Links vom topf (33)
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In seinen neuen “Herzblatt-Geschichten” schreibt “FAS”-Redakteur Jörg Thomann, dass Boris Beckers — trotz gegenteiliger Meinung in der Regenbogenwelt — bei der Kindererziehung die schlimmsten Fehler vermeide:

Die Aktuelle freilich sieht ein Drama darin, dass Amadeus mit seinen fünf Jahren noch getragen werde und Kuscheltiere bekomme. Uns stört das gar nicht. Im Gegenteil: Kindern, denen man zu früh die Kuscheltiere wegnimmt, werden eines Tages womöglich Aktuelle-Reporter.

Herzblatt-Geschichten: Legenden und betrogene Frauen


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Wenn Ihr also in den Weiten des Internets auf Interessantes zur Klatsch- und Regenbogenpresse stoßt, schickt uns gern den Link an linksvomtopf@topfvollgold.de.


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Schlagzeilenbasteln (150)
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Schlagzeilenbasteln (150)

So wirbt “Die Aktuelle” in der heutigen Ausgabe der “Bild”-Zeitung:
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Und jetzt ratet mal: Was hat Carl Philip “unglaublich Süßes für seine Braut getan”?

Er wurde vor zwei Jahren (!) in einem Interview gefragt, wann er und seine Freundin denn ein Kind bekämen. Seine Antwort: “Du, da warte ich auch drauf.”


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Links vom topf (29)
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Bei der Erziehung ihrer Kinder könnte Charlène und Albert von Monaco ein ziemlicher Orden Stein in den Weg gelegt worden sein, schreibt “FAS”-Redakteur Jörg Thomann in seinen neuen “Herzblatt-Geschichten”:

Keine Probleme, mal eine Partnerin zu finden, dürfte Monacos Thronfolger Jacques haben. Anlässlich seiner Taufe bekam er laut “Frau im Spiegel” soeben “das Großkreuz des Grimaldi-Ordens” verliehen, “die höchste Stufe des Verdienstordens”. Erscheint uns bei einem fünf Monate alten Knaben etwas früh und zudem nicht die beste Motivationshilfe zu sein: Wem jetzt schon die höchsten Verdienste bescheinigt wurden, der wird später kaum sein Zimmer aufräumen.

Herzblatt-Geschichten: Ein kleines Bauchi


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Post an den Presserat (5)
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Post an den Presserat (5)

Es ist schon eine ganze Weile her, dass wir uns beim Presserat über die Regenbogenpresse beschwert haben. Wird also mal wieder höchste Zeit …


Nach dem Familien-Drama der nächste Schock! Boris Becker - Leber-Krebs! Verzweifelte Tränen um seine Freundin

1)

“Die Aktuelle” macht sich in ihrer Titelgeschichte Gedanken über die Vergänglichkeit des Lebens und kommt dabei auf Boris Becker zu sprechen. Das Blatt zählt die einzelnen Schicksalschläge auf, mit denen Becker in letzter Zeit konfrontiert war: der Selbstmord seines Schwagers und der Tod einer Freundin. Vor allem über die Todesumstände dieser “Freundin” schreibt “Die Aktuelle” ausfürhlich. Zudem erinnert die Redaktion in Bildern und Bildunterzeilen an den Tod von Beckers Vater, der bereits 1999 an einer Krebserkrankung gestorben ist.

2)

Auf der Titelseite kündigt “Die Aktuelle” riesig an:

Leberkrebs! Verzweifelte Tränen um seine Freundin

Dazu ist auf der Titelseite ein großes Bild von Lilly und Boris Becker zu sehen. Allerdings handelt es sich bei der in der Titelzeile genannten “Freundin” gar nicht um Boris Beckers Ehefrau Lilly, sondern um eine Tennisspielerin, die “Die Aktuelle” zu Boris Beckers Freundeskreis zählt.

Die Komposition aus Titelzeile und Foto erweckt aber den Anschein, dass Lilly Becker diejenige sei, die an Krebs erkrankt ist. Diese bewusste Täuschung und die damit verbundene Sensation soll potentielle Leserinnen und Leser vermutlich zum Kauf des Heftes anregen.

3)

Unseres Erachtens verstößt “Die Aktuelle” mit dieser Veröffentlichung gegen die Ziffern 1 und 2 des Pressekodex.

Die Zusammenstellung aus Überschrift und Fotomaterial stellt in unseren Augen eine Komposition dar, bei der “Die Aktuelle” eine Täuschung der Leserschaft mindestens billigend in Kauf nimmt. An einer “wahrhaftige[n] Unterrichtung der Öffentlichkeit”, so wie es Ziffer 1 des Pressekodex zum “oberste[n] Gebot der Presse” macht, ist die Redaktion in diesem Fall nicht interessiert. Stattdessen steht eine Umsatzsteigerung durch eine besonders sensationelle Berichterstattung im Vordergrund. Dazu kommt, dass es für die auf der Titelseite erwähnten “Verzweifelte[n] Tränen” keinerlei Beweise gibt — sie wirken wie von der “Aktuellen” ausgedacht. Daher verstößt “Die Aktuelle” gegen Ziffer 1 des Pressekodex.

In Ziffer 2 fordert der Presserat in Hinsicht auf eine Veröffentlichung:

Ihr Sinn darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden.

Doch genau das passiert, wenn “Die Aktuelle” die Schlagzeile “Leberkrebs! Verzweifelte Tränen um seine Freundin” direkt neben ein Foto von Lilly und Boris Becker stellt. Möglichen Käuferinnen und Käufern wird suggeriert, dass Lilly Becker an Krebs erkrankt ist. Dies dürfte einige Menschen zum Kauf des Heftes bewegt haben. Erst beim Leser des Artikels wird klar, dass es sich bei der “Freundin” gar nicht um Lilly Becker handelt. Die Komposition aus Überschift und Bildmaterial entstellt also den Sinn der Artikels, was einen Verstoß gegen Ziffer 2 des Pressekodex darstellt.


Semino Rossi - Kommt seine Tochter vom rechten Weg ab?

1)

Die älteste Tochter des Schlagersängers Semino Rossi arbeitet im Verein “Kraft für Leben”, der Shiatsu praktiziert. Shiatsu ist eine fernöstliche Körpertherapie und Massage-Art. Neben der Massage gehören zu Shiatsu auch religiöse Elemente. Für den gläubigen Katholiken Semino Rossi dürfte all das ein schwerer Schock gewesen sein, vermutet “Die neue Frau” in ihrem Artikel:

Er muss sich fragen, ob sie [Rossis Tochter] vom rechten Weg abgekommen ist. [...] Ob sich Seminos Tochter [...] nun durch ihre Ausbildung ebenfalls zum Buddhismus oder einer anderen Glaubensrichtung hingezogen fühlt?

Die Antwort auf diese Frage gibt “Die neue Frau” gleich selbst:

Gut möglich! Und das wäre für den Schlagerstar wirklich schlimm.

In einem Interview hat Rossi nämlich erzählt, wie wichtig ihm als Katholik der christliche Glauben ist. Da müsse er sich an der Berufs- und möglichen Glaubenswahl seiner Tochter doch stören, vermutet das Blatt. Denn für “Die neue Frau” hat “Shiatsu” annähernd sektenähnliche Züge:

Kleidungsstil, Einrichtungsstil und nicht selten auch religiöse Elemente werden gleich mit übernommen. Denn nicht nur der Körper spielt bei ‘Shiatsu’ eine wichtige Rolle — sondern auch der Geist! Und der beschäftigt sich im fernen Japan mit ganz anderen Dingen als bei uns in Europa. Und auch mit einem ganz anderen Gottesglauben.

Wie sehr Semino Rossi unter dem angeblichen Glaubenswechsel seiner Tochter leidet, will “Die neue Frau” anhand von Fotos von Rossis vergangenen Auftritten zeigen. Rossi wird dabei so beschrieben:

Trauriger Blick, ernste Miene. Der Schlagersänger sieht in letzter Zeit nicht gut aus.

Oder so:

Semino Rossi wirkte in der Show [...] nicht nur sehr müde. Auch sein Gesicht war deutlich aufgedunsen. Ob er vor Sorge kau noch schlafen kann oder gar krank ist?

Zum Abschluss ihres Artikels wünschen die Mitarbeiter der “neuen Frau” Semino Rossi noch einmal das Beste:

Was auch geschieht — man kann nur hoffen, dass der Schmuse-Sänger auch jetzt in seinem Glauben ganz viel Kraft findet. Die Kraft, daran zu glauben, dass seine geliebte Tochter die richtige Entscheidung treffen wird. Genauso wie er es von klein auf gelehrt und vorgelebt hat.

2)

“Die neue Frau” strickt aus harmlosen Tatsachen eine vermeintliche Sensationsgeschichte. Aus dem Beruf von Semino Rossis Tochter und einem Interview des Sängers über seinen Glauben wird ein mittelgroßes Familiendrama heraufbeschworen. Der einzige Aufhänger der Geschichte ist der Beruf der Tochter, der mit fernöstlicher Kultur zusammenhängt.

Außerdem ist die Art, wie “Die neue Frau” über den Buddhismus schreibt, respektlos gegenüber der Glaubensgemeinschaft. Für “Die neue Frau” scheint ein Massage-Geschäft, das sich auf buddhistische Inhalte bezieht, in der Nähe einer Sekte verortet zu sein. Der Buddhismus gehört augenscheinlich nicht zum “rechten Weg”, vom dem Rossis Tochter laut Titelschlagzeile abkommen könnte. Dadurch wird der Leserschaft ein falscher Eindruck des Buddhismus vermittelt — und das einzig, um mit einer vermeintlichen Sensation möglichst hohe Verkaufszahlen zu erzielen.

3)

Unseres Erachtens verstößt “Die neue Frau” mit ihrem Artikel gegen die Ziffern 1, 2, 9 und 10 des Pressekodex.

“Die neue Frau” deutet einen bevorstehenden Familiekrach sowie eine problematische Lebenssituation bei Semino Rossis Tochter an. Verlässliche Beweise dafür liefert die Redaktion allerdings nicht. Im Gegenteil: Ihre Geschichte ist an den Haaren herbeigezogen. Dazu kommen die waghalsigen Spekulationen zu Semino Rossis Gesundheitszustand, deren Grundlage einzig und allein ein paar Konzertfotos bilden, und die fehlerhafte Vermischung von Shiatsu und Buddhismus. In seiner ersten Ziffer fordert der Pressekodex eine wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit. Eine solche gibt es in diesem Artikel nicht. Potentielle Leserinnen und Leser werden mit einer unwahren Geschichte zum Kauf des Heftes animiert. Damit verstößt “Die neue Frau” gegen Ziffer 1.

Die Überschrift auf der Titelseite (“Kommt seine Tochter vom rechten Weg ab?”) verspricht ein großes Familiendrama. Im Text im Heftinnern findet man davon allerdings keine Spur. Die Titelschlagzeile entstellt den Sinn des Artikels. Damit verstößt “Die neue Frau” gegen Ziffer 2 des Pressekodex, die unter anderem besagt: Der Sinn der Veröffentlichung “darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden.”

Die rhetorische Frage auf der Titelseite deutet ein moralisch verwerfliches Fehlverhalten der Tochter von Semino Rossi an. Aus einem herkömmlichen Massage-Job, der mit fernöstlichen und buddhistischen Methoden zu tun haben soll, wird ein Scheitern und ein Verlassen des “rechten Weg[s]” konstruiert. Damit verstößt “Die neue Frau” gegen Ziffer 9 des Pressekodex. Dort steht:

Es widerspricht journalistischer Ethik, mit unangemessenen Darstellungen in Wort und Bild Menschen in ihrer Ehre zu verletzen.

Von der Berichterstattung über Religion fordert der Presserat in Ziffer 10 seines Kodex:

Die Presse verzichtet darauf, religiöse, weltanschauliche oder sittliche Überzeugungen zu schmähen.

Dass Semino Rossis Tochter bei ihrer Arbeit mit buddhistischen Lehren in Berührung kommt, reicht für “Die neue Frau” aus, um zu fragen, ob sie “vom rechten Weg” abkommt. Der Buddhismus ist in dem Weltbild, das die Redaktion zeichnet, nicht vereinbar mit einem akzeptablen Lebenstil. Dass der Text den Buddhismus als etwas völlig Fremdes und Andersartiges charakterisiert, trägt noch dazu bei, dass der buddhistische Glaube in seiner Wertigkeit heruntergesetzt wird. Daher verstößt das Blatt mit diesem Artikel gegen Ziffer 10 des Pressekodex.


Dunkle Wolken - Hardy Krüger Jr. & Katrin - Starb mit ihrem Söhnchen auch ihre Liebe?

1)

Hardy Krüger jr. und seine Ehefrau haben 2011 ihren Sohn, der nur acht Monate alt wurde, durch den plötzlichen Kindstod verloren. 2012 bekamen sie eine Tochter. Die “Schöne Woche” findet das zunächst tröstlich:

Das Schlimmste schien überstanden

Direkt im Anschluss verbreitet das Blatt aber schon wieder Sorgen:

[D]och jetzt gibt es plötzlich böse Krisengerüchte.

Als Beleg für die angeblichen Gerüchte führt die “Schöne Woche” zwei anonyme Quellen an, die mit Hardy Krüger jr. engen Kontakt haben sollen. Einer der Freunde sagt, wie sehr der Tod des Sohnes die Ehe der Krügers belastet habe. Der andere Freund meint zu wissen, dass das Ehepaar ihren anderen Kindern nur noch eine heile Welt vorspiele.

Ein weiterer Hinweis auf eine Ehekrise ist für die “Schöne Woche” die Tatsache, dass Hardy Krüger jr. und seine Frau seit einem Jahr nicht mehr gemeinsam gesehn worden sind. Die “Schöne Woche” schließt daraus:

Der schlimme Verdacht: Starb mit ihrem Söhnchen auch die Liebe von Hardy Krüger jr. und seiner Katrin? Beide litten danach an Depressionen

2)

Die “Schöne Woche” nutzt den einige Jahre zurückliegenden Tod des Kindes nun rücksichtslos aus, nur um mit einer Geschichte zu einer angeblich anstehenden Trennung auf der Titelseite punkten und mehr Hefte verkaufen zu können. Das Blatt schreibt in der Artikelüberschrift, dass es sich um “Böse Krisen-Gerüchte” handelt — und verbreitet diese dann selbst.

Dazu kommt, dass der Tod eines Kindes ein enorm emotionales Thema ist, das sensibel angegangen werden muss. Darauf verzichtet die “Schöne Woche”. Zudem wird wild über angebliche Krankheiten der Eltern spekuliert.

3)

Unseres Erachtens verstößt die “Schöne Woche” mit diesem Artikel gegen die Ziffern 1 und 8 des Pressekodex.

Der Artikel der “Schönen Woche” dreht sich um eine angebliche Ehekrise von Hardy Krüger jr. und seiner Frau. Die Kronzeugen sind zwei nicht weiter namentlich genannte Personen aus dem Freundeskreis des Schauspielers. Stichhaltige Anzeichen oder Beweise, die die These des Heftes stützen, existieren nicht. Gleiches gilt für Aussagen des Ehepaares. Die “Schöne Woche” stochert also im Nebel. Ziffer 1 des Pressekodex fordert eine “wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit.” Dem kommt die “Schöne Woche” nicht nach und verstößt damit gegen die Ziffer.

Außerdem verstößt die Redaktion gleich in mehrfacher Hinsicht gegen Ziffer 8 des Pressekodex, laut der die Presse “das Privatleben des Menschen und seine informationelle Selbstbestimmung” achten soll. Die Thematisierung des Kindstods — auch in der Artikelüberschrift und auf der Titelseite — sowie die Verbreitung der Gerüchte über eine Ehekrise stellen Verstöße gegen den “Schutz der Persönlichkeit” dar.

In Richtlinie 8.6 stellt der Presserat klar:

Körperliche und psychische Erkrankungen oder Schäden gehören zur Privatsphäre. In der Regel soll über sie nicht ohne Zustimmung des Betroffenen berichtet werden.

Dennoch spekuliert die “Schöne Woche” über mögliche Depressionen, an denen die Eltern nach dem Tod des Sohnes gelitten haben sollen. Das Blatt verbreitet dazu sogar eine Tatsachenbehauptung:

Beide litten danach an Depressionen

Belege dafür werden keine geliefert, eine Zustimmung zu einer derartigen Berichterstattung ist nicht zu erkennen. Daher verstößt der Artikel auch gegen die Richtlinie 8.6.


Wir wollen uns wieder häufiger über die Regenbogenpresse beschweren — nicht nur hier im topfvollgold, sondern so richtig offiziell.

In Deutschland ist dafür der Presserat die oberste Anlaufstelle. Deswegen schicken wir wieder regelmäßig Beschwerden über einzelne Regenbogenartikel dorthin.


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In seinen “Herzblatt-Geschichten” hofft “FAS”-Redakteur Jörg Thomann, dass Angela Merkels Mutter bei ihren Englischkursen an einer Volkshochschule in Zukunft von Klatschreporter-Besuchen verschont bleibt:

“Willkommen ist hier jeder”, behauptet “Die Aktuelle” und schickt kurzerhand — Stichwort “Ortstermin” — einen Reporter in ihren Kurs, der die Lehrerin ein paarmal anscheinend heimlich fotografiert hat. Hoffentlich hat der Kerl was auf die Finger bekommen und ist in die Ecke gestellt worden.

Herzblatt-Geschichten: Du bist eine süße Maus


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Das “Echo der Frau” glaubt an Nachwuchs bei Heidi Klum. Und Jörg Thomann, Autor der schönen “Herzblatt-Geschichten”, glaubt, dass das ziemlicher Murks ist:

In St. Moritz hat “Echo der Frau” Heidi Klum gesichtet, an ihrer Seite Lover Vito, “der schmucke New Yorker Kunsthändler”, was viel besser klingt als “künstlicher New Yorker Schmuckhändler”, und das Blatt glaubt “eine kleine, verdächtige Wölbung an ihrem Bauch zu erahnen”. Ausgerechnet bei Klum, die derzeit so aussieht, als hätte sie überhaupt noch nie an dänischem Eis geleckt, und die auf dem Foto überdies einen “dicken XXL-Strickpulli” trägt? Das Einzige, “Echo der Frau”, was sich hier wölbt, sind die Tomaten auf deinen Augen.

Herzblatt-Geschichten: Venedig sehen und sterben


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Tipps von den Trennungsexperten
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Tipps von den Trennungsexperten

Dass sich die Regenbogenpresse gern als Geburtshelfer für noch nicht einmal gezeugte Adelszwillinge in Stellung bringt, wissen wir. Und wir kennen auch die verzweifelten Versuche der Knallblätter, einst gemeinsam glückliche Schlagersternchen mit Hilfe von Fantasieartikeln wieder zu paaren. Die Rolle als Ratgeber für frühere Schwimmweltmeisterinnen, die in angeblichen Lebens- und Liebeskrisen stecken, ist uns hingegen neu.

“Die Aktuelle” gibt sich in dieser Woche alle Mühe, diese Nische zu besetzen. Riesengroß fordert das Revolverblatt auf seiner Titelseite:

Franzi van Almsick - Trenn' dich doch endlich! Diese Gemeinheiten kann man nicht länger mit ansehen - Was ihr "Traummann" ihr antut

Der Mann, von dem sich Franziska van Almsick laut “Aktuelle” besser heute als morgen trennen sollte, ist Unternehmer Jürgen B. Harder. Gegen Harder läuft momentan ein Gerichtsverfahren wegen Bestechung. Dass van Almsick in dieser turbulenten Zeit die zwei gemeinsamen Kinder einpackt und nach Mallorca fliegt, zeigt den Mitarbeitern der “Aktuellen”, dass “Franzi” sie und ihre Beziehungstipps dringender braucht denn je:

Armer Goldfisch! Wie groß müssen ihre Seelen-Nöte sein, dass sie zu Hause alles liegen ließ und Hals über Kopf auf die Balearen-Insel zog?

Mit van Almsicks Entscheidung, nach Mallorca zu fliehen, scheinen die Trennungsexperten jedenfalls schon mal ganz zufrieden zu sein. Es sei schließlich ein Ort, an dem “der Medienrummel weit weg ist.”

Denn:

wie schlimm muss das alles für [ihren Sohn] sein, der ja schon in der Zeitung lesen kann, was da über seinen Papa geschrieben wird!

Oder was “Die Aktuelle” über die Beziehung seiner Eltern denkt. Oder wie seine Mutter im Urlaub von gierigen Paparazzi verfolgt und abgeschossen und dann in deutschen Klatschmagazin großflächig zur Schau gestellt wird.


Dieser Text ist gestern auch im “Tagesspiegel” erschienen. Jeden zweiten Montag schreiben wir dort eine Kolumne über die Regenbogenpresse.


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Schlagzeilenbasteln (140)
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Schlagzeilenbasteln (140)

Welche Überschrift könnte man aus folgender Nachricht stricken?

Bettina Wulff war vor anderthalb Monaten in der ZDFneo-Serie “Kuttner plus Zwei” zu Gast. Im Gespräch mit Moderatorin Sarah Kuttner und dem zweiten Gast, Antoine Monot, hat sie ab und zu auch mal “Äh” und “Ähm” gesagt.

Bettina Wulff - Psycho-Drama! Kann sie nicht mehr richtig sprechen? EXKLUSIV: Der verstörende Vorfall

Das Team der “Aktuellen” hat also “EXKLUSIV” Fernsehen geguckt. Und fand das:

Erschreckend.

Ach, diese Könner. Wie sie mit einfachen sprachlichen Mitteln Spannung und Neugier erzeugen. Denn das ist tatsächlich der Einstieg des Artikels. Und es geht dämlich weiter:

Und dann betritt da ein mausgraues Wesen die TV-Küche in Berlin-Kreuzberg. Blass, die Lippen zusammengepresst, sitzt sie am Tisch, wirkt fahrig, nervös, kann der Moderatorin kaum in die Augen sehen. Ihr Blick scheint gehetzt, geht manchmal ins Leere.

Und das Gefühl, Zeuge eines Psycho-Dramas zu sein, wird mit jeder Minute stärker! Man glaubt es kaum, aber die studierte Medienmanagerin stottert und haspelt herum. So, dass man sich fragen muss, ob sie überhaupt noch richtig sprechen kann!

Die ganze Zeit über denkt man fassungslos: Ist das wirklich unsere einst so strahlende First Lady? [...] Der knallrote Nagellack erinnert noch an ihr altes Leben. Doch der Rest sieht nach einem anderen, einem, [sic!] zweiten Leben aus. Nach einem, das uns Angst macht …


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Schlagzeilenbasteln (118)
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Schlagzeilenbasteln (118)

Welche Überschrift könnte man über diese, nun ja, Nachricht setzen?

Ein paar kleine Schüler aus Madrid sollen zu Hause erzählt haben, dass ihre Klassenkameradinnen Leonor und Sofia — die Töchter des spanischen Königspaares — keine Schokolade von ihnen haben wollten.

Königin Letizia - Spinnt sie jetzt? Sie setzt ihre süßen Töchter auf Diät!

(Unkenntlichmachung von uns.)


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“Die letzten Hemmungen scheinen gefallen zu sein”
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“Die letzten Hemmungen scheinen gefallen zu sein”

Boris Kartheuser arbeitet als investigativer Journalist für Politmagazine und Rechercheredaktionen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Seine Spezialthemen sind Lobbyismus, Korruption, Überwachung und Datenschutz. Er enttarnte unter anderem staatliche Überwachungsprogramme und war maßgeblich an der Aufdeckung der verdeckten PR bei der Deutschen Bahn beteiligt. Außerdem ist er als Dozent für investigative Online-Recherche tätig.

Wes Brot ich ess, des Lied ich sing - Fragwürdige Kooperationen mit Redaktionen und Verlagen - Von Boris Kartheuser

Herr Kartheuser, Sie schreiben in Ihrer Studie “Wes Brot ich ess, des Lied ich sing”, dass sich Redaktionen zunehmend die Inhalte von Werbekunden diktieren lassen: “Perfektioniert und systematisiert hat dieses Modell anscheinend die WAZ-Women-Group der Funke-Mediengruppe (ehemals WAZ Mediengruppe).” Was meinen Sie damit? 

Wie ich herausgefunden habe, hat die Funke Women Group ein Modell perfektioniert, wonach sie in ihren Zeitschriften redaktionelle Texte beispielsweise zu Gesundheitsthemen veröffentlicht und auf Produkte hinweist, die helfen sollen. Praktischerweise werden eben jene empfohlenen Produkte dann einige Seiten weiter großflächig vom Hersteller per Anzeige beworben. Im Text steht dann etwa: “Die können sie auch rezeptfrei in der Apotheke kaufen, zum Beispiel von …” — und dann kommt immer der Werbepartner. Das tritt so häufig auf, dass es kein Zufall mehr zu sein scheint.

Werden dann mehrere Produkte genannt oder immer nur einzelne?

Es wird immer nur ein einziges genannt, das ist in einer Vielzahl der Fälle genau der Werbepartner. Ich habe nicht gesehen, dass für ein anderes Produkt geworben wurde. Das macht die Funke Women Group auch beim Kochen, im Rezeptbereich: Es gibt eine Werbung von einer bekannten Firma — und drei Seiten später gibt es bei den Rezepten Empfehlungen für Brühwürfel, eben von dem großen Hersteller und Werbepartner.

Das zieht sich auch über mehrere Titel hinweg. Ich habe für die Studie acht oder neun von den Titeln gekauft und eine kleine Analyse gemacht, wie dieses Prozedere quer über die Hefte geht. Teilweise ist das dann so, dass in Heft eins geworben wird, und in Heft zwei folgen dann die Empfehlungen, in einem sehr auffälligen Maßstab.

Ist die Schleichwerbung denn auf Arzneimittel und Essen beschränkt?

Die Vielfalt der Hinweise, die ich gefunden habe, waren tatsächlich in dem Bereich Arznei- und Lebensmittel. Ich hatte aber auch den Verdacht, dass es bei Empfehlungen von Ärzten ebenfalls einen finanziellen Hintergrund geben könnte, den kann ich aber nicht belegen.

Handelt es sich denn um ein spezifisches Problem der Funke Women Group?

Ich hatte in diesem Fall einen konkreten Hinweis, deshalb habe ich mir diese Hefte gekauft und angeschaut. Ich muss aber zugeben, dass ich das für andere Regenbogen-Blätter nicht getan habe, da das jetzt nicht meine primäre Lektüre ist. Ich kann entsprechend auch gar nicht sagen, wie das bei anderen Verlagen aussieht. Ob das ein Phänomen von Funke ist oder auch bei anderen existiert, da kann ich nur mutmaßen.

Konnten Sie herausfinden, von wem die Initiative für solche Geschäfte ausgeht, wer auf wen zugeht? Anzeigenverkäufer auf Werbekunde oder umgekehrt?

Ich habe mit ehemaligen und jetzigen Mitarbeitern bei Funke gesprochen. Bei den Gesprächen schien sich herauszukristallisieren, dass die Initiative maßgeblich von Funke ausgeht, das heißt, dass die Marketingabteilung an Kunden herantritt.

Das heißt: In Absprache mit der Redaktion? Oder diktieren die Anzeigenverkäufer der Redaktion, was zu tun ist?

Nach meinen Informationen geht die Initiative von der Marketingabteilung aus, die dann an den Werbekunden herantritt und den Redaktionen mehr oder weniger sagt, was sie wie zu bringen hat. So wurde es mir gesagt, ich habe aber keine schriftlichen Belege.

Sie hatten die WAZ-Gruppe damals mit Ihren Ergebnissen konfrontiert, nach acht Wochen kam immer noch keine Rückmeldung. Daraufhin haben Sie Ihre Ergebnisse veröffentlicht. Ist mittlerweile eine Antwort bei Ihnen eingetroffen?

Es kam nachher eine Rückmeldung, aber weder ging man inhaltlich auf das ein, was ich gefragt hatte, noch stellte man sich der Frage wirklich. In den Telefonaten mit dem Pressesprecher, in denen ich ihm die Fakten präsentierte, entgegnete er lediglich, dass “man sich das mal anschauen möchte”. Als ich später noch einmal nachgehakt habe, hieß es, die Fragen seien doch beantwortet. Als ich dem widersprach, bestand überhaupt kein Interesse daran, das irgendwie aufzuklären oder irgendwas zu ändern. Zuletzt folgte eine Mail, in der es hieß, Produktvorstellungen seien im Interesse des Lesers, es gebe aber kein Geschäftsmodell, das sich aus Produktempfehlungen ergebe. Das halte ich für falsch.

Die Veröffentlichung Ihrer Ergebnisse ist inzwischen knapp anderthalb Jahre her. Wie sieht es denn heute aus?

Es hat sich nichts Grundlegendes getan. Das Geschäftsmodell funktioniert. Die Heftmacher haben mitbekommen, dass niemand ihr Vorgehen reguliert, beziehungsweise dass die eventuell zu erwartenden Strafen niedriger sind als die derzeitigen Gewinne, sodass sie das Geschäftsmodell einfach weiter betreiben wollen. Ich kann nicht sehen, dass da eine Einschränkung getätigt worden wäre, dass sich irgendwas geändert hätte. Ich glaube, das läuft einfach weiter wie gehabt.

Ich habe mir gestern noch einmal den Spaß gemacht und “Die Aktuelle” sowie die “Frau im Spiegel” gekauft und nachgeschaut, wie es in diesen Blättern derzeit aussieht. Es funktioniert heute immer noch genauso. Das ist einfach das bestehende Geschäftsmodell, es gibt keinen, der dem Verlag das wirklich verbieten will oder kann. Das scheint ja lukrativ zu sein, also betreiben sie es weiter.

Gab es in den aktuellen Ausgaben einen akuten Fall oder eine Auffälligkeit?

Ja, mehrfach. In der aktuellen Ausgabe von “Die Aktuelle” geht es an einer Stelle zum Beispiel um das Thema Reizdarm und immer wieder auftretende Bauchkrämpfe. Dort steht dann etwa, dass ein Bakterienstamm entdeckt wurde, der diesen Mangel ausgleichen kann. Durch Einnahme von “XY” — hier kommt jetzt der Produktname — zum Beispiel “werden die klassischen Reizdarmsymptome gelindert”. Einige Seiten vorher finde ich dann eine ganzseitige Werbung für genau dieses Produkt. Ein anderes Beispiel sind diverse Schmerzmittel. Das zieht sich von vorne bis hinten durchs Heft. Ich kann auf Anhieb jetzt, ohne das systematisch ausgewertet zu haben, viermal genau dieses Vorgehen entdecken.

Mal blöd gefragt: Was ist denn so schlimm daran? Ist doch ein gutes Finanzierungsmodell!

Klar, bringt ja Geld rein, scheint sich für die Verlage zu lohnen.

Das Problem an der Sache ist, dass die Verbraucher keine neutrale Sicht auf die Dinge erhalten. Es werden ihnen vollkommen unnötige Produkte aufgeschwatzt; die Beschreibungen sind auch hanebüchen. Da steht etwa: “Wenn Sie sich ausgelaugt und müde fühlen, hilft eine spezielle Vitamin-B-Therapie.” Und dann folgt wieder eine Produktempfehlung. Das heißt, die Leserinnen und Leser werden dazu aufgefordert, selbst bei ganz normalen Beschwerden in die Apotheke zu rennen und irgendwelche Produkte zu kaufen, die sie nicht brauchen, die ihnen im schlimmsten Fall sogar schaden.

Wenn jetzt jemand einen Brühwürfel von Maggi oder Knorr zu sich nimmt, kann man drüber diskutieren, ob das schlimme Auswirkungen hat. Aber bei Medizin ist eine Grenze überschritten, da das ja auch gesundheitliche Auswirkungen haben kann. Wenn ich bei jeder Gelegenheit vorschlage, Schmerzmittel oder andere Medikamente zu mir zu nehmen, dann verhindere ich etwa, dass jemand zum Arzt geht und das ernsthaft untersuchen lässt. Vielleicht ist der Hintergrund ja auch ernster. Oder aber die Leute haben aufgrund von Sonnenmangel nur eine kleine Frühjahrsmüdigkeit, gehen aber dennoch in die Apotheke und kaufen teure Präparate. Das kann nicht der Sinn der Sache sein.

Wie groß ist denn das Ausmaß? Man könnte ja annehmen, dass es nicht so schlimm ist, wenn man in einem solchen 70-Cent-Titel Schleichwerbung betreibt.

Ich war damals total erstaunt, wie groß die Auflage der Funke-Blätter ist und wie viel Hefte die eigentlich verkaufen. Vor zwei Jahren haben die Hefte der Funke Women Group eine höhere wöchentlich verkaufte Auflage gehabt als “Der Spiegel” und “Stern” zusammen.

Wenn ich wöchentlich 1,8 Millionen Hefte verkaufe und davon ausgehen kann, dass jedes Heft eine noch größere Reichweite hat und beispielsweise durch Auslage beim Arzt mehrfach gelesen wird, ist es nicht unrealistisch, dass allein die Funke-Mediengruppe mit ihrer Schleichwerbung mehr als zwei Millionen Menschen pro Woche erreicht. Wenn ich das Woche für Woche abspule, da kommt schon was zusammen.

Warum sind gerade diese Regenbogenhefte so anfällig für Schleichwerbung?

Ihr sprecht ja ab und an mit den Lesern, wie neulich am Kiosk. Ich habe gestern in dem Kiosk, bei dem ich die Hefte gekauft habe, auch mal gefragt, wie die Käuferstruktur aussieht. Es scheint, dass die Leser eher Senioren sind, womöglich auch bildungsfern und vielleicht auch leichter beeinflussbar und unkritischer. Das heißt, die Werbekunden können eine ganze Menge unkritischer Leute erreichen und damit sicherlich einen größeren Einfluss erlangen, als wenn sie ihre Botschaften in der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” lancieren würden.

Welche Richtlinien gibt es, an die sich Werbende und Verlage halten müssten?

Es gibt den Presserat samt Pressekodex und es gibt natürlich noch die ganz normale Gesetzgebung. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass im Presserat engagierte Menschen sitzen, aber es verhält sich eher wie bei einem Schwert ohne Klinge: Die können monieren, so viel sie wollen — es ändert sich nichts. Bei der “Bild” werden Dutzende Verstöße im Jahr angemahnt, das hindert die Redaktion aber nicht, genauso weiterzumachen.

Ich bin kein Jurist, aber soweit mir bekannt ist, gibt es kein wirksames rechtliches Mittel, den Regenbogenheften mit ihrer Schleichwerbung das Handwerk zu legen. Mein Eindruck ist, dass gerade bei der Funke-Gruppe die letzten Hemmungen gefallen zu sein scheinen. Dort scheint weder ein Unrechtsbewusstsein zu herrschen, noch sieht man die Notwendigkeit, etwas an einem finanziell erfolgreichen Geschäft zu ändern. Ich glaube nicht, dass sich da was tun wird.

Meinen Sie, dass sich Schleichwerbung aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Medienhäuser im Allgemeinen auch bei seriösen Medien ausbreitet?

Immer häufiger verschieben sich zumindest auch bei seriösen Medien die Grenzen zwischen redaktionellem Inhalt und gewerblichen Interesse. Petra Sorge vom “Cicero” hat neulich etwa berichtet, dass sich Lobbyisten bei einer Konferenz des “Tagesspiegel” Redezeit erkaufen konnten. Es gibt “Sonderveröffentlichungen” bei der “Süddeutschen Zeitung”, dazu fragwürdige Kooperationen der “Zeit”, oder das “Handelsblatt” organisiert Leserreisen nach China. Da gibt es zahlreiche Fälle. Ich glaube, dass das zunehmen wird und habe den Eindruck, dass gerade jetzt, da die Werbekunden noch weiter wegbrechen, die Kreativität in den Verlagen doch stark anwächst, wie man weiterhin Gelder reinbekommen könnte.

Das klingt so, als müsste man sich als Leser von Zeitungen und Zeitschriften ganz schön auf was gefasst machen …

Es wird für den Leser jedenfalls immer schwieriger zu erkennen, wessen Botschaft er da konsumiert. In meiner Studie gehe ich auch auf die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) ein. Die INSM beeinflusst etwa Schulmaterial und bestimmt in enger Kooperation mit seriösen Blättern Inhalte. So kann sie sich heutzutage Meinungsmacht erkaufen. Die neutrale Beurteilung tritt immer weiter hinter die Wünsche des Werbekunden zurück — und das leider nicht nur in der Regenbogenpresse, sondern auch in vielen seriösen Blättern.


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Kioskgespräche (1)
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Kioskgespräche (1)

Bei unserem täglichen Blick in die Regenbogenwelt kommen wir immer wieder ins Rätseln: Warum kaufen die Leserinnen und Leser ausgerechnet dieses eine Heft und nicht ein anderes, wo doch alle Blätter so austauschbar scheinen? Was spricht sie an? Und was nicht? Welche Geschichten lesen sie? Und: Warum überhaupt der Griff ins Regenbogenregal?

Auf der Suche nach Antworten müssen und wollen wir zukünftig stärker die Leserschaft zu Wort kommen lassen. Und zwar am besten dort, wo sie ihre Kaufentscheidung treffen: im Kiosk.

Folge eins unserer Kioskgespräche: eine Annäherung in Saarbrücken …


Was würdet Ihr gern von der Regenbogen-Leserschaft und über sie wissen? Schickt uns Eure Fragen an kontakt@topfvollgold.de, und wir probieren, eine Antwort darauf zu finden.


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Links vom topf (5)
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Links vom topf (5)

Immer wieder sonntags: In seinen aktuellen “Herzblatt-Geschichten” berichtet Jörg Thomann, Redakteur der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”, unter anderem über eine Geschichte aus dem Enthüllungsblatt “Schöne Woche”:

Gratulation auch an Schöne Woche für ihre Titelstory “Der Foto-Beweis — Angela Merkel — Die Wahrheit über den geheimnisvollen Mann an ihrer Seite”. Das Blatt hat es geschafft, herauszufinden, dass Merkel einen außenpolitischen Berater beschäftigt, und sogar Fotos der beiden aufgetrieben. Ein echter Scoop!

Herzblatt-Geschichten: Vorlaute Wahrsager


In unserer Rubrik “Links vom topf” wollen wir Euch kurz und knapp interessante Links rund ums Thema “Regenbogenpresse” präsentieren.

Wenn Ihr also in den Weiten des Internets auf Interessantes zur Klatsch- und Regenbogenpresse stoßt, schickt uns gern den Link an linksvomtopf@topfvollgold.de.


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Gehaltvoll wie 99 Luftballons
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Gehaltvoll wie 99 Luftballons

Die mächtigsten Politiker der Welt und ihre Berater lesen seit Kurzem nur noch “Die Aktuelle”. Im Weißen Haus studieren sie penibel Ausgabe 48 des Revolver-blatts, in der Downing Street und im Kreml genauso.

“Die Aktuelle” hat nämlich ein paar Schnappschüsse von Angela Merkels Reise zum G20-Gipfel im australischen Brisbane analysiert. Das Urteil:

Angela Merkel - Pikante Fotos!

Nach den Sitzungen war Merkel noch um die Häuser gezogen, ein bisschen locker durch den Hosenanzug atmen. Sie landete in der “Brewski Bar” gegenüber ihres Hotels.

Und dann war da noch dieser junge, bärtige Nachtschwärmer … Wange an Wange zeigt ein Twitter-Foto unsere Kanzlerin mit dem Australier, der nur für sie den Nena-Hit “99 Luftballons” im “Brewski” spielen ließ! Wie sehr er sie beeindruckt haben muss, zeigt das Foto: Angela Merkel sieht richtiggehend verliebt aus.

Das “Aktuelle”-Rezept, um die “mächtigste Frau der Welt” in ein willenloses Koalabärchen zu verwandeln: CD-Player aufstellen, Nenas “99 Luftballons” einlegen und ordentlich aufdrehen. Schon ist Angela Merkel ein 14-jähriger Teenager mit Frühlingsgefühlen, dem man alles erzählen kann.

Klar, dass Präsidenten und Premierminister weltweit das nutzen: Krim-Annexion? Schwamm drüber! Wladimir Putin fragte nur summend: “Angela, hast Du etwas Zeit für mich? Dann singe ich ein Lied für Dich!” Menschenrechtsverletzungen in China? Keine deutschen Einwände, Xi Jinping regelte das per Ghettoblaster. Und in Berlin will die Opposition prüfen lassen, ob dauerhafte Nena-Beschallung im Bundestag zulässig ist.

Einem allerdings, vermutet “Die Aktuelle”, dürfte ein derart “heißer Flirt” der “braven und verheirateten (!) Kanzlerin” ganz und gar nicht geschmeckt haben: Merkels Mann Joachim Sauer.

Sollten nun Krach und Ärger zu Hause anstehen, und Sie, Herr Sauer, ein Geschenk benötigen — unser Tipp: Nächstes Jahr ist Nena auf Tour.


Dieser Text ist vorgestern auch im “Tagesspiegel” erschienen. Jeden zweiten Montag schreiben wir dort eine Kolumne über die Regenbogenpresse.


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Enthüllungen auf dem Spielplatz
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Enthüllungen auf dem Spielplatz

Dass “Die Aktuelle” jetzt auch Zweijährige als Informanten für ihre Mistgeschich- ten anzapft, haben wir ja schon berichtet. Kurz zusammengefasst: Estelle hat ihren ersten Kindergartentag. Große Aufregung. Und vor lauter Trubel der angebliche Satz von Schwedens kleiner Quasselprinzessin: “‘Meine Mama kriegt ein Baby!’” Das Ergebnis aus der Funke Women Group:

Wie süß! Im Kindergarten hat sie‘s ausgeplaudert – Victorias Estelle – Mama kriegt ein Baby!

“Wie süß!” fand wohl auch die Kindergartengruppe “Wühlmäuse” vom Alles Gute Verlag — und kopierte füllte das Titelblatt der Novemberausgabe der “Revue heute” so:

Wie süß! Im Kindergarten hat sie's ausgeplaudert - Victorias Estelle - Mama kriegt ein Baby!

Doch es kam, wie es kommen musste: Großer Streit unter den Wühlmäusen, der sich ungefähr so abspielte …

Estelle hat das gar nicht im Kindergarten gesagt! Sondern aufm Spielplatz.

Stimmt doch gar nicht.

Doch, natürlich war das so! Und das war auch gar nicht süß, sondern hat für Jubel in Schweden gesorgt.

Die Reformer haben sich am Ende durchgesetzt. Und weil der Alles Gute Verlag stets um korrekte Berichterstattung bemüht ist, hat er die alte Version des Covers durch die neue ersetzt:

Schweden jubelt! Auf dem Spielplatz hat sie's ausgeplaudert Victorias Estelle - Mama kriegt ein Baby!


Mit Dank an Harald M. für den Hinweis!


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Stell Dir vor, es ist kein Krieg,
und nur “Die Aktuelle” geht hin
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Stell Dir vor, es ist kein Krieg,
und nur “Die Aktuelle” geht hin

Patronengürtel umschnallen! Gefechtshelme auf! Es herrscht …

Helmut Kohl - Krieg ums Erbe! Böse Beleidigungen! Anwälte eingeschaltet! Es ist alles so furchtbar würdelos!

Allerdings bekommt ausnahmsweise mal nicht Kohls Ehefrau Maike eins übergebraten, weil sie ja eh nur ans finanzielle Erbe des früheren Bundeskanzlers wolle. Die “Aktuelle”-Kriegsminister wühlen sich durchs Schlachtfeld einer ganz anderen Front: Es geht um das neue Buch des früheren Kohl-Ghostwriters Heribert Schwan und den darum entbrannten Streit.

Oder wie “Die Aktuelle” krawallt:

Damit verrät, demütigt, ja entmündigt er Helmut Kohl geradezu, der hilflos zusehen muss, wie alles, was ihm je etwas bedeutete, zerbricht. Das unwürdige Ende eines großen Staatsmannes.

Der würdelose Krieg um Kohls geistiges Erbe begann — die Anwälte sind eingeschaltet.

Ach, ihr Zinnsoldaten von “Die Aktuelle”, dass Kohl und seine Anwälte nun gerade gestern — also einen Tag vor Euer heute erschienenen Kampfpostille — in diesem “Krieg” klein beigegeben haben, passt irgendwie so gar nicht zum Namen Eures Blattes.

Da hilft es auch nichts, dass Ihr ein vergleichsweise aktuelles Foto von der Frankfurter Buchmesse zum veralteten Text gepackt habt:

Kampfeslustig: Kohl (mit Maike) stellte auf der Frankfurter Buchmesse seine Sicht des Mauerfalls bis zur Wiedervereinigung als Neuausgabe vor

Der Mann, der diese Erinnerungen des “kampfeslustigen” Kohl als Ghostwriter aufgeschrieben hat, heißt Heribert Schwan und hockt Eurer Meinung nach im gegenüberliegenden Schützengraben.


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Enthüllungen im Kindergarten
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Enthüllungen im Kindergarten

Zur musikalischen Untermalung des folgenden Beitrags empfehlen wir diesen Song.


Wenn die Regenbogenpresse jubelt: “Was für ein Knaller”, dann ist Vorsicht geboten. Denn der inhaltliche Gehalt eines Schmierartikels verhält sich in der Regel umgekehrt proportional zur äußeren Verpackung.

Also, Obacht:

Wie süß! Im Kindergarten hat sie‘s ausgeplaudert – Victorias Estelle – Mama kriegt ein Baby!

Und da passierte es! Vor lauter Aufregung und Vorfreude verplapperte sich das Prinzesschen wohl: “Meine Mama kriegt ein Baby!”, hörten Umstehende, die das Glück erst gar nicht fassen konnten. Victoria hat also wieder ein süßes Geheimnis. Was für ein Knaller.

Da hat die kleine Plaudertasche Estelle aber schon eine Menge erlebt an ihrem ersten Kindergarten-Tag. Am zweiten hat sie dann die Coca-Cola-Rezeptur weitergetratscht, am dritten gemeisam mit einem Sandkasten-Freund den Mord an John F. Kennedy aufgeklärt und am vierten die US-Legende von der Mondlandung 1969 wasserdicht widerlegt. Was ein Kindergartenkind eben so macht zwischen Schaukeln und Wachsmalern.

“Die Aktuelle” benutzt also allen Ernstes eine Zweijährige als Kronzeugin für ihre Titelgeschichte. Aussagen von Erwachsenen gibt es zu Victorias angeblicher Schwangerschaft nämlich keine:

Eine offizielle Bestätigung wird es, wie am Königshof üblich, erst nach dem dritten Schwangerschaftsmonat geben.

Und “wie am Königshof üblich”, werden einige Wochen zuvor alle Schlossbewohner, die kleiner als ein Meter sind, vorab informiert.


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Oh Baby Baby Balla Balla (2)
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Oh Baby Baby Balla Balla (2)

Wer unbedingt mal mit einem Zitat in der Regeonbogenpresse landen möchte, dem bietet sich ein ganz simpler Weg: Auf der Facebook-Seite irgendeiner Person des öffentlichen Lebens den größtmöglichen Quatsch schreiben, der einem gerade in den Sinn kommt. Und schon ist man Kronzeuge in “Die Aktuelle”.

Der Fall: Charlène und der fehlende Babybauch. Die monegassische Fürstin müsste nach Berechnung der “Aktuelle”-Hebammen im fünften Monat schwanger sein, angeblich mit Zwillingen. Doch neulich war bei einer Ordensverleihung nichts zu sehen von einem kugelrunden Adelsbauch. Keine Wölbung unterm weiten Kleid — “Langsam versteht das alles keiner mehr”, schreibt “Die Aktuelle” und fragt auf der Titelseite:

Fünfter Monat!?! Verstörende Fotos! Charlene - Wo ist ihr Baby-Bauch? Zwei Gerüchte erschüttern Monaco

Nach möglichen Antworten suchen die Redaktionsmitarbeiter — sowieso ausgewiesene Experten in Sachen “Charlène und das Baby” — in sozialen Netzwerken und finden bei Facebook ein paar Butterbirnen-Kommentare:

Angeheizt durch die neuen Fotos ist auf einmal von Leihmutterschaft die Rede! “Die Schwangerschaft ist erfunden … eine andere Frau hat den Bauch … der größte Betrug …” usw. schrieben manche.

Und manche machen daraus dann eine Titelgeschichte. Auch andere Regenbogenblätter wundern sich über Charlènes flachen Bauch. “Das Neue” (“Das große Rätsel um ihre Schwangerschaft”) und die “Schöne Woche” (“Ihr Bäuchlein wölbt sich nicht — trotz Zwillingen!”) erklären ihren Lesern aber immerhin, dass das bei einer ehemaligen Leistungsschwimmerin wie Charlène nichts Außergewöhnliches sei. Die Babykugel werde sicher bald kommen.

Derart diplomatisch will “Die Aktuelle” nicht sein. Was das Blatt übrigens verschweigt: Das Zitat mit dem “größten Betrug”, auf das es sich beruft, geht noch weiter. Eine Leihmutterschaft wäre zwar “the biggest fake in history”, aber wenn jemand diesen Blödsinn tatsächlich glauben würde, wäre er ein ziemlicher Idiot, schreibt die Kommentatorin. Treffender hätten wir es nicht formulieren können.


Dieser Text ist gestern auch im “Tagesspiegel” erschienen. Jeden zweiten Montag schreiben wir dort eine Kolumne über die Regenbogenpresse.


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Schlagzeilenbasteln (101)
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Schlagzeilenbasteln (101)

Judith (27) aus Aachen ist ein großer Fan von Günther Jauch. Sie hat ihn zwar noch nie getroffen, aber sie findet ihn total toll.

Berührende Momente - Günther Jauch - So glücklich macht er diese junge Frau

Schon, wenn sie sich nur ein Foto von ihm ansieht, ist alles gut. Dann vergisst Judith (27) aus Aachen die Welt um sich herum, dann gibt es nur noch sie und ihn. Ihr Gesicht wird ganz weich, ihr Herz hüpft, sie strahlt und lacht, Ärger und Stress der ganzen Wochen sind sofort vergessen. Ja, Günther Jauch (58) macht die junge Frau einfach glücklich. Kein Wunder, der Fernseh-Star ist ja auch ein Traummann. Berühmt und trotzdem nicht eingebildet. Unterhaltsam und schlagfertig. Und dann diese Augen. So offen und klug, so lebenserfahren, dass sie einem direkt ins Herz zu sehen scheinen. Solche Menschen trifft man nicht oft.


Daniela Katzenberger hat in einem Interview gesagt, dass sie keine Klotür habe. Denn: “Das Problem ist, dass da Regale stehen, in denen ich meine 150 Handtücher aufbewahre, die ich in Hotels gemopst habe oder die mir geschenkt wurden.”

Das Geständnis - Daniela Katzenberger - Aus Geiz wurde sie zur Diebin - Wenn's ums Geld geht, ist sie sich wohl für nichts zu schade

(“Die neue Frau”)


König Felipe von Spanien ist neulich mit ein paar Kumpels in Madrid feiern gegangen.

König Felipe - Ist er doch so ein Hallodri wie sein Vater?

(“Die neue Frau”)


Jörg Pilawa wurde in einem Interview gefragt, wie er eigentlich das Haus ordentlich halte, immerhin hat er vier Kinder. Pilawa antwortete: “Wer sagt denn, das [sic] es ordentlich ist? Sie glauben doch nicht, dass man Ordnung in einem Haus mit vier Kindern hat. Bei mir zu Hause herrscht das Chaos.”

Jörg Pilawa - Bewegendes Geständnis

(“frau aktuell”)


Michael Schumacher bekommt in der Reha angeblich Unterstützung von Kai Schnapka. Der ist Physiotherapeut und mit Schumacher seit dessen Formel-1-Zeit befreundet.

Michael Schumacher - Vollbringt sein bester Freund das neue Wunder?

(“Neue Post”)

Michael Schumacher - Sein bester Freund bewirkt ein Wunder - Freudentränen auf der Reha-Station

Sensationelle Neuigkeiten aus der Reha - Michael Schumacher - Die 1. Schritte! Unsere Gebete wurden erhört

Michael Schumacher - Wunderbare Fortschritte - Freudne bestätigen: "Es geht alles viel schneller als erhofft!"

(Dieses Zitat kommt im Artikel übrigens gar nicht vor. Vermutlich ist es frei erfunden.)


Angela Merkel und ihr Mann waren im Urlaub.

Diese Bank rettete die Kanzler-Ehe

(“die aktuelle”)

Einsames Wandern im Regen, Wortlosigkeit. Aber dann kam eine Bank. Eine Bank, die vielleicht die Kanlzer-Ehe gerettet hat. Endlich konnte sich das Paar aussprechen — in aller Ruhe.


Die Schauspielerin Christiane Hörbiger hat in einer Talkshow gesagt, dass sie römisch-katholisch erzogen worden sei, aber mit der Bibel nicht wirklich zurechtkomme. Daraufhin schrieb irgendwer auf ihrer Facebook-Seite: “Ich würde Ihnen die ‘Neue-Welt-Übersetzung’ der Zeugen Jehovas empfehlen.”

Sie wirkt so verändert - Christiane Hörbiger - Findet sie bei einer Sekte ein neues Glück?

(“Die neue Frau”)


Der Schauspieler Thorsten Nindel ist an Krebs erkrankt. Er hat mal in der “Lindenstraße” mitgespielt und ist mit Schauspiel-Kollegin Saskia Valencia zusammen.

Saskia Valencia - Tränen um ihre große Liebe - Kann ihr Ex-Freund sie jetzt trösten?

(“Die neue Frau”)


Die angebliche neue Freundin von Prinz Harry sieht seiner Schwägerin (Herzogin Kate) sehr ähnlich.

Prinz Harry - Jetzt hat er seine eigene Kate!

(“das neue”)


Und jetzt aufgepasst! Die Frau von Joachim von Dänemark sieht seiner Schwägerin (Prinzessin Mary) auch sehr ähnlich.

Harry Windsor und Joachim von Dänemark - Lieben sie heimlich ihre Schwägerinnen?

(“Schöne Woche”)


In der Ukraine ist Flug MH17 abgestürzt. Viele niederländische Passagiere kamen dabei ums Leben.

Neue Tragödie schockt Holland - Maxima & Willem-Alexander - Ehe in Gefahr! - Jetzt müssen sie um ihr Glück kämpfen
Der Artikel beginnt so:

Nur selten brechen Ehekrisen wie plötzliche Unwetter über ein Paar herein. Meist zeigen sich erst einige Wolken am Himmel, dann werden es immer mehr – bis schließlich ein Dauerregen des Zweifels das Fundament des gemeinsamen Glücks unterhöhlt. Auch bei Maxima (43) und Willem-Alexander (47) scheint nun eines zum anderen zu kommen. Die neue Tragödie um die 193 niederländischen Todesopfer beim Flugzeugabschuss über der Ukraine ist eine weitere Belastung. Und viele Holländer fragen sich schockiert, ob die Liebe der beiden nun zerbrechen könnte.


Und zum Schluss mal andersherum. Welche Geschichte verbirgt sich wohl hinter folgender Schlagzeile der “frau aktuell”?Stefanie Hertel - Skandal an ihrem Geburtstag

Ihr Freund konnte nicht mitfeiern, weil er einen Auftritt hatte.


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Leserpoesie (16)
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Leserpoesie (16)

Man kann einen völlig anderen Blick auf die Regenbogenpresse haben als wir. Und auch diesen Blick wollen wir hier im topfvollgold dokumentieren. Dafür eignen sich diese beiden Leserbriefe aus der “7 Tage” beziehungsweise aus “Die Aktuelle” bestens:

Geliebte Zeitschrift - Wenn wir die "7 TAGE" nicht hätten, wäre unser Leben viel langweiliger. Wir würden immer das Gleiche essen, bei gesundheitlichen Problemen sofort zum Arzt rennen und jahrelang die selben Kleider tragen. Doch dank unserer Lieblingszeitschrift probieren wir oft neue Rezepte aus und informieren uns über Krankheiten. Da wir jede Woche über die neuesten Modetrends unterrichtet werden, ist unser Kleiderschrank immer auf dem neuesten Stand. Die Berichte aus der Welt des Adels und die Rätsel vertreiben die Langeweile. Vielen Dank für die tolle Zeitschrift!

Danke - Durch meine Freundin habe ich die aktuelle entdeckt. Sie hat bei mir großes Interesse geweckt. Lesen kann man manch guten Rat, welchen Frau Bettina hat. Über die Forschung und die Medizin steht viel neues in die aktuelle drin. Kochrezepte und Horoskope kann man lesen, aber auch viele Rätsel lösen. Um schöne Preise zu gewinnen sollte man gleich mit raten beginnen. die aktuelle hat viele interessante Seiten welche mich durch den Tag begleiten. Ich sage nur Danke, macht so weiter. Von nun an ist die aktuelle mein ständiger Begleiter.


Nachtrag, 18. Juni 2014, 17:44 Uhr: Einige unserer Leser haben an der Echtheit der Leserbriefe gezweifelt, was wir durchaus nachvollziehen können. Darum haben wir bei der (angeblichen) Schreiberin des zweiten Briefs nachgefragt, ob dieser wirklich von ihr stammt. Sie wusste noch gar nicht, dass der Leserbrief in “Die Aktuelle” abgedruckt wurde, geschrieben habe sie ihn aber.

Die Redaktion hat übrigens völlig übersehen, dass Magdalena ihnen gar keinen Leserbrief, sondern ein Lesergedicht geschickt hat. Durch den unglücklichen Zeilenumbruch wurde das ohnehin schon wilde Gereime vollends zerschossen.

Die Schreiberin des ersten Leserbriefs haben wir nicht erreicht.


Mit Dank an Harald M. und Peter K. für die Hinweise.


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Mit Spannern ist man weniger allein
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Mit Spannern ist man weniger allein

“Die Aktuelle” ist selbst im grässlichen Regenbogensegment immer wieder etwas Besonderes. Zum Beispiel durch solch eine Geschichte:

Bitter! Uli Hoeneß - So wurde er im Lnast begrüßt

Der “Bitter!”-Balken kann sich dabei unmöglich auf die Begrüßung im “Knast” beziehen. Denn die lief laut “Die Aktuelle” so ab:

Großes Hallo, hie und da ein freundliches “Servus, Uli …” und manchmal wird auch laut gelacht. Wie das halt so ist, wenn einer kommt, auf den man schon lange gewartet hat.

Großer Unfug, hie und da ein erfundenes Zitat und manchmal wird auch ordentlich geflunkert. Wie das halt so ist, wenn eine “Aktuelle”-Mitarbeiterin sich ausdenken soll, wie Uli Hoeneß wohl im Gefängnis begrüßt wurde.

Vor allem aber dient dieser launige Einstieg in den Artikel nur als Brückenschlag zum eigentlichen Thema des Textes. Denn im Mittelpunkt der Geschichte steht eine ganz andere Person:

Und da ist eine, die ganz besonders leidet: Susi Hoeneß, 62, die Ehefrau des Promi-Häftlings.

Und was macht man als anständige Regenbogenredaktion mit einer Person, die “ganz besonders leidet”? Man leistet ihr Gesellschaft. Am besten mit Kamera und Teleobjektiv:

Die einsame Spaziergängerin vom Tegernsee

Unten links hat “Die Aktuelle” das Haus von Uli und Susanne Hoeneß abgedruckt und rechts großformatig einen Paparazzo-Schuss von Susanne Hoeneß beim Spaziergang mit Hund Kuno:

Schön, dass er bei ihr ist: Susi Hoeneß beim einsamen Spaziergang mit ihrem “Kuno”

Die “Aktuelle”-Redaktion hat ihren Ausflug an den Tegernsee übrigens auch noch genutzt, um sich ein bisschen im Ort umzuhören — und auch gleich eine adäquate Gesprächspartnerin gefunden:

Mitleid mit Susi Hoeneß? Das haben in Bad Wiessee nicht alle. Eine Gastwirtin sagt es direkt: “Die hat doch Geld im Überfluss. Und den Mann hat sie sich selbst ausgesucht.”

Um am Ende des Artikels aber doch noch die versöhnliche Kurve zu bekommen, überwindet sich das Blatt und zollt Suanne Hoeneß drei Sätze Respekt. Sie sei eine “starke Frau”. Denn:

Sie stellt sich den Blicken der Leute im Supermarkt, im Postamt.

Nur den ekelhaften Blicken der “Aktuelle”-Spanner stellt sie sich sicher nicht freiwillig.


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Oh Baby Baby Balla Balla
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Oh Baby Baby Balla Balla

Der größte Feind der Regenbogenpresse ist die Realität.

Wenn zum Beispiel der monegassische Hof am Freitag bekannt gibt, dass Fürstin Charlène schwanger ist, und “Die Aktuelle” — schon seit einigen Tagen im Druck — am Samstag das hier titelt:

Drei Jahre nach der Traum-Hochzeit! Albert & Charlene - Das war's! Unfassbar! Ihr Bruder packt aus

Der zweiseitige Artikel der “Aktuellen” ist an Peinlichkeiten und Lügen nicht zu überbieten. Das Blatt behauptet mit einer erstaunlichen Treffsicherheit genau das, was in Wirklichkeit nicht stimmt. Schon der Vorspann enttarnt die irrsinnige Raterei der Redaktion:

Albert & Charlene - Nein, es gibt keine Baby-Nachricht zu verkünden. Im Gegenteil: Von dieser Ehe ist so gut wie nichts mehr übrig - und es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann Monaco sich diese bittere Wahrheit eingesteht

Und auch im Text stellt das Blatt seine Realitätsferne eindrucksvoll unter Beweis:

Nun steht wohl endgültig fest: Von dieser Ehe ist so gut wie nichts mehr übrig. Von einer Baby-Nachricht ganz zu schweigen!

“Die Aktuelle” gibt in dieser Geschichte in weiten Teilen komprimiert das wieder, was der “Stern” vor einer Woche in seiner platten Monaco-Titelstory zusammengetragen hat. Der “Stern” hatte unter anderem mit Charlènes Bruder Gareth Wittstock über Verrat und Bespitzelungen am monegassischen Hof gesprochen. Und “Die Aktuelle” käut treudoof wieder:

In so einer Atmosphäre kriegt keine Frau ein Kind! Beim Thema Thronfolger konnte Gareth ohnehin nur die Augen verdrehen!

Darum legen die Scheidungsanwälte der “Aktuellen” in ihrem großen Archiv auch schonmal “Die geheime Schluss-Akte der Fürsten-Ehe” an:

Das war’s dann wohl. Drei Jahre nach der Traumhochzeit ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann Monaco sich die Wahrheit eingesteht.

Und auf dem Feld der Wahrheit sind “Die Aktuelle”-Mitarbeiter nun wirklich ausgewiesene Experten.


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Schlagzeilenbasteln (83)
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Schlagzeilenbasteln (83)

Welche Schlagzeile könnte man aus folgender Nachricht basteln?

Neulich entstanden ein paar Fotos von Ernst August von Hannover, die ihn “jung beweibt” auf Ibiza vor einer Bar zeigen. Diese Fotos haben einige Magazine abgedruckt.

Caroline und Ernst August von Hannover - Seit fünf Jahren hat man das Paar nicht mehr zusammen in der Öffentlchkeit gesehen. Jetzt ist Unglaubliches passiert ... Eine Begegnung der dritten Art ...

Dazu muss man wissen: Ernst August von Hannover ist seit 1999 mit Caroline von Monaco verheiratet. Man hat die beiden allerdings seit einigen Jahren nicht mehr zusammen gesehen.

Nun also die Fotos von Ernst August mit “einem attraktiven schwarzen Lockenköpfchen”, “die in Hochglanz an jeder Straßenecke ins Auge stachen. Vermutlich auch in Monaco.” Caroline dürfte die Fotos also ebenfalls zu Gesicht bekommen haben.

“Die Aktuelle” stellt sich das so vor:

Man denkt an nichts Böses, schlendert gemütlich durch die Straßen, genießt die warme Sonne und — plötzlich stürzt der Himmel ein. So ähnlich muss sich eine Frau fühlen, die plötzlich ihren Noch-Ehemann mit seiner Geliebten trifft. Eine Begegnung der dritten Art!

Naja.


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Leserpoesie (15)
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Leserpoesie (15)

In Ausgabe 20 von “Die Aktuelle” erschien dieser Leserbrief:

Karriere - die aktuelle, Nr. 18, Angela Merkel - Bricht hier eine Welt für sie zusammen? Es können wohl nur sehr naive Menschen glauben, dass Angela Merkel mit Joachim Sauer eine "richtige" Ehe führt. Die Bundeskanzlerin brauchte ihn für ihre Karriere, um sich den politisch gewünschten Anstrich von Bürgerlichkeit zu geben und er wird schon seine Gründe, die in der gemeinsamen DDR-Vergangenheit liegen, gehabt haben, sie still und heimlich zu heiraten. Ja, Herr Sauer ist ein vielbeschäftigter Mann, aber so selten, wie man ihn an ihrer Seite sieht, zeugt das nicht gerade von großer Zuneigung, höchstens mal bei unumgänglichen Anlässen ist er dabei. Eigenartig finde ich ja auch, dass sie noch "Merkel" heißt, also wie ihr erster Ehemann, den sie - wie sie selbst zugab - hauptsächlich ehelichte, um damals eine Wohnung zu bekommen. Wieso nicht "Kasner" oder "Sauer"? Obwohl "Sauer" würde zu sehr ihrem Gesichtsausdruck entsprechen.

Zwei Hefte später folgte ein Leserbrief zum Leserbrief, der so oder so ähnlich auch von uns sein könnte:

Boshaftigkeit - die aktuelle, Nr. 20, Leserbrief - Karriere - Ich war entsetzt über so viel Boshaftigkeit, wie sie da über Frau Angela Merkel ausgeschüttet wird. Man sollte bedenken, dass man sich selber nicht das beste Zeugnis ausstellt, wenn man so einen Brief verfasst.


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Schlagzeilenbasteln (70)
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Schlagzeilenbasteln (70)

Auf geht’s zu einer neuen Runde im Regenbogen-Trainingslager! Welche Schlagzeile könnte man aus folgender Nachricht basteln?

Neulich ist ein Krankenwagen durch Hamburg-Langenhorn gefahren.

Helmut Schmidt - Norarzt! - Es passierte vor seinem Haus
Denn: Im Stadtteil Langenhorn

steht Schmidts Doppelhaus. Helle Aufregung in der verkehrsberuhigten Straße, die Nachbarn sind in Aufruhr. Geht es Schmidt schlecht, ist er zusammengebrochen? Was hat der Krankenwagen in der Straße zu suchen? [...] Als der Krankenwagen das Viertel wieder verlässt, scheint keine Gefahr in Verzug zu sein. Kein Blaulicht, keine halsbrecherische Geschwindigkeit. Sieht ganz so aus, als wäre der Notruf ein Fehl-Alarm gewesen, jedenfalls keine Lebensbedrohung. Gott Sei Dank.


Und wo wir gerade dabei sind: Das komplette Titelblatt der “Aktuellen” sieht so aus:Nach dem Familien-Drama der nächste Schock! - Boris Becker - Leber-Krebs! - Verzweifelte Tränen ums eine Freundin --- Helmut Schmidt - Notarzt! Es passierte vor seinem Haus --- Fürstin Charlene - Genervt & gelangweilt - Wie Albert drauf reagiert hat --- Charlotte Casiraghi - Wieder Liebe! Hier küsst sie den Vater ihres Kindes

Keine Sorge, Lilly Becker geht es gut. Boris’ “Freundin”, von der “Die Aktuelle” spricht, ist Elena Baltacha, eine Tennisspielerin, die vor wenigen Tagen gestorben ist. Boris und Baltacha hatten sich zwar nur ein paar Mal getroffen, wie er bei Facebook selbst schrieb, aber egal. Das Blatt behauptet:

Boris weinte verzweifelte Tränen. Lilly ist bei ihm. Noch nie waren sich die beiden so nah. Das Leben ist so schrecklich zerbrechlich. Es könnte jeden Tag vorbei sein. Sie mussten wieder erfahren: Was wirklich zählt, ist nur die Liebe.


Die Geschichte “Genervt & gelangweilt” beruht ausschließlich auf Fotos und handelt davon, dass Fürstin Charlène beim Empfang des Präsidenten von Montenegro, nun ja, “genervt und gelangweilt” gewirkt habe. “Dabei sah sie hinreißen aus in ihrem leuchtend weißen Kleid.” Und Albert? “Es sah so aus, als würde er ihr zuzischen: Du kannst dich doch nicht so gehen lassen!”Ausriss: "die aktuelle", Nr. 20/2014

Klarer Fall:Psychokrieg


Die Casiraghi-Geschichte basiert ebenfalls auf Fotos, offenbar Paparazzi-Aufnahmen, die während eines Reitturniers gemacht wurden. Auf einem Foto lehnt Charlotte Casiraghi ihren Kopf auf die Schulter ihres Freundes Gad. “Wann hatte sie sich je so selig verliebt an ihren Freund geschmiegt?”, fragt das Blatt und ruft: “Ja, sie küsst wieder den Vater ihres Kindes! Vielleicht musste das Paar einfach erst in die Elternrolle hineinfinden. Ein Baby verändert das gemeinsame Leben radikal. […] Was auch immer zwischen Charlotte und Gad war – die beiden scheinen sich wieder gefunden zu haben. Für Monaco die schönste Nachricht dieses Frühlings. Vielleicht wird dieses Jahr sogar noch Hochzeit gefeiert …”


Die Chefredakteurin der “Aktuellen” ist Anne Hoffmann. In ihrer eigenen Kolumne geht es in derselben Ausgabe ums Spielen. Sie schreibt:

Was für eine wunderbare Gabe das Spielen doch ist, dachte ich mir. Und wie schade es ist, dass wir Erwachsenen aus diesem Paradies vertrieben sind. Oder das zumindest glauben …

Denn eigentlich ist es doch so: Niemand hält uns davon ab, auch ab und zu mal wieder ins Phantasieland des Spielens einzutauchen. Gut, vielleicht nicht so wie die Kinder. Vielleicht eher, indem wir uns mal gestatten, einem Tagtraum nachzuhängen. Oder eine Geschichte erfinden, die wir dann jemandem erzählen.

… oder aufschreiben und drucken und hunderttausendfach unters Volk bringen. Ein tolles Spiel. Allerdings steht die einzige Gewinnerin schon fest, bevor es überhaupt begonnen hat.


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Jetzt auch noch seine Kinder
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Jetzt auch noch seine Kinder

Es gibt nichts Neues über Michael Schumacher und seinen Gesundheitszustand. Es gibt aber die große Gier der Regenbogenredaktionen, neuen Mist zu verbreiten. Die Kombination aus beidem führt zu so etwas:Michael Schumacher - Berührende Momente - Bewundernswert, wie seine Kinder ihr Schicksal meistern

Während sich die Berichterstattung der Hefte bisher um Michael und Corinna Schumacher drehte, verschiebt die Regenbogenpresse nun ihren Fokus Richtung Kinder des Paares. Aus den richtig üblen Artikeln werden jetzt die richtig, richtig üblen.

Die “Freizeit Spaß” fantasiert sich beispielsweise in die Gedankenwelt von Gina-Maria und Mick Schumacher:

Sie sind so sportlich wie ihr Vater, treten bei internationalen Wettbewerben an. Und wenn Gina Maria und Mick auf dem Siegerpodest stehen, dann ist ihr Erfolg dem schwer kranken Papa gewidmet

Vor einiger Zeit fuhr Sohn Mick bei einem Kart-Rennen auf einen vorderen Platz. Ein italienisches Magazin hat auf dem Treppchen ganz genau hingehört. Und die “Freizeit Spaß” schreibt lechzend ab:

Bei der Siegerehrung blickte Mick zum Himmel, streckte die Arme nach oben. “Ich hoffe, dass ich Papa bald meine Emotionen erzählen kann, die ich heute empfunden habe”, sagte der Blondschopf, so das Magazin “gente”.

Der Artikel der “Freizeit Spaß” ist eine Lobeshymne auf die Kinder von Michael Schumacher. Mick arbeite “[d]iszipliniert” an seiner “Kart-Karriere”, Gina-Maria sei eine “hübsche junge Frau”, die “für ihren geliebten Papa” “mit Bravour” Reitturniere gewinne.

Und so könnte auch die Rechtfertigung der Redaktion aussehen: Ach, was ist denn schon dabei, wenn wir über Schumis Kinder schreiben? Wir finden es doch so bewundernswert, wie sie ihr Schicksal meistern.

Auf die Idee, dass man die minderjährigen Kinder eines Prominenten, die sich nicht aussuchen konnten, die Nachfahren eines siebenfachen Formel-1-Weltmeisters zu werden, und deren Vater seit vier Monaten im Koma liegt, einfach mal in Ruhe lassen könnte, sind sie bei der “Freizeit Spaß” offenbar nicht gekommen. Und auch nicht darauf, dass es dabei völlig egal ist, ob es positiver oder negativer Schund ist, den man über sie schreibt. Es stört diese Leute ja nicht einmal, ein unverpixeltes Foto von Schumachers Tochter zu drucken.

Diese ganzen Grässlichkeiten übertrifft dann nur noch “Die Aktuelle”, die Smith & Wesson 500 unter den Revolverblättern:

Michael Schumacher - Jetzt auch noch sein Sohn! - ++ Mick Schumacher: Es passierte beim Kart-Rennen ++ Der Schock! Wie soll Corinna das alles nur verkraften? ++(Unkenntlichmachung von uns.)

Das Blatt spielt mit der Andeutung, dass nicht nur Michael Schumacher einen Unfall hatte, sondern auch Sohn Mick:

Wie soll Corinna das alles nur verkraften? Ihr Mutterherz wird keine Ruhe mehr finden. Fast hätte sie ihren Mann verloren. Was, wenn sie jetzt den Sohn verliert?

Anlass für diese Wahnvorstellungen ist ein Kart-Rennen im Februar vergangenen Jahres, also gut zehn Monate vor Michael Schumachers Ski-Unfall:

Letztes Jahr muss ihr das Blut in den Adern gefroren sein. Mick fuhr ein Kart-Rennen, den “Winter Cup Lonato” in Italien. Plötzlich der Schock! Ihr Junge kollidierte mit einem anderen Kart. Ein Horror-Szenario! Aber: Micks Schutzengel hatte Überstunden gemacht. Nichts passiert — der Blondschopf kletterte unverletzt aus seinem Kart. Aber diese Bilder haben sich tief in Corinnas Seele eingebrannt. Ein Film, der ihr gerade jetzt den Schlaf rauben wird. Jedes Rennen kostet sie Nerven, Kraft. Weil eine Mutter immer Angst hat. Weil das Böse überall lauert.

Vor allem in “Die Aktuelle”.


Mit Dank an Harald M. für den Hinweis.


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Genau wie bei Prinz Friso (4)

Genau wie bei Prinz Friso (4)

Es ist endlich ruhiger geworden um Michael Schumacher. Die (halb-)seriösen Medien haben vor einer Weile von ihm abgelassen, selbst “Bild” hält die Füße still, und nur vereinzelt wird noch berichtet, dass es nichts zu berichten gibt.

Eine Ausnahme ist “Focus Online”, wo auch heute noch jeden Tag (!) jede Nicht-Nachricht gleich im “News”-Ticker rumposaunt wird (“der Verkäufer im Krankenhauskiosk will nichts sagen”), aber dort würden sie für ein paar Klicks ja sowieso alles machen.

Insofern ist es schon ein bisschen scheinheilig, dass sich ausgerechnet “Focus Online” jetzt über die Schumi-Berichterstattung der Regenbogenpresse aufregt — und dass ausgerechnet die Nutzer von “Focus Online”, die den Schumi-Live-Ticker schon seit Monaten dermaßen gierig anklicken, dass er womöglich als einer der meistgelesenen Artikel in die Geschichte des deutschen Onlinejournalismus eingehen wird, ganz “entsetzt” sind von dem, was die Regenbogenpresse da gemacht hat.

Andererseits ist “Die Aktuelle”, deren aktuelles Titelblatt bei “Focus Online” für so viel Empörung sorgt, in der Tat nochmal ein anderes Kaliber. Das Blatt ist ein gedruckter Schumi-Live-Ticker im Wochenformat, nur noch informations-, niveau- und skrupelloser.

Auf ihrem aktuellen Cover suggeriert “Die Aktuelle” — das machen die Regenbogenhefte ohnehin sehr gerne –, Schumacher sei aufgewacht:Das Schumi-Schicksal - Aufgewacht!

Erst die Unterzeile erklärt, was wirklich dahintersteckt: Nicht Schumacher ist aus dem Koma erwacht, sondern irgendwer irgendwann mal. Aufgewacht! - ++Drei Menschen berichten: Wie es ihnen erging, als sie aus dem Koma erwachten ++ Plus: Schumis Fortschritte, die neueste Entwicklung, die neuen Sorgen

Es ist einer der billigsten und beliebtesten Tricks der Regenbogenpresse: In der großen Überschrift etwas zu verkünden, das im Kleingedruckten aber entschärft oder relativiert wird:[Kleine Überschrift:] Am Ende kann nur diese Entscheidung stehen [Große Überschrift:] Sie holt ihn heim!(Manchmal kommt es uns übrigens so vor, als würden die Blätter einfach nur ihre Friso-Schlagzeilen recyceln.)

Auch “Das goldene Blatt” nutzt diese Masche:[Kleine Überschrift:] Alle hoffen auf [Große Überschrift:] DAS WUNDER! Einige sparen sich aber auch die Mühe und Skrupel und verkünden das “Wunder” ganz ohne Einschränkungen:Michael Schumacher - Das Wunder! - Corinnas Liebe hat ihn gerettetMichael Schumacher - Das Wunder! - Sensationell, welche Fortschritte er macht

Beide Titelgeschichten beziehen sich lediglich auf ein Statement von Schumachers Managerin, die mitgeteilt hatte, dass es “immer wieder kleine Anzeichen” gebe, “die uns Mut machen”.

Den Teil des Statements, in dem sie schreibt, …

dass dies eine sehr intime und auch fragile Angelegenheit für Michaels Familie ist. Und dass Michael ein Mann ist, der sein Privatleben und seine Familie in all den Jahren aus der Öffentlichkeit heraus gehalten und konsequent geschützt hat.

… zitieren die Regenbogenblätter natürlich nicht.

Und so läuft es seit drei Monaten nach den immer gleichen Mustern ab: Wenn Schumachers Managerin ein Statement zu Schumachers Zustand abgibt — Titelstory. Wenn jemand, der mal mit Schumacher gearbeitet hat, etwas über Schumacher erzählt — Titelstory. Wenn jemand, der vorgibt, mal mit Schumacher gearbeitet zu haben, vorgibt, etwas über Schumacher zu erzählen, oder wenn eine Imbissbudenbesitzerin, die weder mit Schumacher gearbeitet hat noch etwas über ihn erzählen kann, aber zufällig in der Nähe des Krankenhauses arbeitet, in dem Schumacher liegt, berichtet, wie ihr Tag so gelaufen ist — Titelstory.

Spekulationen, Gerüchte, Diagnosen, Prophezeiungen — alles findet Verwendung. Wir können und wollen nicht auf jeden Artikel eingehen, der in den vergangenen Wochen erschienen ist (einige davon haben wir uns hier, hier und hier näher angesehen). Damit Sie aber einen Eindruck davon bekommen, in welchen Massen die Regenbogenpresse ihren Schumi-Schund veröffentlicht, zeigen wir Ihnen mal die Titelschlagzeilen, die wir seit Schumachers Unfall gesammelt haben. Gedruckt wurden vermutlich noch viele, viele mehr.Schumi_01 Schumi_02 Schumi_03

Wir wissen nicht, ob die Familie von Michael Schumacher das alles mitbekommt. Vermutlich hat sie momentan auch Besseres zu tun, als sich mit den Schweinereien irgendwelcher Knallblätter zu befassen.

Für den Fall, dass sie aber irgendwann doch mal juristische Schritte gegen die Redaktionen einleiten will, haben wir alle Artikel, die wir bisher über Schumacher gefunden haben, kopiert und zusammen mit den jeweiligen Impressen an sein Management in die Schweiz geschickt.


Vielen Dank auch an alle Hinweisgeber!


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Leserpoesie (10)

Leserpoesie (10)

Immer wieder werden wir gefragt: “Meint Ihr nicht, dass diesen Schrott sowieso niemand glaubt?” Klar, viele Leser lassen sich von der Regenbogenpresse ganz bewusst belügen. Das macht aber erstens den Schrott nicht besser und zweitens — da sind wir uns sicher — durchschauen nicht alle Käufer dieses miese Spiel mit der Wahrheit.

Beim zweiten Punkt bekräftigt uns unser regelmäßiger Blick auf die Leserbrief-Seiten der Hefte. Denn dort findet man sie, die wiedergekäuten Beschimpfungen, die wie Zusammenfassungen von Regenbogenartikeln wirken — aus der Feder eines Lesers oder einer Leserin.

Hier eines der jüngsten Beispiele aus “Die Aktuelle”:

Scheinheilig - Das ist ja wohl die Höhe. Diese Frau ist auf jeder Feier, im Urlaub mit der Familie und auch überall dort, wo der Hund mit dem Schwanz wedelt. Ach, ihre arme Mama ist krank und auch noch dement. Oh weh, oh weh! Das ist natürlich bei einer Frau Pooth wesentlich schlimmer als bei anderen Menschen, die sich auch um ihre Eltern kümmern müssen. Und sollte ihr das Geld ausgehen, weil ihr Mann Franjo ja pleite gegangen ist, sind sicher viele Menschen bereit, Zeit und Geld für diese arme Familie zu investieren. Leider habe ich keine Zeit und Geld dafür über.


Weitere Beispiele gibt’s in unserer Kategorie “Leserpoesie”.


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Schlagzeilenbasteln (43)

Schlagzeilenbasteln (43)

Welche Nachricht steckt hinter folgender Schlagzeile des Heftes “Die Aktuelle”?

Victoria - Stunden der Angst! Estelle, wo bist du bloß?!?

Schwedens Kronprinzessin Victoria war neulich mit einer Wirtschafts-delegation in Ghana. Ehemann Daniel und Tochter Estelle sind zu Hause in Schweden geblieben. Jeden Abend “glühten die Telefonleitungen”. Nur einmal, behauptet “Die Aktuelle”, da habe Daniel sein Handy vergessen, als er und Estelle bei Freunden waren. “Immer wieder muss es Victoria durch den Kopf gegangen sein: Estelle, wo bist du?!”


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William, Kate und volle Euter

William, Kate und volle Euter

Böses Blut macht ziemlich sicher auch vor Blaublütern nicht Halt. Und so mag man mit Fug und Recht behaupten, dass es auch bei Prinz William und seiner Kate durchaus mal Streit geben kann.

Das Problem für die Presse ist, dass diese ganz normalen Streitereien meist im Privaten bleiben und man nur anhand von äußerlich beobachtbaren Phänomenen keinen seriösen Artikel füllen kann.

Ein Glück, dass “Die Aktuelle” und “Das neue Blatt” mit Seriösität nicht viel am Hut haben, darum ist ihnen auch ein toller Coup gelungen: Das eine Blatt schreibt über Kate, das andere über William. Denn beide haben voreinander Reißaus genommen, praktisch gleichzeitig.

Das sieht dann so aus:

Exklusiv-Fotos! Kate - Sie ist weg ... mit dem Baby! Ohne William in der Karibik! Erster Zoff in einer jungen Ehe - oder steckt mehr dahinter?

Gemein! Prinz William - Er ist einfach abgehauen

Widmen wir uns zunächst der einen Seite der Geschichte, Perspektive Kate. “Die Aktuelle” berichtet, dass die nämlich nicht nur mit Baby George abgehauen, sondern vielmehr “auf der Flucht” sei – Richtung Karibikinsel Mustique. Ein wenig doof für die Redaktion, dass anstatt eines prima verwurstbaren love interest nur Kates Bruder James mitgekommen ist.

Auf den gezeigten Fotos wirkt Kate aber ausgesprochen gelassen und lächelt sogar. Man könnte nun vom Naheliegendsten ausgehen: Sie fliege eben in einen Kurzurlaub, während ihr Mann zu tun hat. Der ist nämlich neuerdings Student an der Cambridge University, in einem eigens für ihn entworfenen Zehn-Wochen-Agrarmanagement-Kurs, wie auch bei BBC News zu lesen ist.

Oder aber man inszeniert es, wie “Die Aktuelle”, als Flucht vor dem Terror des royalen Ehelebens:

Aus dem Kensington Palast dringen immer mehr Informationen. Offenbar gab es in den letzten Wochen mehrmals heftigen Streit. Sogar am 9. Januar, Kates Geburtstag, weil William zu spät nach Hause gekommen war, um noch mit ihr zu feiern. […] Kates Mutter Carol plante [außerdem], ihren 59. Geburtstag auf Mustique zu feiern und Kate bat William, mit ihr mitzufliegen. Er kann aber sein Studium nicht einfach unterbrechen und so gab es offenbar tränenreiche Diskussionen.

Ein Agrar-Intensiv-Student an einer Elite-Uni hat für solche Kinkerlitzchen schlicht keinen Platz im Stundenplan.

Doch gerade als wieder Ruhe eingekehrt war, platzte die nächste Bombe. Königin Elizabeth befahl Kate eine Kleiderordnung. […] Für Kate muss es ein Schock gewesen sein, was die Queen verlangt

Auch das noch. Aber woher weiß das Blatt denn diese höchst privaten Details? “Die Aktuelle“, immer im Kampf für die Anonymität der Zeugen, nennt keine Zeugen. Alles ist “offenbar”, und so platzt der Kensington Palast vor herausdrängenden Informationen. Obwohl man vermuten könnte, der Informant sei der royale Vorkoster, denn:

Als William letzte Woche Freitag abends nach Hause kam, fand er einen Brief in der Küche: “Bin in der Karibik”, musst [sic!] er da lesen. Was für ein Schock. Ist jetzt alles aus?

Ein Brief also. Auf der königlichen Küchenzeile. Das Protokoll einer Ehehölle.

Doch wie sieht das alles aus Williams Perspektive aus? Da kommen wir zum “neuen Blatt”. Schon im herrlich infantilen Titel ist für das Heft klar, wer hier den Lolli geklaut hat: William!

Stein des Anstoßes: Der treulose Hund William schläft neuerdings “nun auch noch in der Uni von Cambridge”, wo er, wie schon in “Die Aktuelle” erwähnt, Landwirtschaft studiert. Wie “gemein”! Dass schon im Vorfeld geplant war, William werde teilweise in Cambridge leben und nächtigen — das passt so gar nicht zum Vater, der seine Familie im Stich lässt, und wird verschwiegen.

Und so schlägt der Prinz sogar Geburtstage der Schwiegermutti aus und treibt die Frau Gemahlin an den “Rande des Nervenzusammenbruchs”! Da kann man als Ehefrau nur noch das Weite in der Karibik suchen. Zumindest wenn man die Zeichen so konsequent verquer liest wie die Regenbogenpresse.

Aber könnte William nicht einfach zu Hause bleiben, um erst gar keinen Stress aufkommen zu lassen? Nein, denn:

Er müsse morgens sehr früh aufstehen, um Kühe zu melken.

Aha, zehn Wochen lang in aller Herrgottsfrühe ran an die Euter.

Mal ehrlich, “Das neue Blatt”, glaubt ihr das tatsächlich selbst oder fandet ihr nur das Bild eines melkenden William so wunderbar ulkig? Und ob jetzt der Prinz, ein weiterer Informant oder die gemolkene Kuh die Quelle dieser Aussage ist — das wissen wohl nicht mal die Fantasten vom “neuen Blatt”.

Halten wir also mal fest, um was es in beiden Geschichten geht: eine Beziehung. Einen Reißaus-Studenten der Agrarwissenschaft. Eine Mutter auf der Flucht mit ihrem Kind. Und ein als Quasi-Abschiedsbrief inszeniertes Blatt Papier in der Rolle des Kronzeugen auf dem Küchentisch im Kensington-Palast — was für ein tolles “Reich und Schön”-Skript!

Oder: Was für ein hanebüchener Unsinn, der sich auf Quellen stützt, die wohl so sehr existieren wie lila Kühe.

Letztlich fühlt sich “Das neue Blatt” dann auch in die Seelenwelt von William ein und versteht, dass er im Grunde nur dem “häuslichen Stress” entflieht und ein “Schlupfloch” sucht. Anders ausgedrückt:

Endlich mal wieder das unbeschwerte Studentenleben genießen.

Genau, morgens, 5:30 Uhr, im Kuhstall der Fakultät.


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Genau wie bei Prinz Friso

Genau wie bei Prinz Friso

Die Diskussion über die Berichterstattung zum Ski-Unfall von Michael Schumacher, die in den vergangenen Tagen auf Touren kam, hangelt sich größtenteils an der Frage lang: Muss das wirklich alles sein — diese Flut an Berichten, diese Gewichtung?

Man kann das so oder so sehen.

Worüber man hingegen nicht lange diskutieren muss, ist das hier:

Tragödie im Krankenhaus! Corinna Schumacher - Bittere Tränen um ihren Michael

Michael Schumacher (45) - Mitten aus dem Leben gerissen! Wieder abseits der Piste! Genau wie bei Prinz Friso

Nach dem schlimmen Ski-Ungkück - Michael & Corinna Schumacher - Bitterer Abschied! Was wird jetzt aus ihren Kindern?

Jetzt ist also auch die Regenbogenpresse bei dem Thema eingestiegen. Und sie gibt vom Start weg Vollgas.

Die Redaktion der “frau aktuell” handelt noch am harmlosesten, wenn sie sich einfach mal ein Zitat ausdenkt, das Michael Schumachers Frau Corinna vielleicht am Krankenbett ihres Mannes gesagt haben könnte:

Stunde um Stunde verharrt sie am Krankenbett und vergießt bittere Tränen um ihren Michael. “Warum musste er eine so gefährliche Strecke fahren, wie konnte es nur dazu nur [sic!] kommen?” wird sie sich immer wieder Fragen [sic!].

Deutlich schärfer da schon “die aktuelle” im Vier-Seiten-Spezial “Das Drama um Michael Schumacher”. Die Überschrift im Heftinneren könnte auch als Titelzeile für einen “aktuelle”-Nachruf auf “Teufelskerl” Michael Schumacher durchgehen:

Tragisches Ende eines Lebens auf der Überholspur

Natürlich hat “die aktuelle” auch gleich nach Parallelen zum Schicksal von Prinz Friso gesucht. Und auch ganze zwei gefunden:

Auch [...] Prinz Friso fuhr 2012 abseits der Piste, als er schwer verunglückte.

Der Prinz war im gleichen Alter wie Schumi: 45 Jahre …

Dazu trifft das Blatt eine Reihe von Aussagen, die bei einer Leserin, die nicht jeden Abend die “Tagesschau” guckt, durchaus den Eindruck erwecken kann, dass Schumacher den Unfall nicht überlebt hat:

Michael Schumacher, 45, war ein Teufelskerl.

Einfach so mitten aus dem Leben gerissen. Ohne die Chance auf ein Wort des Abschieds. Als Ehefrau Corinna, 44, und die Kinder Gina-Maria, 16, und Mick, 14, im Krankenhaus eintrafen, konnten sie nur noch seine Hand halten.

Nie hatte sie [Corinna Schumacher] ihn gebeten, wegen ihr auf den Adrenalin-Kick zu verzichten. Das war sein Leben. Und sie liebte ihn. [...] Jetzt hat Corinna ihn verloren. Das Leben ist nicht fair …“

“das neue” besitzt sogar die Chuzpe, über Michael Schumacher und dessen Leben fast ausschließlich in der Vergangenheitsform zu schreiben. Als wäre er gestorben:

Die Familie war für ihn immer die Nummer 1 im Leben

Er [...] unterstützte seine Frau bei der Pferdezucht auf ihrer Western-Ranch.

Sie hatten alles: zwei süße Kinder, Millionen auf dem Konto, Dutzende Autos, etliche Häuser und sogar eine eigene Ranch. Doch nun muss sich die Familie von Michael Schumacher (45) von ihrem bisherigen Leben trennen. Ein bitterer Abschied!

Der gesamte Artikel und die Schlagzeile auf dem Cover lesen sich so, als hätte “das neue” darauf spekuliert, dass Michael Schumacher die Folgen seines Unfalls vielleicht doch nicht überlebt, während das Heft gedruckt und ausgeliefert wird. Vorher noch schnell die “Stabstelle Medienrecht des Heinrich Bauer Verlages” drüberbügeln lassen, damit nichts rechtlich Verfängliches drin steht. Und dann sabbernd alles in die Druckerei schicken.

In einem Punkt hat “die aktuelle” übrigens recht: Es ist “Genau wie bei Prinz Friso”. Die Regenbogenverlage werden auch dieses Mal das Schicksal eines Menschen in Not so weit ausschlachten, wie es nur geht.

Die große Flut an Schund- und Fantasiegeschichten dürfte noch kommen — am Mittwoch, wenn ein Großteil der wöchentlich erscheinenden Hefte auf den Markt geworfen wird.


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Der Topf dankt
oder: Verrenkungen der Woche (9)

Der Topf dankt
oder: Verrenkungen der Woche (9)

Liebe Leute, wir sind baff. Seit Freitag erreichen uns unglaublich viele nette Mails, über 100 Menschen haben uns unterstützt – mit aufmunternden Worten, mit guten Ratschlägen und mit Geld.

Insgesamt haben wir knapp 1.700 Euro zusammenbekommen, die zahlreichen flattr-Spenden noch nicht mitgerechnet. Damit können wir die Anwaltskosten locker bezahlen. Und wir können uns sogar ein kleines finanzielles Polster anlegen – fürs nächste Mal. Vielen, vielen Dank dafür. Ihr seid großartig.

Das gilt natürlich auch für alle Blogger, Journalisten, Facebooker und Twitterer, die auf diese Geschichte aufmerksam gemacht haben.

Da wir nun deutlich über den angepeilten 887 Euro sind, bieten wir auch gerne an, Spenden wieder zurückzuzahlen. Ziel der Aktion war es schließlich nicht, damit Geld zu verdienen, sondern die Anwaltskosten zu bezahlen. Schreibt uns dafür bitte einfach eine kurze Mail an kontakt@topfvollgold.de, dann kümmern wir uns darum.

Wir haben aus der Sache viel gelernt, vor allem eines: Wenn eine Abmahnung reinflattert — erst mal Ruhe bewahren. Nichts überstürzen und am besten jemanden fragen, der Ahnung davon hat. Das ist auch der beste Tipp, den wir Euch mitgeben können, für den Fall, dass Ihr selbst mal in eine solche Situation kommen solltet: Cool bleiben, Anwalt fragen. Das kostet zwar meist etwas, in der Regel kommt man damit aber deutlich günstiger weg, als gleich die geforderten Kosten zu zahlen. Nähere Infos dazu findet Ihr zum Beispiel hier, hier oder hier.

Als kleines Dankeschön für die Hilfe haben wir noch eine Runde Verrenkungen zusammengestellt. Viel Spaß damit, schöne Feiertage und nochmals: Tausend Dank für die tolle Unterstützung!


“Echo der Frau”:
Semino Rossi - Was keiner ahnte! - Mutiger Lebensretter

Er spendet Blut für das Rote Kreuz.


“Viel Spaß”:
Hans Sigl - Pikante Enthüllung - Die ganze Wahrheit über die neue Frau an seiner Seite

“Die ganze Wahrheit über die neue Frau an seiner Seite” lautet: Sie ist nur im Fernsehen “die neue Frau an seiner Seite”. Da spielt sie nämlich “eine geheimnisvolle Lady, in die sich Hans Sigl alias Dr. Martin Gruber ["Der Bergdoktor"] unsterblich verliebt”. Das ist aber noch nicht die “Pikante Enthüllung”. Die besteht nämlich darin, dass Dr. Sigl gesagt hat: “‘Alle Menschen sollten flirten, man braucht es wie einen Schluck Wasser und sollte auch nicht damit im Alter aufhören.’” Oh. Oh. Oh.


“Freizeit Momente”:
Prinzessin Victoria - Kann sie ihrer Schwester je verzeihen? - Schockierendes Interview - Wie kann Madeleine nur so herzlos sein!

Die schwangere Madeleine von Schweden hat ein “schockierendes Interview” gegeben. Die “Sätze, die alle fassungslos machten”, lauten: “‘Das ist spannend und wir sind so glücklich, auch wenn es ein bisschen schnell passierte. Aber lieber so, als dass man hingeht und plant und wartet, sich danach sehnt und nichts passiert.’” Nun. Das Blatt fragt: “Wer denkt dabei nicht an [Madeleines Schwester] Victoria, deren Wunsch nach einem Geschwisterchen für Estelle (1) bisher unerfüllt geblieben ist …” Um ehrlich zu sein: wir.


“das neue”:
Helene Fischer - Schock-Beichte: Ihre große Angst - So therapiert sie sich selbst

Höhenangst.

Ihre Therapie: “Konfrontation mit der Furcht als Heilmittel.”


“Echo der Frau”:
Das wünschen ihr alle - Helene Fischer - Es ist so weit! - Ihr Traum wird wahr

Es ist so weit! Schon wieder. Diesmal geht es um Folgendes: Helene Fischer hat immer davon geträumt, eine großartige Sängerin zu werden. Das hat sie erreicht. Und vielleicht startet sie irgendwann ja auch “in Übersee” durch.


“Die neue Frau”:
Helene Fischer - Warum verschweigt sie diesen Mann? Jetzt holt sie ihre Vergangenheit ein

Dieser Mann hat – und jetzt halten Sie sich fest! – schon mal Helene Fischer getroffen. Echt wahr! In einem Musik-Workshop “traf er die süße Helene – ein hübsches junges Ding.” Die Redaktion der “neuen Frau” kann sich die beiden natürlich sofort “prima zusammen bei einem romantischen Duett auf der Bühne vorstellen”. Denn “er singt doch auch so schön: ‘Ich werd’ dir alles geben, wonach dein Herz sich sehnt.’” Und schon stellt sich die Frage: “Was, wenn Helene nun ihre Vergangenheit einholt? Dann muss Flori noch mit einem Konkurrenten mehr leben. Der Arme!”


“Woche Exklusiv”:
Helene Fischer - Unfassbar, wie man sie demütigt - Carmen Geiss - Ihr verzweifelter Kampf gegen das Ehe-Aus - Psycho-Schock! Plötzlich müssen sie ganz stark sein

Helene Fischer und Carmen Geiss haben ungefähr so viel miteinander zu tun wie Daniel Hartwich und Prinz Harry. Warum die “Woche Exklusiv” die beiden trotzdem zusammen aufs Cover gepackt hat, erklärt sie so: “Zwei Leben, eigentlich Lichtjahre voneinander entfernt – und doch mit einer erschreckenden Parallele: Plötzlich wendet sich das Schicksal gegen sie.” Bei Helene Fischer macht die Redaktion diese Psycho-Schock-auslösende Schicksalswendung an drei Ereignissen fest. Erstens hat sie bei der Moderation der “Bambi”-Verleihung am Ende versehentlich gesagt: “Das war der Echo 2013″ – ein “peinlicher Patzer” der “Perfektionistin”. Zweitens waren die TV-Quoten ihres Konzerts nicht so gut wie erwartet. Und drittens droht offenbar “auch in der Liebe Ungemach”: Ihren “Langzeit-Liebsten Florian Silbereisen” hat Helene in irgendeiner Dankesrede “mit keiner Silbe erwähnt.”

Der Psycho-Schock von Carmen Geiss liegt hingegen darin begründet, dass Herr Geiss ständig böse Witze über Frau Geiss macht. “Natürlich soll das immer scherzhaft rüberkommen”, weiß die “Woche Exklusiv”, “doch wenn jede Pointe zugleich eine Demütigung ist, hat das einen ernsten Hintergrund. Da ist von Liebe nicht mehr viel übrig.”


“Echo der Frau”:
Andrea Berg - Zwangs-Diät! - Verzicht aus Liebe

“Die Künstlerin achtet sehr auf ihre Figur”, schließlich will sie sich “ihren Fans stets makellos präsentieren” – was in der Weihnachtszeit natürlich umso schwieriger wird: “Allein 100 Gramm Lebkuchen [haben] durchschnittlich bereits beachtliche 350 Kalorien”.


“Viel Spaß”:
Stefanie Hertel & Stefan Mross - Erstaunliches Geständnis - Mit dieser Überraschung hat niemand gerechnet

Stefan und Stefanie waren mal zusammen. Jetzt ist Stefan mit einer anderen Frau liiert, mit der er seit kurzem auch ein Kind hat. Und jetzt, “Überraschung”: Bei Stefanie ist “von Eifersucht oder Missgunst keine Spur. […] Unglaublich aber wahr – die gebürtige Vogtländerin scheint sich tatsächlich aufrichtig über den Patchwork-Familienzuwachs zu freuen”. Damit hatte die “Viel Spaß” einfach nicht gerechnet.


“Echo der Frau”:
Kronprinzessin Mary - Familien-Geheimnis gelüftet

Streng genommen sind es sogar zwei Familien-Geheimnisse: Erstens wurde Marys Ehemann Prinz Frederik streng erzogen. Und zweitens “verriet Mary, dass sich die Kinderschlafzimmer auf Schloss Amalienborg direkt neben dem Elternschlafzimmer befinden. So können [die Kinder] nachts zu Mama und Papa ins Bett huschen und sich ganz eng an sie kuscheln.”


“Freizeit Momente”:
Maxima & Willem-Alexander - Baby-Geheimnis gelüftet - Es wird ein Junge!

Die “Freizeit Momente” hat einfach einen Blick für so was. “Es ist dieses Lächeln, wissend und geheimnisvoll zugleich. Es sind die kleinen Gesten wie die Blumensträuße, die plötzlich vor dem Bauch getragen werden. Oder die Röcke, die eine ‘Kellerfalte’ ziert an der Stelle, an der sich ein Bäbybäuchlein als Erstes wölbt. All das hat sie verraten, ihr süßes Geheimnis ans Tageslicht gebracht: Ja, Königin Máxima der Niederlande ist wieder schwanger.” Hurra! Und zwar wird sie, wie die “Freizeit Momente” sofort erkannt hat, einem “niedlichen Jungen das Leben schenken.” Einem “Stammhalter”. Einem “kleinen Prinzen”, mit dem Willem-Alexander “Fußball spielen und angeln gehen kann.” Warum sich das Blatt da so sicher ist? Weil es auch dafür “viele Anzeichen” gibt, genau genommen zwei. Erstens ist Máxima “in den letzten Wochen förmlich erblüht, sie ist noch schöner geworden. Und Sie kennen ja sicher die Weisheit, dass ein Junge seiner Mama Schönheit schenkt, während ein Mädchen sie ihr raubt …”. Zweitens “gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Königin unter Schwangerschaftsübelkeit leidet” – und wie jeder weiß, werden “Übelkeit und Gemütsschwankungen” nur von weiblichen Babys verursacht. Beweisführung abgeschlossen.


“Woche der Frau”:
Verona Pooth - Wie peinlich! Beim dreisten Lügen erwischt

Verona Pooth hat in einem “TV-Promi-Magazin” gesagt, dass sie “keine E-Mail-Adresse” und “keinen Account” habe. Und weil Verona Pooth neulich etwas bei Facebook gepostet hat, steht für die “Woche der Frau” fest, dass Verona Pooth “im Fernsehen dreist gelogen hatte”. Ist ja auch klar: Für Facebook braucht man einen Account. Und weil Verona Pooth ja gesagt hatte, dass … ach, egal.


“die aktuelle”:
Verzweifelt! - Fürstin Charlene - Als er ging, weinte sie! - Es passierte in Südafrika

Nelson Mandela ist gestorben.


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Abrechnung mit seiner jungen Frau

Abrechnung mit seiner jungen Frau

Bettina Wulff wird von der Regenbogenpresse verachtet wie kaum jemand sonst. Wir können uns selbst nicht so recht erklären, warum es ausgerechnet sie so hart trifft. Und warum vor allem “die aktuelle” so sehr darauf aus ist, ihr immer wieder eins überzubraten:

Was ist das nur für eine Mutter? - Bettina Wulff - Sie lässt ihr Kind im Stich! - Die dramatischen Ereignisse - Das traurige Leben des kleinen Jungen

Bettina Wulff - Vor Gericht! - Verrät sie ihren Mann noch einmal?

Bettina Wulff - Erwischt! Wer in ihr neues Liebes-Nest darf

Bettina Wulff - Große Pläne - und er zahlt

Erwischt! Bettina Wulff - "Liebes-Seminar" am Meer

Aber auch andere Blätter hauen gerne mit drauf, zum Beispiel “Das neue Blatt”:
Unglaublich! Bettina & Christian Wulff - Er leidet - und sie feiert mit ihrem Anwalt

Unfassbare Enthüllungen - Christian Wulff - Oh nein! - Nimmt er Bettina etwa zurück?

“frau aktuell”:Rätselraten um die Scheidung - Bettina Wulff - Falsches Spiel mit ihrer neuen Liebe?

“die exklusive”:
Bettina Wulff - Scheidungs-Tragödie - Was tut sie ihren Kindern an!

“Freizeit Monat”:
Christian Wulff - Endlich! - Abrechnung mit seiner jungen Frau

“Freizeit Vergnügen”:
Schockierende Destails im Scheidungsdrama - Christian Wulff - Seine junge Frau nimmt ihm alles!

Was solche Artikel bei den Lesern auslösen, lässt sich dann mit ein paar Wochen Verzögerung auf den Leserbrief-Seiten nachverfolgen:

In ihrem jüngsten Wulff-Artikel spekuliert “die aktuelle” der Abwechslung halber mal über eine “Liebes-Rückkehr bei den Wulffs”. Anlass ist der Gerichtsprozess gegen Christian Wulff, bei dem Bettina Wulff als Zeugin geladen war.

Der anonyme Verfasser beruft sich bei den “Comeback”-Mutmaßungen auf “Gesellschaftskreise in Hannover”, die “tuscheln”, dass Bettina Wulff “die glücklichen Zeiten von damals nicht vergessen kann.” Es gebe auch “Gründe für das Getuschel”:

Nummer 1: Christian Wullf soll dem “stern” gesagt haben, er liebe seine Frau “immer noch. Wir waren so ein schönes Präsidentenpaar.’”

Nummer 2: “Auf die Frage des Richters antwortete der Ex-Präsident laut und klar: ‘Verheiratet.’ Dass da Unternehmer Stefan Schaffelhuber, 54, als neuer Mann an ihrer Seite gilt, störte ihn nicht.”

Nummer 3: Auf der Bambi-Verleihung in Berlin tauchte Schaffelhuber “allein auf. Bettina war nicht dabei.”

Das alles wirft für das Blatt schließlich die Frage auf:Geht da wieder was?

Für “die aktuelle”-Verhältnisse ist so eine “Argumentation” nicht ungewöhnlich. Ein bisschen angebliches Getuschel, eine Interview-Aussage, bumms, schon steht der “Neuanfang mit der Ex” (wahlweise auch die “Trennung”) so gut wie fest.

Und weil es hier um Bettina Wulff geht, muss “die aktuelle” schon aus Gründen der Tradition irgendwas Gemeines einbauen. Kurz nach der Stelle mit der Bambi-Verleihung ist es so weit:

Bettina war nicht dabei. Es hieß, sie wolle für ihren Sohn Linus, 5, da sein. Und mit ihrer Aussage vor Gericht wohl auch für Christian. Jetzt, kurz vor Weihnachten, wäre die perfekte Zeit für eine Wiedervereinigung der Familie. Nach allem was vorfiel allerdings ein ganz schön schamloser Weihnachts-Wunsch …

So ganz haben wir das zwar immer noch nicht verstanden, aber wir versuchen es mal mit einer Zusammenfassung: Man könnte also aufgrund der Aussagen von Christian Wulff, aufgrund des Fernbleibens Bettina Wulffs von der Bambi-Verleihung und aufgrund all dessen, was in Hannover so über die beiden “gemunkelt” wird, annehmen, dass Bettina Wulff zu Christian Wulff zurückkehren wollen könnte. Und weil bald Weihnachten ist, könnte das auch Bettina Wulffs Weihnachts-Wunsch sein. Und wenn das so wäre, wäre das — “nach allem was vorfiel” (was auch immer das konkret heißen soll) — ganz schön schamlos. Ach, “aktuelle” …

Wenn wir dann auch mal etwas munkeln dürfen: Vielleicht hat sich “die aktuelle” diese Geschichte ja nur so komisch zurechtgebogen, um auf der Titelseite irgendwas mit “Weihnachten” schreiben zu können:

Bettina Wulff - Einfach schamlos! - Was sie sich zu Weihnachten wünscht


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Schlagzeilenbasteln (5)

Schlagzeilenbasteln (5)

Haben Sie das Zeug zum Regenbogenredakteur? Finden Sie es heraus! Wir nennen Ihnen eine Nachricht, und Sie denken sich eine Schlagzeile dazu aus. Mit einem Klick auf den Link erfahren Sie, wie es die Profis gemacht haben.

Und ab dafür!


Am linken Handgelenk von Schlagersängerin Andrea Berg baumelt seit einiger Zeit ein rotes Band. Könnte ein Wollfaden vom letzten VHS-Strickkurs sein, es soll sich aber um Kabbala handeln, der mystischen Tradition des Judentums. Übrigens: Das Ding “gibt’s im Internet — für 7,95 Euro, inkl. ‘Echtheits-Zertifikat’”.

Andrea Berg - Große Sorge! Verfällt sie einer unheimlichen Sekte?


Die Tochter von Til Schweiger träumt davon, Model zu werden.

Angst um seine Tochter

Denn jeder weiß: “Zu oft findet man Drogen und Magersucht in dieser Branche.”


Die Mitarbeiter der “Revue exklusiv” haben mal ein bisschen über diese Fotos der spanischen Prinzessin Letizia unsinniert:

Prinzessin Letizia

Prinzessin Letizia - Nackt-Skandal - Wie kann sie sich so freizügig zeigen?

Doch nicht nur das! Denn: “Bei einem Vortrag in Madrid soll es wegen ihres Minirocks, der gefährlich weit hochrutschte, als sie sich setzte, sogar mal zu Ohnmachtsanfällen gekommen sein.”


Der Vater von Semino Rossi ist an Krebs gestorben. Ein Freund von ihm auch.

Semino Rossi - OH GOTT, NEIN! - Die schreckliche Angst vor dem bösen Krebs-Fluch


Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit hat sich nach ihrer Nacken-OP im November aufs Schloss Skaugum zurückgezogen. “Alle Termine wurden abgesagt. Ihre Auszeit um Wochen verlängert.”

Dabei sehnt sie sich nur nach Geborgenheit - Prinzessin Mette-Mari - Psycho-Kollaps - Sie steht vor den Scherben ihres Glücks - Jetzt kann nur noch ihre beste Freundin helfen


Neulich sagte Veronica Ferres im Interview mit der “Bunte” zu etwaigen Hochzeitsplänen mit ihrem Mann Carsten Maschmeyer: “Es wäre toll, unter Wasser oder im Weltall zu heiraten, damit man für sich sein kann”.

Veronica Ferres - Heirat im All?


Auf der Facebook-Seite von Helene Fischer schrieb neulich Butterbirne eins: “Helene, du bist 1000 mal besser als Andrea Berg, diese eingebildete Zippe.” Das veranlasste Butterbirne zwei zu folgender Antwort: “Halt dein Maul, du Knallfrosch. Andrea ist um Welten besser.”

Andrea Berg & Helene Fischer - Schlager-Krieg! Üble Beschimpfungen - ihre Fans toben vor Wut


Charlotte Casiraghi (Enkelin Nichte* des Fürsten von Monaco) ist schwanger, ihr Freund Gad Elmaleh (Komiker) ist auf Tournee in Frankreich.

Monaco vergiftet jede Liebe ... - Charlotte Casiraghi - So ein Schuft! - Das Baby ist da - er ist weg!

Oder auch:

Sowas verzeiht eine Frau nie!


Bei Willem-Alexander, dem König der Niederlande, wurde “vor 20 Jahren” eine Lungen-Sarkoidose diagnostiziert. Eine Krankheit, die — wie Experte Dr. Michael Barczok erklärt — häufig keinerlei Beschwerden verursacht und in mehr als 90 Prozent der Fälle folgenlos verläuft. Außerdem soll Willem-Alexander die Krankheit schon längst besiegt haben.

Oh, mein Gott! König Willem-Alexander - Die Lunge! Bösartige Krankheit bedroht sein Leben


Neulich beim Konzert von “Deutschland sucht den Superstar”-Gewinnerin Beatrice Egli: Ein Fan ruft zwischen zwei Songs laut “Beatrice, ich möchte dich heiraten!”

Beatrice Egli - Rührender Heiratsantrag!


Nach ihrer Brustamputation hat sich Angelina Jolie Silikonimplantate einsetzen lassen. Das könnte zu Infektionen führen.

Angelina Jolie - Schock-Diagnose - Der Star schwebt in akuter Lebensgefahr


Im kommenden Jahr könnte Prinz Harry womöglich vielleicht seine derzeitige Freundin Cressida Bonas heiraten. Cressida ist die Halbschwester von Isabella, mit der Harrys großer Bruder William vor sechs Jahren mal eine Beziehung hatte. Also: Harry aktuell mit Cressida, William früher mal mit Isabella. Williams heutige Ehefrau Kate findet Cressida ganz nett und plaudert ab und zu mal mit ihr.

Herzogin Kate - Spiel mit dem Feuer - Sie holt ihre große Rivalin in den Palast

Zur Erklärung: Kate habe einen “schlauen Plan ausgeklügelt: Sie macht sich die Schwester ihrer Feindin einfach zur besten Freundin. Und nimmt Cressida kurzerhand unter ihre Fittiche.” Mit der Kontrolle über Cressida “wird sie sich immer auf ihre Loyalität verlassen können. Auch gegen die eigene Schwester.” Har-har-har!


Helene Fischer hat in einem Interview erzählt, dass sie in den ersten Minuten nach einem Auftritt “noch voller Adrenalin” ist. “Danach fällt alles von mir ab. Ich gehe danach nicht gerne sofort ins Hotelzimmer, denn man fühlt sich oft sehr einsam nach dem Auftritt”.

Helene Fischer - Hilferuf aus dem Hotelzimmer - Von Millionen geliebt - doch oft so einsam


Irgendwo in Potsdam, also in der Stadt, in der auch Günther Jauch mit seiner Frau und seinen vier Töchtern lebt, hat ein “Sexgangster” Frauen belästigt.

Der blanke Horror vor Weihnachten - Günther Jauch - So gefährlich lebt seine Familie


*Korrektur, 12. Dezember, 15:05 Uhr: Charlotte Casiraghi ist natürlich nicht die Enkelin, sondern die Nichte des Fürsten von Monaco. Danke an Eve für den Hinweis!

**Korrektur, 13. Dezember, 14:11 Uhr: Diese Schlagzeile hatten wir zuerst einem anderen Blatt zugeschrieben. Pardon dafür!


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Die scheinheiligen drei Könige

Die scheinheiligen drei Könige

Zur Weihnachtszeit schlägt die Stunde des Achim Thäsler. Denn dann darf der stellvertretende “die aktuelle”-Chefredakteur loslegen und das Vorwort des Heftes mit seinen Gedanken zum Fest der Feste füllen. Na dann, Achim, lass jucken …

Montags-Gedanken - Liebe Leserin, lieber Leser! Haben Sie gestern auch einen geputzten Stiefel vor die Tür gestellt -- in der Hoffnung, dass der Nikolaus ein paar Süßigkeiten hineinlegt? Ich auf jeden Fall! Darf ich Ihnen ein Geständnis machen: Ich liebe Weihnachten und die Vorweihnachtszeit!

Manometer!

Und warum liebt Achim Thäsler Weihnachten und die Vorweihnachtszeit wohl so? Genau: Weil die Welt in diesen Tagen eine bessere ist. Oder wie er schreibt: “Was für glückliche Tage! Wie durch ein Wunder sind die Menschen plötzlich viel freundlicher und rücksichtsvoller.”

Mensch, Thäsler, das aus deiner Feder! Wer dürfte sich schon besser mit Rücksichtnahme und Freundlichkeiten auskennen, als der zweite Mann in einem der übelsten Schmierläden der Republik?

Aber wenn man erstmal so richtig in Weihnachtsstimmung kommt …

Während ich diese Zeilen schreibe (es ist das erste Advents-Wochenende), spielt im Hintergrund ein Radiosender rund um die Uhr Weihnachtslieder. Das ist mein Lieblingssender, wie Sie sich vorstellen können.

Und was für Geschichten bietet diese Woche unser Lieblingskampagnenblatt “die aktuelle”?

Sicher auch nur aufrichtig freundliche und rücksichtsvolle — dafür wird Achim “als kleiner Junge stand ich bei einer Adventsfeier des Roten Kreuzes auf der Bühne und spielte in einem Theaterstück den Weihnachtsmann” Thäsler in der Redaktionskonferenz bestimmt gesorgt haben …

Mette-Matir - Scheidung? Die unfassbare Erklärung vom Hof - Was wird aus den Kindern?

Helmut Kohl - Schreckliche Diagnose! Verliert er jetzt seinen Lebensmut?

Sylvie van der Vaart - Seit dem Ehe-Aus mit Rafael jagt eine Liebes-Katastrophe die nächste. Die Männer, mit denen sie sich verabredet, sehen zwar alle toll aus, sind aber ziemlich charakterlos. Hätte Sylvie nichts selbst soviel Unsinn gemacht, könnte man fast Mitleid kriegen ...

Boris & Lilly Becker - Er bedroht sie auf dem roten Teppich

Na, sieh mal einer an: Scheidung, schreckliche Diagnosen, Drohungen. Bei so viel Nächstenliebe wird einem Weihnachtsfan doch richtig warm ums Herz. Alles so friedvoll und fröhlich!

Ich wünschen [sic!] Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, eine friedvolle und fröhliche Adventszeit.

Ach, Achim Thäsler, eins noch: Auch wenn man es im ersten Moment vermuten könnte – das Wort “Scheinheiligkeit” hat so rein gar nichts mit Weihnachten zu tun.


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Ich fordere Sie zum Duell

Ich fordere Sie zum Duell

Wir haben neulich eine Überraschung erlebt: Eine Redakteurin von “die aktuelle” hat uns zum “Schlagabtausch” herausgefordert.

Der Fehdehandschuh kam per Facebook:Facebook-Unterhaltung mit einem Redaktionsmitglied von die aktuelle - Lust, morgen mit mir einen kleinen Schlagabtausch via Chat zu liefern? Grundsätzlich gerne. Aber was genau meinen Sie mit Schlagabtausch? Melde mich später. Wir haben heute Schluss-Tag. Wollte mit Ihnen über topfvollgold reden. Alles klar. Ich bin nicht permanent online bei Facebook. Aber immer mal wieder. Das sollte also hinhauen. Melden Sie sich einfach, wenn es bei Ihnen passt.

Hui, dachten wir, das könnte spannend werden. Tja, könnte.Facebook-Unterhaltung mit einem Redaktionsmitglied von die aktuelle - Sorry, ich habe es mir doch anders überlegt. Bei Ihnen muss ich damit rechnen, dass Sie unser Chat-Geschreibsel möglicherweise in topfvollgold veröffentlichen. Habe glücklicherweise vorher noch mal nachgedacht.Seitdem kam nichts mehr.

Ein bisschen wie Homer Simpson. Mit dem Fehdehandschuh drohen …Homer droht Moe mit seinem Fehdehandschih

… aber einen Rückzieher machen, sobald jemand die Herausforderung annimmt:Texaner nimmt Homers Duell-Aufforderung anAlso, liebe Mitarbeiter von “die aktuelle” oder von welchem Heft auch immer: Fordert uns doch erst dann zum Duell, wenn Ihr Euch auch wirklich sicher seid. Wir wären jedenfalls dabei.

Aber Ihr müsst das auch gar nicht so verbissen sehen. Wir finden nicht gut, was Ihr macht; Ihr findet nicht gut, was wir machen. Ist doch okay so. Wir würden nur gerne verstehen, warum Ihr das macht. Und wie Ihr es dann schafft, Euch nicht vor Eurem eigenen Spiegelbild zu ekeln.

Darum freuen wir uns immer, wenn uns jemand von der anderen Seite des Regenbogens seine Sichtweise schildert. Das muss ja auch nicht gleich ein Schlagabtausch sein. Eine friedliche Unterhaltung würde uns schon reichen.


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Schlagzeilenbasteln (4)

Schlagzeilenbasteln (4)

Haben Sie das Zeug zum Regenbogenredakteur? Finden Sie es heraus! Wir nennen Ihnen eine Nachricht, und Sie denken sich eine Schlagzeile dazu aus. Mit einem Klick auf den Link erfahren Sie, wie es die Profis gemacht haben.

Und schon geht’s los!


“die aktuelle” war zu Gast bei Sylvie van der Vaart in Hamburg. Und die sagt mit Freudentränen in den Augen: “Ich freue mich, dass meine Mama in der schweren Zeit so hinter mir steht”.

Daheim bei Sylvie - Tränen-Kollaps im Wohnzimmer

Ach, wobei … Warum nicht gleich so?

Exklusiv! Sylvie van der Vaart - Zusammenbruch im Wohnzimmer


Thea und Günther Jauch kauften 2010 das Weingut Othegraven im rheinland-pfälzischen Kanzem. Schließlich sind beide große Weinliebhaber.

Es ist nie zu spät - Günther Jauch & Thea - Ihr mutiger Neuanfang

Günther & Thea Jauch - Die Wahrheit über ihre Ehe


Als Daniela Katzenberger vier Jahre alt war, trennten sich ihre Eltern.

Daniela Katzenberger - Heimliches Psycho-Drama - Schon mit vier Jahren verlor sie den Glauben an die Liebe


In ihrem neuen Lied singt Helene Fischer: “Ich stress mich und schlauch mich, verlier und verbrauch mich”. Steilvorlage!

Ihr neues Lied ist wie ein Hilfeschrei - Helene Fischer - Wie lange hält sie den Stress noch durch?


Der 30-jährige Sohn von “Bauer sucht Frau”-Kandidatin Narumol will Mönch werden und von seiner thailändischen Wohnung in ein thailändisches Kloster ziehen.

Trauriger Abschied! Narumol & Josef - Tränen um ihr geliebtes Kind!


Während Bettina Wulffs neuer Lebenspartner Stefan Schaffelhuber sich gerade hat scheiden lassen, ist sie “nach wie vor mit Ex-Bundespräsident Christian Wulff (54) verheiratet.”

Rätselraten um die Scheidung - Bettina Wulff - Falsches Spiel mit ihrer neuen Liebe?


Schlagersängerin Nicole ist mit ihren Flipflops an einer Treppe hängen geblieben, gestürzt und hat sich den linken Mittelfuß gebrochen. Die Folge: Beim “Schlagerolymp” in Berlin könnte sie nur im Sitzen auftreten, ihr linkes Bein in einen Gipsverband gepackt.

Nicole - Unfall, Rollstuhl! Wird sie je wieder richtig laufen können?


Der italienische Fernsehsender, bei dem Michelle Hunziker die Sendung “Striscia la notizia” moderiert, hat sich einen Ersatz für die Schweizerin gesucht. Schließlich fällt Hunziker wegen der Geburt ihres zweiten Kindes eine Weile aus. Nun präsentiert die Argentinierin Belén Rodriguez die Satiresendung.

Unfreiwillige Babypause - Michelle Hunziker - Abgesägt von einem Luder


Bis zu zehn Energy-Drink-Dosen soll sich David Hasselhoff — “seine Trinkerei ist den Fans noch gut in Erinnerung” — täglich reinpfeffern.

David Hasselhoff - Rückfall in die Sucht


Jörg Pilawa geht 2014 wieder zur ARD. Und Inka Bause hat eine Show im ZDF.

Jorg Pilawa - Inka Bause - Neues Glück


Nachdem Prinz William seinen Dienst auf einer Militärbasis quittiert hatte, wurden dort zwei Wachhunde eingeschläfert. Die offizielle Begründung lautete, einer der Hunde sei zu krank, der andere zu aggressiv gewesen, um sie weiterzuvermitteln.

William & Kate - Erschütternder Vorfall - Ist ihre Tierliebe nur gespielt?


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Die seltsame Reise der F. Fälschlein

Die seltsame Reise der F. Fälschlein

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen auf dem Weg in den Urlaub im Flugzeug, und jemand Bekanntes ist ebenfalls im Flieger. Jemand, dessen Gesicht Sie aus den Zeitungen oder dem Fernsehen kennen.

Das ist dann, wenn Sie aus dem Urlaub zurück sind, vielleicht Grundlage für eine kleine lustige Geschichte im Freundeskreis oder bei der Arbeit. Für “die aktuelle”-Schreiberinnen ist es die Grundlage für einen doppelseitigen Artikel.

Es ist eine ganz seltsame Geschichte, die Frauke Fälschlein da aufgeschrieben hat. Das fängt schon beim Namen der Autorin an, der für die Regenbogenpresse passender nicht sein könnte, aber tatsächlich ihr echter Name ist.

Fälschlein hat bei einem Flug nach Johannesburg ein bekanntes Gesicht getroffen:

Und dann die Überraschung: Samiel Koch, 25, ist auch an Bord des Airbus' der South African Airways!

Samuel Koch ist vor drei Jahren bei einem “Wetten, dass..?”-Auftritt gestürzt und sitzt seither im Rollstuhl. Nun war er unterwegs nach Botswana, um dort in der Wildnis umherzureisen.

Und “die aktuelle” macht aus diesem gemeinsamen Flug einen Text, der sich liest wie eine Verschriftlichung des Christine Neubauer-Streifens “Meine Heimat Afrika”:

Afrika. Kontinent der Sehnsucht. Land des Abenteuers, der wilden Tiere.

Nächte im Zelt. Elefanten, Krokodile, Lagerfeuer-Romantik.

Jeep-Touren, Flussfahrten mit dem Boot, kühle Nächte in Zelten. Und: Tolle Sonnenuntergänge, der Duft der Savanne, wilde Tiere wie in “Jenseits von Afrika”.

Frauke Fälschlein kommt aus dem fleißigen Aufzählen aller 437 “die aktuelle”-geprüften Afrika-Klischees gar nicht mehr heraus.

Doch zwischen “Lagerfeuer-Romantik” und klugen Sätzen wie “Afrika lässt den Alltag vergessen, Afrika macht happy” ist noch genug Platz für einen Aspekt, der Frauke Fälschlein offenbar ganz besonders am Herzen liegt: Sie möchte gerne kräftig Werbung machen für die Agentur, mit der Samuel Koch nach Botswana gereist ist.

Und so packt “die aktuelle” rechts an den Artikel einen Info-Kasten samt Firmenlogo, Internetadresse, Beratungshotline und einer fröhlich-werbenden Aussage der Chefin:

Reise-Info - Info-Kasten zum Reiseveranstalter der Botswana-Reise von Samuel Koch samt Firmenlogo, Internetadresse und Beratungshotlone.

Auch der Text weist noch einmal großzügig auf den Reiseanbieter hin:

Dank der Agentur “[...]” siehe (Kasten) [sic!], die sich auf barrierefreie Safaris spezialisiert hat, ist diese Reise möglich.

Und dank des zufälligen Aufeinandertreffens von Frauke Fälschlein und Samuel Koch wurde diese schöne Anzeige Geschichte möglich.


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Schlagzeilenbasteln (3)

Schlagzeilenbasteln (3)

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Alles klar? Dann los!


Jürgen Klopp ist beim Fußball mal wieder aus der Haut gefahren.

Bedrohliche Ausraster - Jürgen Klopp - Muss seine Frau sich vor ihm fürchten?


Die Publizistin Helga Hirsch arbeitet seit Kurzem als Beraterin im Bundespräsidialamt. Sie war vor 15 Jahren auch mal mit Bundespräsident Gauck zusammen.

Ob Daniela darüber glücklich ist? - Joachim Gauck - Er holt seine Ex zu sich

Und was ist nun mit seiner Daniela? - Joachim Gauck - Neuanfang mit der Ex - Sie gibt im Schloss den Ton an

Daniela muss mit seiner Vergangenheit leben - Joachim Gauck - Neue Geliebte aufgetaucht


Das Geissens haben bei Instagram dieses Foto ihrer Töchter Davina Shakira und Shania Tyra gepostet:Screenshot: http://instagram.com/p/deWEyprwCJ/#

Die Geissens - Lolita-Alarm! - Leichtsinnig, was sie ihren Töchtern antunDenn “Tatsache ist nun mal: In den anonymen Welten des Internets tummeln sich jede Menge Kriminelle und Pädophile auf der Suche nach Lolita-Fotos und Kontakten jeglicher Art. […] Machen sich die Geissens darüber keine Gedanken?”


Gertrud Steinbrück hat ihrem Mann irgendwann mal vorgeschlagen, den gemeinsamen Nachnamen Steinbrück abzulegen und stattdessen ihren Mädchennamen Isbary anzunehmen. Peers Antwort: “Wenn du das von mir verlangst, lasse ich mich scheiden.”

Sie sprachen schon von Scheidung


In einer Online-Umfrage ist Florian Silbereisen zum nervigsten Moderator Deutschlands gewählt worden.

Florian Silbereisen - Nur Helene kann ihn jetzt noch trösten


Zwei Monate nach der Geburt ihres Sohnes ist Herzogin Kate wieder rank und schlank.

Herzogin Kate - Dramatische Radikal-Diät - Ihr falscher Ehrgeiz gefährdet Klein-George!Denn: “Experten warnen ausdrücklich vor Diäten während des Stillens: Eine Mangelernährung schwächt die Güte der Muttermilch und schadet so dem Kind! Der Gedanke, Kate könnte weniger essen, um schneller schlank zu werden, ist furchtbar! Was wird aus dem kleinen George? Steht seine Gesundheit auf dem Spiel?”


Angeblich ist Stefan Mross “Geheimfavorit für eine mögliche Nachfolge von Markus Lanz” bei “Wetten, dass…?”

Schock-Nachricht - Stefan Mross - Was soll nur aus seinem Baby werden?Denn als Moderator von “Wetten dass…?” hätte er wohl kaum noch Zeit für seine Familie.


Als Günther Jauch in einer Fernsehshow gefragt wurde, wen er früher “scharf” fand, antwortete er: “Ich fand Karin Dor toll. Ja, das war mein erster Kinofilm [...]. Und da war eine unvorstellbar schöne Frau … und das war Karin Dor!”

Günther Jauch - Wo fängt Untreue an? Es geht um diese schöne Frau


Von Boris und Lilly Becker sind diese beiden Fotos aufgetaucht:Ausriss: "Die neue Frau", Nr. 36/2013

Boris & Lilly - Sagt sie ihm hier, dass sie schwanger ist?


Birgit Schrowange sagt in einem Interview, insgesamt finde sie die Generation Männer zwischen 40 und 50 nicht souverän genug: “Die haben Angst vor erfolgreichen Frauen und suchen nach wie vor das Modell ‘jüngere Ehefrau, die ihnen den Rücken freihält”.

Markus Lanz - Pikante Enthüllung - Jetzt packt seine Ex-Geliebte ausDenn Birgit Schrowange war mal mit Markus Lanz zusammen. Und der ist ein Mann zwischen 40 und 50.



Apropos — Markus Lanz, der bekanntlich auch mal gerne an extreme Orte reist (Grönland, Alaska, Malle), wurde vor zwei Jahren in einem Interview gefragt, ob er “auch schon Halluzinationen im Eis” gehabt habe. Lanz antwortete: “Ja. Vor allem am Südpol.”

Markus Lanz - Überraschende Beichte - Er spricht über seine Wahnvorstellungen


Lilly Becker hat das hier bei Twitter gepostet:Beautiful .... I want her ... [Foto eines Mädchens]

Boris Becker (45) - Lilly wünscht sich ein Mädchen


George III. (1738-1820), König von Großbritannien, litt unter einer Stoffwechselstörung. Und bei Alice von Battenberg (1885-1969), der Schwiegermuter von Königin Elisabeth, wurde 1930 Schizophrenie diagnostiziert.

Prinzessin Kate - Angst um Baby George - Schock-Nachricht: Eine schlimme Erbkrankheit bedroht den kleinen Thronfolger


Boris Becker hat schon lange nichts mehr über seine Tochter getwittert.

Neuer Schock - Boris Becker & Lilly - Darf er sein Kind nicht mehr sehen?


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An der Haarfarbe des Mannes …

An der Haarfarbe des Mannes …

Im Juli zog Heinz Georg Kramm, besser bekannt als Heino, gegen die WAZ Women Group vor Gericht. Es ging um “pikante Gerüchte”, die das Blatt “die aktuelle” verbreitet hatte.

Die “Süddeutsche Zeitung” war bei der Verhandlung dabei und fasste den “aktuelle”-Artikel später so zusammen:

Auf einer Doppelseite wird geschildert, wie Heino und ein weiblicher Dauer-Fan sich im Büro seines Cafés eingeschlossen hätten, während verzweifelte Kellner dort hinein wollten, um Wechselgeld zu holen. Später sei “grinsend” Heino rausgekommen, gefolgt von der Dame.

Sie ist die Mutter des 13-jährigen Johannes, der Heino bei einem Kirchenkonzert sogar schon auf dem Keyboard begleiten durfte. Ihm soll der Sänger auch die Erbanteile zugedacht haben, die er seinen eigenen Enkeln angeblich entzogen habe. Und besonders ins Auge stach den Aktuelle-Reportern: “Der kleine Johannes trägt zu seinen Heinoblonden Haaren Sonnenbrille. Pechschwarz. Ja, so wie Heino”.

Und so wurde — zumindest in der “aktuellen” — aus dem “kleinen Johannes” plötzlich der “kleine Heino”.

Dem großen Heino passte das alles hingegen überhaupt nicht, deshalb zog er vor Gericht — und erwirkte diese Gegendarstellung:Gegendarstellung - Sie schreiben in "die aktuelle" Nr. 24 vom 7. Juni 2013 auf der Seite 20 unter der Überschrift "Eine ganze Stadt tuschelt über diesen 'kleinen Heino'" in Bezug auf ein Büro eines von mir betriebenen Cafés: "Doch darin hatten sich Heino und Jutta eingeschlossen. Die Kellner warteten und warteten ... Dann kam Heino raus, grinste. Ihm folgte Jutta ..." Hierzu stelle ich fest: Ein solches Geschehen hat es zu keinem Zeitpunkt gegeben. Bad Münstereifel, den 10. Juni 2013 - Heinz Georg Kramm - Der Verlag ist gesetzlich zum Abdruck der Gegendarstellung verpflichtet.


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Verrenkungen der Woche (8)

Verrenkungen der Woche (8)

Lang, lang ist’s her, dass wir Ihnen hier die Verrenkungen präsentiert haben. Deswegen ist es höchste Zeit für einen neuen Schwung!

Was sich hinter den jeweiligen Schlagzeilen verbirgt, erfahren Sie wie immer mit einem Klick auf “Hier klicken”. Und los geht’s:


“Freizeit direkt”, Nr. 9

Angela Merkel - Ihre privaten Geheimnisse

1. In ihrem Ferienhaus in der Uckermark hat sie eigenhändig Blumen, Erdbeeren und Kartoffeln gepflanzt.
2. Wenn Angela Merkel grillt, dann Forelle und Steak.
3. Sie mag auch Bratwurst.


“Glückliche Freizeit”, Nr. 8

Moderatorin Inka Bause - Schluss, bevor ihr alles zu viel wird

Inka Bause geht nach drei Jahren über von Bord des ZDF-Traumschiffs.


“Das neue Blatt”, Nr. 35

Inka Bause - Überraschende Liebes-Beichte

“Wenn kein Mann mehr kommt, kaufe ich mir noch einen Hund”


“Woche der Frau”, Nr. 35

Michelle Hunziker - So raffiniert bringt sie ihre Schwiegermutter zum Schweigen

Schwiegermütter können einem das Leben ganz schnell zur Hölle machen. “Davon kann Michelle Hunziker (36) ganze Opern singen”. Doch seit Kurzem ist Ruhe im Karton. Michelle hat ihre Schwiegermutter zum Schweigen gebracht. Und zwar ganz ohne Loch in der Wüste. Michelle war viel cleverer. Mit einem “raffinierten Schachzug” nahm sie “ihrer Schwiegermutter einfach die Luft aus den Segeln”: Sie bekommt zwar in Kürze eine Tochter, kündigte aber jetzt schon an, auch noch einen Jungen kriegen zu wollen. Und der soll, jetzt kommt’s, auf den Namen Nicola getauft werden! Wie kann ihr die Schwiegermutter da noch böse sein? Denn Nicola hieß auch “ihr geliebter Ehemann, dem sie vier Kinder schenkte – und den sie viel zu früh verlor”.


“Freizeit pur”, Nr. 9

Steffi Graf - Bittere Beichte - Ist ihr großes Glück etwa nur Show?

In einem Interview wurde Steffi Graf gefragt:

“Wobei stoßen Sie heute an Ihre Grenzen?”

Steffi Graf: “Bei der Bewältigung des Alltags. Wir sind eine sehr aktive Familie. Meine geschäftlichen Aktivitäten [...] und meine Stiftung fordern auch ihre Zeit. Und natürlich möchte ich so viel Zeit wie möglich mit meinem Mann verbringen.”

Und auf die Frage, ob sie als ehemalige Leistungssportlerin Verschleißerscheinungen spüre, sagte sie: “Allerdings. Und ich bin etwas überrascht, wie früh sie aufgetreten sind.”

Das war’s.


“Prima Woche”, Nr. 8

Harry & Pippa - Heimliches Baby-Glück - Sensationell: Das royale Skandal-Paar ist außer sich vor Freude!

Prinz Harry findet seinen Neffen George super und ist “stolz darauf, jetzt Onkel zu sein”. Das klingt für die “Prima Woche”, als habe Harry eine gewisse “Sehnsucht nach eigenem Nachwuchs”. Und Kates Schwester Pippa hat schon angekündigt, sie wolle Georges Geburtstagsfeiern organisieren, schließlich liebe sie Kinder über alles. “Harry und Pippa schwelgen also heimlich im Baby-Glück. Jeder für sich, jeder auf seine Weise, aber wer weiß — vielleicht auch eines Tages zusammen.”


“Freizeit Revue”, Nr. 35

Herzogin Kate - Noch ein Baby! Prinz William hat sich verplappert

Das ging aber schnell! Oder? William sagte vor Kurzem in einem Interview, er und Kate wollen ihre junge Familie vergrößern — “in den nächsten Jahren”. Jetzt fahren sie und ihr Sohn George aber wohl erstmal in die Schweiz in den Urlaub. Was meinst du, “Freizeit Revue”: Eine gute Entscheidung? “Eine sehr gute Entscheidung! Die Alpenluft wird dem kleinen Prinzen guttun. Und wenn George abends müde die Äuglein schließt, haben seine Eltern genügend Zeit, um sich vom romantischen Panorama der Schweiz inspirieren zu lassen.”


“Freizeit direkt”, Nr. 9

Helene Fischer - Schockierende Enthüllung! Ein enger Vertrauter packt aus: Sie ist in großer Gefahr! Was sie heimlich plant

Der “enge Vertraute” ist diesmal Helene Fischers ehemaliger Fahrer. Und der “enthüllt”, dass die Schlagersängerin bei beruflichen Terminen von Bodyguards begleitet wird. Und als wäre das nicht schon schockierend genug, er erzählt auch noch, dass Helene Fischer “auf jeden Fall” nach Amerika möchte.


“Freizeit & Rätsel”, Nr. 5

H. Fischer & M. Lanz - Gemeinsame Zukunftspläne? Sagen beide Ja?

Nanu, bahnt sich da etwas an zwischen Prinzessin Schlager und Prinz Schleimi? Zwei Regenbogensuperstars im Bund der Ehe vereint – das wär’s doch! Aber leider zu früh gefreut – die “Zukunftspläne” sind dann doch eher beruflicher Natur. Der neue Redaktionsleiter von “Wetten dass…?” war nämlich “schon zuständig für die Planung der neuen Helene-Fischer-Show”. Das ist alles. Doch für die “Freizeit & Rätsel” Grund genug, um schon mal ein bisschen von dem “Moderatoren-Team” der Zukunft zu träumen: “Das Duo Markus und Helene hätte das Zeug zu einem TV-Traumpaar auf Augenhöhe! Jetzt müssen sie nur noch Ja zueinander sagen … “


“Freizeit aktuell”, Nr. 9

Guido Maria Kretschmer - Erschütternd . Warum sein größtes Glück plötzlich in Gefahr ist

Vergangenes Jahr in der Weihnachtszeit war Modedesigner Guido Maria Kretschmer mit seinem Partner Hemden einkaufen. Ein paar Mädchen erkannten ihn und dachten, dass für irgendeine Fernsehsendung gedreht wird. Da war an dem Tag Schluss mit gemütlichem Shopping.


“Freizeit live”, Nr. 4

Helene Fischer exklusiv: Meine sieben kleinen Geheimnisse

1. Sie mag Rinderfilet.
2. Sie nimmt sich kleine Auszeiten.
3. Sie trinkt gerne mal eine heiße Tasse Tee.
4. Auf Reisen hat sie immer eine Jogginghose dabei.
5. Die 60er-Jahre findet sie klasse.
6. Sie engagiert sich für Eisbären.
7. New York ist für sie immer eine Reise wert.


“Glückliche Freizeit”, Nr. 8

Top-Model Claudia Schiffer - Warum tut sie sich das bloß an?

Sie moderiert bald eine Castingshow im Fernsehen. “Und das ausgerechnet in einer Zeit, in der Castingshows bei uns im TV immer schlechter laufen. Wenn das mal gutgeht …”


“Das neue Blatt”, Nr. 35

Heidi Klum - Wird das Traumhaus für sie zum Albtraum?

Heidi Klum und ihr Freund wollen sich eine schicke neue Villa kaufen. Allerdings gibt es da einen kleinen Haken, wie “Das neue Blatt” mit großer Sorge berichtet: “Katy Perry hatte das Traumhaus zusammen mit ihrem Ex-Mann” gekauft. “Nur 14 Monate später trennte er sich von ihr – per SMS. Für die Amerikanerin wurde das Traumhaus zum Albtraum. Hoffentlich ereilt Heidi nicht das gleiche Schicksal!”


“frau aktuell”, Nr. 35

Heidi Klum - Düsteres Geheimnis - Es geht um ihr neues Liebesnest

Dreimal Einmal dürfen Sie raten.


“Glückliche Freizeit”, Nr. 8

Kronprinzessin Victoria - Hat sie etwa Geheimnisse vor ihrem Daniel?

Victorias Mann Daniel wird im September 40. Da wäre es doch wirklich zu schön, wenn Victoria an seinem Geburtstag ein zuckersüßes Geheimnis lüften würde: ein Geschwisterchen für Tochter Estelle. Hach, ja…


“die aktuelle”, Nr. 34

Trauriger erster Schultag! - Ohrfeige für sein uneheliches Kind (6) - Horst Seehofer - Kann ein Vater so herzlos sein?

Horst Seehofer erschien nicht zur Einschulung seiner unehelichen Tochter. Stattdessen empfing er den FC Bayern (anlässlich des Triple-Sieges) in der Staatskanzlei. “die aktuelle” fragt: “Ist ihm der Fußball wichtiger als sein eigenes Kind?”


“Woche heute”, Nr. 35

Wayne Carpendale & Annemarie Warnkross - Skandal vor der Hochzeit! Plötzlich ist ihr Glück in Gefahr

Na, nicht so bescheiden, liebe Mitarbeiter der “Woche Heute”! Nicht nur einen Skandal habt ihr da aufgetan, sondern gleich zwei. Denn Wayne Carpendale muss als Old Shatterhand bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg andauernd seine Kollegin Nscho-Tschi küssen. Und Annemarie Warnkross bekommt bei Facebook von irgendwelchen Deppen anzügliche Nachrichten zugeschickt. Ein klarer Fall: Hochzeit in Gefahr!


“Freizeit aktuell”, Nr. 9

Hansi Hinterseer - Bittere Trennung - Zum ersten Mal spricht er über seine verletzten Gefühle

Oh, oh! Was ist denn bei Hansi Hinterseer los? “Was passiert, wenn man(n) einfach ausgebootet wird? Wenn einer, der für Lebensfreude, Glück und gute Laune steht, plötzlich selbst nichts mehr zu lachen hat?”, will auch die “Freizeit aktuell” wissen. Naja, Hansis Sendung wurde von der ARD nach 18 Jahren dann doch mal aus dem Programm genommen — “eine bittere Trennung”.


“neue woche”, Nr. 34

Hansi Hinterseer - Rache ist süß! - Triumph nach der bitteren Demütigung

Ha, aber nicht mit Hansi Hinterseer. Der hat nämlich schon längst zum Gegenschlag ausgeholt. Und dieser trifft die ARD mit voller Wucht — “Rache ist süß!” Denn TV-Hundedame Gina, die in Hansis Show auftrat, hat acht niedliche Welpen bekommen. Mit denen hat Hansi Hinterseer erst mal ordentlich geknuddelt. Doch damit ist der Racheplan noch längst nicht am Ende. Denn Hinterseer steht mit seinem neuen Album auf Platz eins der Charts. Tja ARD, “in die Knie zwingen lässt sich Hansi eben nur von acht süßen Welpen!”


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Fantasien über Frisos Tod
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Fantasien über Frisos Tod

Als bekannt wurde, dass der niederländische Prinz Friso nach vielen Monaten im Koma gestorben war, wurde es hektisch in den deutschen Regenbogenredaktionen. Die “Neue Post” tauschte eilig das Titelblatt ihrer Ausgabe aus und präsentierte drei Tage nach Frisos Tod diese Sonderausgabe:Trauer in Holland - Prinz Friso gestorben - Aktuelle Sonderausgabe - Aktuell - Extra-Ausgabe - 23 Sonder-Seiten! - Beatrix - Friso starb in ihren Armen - Das unsagbare Leid einer Mutter - Die Tränen - Der Abschied

Auch “die aktuelle” sah plötzlich nicht mehr so aus, sondern so:Aktualisierte Ausgabe - Holland in Trauer! - Abschied von Prinz Friso (†44) - Die dramatische Entscheidung - Seine letzten Stunden - Großer Rückblick - Seine Kindheit - Seine Liebe - Seine Familie - Sein Schicksal

Andere Blätter zogen im Laufe der Woche nach, etwa die “7 Tage”:Heimliches Begräbnis - Beatrix & Maxima - Tränen und Trauer! Die letzte Nacht vor Johan Frisos Tod

Und die “neue woche”:Königin Máxima - Abschied für immer! - Ein Engel hat Prinz Friso erlöstUnd bekanntlich die “Neue Welt”:Ausriss: "Neue Welt für die Frau" - Friso starb mit nur 44 Jahren - Beatrix und Mabel - Der traurige Abschied zerreißt ihnen das Herz

Und wieder “die aktuelle”:Prinz Friso (†44) - Der Tränen-Abschied der Familie

Es war abzusehen, dass die Regenbogenpresse so reagieren würde. Der Tod des Prinzen als Sensation. Als Geschäft. Das ist Alltag in dieser Branche.

Überrascht hat uns nicht das Ausmaß, sondern vielmehr die Art der Berichterstattung.

Der Artikel von Sandra Beckedahl in “das neue” ist ein eindrucksvolles Beispiel:Tränen um Friso - Beatrix - Beim Abschied hielt sie seine Hand

Es war so weit. Plötzlich war er da, der Augenblick, vor dem sie sich gefürchtet hatte. Aber Prinzessin Beatrix (75) wusste: Es war unausweichlich. Es würde ein Ende sein, aber auch eine Erlösung.

Sie war mit Friso allein in dessen Zimmer im Schloss Huis ten Bosch. Und das letzte Mal hielt sie seine Hand. Sie nahm Abschied. [...]

Und als sie jetzt neben seinem Bett saß, liefen vor ihrem inneren Auge all die Bilder seines Lebens ab: die Einschulung, der Tag, an dem Friso seinen ersten Milchzahn verlor. Wie stolz er war, als er Fahrradfahren lernte. Sein erstes Zeugnis, die Erfolge in der Schule und an der Universität. Ja, er war ein kluger Kopf gewesen. [...]

Es waren so viele schöne Dinge, die Mutter und Sohn teilen durften. Jetzt hatten sie nur noch wenige Minuten. Beatrix spürte, wie Frisos Atem immer schwächer wurde. Wie er versuchte, den Kopf in ihre Richtung zu neigen. Und wie er beim Abschied ihre Hand drückte, als er schließlich von dieser Welt ging.

Ist das zu fassen? Da denkt sich einfach jemand irgendein kitschiges Gechwurbel aus, und das wird dann auch noch rotzfrech als die Wahrheit verkauft. Eine frei erfundene Geschichte!

Sandra Beckedahl hat in Wirklichkeit überhaupt keine Ahnung. Sie war nicht dabei, als Friso starb, sie weiß genauso viel (oder wenig) wie ihre Kollegen in anderen Redaktionen. Sie alle können sich einzig auf das berufen, was das Königshaus offiziell mitgeteilt hat.

Aber das wäre ja langweilig. Außerdem müssen ja diese verdammten Sonder-Seiten irgendwie gefüllt werden. Also tun viele Autoren ganz einfach so, als wären sie bei Frisos Tod dabeigewesen. Die Artikel sind durchzogen von fiktiven Szenen und erfundenen Zitaten, ein triefender Brei aus Halbwahrheiten und reiner Fiktion.

“die aktuelle” etwa schreibt:

Prinzessin Mabel saß am vergangenen Sonntag bis zum späten Abend am Krankenbett ihres Mannes Johan Friso. Es war ihr 45. Geburtstag. Sie nahm sein Gesicht noch einmal in beide Hände, küsste ihn. Dann verließ sie ihn bis Montagfrüh. Sie sagte einer Freundin am Telefon, dass sie so ein merkwürdiges Gefühl habe. Irgendetwas sei anders als in den Monaten zuvor. Am nächsten Tag hörte Frisos Herz auf zu schlagen …

Die “Frau mit Herz” titelt:Prinzessin Mabel fleht - Bitte steh mir bei, geliebte Beatrix! - Extra auf vielen Seiten - Tragisch - Prinz Friso ging einen Tag nach dem 45. Geburtstag seiner Frau!

Friso verlässt seine Familie einen Tag nach Mabels Geburtstag, den sie noch gemeinsam mit ihm und den Töchtern an seinem Krankenbett verlebt: Sie weiß nicht, dass die zärtlichen Worte, die sie zu ihm spricht, die letzten sein sollen. Sanft streichelt sie seine Hand – sie soll die vertraute Wärme nie wieder spüren. Mabel zerreißt es das Herz. Wie soll sie nur ohne ihren Mann leben? In den Stunden tiefster Trauer und Verzweiflung schreit ihre Seele nach Hilfe! Mit tränengefüllten Augen fleht sie: “Bitte steh’ mir bei, geliebte Beatrix!” Mabel weiß, dass ihre Schwiegermutter sie nicht im Stich lässt. Nur mit ihrer unendlich starken Liebe kann sie ihr schweres Los ertragen.

Auch “Das goldene Blatt” brüstet sich damit, angebliche Einzelheiten vom Sterbebett zu kennen …Beatrix & Mabel - Trauer um Johan Friso (†) - Sein letzter Wunsch - Die überraschende Wahrheit

…, hat sich in Wirklichkeit aber auch alles ausgedacht:

Mabel (45) führt eine Art innere Zwiesprache mit dem Mann, den sie so sehr liebte. Und sie erinnert sich wieder an die Abende, an denen sie ihre Gedanken miteinander teilten. Für Mabel ist es, als habe Friso schon damals seinen letzten Wunsch geäußert.

Wie oft hatte er von seiner Liebe zu seinen Töchter [sic] Zaria und Emma gesprochen. Sie sollten unbeschwert und glücklich aufwachsen. Aber auch an seine Mutter Beatrix dachte Friso oft. Mabel musste ihm versprechen, sich gut um ihre Schwiegermutter zu kümmern. Und für Mabel selbst erhoffte sich Johan Friso sogar ein neues Liebesglück – sollte er einmal vor ihr gehen…

Die junge Witwe ist davon überzeugt, dass Friso ihr dies alles noch einmal kurz vor seinem Tod sagen wollte. Denn plötzlich sollen seine Lider unmerklich gezuckt haben und sie schien sogar einen leichten Händedruck zu spüren. Für Mabel steht fest: Sie wird Frisos letzten Wunsch erfüllen. Und sie wird stark sein.

Die “Neue Post” fantasiert:

Nur spärlich dringt die Sommersonne in ihre Privatgemächer auf Schloss Huis ten Bosch. Beatrix (75) hält die Vorhänge auch am Tag geschlossen. Das Tageslicht brennt in ihren rot geweinten Augen. […]

Nun wird Beatrix seine sanfte Stimme nie mehr hören, seine Hand nie mehr in der ihren spüren, sein Lächeln nie mehr sehen. Der Himmel strahlt in diesen Tagen über Huis ten Bosch. Doch für die Schlossherrin hat die Sonne aufgehört zu scheinen …

Die “Heim und Welt” ist sogar dreist genug, ein fitkives Zitat als Titelschlagzeile zu verwenden:Extra auf vielen Seiten - Mabel tröstet ihre Töchter - "Jetzt ist PAPA euer Schutzengel" - Nach dem tragischen Abschied von Friso

Wie sehr ist Prinzessin Mabel jetzt gefordert! Als liebende Mama, die Trost spendet. Trotz aller tiefen Trauer. Vielleicht umarmt sie Luana und Zaria und sagt zu ihnen: “Papa wacht jetzt als Schutzengel über euch.”

Vielleicht. Aber vielleicht auch nicht. Wie das mit frei erfundenen Geschichten eben so ist.

Und da soll noch mal jemand sagen, die Regenbogenpresse hätte irgendwas mit Journalismus zu tun. Die Redaktionen verbreiten absichtlich die Unwahrheit, sie lügen und erfinden, sie bereichern sich am Tod eines Menschen und haben nicht den geringsten Respekt, weder vor den Angehörigen noch vor der Wahrheit. Das ist kein Journalismus. Das ist eine einzige, ekelhafte Unverschämtheit.


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Hetze aus dem Baukasten

Hetze aus dem Baukasten

Nach 100 Tagen Arbeit mit der Regenbogenpresse erkennt man Muster in der Berichterstattung dieser Blätter. Es gibt wiederkehrende Vorgehensweisen, wie Geschichten von den Redaktionen zusammengeschustert werden. Die alten Schablonen werden aufgegossen mit neuen Namen, neuem Schund und neuen Hirngespinsten der Redakteure.

Wie sieht der Weg vom leeren Blatt zum fertigen Artikel aus? Die Genese einer Regenbogengeschichte, in diesem Fall aus “die aktuelle”.

Am Anfang stehen immer Bilder. Fotos von Adligen und Prominenten mit leeren oder vollen Gläsern in der Hand, Fotos von Inka Bause bei der Gartenarbeit, Fotos von Jenny Elvers beim Nachhausekommen.

Oder Fotos von Boris Becker und seiner Frau Lilly Kerssenberg aus den Archiven der Paparazzi-Agenturen:Fotos von Lilly Kerssenberg und Boris Becker

Fotos von Lilly Kerssenberg und Boris BeckerAuf diesen Fotos basiert der gesamte Artikel, der überschrieben ist mit “Was für ein peinliches Paar!”

Denn im nächsten Schritt schreiben die Mitarbeiter plump auf, was sie sehen oder sehen wollen. Es sind simple Bildbeschreibungen:

Boris’ Gesicht nimmt eine bedenklich rote Farbe an, seine Gesichtszüge entgleisen.

Ein Bild des Jammers, wen “Bobbele” nicht gleichzeitig so lächerlich aussehen würde. Ringe um den Bauch, eng spannende Hosen, runder Kopf mit glasigen Augen. Eigentlich eine Lach-Nummer, wenn’s nicht so peinlich wäre.

Lillys 37. Geburtstag: Boris hat sie in Londons “Lolou‘s”-Club ausgeführt. Aber dann krachte es …

Prost! Lilly liebt Champagner Rosé und greift schon mal selbst zur Flasche, wenn’s schneller gehen soll

After-Show-Party in Berlin: Zigarettchen und noch ein Gläschen … Lillys heißer Flirt mit “Bachelor” Paul Janke

Auweia: Boris hat sichtlich Schwirigkeiten, in seinen [sic!] Ausstellungs-Auto zu posieren. Das Gesicht knallrot, der Blick gläsern …

Fertig: Das war wohl ein Gläschen zuviel. Lilly rauft sich beschwipst die Haare, Boris wahr noch Haltung

Lilly wackelt auf der Berliner Fashion Week die Treppe runter. Der Mini ist zu hoch gerutscht …

Damit ist ein großer Teil der ohnehin kurzen Artikel schon geschrieben.

Die restlichen Zeilen füllen die Redakteure mit Weisheiten …

Geld verdirbt den Charakter. Sagt der Volksmund. Aber da muss schon mehr als ein Körnchen Wahrheit dran sein. Jedenfalls dann, wenn die Beckers aufschlagen.

… Plattitüden …

Heute London, morgen Berlin, übermorgen Paris — nur die Frisur, die sitzt nicht mehr …

und der zielgruppengerechten Bestätigung von Rollenbildern, die aus den 50er- und 60er-Jahren stammen dürften:

Lillys Exzesse sind legendär. Keine Party (wie jetzt auf der Berliner Fashionweek), auf der sie nicht ihren Champagner Rosé schlürft. Hat sie zu viel drin, wird sie auch schon mal laut. Dann hat „Wifey“ — so nennt Boris sie gerne — keine Lust mehr, sich ihrem Mann unterzuordnen. Der ruft sie schließlich zur Räson. Und bewirkt genau das Gegenteil: Lilly widerspricht, sie zickt.

Es gibt in diesem Text keine Zitate, keine Fakten oder Dokumente, die irgendetwas von dem Mist bestätigen, der über Boris Becker und Lilly Kerssenberg behauptet wird. Es sind im wahrsten Sinne des Wortes Momentaufnahmen, die mit viel Fantasie aufgeblasen werden zu kleinen Skandälchen und großen Skandalen.

Man könnte es nun dabei belassen. Oder — und dazu entscheiden sich diese Schmierblätter meistens — man fährt zum großen Finale auf. Boris und Lilly, die Rabeneltern:

Es gibt alles Grund, sich Sorgen zu machen. Immerhin haben die beiden einen Sohn. Aber wo ist Klein-Amadeus, 3, überhaupt? Das Kind hat schon lange keiner mehr gesehen. Die Eltern machen Party — und Amadeus bleibt allein zu Haus … ?

Und so entsteht dann dieser Artikel:

Lilly Becker - Teufel Alkohol! Sie fiel schon wieder aus der RolleWas die Redaktionen mit derartigen Geschichten anrichten, kann man häufig ein bis zwei Wochen später auf den Leserbrief-Seiten beobachten:

Luxus Leben - Was hat sich Becker da nach Hause geholt, mit seiner Lilly? Seine Barbara ließ er sausen und dieses Luxus-Weibchen heiratet er. Eine Frau, die große Probleme hat und sonst im Leben wenig taugt. Auf Kosten von Bobbele lebt sie ihr Luxus-Leben mit der Flasche in der Hand. Und Becker schaut zu. Was für Vorbilder für den Sohn. Beide reisen in der Welt umher, ohne Rücksicht auf den Jungen. Wann wachen die beiden eigentlich auf, geben dem Kind ein Zuhause? Wenn das Geld alle ist? Unverantwortlich wie der Junge herumgereicht wird. Immer und überall sind beide in der ersten Reihe, nur um gesehen zu werden. Sie haben es wohl nötig.

Da stellt sich nur noch eine Frage: Was war zuerst da — der verblödete Leserbriefschreiber oder das verblödende Medium?


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Leserpoesie (6)

Leserpoesie (6)

Die Geschichtenerfinder der Regenbogenpresse können Christine Neubauer nicht leiden. Jede Woche werfen sie mit neuen Schmutzartikeln um sich, in denen sie behaupten, Christine Neubauer demütige “ihr einziges Kind so sehr”, ihr Leben sei “nur noch eine einzige Lüge”, sie beleidige ihre Fans, sie sei ihrem Geliebten hörig und sie freue sich sogar über den Schlaganfall ihres Ex-Manns.

Und wo das Bashing der Redaktion aufhört, fängt das der Leser an: [Leserbrief] Peinlich - die aktuelle, Nr. 22, Christine Neubauers Ex Lambert Dinzinger - Schlaganfall! Mit Blaulicht in die Klinik! - Wie lächerlich ist es wenn Frau Neubauer von Verlobungsring bzw. Heirat spricht. Sie ist nicht geschieden und ihr Chilene auch nicht. Ihr Mann Lambert tut mir leid unf ihr Sohn auch. Frau Neubauer hat sich zum Nachteil verändert und ihr Getue um ihren Lover ist so peinlich. Ich kenne so viele Leute, die nur noch über sie lachen, schmunzeln. Und ihr Ex und ihr Sohn, die haben genug mitgemacht.[Leserbrief:] Nachteil - die aktuelle, Nr. 28, Leserbrief - Peinlich - Wir stimmen dem Leserbrief voll zu. Frau Neubauer hat sich zum Nachteil verändert, sie ist nicht mehr sie selbst. Was will sie bloß damit bezwecken, wenn sie rausposaunt, wie toll sie abgenommen hat. Das gefällt nicht jedem. Und nebenbei geht es einem gehörig auf die Nerven. Der Nochehemann und der Sohn können einem leid tun. Wir sagen: Kopf hoch, junior und senior Dinzinger, grämen Sie sich nicht. Für sie scheint bald wieder die Sonne.


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Ein furchtbarer Verdacht

Ein furchtbarer Verdacht

Vor rund zwei Wochen ist die Schauspielerin und Sängerin Chantal de Freitas gestorben. Über die Umstände ihres Todes ist nicht besonders viel bekannt. Eine verschleppte Grippe und eine Herzmuskelentzündung sollen der Grund sein.

Die Regenbogenpresse berichtet — genauso wie seriöse Medien — über den Fall. In der Art und Weise gibt es allerdings große Unterschiede.

Die Redaktion der “Viel Spaß” hält sich bei ihrer Berichterstattung sehr zurück:Kai Wiesinger - Erschütternd: Seine Frau starb mit nur 45 JahrenDoch da hört es mit der Zurückhaltung auch schon auf. Andere Blätter packen in gewohnter Manier ihre Ladung Dreck aufs Papier.

Sie stürzen sich dabei alle auf ein Interview, in dem Kai Wiesinger vor anderthalb Jahren in der “Bild am Sonntag” über die Trennung von seiner Frau sprach.

Ein gefundenes Fressen, zum Beispiel für die “Freizeit Revue”. Die Redaktion schreibt von “seiner Noch-Ehefrau”, bringt eine andere Frau ins Spiel und druckt diese Schlagzeile, aus der man zumindest eine unterschwellige Schuldzuweisung an Kai Wiesinger rauslesen kann:Kai Wiesinger - Tragischer Tod seiner Noch-Ehefrau - Nahm ihr der Liebeskimmer alle Lebenskraft?Die “Wocher der Frau” spricht in ihrer Überschrift gar nicht erst von Chantal de Freitas, sondern von Kai Wiesingers “schöne[r] Frau”:Rätselhafter Tod mit 45 - Kai Wiesinger - Hätte seine schöne Frau gerettet werden können?Und die “Freizeit Woche” stellt eine Fragenzeichen-Diagnose, die ebenfalls die Schuld bei Kai Wiesinger sucht:Furchtbarer Verdacht - Kai Wiesinger - Starb seine Frau an gebrochenem Herzen?Doch ein Blatt schafft es einmal mehr, all das zu übertreffen: “die aktuelle”.

Die Redakteure stellen auf dem Titelblatt die gleiche Frage wie ihre Kollegen der “Freizeit Woche”. Im Innenteil machen sie merkwürdige Andeutungen, stellen seltsame Fragen und benutzen eine Sprache, die unangemessen voller Pathos ist.Kai Wiesinger - Tod mit 45! Starb seine Frau an gebrochenem Herzen?

Kai Wiesinger: FamiliendramaWas dieses Schundblatt mit derartigen Artikeln bewirkt, zeigt sich eine Woche später auf der Leserbriefseite:Kai Wiesinger - Leserbrief: Tabu


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