnellsten Weg dorthin.

2)

Die gesamte Doppelseite wirkt wie eine große Werbeanzeige für Harald Glööcklers neuen Laden in Berlin. Im Text wird anhimmelnd über Glööckler und seine Produkte geschrieben. Das Interview bietet dem Designer die Gelegenheit, selbst noch einmal Werbung für sein neues Geschäft zu machen. Die Fotos der Produkte sowie der Infokasten mit Öffnungszeiten und Anfahrtsweg sind geradezu Aufforderungen an die Leserinnen und Leser, das Geschäft in Berlin zu besuchen und dort Glööckler-Produkte zu kaufen. Preise für die Produkte werden explizit genannt.

Mit diesem Artikel macht “Das neue Blatt” im redaktionellen Teil eindeutig Werbung für Harald Glööckler und verkauft diese Werbung der Leserschaft als journalistisches Produkt.

3)

Unseres Erachtens verstößt “Das neue Blatt” mit diesem Artikel gegen Ziffer 7 des Pressekodex.

Richlinie 7.2 schreibt vor:

Redaktionelle Veröffentlichungen, die auf Unternehmen, ihre Erzeugnisse, Leistungen oder Veranstaltungen hinweisen, dürfen nicht die Grenze zur Schleichwerbung überschreiten. Eine Überschreitung liegt insbesondere nahe, wenn die Veröffentlichung über ein begründetes öffentliches Interesse oder das Informationsinteresse der Leser hinausgeht oder von dritter Seite bezahlt bzw. durch geldwerte Vorteile belohnt wird. Die Glaubwürdigkeit der Presse als Informationsquelle gebietet besondere Sorgfalt beim Umgang mit PR-Material.

Diese Vorgabe missachtet “Das neue Blatt” mit seinem Artikel über den Glööckler-Laden. Mit der expliziten Nennung und Abbildung der Produkte und ihrer Preise, der durchweg unkritischen und werbenden Art des Textes sowie dem Infokasten mit Anfahrtsdaten und Öffnungszeiten geht die Veröffentlichung von “Das neue Blatt” weit über ein “begründetes öffentliches Interesse” hinaus. Da der Artikel nicht als Anzeige gekennzeichnet, sondern im redaktionellen Teil des Heftes erschienen ist, verstößt “Das neue Blatt” gegen Ziffer 7 des Pressekodex.


Haakon & Mette-Marit - Schlimmer Verdacht - Ist ihre Liebe nur gespielt? Zu sehen ist ein Foto von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit, die bei einer Trauerfeier zum Attentat auf der Insel Utøya weint.

1)

Die “Revue heute” schreibt über die Ehe des norwegischen Kronprinzenpaares Mette-Marit und Haakon. Die Geschichte ihrer Beziehung scheine auf den ersten Blick wie aus einem Märchen, die “Revue heute” hat allerdings ihre Zweifel und fragt in einer Bildunterschrift: “Echte Liebe oder oscarreife Darbietung?” Weiter schreibt das Blatt:

So sehr sich das Kronprinzenpaar auch abmüht, nach außen das perfekte Liebesglück zu mimen — immer wieder zeigen sich Risse in der Fassade.

Unter solchen Rissen versteht die “Revue heute” Mette-Marits Reisen in den Himalaya, ihren Rückzug aus der Öffentlichkeit aufgrund angeblicher gesundheitlicher Probleme und Haakons Hobbies: Beim Bungeejumping und Fallschirmspringen soll er nach Ansicht des Blatts immer wieder sein Leben riskieren.

2)

Auf der Titelseite der “Revue heute” ist ein Foto von Mette-Marit zu sehen, das sie weinend und in schwarzer Trauerkleidung zeigt. Dieses Foto hat die Redaktion vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen; das Bild und die Tränen Metter-Marits darauf haben nicht im Ansatz mit einer etwaigen Beziehungskrise zu tun: Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 2011, als die norwegische Kronprinzessin an einer Trauerfeier für die Opfer der Anschläge auf Utøya teilnahm, bei denen neben Dutzenden anderen Menschen auch ihr Stiefbruder ums Leben kam. Die Wahl und der Abdruck des Fotos zielen vermutlich nur auf ein mögliches Sensationsinteresse und, damit verbunden, auf höhere Verkaufszahlen ab.

3)

Unseres Erachtens verstößt die Veröffentlichung gegen Ziffer 2 des Pressekodex.

Der Abdruck des Fotos, das Mette-Marit weinend und in Trauerkleidung zeigt, erweckt in Kombination mit der Überschrift (“Schlimmer Verdacht — Ist ihre Liebe nur gespielt?”) den Eindruck, die norwegische Kronprinzessin weine auf diesem Foto wegen der angeblichen Risse in ihrem Privatleben. Dieser Zusammenhang ist allerdings frei erfunden. Derartige Fälle, in denen eine Redaktion zur Bebilderung ein Foto wählt, das mit den eigentlichen angeblichen Geschehnissen nicht zu tun hat, regelt der Pressekodex in Richtlinie 2.2:

Kann eine Illustration, insbesondere eine Fotografie, beim flüchtigen Lesen als dokumentarische Abbildung aufgefasst werden, obwohl es sich um ein Symbolfoto handelt, so ist eine entsprechende Klarstellung geboten.

Eine solche Kennzeichnung fehlt in der Veröffentlichung des “Revue heute” jedoch.


Sie weint nur noch - Mette-Marit - Schock-Diagnose - Die Prinzessin ist unheilbar krank ...

1)

Sowohl die “Revue heute” als auch die “Freizeit Express” (beide erscheinen im “Alles Gute Verlag”) titeln auf ihren Covern über die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit: “Schock-Diagnose — Die Prinzessin ist unheilbar krank …”.

Den Artikeln zufolge leidet Mette-Marit unter psychischen Problemen: “Palastinsider sprechen sogar von einer ausgewachsenen Depression”. Genüsslich zählen die Redaktionen all die Krankheiten, Verletzungen und Unfälle Mette-Marits auf, die sie in den vergangenen Jahren so ausmachen konnten. Mit Blick auf die angebliche Depression und eine mögliche Genesung Mette-Marits machen die Blätter nicht viel Hoffnung:

Aber für Depressionen gibt es keine Heilung, höchstens eine langfristige Therapie …

Auf der Titelseite haben die Redaktionen zur Illustration das Foto einer weinenden Mette-Marit gewählt und dazu rot-unterlegt getextet: “Sie weint nur noch”.

2)

Das verwendete Bild auf dem Cover hat inhaltlich nichts mit der angeblichen “Schock-Diagnose” zu tun. Es handelt sich um ein Foto, das im Sommer 2011 bei der Trauerfeier zum Anschlag auf Utøya aufgenommen wurde. Bei diesem Anschlag hat Mette-Marit ihren Stiefbruder verloren. Eine Kennzeichnung dieses Fotos als Symbolbild gibt es nicht.

Dazu täuscht die Schlagzeile, nach der die Kronprinzessin unheilbar krank sei, die Leserschaft. Sowohl die “Revue heute” als auch die “Freizeit Express” werben auf den Titelseiten mit Tatsachenbehauptungen für den Kauf der Zeitschriften. Im Heftinnern wird hingegen schnell klar, dass es sich lediglich um Gerüchte zu Mette-Marits Gesundheitszustand handelt.

Außerdem ist die Art, wie die Hefte über die Krankheiten und Verletzungen Mette-Marits berichten, nicht angemessen. Das trifft insbesondere auf die Passagen der Artikel zu, in denen über die angebliche Depression geschrieben wird. Hier wird den Leserinnen und Lesern ein falsches Bild der Krankheit vermittelt, indem Depressionen als unheilbar dargestellt werden.

3)

Unseres Erachtens verstoßen die “Freizeit Express” und die “Revue heute” mit ihren Artikel gegen die Ziffern 1, 2, 8 und 14 des Pressekodex.

Auf der Titelseite schreiben die Redaktionen: “Die Prinzessin ist unheilbar krank”. Diese Tatsachenbehauptung widerspricht einer wahrhaftigen Unterrrichtung der Öffentlichkeit, wie sie der Pressekodex vorsieht. Daher verstößt der Artikel gegen Ziffer 1.

Für die Illustrationen auf den Titelseiten haben die Mitarbeiter ein Foto von Mette-Marit gewählt, auf dem sie weint. Das Foto erweckt im Zusammenspiel mit den Dachzeilen den Eindruck, es hänge mit der “Schock-Diagnose” zusammen. Das stimmt aber nicht. Das Bild hätte als Symbolfoto gekennzeichnet werden müssen, was nicht geschehen ist. Daher verstößt die Veröffentlichung gegen Richtlinie 2.2, die den Umgang mit Symbolbildern regelt:

Kann eine Illustration, insbesondere eine Fotografie, beim flüchtigen Lesen als dokumentarische Abbildung aufgefasst werden, obwohl es sich um ein Symbolfoto handelt, so ist eine entsprechende Klarstellung geboten.

Fast eine ganze Artikelspalte widmen die Hefte einer Aufzählung von Erkrankungen und Verletzungen der Kronprinzessin. Dazu kommt die Behauptung, sie leide an einer Depression. Damit verstoßen sie gegen Richtlinie 8.6 des Presekodex. Dort steht:

Körperliche und psychische Erkrankungen gehören zur Privatsphäre. In der Regel soll über sie nicht ohne Zustimmung des Betroffenen berichtet werden.

Eine solche Zustimmung Mette-Marits dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach nicht vorliegen.

Ziffer 14 des Pressekodex legt fest:

Bei Berichten über medizinische Themen ist eine unangemessen sensationelle Darstellung zu vermeiden, die unbegründete Befürchtungen oder Hoffnungen beim Leser erwecken könnte.

Dagegen verstoßen die Blätter mit ihren Schlagzeilen auf den Titelseiten, in denen behauptet wird, Mette-Marit sei — mit ihrer angeblichen Depression — unheilbar krank. Dies vermittelt der Leserschaft den Eindruck, dass es sich bei einer Depression zwangsläufig um eine Erkrankung ohne Chance auf Heilung handle. Dadurch könnten unbegründete Befürchtungen bei den Leserinnen und Lesern ausgelöst werden.


Wir wollen uns wieder häufiger über die Regenbogenpresse beschweren — nicht nur hier im topfvollgold, sondern so richtig offiziell.

In Deutschland ist dafür der Presserat die oberste Anlaufstelle. Deswegen schicken wir wieder regelmäßig Beschwerden über einzelne Regenbogenartikel dorthin.


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Kioskgespräche (1)
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Kioskgespräche (1)

Bei unserem täglichen Blick in die Regenbogenwelt kommen wir immer wieder ins Rätseln: Warum kaufen die Leserinnen und Leser ausgerechnet dieses eine Heft und nicht ein anderes, wo doch alle Blätter so austauschbar scheinen? Was spricht sie an? Und was nicht? Welche Geschichten lesen sie? Und: Warum überhaupt der Griff ins Regenbogenregal?

Auf der Suche nach Antworten müssen und wollen wir zukünftig stärker die Leserschaft zu Wort kommen lassen. Und zwar am besten dort, wo sie ihre Kaufentscheidung treffen: im Kiosk.

Folge eins unserer Kioskgespräche: eine Annäherung in Saarbrücken …


Was würdet Ihr gern von der Regenbogen-Leserschaft und über sie wissen? Schickt uns Eure Fragen an kontakt@topfvollgold.de, und wir probieren, eine Antwort darauf zu finden.


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Links vom topf (2)
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Links vom topf (2)

“FAZ”-Redakteur Jörg Thomann wundert sich in seinen “Herzblatt-Geschichten” über angebliche Fremdkuss-Fotos eines Fürsten und stellt eine klare Forderung an die “Bunte”:

Könntest du, Bunte, bitte Horst Seehofers kleine Tochter in Ruhe lassen, statt Fotos von ihr beim Eislaufen zu zeigen? Ist das Kind eine Person der Zeitgeschichte, sucht es die Öffentlichkeit? Und hast du das Mädchen oder seine Mutter um Erlaubnis gefragt?

Herzblatt-Geschichten: Im Griff der Wrestlerin


In unserer Rubrik “Links vom topf” wollen wir Euch kurz und knapp interessante Links rund ums Thema “Regenbogenpresse” präsentieren.

Wenn Ihr also in den Weiten des Internets auf Interessantes zur Klatsch- und Regenbogenpresse stoßt, schickt uns gern den Link an linksvomtopf@topfvollgold.de.


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topf is loading …
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topf is loading …

topf is loading ...

Der Winterschlaf hier im Blog ist bald vorbei. Und fürs neue Jahr planen wir ein paar Veränderungen. Dafür sammeln wir gerade unsere Kräfte — daher ist der topfvollgold momentan noch im Ladezustand.

Für die Wartezeit haben wir Euch eine Ladung Schlagzeilenbasteln zusammengestellt. Die Spielregeln sind wie immer: Wir nennen Euch eine kurze Nachricht, und Ihr bastelt daraus eine schöne Regenbogenschlagzeile. Wie die Profis es gemacht haben, erfahrt Ihr mit einem Klick auf “Schlagzeile?”. Und los geht’s!


In England hat eine Gruppe von Frauen für einen Halbnackt-Kalender posiert, um Spenden für die “East Anglian Air Ambulance” zu sammeln, für die Prinz William als Hubschrauberpilot fliegt.

Schwangere Herzogin Kate - Strippen für den guten Zweck - Wie soll William ihr das nur erklären?

(“Woche der Frau”)


Thea Jauch, die Frau von Günther Jauch, hat auf dem Weingut der beiden alles fest im Griff.

Tiefe Einblicke in das Eheleben als Winzerpaar - Günther Jauch - Ohne seine Frau wäre er verloren

(“Woche der Frau”)


Neulich in Los Angeles: Der Fahrer eines SUV verliert auf der nassen Fahrbahn die Kontrolle, der Wagen rutscht gegen den Bordstein, zwei Reifen platzen. Auch im Auto: Schauspielerin Angelina Jolie.

Angelina Jolie - Anschlag auf die Schauspielerin?

(“Das Neue”)

“Das Neue” verschwörungstheoriesiert: “Hat sie sich mit ihren politischen Plänen schon die ersten Feinde gemacht?”


Zur letzten “Wetten, dass ..?”-Sendung hat Markus Lanz unter anderem auch Helene Fischer eingeladen. Til Schweiger hat für die Sängerin eine Rolle im “Tatort” klargemacht. Und Ex-Big-Brother-Bewohner Jürgen Milski hat einen Song mit dem Namen “Oh Helene” rausgebracht.

Arme Helene - So schamlos wird sie von Männern ausgenutzt!


Die Sängerin Cher musste krankheitsbedingt ihre Tour absagen. Bei Twitter schrieb sie: “‘Ich habe so fest versucht, stark genug zu sein, aber mein Wille konnte meinen Körper dieses Mal nicht zwingen.’”

Ihre Fans weinen um sie - Cher - Ihr trauriger Abschied

(“Neue Welt”)

Der Artikel der “Neuen Welt” liest sich wie ein Nachruf auf Cher. Kostprobe: Der erwähnte Tweet “waren ihre letzten Worte, die sie schrieb.” Und: “Der einzige Trost, der ihren Fans in dieser traurigen Zeit noch bleibt, sind die schönen Erinnerungen an eine der erfolgreichsten und besten Sängerinnen der Welt. Sowohl Cher als auch ihre Musik bleiben unvergessen.” Cher twittert indes fröhlich weiter.


Dieter Bohlen war bei einem Konzert von Andrea Berg. Hat ihm wohl ganz gut gefallen: “‘Ich war so begeistert, dass ich gleich in eine Polizeikontrolle gefahren bin — und der Führerschein war weg für vier Wochen’, gibt Dieter zu.”

Andrea Berg - Außer Kontrolle - Was hat sie bloß mit Dieter Bohlen angestellt?

(“Woche der Frau”)


Und jetzt mal andersherum. Welche Nachricht steckt wohl hinter dieser Schlagzeile?

Helene Fischer - In den Fängen des Nacktmodells - Unfassbar, wie Melanie Müller sie schamlos benutzt

Na, na, na, Melanie Müller! Einfach so in der Buchhandlung ein Foto von der eigenen Biographie machen, die neben der von Helene Fischer liegt, und sich dann auch noch bei Facebook drüber freuen (“‘Haha, Helene und ich zusammen im Buchladen’”)? Oder in einem Musikvideo in einem DFB-Trikot auftauchen — so wie Fischer auf der Fan-Meile in Berlin? “Unfassbar” vom “Nacktmodell” Müller, findet die “Woche der Frau”. Denn: “um ihre eigene, zweifelhafte Karriere voranzubringen, hat sie sich ausgerechnet Deutschlands Shooting-Star Nr. 1 ausgesucht: Helene Fischer (30)! Die Arme!” Der gutgemeinte Redaktionstipp: “Schuster, bleib bei deinen Leisten”.


Als die schwangere Herzogin Kate neulich eine soziale Einrichtung in New York City besuchte, wartete vor dem Gebäude zur Sicherheit auch ein Rettungswagen.

Herzogin Kate - Verliert sie ihr Kind? - Der Notarzt weicht nicht von ihrer Seite

(“Woche der Frau”)


Ein Kumpel von Markus Lanz hat in einem Interview erzählt, er und Lanz (der kürzlich Vater geworden ist) hätten einen Nordpol-Trip mit Schlittenhunden geplant.

Markus Lanz - Verlässt er etwa ganz schnell seine kleine Familie? - Unglaublich, was sein guter Freund mit ihm vorhat

(“Woche der Frau”)


Vor zwei Jahren hat Andrea Berg in einem Interview gesagt, sie habe schon ganz früh gelernt, “dass wir alle endlich sind und dass wir uns beeilen müssen, all das zu tun, was wir wirklich tun wollen.”

Andrea Berg - Sie weiß nicht, wie viel Zeit ihr noch bleibt - Stürzt sie sich deshalb von einem Abenteuer ins nächste?

(“Woche der Frau”)


Günther Jauch - Schock-Video aufgetaucht! Wusste seine Frau davon?

In dem Video spricht Jauch mit einem Weinexperten über sein Weingut. “Und so, wie der Moderator da vor der Kamera sitzt, hat man ihn wirklich noch nie gesehen”, stellt die “Schöne Woche” empört fest. Denn Jauch ist — unrasiert! Mit Drei-Tage-Bart sitzt er am Tisch, “eine Haarsträhne fällt ihm keck in die Stirn. Und das, obwohl er gefilmt wird! [...] Sind ihm seine Zuschauer plötzlich egal?”


Angeblich hat Heidi Klum (die zurzeit mit dem Kunsthändler Vito Schnabel zusammen ist) eine Privatlehrerin engagiert, die ihr Nachhilfe in Kunstgeschichte geben soll.

Heidi Klum - Ist sie zu dumm für Vito?

(“Neue Post”)


Prinzessin Mette-Marit von Norwegen und ihr Mann Haakon sind glücklich miteinander.

Mette-Marit - Die Liebe hat gesiegt ... doch wer weiß, wie lange

(“Das Neue”)


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Die Kinder beim Namen nennen
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Die Kinder beim Namen nennen

Besser hätte es nicht laufen können: Am Mittwoch, 10. Dezember 2014, um 17:04 Uhr beziehungsweise 17:06 Uhr kamen die Zwillinge des monegassischen Fürstenpaares Charlène und Albert zur Welt — erst ein Mädchen, dann ein Junge.

Damit entpuppten sich all die Geschlechtsspekulationen der Regenbogenhefte — zwei Jungen? zwei Mädchen? — als astreine Klo-Griffe. Hier, zur Erinnerung, noch einmal zwei prominente Vertreter:

Die "Frau aktuell" titelt: "Monaco jubelt - Fürstin Charlene - Hurra, zwei Jungen! Ihre Zwillinge sind gesund!" Das "Echo der Frau" titelt: "Fürstin Charlene - Süße Überraschung! Es werden zwei Mädchen"

“Das neue Blatt” ist sogar noch einen Schritt weiter. In der aktuellen Ausgabe, die ein paar Stunden vor der Zwillingsgeburt auf den Markt kam, schreibt die Redaktion den Eltern schonmal vor, wie sie ihre Kinder gefälligst zu nennen haben:

Glückliche Charlene - Wie ihre süßen Babys heißen sollen

Das Team des “neuen Blatts” ist ja nicht blöd:

[So] wird der royale Nachwuchs, ganz wie es die Tradition verlangt, meist nach Familienmitgliedern benannt. Auch Charlene und Albert werden diese Tradition mit Sicherheit fortführen.

Mit Sicherheit! Und wenn Ihr schon so sicher seid, alte Ahnenforscher, dann startet doch mal Euer “fröhliches Namens-Rätselraten” …

Für Mädchen steht natürlich der Name Grace oder Gracia ganz hoch im Kurs — nach Alberts verstorbener Mutter Grace Kelly

Leider daneben.

Oder eben Patricia — der zweite Vorname der verstorbenen Fürstin.

Auch falsch.

Auch Antoinette wäre denkbar. So hieß nämlich Alberts Tante, die 2011 im Alter von 90 Jahren starb.

Vielleicht denkbar, aber nicht richtig.

Und wie gefällt Ihnen Lynette? So heißt nicht nur Charlenes Mutter, es ist gleichzeitig auch ihr eigener zweiter Name.

Glückwunsch, “neues Blatt”, kein einziger Treffer. Die Tochter von Charlène und Albert heißt nämlich Gabriella Thérèse Marie.

Und wie sieht’s mit Euren Ideen für den Namen des Jungen aus? “Ganz klar [...] nach Alberts Vater”. Dann mal los …

Sein vollständiger Name: Louis

Nein.

Henri

Nee.

Maxence

Nö.

Bertrand

Auch nicht.

Rainier

Na also, liebe Adelsexperten, immerhin ein Treffer! Und damit einer mehr als Eure sonstige Berichterstattung aus Monaco.


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PR der Ringe
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PR der Ringe

“Das neue Blatt” berichtet am liebsten über Prominente, Adelige und Tchibo:

Helene Fischer - Das Geheimnis um ihren Ring

Die Geschichte hinter dieser Schlagzeile ist kein neues Kapitel in der Dauer-Regenbogenträumerei rund um eine mögliche Hochzeit von Helene Fischer und Freund Florian Silbereisen. “Das Geheimnis um ihren Ring”, das “Das neue Blatt” auf Seite 16 lüftet, sind der Preis von “ca. 1000 Euro” und die Möglichkeit, wo man die hinblättern kann: “über Tchibo erhältlich”.

Um im “neuen Blatt” eine komplette Seite mit den eigenen Produkten vollklatschen zu dürfen, muss man dem Bauer Verlag 13.706 Euro zahlen. Dann steht aber häufig ein hässliches “ANZEIGE” oben drüber, und jeder versteht, dass es sich um Werbung handelt.

Da wäre es doch viel praktischer, wenn das Heft im redaktionellen Teil über einen “wundeschönen Brillantring” schwärmt, der Helene Fischer “sehr gut zu gefallen” scheine. Oder wenn die Redaktion beobachtet, dass Fischer ganz verzückt über den Inhalt ihrer Schmuckschatulle sei und ihr Blick selig wirke. Dazu noch Bilder und Preise von Armbändern aus Messing und Ketten mit Swarovski-Steinen:

In der Tchibo-Kampagne wird von Mode- bis Echtschmuck alles angeboten. Helene findet, da sei für jeden etwas dabei

Die Leserschaft solle doch “Jetzt schon an Weihnachten denken”, rät die Redaktion. Und damit selbst der Allerdümmste versteht, wo er oder sie besonders an Weihnachten denken soll, druckt sie auch noch die Adresse der Tchibo-Website dazu.

Einen Monat zuvor hatte “Das neue Blatt” schon einmal über Tchibo und Helene Fischer berichtet. Damals ging’s um eine “Hit”-verdächtige Modelinie. Und die “Neue Post”, ebenfalls aus dem Bauer Verlag, hat dazu ein paar “Schönheits-Tipps” geliefert:

Schonheits-Tipps - Helene Fischer - Meine Herbst-Mode - Zum Bestellen - Helenes neue Mode ist der Hit

Ihren Text zum Tchibo-Ring-Artikel beginnen die Goldschmiede des “neuen Blatts” übrigens mit einer Frage zum Foto, das Helene Fischer mit Schatulle in den Händen zeigt:

Was sehen Sie auf dem großen Foto, liebe Leserinnen und Leser?

Wir wissen’s: Schleichwerbung.


Jörg Thomann von der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” hat in der aktuellen Folge der “Herzblattgeschichten” ebenfalls eine Antwort parat — und zwar auf die Frage des “neuen Blatts”, warum Helene Fischer so verzückt wirke.


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Kein Mikro-Chip in Schumacher
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Kein Mikro-Chip in Schumacher

Bei der “Freizeitwoche” ärgern sich die Mitarbeiter schwarz. Sie haben doch tatsächlich etwas Falsches berichtet, Kruzifix nochmal! In dieser Titelgeschichte über Michael Schumacher ist es ihnen passiert:

Michael Schumacher - Endlich! - Kommt er noch in diesem Sommer nach Hause?

Und weil das alles wirklich blöd gelaufen, und die Redaktion auch nur “einer Fehlinformation aufgesessen” sei, druckt sie in ihrer aktuellen Ausgabe eine “Berichtigung”:

Berichtigung - In der Ausgabe Nr. 32 vom 30. Juli 2014 haben wir unter Bezugnahme auf einen Artikel der englischen Zeitschrift "Daily Mail" berichtet, dass die Familie von Michael Schumacher kroatische Neurologen kontaktiert habe, damit Michael Schumacher nach deren revolutionärem Mikro-Chip-Verfahren behandelt werde. Tatsächlich gab es einen solchen Kontakt nicht. Eine Behandlung durch die besagten Ärzte ist also nicht geplant, Herrn Schumacher soll auch kein solcher Mikro-Chip implantiert werden. Wir bedauern, dass wir einer Fehlinformation aufgesessen sind. Rastatt, 21. August 2014 - Freizeitwoche Verkag GmbH & Co. KG

Hört mal, alte Bedauerer der “Freizeitwoche”, uns fallen spontan zwei mögliche Maßnahmen ein, um solchen Stuss von vornherein zu vermeiden: nachfragen oder nachdenken. Weder das eine noch das andere scheint zu Eurem Standard-programm zu zählen.

Durch die Berichtigung dürfte das Heft jedenfalls einer Gegendarstellung zuvor-gekommen sein. Die hätte dann hässlich und wenig verkaufsfördernd auf dem Cover prangen können.

Wie so eine verschandelte Titelseite aussieht, zeigt “Das neue Blatt” eindrucksvoll und gleich mehrfach. Die Redaktion hatte über Eheprobleme von Doris Schröder-Köpf und Gerhard Schröder spekuliert. Das fanden der frühere Bundeskanzler und seine Ehefrau offenbar nicht ganz so witzig. “Das neue Blatt” musste in der digitalen Ausgabe die Schlagzeile verdecken:

Mit weißer Fläche versehenes Cover von "Das neue Blatt"

Und auch Günther Jauch ging gegen “Das neue Blatt” vor. Die Mitarbeiter titelten einst, “Das verheimlichte Alkohol-Drama” des TV-Moderators “enthüllt” zu haben. Die Geschichte hatte für sie auch kein so richtig gutes Ende — sowohl auf dem Cover der Digitalausgabe …

Mit weißen Flächen versehenes Cover von "Das neue Blatt"

… als auch im Heftinneren mussten sie reichlich weiße Flächen montieren:

Mit weißen Flächen versehener Artikel über Günther Jauch.

Die Anwaltskanzlei, die Günther Jauch vertritt, bestätigte uns, dass derzeit ein Verfahren gegen das Bauer-Blatt läuft.

Gegen die “Woche der Frau” von der Mediengruppe Klambt war die Kanzlei bereits erfolgreich: Das Heft musste in seiner vergangenen Ausgabe (Nummer 35) eine Gegendarstellung abdrucken.

In der aktuellen Ausgabe (Nummer 36) muss die “Woche der Frau” eine weitere Gegendarstellung des Moderators bringen:

Gegendarstellung - In "Woche der Frau" vom 13. August 2014 heißt es auf Seite 11 in einem Artikel mit der Überschrift "Böses Spiel mit Günther Jauch - Als Lockvogel missbraucht!" in Bezug auf eine Werbeanzeige für die FAZ: "Ob er das Geld dafür auch spendete? Gut möglich." - Hierzu stelle ich fest: Ich habe für die FAZ-Werbeanzeige kein Honorar erhalten. Potsdam, den 18. August 2014 - Günther Jauch - Günther Jauch hat Recht. Die Redaktion

All die eigenen Fehler und die daraus resultierenden rechtlichen Auseinander-setzungen hindern die “Woche der Frau” aber nicht daran, auch in dieser Ausgabe wieder groß über Jauch zu titeln. Mehr dazu gibt’s am Wochenende Montag — in der neuesten Ausgabe topfvollgold zum Hören.


Mit Dank an Stefan N. für den Hinweis.


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Schlagzeilenbasteln (101)
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Schlagzeilenbasteln (101)

Judith (27) aus Aachen ist ein großer Fan von Günther Jauch. Sie hat ihn zwar noch nie getroffen, aber sie findet ihn total toll.

Berührende Momente - Günther Jauch - So glücklich macht er diese junge Frau

Schon, wenn sie sich nur ein Foto von ihm ansieht, ist alles gut. Dann vergisst Judith (27) aus Aachen die Welt um sich herum, dann gibt es nur noch sie und ihn. Ihr Gesicht wird ganz weich, ihr Herz hüpft, sie strahlt und lacht, Ärger und Stress der ganzen Wochen sind sofort vergessen. Ja, Günther Jauch (58) macht die junge Frau einfach glücklich. Kein Wunder, der Fernseh-Star ist ja auch ein Traummann. Berühmt und trotzdem nicht eingebildet. Unterhaltsam und schlagfertig. Und dann diese Augen. So offen und klug, so lebenserfahren, dass sie einem direkt ins Herz zu sehen scheinen. Solche Menschen trifft man nicht oft.


Daniela Katzenberger hat in einem Interview gesagt, dass sie keine Klotür habe. Denn: “Das Problem ist, dass da Regale stehen, in denen ich meine 150 Handtücher aufbewahre, die ich in Hotels gemopst habe oder die mir geschenkt wurden.”

Das Geständnis - Daniela Katzenberger - Aus Geiz wurde sie zur Diebin - Wenn's ums Geld geht, ist sie sich wohl für nichts zu schade

(“Die neue Frau”)


König Felipe von Spanien ist neulich mit ein paar Kumpels in Madrid feiern gegangen.

König Felipe - Ist er doch so ein Hallodri wie sein Vater?

(“Die neue Frau”)


Jörg Pilawa wurde in einem Interview gefragt, wie er eigentlich das Haus ordentlich halte, immerhin hat er vier Kinder. Pilawa antwortete: “Wer sagt denn, das [sic] es ordentlich ist? Sie glauben doch nicht, dass man Ordnung in einem Haus mit vier Kindern hat. Bei mir zu Hause herrscht das Chaos.”

Jörg Pilawa - Bewegendes Geständnis

(“frau aktuell”)


Michael Schumacher bekommt in der Reha angeblich Unterstützung von Kai Schnapka. Der ist Physiotherapeut und mit Schumacher seit dessen Formel-1-Zeit befreundet.

Michael Schumacher - Vollbringt sein bester Freund das neue Wunder?

(“Neue Post”)

Michael Schumacher - Sein bester Freund bewirkt ein Wunder - Freudentränen auf der Reha-Station

Sensationelle Neuigkeiten aus der Reha - Michael Schumacher - Die 1. Schritte! Unsere Gebete wurden erhört

Michael Schumacher - Wunderbare Fortschritte - Freudne bestätigen: "Es geht alles viel schneller als erhofft!"

(Dieses Zitat kommt im Artikel übrigens gar nicht vor. Vermutlich ist es frei erfunden.)


Angela Merkel und ihr Mann waren im Urlaub.

Diese Bank rettete die Kanzler-Ehe

(“die aktuelle”)

Einsames Wandern im Regen, Wortlosigkeit. Aber dann kam eine Bank. Eine Bank, die vielleicht die Kanlzer-Ehe gerettet hat. Endlich konnte sich das Paar aussprechen — in aller Ruhe.


Die Schauspielerin Christiane Hörbiger hat in einer Talkshow gesagt, dass sie römisch-katholisch erzogen worden sei, aber mit der Bibel nicht wirklich zurechtkomme. Daraufhin schrieb irgendwer auf ihrer Facebook-Seite: “Ich würde Ihnen die ‘Neue-Welt-Übersetzung’ der Zeugen Jehovas empfehlen.”

Sie wirkt so verändert - Christiane Hörbiger - Findet sie bei einer Sekte ein neues Glück?

(“Die neue Frau”)


Der Schauspieler Thorsten Nindel ist an Krebs erkrankt. Er hat mal in der “Lindenstraße” mitgespielt und ist mit Schauspiel-Kollegin Saskia Valencia zusammen.

Saskia Valencia - Tränen um ihre große Liebe - Kann ihr Ex-Freund sie jetzt trösten?

(“Die neue Frau”)


Die angebliche neue Freundin von Prinz Harry sieht seiner Schwägerin (Herzogin Kate) sehr ähnlich.

Prinz Harry - Jetzt hat er seine eigene Kate!

(“das neue”)


Und jetzt aufgepasst! Die Frau von Joachim von Dänemark sieht seiner Schwägerin (Prinzessin Mary) auch sehr ähnlich.

Harry Windsor und Joachim von Dänemark - Lieben sie heimlich ihre Schwägerinnen?

(“Schöne Woche”)


In der Ukraine ist Flug MH17 abgestürzt. Viele niederländische Passagiere kamen dabei ums Leben.

Neue Tragödie schockt Holland - Maxima & Willem-Alexander - Ehe in Gefahr! - Jetzt müssen sie um ihr Glück kämpfen
Der Artikel beginnt so:

Nur selten brechen Ehekrisen wie plötzliche Unwetter über ein Paar herein. Meist zeigen sich erst einige Wolken am Himmel, dann werden es immer mehr – bis schließlich ein Dauerregen des Zweifels das Fundament des gemeinsamen Glücks unterhöhlt. Auch bei Maxima (43) und Willem-Alexander (47) scheint nun eines zum anderen zu kommen. Die neue Tragödie um die 193 niederländischen Todesopfer beim Flugzeugabschuss über der Ukraine ist eine weitere Belastung. Und viele Holländer fragen sich schockiert, ob die Liebe der beiden nun zerbrechen könnte.


Und zum Schluss mal andersherum. Welche Geschichte verbirgt sich wohl hinter folgender Schlagzeile der “frau aktuell”?Stefanie Hertel - Skandal an ihrem Geburtstag

Ihr Freund konnte nicht mitfeiern, weil er einen Auftritt hatte.


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11 Geheimnisse sollt ihr sein
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11 Geheimnisse sollt ihr sein

Zum Einstieg ein kleines Quiz! Wir nennen eine korrekte Tatsache und eine falsche Behauptung — Ihr müsst raten, was davon wahr und was erlogen ist.

Fertig? Dann los:

1. Die “Neue Woche” ist das, was sie im Untertitel verspricht: eine “moderne, aktuelle Illustrierte”.
2. Gerade findet in Brasilien die Fußball-WM statt.

Nun gut, zugegeben, das war einfach.

Komplizierter wird‘s, wenn Nummer 1 versucht, Nummer 2 irgendwie ins Heft zu pressen: Bald startet die deutsche Nationalmannschaft ins WM-Turnier — wer so richtig modern und aktuell sein will, braucht da eine Geschichte über Bundestrainer Joachim Löw!

Glücklicherweise hat die “Neue Woche” “Exklusiv!” “ganz private Geheimnisse” über Löw, sagen wir mal, herausgefunden:

Joachim Löw - Exklusiv! Jogis ganz private Geheimnisse

Das Blatt frohlockt:

Er plaudert aus dem Nähkästchen — und verblüfft dabei selbst eingefleischte Fans!

Offenkundig ein plumper Versuch, Auflage zu machen Stück mit Servicecharakter. Die Leserinnen erfahren etwa, dass Karoline Herfurth Löws Lieblings-schauspielerin ist (“‘Wenn ich weiß, dass sie mitspielt, sitze ich garantiert im Kino’”), er gern bei einem guten Rotwein entspannt und seit 28 Jahren mit seiner Ehefrau verheiratet ist.

Bekannt für seine hohe Emotionalität, soll Löw auf der gesamten Klaviatur der Gefühle gespielt haben. Mal sagt er “reumütig” zu seinem Führerscheinverlust: “‘Ich habe meine Lektion gelernt’”. Oder er ergänzt “augenzwinkernd”: “‘Zum Essen gehe ich — trotz der Niederlage bei der EM 2012 — immer noch zum Italiener an der Ecke.’”

Ein Geheimnis jagt das nächste. So offen hat man ihn noch nie erlebt!

Es sei denn, man liest “Neue Post”, “Revue der Woche”, “Das neue Blatt” oder “Revue exklusiv:

Bundestrainer Jogi Löw - Seine 11 Geheimnisse

Ganz privat - Joachim Löw - Die 11 größten Geheimnisse seines Lebens

Jogi Löw (54) - Die 10 Geheimnisse unseres Bundestrainers

Jogi Löw - Sein geheimes Privatleben - Was niemand je erfahren sollte ...

Trotz der versprochenen Exklusivität der “Neue Woche” sind blöderweise auch zwei Blätter aus dem Bauer Verlag (“Das neue Blatt” und “Neue Post”) an einige “Geheimnisse” gelangt. Etwa wer Löws Ehefrau oder dessen Lieblings-schauspielerin ist, oder dass Löw Rotwein mag.

“Das neue Blatt” und die “Neue Post” haben aber natürlich auch noch eigene “Geheimnisse” aufgetan:

Seine Gebete - Als Kind war er Messdiener und hat sich seinen Glauben bewahrt. Der Bundestrainer betet vor jeder Flugreise. - (Aber)Glaube) - Bei jedem Flug mit der Nationalelf sitzt er in Reihe 1 auf Platz A - und betet vor dem Start (als Kind war er Messdiener).

Oder auch:

Sein Ehering - Obwohl er seit 1986 mit Daniela (52) verheiratet ist, trägt er keinen Ehering. Grund: Er mag kein Metall auf der Haut, trägt sogar seine Uhr am Lederarmband. - Jugendiege - Mit 17 lernt er seine Daniela (52) auf der kaufmännischen Berufsschule in Freiburg kennen und lieben, beide sind Azubis. 1986 heiratet das Paar. Einen Ehering trägt Löw aber nicht - er mag kein Metall auf der Haut spüren.

Dass Löw darüber hinaus Gelegenheitsraucher ist, wissen aber nicht nur “Das neue Blatt” und die “Neue Post”, sondern auch “Revue der Woche” und “Revue Exklusiv”. Beide erscheinen im selben Verlag, dem Deltapark Verlag, was optisch durchaus auffällt:

Gegenüberstellung der Artikel von "Revue der Woche", Nr. 7/2014, und "Revue exklusiv", Nr. 7/2014

Und auch hier der alte Quark: Rotwein, Ehefrau und Führerscheinverlust.

Wie man, ohne mit der Wimper zu zucken, solche längst bekannten Belang-losigkeiten als “Exklusiv!”, “aktuell” oder “geheim” verkaufen kann — das bleibt das wirkliche Geheimnis.


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Genau wie bei Prinz Friso (5)
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Genau wie bei Prinz Friso (5)

stapel2Das sind die Hefte mit Michael-Schumacher-Schlagzeilen, die wir bisher gesammelt haben. Und dabei kriegen wir mit Sicherheit nicht jeden Artikel mit. Dennoch: Der Stapel wächst mit jeder Woche. Der Wahnsinn will einfach kein Ende nehmen.

Seit fünf Monaten führen die Redaktionen die Leser immer wieder in die Irre. Auf ihren Covern suggerieren sie, es gebe Neuigkeiten zu Schumachers Gesundheitszustand — “Neue Hoffnung”, “Neue Sorgen”, “Medizinische Sensation”, “Die ersten Schritte”, “Tränen-Tragödie”. Und wie immer steckt dahinter: nichts. Nur Gerüchte und Spekulationen und die Fantasie der Autoren.

Einer der beliebtesten Tricks geht so: Irgendein Mediziner hat irgendwann mal irgendwas zum Thema “Koma” gesagt. Zum Beispiel:

“Es gibt Fälle, in denen die Patienten nicht mehr wissen, wer die Familie ist.”

Und zack:
Lieber Gott, lass es nicht wahr sein! - Corinna Schumacher - Erkennt ihr Michael sie nicht mehr?

Oder: Ein Arzt, “der Schumis Ärzte in Grenoble gut kennt”, soll gesagt haben, dass “theoretisch” die Chance bestehe, dass Schumacher “wieder Auto fährt”. (Warum auch immer.)

Zack:
Michael Schumacher - Überraschende Prognose - Es gibt die Chance, dass er wieder Auto fährt

Einige der zitierten Mediziner wissen wahrscheinlich nicht mal, dass sie (oft auch mit Foto) in den Heften auftauchen. In manchen Fällen wurden die Aussagen offenbar einfach aus anderen Quellen übernommen.

Oft wird das Geschwafel noch mit einer dicken Schicht aus Kitsch und geheucheltem Mitleid überzogen, wobei dann solche Geschichten entstehen:Michael Schumacher - Tränen-Tragödie! - Ausgerechnet jetzt! Wie soll die Familie das verkraften?

Der Artikel handelt davon, dass es Corinna Schumacher jetzt ziemlich schlecht gehen muss, obwohl sie so viel Geld hat.

Im Innern lautet die Überschrift:Das Tränen-Paradies der verlorenen Träume

Und womit beginnt ein solcher Artikel? Na klar:Die Liebe erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf. (Bibel, 1 Korinther 13)

Aber es sind nicht nur die Mediziner und die Bibel, die für die Spinnereien der Regenbogenpresse herhalten müssen. Die “Freizeitwoche” etwa bedient sich noch ganz anderer Quellen. Vor Kurzem versprach sie auf dem Cover ebenfalls neue Informationen:Michael Schumacher - Wie geht es ihm wirklich? - Jetzt gibt es ungewöhnliche Neuigkeiten

Es gebe “neue Anzeichen für eine positive Wende”, schrieb das Blatt.

– und zwar aus dem Universum!

Denn der “FREIZEITWOCHE-Astrologe Michael Waha (50)” hat in die Sterne geschaut und “einen Ausblick in die Zukunft” gegeben. Im Ernst:

Der Planet Mars sorgt ab Juli für deutliche Fortschritte beim Heilungsprozess. Weitere Glücksaspekte werden diese Entwicklung im Herbst unterstützen. Es besteht Hoffnung auf eine nachhaltige Stabilisierung des Gesundheitszustands, vor allem ab Ende Juli. Dann wandert Mars in das Sternzeichen Skorpion. Ob Michael vollständig geheilt wird, ist unklar. Folgeschäden können nicht ausgeschlossen werden.”

Prognosen aus dem Universum, Bibel-Zitate, Ferndiagnosen — so geht das jede Woche. Für die kommenden Schlagzeilen haben die Kaffeesatzleser und Pendelschwinger bestimmt schon die Tarotkarten zurechtgelegt.


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Schlagzeilenbasteln (81)
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Schlagzeilenbasteln (81)

Welche Schlagzeile könnte man aus folgender Nachricht basteln?

Neulich richtete Prinz William “ein Gala-Dinner zugunsten der Krebsforschung am Royal Marsden Hospital aus.” Es kamen viele schöne Frauen. Nur eine fehlte: Williams Frau Kate.

Die naheliegenden “Drama”-Schlagzeilen gab es tatsächlich. Zum Beispiel in “Das neue Blatt”:

Was der Hof vertuscht! - Kate - Spurlos verschwunden

Die “Heim und Welt” hat sich aber einen ganz speziellen Dreh überlegt:

Herzogin Kate - Mit einer List hält sie ihre LIebe jung

Denn Kate war zwar nicht bei der Gala, aber “[w]as William nicht ahnt: Mit ihrer Abwesenheit verfolgt seine Kate einen listigen Plan! Die Herzogin lässt ihren Mann an der langen Leine. Damit er sieht, was er an seiner Ehefrau hat!” Mit Erfolg: “Denn nach dem Gala-Dinner verzichtete William auf die rauschende Party it seinen weiblichen Gästen und machte sich so schnell wie möglich auf den Weg zu Baby George und seiner wunderbaren Frau!”

Übrigens: Diese und andere bekloppte Geschichten gibt es auch diese Woche wieder in den Herzblattgeschichten der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”.


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Die Hofberichterstatter
des Modeprinzen
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Die Hofberichterstatter
des Modeprinzen

Hach, dieser Harald Glööckler. So berühmt und reich er auch sein mag, der “viel beschäftigte Modeprinz” nimmt sich noch richtig Zeit für seine Fans “Das neue Blatt”-Redakteurinnen. Neulich zum Beispiel, kurz bevor in Berlin ein Harald Glööckler-Laden eröffnet hat:

Reporterin vor Ort - Der viel beschäftigte Modeprinz nahm sich am Tag vor der großen Eröffnung des ersten Stores Zeit für ein Gespräch mit DAS NEUE BLATT-Redakteurin Bettina Büsche

Bei dem Ergebnis — kein Wunder! Bettina Büsche brachte von ihrer Recherche-Reise in Berlin nämlich genug Stoff für eine doppelseitige Werbeanzeige mit. Blöd nur, dass diese durch die Redaktion gar nicht als Anzeige gekennzeichnet wurde:

"Willkommen in meinem Reich" - doppelseitiger Bericht über den neuen Harald Glööckler-Laden in Berlin

Der, nun ja, Artikel verrät zum Beispiel die genaue Adresse und die Öffnungszeiten des Ladens. Man erfährt, dass es Nagellack für 19,95 Euro gibt und Taschen schon ab 29,95 Euro. Dass Peer Kusmagk sich nicht entscheiden konnte – “Auch schwer bei der Auswahl”. Dass Kim Gloss “sofort etwas Passendes für ihr Töchterchen Amelia” gefunden hat. Und dass Barbara Schöne “schon lange großer Fan der Harald-Glööckler-Taschen” ist.

Bettina Büsche lobhudelt, dass sich im Glööckler-Laden “Haute-Couture-Liebhaber ([...] Kleider für etwa 8000 Euro) und auch Otto Normalverbraucher zu Hause fühlen” sollen. “So gibt es Schmuck schon ab 50 Euro, aber zum Beispiel auch handgefertigte Colliers für 900 Euro”.

Im beigestellten Interview gerät Harald Glööckler dann “ins Schwärmen: Sein erster Laden soll ein ‘Wallfahrtsort’ für seine Fans sein.” Er darf fröhlich erzählen, dass er fleißig ist und auch viel Gutes tut. Dass man im Glööckler-Shop alles findet, “‘von Tapeten über Bettwäsche, Mode und Schmuck bis hin zu Kosmetik und Schokolade. Und auch Dinge, die man sonst nicht bekommt.’” Was interessiert’s da schon, dass Glööcker den Laden gar nicht selbst führt, sondern nur Lizenzen vergibt? Schließlich gilt: “‘man kann nicht genug Bling-Bling haben!’”

Übrigens: Eine doppelseitige Anzeige in “Das neue Blatt” kostet 28.712 Euro. Dafür hätten wir uns auch ein paar Stunden Zeit für Redakteurin Bettina Büsche genommen.


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Die Tote kann sich nicht wehren
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Die Tote kann sich nicht wehren

Die Berichterstattung zum Tod von Bob Geldofs Tochter Peaches reicht von zurückhaltend über irre (“Focus online”: “Die Geldofs und ihre Freunde, so scheint es, sterben vorzugsweise jung”) bis völlig irre (“Bravo.de”: Nr. 8 der “10 Dinge, die du nicht über sie wusstest!”: “Zu ihrer Familie gehören auch diese süßen Hunde und eine Katze”). In einem Punkt sind sich die Medien allerdings einig: Weder wahlloses Herumraten noch eine Obduktion förderten bis jetzt die Todesursache zutage.

Nur “Das neue Blatt” sieht das anders. Zwar schreibt das Regenbogenheft aus dem Bauer-Verlag: “Keine Drogen, kein Abschiedsbrief” und “Selbstmord schließen die Beamten aus.” Dennoch können die Redaktionspathologen in ihrer dicken, fetten Überschrift ein überraschendes Untersuchungsergebnis präsentieren:

Neuer Schicksalsschlag - ROCK-Legende BOB GELDOF (62) - Seine Tochter starb an gebrochenem Herzen

Rumms!

Es ist eine simple Gleichung aus dem Bereich des Ausdenfingernsaugens, die “Das neue Blatt” zum Tod von Peaches Geldof aufstellt:

Denn schon als kleines Mädchen von elf Jahren verlor sie ihre Mutter Paula Yates. Die 41-Jährige starb an einer Überdosis Heroin. Den Tod der eigenen Mama hat sie nie überwunden.

Und wenn es sonst keinen offiziellen Befund gibt und die Chefredakteurin unbedingt einen großen Artikel über Geldof im Blatt haben will, dann denkt man sich eben mal die Sache mit dem gebrochenen Herzen aus. Wen juckt das schon? Die Tote kann sich ja eh nicht mehr wehren.

Auf die rhetorischen Fragen in Bob Geldofs Statement, wie es möglich und auszuhalten sei, dass die Familie Peaches nie wiedersehen könne, antworten die Regenbogenpsychologen:

gar nicht. Den Verlust eines Kindes — darüber kommt man nicht hinweg. Nie.

Meint Ihr, Mitarbeiter von “Das neue Blatt”, denn, dass Eure erfundene Quatschüberschrift die Situation leichter macht?


Dieser Text ist gestern auch im “Tagesspiegel” erschienen. Jeden zweiten Montag schreiben wir dort eine Kolumne über die Regenbogenpresse.


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Schlagzeilenbasteln (55)

Schlagzeilenbasteln (55)

Welche Nachricht führte wohl zu dieser Schlagzeile von “Das neue Blatt”?

Helene Fischer - Lebens-Gefahr

Als Teil einer Düsseldorfer Varieté-Show rekelt sich die Artistin Sharyn Monni regelmäßig in einer großen Plexiglaskugel. Neulich stürzte sie vier Meter in die Tiefe. “Diagnose: angebrochenes Handgelenk und starke Prellungen am Rücken.” Helene Fischer präsentierte bei einer TV-Show Ende vergangenen Jahres ebenfalls eine Akrobatik-Nummer in einer Plexiglaskugel.


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Was für ein Experte

Was für ein Experte

Es ist ein ganz simpler Griff in die Trickkiste, den die Regenbogenhefte massenweise vollführen, um ihrem gedruckten Irrsinn einen unabhängigen/ wissenschaftlichen/recherchierten Anstrich zu geben: die Experten-Aussage.

Und so durfte sich jetzt ein Psychologe in “Das neue Blatt” am Selbstmord von Mick Jaggers Freundin L’Wren Scott versuchen.

Er gibt zwar keine Antwort auf die unangebrachte übergeordnete Frage des Artikels …

Tragischer Selbstmord - Mick Jagger (70) - Warum konnte er seine Freundin nicht retten?

… und ist auch nicht dafür verantwortlich, dass die Autorin des Textes einem die Eiseskälte entgegenhaucht:

Und sie fühlte sich sicher auch vernachlässigt, da der Frauenheld sie wochenlang allein ließ, um in Paris seine Welttournee vorzubereiten.

Jagger, der nun mit Schuldgefühlen leben muss.

Dafür ist der Psychologe für diese Zeilen verantwortlich, die alles andere problemlos in den Schatten stellen:

Scott hinterließ keinen Abschiedsbrief — aber eine Botschaft. “Jagger hat das Ex-Model immer bewundert. Mit dem Schal wollte sie auch noch im Tod schön für ihn sein”, sagt Psychologe Alfred Gebert aus Münster zu DAS NEUE BLATT.

Hätte er’s mal besser gelassen.


“‘Ekligste Ferndiagnose der Woche’”, findet übrigens auch Jörg Thomann, Redakteur der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”, in seinen aktuellen “Herzblatt-Geschichten”.


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Das Tattoo der Pandora

Das Tattoo der Pandora

Manchmal macht es Florian Silbereisen der Regenbogenpresse besonders einfach, etwa, wenn er auf seiner Tournee mit nacktem Oberkörper ein Tattoo offenbart, das bisher tabu für die Presse war, weil er gegen Aufnahmen dieses Tattoos konsequent gerichtlich vorging.

Diese Daumenschrauben sind durch Silbereisens Auftritt nun gelöst. Bühne frei für “Drei Regenbogenheftchen — Drei Blickwinkel” und die Frage: Was hat Florian denn da geritten?

Da ist zunächst “Das neue Blatt”. Das haut direkt richtig auf die Panik-Pauke und dem Leser regelrechte “Schock-Fotos!” um die Ohren:

Schock-Fotos! Helene Fischer - Florians gemeiner Liebes-Verrat

Du liebes Lieschen, was macht der Florian denn da? Obenrum nackig und untenrum mit einer kurzen Lederhose bekleidet, so liegt Silbereisen flach und verführerisch da. Bestimmt ist ihm die Chipstüte unters Bett gerutscht streichelt er gerade eine Frau sanft mit den Fingern der linken Hand über den Oberkörper! Was für ein “gemeiner Liebes-Verrat” an Helene Fischer!

Dieser “Nacktauftritt” (der auf der Nacktskala in etwa auf gleicher Höhe mit einem PR-Ausritt von Wladimir Putin liegt) ist allerdings dann doch kein Paparazzi-Foto eines bayerischen Liebes-Rollenspiels, sondern eben die Szene eines Konzertes von Silbereisen auf seiner Tournee.

Trotzdem: Florian “wälzt sich [...] zwischen den Laken”, wird von einer “Tänzerin animiert”, als er gerade “Liegestütze macht”, und “genießt den Oben-ohne-Auftritt vor Publikum.” Totale Sex-Offensive von Silbereisen, glaubt man den Bildunterschriften von “Das neue Blatt”. Und ein Detail hat es den Schreibern natürlich angetan: das bisher verbotene Tattoo von, so sagt man jedenfalls, Helene Fischers Antlitz auf Florians linkem Oberarm.[Ein Foto von Silbereisens Tattoo]

Weil Silbereisen diesen “kleinen Schatz, der sie beide verbindet” nun nicht mehr “eifersüchtig” hütet, ist der Tattoo-Auftritt vielleicht eine “geheime Botschaft” der Eifersucht an Helene, so die Idee von “Das neue Blatt”:

Nach dem Motto: “Schau her, ich mache, was ich will, und komme bei Frauen gut an.”

Und du so, “Das neue Blatt”? Immer nach dem Motto “Schau her, ich mache, was ich will, und habe meine Glaskugel befragt”?

Während bei “Das neue Blatt” Silbereisen als übler Macho charakterisiert wird, stilisiert die “Neue Woche” den Auftritt vielsagend zur “pikante[n] Enthüllung” und “große[n] Überraschung” …

Helene Fischer & Florian Silbereisen - Pikante Enthüllung! Jetzt ist die große Überraschung perfekt

… und lockt den Leser wieder einmal mit der Hoffnung auf eine Hochzeit der beiden Schlagerstars. Natürlich stellt sich die Story im Innenteil etwas anders dar. Und es wird auch ein ganz anderer Grund für die Adams-Performance ausgemacht. Hier interpretiert man die ganze Sache als verzweifelten Kampf Silbereisens um die Zuneigung und Anerkennung seiner Holden.

Warum? Weil die “Neue Woche” weiß, wie der Show-Hase läuft und die richtigen Leute in der Szene kennt, etwa den legendenumwobenen “Kenner der Szene”. Und der sagt eben ganz klar:

“Er macht das nur, um mit Helene mitzuhalten.”

Fall abgeschlossen. Aber als guter Freund der Stars will das Blatt den armen Florian dann doch nicht vor den Scherben der zu Bruch gehenden Beziehung stehen lassen und weiß:

Für Helene ist Flori der Größte – und das muss er ihr auch nicht beweisen.

Es bleibt nur zu hoffen, dass Florian Silbereisen diese Zeilen gelesen hat und von nun an darauf verzichtet, “betont sexy” mit “den Jungs von voXX-club” Helene Fischer Liebesbeweise über den Äther schicken zu wollen.

Auch “Die neue Frau” lässt ihre Lok auf der Sexy-Schiene fahren und entgleist dabei fast vor Aufregung:

Intime Fotos von Florian - Ist da wirklich Helene zu sehen?

Im Innenteil geht’s dann heiß weiter: “So sexy, so aufregend, so intim!”

Von den Krisen-Theorien der Kollegen hält das Blatt jedoch nichts und lässt schon mal die Hochzeitglocken läuten. Und wie reift so ein Entschluss bei „Die neue Frau“? Harte, wissenschaftlich-interdisziplinäre Arbeit!

Die Kunstwissenschaftler von “Die neue Frau” machen sich ran an den speckfreien Oberarm von Florian Silbereisen und stellen analytisch fest:

Die Nase fast ein wenig zu lang, das Gesicht zu oval. Eine kleine Panne des Tätowierers? Oder zeigt das Bild etwa eine ganz andere. (sic)

Hermeneutischen Fragen wird in Trash-Monologen ebenso nachgegangen:

Und: Warum sitzt ein Pfeil mitten im Herz? Einfach ein Symbol, wie sehr ihn oder sie Amors Pfeil mitten ins Herz getroffen hat? Oder spiegelt es etwa eine Tragik, die es in jeder Liebe geben kann? Fragen, die vielleicht auch Helene selbst unter die Haut gehen. [...] Ist es ihr etwa peinlich, dass ihr Freund sie so unter der Haut verewigt hat? Oder findet sie einfach selbst, dass das Bild ihr nicht unbedingt perfekt gleicht? Frauen sind da ja etwas empfindlicher.

Und Postkarten-poetisch geht es weiter:

Florian hat sich Insidern zufolge das Tattoo schon vor vier Jahren in einem bayerischen Studio stechen lassen — also nach nur zwei Jahren Beziehung mit seiner Helene. Fand sie diesen Zeitpunkt etwa viel zu früh, eine solch folgenschwere Entscheidung zu treffen? Ein Tattoo bleibt schließlich ein Leben lang, eine Liebe leider nicht.

(“Insider”, das sind für “Die neue Frau” übrigens die Leute von Bild.de.)

Doch warum nicht plötzlich in die komplette Gegenrichtung schwenken und alle vorangegangenen Mutmaßungen obsolet werden lassen?

Es kann gut sein, dass sich das nun alles geändert hat.

Und so kommt “Die neue Frau” schließlich zum verblüffenden Schluss, das Lüften des Tattoo-Geheimnisses sei nur der nächste Schritt in der Liebe zwischen Helene und Florian — der Vorbote der Hochzeit! Da kann man direkt in Weddingplanner-Phantasien abdriften:

Wer weiß, vielleicht lüften die beiden ja schon bald ein zweites, ganz privates Geheimnis. [...] Dann allerdings wird sich Florian bestimmt nicht so offenherzig, sondern eher im schwarzen Anzug mit weißem Hemd, Krawatte oder Fliege zeigen. Und Helene? Sie würde in einem Traum in Weiß sicher absolut hinreißend aussehen.

Ja, wer weiß das schon, was Florian Silbereisen da wieder geritten hat. Die im Dunklen stochernde Regenbogenpresse weiß es aber sicher nicht.

Einerseits könnte man jetzt auch mal Fünfe gerade sein lassen, das alles von der Sonnenseite sehen und erleichtert feststellen, die Regenbogenlandschaft liefere mit ihrer Masse an verschiedenen Blättern ein plurales Meinungsbild mit unterschiedlichsten Perspektiven auf das jeweilige Thema.

Andererseits ist es auch ein weiterer Beweis für die fakten- wie erkenntnisfreie Ausschlachtung eines an sich banalen Ereignisses wie einem Oben-ohne-Auftritt im Showbusiness, die mindestens zwei Menschen und ihr Privatleben angreift.


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William, Kate und volle Euter

William, Kate und volle Euter

Böses Blut macht ziemlich sicher auch vor Blaublütern nicht Halt. Und so mag man mit Fug und Recht behaupten, dass es auch bei Prinz William und seiner Kate durchaus mal Streit geben kann.

Das Problem für die Presse ist, dass diese ganz normalen Streitereien meist im Privaten bleiben und man nur anhand von äußerlich beobachtbaren Phänomenen keinen seriösen Artikel füllen kann.

Ein Glück, dass “Die Aktuelle” und “Das neue Blatt” mit Seriösität nicht viel am Hut haben, darum ist ihnen auch ein toller Coup gelungen: Das eine Blatt schreibt über Kate, das andere über William. Denn beide haben voreinander Reißaus genommen, praktisch gleichzeitig.

Das sieht dann so aus:

Exklusiv-Fotos! Kate - Sie ist weg ... mit dem Baby! Ohne William in der Karibik! Erster Zoff in einer jungen Ehe - oder steckt mehr dahinter?

Gemein! Prinz William - Er ist einfach abgehauen

Widmen wir uns zunächst der einen Seite der Geschichte, Perspektive Kate. “Die Aktuelle” berichtet, dass die nämlich nicht nur mit Baby George abgehauen, sondern vielmehr “auf der Flucht” sei – Richtung Karibikinsel Mustique. Ein wenig doof für die Redaktion, dass anstatt eines prima verwurstbaren love interest nur Kates Bruder James mitgekommen ist.

Auf den gezeigten Fotos wirkt Kate aber ausgesprochen gelassen und lächelt sogar. Man könnte nun vom Naheliegendsten ausgehen: Sie fliege eben in einen Kurzurlaub, während ihr Mann zu tun hat. Der ist nämlich neuerdings Student an der Cambridge University, in einem eigens für ihn entworfenen Zehn-Wochen-Agrarmanagement-Kurs, wie auch bei BBC News zu lesen ist.

Oder aber man inszeniert es, wie “Die Aktuelle”, als Flucht vor dem Terror des royalen Ehelebens:

Aus dem Kensington Palast dringen immer mehr Informationen. Offenbar gab es in den letzten Wochen mehrmals heftigen Streit. Sogar am 9. Januar, Kates Geburtstag, weil William zu spät nach Hause gekommen war, um noch mit ihr zu feiern. […] Kates Mutter Carol plante [außerdem], ihren 59. Geburtstag auf Mustique zu feiern und Kate bat William, mit ihr mitzufliegen. Er kann aber sein Studium nicht einfach unterbrechen und so gab es offenbar tränenreiche Diskussionen.

Ein Agrar-Intensiv-Student an einer Elite-Uni hat für solche Kinkerlitzchen schlicht keinen Platz im Stundenplan.

Doch gerade als wieder Ruhe eingekehrt war, platzte die nächste Bombe. Königin Elizabeth befahl Kate eine Kleiderordnung. […] Für Kate muss es ein Schock gewesen sein, was die Queen verlangt

Auch das noch. Aber woher weiß das Blatt denn diese höchst privaten Details? “Die Aktuelle“, immer im Kampf für die Anonymität der Zeugen, nennt keine Zeugen. Alles ist “offenbar”, und so platzt der Kensington Palast vor herausdrängenden Informationen. Obwohl man vermuten könnte, der Informant sei der royale Vorkoster, denn:

Als William letzte Woche Freitag abends nach Hause kam, fand er einen Brief in der Küche: “Bin in der Karibik”, musst [sic!] er da lesen. Was für ein Schock. Ist jetzt alles aus?

Ein Brief also. Auf der königlichen Küchenzeile. Das Protokoll einer Ehehölle.

Doch wie sieht das alles aus Williams Perspektive aus? Da kommen wir zum “neuen Blatt”. Schon im herrlich infantilen Titel ist für das Heft klar, wer hier den Lolli geklaut hat: William!

Stein des Anstoßes: Der treulose Hund William schläft neuerdings “nun auch noch in der Uni von Cambridge”, wo er, wie schon in “Die Aktuelle” erwähnt, Landwirtschaft studiert. Wie “gemein”! Dass schon im Vorfeld geplant war, William werde teilweise in Cambridge leben und nächtigen — das passt so gar nicht zum Vater, der seine Familie im Stich lässt, und wird verschwiegen.

Und so schlägt der Prinz sogar Geburtstage der Schwiegermutti aus und treibt die Frau Gemahlin an den “Rande des Nervenzusammenbruchs”! Da kann man als Ehefrau nur noch das Weite in der Karibik suchen. Zumindest wenn man die Zeichen so konsequent verquer liest wie die Regenbogenpresse.

Aber könnte William nicht einfach zu Hause bleiben, um erst gar keinen Stress aufkommen zu lassen? Nein, denn:

Er müsse morgens sehr früh aufstehen, um Kühe zu melken.

Aha, zehn Wochen lang in aller Herrgottsfrühe ran an die Euter.

Mal ehrlich, “Das neue Blatt”, glaubt ihr das tatsächlich selbst oder fandet ihr nur das Bild eines melkenden William so wunderbar ulkig? Und ob jetzt der Prinz, ein weiterer Informant oder die gemolkene Kuh die Quelle dieser Aussage ist — das wissen wohl nicht mal die Fantasten vom “neuen Blatt”.

Halten wir also mal fest, um was es in beiden Geschichten geht: eine Beziehung. Einen Reißaus-Studenten der Agrarwissenschaft. Eine Mutter auf der Flucht mit ihrem Kind. Und ein als Quasi-Abschiedsbrief inszeniertes Blatt Papier in der Rolle des Kronzeugen auf dem Küchentisch im Kensington-Palast — was für ein tolles “Reich und Schön”-Skript!

Oder: Was für ein hanebüchener Unsinn, der sich auf Quellen stützt, die wohl so sehr existieren wie lila Kühe.

Letztlich fühlt sich “Das neue Blatt” dann auch in die Seelenwelt von William ein und versteht, dass er im Grunde nur dem “häuslichen Stress” entflieht und ein “Schlupfloch” sucht. Anders ausgedrückt:

Endlich mal wieder das unbeschwerte Studentenleben genießen.

Genau, morgens, 5:30 Uhr, im Kuhstall der Fakultät.


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Von Bärchen und Blümchen

Von Bärchen und Blümchen

Wie kommen Reporter der Regenbogenpresse mit Promis ins Gespräch? Richtig, meistens gar nicht. Das würde ja die Fantasie fürs Geschichtenbasteln hemmen und, schlimmer noch, man müsste seinem potentiellen Opfer vorher unter die Augen treten.

Falls sich aber doch einmal ein Treffen anbahnt, werden natürlich keine Kosten und Mühen gescheut, um die Gunst des Gegenübers zu gewinnen. Irgendwie Aufmerksamkeit erhaschen. Nur wie?!

Ein raffiniert ausgeklügelter Trick der Klatschpresse ist es, den Gesprächspartner in spe vor Ort mit einem Geschenk zu bestechen zum Stehenbleiben zu zwingen zu ehren, wie anlässlich des Deutschlandbesuchs der schwedischen Kronprinzessin Victoria und ihres Ehemanns Daniel Ende Januar geschehen. Dabei zeigte der Einfallsreichtum der Reporter keine Grenzen.

“Neue Post” überreichte Prinz Daniel für seine Tochter Estelle: einen Teddy.

Blitzbesuch in Deutschland - Victoria & Daniel - Ein süßer Teddy für die kleine Estelle

Der Gesprächsertrag für diesen Einsatz:

“Der ist ja entzückend. Vielen Dank, da wird sich unser Töchterchen freuen. Estelle liebt Teddys, trägt sie immer mit sich rum. Sie ist so ein Schatz”, bedankte der Prinz sich auf Englisch und zeigte das Stofftier gleich Victoria.

“Das neue Blatt” legt noch eine Schippe drauf. Reporterin Nadine Brockmeyer und ihre Tochter Anouk überreichten Daniel nicht nur einen Teddy …

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… sondern legten für Victoria noch einen Blumenstrauß dazu!

das_neue_blatt2

Der Gesprächsertrag für diesen Einsatz:

“Die sind aber schön. Ich danke dir”, sagte Victoria und nahm die Blumen entgegen. Und dann gab sie uns die Hand! “Grüß bitte Estelle von mir”, bat meine Kleine noch. “Wir haben deinem Mann schon einen Teddy für sie gegeben.” “Das ist aber lieb, das werde ich”, versprach Victoria und lächelte zum Abschied.

Ein herausragendes Ergebnis!

Doch das ist nichts im Vergleich zu dem, was die “Schöne Woche” schon 2011 erreicht hat. Damals konnte die Vorreiterin in Sachen Geschenke die schwedischen Royals indirekt gleich zweimal beglücken:

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So funktioniert das also mit den Bienchen und den Blümchen.

Es gibt auch schon Trittbrettfahrer. “Die neue Frau”-Reporter Bartek Kolodziej hegt nämlich einen persönlichen Wunsch:

So verliebt, wie Victoria und Daniel sich auch bei ihrem Besuch hier zeigten, wünscht man sich, dass sich genau dieses Schicksal auf wundersame Weise wiederholt!

Dafür gibt er alles und geht auf Nummer sicher: Teddy und Blumenstrauß.

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Der Reporter will natürlich wissen, ob sich sein Einsatz lohnen wird. Ein zweites Kind für Victoria und Daniel wäre ja auch an der Zeit, könnte man meinen, immerhin ist Estelle schon fast zwei Jahre alt. Aber Victoria will nicht darüber reden.

Doch Daniel war da schon etwas gesprächiger. Süß, was er uns über das zweite Baby verriet. “Wer weiß …”, antwortete er mit vielsagendem Lächeln, “mit Estelle sind wir sehr glücklich.”

Daniel sagt also: nichts.

Entsprechend kommt Kolodziej zu dem Ergebnis:

Es ist also wohl nur eine Frage der Zeit, bis ihr kleiner Sonnenschein ein Geschwisterchen bekommt.

Folgerichtig kann es auf dem Titel dann nur lauten:

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Der “Freizeit Woche” gab Prinz Daniel die gleiche Antwort. Das Blatt kommt inhaltlich zwar zu einem etwas anderen Ergebnis:

Also kein zweites Baby in diesem Jahr. Wie schade!

Doch das ist längst kein Grund, keine Riesennummer daraus zu machen:

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Fassen wir also mal zusammen: Alle geben sich großzügig, bekommen nichts raus — und locken trotzdem mit sensationellen Erkenntnissen. Aber damit so eine maue Titelgeschichte nicht noch einmal vorkommt, haben die Rosenkavaliere vielleicht ja vorgesorgt.


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Schlagzeilenbasteln (7)

Schlagzeilenbasteln (7)

Haben Sie das Zeug zum Regenbogenredakteur? Finden Sie es heraus! Wir nennen Ihnen eine Nachricht, und Sie denken sich eine Schlagzeile dazu aus. Mit einem Klick auf den Link erfahren Sie, wie es die Profis gemacht haben.

Ab ins Regenbogen-Trainingslager mit den irrsten Schlagzeilen der vergangenen Wochen …


Hape Kerkeling und Michelle Hunziker werden am Samstag die “Goldene Kamera” moderieren.

Hape Kerkeling - Geheimnis gelüftet! - Neuanfang mit einer Frau


Man munkelt, dass Florian Silbereisen in letzter Zeit öfters mit seinen Kumpels unterwegs war.

Florian Silbereisen - Vorfreude auf die Hochzeit?
“Das goldene Blatt” findet: “Möglich wäre es. Schließlich geht es vielen Männern so, die kurz vor dem Jawort stehen. Dann wollen sie noch einmal ausgiebig feiern.”


Im Auftrag des Playboy hat ein Umfrageinstitut 1000 Männer danach gefragt, welcher Promi für sie die perfekte Frau ist. Siegerin mit 18 Prozent: Klaro — Helene.

Helene Fischer - Was läuft da mit dem Playboy? Die Liebesbeichte muss Flori das Herz brechen


Eine Wahrsagerin, eine Adels-Autorin und ein Hof-Fotograf finden, die Ehe von Charlène und Albert von Monaco stehe unter keinem guten Stern.

Adels-Experte sind sich einig - Charlene - Schock Botschaft - Kein Baby und Scheidung!


Moderator Maxi Arland hat neulich mal für eine Show in einem Rotwildgehege gedreht. Plötzlich rannte ein Bisonbüffel auf das Team zu. Arland erzählt: “[Der Pfleger] lenkte den Bison ab und forderte uns auf, das Gehege schnellstmöglich zu verlassen.”

Schock im Wildpark - Maxi Arland (32) - Rodesangst - er rannte um sein Leben


Sonja Zietlow (Moderatorin des Dschungelcamps) hat mal über die Zeit im Dschungel gesagt: “Manchmal muss man sich ausmeckern oder ausheulen.”

Zu viel Stress! Sonja Zietlow - Tränen im Dschungel


Während Stefan Mross auf Tour ist, bleibt seine Frau mit dem Kind bei ihren Eltern.

Stefan Mross - Familien-Drama - Plötzlich setzt er sein junges Glück aufs Spiel


Die Schwester von Florian Silbereisen hat Geld gesammelt, damit sich eine Freundin von ihr einen neuen Rollstuhl leisten kann.

Florian Silbereisen - Rollstuhl-Drama um diese junge Frau - Ergreifend, was seine Schwester verrät


Johannes B. Kerner hat mal mit Blick auf die Trennung seiner Eltern gesagt: “Das war keine angenehme Zeit”. Und: “Wenn man heiratet, hat man schon den Gedanken, dass es nicht zur Scheidung kommen soll”.

Johannes B. Kerner - Traurige Beichte - Zum ersten Mal spricht er über seine schlimmen Ängste


Am Unfallort von Michael Schumacher haben Bergretter sein Glücksarmband wiedergefunden.

Endlich! - Michael Schumacher - Das erste Zeichen der Hoffnung!


Stefan Mross und Stefanie Hertel waren mal zusammen, sind es jetzt nicht mehr, verstehen sich aber immer noch prächtig.

Stefan Mross & Stefanie Hertel - Zwei Seelen im Gleichklang ...
Auf der Titelseite dann aber bitte ein bisschen weniger schmusig.

Stefan Mross - Er kommt von Stefanie nicht los! Wie lange geht das noch gut?


Bei einer Filmpremiere in London hat Herzogin Kate immer wieder ihre Hand auf ihren Bauch gelegt.

Das schönste Geschenk für William - Herzogin Kate - Das zweite Baby ist schon unterwegs - Was sie selbst über ihr neues Familienglück verrät


Roy Black war ein Star und ist an dem “Spagat zwischen beruflichem Mega-Erfolg und privater Normalität” zerbrochen. Helene Fischer ist auch ein Star.

Helene Fischer & Roy Black - Achtung, Helene! Sonst droht dir das gleiche Schicksal


Die Schwester von Andrea Bergs Mann hat ein Kind bekommen.

Andrea Berg - Wie schön! Ein Baby bringt das Glück zurück


Helene Fischer unterstützt die “Aktion Zehn”, die sich für die Gleichberechtigung von Homosexuellen, Bisexuellen und Transgender in Russland einsetzt. Helene Fischer ist auch gebürtige Russin.

Helene Fischer - Sie riskiert so viel - Darf sie nie wieder in ihre Heimat zurück?


Kurz vor Weihnachten haben Prinzessin Victoria und Daniel zusammen mit ihrer Tochter Estelle Plätzchen gebacken. Dabei kuschelte Estelle angeblich lieber mit Daniel als mit Victoria. Und irgendwann hatte sie gar keine Lust mehr auf Plätzchenbacken und ist rausgegangen.

Prinzessin Victoria - Riskiert sie ihr Mutterglück? Dramatische Szenen in der Schlossküche


Andrea Berg hatte neulich ein Glitzer-Kleid an. Helene Fischer hat auch manchmal ein Glitzer-Kleid an.

Andrea Berg - Neid-Attacke? Plötzlich klaut sie bei Helene Fischer


Na, wie viele Schlagzeilen haben Sie richtig geraten?

Damit Sie nicht aus der Übung kommen, schicken wir Sie ab morgen ins tägliche Schlagzeilen-Bootcamp: Montag bis Freitag gibt’s jeden Mittag ein bisschen was zum Basteln.


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“Mehr Luft als Wahrheit”

“Mehr Luft als Wahrheit”

Das, was die “Neue Post” da wieder ausgegraben hat, dürfte eine ganz, ganz dicke Überraschung für Helene Fischer werden:

Florian Silbereisen - Jetzt erfüllt er Helenes Herzenswunsch

Florian Silbereisen kennt schließlich die Träume und Sehnsüchte seiner großen Liebe. Und wer, wie Fischer, “in Sibirien aufgewachsen” ist, der “kann bis heute die Weite und Melancholie dieser stillen Landschaft nicht vergessen.”

Na, was passt da besser als so ein richtig ordentlicher Rum-Ta-Tada-Armee-Chor?

In seine ARD-Show “Das Fest der Besten” [...] lädt der Entertainer den stimmgewaltigen Armee-Chor “Red Army Choir” aus Russland ein. Für diese legendäre Formation schwärmt Helene schon so lange!

Ganz genau. Und zwar so sehr, dass sie sich ihren “Herzenswunsch” erst im Dezember vergangenen Jahres selbst erfüllt hat.

Nun ja, die “Neue Post” ist sich trotzdem sicher: “Es wird wie eine Reise in Helenes Kindheit sein!”

Bei all der Reiserei lässt die “Neue Post” einen interessanten Aspekt aber unter den Tisch fallen: Was bei der Show-Aufzeichnung in den rund fünf Minuten vor dem Auftritt von Helene Fischer und dem Red Army Choir passiert ist.

Da spielte sich zwischen Silbereisen und Fischer nämlich folgender Dialog ab:

Helene: […] und es gibt natürlich noch einiges, was ansteht, aber wie immer ist es noch zu früh, um darüber zu sprechen – aber ich freu’ mich auf jeden Fall.

Florian: Das ist eigentlich ganz einfach: Du musst nur die bunten Blätter aufschlagen, da kann man nämlich schon alles im Vorfeld nachlesen.

Helene: (lacht) Stimmt auch wieder.

Florian: Die wissen wie immer natürlich schon viel, viel mehr als wir.

Helene: (lacht) Ja.

Florian: Also auch in den ersten Tagen des neuen Jahres wurde schon sehr viel über uns geschrieben, genauso wie natürlich 2013. Hast Du so ‘ne Lieblingsschlagzeile?

Helene: Also eigentlich wurde ja schon alles über uns berichtet — Baby, Hochzeit, und wir sind ständig getrennt. Ich kann mich überhaupt mit niemandem mehr zeigen, ohne dass ich am nächsten Tag dann gleich ein Verhältnis mit demjenigen habe — von daher (legt ihren Arm um Florian): Ich werde morgen eins mit dir haben, mein Schatz (lacht). Also es ist sehr witzig, ja.

Florian: Man muss ja sagen, wir haben schon einiges über uns lesen dürfen. Also ich hab’ schon die wildesten Affären gehabt – ich war mal, glaub ich, angeblich in eine Prinzessin verliebt, mal sogar in Mireille Mathieu. War auch nicht schlecht. (Zu Helene) Aber du hast 2013 richtig aufgeholt. Da hast du’s richtig krachen lassen.

Helene: Voll. Ich hatte mit allen was. Ganz schlimm. Ich war ‘ne ganz Wilde, ja. (lacht)

Florian: Du konntest wirklich mit keinem auf der Bühne stehen, ohne dass danach die Yellow Press berichtet hat: “Da könnte was sein”, oder?

Helene: Ja, und wir waren ja auch so oft getrennt, und immer ist irgendwas ganz Schockierendes auf der Schlagzeile – und im Endeffekt löst es sich dann in Luft auf. (Wendet sich ans Publikum) Also ich kann’s nur immer wieder betonen: Bitte, liebe Zuschauer zu Hause, aber auch hier im Saal — es ist doch mehr Luft als Wahrheit in diesen Yellow-Zeitschriften.

Florian: Ich weiß gar nicht, wie oft im letzten Jahr spekuliert wurde, dass wir getrennt sind. Und eine Woche danach in der gleichen Zeitung waren wir dann aber wieder kurz vor der Traumhochzeit. [...] Aber es ist immer wieder sehr spannend. Und am meisten bin ich immer schockiert, wenn ich was über ein Baby lese – und überhaupt nichts davon weiß.

Helene: (schaut auf ihren Bauch) Ich auch nicht. Und ich dachte immer: Verdammt, jetzt hat sie wieder zu viel gegessen. Naja. Wir können uns manchmal nicht retten.

Florian: Ne, manchmal kann man sich da nicht retten. Also ich bin mal sehr gespannt, was den Yellow-Redakteuren 2014 …

Helene: … ich glaub, denen wird einiges einfallen (lacht).

Florian: Ich befürchte es.

Und was denen schon wieder alles eingefallen ist! Die “Neue Woche” schreibt zum Beispiel:

Helene Fischer & Florian Silbereisen - Was ist passiert? Jetzt lüften sie das große Geheimnis

Helene Fischer (29) und Florian Silbereisen (32) machen Schluss.

Rumms!

Mit den Heimlichkeiten! Ja, sie lieben sich sehr. Und alle sollen es endlich sehen. Bei der Aufzeichnung zu Florians Sendung “Das große Fest der Besten” [...] trat das Paar gemeinsam auf die Bühne.

Die “Neue Woche” ist tatsächlich frech genug, Fischers und Silbereisens Kritik an der Regenbogenpresse so umzumünzen:

Trennungs-Gerüchte, anderweitige Affären oder ein Liebes-Aus — was zuletzt öfter Tuschel-Thema hinter den Kulissen war, wurde weggeturtelt: Mit Händchenhalten, Küsschen und erstmals auch mit deutlichen Worten!

Und jetzt denken sich diejenigen, an die diese deutlichen Worte gerichtet waren, gleich mal das nächste (uralte) “Tuschel-Thema” aus:

[E]s scheint, dass Helene und Flori endlich als Mann und Frau wahrgenommen werden wollen.

Und es scheint ein vergebenes Hoffen zu sein, dass die Regenbogenredaktionen irgendwann mal diesen Murks stoppen. Allein in den ersten drei Januar-Wochen sind folgende (und wahrscheinlich noch viele weitere) Artikel über Fischer und/oder Silbereisen erschienen:


Helene Fischer - Hautnah - Die ganze Wahrheit über die Sängerin

Diese sieben Wahrheiten hat die “Freizeit heute” zusammenbekommen:
1) “Für ihre Fans gibt sie immer alles.”
2) “Helene Fischer gehört zu den beliebtesten Promis in Deutschland.”
3) “Die Sängerin gilt als Perfektionistin.”
4) “Während es auf der Bühne allzu gern glitzern und funkeln darf, mag es Helene privat lieber bodenständig in Jeans.”
5) Sie ist kein Freund von Interviews.
6) Wäre sie nicht Sängerin geworden, würde sie jetzt irgendwas mit Sport machen.
7) “Die Sängerin weiß ihren Erfolg zu schätzen.”

Donnerwetter!


Streit, Demütigungen, Eifersucht! Helene Fischer & Florian Silbereisen - Das bittere Ende ihrer Liebe?

Florian Silbereisen war nicht dabei, als Helene Fischer vor zwei Monaten bei der Bambi-Verleihung einen Preis bekommen hat. Und Fischer wiederum hat Silbereisen nicht in ihrer Dankesrede erwähnt. Endzeitstimmung für die “Freizeit Momente”.


Helene Fischer & Florian Silbereisen - "Die 5 Geheimnisse unserer Liebe!"

Die “5 goldenen Liebesregeln”, die sich die “Freizeit Idee” aus Zitaten des Paares zusammengereimt hat:
1) “Gemeinsame Hobbys und Ansichten”
2) “Zu Hause kein Wort über den Job”
3) “Nie im Streit schlafen gehen”
4) “Den anderen öfter mal überraschen”
5) “Auszeiten vom Alltag nehmen”


Helene & Florian - Was ist da los? Er hat sich so verändert

Florian Silbereisen trägt jetzt eine “dunkle Kurzhaarfrisur, Drei-Tage-Bart, modisch-lässiges Shirt und Sakko.” Gut beobachtet von der “Freizeit exklusiv”. Und wie kam’s dazu? Silbereisen hatte Lust drauf.


Helene Fischer - Gemeine L+gen - Wer tut ihr so weh? Halt doch bitte zu ihr, Flori!

Der Autor dieses “taz”-Artikels.


Böse beschimpft! Helene Fischer - Womit hat sie diese Häme verdient?

Sie können sich denken, um welche “Häme” es geht …


Carmen Nebel - Neuanfang mit 57 - Welche Rolle Helene Fischer dabei spielt

Pssst, streng geheim: “Die neue Frau” weiß, dass Helene Fischer vielleicht womöglich Carmen Nebels Nachfolgerin beim ZDF werden soll. Und dann kann Nebel sich endlich ihrem Privatleben widmen.


Florian Silbereisen & Helene Fischer - Liebes-Drama - Wie lange können sie ihr Glück noch festhalten?

“Helene und Flori führen ein Leben für den Erfolg — und scheinen sich selbst dabei zu vergessen.” Sie wirkten “wie zwei Ertrinkende, die Angst davor haben, unterzugehen. Die vielleicht nicht mehr wissen, wie lange sie ihr Glück noch festhalten können.” Die Schuldigen für die “Viel Spaß”: “Ihr enormes Arbeitspensum und ihr unfassbarer Erfolg.”


Helene Fischer - Verstörende Aussagen - Platzt der Traum vom Ehe-Glück mit Flori?

Florian Silbereisen sagte neulich im Interview, dass er sich noch etwas jung fürs Heiraten fühle. “Schade, die beiden sind seit fünf Jahren ein Paar! Im Durchschnitt heiraten Paare schon nach 4,2 Jahren Beziehung …” Und dann flirtet Helene Fischer bei ihrer Show auch noch mit Peter Kraus (74) und Howard Carpendale (67). “[F]lirtet die Star-Sängering ganz bewusst mit anderen Männern, weil sie sich Floris ablehnende Haltung zum Thema Heirat nicht mehr länger gefallen lassen möchte?” Ach ja — “Verstörende Aussagen”. Finden wir auch.


Helene Fischer & Florian Silbereisen - Hochzeit in der Karibik? Die Eltern von beiden waren auf der Traumreise dabei

Sattgrüne Palmen, azurblaues Meer, warme 30 Grad. In dieser zauberhaften Atmosphäre genoss das Traumpaar die Feiertage auf einem Kreuzfahrtschiff. Mitreisende sind sich sicher, dass die Verliebten sich das berühmte Jawort gaben. [...] “Warum”, meinte einer der Passagiere, “nehmen sie denn sonst ihre ganze Verwandschaft mit?”


So haben wir sie noch nie gesehen - Helene Fischer - Im Liebes-Urlaub mit Flori - Endlich haben sie wieder Zeit für ganz viel Gefühl

Vom Kreuzfahrtschiff ging’s dann direkt in den nächsten “Liebes-Urlaub”, diesmal nach Tirol. Die “Woche der Frau” hofft, “dass nach dem Liebesurlaub zu zweit, das große Glück zu dritt nicht mehr weit ist”.


Helene Fischer und Florian Silbereisen - Hochzeit noch in diesem Jahr?

Eine Antwort auf diese Frage gibt es freilich nicht.


Das wäre wunderbar - Helene & Flori - Baby-Überraschung - Jetzt ist ihr Glück perfekt

Die kleine Überschrift sagt schon alles. Kitsch-Klatsch im Konjunktiv.


Florian Silbereisen - Na endlich! - "Ja, ich will heiraten und Kinder haben"

Die Geschichte kennen wir ja schon.


Til Schweiger & Helene Fischer - Sind sie ein Liebespaar? - Die Gerüchteküche brodelt - Streifzug durch die Berliner Nacht - Was die Stars selbst sagen

“Tatort”-”Schauspieler” Til Schweiger hat beim ZDF-Jahresrückblick gesagt: “Wir hatten ja mit dem ‘Tatort’ die besten Quoten seit 20 Jahren und dann kamen Jan Josef und Axel Prahl und haben nochmal 300.000 Zuschauer mehr gemacht. [Anm.: In der Folge hatte Roland Kaiser eine Gastrolle] Dann habe ich immer gesagt, das ist nur wegen Roland Kaiser. Beim nächsten holen wir Helene Fischer dazu.” Zack – Liebespaar.


Eifersuchts-Drama! - Florian & Helene - Welche Rolle spielt der andere Mann?

Jetzt raten sie mal, wer dieser “andere Mann” ist.


Helene Fischer - Fällt sie auf den Falschen rein?

Noch mal Schweiger.


Helene Fischer & ihr Flori - Eifersuchts-Drama? - Hält ihre Liebe den Versuchungen stand?

Und noch mal.


Traurige Prophezeiung: Helene & Florian - Trennung - Es gibt einen anderen Mann

Auch “Das neue Blatt” hat von dem Schweiger-Zitat gehört, wollte aber auf Nummer sicher gehen und hat deshalb noch eine “Expertin” zu Rate gezogen.

Wir baten Astrologin Claudia Graf-Khounani, ein Horoskop für Helene, Florian und Til zu erstellen.
Wie stehen die Sterne für die Beziehung von Helene (Sternzeichen Löwe, geb. am 5.8.1984) und Florian (auch Löwe, geb. am 4.8.1981)?
Die Stellung des Mars in ihren Horoskopen (er Mars im Krebs, sie Mars im Skorpion) spricht für eine anfänglich knisternde Beziehung, doch auf Dauer dürfte sein sanfter Krebs-Mars das Feuer des leidenschaftlichen Skorpion-Mars nicht schüren können. Hinzu kommt seit Herbst 2012 ein sehr bedrückender Skorpion-Einfluss auf ihre Löwe-Sonne. Da hinterfragt man die Beziehung, entdeckt Schwachstellen. Es gibt Versuchungen – und die können gefährlich werden.
Gibt es eine Trennung?
Je näher der Sommer kommt, desto kritischer wird es! [...]
Könnte Til Schweiger (Schütze, geb. am 19.12.1963) Helenes neue Liebe werden?
Die Anziehungskraft zwischen ihnen beruht nicht nur darauf, dass beide megaerfolgreich und damit auf Augenhöhe sind. Astrologisch betrachtet würden die zwei wie das berühmte “Töpfchen und Deckelchen” sein. Selten habe ich einen Partnervergleich gesehen, der so harmonisch und voller Wärme ist. Zugleich knistert es erotisch. Falls es bei Helene und Florian zu einer Trennung kommt, wäre Til die beste Wahl.

Ah ja.


Vielen Dank an Doris W. und Claudia K. für den Hinweis!


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Genau wie bei Prinz Friso (2)

Genau wie bei Prinz Friso (2)

Die Flut an Mist-Berichten der Regenbogenpresse über den Ski-Unfall von Michael Schumacher ist — wie erwartet — in die deutschen Zeitschriftenregale geschwappt.

Wir können nicht garantieren, dass wir alle Hefte mit entsprechender Berichterstattung gefunden haben. Aber allein die, die hier bei uns rumliegen, bilden schon ein Kaleidoskop des Schreckens und der Ekels. Eine Übersicht.

Vergleichsweise zurückhaltend berichten “Das goldene Blatt” …

Nach dem tragischen Ski-Unfall - Ex-Königin Beatrix - Schmerzliche Erinnerungen

… das “Echo der Frau” …

Michael Schumacher - Seine Familie unter Schock! Wie geht es jetzt weiter?

… und die “Neue Welt”:

Michael Schumacher - Koma-Tragödie - Wie kann Corinna das nur verkraften?

Vielleicht fehlte den Autoren der drei Blätter aber auch nur das nötige Quäntchen Fantasie, um eine Reportage vom Krankenbett zu schreiben. So wie “Das neue Blatt”:

Corinna Schumacher - Sie weint um ihren geliebten Michael

Das Zimmer im fünften Stock des Klinikums in Grenoble ist abgedunkelt. Es riecht nach Desinfektionsmitteln, das Piepsen der Überwachungsmonitore geht durch Mark und Bein. Der Anblick von Michael Schumacher (45), der da verkabelt und wie leblos im Krankenbett liegt, muss für seine Frau furchtbar sein.

Und auch “Die neue Frau” tut so, als sei sie ganz, ganz nah dran gewesen:

Die stillen Momente sind die schlimmsten. Dann, wenn sie nachts im Bett liegt, alleine, verzweifelt — und ihre Gedanken immer und immer wieder um ihren geliebten Mann Michael (45) kreisen. Warum er? Warum jetzt? Antworten darauf sucht Corinna Schumacher (44) vergeblich.

Außerdem hat sich die Redaktion noch einen “Geheim-Pakt” zwischen Michael Schumacher und seiner Frau Corinna ausgedacht:

Corinna Schumacher - Geheim-Pakt mit ihrem Schumi - Diese Botschaften geben ihr Kraft

Es ist ihr ganz persönlicher Geheim-Pakt. Zu wissen, dass der andere immer für einen da ist, dass Michael an ihrer Stelle das Gleiche für sie tun würde — das gibt ihr Trost, die schlimmste Zeit ihres Lebens zu überstehen.

Dazu die vielen kleinen Rituale, die das Böse aus ihrem Leben fernhalten sollte [sic!]. All diese kleinen Botschaften, die Schumi ihr mit auf den Weg gegeben hat, sind für Corinna nun der Rettungsanker, um nicht zu verzweifeln.

Doch damit nicht genug. “Die neue Frau” bringt in einer an Dämlichkeit kaum zu übertreffenden Bildunterschrift auch noch Schumachers Tochter ins Spiel:

Trost suchend! Michaels Tochter Gina-Maria wirkt völlig neben der Spur

Die “Schöne Woche” versucht hingegen, mit Schumachers Sohn Auflage zu machen:

Nach der Ski-Tragödie - Michael Schumacher - Wird sein Sohn das Trauma je verkraften?

Die Bilder werden sich in seine zarte Kinderseele eingebrannt haben.

Die Redaktion der “Freizeit Woche” macht sich derweil schonmal an die Aufklärung des Vorfalls. Wenn auch mit etwas merkwürdigen Thesen:

Unheimlich - Michael Schumacher - Ahnte er die Tragödie voraus?

Ein Satz des siebenfachen Formel-1-Weltmeisters gibt vielleicht die Antwort auf die ganze Tragödie: “Ich kann nicht Dinge nicht tun, weil dabei etwas passieren kann.” Dieses Zitat von Michael Schumacher (45) stammt aus einem am 17. Dezember mit [Kai] Ebel geführten Interview. Fast könnte man meinen, der Kerpener ahnte damals schon, dass sich in seinem Leben bald eine Tragödie ereignen würde: “Wenn etwas passiert, dann ist es vielleicht Schicksal. Das muss nicht im Rennsport sein.” Nein, es war bei einer an sich harmlosen Ski-Abfahrt …

Ins gleiche Horn bläst die “Woche heute”:

Michael Schumacher - Mysteriös! Ahnte er seinen furchtbaren Ski-Unfall voraus?

Ahnte der ehemalige Sportheld sein tragisches Schicksal voraus? Nur gut zwei Wochen vor dem furchtbaren Unfall machte er mysteriöse Andeutungen. “Wenn etwas passiert, dann ist es vielleicht Schicksal. Das muss nicht im Rennsport sein”, sagte Schumi in einem Interview, “ich kann nicht Dinge nicht tun, weil etwas dabei passieren kann. Wenn’s passieren soll, wird’s passieren — egal wo.”

Das Blatt legt aber noch ein Hirngespinst drauf:

Was für ein Tag! Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und Neuschnee — einfach perfekt zum Skifahren. So muss das Ex-Formel-1-Pilot Michael Schumacher (45) empfunden haben, als er am 29. Dezember mit seinem Sohn Mick (14) in Méribel mit dem Lift auf den Berg Saulire fuhr. Vater und Sohn carvten fröhlich auf den präparierten Pisten. Gegen 11 Uhr wurde aus dem Traum-Skitag schlagartig ein einziger Horror!

An einer ähnlich stumpfen Deutelei versucht sich die “Freizeit Revue”:

Michael Schumacher - Versöhnung am Krankenbett - Wie sein trauriges Schicksal die Familie wieder zusammenführt

Neben Ehefrau Corinna (44), Tochter Gina-Marie (16), Sohn Mick (14) und seinem Vater Rolf (67) war auch Bruder Ralf (38) sofort nach Grenoble geeilt, hatte an Michaels Krankenbett gewacht. Ein rührendes Signal der Versöhnung. Schließlich verband die Männer stets ein angespanntes Verhältnis. Seit über drei Jahren sollen sie kaum noch ein Wort miteinander gewechselt haben. [...] Und auch die so unterschiedlichen Ehefrauen entzweiten die beiden. So soll Michaels bodenständige Corinna die exzentrische Cora (37) regelrecht verachtet haben. Doch im Angesicht des Todes spielte die Vergangenheit keine Rolle mehr.

Immerhin: Die Redaktion schreibt transparent, dass sie nicht wissen könne, wie es aktuell um Michael Schumacher steht:

Bei Redaktionsschluss war unklar, ob er das Drama überlebt hat. Doch die Glücksbringer seiner geliebten Familie haben ihm sicher viel Mut gemacht.

Umso überraschender wirkt folgender Satz, der im selben Artikel steht und so klingt, als hätte die “Freizeit Revue” doch eine Ahnung, ob Schumacher “das Drama überlebt hat”:

Tagelang hatte Michael Schumacher (45) im fünften Stock im künstlichen Koma gelegen

Auch die “Neue Post” verweist auf den Redaktionsschluss, hat sich dann aber doch diese Überschrift für ihren Artikel im Heftinneren ausgedacht, die mit Abstand die widerlichste in dieser Sammlung sein dürfte:

Das Unfall-Drama um Michael Schumacer - Corinna Schumacher - Nur ihre Kinder geben ihr die Kraft zum Weiterleben

Dazu macht das Blatt noch ganz spezielle Beobachtungen zu Corinna Schumacher:

Und auch jetzt soll niemand die Tränen sehen, die sie um ihren Mann Michael weint. [...] Ein leichtes Make-up verdeckt deshalb die Spuren, die das Drama um Michael Schumacher (45) bei ihr hinterlassen.

Und rundet den Artikel mit Ekel-Prosa ab:

Dem Tag, an dem der Eishauch des Todes ihren Liebsten aus dem Leben zu reißen drohte.

Für Corinna Schumacher zählt jedoch nur eines: Leben soll er, ihr Michael. Leben! Nicht sie und die Kinder allein lassen.

Mick war dabei, als sein Vater verunglückt. Er war der letzte aus der Familie, der ihm in die Augen sah, bevor sie sich ohnmächtig schlossen …

Wohl um dieser schrecklich klebrigen Berichterstattung einen Anschein von Sachlichkeit zu geben, hat die “Freizeit Spass” einen Experten befragt. Der macht’s aber leider auch nicht, ach, lesen Sie selbst:

Das war die wohl schlimmste Phase für Corinna, wie Diplom-Psychologe Hannes Niggenaber erklärt: “Ein Schweben zwischen Hoffen und Bangen, ein für die Seele extrem belastender Zustand. Nach einer langen Ehe fühlt sich Frau Schumacher fast so, als wäre sie selbst vom Unfall betroffen. Am meisten werden ihr aber Selbstvorwürfe zu schaffen machen, dass es ihr nicht gelang, ihren Mann nach Ende seiner Karriere von gefährlichen sportlichen Herausforderungen abzuhalten.”

Auf Grundlage dieser, nun ja, Expertenmeinung schwingt sich die “Freizeit Spass” zum finalen Irsinns-Akkord auf:

Corinna hatte geglaubt, ihr eigener Sport — sie ist Europameisterin im Reining-Westernreiten — sei nun das Gefährlichste, was ihre Familie betreibt. Sieht man mal von Sohn Micks ersten, vielversprechenden Kart-Erfolgen ab. Doch 1 PS waren für einen Racer wie Michael zu wenig. Bis er mit dem Kopf gegen den Felsen in Méribel raste.

Fazit:

Michael Schumacher - Der schlimmste Albtraum seiner Frau wurde wahr

Dieser ganze Murks, den die Regenbogenpresse da zu Papier bringt, ist in weiten Teilen reine Spekulation. Oder wie die “Woche der Frau” schreibt:

Es gibt nichts, was über ihn in den letzten Tagen nicht geschrieben wurde — vieles davon war reine Spekulation auf der verzweifelten Suche nach Informationen.

Diese scharfsinnige Beobachtung nimmt die Redaktion zum Anlass, um — wie sollte es anders sein — selbst mit wildesten Spekulationen noch eins acht draufzusetzen:

Schockierende Bilder - Das Schumi-Drama - Das Leid seiner geliebten Kinder

Sollte es so kommen? War das sein Schicksal? Ehefrau Corinna (44), Bruder Ralf (38) und Vater Rolf sowie die Kinder Gina-Maria (16) und Sohn Mick (14) sind seit dem verheerenden 29. Dezember jedenfalls im seelischen wie körperlichen Ausnahmezustand. Wie schwer diese Tage für seine beiden Kinder sein müssen, kann man nur erahnen.

Dann, kurz vor 11 Uhr, passiert die Tragödie: Angeblich stürzt die Tochter eines Freundes, Michael hilft ihr auf und fährt eine Schleife in den Free-Ride-Bereich. Dort knallt er gegen einen Felsen, wird in die Luft katapultiert und kommt mit dem Kopf auf einem Stein auf (siehe Kasten rechts).

Es ist zu befürchten, dass Mick genau diesen furchtbaren Moment, als sein Vater verunglückte, tatsächlich mit eigenen Augen mitanschauen muss.

Normalerweise greift in solchen Krisenfällen eine psychologische Beratung ein, doch bis jetzt ist nicht bekannt, ob die Angehörigen des Rennfahrers diese in Anspruch genommen haben.

Ob Michael am Tag seines Skiunfalls seine Glücksbringer zu Hause vergessen hatte?

Unglaublich — hat er seinen Unfall womöglich vorausgeahnt und konnte die Gefahr nicht greifen?

Die Tochter eines Freundes stürzt offenbar, Schumi hilft dem Mädchen und fährt ca. 20 Meter in den Free-Ride-Bereich zwischen zwei Pisten.

Fatal: Angeblich geht seine Bindung nicht auf. Wurde sie falsch eingestellt?

Diese grässliche Fratze zeigt also die erste Woche Regenbogenberichterstattung zum Ski-Unfall von Michael Schumacher. Und wir befürchten, dass es auch so weitergeht.

Immerhin: Da sich die Mitarbeiter dieser Heftchen ihr Geschwafel am Schreibtisch ausdenken, verstopfen sie wenigstens nicht die Krankenhaustüren in Grenoble.


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Im Beichtstuhl von Frau Müller

Im Beichtstuhl von Frau Müller

Er könne sich, sagt Günther Jauch, in der Öffentlichkeit “nicht so frei und authentisch äußern, wie ich es manchmal gerne würde.” Zu vielen Dingen würde er “sicherlich viel mehr sagen, wenn ich nicht immer Gefahr liefe, dass da wieder alles verdreht wird. Das heißt, ich muss bei allen Artikeln, bei allen Äußerungen von mir immer genau schauen: Was kann daraus gemacht werden?”

Denn wenn er dann doch mal irgendwo über etwas halbwegs Privates spricht, kommen solche Sachen dabei raus:Wie kann er nur im TV so über seine Frau sprechen? - Günther Jauch - Schockierende Ehe-Beichte

Damit Sie mal sehen, wie so ein Artikel zustande kommt, wollen wir ihn Schritt für Schritt durchgehen.

Geschrieben wurde er von Jacqueline Müller, die auch sonst gerne mal im Privatleben anderer schnüffelt, wenn sie nicht gerade den Tod eines Altkanzlers suggeriert, was man eben so macht als Leiterin des “Show”-Ressorts beim “neuen Blatt”.

Die “schockierende Ehe-Beichte” hat Jacqueline Müller aus mehreren Zitaten von Günther Jauch zusammengebastelt, die sie in zwei Interviews und zwei Fernsehauftritten gefunden hat.

Die erste “Beichte” ist genau einen Satz lang und stammt aus Jauchs ARD-Talkshow, bei der er sich, wie Müller findet, “tief in seine Seele blicken” ließ:

Als seine Gäste über Eheglück sprachen, offenbarte er plötzlich: “Das ist ja eigentlich eine Sehnsucht von uns allen, dass wir einen solchen Partner, eine solche Partnerin jeweils finden, wo dann das Glück bis zum Ende aller Tage hält…”

Was genau an dieser Aussage so “schockierend” sein soll, verrät Müller leider nicht. Sie fragt nur:

Nanu, was sind denn das für nachdenkliche Töne? Hat der Talkmaster etwa Angst um seine Beziehung mit Thea, die er erst nach vielen gemeinsamen Jahren 2006 in Potsdam heiratete?

Und was die viel spannendere Frage ist: Wie kommt Frau Müller auf so eine Idee?

Eine Antwort darauf liefert sie jedoch nicht. Also kommen wir zur nächsten “Ehe-Beichte”:

Erst kürzlich verriet er in der RTL-Show “Die 2″, dass er seine Frau nur manchmal duzt und kommentierte noch: “Es sollen angeblich die glücklichsten Ehen sein, wo man sich morgens mit ‘Sie’ begrüßt, aus den getrennten Schlafzimmern kommend …”

Und das hat er sicher auch genauso gemeint, als er das sagte, in dieser Show, die im Kern daraus besteht, dass Günther Jauch und Thomas Gottschalk lustig gemeinte Sachen machen und lustig gemeinte Sachen sagen. Aber gut.

Dann schockiert er “Hörzu”-Leser mit Worten, die eine Ehefrau verletzen können: “Man mag sich, aber die Welt geht nicht unter, wenn man sich mal einen Abend nicht sieht.”

Wenn man dieses Zitat jetzt mal mit dem vergleicht, was Günther Jauch tatsächlich in der “Hörzu” gesagt hat, zeigt sich, mit welchen Mitteln Regenbogenautoren wie Jacqueline Müller arbeiten, um ihre Hirngespinste mit vermeintlichen Belegen zu unterfüttern. Das ursprüngliche Zitat ist eineinhalb Jahre alt, damals ging es weder um “Glück” noch um “Liebe”, sondern um eine Quoten-Krise von “Wer wird Millionär”. In Wahrheit sagte Jauch:

“Vielleicht ist es mit dem Quiz, das ja in hoher Frequenz gesendet wird, wie mit einer Ehe. Man kennt sich, man mag sich, aber die Welt geht nicht unter, wenn man sich mal einen Abend nicht sieht.”

Jacqueline Müller lässt einfach die Hälfte weg und fertig ist die nächste “Ehe-Beichte”.

Für die vierte und letzte hat Müller ein viereinhalb Jahre altes “Chrismon”-Interview durchforstet und ein paar Stellen gefunden, die “dem ganzen aber noch die Krone” aufsetzen.

In der “Chrismon” antwortet Jauch auf die Frage, wann er im Leben richtig glücklich gewesen sei:

Ich bin auf sechs Momente gekommen

Dazu kommentiert Müller:

Auf gerade mal sechs ist er gekommen

Jauch sagt:

die ersten drei sind banal: erstes Fahrrad, erstes Motorrad, erstes Auto. Und dann: Das erste Mal glücklich verliebt, und als ich erfuhr, dass ich das “Aktuelle Sportstudio” moderieren durfte. Und schließlich: der Tag unserer Hochzeit.

Müllers Kommentar:

Wie eine Frau das wohl findet, an letzter Stelle genannt zu werden?

Jauch sagt:

[Die Geburt der Kinder zählt nicht dazu], auch wenn es politisch unkorrekt ist, so ein Ereignis nicht zu den glücklichsten Momenten zu zählen.

Müllers Kommentar:

Ist es wirklich eine pefekte Partnerschaft, wenn ein Mann so redet?

Jauch sagt:

Ich könnte gar nicht sagen, dass ich bisher für mich ein rasend glückliches Leben bilanzieren könnte. Ich würde sagen, dass ich glückhafte Momente hatte und zufrieden bin. Das finde ich aber auch schon ziemlich viel.

Müllers Kommentar:

Vielleicht hat er das wahre Glück auch noch nicht gefunden. “Solang du nach dem Glücke jagst”, wusste schon Hermann Hesse, “bist du nicht reif, glücklich zu sein.”

Und damit endet der Artikel.

Dann noch ein passendes Foto, und fertig ist die Titelgeschichte:Wie kann er nur? - Günther Jauch - Schockierende Ehe-Beichte

Unsensibel - Manchmal trägt Gütnher Jauch das Herz auf der Zunge. Ehefrau Thea und seine vier Töchter, mit denen er in einer Villa in Potsdam lebt, könnte das verletzen

Jetzt dürften Sie eine ungefähre Ahnung davon haben, warum Günther Jauch es sich lieber zweimal überlegt, bevor er sich in der Öffentlichkeit zu etwas Privatem äußert.

Ach und übrigens, Frau Müller: Wir haben auch noch ein schönes Hesse-Zitat auf Lager: “Wahr ist an einer Geschichte immer nur das, was der Zuhörer glaubt.”

Der Wahrheitsgehalt Ihrer Geschichte dürfte sich demnach in Grenzen halten.


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Mordversuch in Oggersheim

Mordversuch in Oggersheim

Wen hat die Regenbogenpresse nicht schon alles um die Ecke gebracht: Karlheinz Böhm, den Sohn von Norwegens Prinzessin Mette-Marit und natürlich immer wieder Prinz Friso.

Nun das nächste Opfer: Altkanzler Helmut Kohl.

Nach Depressionen, Schmerzen und Einsamkeit - Helmut Kohl - Endlich erlöst!

Der Herbst hat Helmut Kohl zugesetzt.

Im Rollstuhl saß der gebrochene Hüne im düsteren Bungalow — geplagt von Schmerzen, Depressionen und Einsamkeit.

Letzter Geburtstag - In Bad Wiessee am Tegernsee verbrachte der Altkanzler einen Erholungsurlaub mit seiner Maike - er wurde dort 83

Um es vorweg zu nehmen: Helmut Kohl lebt noch.

Und es geht ihm laut “Das neue Blatt”-Autorin Jacqueline Müller sogar richtig prächtig. Denn vorbei soll sie sein, die Schreckensherrschaft von Kohls Ehefrau Maike. Die “oft verstörend wirkende Volkswirtin”, der Müller schon verstörend hinterhergeschnüffelt hat, habe sich vom abschirmenden Saulus zum kuchenbackenden Paulus gewandelt:

Dann geschah etwas, was fast an ein Wunder grenzt. Kohls 34 Jahre jüngere Frau Maike hatte ein Einsehen. [...] Auf einmal waren Besucher wie die FDP-Politiker Philipp Rösler (40) und Rainer Brüderle (68), mit denen Kohl über den Wahlkampf diskutierten konnte, im Haus willkommen. Maike Kohl-Richter half ihm zuvor in Anzug und Krawatte, damit er sich auf Augenhöhe fühlte, und servierte sogar selbst gebackenen Kuchen.

Ein solches “Wunder” ließen sich ein “dpa”-Fotograf und ein “Bild”-Reporter natürlich nicht entgehen. Und gemeinsam machten sie alle in den nächsten Tagen fleißig Werbung für die bürgerliche Koalition bei der damals anstehenden Bundestagswahl.

Ganz genau: Das Stück selbst gebackener Kuchen, das Jacqueline Müller in der aktuellen Ausgabe von “Das neue Blatt” aufwärmt, hat schon über drei Monate vor sich hingeschimmelt.

Was aber noch viel schlimmer ist: Für ein paar mehr verkaufte Hefte schickt die Regenbogenpresse jeden über den Jordan. Mit ihrer Todes-Prosa setzt “Das neue Blatt” alles dran, beim potentiellen Käufer den Eindruck zu erwecken, Helmut Kohl sei gestorben: “Depressionen”? “Erlöst”? Kaufen!

Rechtlich dürfte man gegen diesen Rotz kaum etwas machen können. Müller und ihre Redaktion haben derart zweideutig geschrieben und die Medienrechtler des Hauses so drübergebügelt, dass man bei jedem Versuch, diese glitschige Masse rechtlich zu packen, gnadenlos an ihr abrutscht.

Die einzige Hoffnung, die da bleibt: Vielleicht haben die Jacqueline Müllers der Regenbogenwelt irgendwann mal ein Einsehen, dass es die paar Euro Zusatzeinnahmen nicht wert sind, mit dem Leben und dem Tod eines Menschen zu spielen.


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Schlagzeilenbasteln (3)

Schlagzeilenbasteln (3)

Haben Sie das Zeug zum Regenbogenredakteur? Finden Sie es heraus! Wir nennen Ihnen eine Nachricht, und Sie denken sich eine Schlagzeile dazu aus. Mit einem Klick auf den Link erfahren Sie, wie es die Profis gemacht haben.

Alles klar? Dann los!


Jürgen Klopp ist beim Fußball mal wieder aus der Haut gefahren.

Bedrohliche Ausraster - Jürgen Klopp - Muss seine Frau sich vor ihm fürchten?


Die Publizistin Helga Hirsch arbeitet seit Kurzem als Beraterin im Bundespräsidialamt. Sie war vor 15 Jahren auch mal mit Bundespräsident Gauck zusammen.

Ob Daniela darüber glücklich ist? - Joachim Gauck - Er holt seine Ex zu sich

Und was ist nun mit seiner Daniela? - Joachim Gauck - Neuanfang mit der Ex - Sie gibt im Schloss den Ton an

Daniela muss mit seiner Vergangenheit leben - Joachim Gauck - Neue Geliebte aufgetaucht


Das Geissens haben bei Instagram dieses Foto ihrer Töchter Davina Shakira und Shania Tyra gepostet:Screenshot: http://instagram.com/p/deWEyprwCJ/#

Die Geissens - Lolita-Alarm! - Leichtsinnig, was sie ihren Töchtern antunDenn “Tatsache ist nun mal: In den anonymen Welten des Internets tummeln sich jede Menge Kriminelle und Pädophile auf der Suche nach Lolita-Fotos und Kontakten jeglicher Art. […] Machen sich die Geissens darüber keine Gedanken?”


Gertrud Steinbrück hat ihrem Mann irgendwann mal vorgeschlagen, den gemeinsamen Nachnamen Steinbrück abzulegen und stattdessen ihren Mädchennamen Isbary anzunehmen. Peers Antwort: “Wenn du das von mir verlangst, lasse ich mich scheiden.”

Sie sprachen schon von Scheidung


In einer Online-Umfrage ist Florian Silbereisen zum nervigsten Moderator Deutschlands gewählt worden.

Florian Silbereisen - Nur Helene kann ihn jetzt noch trösten


Zwei Monate nach der Geburt ihres Sohnes ist Herzogin Kate wieder rank und schlank.

Herzogin Kate - Dramatische Radikal-Diät - Ihr falscher Ehrgeiz gefährdet Klein-George!Denn: “Experten warnen ausdrücklich vor Diäten während des Stillens: Eine Mangelernährung schwächt die Güte der Muttermilch und schadet so dem Kind! Der Gedanke, Kate könnte weniger essen, um schneller schlank zu werden, ist furchtbar! Was wird aus dem kleinen George? Steht seine Gesundheit auf dem Spiel?”


Angeblich ist Stefan Mross “Geheimfavorit für eine mögliche Nachfolge von Markus Lanz” bei “Wetten, dass…?”

Schock-Nachricht - Stefan Mross - Was soll nur aus seinem Baby werden?Denn als Moderator von “Wetten dass…?” hätte er wohl kaum noch Zeit für seine Familie.


Als Günther Jauch in einer Fernsehshow gefragt wurde, wen er früher “scharf” fand, antwortete er: “Ich fand Karin Dor toll. Ja, das war mein erster Kinofilm [...]. Und da war eine unvorstellbar schöne Frau … und das war Karin Dor!”

Günther Jauch - Wo fängt Untreue an? Es geht um diese schöne Frau


Von Boris und Lilly Becker sind diese beiden Fotos aufgetaucht:Ausriss: "Die neue Frau", Nr. 36/2013

Boris & Lilly - Sagt sie ihm hier, dass sie schwanger ist?


Birgit Schrowange sagt in einem Interview, insgesamt finde sie die Generation Männer zwischen 40 und 50 nicht souverän genug: “Die haben Angst vor erfolgreichen Frauen und suchen nach wie vor das Modell ‘jüngere Ehefrau, die ihnen den Rücken freihält”.

Markus Lanz - Pikante Enthüllung - Jetzt packt seine Ex-Geliebte ausDenn Birgit Schrowange war mal mit Markus Lanz zusammen. Und der ist ein Mann zwischen 40 und 50.



Apropos — Markus Lanz, der bekanntlich auch mal gerne an extreme Orte reist (Grönland, Alaska, Malle), wurde vor zwei Jahren in einem Interview gefragt, ob er “auch schon Halluzinationen im Eis” gehabt habe. Lanz antwortete: “Ja. Vor allem am Südpol.”

Markus Lanz - Überraschende Beichte - Er spricht über seine Wahnvorstellungen


Lilly Becker hat das hier bei Twitter gepostet:Beautiful .... I want her ... [Foto eines Mädchens]

Boris Becker (45) - Lilly wünscht sich ein Mädchen


George III. (1738-1820), König von Großbritannien, litt unter einer Stoffwechselstörung. Und bei Alice von Battenberg (1885-1969), der Schwiegermuter von Königin Elisabeth, wurde 1930 Schizophrenie diagnostiziert.

Prinzessin Kate - Angst um Baby George - Schock-Nachricht: Eine schlimme Erbkrankheit bedroht den kleinen Thronfolger


Boris Becker hat schon lange nichts mehr über seine Tochter getwittert.

Neuer Schock - Boris Becker & Lilly - Darf er sein Kind nicht mehr sehen?


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Mission: Dachschadensbegrenzung

Mission: Dachschadensbegrenzung

Am Wochenende haben wir noch einmal Post vom Deutschen Presserat bekommen. In dem Schreiben geht es um die fünf Rügen, die der Beschwerdeausschuss vor einer Woche gegen die Regenbogenpresse ausgesprochen hat.

Zum üblichen Prozedere des Presserats gehört zunächst eine Vorprüfung darüber, ob eine Beschwerde begründet ist oder nicht. Ist sie das, dürfen die betroffenen Redaktionen und Verlage Stellung dazu nehmen. Im Beschwerdeausschuss wird dann nochmals darüber entschieden, ob die Beschwerde begründet ist. Anschließend stimmt das Gremium darüber ab, welche Maßnahme (Hinweis, Missbilligung, Rüge) gewählt werden soll.

Im Falle der Regenbogenpresse wird es an einer Stelle natürlich besonders spannend. Und zwar bei den Stellungnahmen der Redaktionen und Verlage. Denn wie kann man völligen Murks rechtfertigen? Genau: mit noch mehr Murks.

Die “Freizeit Express” und die “Meine Freizeit” haben es gar nicht erst versucht und auf eine Stellungnahme verzichtet. Drei andere Blätter waren mutiger. Deren Rechtfertigungen sind äußerst, ähm, interessant. Darum wollen wir sie hier auch vollständig dokumentieren.

Da wäre zum einen die Stellungnahme des Deltapark-Verlags. Wir hatten uns über diesen Artikel beschwert:Steffi Graf - Ihr Absturz in dei Lebenskrise

Steffi Graf hatte in ihrem Blog lediglich nach Tipps gefragt, wie man “das Leben allgemein einen Gang herunterschalten könnte”. Dass man daraus gleich einen “verzweifelten Hilferuf” strickt, der Ex-Sportlerin einen “Absturz in die Lebenskrise” bescheinigt und die wildesten Spekulationen über ihr Privatleben anstellt, gehört für den Verlag ganz einfach zur Presse- und Meinungsfreiheit:

Der Geschäftsführer des DELTApark Verlages teilt mit, dass die Veröffentlichung von der Presse- und Meinungsäußerungsfreiheit gedeckt sei. Das Bundesverfassungsgericht und der Bundesgerichtshof hätten in ständiger Rechtsprechung die Bedeutung auch einer unterhaltenden Presse für die Meinungsbildung betont. Auch mit unterhaltenden Beiträgen finde Meinungsbildung statt. Solche Beiträge könnten die Meinungsbildung u. U. sogar nachhaltiger anregen und beeinflussen als sachbezogene Informationen. Auch überspitzte und spekulative Äußerungen könnten den Schutz der Meinungsäußerungsfreiheit beanspruchen. Die Beiträge gäben die Meinung der Redaktion und des Autors über den zugrunde liegenden Sachverhalt wieder. Sie seien damit Ausdruck der ausgeübten Meinungsäußerungsfreiheit.

Rügen "Promi Welt"
Entscheidung über die Begründetheit der Beschwerde: einstimmig.

Entscheidung über die Art der Maßnahme: viermal Ja, dreimal Nein.


Die “Frau aktuell” musste durfte sich zu diesem Artikel äußern:Stefan Mross - Pikante Enthüllung! Wehe, wenn er zur Flasche greift

Im Innenteil sprach das Blatt von einem “Alkohol-Schock!” und fragte in der Übeschrift: “Wer kann ihm jetzt noch helfen?” Der Hintergrund: Wenn man bei Google “Stefan Mross” eingibt, erscheint als Suchvorschlag angeblich “Stefan Mross Alkohol”.

In ihrer Stellungnahme wirft sich die Chefredakteurin der “Frau aktuell” zwar ebenfalls hinter die schützende Wand der Pressefreiheit, bläst dann aber auch gleich zum Gegenangriff:

Die Chefredakteurin weist darauf hin, dass es sich bei der Beschwerde offenbar um eine Massenaussendung handele, da eine individuelle und annähernd substantielle Begründung für den Vorgang nicht erkennbar sei. Weiterhin betont sie, dass auch Boulevard-Medien uneingeschränkt an der Pressefreiheit teilnähmen. Die von den Beschwerdeführern offenbar monierte Dramatisierung stelle dabei ein übliches Stilmittel dar. Dieses Stilmittel sei durchaus legitim, wie sich aus der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ergebe. Bei der Veröffentlichung sei das Persönlichkeitsrecht der Prominenten nicht betroffen. Die Darstellungen seien zutreffend.

Die Chefredakteurin betont, dass das Bundesverfassungsgericht im “Caroline”-Urteil vom Dezember 1999 festgestellt habe, dass Meinungsbildung und Unterhaltung keine Gegensätze seien. Auch in unterhaltenden Beiträgen finde Meinungsbildung statt. Sie könnten diese unter Umständen sogar nachhaltiger anregen oder beeinflussen als ausschließlich sachbezogene Informationen. Unterhaltung erfülle insofern auch wichtige gesellschaftliche Funktionen. Daher sei sie in den Grundrechtsschutz einbezogen.

Prominente Personen müssten es hinnehmen, dass Medien ihr Auftreten in der Öffentlichkeit kommentierten. Wertungen von Vorgängen aus ihrer Sozialsphäre würde grundsätzlich nicht in ihr Persönlichkeitsrecht eingreifen.

Die Chefredakteurin betont, dass die Beschwerdeführer die Berichterstattung pauschal angriffen. Eine individualisierte Begründung erfolge nicht. Die Vorwürfe seien unsubstantiiert und nichtssagend. Es sei die Rede davon, dass oft eine Kombination aus Text und Bild etwas suggeriere. Ein Prominenter müsse damit rechnen, dass er “irgendwann” als möglicherweise alkoholkrank dargestellt werde. Demnach sei die Berichterstattung nicht zu rechtfertigen. Weshalb sie nicht zu rechtfertigen sei, stellten die Beschwerdeführer nicht dar. Sie überließen es alleine dem Presserat herauszufinden, worin denn jeweils konkret der Beschwerdegegenstand zu sehen sei.
Zu dem Artikel teilt die Chefredakteurin mit, dass es zutreffend sei, dass wer in Google “Stefan Mross” eingebe, unter den ersten Treffern sofort das Suchergebnis “Stefan Mross Alkohol” angeboten bekomme. Darüber berichte man und überlege, worauf diese Google-Selbstvervollständigung beruhe. Möglicherweise an der Alkoholvergiftung, die Mross 2003 gehabt habe. Das Foto illustriere den Beitrag, der insgesamt gesehen in keiner Weise irgendein Alkoholproblem von Mross behaupte. Die Überschrift “Alkohol-Schock! Stefan Mross — Wer kann ihm jetzt noch helfen?” sei auch nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit dem gesamten Beitrag zu sehen. Diese Ankündigung auf der Titelseite stelle die in der Mediengattung übliche Präsentation dar. Die rein pauschale Behauptung der Beschwerdeführer, in dem Beitrag würde ein Prominenter zu einem Alkoholiker gemacht, sei ohne jeden Bezug zu dem konkreten Beitrag aufgestellt worden.

Dass die Chefredakteurin so argumentiert, liegt wohl daran, dass wir zu diesem Artikel keine separate Beschwerde eingereicht hatten. Er war vielmehr Teil einer Art Sammelbeschwerde, in der es um die unzähligen Artikel ging, in denen irgendwelchen Promis ein Alkoholproblem angedichtet wird.

Sie können aber gewiss sein, liebe Chefredakteurin der “Frau aktuell”, dass wir uns beim nächsten Mal mit besonders viel Elan an Ihre Artikel setzen werden. Dann gibt’s für jeden Verstoß gegen den Pressekodex eine eigene, ausführlich begründete Beschwerde — versprochen! Aber diesmal hat’s ja auch so gereicht:

Rügen "Frau aktuell"
Entscheidung über die Begründetheit der Beschwerde: fünfmal Ja, zwei Enthaltungen.

Entscheidung über die Art der Maßnahme: fünfmal Ja, einmal Nein, eine Enthaltung.


Der größte Knaller aber ist die Stellungnahme aus dem Hause Bauer.

Sie bezieht sich auf diesen Artikel:Dabei war es doch die ganz große Liebe - Josef & Narumol - Scheidungs-Schock!

Dass es nicht Josef und Narumol waren, die sich hatten scheiden lassen, sondern ein ganz anderes Pärchen aus “Bauer sucht Frau”, wurde erst im Innenteil aufgelöst. Aber eigentlich hätte man das auch sofort am Titelblatt erkennen können. Warum? Das erklärt die “Stabstelle Medienrecht des Heinrich Bauer Verlages”:

Die Stabstelle Medienrecht des Heinrich Bauer Verlages teilt mit, dass die Berichterstattung sich mit der Trennung von Markus und Jennifer, einem ehemaligen “Bauer sucht Frau”-Paar, befasse. Die Leser der Zeitschrift interessierten sich für die ehemaligen sowie neuen “Bauer sucht Frau”-Paare und würden daher regelmäßig über die aktuellen Ereignisse im Leben der Paare informiert.

Um das ehemalige “Bauer sucht Frau”-Paar Narumol und Josef habe sich eine echte Fangemeinschaft unter den Lesern gebildet. Die Fans der beiden verfolgten alle Details über ihr Leben und wüssten daher genau, dass Narumol und Josef glücklich miteinander seien und sich nicht trennen wollten. Die beiden sprächen offen über ihre Gefühle in der Zeitschrift und gewährten auch private Einblicke in ihr Leben. Von daher hätten die Leser eine realistische Vorstellung der Beziehung von Narumol und Josef. Sie wüssten daher, dass die beiden nicht so geartet seien, sich plötzlich zu trennen.

Im Hinblick auf diese Offenheit sei davon auszugehen, dass sich auch ein Auseinanderleben der beiden in den regelmäßigen Berichterstattungen der Zeitschrift angedeutet hätte, bevor eine so schwerwiegende Entscheidung von ihnen getroffen worden wäre. Daher sei die Titelzeile nicht geeignet, bei den Lesern die Fehlvorstellung hervorzurufen, dass über eine Trennung von Josef und Narumol berichtet würde. Die Leser gingen vielmehr davon aus, dass es sich bei dem Scheidungsschock um die Trennung eines anderen Paares handeln müsse, über die Narumol und Josef schockiert seien.

Auch ließe sich der Formulierung “Schock” entnehmen, dass es sich um die Trennung eines anderen Paares handeln müsse, da man über seine eigene Trennung nicht geschockt sein könne, weil man diese Entscheidung bewusst treffe.

Insgesamt sei daher die Berichterstattung nicht geeignet, bei den Lesern einen falschen Eindruck hervorzurufen.

Rügen "Das neue Blatt"
Entscheidung über die Begründetheit der Beschwerde: einstimmig.

Entscheidung über die Art der Maßnahme: fünfmal Ja, einmal Nein.


Wir hatten bisher ja immer gedacht, dass es die Redakteure und Autoren sind, die in diesen Läden am meisten Fantasie haben müssen. Doch die wirklich kreativen Köpfe der Regenbogenpresse sitzen ganz offenbar in den Rechtsabteilungen.


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Rügenregen unterm Regenbogen

Rügenregen unterm Regenbogen

Im Mai haben wir 21 Beschwerden an den Deutschen Presserat geschickt. Sie betrafen allesamt die Regenbogenpresse.

Der Beschwerdeausschuss, der viermal im Jahr tagt, hat sich am 10. September mit unseren Beschwerden befasst. Das Ergebnis: Fünf Regenbogen-Artikel wurden öffentlich gerügt, fünf weitere missbilligt, fünf bekamen einen Hinweis.

Eine Rüge ist das stärkste “Sanktionsmittel” des Presserats. Sie muss vom betroffenen Medium veröffentlicht werden — eigentlich. Tut es dies nicht, hat das aber keine Folgen für die Redaktion oder den Verlag.

Dennoch ist diese Entscheidung des Presserats ein wichtiges Signal. In den vergangenen 27 Jahren (so weit reicht das Rügen-Onlinearchiv des Deutschen Presserats zurück) gab es gerade einmal 21 Rügen für die Regenbogenpresse — wobei allein sieben davon aus dem Jahr 2010 stammen, als eine ganze Reihe Regenbogenhefte wegen mangelnder Trennung von redaktionellem Teil und Werbung Rügen kassierte.

Rügen_1986-2013

Nun sind also fünf neue Rügen dazugekommen. Und für die mussten wir die Regenbogenpresse gerade einmal einen Monat nach Verstößen durchsuchen: Am 11. April dieses Jahres ging der topfvollgold online, am 10. Mai haben wir die Beschwerden an den Deutschen Presserat geschickt.

Das heißt im Umkehrschluss: Wenn man sich mit diesen Heften mal für eine Weile systematisch auseinandersetzt, findet man unweigerlich eine Fülle von Artikeln, die mit dem Pressekodex nicht vereinbar sind. Wir sind uns recht sicher, dass deutlich mehr als fünf Rügen herauskommen werden, wenn wir den nächsten Schwung Beschwerden an den Presserat schicken — dieses Mal für einen deutlich längeren Zeitraum als einen Monat.

Wir verstehen die aktuelle Entscheidung des Presserats also auch als eine offizielle Bestätigung dessen, was wir mit diesem Blog seit April zu zeigen versuchen: Dass die Regenbogenredaktionen Woche für Woche die Kioske des Landes mit Schund fluten, der nichts mit Journalismus zu tun hat.

Im Folgenden fassen wir die gerügten Artikel kurz zusammen. Mit einem Klick auf die dazugehörigen Ausrisse gelangen Sie zu den ausführlichen Blogeinträgen.

Eine Rüge ging an die “Frau aktuell”. Das Blatt hatte auf der Titelseite angekündigt:

Stefan Mross - Pikante Enthüllung! Wehe, wenn er zur Flasche greift

Innen lautete die Überschrift: “Alkohol-Schock! Stefan Mross — Wer kann ihm jetzt noch helfen?” Im Text ging es dann aber lediglich um Folgendes: Wenn man bei Google “Stefan Mross” eingibt, erscheint als Suchvorschlag manchmal “Stefan Mross Alkohol”. Das war alles. Der Presserat erkannte daher eine Verletzung der journalistischen Sorgfaltspflicht (Ziffer 2) und des Persönlichkeitsschutzes (Ziffer 8).

Ebenfalls gegen die Sorgfaltspflicht verstieß nach Ansicht des Presserats die “Freizeit Express”, weil sie getitelt hatte:

Kate & William - Sensationelle Baby-Fotos! Es nuckelt schon am Daumen...

In Wirklichkeit handelte es sich dabei jedoch um Symbolfotos. Als solche hätten sie nach Ansicht des Presserats auch gekennzeichnet werden müssen.

Unter der Überschrift “Angela Merkel — Verheimlichte Scheidungstragödie” versprach die “Meine Freizeit” auf der Titelseite “Alles über die unbekannte Vergangenheit der Kanzlerin”:

Angela Merkel - Verheimlichte Scheidungs-Tragödie - Alles über die unbekannte Vergangenheit der Kanzlerin

Im Innenteil wurden dann aber lediglich ein paar banale und seit Jahren bekannte Fakten aus dem Leben Angela Merkels mitgeteilt. Die Schlagzeilen beurteilte der Presserat daher als grobe Irreführung der Leser.

Um eine andere angebliche Scheidungstragödie ging es in der Zeitschrift “Das neue Blatt”. Auf dem Cover hieß es über das “Bauer sucht Frau”-Pärchen Josef und Narumol:

Dabei war es doch die ganz große Liebe - Josef & Narumol - Scheidungs-Schock!

Erst im Artikel wurde klar, dass sich nicht Bauer Josef, sondern ein anderer Bauer aus der RTL-Sendung hatte scheiden lassen. Auch hier stellte der Presserat Verstöße gegen die Ziffern 1 und 2 des Pressekodex fest. Die Schlagzeilen seien grob irreführend.

Die “Promi Welt”, die neuerdings (warum auch immer) “Woche exklusiv” heißt, kassierte schließlich eine Rüge für einen Artikel über Steffi Graf. Die hatte zum Jahrenbeginn die Leser ihres Blogs um Rat gefragt, wie man “das Leben allgemein einen Gang herunterschalten könnte”. Die “Promi Welt” sprach daraufhin gleich von einem “verzweifelten Hilferuf” und bescheinigte Steffi Graf einen “Absturz in die Lebenskrise”:

Steffi Graf - Ihr Absturz in dei Lebenskrise

Das Blatt nahm den Blogeintrag sogar zum Anlass, über eine mögliche Krebserkrankung von Steffi Grafs Mutter zu spekulieren. Der Presserat bewertete den Artikel als “eine unwahrhaftige Berichterstattung, bei der jegliche Sorgfaltspflichtaspekte außer Acht gelassen wurden.”

Dass die Regenbogenredaktionen nun endlich eine Quittung für diesen Mist bekommen, finden wir gut. Ein wenig überrascht haben uns die einzelnen Entscheidungen aber doch. Denn einige der Artikel, die wir besonders verwerflich fanden, hat der Presserat seltsamerweise nicht mit Rügen bedacht. Unserer Meinung nach wäre zum Beispiel die — nachweislich falsche — Behauptung, Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit hätte in Indien zwei Kinder entführt, viel eher ein Rügen-Kandidat gewesen als etwa die suggerierte Scheidung von Josef und Narumol.

Insgesamt behandelte der Presserat 125 Beschwerden. Zehn Veröffentlichungen wurden gerügt.


Nachtrag, 16. September, 15:12 Uhr:

Infos zu den fünf weiteren Rügen gibt’s beim BILDblog.


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Schlagzeilenbasteln: Kate-Spezial

Schlagzeilenbasteln: Kate-Spezial

Lange nichts mehr von Kate gehört!

Vor fünf Wochen hat die Herzogin einen Sohn knuffigen Wonneproppen zur Welt gebracht. Offenbar hatten danach selbst die Regenbogenautoren erst mal die Nase voll vom Royal Baby, plötzlich wurde es nämlich ruhig um die britische Königsfamilie. Mittlerweile geht es aber so langsam wieder los, die ersten Skandale stehen schon in den Startlöchern.

Darum widmen wir Kate heute mal eine Spezial-Ausgabe unserer Schlagzeilenbastelstunde.

Wir geben Ihnen ein paar Eckdaten, und Sie denken sich eine schöne Schlagzeile dazu aus. Bereit? Dann los.


Wenn Sie in den nächsten Tagen mal am Zeitschriftenregal vorbeikommen, werden Sie mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit eines dieser beiden Fotos entdecken:Offizielles Familienfoto von Kate und William Aufgenommen hat sie der Vater von Kate.

Mehr müssen Sie auch gar nicht wissen, um die erste Schlagzeile zu basteln.

Familienkrise! - Prinz William - Zwei süße Fotos sorgen für StreitDie Argumentation geht so: Die ersten Baby-Fotos von Prinz Charles und William wurden einst “von einem professionellen Fotografen gemacht. Im Buckingham Palast. Wie es sich eben für einen künftigen König gehört.” Die Fotos von Kate und William hat, wie gesagt, Kates Vater gemacht. Im Garten der Privatvilla der Middletons. “Kate und William brechen also mit der Tradition!” Zack, Familienkrise!

Oder anders gesagt:Die süßen Bilder sorgen für Streit - Prinz William - Er bricht mit allen Traditionen - Wie lange geht das noch gut?


Nun, mehr Drama kann man aus dieser Foto-Nummer wohl nicht rausholen. Werden wir also mal ein bisschen grundsätzlicher. Ist es nicht so, dass einige Frauen nach einer Geburt in ein Stimmungstief fallen? Na, dann liegt die nächste Schlagzeile ja auf der Hand:

Herzogin Kate - Depressiv - Erste Risse in ihrer heilen Welt?


Und was ist eigentlich mit William? Der frischgebackene Vater hat in einem Interview mit CNN Folgendes gesagt:

Interviewer: And how are you about going back to work?

William: Well, as a few fathers might know, I’m actually quite looking forward to going back to work (laughs).

Interviewer: Get some sleep.

William: Get some sleep. Exactly, yeah. So I’m just hoping the first few shifts I go back I don’t have any night jobs …

Mit ein bisschen Fantasie lässt sich auch daraus etwas Knalliges basteln. Das “neue Blatt” macht es vor:

Was verschweigt der Hof? - Kate - Das heimliche Baby-Drama

Die Argumentation: “‘Ich freue mich, zur Arbeit zurückkehren zu können’, sagte William im TV. Wer schon mal in ähnlicher Lage war, ahnt das Drama, das sich dahinter verbirgt: Der Mann flüchtet aus der misslichen Lage – und die Frau bleibt allein darin gefangen.”


Und daraus lässt sich doch gleich die nächste Schlagzeile basteln:

Herzogin Catherine - Psycho-Drama - Die junge Mutter zerbricht an ihrer Einsamkeit


Jetzt aber zur Queen. Die soll nämlich “kurzfristig einen anberaumten Tee-Nachmittag [mit Kate, William und dem Baby] abgesagt haben – wegen einer Bridge-Runde.” Schlagzeile?

Herzogin Kate: Queen verstößt ihren Urenkel! - 1. Baby-Drama


Schauen wir uns jetzt mal das ganze Drumherum an. Da lässt sich doch bestimmt auch noch was Schockierendes finden. Ah, ja: Hatten die verrückten Briten nicht sogar Geld darauf gewettet, wie das royale Baby heißen würde? Stimmt. Und ist es nicht so, dass plötzlich die ganze Welt mit Royal-Baby-Souvenirs überflutet wird? Stimmt auch. Na dann …

Prinz William & Catherine - Es geht um viel Geld - Der Kampf ums Baby hat schon begonnen


So, was hatten wir noch nicht? Genau: den Wohnort. Kate und William haben bis vor Kurzem in Wales gewohnt, weil William dort als Hubschrauberpilot stationiert war. Mit etwas Geschick können Sie schnell herausfinden, dass es in Wales in diesem Jahr eine Masern-Epidemie gegeben hat. Sie grassierte zwar 200 Kilometer vom Wohnort der Royals entfernt und wurde im Juli offiziell für beendet erklärt, aber was soll’s?

Herzogin Kate - Masern-Alarm! - Große Sorge um ihren kleinen George


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Verrenkungen der Woche (8)

Verrenkungen der Woche (8)

Lang, lang ist’s her, dass wir Ihnen hier die Verrenkungen präsentiert haben. Deswegen ist es höchste Zeit für einen neuen Schwung!

Was sich hinter den jeweiligen Schlagzeilen verbirgt, erfahren Sie wie immer mit einem Klick auf “Hier klicken”. Und los geht’s:


“Freizeit direkt”, Nr. 9

Angela Merkel - Ihre privaten Geheimnisse

1. In ihrem Ferienhaus in der Uckermark hat sie eigenhändig Blumen, Erdbeeren und Kartoffeln gepflanzt.
2. Wenn Angela Merkel grillt, dann Forelle und Steak.
3. Sie mag auch Bratwurst.


“Glückliche Freizeit”, Nr. 8

Moderatorin Inka Bause - Schluss, bevor ihr alles zu viel wird

Inka Bause geht nach drei Jahren über von Bord des ZDF-Traumschiffs.


“Das neue Blatt”, Nr. 35

Inka Bause - Überraschende Liebes-Beichte

“Wenn kein Mann mehr kommt, kaufe ich mir noch einen Hund”


“Woche der Frau”, Nr. 35

Michelle Hunziker - So raffiniert bringt sie ihre Schwiegermutter zum Schweigen

Schwiegermütter können einem das Leben ganz schnell zur Hölle machen. “Davon kann Michelle Hunziker (36) ganze Opern singen”. Doch seit Kurzem ist Ruhe im Karton. Michelle hat ihre Schwiegermutter zum Schweigen gebracht. Und zwar ganz ohne Loch in der Wüste. Michelle war viel cleverer. Mit einem “raffinierten Schachzug” nahm sie “ihrer Schwiegermutter einfach die Luft aus den Segeln”: Sie bekommt zwar in Kürze eine Tochter, kündigte aber jetzt schon an, auch noch einen Jungen kriegen zu wollen. Und der soll, jetzt kommt’s, auf den Namen Nicola getauft werden! Wie kann ihr die Schwiegermutter da noch böse sein? Denn Nicola hieß auch “ihr geliebter Ehemann, dem sie vier Kinder schenkte – und den sie viel zu früh verlor”.


“Freizeit pur”, Nr. 9

Steffi Graf - Bittere Beichte - Ist ihr großes Glück etwa nur Show?

In einem Interview wurde Steffi Graf gefragt:

“Wobei stoßen Sie heute an Ihre Grenzen?”

Steffi Graf: “Bei der Bewältigung des Alltags. Wir sind eine sehr aktive Familie. Meine geschäftlichen Aktivitäten [...] und meine Stiftung fordern auch ihre Zeit. Und natürlich möchte ich so viel Zeit wie möglich mit meinem Mann verbringen.”

Und auf die Frage, ob sie als ehemalige Leistungssportlerin Verschleißerscheinungen spüre, sagte sie: “Allerdings. Und ich bin etwas überrascht, wie früh sie aufgetreten sind.”

Das war’s.


“Prima Woche”, Nr. 8

Harry & Pippa - Heimliches Baby-Glück - Sensationell: Das royale Skandal-Paar ist außer sich vor Freude!

Prinz Harry findet seinen Neffen George super und ist “stolz darauf, jetzt Onkel zu sein”. Das klingt für die “Prima Woche”, als habe Harry eine gewisse “Sehnsucht nach eigenem Nachwuchs”. Und Kates Schwester Pippa hat schon angekündigt, sie wolle Georges Geburtstagsfeiern organisieren, schließlich liebe sie Kinder über alles. “Harry und Pippa schwelgen also heimlich im Baby-Glück. Jeder für sich, jeder auf seine Weise, aber wer weiß — vielleicht auch eines Tages zusammen.”


“Freizeit Revue”, Nr. 35

Herzogin Kate - Noch ein Baby! Prinz William hat sich verplappert

Das ging aber schnell! Oder? William sagte vor Kurzem in einem Interview, er und Kate wollen ihre junge Familie vergrößern — “in den nächsten Jahren”. Jetzt fahren sie und ihr Sohn George aber wohl erstmal in die Schweiz in den Urlaub. Was meinst du, “Freizeit Revue”: Eine gute Entscheidung? “Eine sehr gute Entscheidung! Die Alpenluft wird dem kleinen Prinzen guttun. Und wenn George abends müde die Äuglein schließt, haben seine Eltern genügend Zeit, um sich vom romantischen Panorama der Schweiz inspirieren zu lassen.”


“Freizeit direkt”, Nr. 9

Helene Fischer - Schockierende Enthüllung! Ein enger Vertrauter packt aus: Sie ist in großer Gefahr! Was sie heimlich plant

Der “enge Vertraute” ist diesmal Helene Fischers ehemaliger Fahrer. Und der “enthüllt”, dass die Schlagersängerin bei beruflichen Terminen von Bodyguards begleitet wird. Und als wäre das nicht schon schockierend genug, er erzählt auch noch, dass Helene Fischer “auf jeden Fall” nach Amerika möchte.


“Freizeit & Rätsel”, Nr. 5

H. Fischer & M. Lanz - Gemeinsame Zukunftspläne? Sagen beide Ja?

Nanu, bahnt sich da etwas an zwischen Prinzessin Schlager und Prinz Schleimi? Zwei Regenbogensuperstars im Bund der Ehe vereint – das wär’s doch! Aber leider zu früh gefreut – die “Zukunftspläne” sind dann doch eher beruflicher Natur. Der neue Redaktionsleiter von “Wetten dass…?” war nämlich “schon zuständig für die Planung der neuen Helene-Fischer-Show”. Das ist alles. Doch für die “Freizeit & Rätsel” Grund genug, um schon mal ein bisschen von dem “Moderatoren-Team” der Zukunft zu träumen: “Das Duo Markus und Helene hätte das Zeug zu einem TV-Traumpaar auf Augenhöhe! Jetzt müssen sie nur noch Ja zueinander sagen … “


“Freizeit aktuell”, Nr. 9

Guido Maria Kretschmer - Erschütternd . Warum sein größtes Glück plötzlich in Gefahr ist

Vergangenes Jahr in der Weihnachtszeit war Modedesigner Guido Maria Kretschmer mit seinem Partner Hemden einkaufen. Ein paar Mädchen erkannten ihn und dachten, dass für irgendeine Fernsehsendung gedreht wird. Da war an dem Tag Schluss mit gemütlichem Shopping.


“Freizeit live”, Nr. 4

Helene Fischer exklusiv: Meine sieben kleinen Geheimnisse

1. Sie mag Rinderfilet.
2. Sie nimmt sich kleine Auszeiten.
3. Sie trinkt gerne mal eine heiße Tasse Tee.
4. Auf Reisen hat sie immer eine Jogginghose dabei.
5. Die 60er-Jahre findet sie klasse.
6. Sie engagiert sich für Eisbären.
7. New York ist für sie immer eine Reise wert.


“Glückliche Freizeit”, Nr. 8

Top-Model Claudia Schiffer - Warum tut sie sich das bloß an?

Sie moderiert bald eine Castingshow im Fernsehen. “Und das ausgerechnet in einer Zeit, in der Castingshows bei uns im TV immer schlechter laufen. Wenn das mal gutgeht …”


“Das neue Blatt”, Nr. 35

Heidi Klum - Wird das Traumhaus für sie zum Albtraum?

Heidi Klum und ihr Freund wollen sich eine schicke neue Villa kaufen. Allerdings gibt es da einen kleinen Haken, wie “Das neue Blatt” mit großer Sorge berichtet: “Katy Perry hatte das Traumhaus zusammen mit ihrem Ex-Mann” gekauft. “Nur 14 Monate später trennte er sich von ihr – per SMS. Für die Amerikanerin wurde das Traumhaus zum Albtraum. Hoffentlich ereilt Heidi nicht das gleiche Schicksal!”


“frau aktuell”, Nr. 35

Heidi Klum - Düsteres Geheimnis - Es geht um ihr neues Liebesnest

Dreimal Einmal dürfen Sie raten.


“Glückliche Freizeit”, Nr. 8

Kronprinzessin Victoria - Hat sie etwa Geheimnisse vor ihrem Daniel?

Victorias Mann Daniel wird im September 40. Da wäre es doch wirklich zu schön, wenn Victoria an seinem Geburtstag ein zuckersüßes Geheimnis lüften würde: ein Geschwisterchen für Tochter Estelle. Hach, ja…


“die aktuelle”, Nr. 34

Trauriger erster Schultag! - Ohrfeige für sein uneheliches Kind (6) - Horst Seehofer - Kann ein Vater so herzlos sein?

Horst Seehofer erschien nicht zur Einschulung seiner unehelichen Tochter. Stattdessen empfing er den FC Bayern (anlässlich des Triple-Sieges) in der Staatskanzlei. “die aktuelle” fragt: “Ist ihm der Fußball wichtiger als sein eigenes Kind?”


“Woche heute”, Nr. 35

Wayne Carpendale & Annemarie Warnkross - Skandal vor der Hochzeit! Plötzlich ist ihr Glück in Gefahr

Na, nicht so bescheiden, liebe Mitarbeiter der “Woche Heute”! Nicht nur einen Skandal habt ihr da aufgetan, sondern gleich zwei. Denn Wayne Carpendale muss als Old Shatterhand bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg andauernd seine Kollegin Nscho-Tschi küssen. Und Annemarie Warnkross bekommt bei Facebook von irgendwelchen Deppen anzügliche Nachrichten zugeschickt. Ein klarer Fall: Hochzeit in Gefahr!


“Freizeit aktuell”, Nr. 9

Hansi Hinterseer - Bittere Trennung - Zum ersten Mal spricht er über seine verletzten Gefühle

Oh, oh! Was ist denn bei Hansi Hinterseer los? “Was passiert, wenn man(n) einfach ausgebootet wird? Wenn einer, der für Lebensfreude, Glück und gute Laune steht, plötzlich selbst nichts mehr zu lachen hat?”, will auch die “Freizeit aktuell” wissen. Naja, Hansis Sendung wurde von der ARD nach 18 Jahren dann doch mal aus dem Programm genommen — “eine bittere Trennung”.


“neue woche”, Nr. 34

Hansi Hinterseer - Rache ist süß! - Triumph nach der bitteren Demütigung

Ha, aber nicht mit Hansi Hinterseer. Der hat nämlich schon längst zum Gegenschlag ausgeholt. Und dieser trifft die ARD mit voller Wucht — “Rache ist süß!” Denn TV-Hundedame Gina, die in Hansis Show auftrat, hat acht niedliche Welpen bekommen. Mit denen hat Hansi Hinterseer erst mal ordentlich geknuddelt. Doch damit ist der Racheplan noch längst nicht am Ende. Denn Hinterseer steht mit seinem neuen Album auf Platz eins der Charts. Tja ARD, “in die Knie zwingen lässt sich Hansi eben nur von acht süßen Welpen!”


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Das Undenkbare

Das Undenkbare

Es wurde ja schon viel gemutmaßt über den niederländischen Prinzen Friso, der seit einem Ski-Unfall im Wachkoma liegt. Über das Hospital, in dem er bis vor Kurzem lag. Über die Trauer seiner Frau Mabel. Über den Fernseher in seinem Krankenzimmer.

Doch das hier ist neu. Und es sprengt jegliches Maß an Niedertracht:Schockierende neue Enthüllungen über das Unglück - Mabel & Beatrix - Wollte ihr Friso sich umbringen?“Das Neue Blatt” stellt tatsächlich die Theorie auf, dass Frisos Unfall gar kein Unfall war, sondern ein versuchter Selbstmord. Das liest sich dann so:Friso liegt im Wachkoma. Seit 17 Monaten ist sein Zustand laut Königshof „unverändert und kritisch“. Was sich aber gerade ändert, ist der Blick auf das Unglück, das den Prinzen im Februar 2012 aus seinem bisherigen Leben riss. War es wirklich ein Unfall? Geriet er beim Skifahren in Lech (Österreich) tatsächlich unfreiwillig in die beinahe tödliche Gefahr? Oder sollte das Undenkbare denkbar sein, nämlich dass Friso einfach nicht mehr leben wollte...?Diese Zeilen meint die Autorin Karin Ahrens ernst. Sie setzt zwar fleißig Fragezeichen hinter ihren irren Aussagen. Doch das ändert nichts daran, dass sie “das Undenkbare” aufschreibt, es drucken lässt und ihre Gedanken 466.097 Mal auf deutsche Stubentische auskotzt.

Grundlage dieses Wahnsinns sollen Zeitungsberichte aus den Niederlanden “Schockierende neue Enthüllungen über das Unglück” sein:

Neue Enthüllungen schockieren in diesen Tagen nicht nur die Holländer. Verschiedene Medien — darunter ausgerechnet auch die Zeitung “De Volkskrant”, der Frisos Großvater Prinz Bernhard (✝ 2004) einst seine entlarvende Lebensbeichte anvertraut hatte — malen ein völlig neues Bild des Prinzen. Eines, das verblüfft, erschreckt und nachdenklich macht. Friso sei im Grunde zeit seines Lebens unglücklich gewesen, bleibt unterm Strich all der Schilderungen und Behauptungen, die da zu lesen sind.

Das ist alles, was “Das Neue Blatt” als Grundlage angibt und was diesem Lügenblatt genügt, um mit einem unterstellten Selbstmordversuch auf einen Koma-Patienten einzutreten: Ein Zeitungsbericht aus den Niederlanden, der Friso als traurige Person dargestellt haben soll.

Genau genommen reichen Karin Ahrens sogar nur zweieinhalb Eckpunkte aus Frisos Lebenslauf und ein Foto aus Kindertagen:

Geboren als mittlerer von drei Söhnen, habe er von Kind an oft das Leben eines “Unsichtbaren” geführt.

Als Claus [Frisos Vater] 2002 starb, verlor Friso das Fundament seines Lebens. Die Basis. Den festen Boden.

Vater und Sohn verband die Neigung zum Grübeln, die empfindsame Seele. Auch die Depression?

Einzelgänger: Friso 1971 mit drei Jahren. Er wirkt traurig und in sich gekehrt. Ein Kind, das lieber allein istDaraus und aus dem Ski-Unfall im Februar 2012 strickt sie ihre Suizid-Theorie.

Sie schreibt zwar noch, dass die Hochzeit mit Mabel 2004 für Friso “ein neuer Lebensinhalt”, “eine andere, unkönigliche Perspektive” bedeutete. Doch das hindert Karin Ahrens nicht daran, für diesen schmierigen Schlussakkord noch einmal voll in die Tasten zu hauen:Holten Friso die Dämonen aus der Schattenwelt seiner Seele wieder ein? Hatte ihn die Lebenskraft letztendlich doch verlassen? Fragen, die Prinz Friso wohl nie mehr beantworten kann. Denn er hat zwar überlebt - mehr aber auch nicht.Wir wollten wissen, was tatsächlich in dem Artikel von “De Volkskrant” stand, einem großen, seriösen, linksliberalen Blatt. Denn „Das Neue Blatt“ erwähnt diesen Artikel nur, zitiert allerdings nicht aus ihm.

Wir konnten den Text über Friso allerdings nicht finden. Vielleicht lag es an unserem bruchstückhaften Niederländisch, vielleicht veröffentlicht “De Volkskrant” im Online-Archiv einfach nicht alle Geschichten aus der Print-Ausgabe. Eine Nachfrage bei der niederländischen Zeitung blieb bis heute unbeantwortet.

Wir haben auch in der Redaktion von “Das Neue Blatt” angerufen und darum gebeten, uns den Artikel aus „De Volkskrant“ zuzuschicken, auf dem die Suizid-Vermutung von Karin Ahrens basiert.

Der Rückruf am gleichen Tag verlief ungefähr so:

Hallo Herr Tschermak, XY XYZ von „Das Neue Blatt“ hier. Herr Tschermak, ich soll Ihnen schöne Grüße von unserer Chefredakteurin ausrichten und Ihnen sagen, dass sie als Journalistik-Student doch sicher in der Lage sind, den Artikel selbst zu finden.

Wissen Sie, wir haben schon die Online-Archive durchsucht und ihn nicht gefunden. Gibt es diesen Artikel überhaupt?

Ich schicke Ihnen gerne ein paar Bücher zum Thema „Gute Recherche“. Den Artikel bekommen Sie von uns aber nicht.

Das war‘s.

Wissen Sie was, liebe Rückruf-Dame von “Das Neue Blatt”? Das Angebot mit den Recherche-Büchern nehmen wir gerne an. Wir können uns nun wirklich nicht vorstellen, dass Sie die bei Ihrer Arbeit vermissen werden.


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Verrenkungen der Woche (7)

Verrenkungen der Woche (7)

Wird mal wieder Zeit für ein paar Verrenkungen. Was sich hinter den jeweiligen Schlagzeilen verbirgt, erfahren Sie wie immer mit einem Klick auf “Hier klicken”. Und schon geht’s los:


“Freizeit Illustrierte”, Nr. 6/7Ganz aktuell! - EXKLUSIV Interviews - Senta Berger - Kai Pflaume - Pikante Enthüllungen

Pikante Enthüllung Nr. 1:
Senta Berger lag vor 67 Jahren mit einem Leistenbruch im Krankenhaus. Nachts hat sie vor Angst und Heimweh geweint.

Pikante Enthüllung Nr. 2:
Kai Pflaume ist berühmt für seine Pfannkuchen.


“Neue Post”, Nr. 26Exklusiv - Helene & Florian - Süße Überraschung nach der schlimmen Krise

Süße Überraschung? Schlimme Krise? Donnerwetter, was für ein Wechselbad der Gefühle, das Florian Silbereisen und Helene Fischer momentan durchleben! Denn “[j]etzt kämpfen sie zusammen gegen die Krise! In der bayerischen Heimat des Entertainers überfluteten Donau und Inn ganze Landstriche. Um zu helfen, trat Florian Silbereisen mit anderen Künstlern bei einer Spendengala zugunsten der Flutopfer auf. Helene wurde live zugeschaltet.” Na gut, soweit die, ähm, schlimme Krise der beiden. Aber wie kommt es zur süßen Überraschung? “Während der Entertainer in Graz seine Show moderiert, steht seine große Liebe Helene Fischer nur zehn Kilometer entfernt auf der Bühne in Unterpremstätten, singt dort beim ‘Sommer-Open Air’ ihre Hits.” Mensch, Sachen gibt‘s. Da könnte Helene nach ihrem Konzert doch glatt mal ihren Florian besuchen. Alles andere wäre grob fahrlässig: “Dass das Paar an einem Abend auf zwei Veranstaltungen in derselben Gegend auftritt, ist ein Wink des Schicksals.” Ja, “Neue Post”, und deine Geschichten sind immer wieder Schläge mit dem Zaunpfahl.


“Viel Spaß”, Nr. 26Helene Fischer - Schamlos ausgenutzt - Warum sie immer wieder den falschen Männern vertraut

Oh Mann! Krise, Überraschung und jetzt schon wieder Krise: Weil Helene Fischer bei einem Konzert kurzzeitig die Stimme versagte, bescheinigt die “Viel Spaß” der Sängerin kurzerhand den kompletten “körperlichen und emotionalen Niedergang”. Sie sei “abgekämpft” und “am Ende ihrer Kräfte”. Und Schuld daran sind allein: die Männer. Die “wichtigen Strippenzieher im Hintergrund”: “Ihr Manager, ihr persönlicher Betreuer, der Choreograf, der Konzertveranstalter. Männer, die offenbar immer wieder vergessen, mit welch zarter, sensibler Seele sie es zu tun haben”. Sie lassen die arme Helene knechten bis zum Umfallen und sonnen sich dann “im Glanz der schönen Fischerin”. Furchtbar, dieses Männerpack. Es gibt nur eine einzige “männliche Konstante, die Helene bedingungslos guttut” — klar: den lieben Flori. “Doch Zeit, sich in seine starken Arme fallen zu lassen und neue Kraft zu schöpfen, hat sie kaum noch.”


“Woche der Frau”, Nr. 26Howard Carpendale - Eklat im TV - So böse wurde er noch nie verhöhnt!

“Einfach unverschämt!” schnaubt die “Woche der Frau”. “Das hat er nicht verdient!”. Die Redaktion ist empört. Denn Howard Carpendale, so das Blatt, sei in der Sommer-Ausgabe von “Wetten, dass …?” von Markus Lanz und Cindy aus Marzahn “böse verhöhnt” worden: “Es war schon peinlich genug, dass der Sänger während der Show nicht auf der Couch saß – so wie es sich für einen Star seines Formats gehört – sondern nur im Publikum. Doch die Demütigung ging noch weiter. Als er für die Saalwette begrüßt wurde, stellte Cindy ihn nur als ‘Howard aus München’ vor. Frech: Die Komikerin fragte ihn sogar, was er beruflich macht? Spaß oder nicht – das war eine Beleidigung für seine tolle Karriere.” Ach Gottchen, “Woche der Frau”. Jetzt heul mal nicht rum. Wenn’s nicht gerade deinen geliebten Howie betrifft, hast du doch sonst auch nichts gegen dumme Witze, freche Beleidigungen und Demütigungen aller Art.


“Mehr Spass”, Nr. 7Henning Baum - Pikante Enthüllung - Braucht er wirklich das Geld?

Henning Baum macht Werbung für Buttermilch. “Und viele fragen sich: Hat der letzte Bulle so was nötig?”


“Mehr Spass”, Nr. 7Jörg Pilawa & seine Irina - Schock-Nachricht! - Eine wilde Schießerei zerstört ihre heile Welt

Vor drei Monaten eskalierte ein Streit in einem Hamburger Nachtclub. Schließlich schoss ein Mann einem anderen Mann ins Bein. All das passierte – oh Schreck! – im selben Stadtteil, in dem auch Jörg Pilawa wohnt. “Gut vorstellbar”, meint die “Mehr Spass”, dass “Vierfach-Papa Pilawa daraus Konsequenzen zieht. Und bald den Umzugswagen ruft.”


“Freizeit Monat”, Nr. 8Prinzessin Madeleine - Böses Erwachen nach der Hochzeit - Er trifft seine Ex wieder

Menno, das wäre doch so schön gewesen! Madeleine und Chris, das frischt vermählte Adelspaar, gemeinsam in der Villa Solbacken — ein “idyllisches Leben in der Heimat”. So und nicht anders hatte sich Madeleine die “Freizeit Monat” das vorgestellt. “Aber nö, ein Landleben kommt für den gnädigen Herrn O’Neill nicht infrage. Ebenso kühl wie kühn fordert er von Madeleine, ihr Zuhause aufzugeben” – und nach New York zu ziehen. Das Problem ist allerdings: “Dort hat ihr Göttergatte frauentechnisch eine Vergangenheit, die man delikat als komplex bezeichnen könnte. Zu viele Schwüre in Kissen gehaucht, Träume gestohlen und untergetaucht. Und ebendort begibt er sich nun in das Minenfeld zwischen blaublütiger Ehefrau und einer blutjungen Femme fatale namens Maryam Abdullina (27), Dessous-Model aus Usbekistan. Einer Verflossenen, mit der er fernmündlich sowie per SMS nach wie vor in regem Austausch steht. Madeleine plagen derweil Zweifel, ob die unstete Vergangenheit…” So, jetzt reicht’s. Wir gehen erst mal ein paar Schwüre ins Kissen hauchen.


“Freizeit Revue”, Nr. 26Prinzessin Madeleine - Baby in Gefahr! Mit fatalem Leichtsinn riskiert sie ihr neues Familienglück

Vielleicht liegt es ja am Stress um das frühere Liebesleben ihres Chris’ — jedefalls zieht Madeleine ab und zu mal “genüsslich an einem Glimmstengel [sic!]“. Und jeder weiß: Rauchen in der Schwangerschaft ist alles andere als gesund für das Kind im Mutterbauch. Also: “Baby in Gefahr!” Was aber nur die “Freizeit Revue” weiß: Dass Madeleine überhaupt schwanger ist.


“Das neue Blatt”, Nr. 27Ihre Gebete wurden erhört - [Logo von "Bauer sucht Frau"] Josef & Narumol - Ein Sohn! - Sie sind so glücklich

Sorry, liebe Josef-und-Narumol-Fans. “Ein Sohn!” ist leider ein bisschen übertrieben. Richtig wäre: “Ein Vielleicht-bald-mal-Schwieger-Sohn!”* Denn die 14-jährige Tochter der beiden hat jetzt ihren ersten Freund.

*Und nochmal sorry, liebe Josef-und-Narumol-Fans (und alle anderen Leser): Wir hatten zuerst “Vielleicht-bald-mal-Stief-Sohn” geschrieben, was natürlich Quatsch ist.


“Freizeit genießen”, Nr. 7Schauspieler Heino Ferch - Familiendrama geht unter die Haut

Bei Ferchs hängt der Haussegen schief, weil sich der Sohnemann ein Tattoo stechen lassen will.
Kleiner Spaß. Heino Ferch spielt demnächst “einen getrennt lebenden Vater”, der dringend eine OP braucht.


“Die neue Frau”, Nr. 24Erschütternde, neue Details - Helene Fischer - Niemals ein Baby?

Für “Die neue Frau” sieht es so aus, “als würde Helenes Lebensplanung wie ein Kartenhaus zusammenfallen”. Verantwortlich dafür sei “eine hübsche Blondine” – Beatrice Egli. Mit dem Auftauchen der “DSDS”-Gewinnerin sei “alles anders geworden.” Denn bisher sei “niemand süßer, talentierter, erfolgreicher” gewesen als Helene. “Und nun schwärmen auf einmal alle für die Powerfrau aus der Schweiz.” Für Helene bedeute das: “Wenn sie in nächster Zeit eine Babypause plant, riskiert sie damit ihre Karriere.” Oder mal ein bisschen grundsätzlicher ausgedrückt: “Es ist das Drama der berufstätigen Frau: Wer Karriere will, muss Präsenz zeigen. Ganz besonders im Showgeschäft. Die Konkurrenz schläft nicht und die Industrie will Umsatz machen.” Erschütternd.


“Die neue Frau”, Nr. 24Hochzeits-Schock! - Madeleine & Chris - Schwiegermama benimmt sich total daneben

Also wirklich! Da erdreistet sich die Mutter von Chris doch tatsächlich, “der Braut die Show” zu stehlen! Kommt da angestöckelt mit “ihrem auffälligen Hut”, den Juwelen, dem zu engen Kleid – und verstößt in ihrem schillernden Outfit gleich mal “gegen die wichtigste Regel […], die man im Umgang mit Königs beachten sollte: Sei nie auffälliger gekleidet, als die Monarchen selbst.” Ein “echter Hochzeits-Albtraum.” Schämen sollte sie sich!


“Freizeit Illustrierte”, Nr. 6/7So schön, so verliebt, so leidenschaftlich! - Iris Berben - Ihr privates Geheimnis

“Sie lüftet das Geheimnis ihrer Schönheit”, heißt es im Innern. Hmm. Lasst uns raten. Gesunde Ernährung? Fitnessstudio? Botox? “Nein, es liegt nicht daran, dass sie regelmäßig und genug Wasser trinkt. Oder sich mit Sport fit hält oder eincremt oder sonstwas anstellt. Dass sie sich heute jünger fühlt als vor 20 Jahren, hat einen einfachen Grund. […] in erster Linie ist es ihre Lust am Leben.” Wow. Was für ‘ne Knallerstory. Nur gut, dass du das Potenzial erkannt und sofort eine Titelgeschichte draus gemacht hast, liebe “Freizeit Illustrierte”. Aber wundern tut’s uns nicht — immerhin bist du, wie du auf dem Cover ja selbst verkündest, “DAS einzige ORIGINAL!” und “Einmalig gut!”



“Mehr Spass”, Nr. 6Oliver Geissen & Tina Plate - Psycho-Drama! - Eine unheilbare Krankheit bedroht ihren gemeinsamen Sohn
Heuschnupfen.


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Ausflug nach Oberheuslingen

Ausflug nach Oberheuslingen

Holla, “Das Neue Blatt”, da hast du aber wirklich zwei deiner besten Leute losgeschickt, um mal so richtig unheimliche Dinge über Maike Kohl-Richter herauszufinden.Exklusiv! Helmut Kohl - Die unheimliche Vergangenheit seiner FrauDein “Exklusiv!”-Versprechen hältst du dieses Mal sogar. Geht aber auch gar nicht anders. Denn auf eine solch dämliche Idee kann man wirklich nur exklusiv und ganz alleine kommen:

Nicht nur Kohls langjährige Wegbegleiter fragen sich: Wie nur wurde diese Frau so scheinbar unbarmherzig, wie sie ist? DAS NEUE BLATT ging auf Spurensuche.

Die Mitarbeiter von “Das Neue Blatt” sind sich tatsächlich für nichts zu blöd. Und so begaben sich Showressort-Häuptling Jacqueline Müller und Aushilfs-Ledersohle Ulrike Hagemann auf “Spurensuche”.

Die führte ins Siegerland zum 930-Seelen-Dorf Oberheuslingen. Hier wuchs Maike Richter mit zwei jüngeren Brüdern und einer älteren Schwester auf.

Das Nachsteller-Duo Müller/Hagemann auf Recherchereise.

Sie sprachen mit “Nachbarn”, deren Namen sie nicht nennen.
Sie sprachen mit einer “ehemalige[n] Haushaltshilfe der Richters”, deren Name sie nicht nennen.
Sie sprachen mit “Mitschüler[n]“, deren Namen sie nicht nennen.
Sie sprachen mit einem “Ehepaar, das schräg gegenüber der Richters wohnte”, dessen Namen sie, richtig geraten, nicht nennen.

Hier die banalsten unheimlichsten Ergebnisse des Redaktionsausflugs nach Oberheuslingen:

Das freistehende Haus ließen sie [die Richters], wie zur Abwehr, mit hohen Bäumen zuwuchern.

Maike war schon früh mehr der burschikose, ungeschminkte Typ und umgab sich kaum mit Gleichaltrigen.

Auf Mitschüler wirkte Maike fast unheimlich: “Sie flirtete nicht, ging nicht in die Disco, interessierte sich nur für Politik — und Politiker.”

Ach ja, Müller und Hagemann, dass ihr beide Politik-Interesse unheimlich findet, können wir uns nur zu gut vorstellen.

Ihr interessiert euch eher für Gebäude und Ortsschilder:

Das Neue Blatt auf Spurensuche im Siegerland - Elternhaus - In diesem Einfamilienhaus verbrachte Maike Richter ihre Kindheit. Isoliert und abgeschottet. Die Eltern sind inzwischen an die Ostsee gezogen

Ihre Schule - Einen bleibenden Eindruck hinterließ sie dort nicht. Kein Lehrer konnte sich an die Jugendliche erinnern, nur an ihre Brüder. Obwohl Maike hier Abitur machte, dann in München Volkswirtschaft studierte

Das Dorf - Das Leben in der Ortschaft in Nordrhein-Westfalen ist beschaulich. Es gibt keine Geschäfte, keine Kirche, dafür rundherum sehr viel Natur

(Unkenntlichmachungen von uns.)

Fassen wir zusammen: Ihr habt ein Haus gefunden, in dem niemand aus Maike Kohl-Richters Familie mehr wohnt. Ihr habt eine Schule gefunden, an der sich niemand mehr an Maike Kohl-Richter erinnert. Und ihr habt herausgefunden, dass es in Oberheuslingen eine Menge Natur gibt.

Na, die Reise hat sich doch mal richtig gelohnt.


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Verrenkungen der Woche (6)

Verrenkungen der Woche (6)

Sorry, wir sind ein bisschen spät dran. Verrenkungen der Woche trifft es jetzt nicht mehr so ganz. Aber sei’s drum. Und ab dafür:Helene Fischer und Florian Silbereisen - Verführerische Versuchung - Jetzt wird sich zeigen, ob sie ihn wirklich liebt

Glückwunsch, “Woche der Frau”! Das ist nicht nur eine der pleonastischsten Schlagzeilen, die wir je gelesen haben, sondern auch einer der bescheuertsten Artikel überhaupt.
Denn die “verführerische Versuchung” besteht darin, dass Helene Fischer angeblich als Jury-Mitglied für die Castingshow “Voice of Germany” im Gespräch ist. Und die “Woche der Frau” weiß: Florian Silbereisen wird wohl “das Nachsehen haben. […] Denn: Sitzt seine Freundin in der Jury einer Casting-Sendung, geht das sicherlich zu Lasten des gemeinsamen Privatlebens. Die sowieso schon knappe Zeit würde auf ein Mikro-Minimum schrumpfen […].” Ein Mikro-Minimum. Soso. Na, “hoffentlich bleibt ihr Schatz dabei nicht auf der Strecke”.


Andreas Gabalier - Liebes-Geheimnis endlich gelüftet - So verwöhnt er seine Traumfrau

Andreas Gabalier ist zwar immer noch Single, aber in einem Interview hat er verraten, wie er seine Traumfrau verwöhnen würde, sollte er sie denn jemals treffen: Mit einem “Dinner zu zu zweit bei Kerzenschein”. Kochen kann er außer Rührei und Käsebroten zwar nichts, dafür aber “Wäsche waschen” und “ganz ordentlich” bügeln. Danke, “Woche der Frau”, dass du dieses “Liebes-Geheimnis endlich gelüftet” hast.


Liebes-Sensation - Christine Neubauer - Blitz-Hochzeit: Ihr heimliches Ja-Wort

In einem Interview wurde Christine Neubauer gefragt, “ob das Thema Hochzeit für sie passé” sei. Sie antwortete: “‘So krass will ich das nicht ausdrücken. Ausgeschlossen ist das nicht. Wer weiß, was das Leben für einen bereithält.’” Die “Revue der Woche” sieht in diesen Sätzen “nichts anderes als ein, sagen wir, etwas umständlich formuliertes Ja-Wort”. Und wir sehen in der Schlagzeile nichts anderes als eine, sagen wir, etwas umständlich formulierte Lüge.


Christian Wulff - Endlich! - Abrechnung mit seiner jungen Frau

Was das “Endlich!” für eine “Abrechnung” sein soll, verrät die “Freizeit Monat” nicht. Sie verrät auch sonst nichts, sondern fasst lediglich den Fall Wulff noch mal zusammen (“Job weg, Frau weg, Haus weg”) . Dabei erwähnt das Blatt interessanterweise auch den “letzten großen Zapfenstreich” des Ex-Bundespräsidenten: “Vom Musikkorps hatte er sich ‘Over the Rainbow’ gewünscht. Das Lied erzählt, dass es ein Paradies gibt, jenseits des Regenbogens.” Moment mal, ihr alten Lyricsgoogler von der “Freizeit Monat”. Erkennen wir da etwa einen Hauch von Selbstreflexion? Wenn das Paradies “jenseits des Regenbogens” wartet – was wartet dann direkt unter dem Regenbogen, also da, wo ihr euch so tummelt?


Die Queen dankt ab - William oder Charles - Ungleicher Kampf um die Krone!

Die Leute von der “Freizeit Monat” grübeln sich schon seit Wochen die Köpfe heiß über der Frage, wer denn nun “die Krone übernehmen” soll, “wenn die Queen mal nicht mehr kann”. Nun, wie wär’s denn mit Prinz Charles, “der seit Jahrzehnten auf der Ersatzbank darauf wartet, seinen Job machen zu dürfen? Nö, Volkes Stimme wünscht sich Wil-liam [sic][...].” Und die “Freizeit Monat” offenbar auch. Denn für sie ist Charles “ein Sonderling geworden, der seine großen Ohren den Blumen zuneigt, um das zarte Aufbrechen der Blüten zu hören, oder wahlweise mit Kohlköpfen spricht.” Der Informationswert eines solchen Kohlkopfgesprächs dürfte in etwa genauso hoch sein wie die Lektüre der “Freizeit Monat”.


Michelle Hunziker - Sie schockt ihre Tochter

Denn die schwangere Moderatorin hat gesagt, ihr sei es zwar “eigentlich egal”, ob sie einen Jungen oder ein Mädchen bekommt, doch sie würde auch gerne mal “das Gefühl spüren, einen Sohn zu haben” – “Ein Schlag ins Gesicht ihrer Tochter Aurora”!


Ausriss: "Freizeit Aktuell", Nr. 6/2013

Die “Freizeit aktuell” ist erschüttert. Denn Christine Neubauer habe in einem Interview mit einem anderen Regenbogenheft “plötzlich über die Zukunftspläne ihres Sohnes” hergezogen, ihn “vollkommen lächerlich” gemacht und “in aller Öffentlichkeit furchtbar” bloßgestellt. Denn auf die Frage, “was sie dazu sage, dass [ihr Sohn] sich jetzt als Gastronom in der Münchner Innenstadt versuchen möchte”, antwortete die Schauspielerin “lapidar”: “‘Mein Sohn ist jetzt ein erwachsener Mensch. Zu diesem Berufswunsch bin ich aber nicht gefragt worden. Ich hoffe, dass es auch wirklich sein Traum ist.’ Und fügt mit beinahe gehässigem Unterton [woher das Blatt das wissen will, sagt es nicht] hinzu: ‘Club-Besitzer ist ein knallharter Job. Da muss man mal richtig arbeiten.’ Harter Job? Richtig arbeiten? Klingt fast so, als ob Christine Neubauer ihrem Sohn nicht zutrauen würde, sein eigenes Geld mit ehrlicher Arbeit zu verdienen. Schlimmer: Als würde sie ihm unterstellen, er habe bislang nicht einen Finger krumm gemacht – sich stattdessen auf den Lorbeeren seiner berühmten Mutter ausgeruht. Wie kann sie ihr einziges Kind nur so demütigen?”
Jetzt mal im Ernst, “Freizeit aktuell”: Wieso regst du dich so auf? Mit Demütigungen, Bloßstellungen und absurdesten Unterstellungen hast du doch sonst auch kein Problem.


Semino Rossi - Liebes-Tragödie - Die ganze Wahrheit über seine angeblich glückliche Ehe

Die Gerüchteküche um Semino Rossi brodelt mal wieder – “und zwar heftiger denn je. Doch dieses Mal ist alles anders! Denn dieses Mal liefert Rossi höchstpersönlich den Grund für wilde Spekulationen.” Angesprochen auf sein Eheleben sagte der Sänger nämlich: “Jede Woche Rosen wäre nicht ehrlich”.
Wenn Sie jetzt denken: “Ist doch kein Grund zur Besorgnis”, dann passen Sie gut auf: “Es ist ein Satz, der aus dem Munde eines ‘normalen’ Mannes natürlich kein Grund zur Besorgnis wäre. Bei Semino Rossi hingegen klingt der Satz nach einer bitteren Tragödie. Immerhin gehört der Schlager-Star zu den größten Schmusebarden Deutschlands! Verkauft Alben mit den vielversprechenden Zeilen: ‘Tausend Rosen für Dich’ und ‘Rot sind die Rosen’.” Also wirklich, Semino! Nena hat ihren Lovern schließlich auch jede Woche 99 Luftballons geschenkt.


Maxima der Niederlande - Schock nach der Krönung - Nichts ist mehr so, wie es war - Angst um ihre süße Tochter

Streng genommen ist im niederländischen Königshaus tatsächlich nichts mehr so, wie es war. Denn seit Beatrix Ende April abgedankt hat, ist Maxima nun Königin – und deren Tochter Amalia “die jüngste Thronfolgerin der Welt”. Maximas “heimliche Angst um die kleine Amalia” ist allerdings nichts anderes als die Frage: “Wird die künftige Kronprinzessin ihre neue Rolle verkraften?”


Uschi Glas - Todesangst? - Jetzt nutzt sie jeden Tag ihres Lebens

Die Überschrift beruht auf zwei Aussagen in einem Interview:
“Frau Glas, haben Sie Angst vor dem Tod? – Nein, der Tod ist für mich etwas ganz Realistisches.”
Außerdem habe sie sich schon früh mit dem Thema Hospizarbeit auseinandergesetzt, darum wisse sie auch, “wie wichtig es ist, jeden Tag zu nutzen”. Kurzum: Todesangst? Nein.


Andreas Gabalier - Plötzlich Papa von fünf Kindern - Der Tag, der sein Leben veränderte

Die jungen Eltern Anita und Harald wurden zum Muttertag von Carmen Nebel überrascht: Sie durften Nebels Show besuchen und einen “kinderfreien Tag genießen”. Währenddessen spielte Andreas Gabalier den Babysitter für die fünf Kinder des Paares. Für die “Woche der Frau” steht fest: “Dieser Tag verändert sein ganzes Leben!”


Semino Rossi - Geheime Hochzeitspläne - Wie sagt er das seiner Frau?

Keine Angst, Frau Rossi. Ihr lieber Semino hat keine Andere. Die geheimen Hochzeitspläne gelten nämlich nur einer Frau: Ihnen. Semino plant angeblich, Ihnen in Kürze “noch einmal das Ja-Wort” zu geben. Er weiß nur noch nicht, wie. Sorry, wenn wir die Überraschung jetzt kaputtgemacht haben.


Schockierende Enthüllungen über ihren Verlobten - Prinzessin Madeleine - Oh Gott, platzt jetzt die Hochzeit?

Berechtigte Frage, immerhin sehen “nicht einmal Astrologen […] die Verbindung unter einem guten Stern!” Irgendein “Experte” meint, diese Beziehung sei “alles andere als krisenfest”. Und eine “Schweizer Astrologin” fragt sich, “ob er nicht noch einen Rückzieher macht.” Du triffst es im Grunde schon ganz gut, “neues Blatt”: Oh Gott.


Michelle Hunziker - Baby-Tragödie - Macht sie uns allen was vor?

Dieser Artikel beruht allen Ernstes darauf, dass die schwangere Michelle Hunziker mal gesagt hat, ihre 16-jährige Tochter Aurora freue sich sehr auf das Baby und werde “eine stolze Schwester sein”. Wie kommt die “Mehr Spass”-Autorin also jetzt auf so eine absurde Schlagzeile? Nun, die Argumentation lautet wie folgt. Erstens: Als große Schwester muss man immer vernünftig sein, während kleinere Geschwister “Narrenfreiheit haben. Eine undankbare Rolle, die Aurora nicht gefallen kann”. Zweitens: Aurora steckt “mitten in der Pubertät […], einer Phase, in der man chronisch unzufrieden mit sich selber ist. Und drittens: “Auroras Position in der Patchwork-Familie. Für Mamas Neuen […] ist sie nur die Stieftochter, und auch Papa Eros (49) hat ein neues Kind mit einer anderen Frau …”
(Was dieser dritte Punkt soll, haben wir noch nicht so ganz verstanden. Und was dieser ganze Artikel überhaupt soll, erst recht nicht.)


Helene & Florian - Jetzt lüften sie ihr privates Geheimnis

Helene und Florian sind beide viel unterwegs. Termine, Reisen, Auftritte. “Aber dennoch gelingt es ihnen, sich trotz aller Trennungen ganz nahe zu bleiben. Wie das geht? Dieses Liebesgeheimnis lüftete Helene jetzt in einem Interview: ‘Wir telefonieren ständig und schreiben uns Kurznachrichten. Florian und ich müssen uns täglich hören und wissen, was der andere gerade macht.’”
Verblüffend, “goldenes Blatt”. Einfach nur verblüffend.


Andrea Berg - Verborgene Leidenschaft

Kochen.


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Das Drama vor der Geburt

Das Drama vor der Geburt

Kate ist schwanger, in wenigen Wochen steht die Geburt ihres Kindes an.

Bei der Regenbogenpresse haben schon jetzt die Frühwehen eingesetzt. Die Redaktionen verfallen langsam dem Schwangerschaftswahn.

Die “Neue Freizeit” bringt es selbst auf den Punkt:

Es ist noch nicht auf der Welt und längst ein Superstar. Keinem anderen Baby auf unserem Erdball wird derzeit so entgegengefiebert, wie dem von Kate (31) und William (30). Im Juli soll es soweit sein.

Diese Ergüsse kommen zustande, wenn in den Regenbogenredaktionen zwei Monate vorher die Fruchtblase platzt:

(Klicken Sie für eine vergrößerte Version.)kate

Ganz ruhig und tief durchatmen, alte Regenbogen-Hyperventilierer. Bald ist wieder Hechelkurs.


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Verrenkungen der Woche (5)
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Verrenkungen der Woche (5)

Gestern angekündigt, heute online: Teil zwei der aktuellen Verrenkungen der Woche!Stefanie Hertel - Am Boden zerstört - So hilft ihr Frank Elstner aus dem Tief

Bei Stefanie Hertel laufe es beruflich nicht mehr so richtig, findet die “Freizeit Woche”. Aber: “Dieses Dilemma hat scheinbar auch Frank Elstner (71) mitbekommen”. Und der helfe Hertel jetzt. Eine “überraschende Verbindung”, wie die Redakteure finden. Ja, liebe Berufsverdreher der “Freizeit Woche” — könnte vielleicht daran liegen, dass es in diesem Fall so gut wie keine Verbindung gibt zwischen den beiden. Nur diese eine Aussage Elstners, als er mal nach Hertels möglicher TV-Karriere gefragt wurde: “‘Sie macht das toll, steht ja von klein auf auf der Bühne. Und der Mensch wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben’, sagt er.” Na gut, immerhin gesteht ihr ein paar Zeilen später, dass ihr ziemlich im Trüben fischt: “Die Zeichen stehen schlecht — wenn da nicht Frank Elstner im Hintergrund die Fäden ziehen würde. Das zumindest könnte man vermuten.” Genau. Könnte man aber auch nicht vermuten.


Stefanie Hertel - Schock-Fotos im Internet - Muss sie ihre Tochter jetzt vor Lanny beschützen?

Die “Freizeit Spass” hat sich derweil einen ganz anderen Skandal um Stefanie Hertel ausgedacht: Ihr Freund Lanny habe “Schock-Fotos im Internet” gepostet. Das Blatt fragt: “Muss Stefanie ihre Johanna (11) nicht vor diesem Mann schützen?”
Und so sieht es aus, das böse, ordinäre Schock-Foto:
[Foto von Lannys Facebook-Seite; Vogelfutter in Penisform] - Stefanies Liebster Leopold Lanner findet dieses Foto (l.) toll. Er hat es auf seine "facebook"-Seite gestellt.Also wirklich, Lanny!


Sensationelle Enthüllung - Stefanie Hertel - Stefan holt sie zu sich zurück

Ein Glück! Wenn Stefanie wieder mit ihrem Ex zusammenkommt, muss sie ihr Kind wenigstens nicht mehr dem versauten Lanny anvertrauen. Doch leider zu früh gefreut: Ein “Liebes-Comeback”, schreibt die “Neue Post” selbst, “ist allerdings ausgeschlossen.” Was nichts daran ändert, dass Stefan seine Stefanie tatsächlich zrückholt — und zwar für einen Auftritt in seiner Fernsehshow.


Jetzt übertreibt die Arbeitsministerin aber - Ursula von der Leyen - Sie schläft sogar im Büro

Die “frau aktuell” wie immer voll dabei: “Berlin, Arbeitsministerium, 6 Uhr früh. [...] Nur in der Chef-Etage sind schon Geräusche zu hören — was ist denn da los? Des Rätsels Lösung: Ursula von der Leyen (54) ist gerade aufgestanden — ja, die Ministerin schläft im Büro!” Also, ihr alten Schummler der “frau aktuell”, jetzt überlegt einmal ganz scharf: Wenn Ursula von der Leyen ein “Apartment im Ministerium” hat und dort schläft — was stimmt dann an eurer Überschrift “Sie schläft sogar im Büro” nicht so ganz? Na, dämmert’s?


Milva: Fans in großer Sorge - "Ich bin nur noch eine halbe Portion!"

Auch ein guter Trick, ihr Schreiber der “Freizeit für die Frau”: Einfach ein Foto der Sängerin und Schauspielerin Milva abdrucken, auf dem sie recht schmal aussieht, und sie dazu in der Titelzeile sagen lassen, sie sei nur eine halbe Portion. Und dann im Artikel das richtige Zitat zu bringen: “‘Ich bin nur noch eine halbe Person [Hervorhebung durch uns]. Jetzt ist es schon mein zweites Bein, das nach einem Sturz in Stücke zerbrochen ist.’” Irgendwie haben wir das blöde Gefühl, ihr wolltet uns übers Ohr hauen.



Dabei war es doch die ganz große Liebe - Josef & Narumol - Scheidungs-Schock!
Oh Nein! Es war doch die ganz große Liebe! Und jetzt der Scheidungs-Schock! Aber keine Bange, liebe Fans von Bauer Josef. Er und seine Narumol sind verliebt wie eh und jeh. Der “Scheidungs-Schock” bezieht sich auf die Trennung von “Bauer Markus und seiner Frau Jennifer”. Denn die war “ein richtiger Schock” für Josef und Narumol.


Andre Agassi - Eifersuchts-Drama - Wollte Boris Becker ihm seine Frau wegnehmen?

“Die neue Frau” ist immer noch ganz aufgekratzt von dem, was Andre Agassi da enthüllt hat: “Erstmals erzählte der sonst so besonnene Sportler jetzt von einem Erlebnis, das ihn so richtig auf die Palme brachte. Ein wahres Eifersuchts-Drama!” Dabei beruft sich das Heftchen auf ein Interview in der “Bild am Sonntag” (zitiert daneben aber auch aus einem “Welt”-Interview, das bereits über drei Jahre alt ist). Der unglaubliche Vorfall: “Während eines wichtigen Spiels warf Boris [Andres] Frau Luftküsse zu. Für Agassi eine Kriegserklärung”. Und für “Die neue Frau” ein Grund, selbst fünfzehn Jahre später immer noch eine ganzseitige Geschichte daraus zu basteln.


Markus Lanz - Pikante Enthüllung - Steht seine Ehe jetzt vor dem Aus?

Oh, oh! Was ist denn da bei Markus Lanz los? Die “Viel Spaß” wird doch nicht ohne Grund in einer ihrer beliebten Fragenzeichen-Aussagen nachhorchen, ob “seine Ehe jetzt vor dem Aus” steht? Ach, doch. Genau das tut das Schmierblatt. Denn der Grund fürs mögliche Lanz-Ehe-Aus soll seine Abenteuerlust sein. Die Katastrophenforscher der “Viel Spaß” sind sich sicher: “Dass er damit nicht nur sein Leben, sodern vor allem seine Ehe mit Angela (29) aufs Spiel setzt, scheint dem ehrgeizigen TV-Moderator vollkommen egal zu sein.” Da war zum Beispiel die mördermäßige Wrestling-Showeinlage bei “Wetten, dass..?” neulich, in der er sich “beinahe die Lungenflügel zerquetschen ließ”. Er habe “dem Tod ins Auge” geblickt. Oder sein eisklates Bad im Bodensee. Brrrrr. Die “Viel Spaß” kann da nur an die arme Frau von Markus Lanz denken: “Auch diese waghalsige Aktion musste die zarte Brünette live miterleben.” Da gibt’s nur eine logische Konsequenz: “Böse Zungen behaupten: Lange wird sie sich seinen übertriebenen Ehrgeiz nicht mehr mit ansehen.” In welcher Redaktion diese bösen Zungen sitzen, wissen wir ja jetzt.


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Verrenkungen der Woche (4)

Verrenkungen der Woche (4)

In dieser Woche hat die Regenbogenpresse mal wieder verrenkt, was das Zeug hält. Dabei ist so viel Mist rumgekommen, dass wir die Verrenkungen der Woche aufteilen: Heute kommt der erste Schwung, morgen dann der zweite.

Und damit geht’s auch schon los.Harry & seine Cressida - Hurra! Ein Junge

“Die Sensation ist perfekt! In England überschlagen sich die Neuigkeiten zu Harrys Liebesglück mit Cressida”. Und “Das goldene Blatt” hyperventiliert mit. Ist aber nur zu verständlich, dass man mal aus dem Häuschen ist, wenn man solche Informanten hat: “Erst kürzlich wurden Harry und Cressida (28) zusammen in einer Londoner Buchhandlung gesehen. Ein völlig überraschter Kunde: ‘Sie stöberten Händchen haltend in Büchern für werdende Mütter. Dann konnte sich Cressida nicht von einem Ratgeber über Säuglinge losreißen. Und schließlich kauften sie ein ganz besonderes Buch: Einen kleinen Band mit Vorschlägen für Jungennamen!’” Na, dann mal alle zusammen: “Hurra!” Polonäse auf dem Redaktionsparkplatz.


Prinzessin Victoria - Neue Nieren-Transplantation? - Ihr Daniel ist bereits in der Klinik

Die “Freizeit Spass” hat recht: Daniel war tatsächlich “in der Klinik”. Allerdings nicht, weil es ihm schlechtging, sondern weil er dort zum “Informationsbesuch” geladen war: Ihm wurden “die fortschrittlichen OP-Methoden erklärt und neue Geräte vorgeführt”. Eine “neue Nierentransplantation” steht wahrscheinlich dennoch an — aber erst in frühestens viereinhalb Jahren.


Maite Kelly - Überraschendes Ehegeständnis

Maite Kelly ist jetzt schon seit acht Jahren mit ihrem Mann Florent Raimond verheiratet. Höchste Zeit also, bei den Beichtvätern der “Freizeit direkt” mal ein “Ehegeständnis” abzulegen. Aber bei einem solchen Blatt muss es natürlich schon ein “überraschendes” sein. So ein Kaliber zum Beispiel: “‘Man muss einen kleinen privaten Garten haben, wo man immer wieder die Leidenschaften zu zweit pflegen kann’, schmunzelt Maite.” Hihi. Doch damit nicht genug. So richtig überraschend ist das nächste Geständnis, dass die “Freizeit direkt” aus Maite Kelly rauskitzelt: “Zudem sollte man nicht ständig rumnörgeln — schon gar nicht wegen der Hausarbeit. ‘Florent sieht den Staub auf der Schrankwand nicht. Er hat eine sooo rosarote Brille auf’, lacht Maite.” Wir hätten da auch noch einen gut gemeinten Tipp: Wenn man als Künstler und Zeitschrift eine neue CD promoten will, kann man auch ganz klassisch eine Anzeige schalten, anstatt solche Belanglosigkeiten zu verbreiten.


Estelle von Schweden - Warum ihre Oma sie nicht sehen darf

“Darf” ist nicht ganz richtig, liebe Leute vom “neuen Blatt”. “Kann” hätte es eher getroffen. Denn Estelles Oma wohnt “gut 200 Kilometer von der Enkeltochter entfernt”.


Hansi Hinterseer - seine geheime Sehnsucht

Das klingt aber spannend, was “Das goldene Blatt” da wieder ausgegraben hat. Also, spannt uns nicht länger auf die Folter. Raus mit der Sprache: Was ist los mit dem Hinterseer? “Seine geheime Sehnsucht ist das Meer! Was für eine Überraschung.” Oh ja, überraschend. Aber auch beängstigend — “der romantische Sänger” wird seiner heilen Bergwelt doch nicht untreu? “Keine Panik — Hansi wird jetzt keine Wasserratte!”


Stefanie Hertel - Erwischt! Ihr Lanny küsst eine andere - Und im Internet prahlt er auch noch damit

“Langsam wandert seine Hand unter ihren BH-Träger, streift ihn von seiner Schulter. Er küsst sie, hat die Augen dabei genießerisch geschlossen. Ein Bild voller Leidenschaft, voller explosiver Erotik. Ein Bild, das Stefanie Hertel das Herz zerreißen muss. Denn der Mann, der sich da so leidenschaftlich mit einer anderen Frau beschäftigt, ist niemand anders als ihr derzeitiger Lebenspartner Lanny Isis (38).” Nanu? Was ist denn da los? Lanny, du alter Herzensbrecher, du wirst doch nicht etwa…? Das Blatt erklärt: “Keine Frau wird ihren Freund gern in den Armen einer anderen sehen. Selbst, wenn es wie hier nur ‘Werbebilder’ für einen Energy-Drink sind.” Puh, Glück gehabt!


Roland Kaiser - Ist er seiner Frau wirklich treu?

Aber bei dir, Roland Kaiser, alter Schwerenöter — da hat die “Freizeit direkt” doch was rausgefunden, oder? Du nennst deine aktuelle Live-Tournee “Affären”? Und dann auch noch das hier: “Affären seien für ihn heute ‘temporäre Beziehungen, pikant, leidenschaftlich, mit dem Orchester, mit dem Publikum, mit einer Stadt.’ Und nicht mehr mit einer anderen Frau.” Da stellt sich auch für uns unweigerlich die Frage: Bist du deiner Frau wirklich treu? Scheint so.


Herzogin Kate - Hinterhältiger Brandanschlag - + Aber der Hof nimmt die Bedrohung nicht ernst +

Keine Sorge, liebe Kate-Fans, der Herzogin geht’s gut. Der “Brandanschlag” galt auch nicht direkt ihr, sondern einem Spielplatz. Nachdem das Königshaus angekündigt hatte, dass Kate eine Grundschule in Manchester besuchen wolle, zündeten Unbekannte den Spielplatz auf dem Schulgelände an. Der Besuch soll laut einer Stellungnahme einer Sprecherin trotzdem stattfinden. “Die neue Frau” meint: “Unfassbar!”


Helene Fischer - Für die Fans riskiert sie ihr Leben

Tapfere Helene Fischer — für ihre Anhänger macht sie wirklich alles. Das bringt nicht nur die “Freizeit Woche” zum Staunen. Aber warum eigentlich? “Für ihre Fans riskiert sie ihr Leben. Obwohl zu Tode erschöpft, gibt sie nach jedem Auftritt noch fleißig Autogramme.” Das klingt in der Tat nach Todeskampf.


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Verrenkungen der Woche (3)

Verrenkungen der Woche (3)

Erst die dritte Folge — und schon eine Weltpremiere!

Voller Stolz dürfen wir Ihnen heute zum allerersten Mal eine Überschrift präsentieren, die — jetzt halten Sie sich fest! — zu einhundert Prozent der Wahrheit entspricht. Echt jetzt!

Aber kümmern wir uns doch zuerst um die, nun ja, nicht ganz so wahren Geschichten. Willkommen zu den Verrenkungen der Woche.

Saskia Vester (53) - Ihre 5 großen Geheimnisse

Saskia Vester ist eine deutsche Schauspielerin. Und wie die “Echo der Frau” findet, ist es “kaum zu glauben, aber wahr! Saskia Vester hat es geschafft, sich in ihrer Karriere noch ein paar Geheimnisse zu bewahren.” Doch die “Echo der Frau” ist ein Regenbogenheftchen erster Güte. Und so ist es der Redaktion “nun gelungen, ihr diese zu entlocken.” Na, dann schießt mal los:
- Saskia Vester hat keine Angst vor dem Zahnarzt.
- Ihre Katze Lui benimmt sich manchmal wie ein Hund.
- Wenn sie ihren Mann mit einem Tier vergleichen müsste, wäre er ein Delfin.
- Vesters Tochter lebt noch bei ihr daheim. Das ist immer ganz lustig.
- Ihr Sohn ist der Liebe wegen nach Kopenhagen gezogen.
Recht hast du, “Echo der Frau”: kaum zu glauben.


Über Nacht kam die Ernüchterung... - Stefan Mross - Wird er aus seinem Liebesnest vertrieben?

Irgendwo in der Nähe von Stefans Haus wird irgendein anderes Haus gebaut. Und “anstatt auf Berge, blicken er und [Freundin] Susanne jetzt von ihrem schönen Balkon auf eine chaotische Baustelle”. Die “Woche der Frau” stellt resignierend fest: “Auch Stefanie kann ihm nicht mehr helfen”.


Schlaganfall - Benedikt XVI. - Sein trauriges Ende

Ex-Papst Benedikt soll tatsächlich mal einen Schlaganfall erlitten haben — vor 22 Jahren. Und selbst das ist bis heute nur ein Gerücht. Offiziell heißt es, er sei damals gestürzt. “Das neue Blatt” hat jetzt irgendeinen “Chirurgen” aus Rom aufgetrieben, der behauptet, Benedikt zeige (wieder) Anzeichen eines Schlaganfalls: “‘Er ist sehr unsicher auf den Beinen, das linke Auge ist halb zugefallen.’” Das Heft schlussfolgert: “Es scheint fast so, als ob der Herr ihn bald zu sich rufen würde …” Es scheint fast so, als ob “das neue Blatt” es kaum erwarten könnte …


Halle Berry - Unfassbar - Für ihren Geliebten riskiert sie ihr Leben

Halle Berry schwebt in “Lebensgefahr”. Denn — sie ist schwanger. Und als 46-jährige Diabetikerin kann so eine Schwangerschaft ganz schön “lebensbedrohliche Folgen” haben, weiß die “Viel Spaß”. Und fragt: “Wieso geht Halle Berry solch ein hohes Risiko ein? Versucht sie etwa, ihren Geliebten mit einem Baby für immer an sich zu binden?” Das Blatt meint: “Unfassbar”. Meinen wir auch.


Da bahnt sich eine Tragödie an ... Michelle - Ist sie seelisch total am Ende?

“Was ist nur los mit Michelle?”, fragt die “frau aktuell”. “Ist sie seelisch total am Ende?” Eine berechtigte Frage — immerhin ist Michelle hin und wieder “zu spät zu ihren Auftritten” gekommen. Auch Zugaben sind nicht mehr so “ihr Ding”. “Und dann diese Text-Aussetzer, die sie immer hat! Das kann sich eine Schlagersängerin nun wirklich nicht leisten.”
Wir wünschten, auch die “frau aktuell” hätte mal einen Text-Aussetzer. Einen, der bis in alle Ewigkeit anhält.


Schockierende erotische Fantasien - Boris Becker - Hat er seine Lilly nicht genug gequält?

Boris Beckers Twitter-Account ist für die Regenbogenpresse die reinste Skandalfundgrube. Wenn man ehrlich ist (und vor allem: wenn man sich mal anschaut, was der Sportler da den lieben langen Tag so treibt), ist das auch kein Wunder. Dass irgendein Blättchen diesen, diesen und diesen Tweet früher oder später dazu benutzen würde, irgendeine empörte Schlagzeile zu stricken, war abzusehen.
Also, lieber Boris, wenn wir dir einen Rat geben dürfen: Lass doch diese Erotik-Tweets und kümmere dich stattdessen weiter um die wichtigen Dinge des Lebens.


Hansi Hinterseer - Familiengeheimnis gelüftet

“Familiengeheimnis gelüftet”? “Drama um seine leibliche Mutter”? “Weil aber nun ein Verwandter geplaudert hat, wissen wir jetzt, was wir eigentlich nicht wissen sollten”? Na los, “Meine Freizeit”, raus mit der Sprache: Was ist das los bei Schlagerstar Hansi Hinterseer? “Seine leibliche Mutter ist” … ja!? … “Brasilianerin.” Potztausend!


Charlène von Monaco - Sensationelles Liebes-Interview

Wenn eine Person regelmäßig die volle Ladung Dreck abbekommt, die die Regenbogenpresse fröhlich über Prominente und Adlige ausschüttet, dann ist es Charlène von Monaco. Die “Freizeit heute” hat nun ein “sensationelles Liebes-Interview” über die Fürstin und ihren Mann Albert gedruckt. Aber was ist so sensationell an diesem Interview? Dass es sich hier um einen Artikel handelt, der das Paar tatsächlich mal in einem positiven Licht erscheinen lässt? Dass Charlène überhaupt noch mit irgendeinem dieser Schmuddelautoren spricht? Nein. Wirklich sensationell an dem Interview ist die Frechheit, mit der die “Freizeit heute” eine Geschichte verdreht. Denn das Blatt führte das Interview nicht etwa mit Charlène. Und auch nicht mit Albert. Sondern mit Andre Venter. Der ist Bassbariton der südafrikanischen Band “Romanz” und trat mit seinen Kollegen bei der Hochzeit des Fürstenpaares auf.


Prinzessin Madeleine - Gefährlicher Flirt vor der Hochzeit?

Folgende Situation: “Sie umarmen sich und küssen sich zärtlich auf die Wangen. Wie ein frisch verliebtes Paar werfen sich die beiden mitten in New York immer wieder Blicke zu.” Das klingt doch wie … genau, findet jedenfalls die “Neue Welt”: “Riskiert Madeleine etwa einen gefährlichen Flirt mit einem fremden Mann? Es wäre ein Drama!” Kollektive Schnappatmung in der Redaktion — Madeleine will doch eigentlich bald heiraten. Acht Zeilen später haben sich allerdings alle schon wieder beruhigt: “Doch Entwarnung! [...] Der unbekannte Mann an ihrer Seite ist ein guter Freund der Prinzessin.” Puh, erstmal durchatmen.


DJ Oetzi - Heimliche Sucht

Oh nein, was ist mit DJ Ötzi los? Die “Echo der Frau” titelt, er habe eine “Heimliche Sucht”. Glücksspiel? Alkohol? Koks? Gut, dass das Blatt ihren Chefreporter Torben Zenker zum DJ schickt, um herauszufinden, was wirklich Sache ist. Und Zenker lüftet das Geheimnis: Der Ötzi raucht! Und das “bereits seit vielen Jahren”. Ach, und er hat auch noch eine neue Platte rausgebracht. Das passt ja gut, dass die “Echo der Frau” wegen der Sucht-Geschichte eh schon da ist. Dann kann man im selben Artikel doch gleich auch noch was über “sein neues Hit-Album” schreiben.


Sensation zur Krönung! Beatrix im Glück - Friso wird dabei sein!

Wie kann man eine derart perfide Titel-Schlagzeile dichten, ohne auch nur irgendwelche Gewissensbisse zu haben? Darauf geben unsere Freunde von “die aktuelle” keine Antwort, aber so ähnlich. Sie schreiben im Innenteil: “Zwischen Himmel und Erde gibt es Dinge, die man nicht erklären kann.” “die aktuelle” und ihre Verrenkungen beispielsweise.
Wir wollen es kurz machen: Die Schmierfinken von “die aktuelle” tun so, als könnte Beatrix’ Sohn Friso, der seit langer Zeit im Wachkoma liegt, bei der Krönung seines Bruders zum obersten Monarchen der Niederlande dabei sein. Was das Blatt eigentlich meint: Er zeigt hin und wieder Regungen. Und “in seinem Krankenzimmer hängt ein moderner Flachbildschirm. So könnte er die Krönung seines ältesten Bruders verfolgen.”
Das Blatt titelt im Innenteil: “Liebe kann wirklich Wunder bewirken!” Sensationsgeilheit kann wirklich Grässliches bewirken.


Michelle Hunziker - Tränen-DRAMA - Nur eine Operation konnte ihr noch helfen

Setzen Sie sich bequem hin, atmen Sie ein paar Mal tief durch und lesen Sie die Überschrift in aller Ruhe noch einmal. Genießen Sie es! Denn dies ist die erste — Achtung! — zu einhundert Prozent wahre Überschrift in den Verrenkungen der Woche. Denn in einem Interview hat Michelle Hunziker selbst erzählt: “‘Kurz nach meiner Geburt stellte sich heraus, dass meine Tränenkanäle verstopft sind.’ Schließlich musste später chirurgisch nachgeholfen werden.” Ein waschechtes “Tränen-Drama” also. Herzlichen Glückwunsch, “neue Frau”.


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“Wie demütigend”

“Wie demütigend”

Gib der Regenbogenpresse ein klitzekleines Gerücht, und sie strickt einen großen Skandal daraus. Gib ihr ein “Enthüllungsbuch”, und sie dreht komplett am Rad.

In dieser Woche ist es Prinzessin Letizia von Spanien, die der unstillbaren Spekulationsgeilheit der Regenbogenheftchen zum Opfer fällt.

Denn eine brandheiße Schlagzeile erschüttert in diesen Tagen ganz Spanien: “Letizia hatte eine Abtreibung”, behauptet David Rocasolano (49).

Der Mann ist zu allem übel nicht irgendein verrückter Wichtigtuer,

… also nicht so wie sonst, wenn die “Woche der Frau” Geschichten ausgräbt, …

sondern Rechtsanwalt und – jetzt wird es ganz bitter – Letizias eigener Cousin!

Und der hat ein “erschütterndes” Buch geschrieben, das die Regenbogenredaktionen derzeit ganz schön in Fahrt bringt. Was auch kaum verwundert – denn jetzt müssen sie sich nicht mühsam etwas zusammenspinnen, sondern den Dreck einfach nur noch abschreiben.

Bei der “Woche der Frau” sieht das dann so aus:Abtreibungs-Skandal - Prinzessin Letizia - War sie schon vor der Hochzeit schwanger?

Auch “Das neue Blatt” kriegt vor Entsetzen kaum noch Luft:

Jetzt steht alles auf dem Spiel. Einfach ALLES! Letizia von Spanien droht ihr ganzes Glück zu verlieren. Ihre Zukunft. Ihre Ehe. Ihre Kinder.

In Spanien stehen schwerste Vorwürfe im Raum. Der schlimmste: Letizia soll abgetrieben haben, 2002, kurz vor der Verlobung mit Felipe (45). Das wäre nicht nur ein Verstoß gegen das Gesetz gewesen. Das wäre auch ein Grund für die Exkommunizierung aus der katholischen Kirche.

[…] Für Letizia würde das im Klartext bedeuten: Ihre Ehe mit Felipe wäre ungültig, ihre Töchter wären unehelich, und sie selbst dürfte niemals Königin werden …

Es steht alles auf dem Spiel. Alles!

Das Heft prophezeit:Nach dem Abtreibungs-Skandal - LETIZIA (49) - Ihre dunkle Vergangenheit wird ihr jetzt zum Verhängnis

Und fragt:Abtreibungs-Skandal - LETIZIA - Wird sie jetzt vom Hof verstoßen?

Die “Heim und Welt” ist dermaßen schockiert, dass sie gleich drei Fragen auf einmal stellt:LETIZIA VON SPANIEN - Kommt jetzt ihre herzlose Lebenslüge ans Tageslicht?Lieber Karriere statt Kind?DAS ENDE? - Die spanische Monarchie vor dem Aus - Prinzessin Letizia der Abtreibung beschuldigt - Auch Infantin Cristina muss vor Gericht - Das Volk klagt Königin und König an - Prinz Felipe sieht machtlos zu

Auch andere Blätter stürzen sich hechelnd auf den “Abtreibungs-Skandal” im spanischen Königshaus:Der eigene Vetter klagt an: Prinzessin Letizia hat heimlich abgetrieben!

(“Die neue Frau”)Letizia - Lüge oder Wahrheit? Düsteres Baby-Geheimnis(“7 Tage”)Letizia von Spanien - Gemeine Vorwürfe - Ihr engster Vertrauter beschimpft sie als falsche Schlange(“Viel Spaß”)

“das neue” stellt besorgt fest:Prinzessin Letizia - Sie zerbricht an ihrer dunklen Vergangenheit

Detailliert schildert “das neue” in dem Artikel die Anschuldigungen des Cousins — von den Spekulationen über “Verfolgungswahn, Abtreibung und Kontrollsucht” bis hin zur Behauptung, Letizia “sei verantwortlich für den Selbstmord ihrer kleinen Schwester Érika († 31)”.

Über dem Artikel steht:WIE DEMÜTIGEND - das neue

Ja, “das neue”. Da hast du ausnahmsweise mal recht.

Währenddessen räumt die “7 Tage” ein:

Möglich aber, dass die Kronprinzessin nun aber ihrerseits über eine Klage nachdenkt. Wenn es gar kein düsteres Baby-Geheimnis gibt und David Rocasolano gelogen hat, könnte er für fünf Jahre im Gefängnis landen. Gerücht oder Lüge – es bleibt abzuwarten.

Nicht für die “Freizeit Revue”. Für die steht längst fest:Kronprinzessin Letizia - Unfassbarer Skandal - Sie war von einem anderen schwanger, als sie Felipe kennenlernte

Damit unterscheidet sich die “Freizeit Revue” von den meisten anderen Blättern. Denn sie schreibt die Aussage, Letizia sei “von einem anderen schwanger” gewesen, nicht mehr nur dem Cousin zu, sondern macht sie sich kurzerhand zu eigen.

Was es bedeutet, wenn ein Medium solche Behauptungen aufstellt oder verbreitet, obwohl diese nicht erweislich wahr sind, haben wir in einem anderen Eintrag ausführlicher erklärt. Wenn die Journalisten keine Beweise für ihre Behauptung vorlegen können, wenn sie nicht umfassend recherchiert haben (und dazu zählt mindestens, die Gegenseite zu Wort kommen zu lassen), und wenn der Beitrag noch dazu so reißerisch gestaltet ist, dann machen sich diese Journalisten der üblen Nachrede (§ 186 StGB) schuldig.

Es ist wohl eher nicht davon auszugehen, dass die “Freizeit Revue” irgendwelche Beweise für ihre Behauptungen hat. Sie erwähnt jedenfalls nichts davon. Die einzige Quelle, die das Blatt nennt, ist dasselbe “erschütternde Enthüllungsbuch”, aus dem auch alle anderen zitieren. Und nicht nur auf dem Titelblatt, auch im Artikel lässt die “Freizeit Revue” wenig Zweifel an der Richtigkeit der “bitteren Vorwürfen”:

Etwa einen Monat vor [der Abtreibung], im September 2002, trafen sich Letizia und Felipe zum ersten Mal bei einem Abendessen. Das bedeutet: Als Letizia Felipe kennenlernte, war sie von einem anderen schwanger. [...]

In Spanien war eine Abtreibung damals illegal, falls keine physischen oder psychischen Indikationen vorlagen. Aus Machtstreben brach Letizia selbst Gesetze. Noch dazu hatte sie als Katholikin schwer gesündigt. Und Felipe? Er wusste von allem.

Mal ganz kurz, liebe “Freizeit Revue”. Also vielleicht ist ja tatsächlich was dran an den Vorwürfen, die der Cousin da in die Welt posaunt hat. Und angesichts der Konsequenzen, die damit verbunden wären, ist es wahrscheinlich auch gerechtfertigt, darüber zu berichten. Aber kann man solche üblen Beschuldigungen dann nicht wenigstens im Konjunktiv wiedergeben?

Oder was meinst du, “Echo der Frau”? Obwohl — was du von Konjunktiven hältst, haben wir gemerkt:Letizia trieb ihre Schwester in den Tod!

Auch die “Neue Post” fackelt nicht lange und erklärt die Vorwürfe schlichtweg zur Tatsache:

Ganz Spanien ist schockiert - Letizia & Felipe - Er ist nicht der Vater ihres ersten Kindes!

Doch das Blatt wäre nicht “Die Nr. 1 in Adel”, wenn es sich damit begnügen würde, einfach nur die Gerüchte nachzuplappern, die andere in die Welt gesetzt haben. Nein, hier legt man Wert auf “Qualität” und “Tradition” – und unterfüttert die Fremdspekulationen deshalb gewissenhaft mit ein paar eigenen wilden Mutmaßungen:

[…] vielleicht war das Kind auch die unerwünschte Folge einer durchfeierten, heißen Nacht? Die zarte Prinzessin war früher kein Kind von Traurigkeit. Wer erinnert sich da nicht an das Porträt, das Letizia 2004 halb nackt auf einer Plattenhülle zeigt …

Die “Neue Post” tut es jedenfalls. Und druckt “Das Nackt-Porträt” für all jene, die sich nicht mehr so gut erinnern können, sicherheitshalber nochmal ab.

Und besitzt dann sogar die Frechheit, Leitzias Cousin vorzuwerfen, er beschädige ihr Ansehen — in einem Artikel, der nichts weiter tut, als Leitizias Ansehen zu beschädigen:Unfassbare Enthüllungen - Schock in Spanien - Letizia & Felipe - Er ist nicht der Vater ihres ersten Kindes! [Ein Großteil der rechten Seite ist mit einem Foto der weinenden Leitizia gefüllt]

Unter dem Bild auf der rechten Seite steht:

Eine Prinzessin kämpft mit den Tränen: Die Enthüllungen haben Letizia offensichtlich schwer getroffen.

Dass Letizia auf dem Bild “mit den Tränen” kämpft, könnte allerdings auch etwas damit zu tun haben, dass es 2007 aufgenommen wurde – auf der Beerdigung ihrer Schwester.

Das hat die “Neue Post” wohl leider übersehen. Aber an solche Dinge denkt man auch nicht, wenn man weder Skrupel noch Pietät besitzt.


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