Links vom topf (30)
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Links vom topf (30)

In seinen aktuellen “Herzblatt-Geschichten” gibt Jörg Thomann, Redakteur der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”, zu, dass er die Mitarbeiter der Regenbogenblätter manchmal beneidet:

Nehmen wir “Das goldene Blatt”, das jüngst ein Foto in die Finger bekam, auf dem die Moderatorin Karen Webb eine gelbe Hose trägt. Und weil das an sich noch keine irre Story ist, hat die Redaktion Fotos anderer Menschen dazugestellt, die ebenfalls gelb gekleidet sind, und getextet: “Sie strahlen mit dem Frühling um die Wette. Passend zur heiteren Zeit des Jahres haben unsere Promis ihr Sortiment mit Gelbtönen aus dem Kleiderschrank geholt.” Im Nu ist eine Seite gefüllt — obwohl, wie eine Blitzrecherche ergab, Goldie Hawns Foto aus dem Dezember 2013 stammt, Ross Antonys aus dem Januar 2014 und so weiter, die Promis also Gelb auch unpassend zur unheiteren Zeit des Jahres tragen.

Herzblatt-Geschichten: Das tollste Lebewesen


In unserer Rubrik “Links vom topf” wollen wir Euch kurz und knapp interessante Links rund ums Thema “Regenbogenpresse” präsentieren.

Wenn Ihr also in den Weiten des Internets auf Interessantes zur Klatsch- und Regenbogenpresse stoßt, schickt uns gern den Link an linksvomtopf@topfvollgold.de.


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Schlagzeilenbasteln (141)
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Schlagzeilenbasteln (141)

Welche Schlagzeile könnte man über folgende Nachricht packen?

Schlagerstar Helene Fischer hatte neulich ein Foto-Shooting für ihre neue “Tchibo”-Modekollektion.

Was Flori wohl dazu sagt? Helene Fischer - Verbotene Fotos - Exklsuiv! Alle Hintergründe

Die Fotos, die beim Shooting entstanden sind, scheinen die Fantansie der “Frau aktuell”-Mannschaft so richtig auf Touren gebracht zu haben. Kostprobe:

Im sexy schwarzen Overall tanzt sie mit zwei heißen Kerlen in einer Bar. Sie flirtet …

Ist natürlich klar, dass die Regenbogenexperten diese Dokumente als ganz heißen Stoff einordnen:

Moment-Aufnahmen, die Helene so privat wie nie zeigen. Fotos, die keiner sehen soll. Verbotene Fotos. Noch. Denn erst Anfang Mai sind sie für die Öffentlichkeit bestimmt. Der Grund: Ein exklusiver Foto-Deal mit “Tchibo”!


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Klatsch schlägt Katastrophe
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Klatsch schlägt Katastrophe

Die oberste Regel im fernen Regenbogenuniversum lautet: Ein Ereignis ist erst dann ein Ereignis, wenn sich eine Person aus Politik, Showgeschäft oder einem Königspalast mit ihm verknüpfen lässt. Ansonsten existiert es nicht.

Die Redakteure der “Freizeit für die Frau im Blick der Wochenrevue” juckt der Ukraine-Konflikt beispielsweise nullkommanull, bis sie eine Nebendarstellerin einer ZDF-Vorabendserie auftreiben können, deren Schwippschwager sich bei der Fußballeuropameisterschaft 2012 mal ein Spiel im heute umkämpften Donezk angeschaut hat. Dann kann man drüber schreiben.

Wenn der Boulevardjournalismus also durch Skandale, Emotionen und eine starke Personalisierung gekennzeichnet ist, ist die Regenbogenpresse eine in den Laboratorien der Klatschverlage hochgezüchtete Turbo-Variante davon. Nirgends sonst in der deutschen Presselandschaft ist der Personalisierungsgrad derart hoch. Die Regenbogenberichte zum Germanwings-Flug 4U9525 zeigen das einmal mehr.

Während die meisten deutschen Medien seit zwei Wochen den Geschehnissen in Dauerschleife und per Live-Ticker hinterherhecheln, berichten viele Regenbogenhefte überhaupt nicht über den Absturz.

Und die, die berichten, schreiben nicht etwa über die Suche nach dem Flugschreiber oder die verriegelte Cockpit-Tür, sondern über Angela Merkel …

Der unfassbare Flugzeug-Absturz — Angela Merkel — Die Tragödie bricht ihr das Herz
(“Frau aktuell”)

Angela Merkel — Bittere Tränen!
(“Neue Welt”)

… Spaniens Königin Letizia …

Königin Letizia — Tränen und Trauer um die 150 Opfer der Flugzeugkatastrophe
(“7 Tage”)

… und eine Opernsängerin, die an Bord der Maschine saß:

Trauer um 150 Todesopfer — Absturz-Tragödie — Im Sterben hielt sie ihren Sohn im Arm
(“Freizeit Spaß”)

"Frau aktuell": Der unfassbare Flugzeug-Absturz - Angela Merkel - Die Tragödie bricht ihr das Herz; "Neue Welt": Angela Merkel - Bittere Tränen!; "7 Tage": "Königin Letizia - Tränen und Trauer um die 150 Opfer der Flugzeugkatastrophe; "Freizeit Spaß": "Trauer um 150 Todesopfer - Absturz-Tragödie - Im Sterben hielt sie ihren Sohm im Arm"

(Unkenntlichmachung von uns.)

Für eine große Titelstory hat es übrigens bei keinem der Blätter gereicht. Da war das angebliche “Zwillings-Glück” in den Niederlanden dann doch etwas wichtiger.


Dieser Text ist gestern auch im “Tagesspiegel” erschienen. Jeden zweiten Montag schreiben wir dort eine Kolumne über die Regenbogenpresse.


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“Die letzten Hemmungen scheinen gefallen zu sein”
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“Die letzten Hemmungen scheinen gefallen zu sein”

Boris Kartheuser arbeitet als investigativer Journalist für Politmagazine und Rechercheredaktionen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Seine Spezialthemen sind Lobbyismus, Korruption, Überwachung und Datenschutz. Er enttarnte unter anderem staatliche Überwachungsprogramme und war maßgeblich an der Aufdeckung der verdeckten PR bei der Deutschen Bahn beteiligt. Außerdem ist er als Dozent für investigative Online-Recherche tätig.

Wes Brot ich ess, des Lied ich sing - Fragwürdige Kooperationen mit Redaktionen und Verlagen - Von Boris Kartheuser

Herr Kartheuser, Sie schreiben in Ihrer Studie “Wes Brot ich ess, des Lied ich sing”, dass sich Redaktionen zunehmend die Inhalte von Werbekunden diktieren lassen: “Perfektioniert und systematisiert hat dieses Modell anscheinend die WAZ-Women-Group der Funke-Mediengruppe (ehemals WAZ Mediengruppe).” Was meinen Sie damit? 

Wie ich herausgefunden habe, hat die Funke Women Group ein Modell perfektioniert, wonach sie in ihren Zeitschriften redaktionelle Texte beispielsweise zu Gesundheitsthemen veröffentlicht und auf Produkte hinweist, die helfen sollen. Praktischerweise werden eben jene empfohlenen Produkte dann einige Seiten weiter großflächig vom Hersteller per Anzeige beworben. Im Text steht dann etwa: “Die können sie auch rezeptfrei in der Apotheke kaufen, zum Beispiel von …” — und dann kommt immer der Werbepartner. Das tritt so häufig auf, dass es kein Zufall mehr zu sein scheint.

Werden dann mehrere Produkte genannt oder immer nur einzelne?

Es wird immer nur ein einziges genannt, das ist in einer Vielzahl der Fälle genau der Werbepartner. Ich habe nicht gesehen, dass für ein anderes Produkt geworben wurde. Das macht die Funke Women Group auch beim Kochen, im Rezeptbereich: Es gibt eine Werbung von einer bekannten Firma — und drei Seiten später gibt es bei den Rezepten Empfehlungen für Brühwürfel, eben von dem großen Hersteller und Werbepartner.

Das zieht sich auch über mehrere Titel hinweg. Ich habe für die Studie acht oder neun von den Titeln gekauft und eine kleine Analyse gemacht, wie dieses Prozedere quer über die Hefte geht. Teilweise ist das dann so, dass in Heft eins geworben wird, und in Heft zwei folgen dann die Empfehlungen, in einem sehr auffälligen Maßstab.

Ist die Schleichwerbung denn auf Arzneimittel und Essen beschränkt?

Die Vielfalt der Hinweise, die ich gefunden habe, waren tatsächlich in dem Bereich Arznei- und Lebensmittel. Ich hatte aber auch den Verdacht, dass es bei Empfehlungen von Ärzten ebenfalls einen finanziellen Hintergrund geben könnte, den kann ich aber nicht belegen.

Handelt es sich denn um ein spezifisches Problem der Funke Women Group?

Ich hatte in diesem Fall einen konkreten Hinweis, deshalb habe ich mir diese Hefte gekauft und angeschaut. Ich muss aber zugeben, dass ich das für andere Regenbogen-Blätter nicht getan habe, da das jetzt nicht meine primäre Lektüre ist. Ich kann entsprechend auch gar nicht sagen, wie das bei anderen Verlagen aussieht. Ob das ein Phänomen von Funke ist oder auch bei anderen existiert, da kann ich nur mutmaßen.

Konnten Sie herausfinden, von wem die Initiative für solche Geschäfte ausgeht, wer auf wen zugeht? Anzeigenverkäufer auf Werbekunde oder umgekehrt?

Ich habe mit ehemaligen und jetzigen Mitarbeitern bei Funke gesprochen. Bei den Gesprächen schien sich herauszukristallisieren, dass die Initiative maßgeblich von Funke ausgeht, das heißt, dass die Marketingabteilung an Kunden herantritt.

Das heißt: In Absprache mit der Redaktion? Oder diktieren die Anzeigenverkäufer der Redaktion, was zu tun ist?

Nach meinen Informationen geht die Initiative von der Marketingabteilung aus, die dann an den Werbekunden herantritt und den Redaktionen mehr oder weniger sagt, was sie wie zu bringen hat. So wurde es mir gesagt, ich habe aber keine schriftlichen Belege.

Sie hatten die WAZ-Gruppe damals mit Ihren Ergebnissen konfrontiert, nach acht Wochen kam immer noch keine Rückmeldung. Daraufhin haben Sie Ihre Ergebnisse veröffentlicht. Ist mittlerweile eine Antwort bei Ihnen eingetroffen?

Es kam nachher eine Rückmeldung, aber weder ging man inhaltlich auf das ein, was ich gefragt hatte, noch stellte man sich der Frage wirklich. In den Telefonaten mit dem Pressesprecher, in denen ich ihm die Fakten präsentierte, entgegnete er lediglich, dass “man sich das mal anschauen möchte”. Als ich später noch einmal nachgehakt habe, hieß es, die Fragen seien doch beantwortet. Als ich dem widersprach, bestand überhaupt kein Interesse daran, das irgendwie aufzuklären oder irgendwas zu ändern. Zuletzt folgte eine Mail, in der es hieß, Produktvorstellungen seien im Interesse des Lesers, es gebe aber kein Geschäftsmodell, das sich aus Produktempfehlungen ergebe. Das halte ich für falsch.

Die Veröffentlichung Ihrer Ergebnisse ist inzwischen knapp anderthalb Jahre her. Wie sieht es denn heute aus?

Es hat sich nichts Grundlegendes getan. Das Geschäftsmodell funktioniert. Die Heftmacher haben mitbekommen, dass niemand ihr Vorgehen reguliert, beziehungsweise dass die eventuell zu erwartenden Strafen niedriger sind als die derzeitigen Gewinne, sodass sie das Geschäftsmodell einfach weiter betreiben wollen. Ich kann nicht sehen, dass da eine Einschränkung getätigt worden wäre, dass sich irgendwas geändert hätte. Ich glaube, das läuft einfach weiter wie gehabt.

Ich habe mir gestern noch einmal den Spaß gemacht und “Die Aktuelle” sowie die “Frau im Spiegel” gekauft und nachgeschaut, wie es in diesen Blättern derzeit aussieht. Es funktioniert heute immer noch genauso. Das ist einfach das bestehende Geschäftsmodell, es gibt keinen, der dem Verlag das wirklich verbieten will oder kann. Das scheint ja lukrativ zu sein, also betreiben sie es weiter.

Gab es in den aktuellen Ausgaben einen akuten Fall oder eine Auffälligkeit?

Ja, mehrfach. In der aktuellen Ausgabe von “Die Aktuelle” geht es an einer Stelle zum Beispiel um das Thema Reizdarm und immer wieder auftretende Bauchkrämpfe. Dort steht dann etwa, dass ein Bakterienstamm entdeckt wurde, der diesen Mangel ausgleichen kann. Durch Einnahme von “XY” — hier kommt jetzt der Produktname — zum Beispiel “werden die klassischen Reizdarmsymptome gelindert”. Einige Seiten vorher finde ich dann eine ganzseitige Werbung für genau dieses Produkt. Ein anderes Beispiel sind diverse Schmerzmittel. Das zieht sich von vorne bis hinten durchs Heft. Ich kann auf Anhieb jetzt, ohne das systematisch ausgewertet zu haben, viermal genau dieses Vorgehen entdecken.

Mal blöd gefragt: Was ist denn so schlimm daran? Ist doch ein gutes Finanzierungsmodell!

Klar, bringt ja Geld rein, scheint sich für die Verlage zu lohnen.

Das Problem an der Sache ist, dass die Verbraucher keine neutrale Sicht auf die Dinge erhalten. Es werden ihnen vollkommen unnötige Produkte aufgeschwatzt; die Beschreibungen sind auch hanebüchen. Da steht etwa: “Wenn Sie sich ausgelaugt und müde fühlen, hilft eine spezielle Vitamin-B-Therapie.” Und dann folgt wieder eine Produktempfehlung. Das heißt, die Leserinnen und Leser werden dazu aufgefordert, selbst bei ganz normalen Beschwerden in die Apotheke zu rennen und irgendwelche Produkte zu kaufen, die sie nicht brauchen, die ihnen im schlimmsten Fall sogar schaden.

Wenn jetzt jemand einen Brühwürfel von Maggi oder Knorr zu sich nimmt, kann man drüber diskutieren, ob das schlimme Auswirkungen hat. Aber bei Medizin ist eine Grenze überschritten, da das ja auch gesundheitliche Auswirkungen haben kann. Wenn ich bei jeder Gelegenheit vorschlage, Schmerzmittel oder andere Medikamente zu mir zu nehmen, dann verhindere ich etwa, dass jemand zum Arzt geht und das ernsthaft untersuchen lässt. Vielleicht ist der Hintergrund ja auch ernster. Oder aber die Leute haben aufgrund von Sonnenmangel nur eine kleine Frühjahrsmüdigkeit, gehen aber dennoch in die Apotheke und kaufen teure Präparate. Das kann nicht der Sinn der Sache sein.

Wie groß ist denn das Ausmaß? Man könnte ja annehmen, dass es nicht so schlimm ist, wenn man in einem solchen 70-Cent-Titel Schleichwerbung betreibt.

Ich war damals total erstaunt, wie groß die Auflage der Funke-Blätter ist und wie viel Hefte die eigentlich verkaufen. Vor zwei Jahren haben die Hefte der Funke Women Group eine höhere wöchentlich verkaufte Auflage gehabt als “Der Spiegel” und “Stern” zusammen.

Wenn ich wöchentlich 1,8 Millionen Hefte verkaufe und davon ausgehen kann, dass jedes Heft eine noch größere Reichweite hat und beispielsweise durch Auslage beim Arzt mehrfach gelesen wird, ist es nicht unrealistisch, dass allein die Funke-Mediengruppe mit ihrer Schleichwerbung mehr als zwei Millionen Menschen pro Woche erreicht. Wenn ich das Woche für Woche abspule, da kommt schon was zusammen.

Warum sind gerade diese Regenbogenhefte so anfällig für Schleichwerbung?

Ihr sprecht ja ab und an mit den Lesern, wie neulich am Kiosk. Ich habe gestern in dem Kiosk, bei dem ich die Hefte gekauft habe, auch mal gefragt, wie die Käuferstruktur aussieht. Es scheint, dass die Leser eher Senioren sind, womöglich auch bildungsfern und vielleicht auch leichter beeinflussbar und unkritischer. Das heißt, die Werbekunden können eine ganze Menge unkritischer Leute erreichen und damit sicherlich einen größeren Einfluss erlangen, als wenn sie ihre Botschaften in der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” lancieren würden.

Welche Richtlinien gibt es, an die sich Werbende und Verlage halten müssten?

Es gibt den Presserat samt Pressekodex und es gibt natürlich noch die ganz normale Gesetzgebung. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass im Presserat engagierte Menschen sitzen, aber es verhält sich eher wie bei einem Schwert ohne Klinge: Die können monieren, so viel sie wollen — es ändert sich nichts. Bei der “Bild” werden Dutzende Verstöße im Jahr angemahnt, das hindert die Redaktion aber nicht, genauso weiterzumachen.

Ich bin kein Jurist, aber soweit mir bekannt ist, gibt es kein wirksames rechtliches Mittel, den Regenbogenheften mit ihrer Schleichwerbung das Handwerk zu legen. Mein Eindruck ist, dass gerade bei der Funke-Gruppe die letzten Hemmungen gefallen zu sein scheinen. Dort scheint weder ein Unrechtsbewusstsein zu herrschen, noch sieht man die Notwendigkeit, etwas an einem finanziell erfolgreichen Geschäft zu ändern. Ich glaube nicht, dass sich da was tun wird.

Meinen Sie, dass sich Schleichwerbung aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Medienhäuser im Allgemeinen auch bei seriösen Medien ausbreitet?

Immer häufiger verschieben sich zumindest auch bei seriösen Medien die Grenzen zwischen redaktionellem Inhalt und gewerblichen Interesse. Petra Sorge vom “Cicero” hat neulich etwa berichtet, dass sich Lobbyisten bei einer Konferenz des “Tagesspiegel” Redezeit erkaufen konnten. Es gibt “Sonderveröffentlichungen” bei der “Süddeutschen Zeitung”, dazu fragwürdige Kooperationen der “Zeit”, oder das “Handelsblatt” organisiert Leserreisen nach China. Da gibt es zahlreiche Fälle. Ich glaube, dass das zunehmen wird und habe den Eindruck, dass gerade jetzt, da die Werbekunden noch weiter wegbrechen, die Kreativität in den Verlagen doch stark anwächst, wie man weiterhin Gelder reinbekommen könnte.

Das klingt so, als müsste man sich als Leser von Zeitungen und Zeitschriften ganz schön auf was gefasst machen …

Es wird für den Leser jedenfalls immer schwieriger zu erkennen, wessen Botschaft er da konsumiert. In meiner Studie gehe ich auch auf die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) ein. Die INSM beeinflusst etwa Schulmaterial und bestimmt in enger Kooperation mit seriösen Blättern Inhalte. So kann sie sich heutzutage Meinungsmacht erkaufen. Die neutrale Beurteilung tritt immer weiter hinter die Wünsche des Werbekunden zurück — und das leider nicht nur in der Regenbogenpresse, sondern auch in vielen seriösen Blättern.


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Schlagzeilenbasteln (114)
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Schlagzeilenbasteln (114)

Welche Überschrift könnte man aus dieser Nachricht stricken?

Cora Schumacher, frische Ex-Frau von Ralf Schumacher, tritt bald in der “RTL”-Sendung “Let’s Dance” auf.

Nach der Scheidung von Ralf - Cora Schumacher - Lange tanzt die nicht allein ...

Denn “die” ist “ab sofort wieder auf dem Markt.” Cora Schumachers “Let’s Dance”-Partner sei der “feurige Profi-Tänzer” Erich Klann, schreibt die “Frau aktuell”:

Innige Blicke und laszive Hüftschwünge sind fest eingeplant. Kurz: Es wird heiß!


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Kioskgespräche (1)
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Kioskgespräche (1)

Bei unserem täglichen Blick in die Regenbogenwelt kommen wir immer wieder ins Rätseln: Warum kaufen die Leserinnen und Leser ausgerechnet dieses eine Heft und nicht ein anderes, wo doch alle Blätter so austauschbar scheinen? Was spricht sie an? Und was nicht? Welche Geschichten lesen sie? Und: Warum überhaupt der Griff ins Regenbogenregal?

Auf der Suche nach Antworten müssen und wollen wir zukünftig stärker die Leserschaft zu Wort kommen lassen. Und zwar am besten dort, wo sie ihre Kaufentscheidung treffen: im Kiosk.

Folge eins unserer Kioskgespräche: eine Annäherung in Saarbrücken …


Was würdet Ihr gern von der Regenbogen-Leserschaft und über sie wissen? Schickt uns Eure Fragen an kontakt@topfvollgold.de, und wir probieren, eine Antwort darauf zu finden.


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Links vom topf (5)
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Links vom topf (5)

Immer wieder sonntags: In seinen aktuellen “Herzblatt-Geschichten” berichtet Jörg Thomann, Redakteur der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”, unter anderem über eine Geschichte aus dem Enthüllungsblatt “Schöne Woche”:

Gratulation auch an Schöne Woche für ihre Titelstory “Der Foto-Beweis — Angela Merkel — Die Wahrheit über den geheimnisvollen Mann an ihrer Seite”. Das Blatt hat es geschafft, herauszufinden, dass Merkel einen außenpolitischen Berater beschäftigt, und sogar Fotos der beiden aufgetrieben. Ein echter Scoop!

Herzblatt-Geschichten: Vorlaute Wahrsager


In unserer Rubrik “Links vom topf” wollen wir Euch kurz und knapp interessante Links rund ums Thema “Regenbogenpresse” präsentieren.

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Gebärmutter-Bingo
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Gebärmutter-Bingo

In unserem wöchentlichen Gespräch mit detektor.fm ging es dieses Mal um die lange Liste von angeblichen Schwangerschaftsmeldungen aus den europäischen Königshäusern:

Kronprinzessin Victoria - Schwanger! Es werden Zwillinge
Victoria & Daniel - Hurra! Ein Söhnchen
Prinzessin Victoria - Schickierende Schlagzeilen - Kann sie kein Baby mehr bekommen?
Königin Maxima - Schwanger mit 43! Es wird ein Junge
Königin Maxima - Zwillings-Glück mit 43 - Warum es so spät noch geklappt hat

Das Gespräch könnt Ihr hier nachhören …

detektor.fm: Ihr schickt uns ja immer vorher die Heftchen, die wir besprechen wollen — und heute bin ich wirklich nicht durchgestiegen. Irgendjemand bekommt Kinder, dann wieder nicht, dann Zwillinge, dann mit 43, dann doch nicht. Hilf mir doch mal auf die Sprünge: Wer bekommt denn jetzt nun mit wem Kinder?

Mats: Also da ist einiges los in den Gebärmüttern der Royals. Fangen wir einfach mal an mit Victoria, der Kronprinzessin von Schweden. Das sagt nämlich “Das goldene Blatt”: “Hurra! Ein Söhnchen”. Und zwar haben die Spürnasen des “goldenen Blatts” rausgefunden, dass im Schloss in Schweden Handwerker dabei sein sollen, ein zweites Kinderzimmer einzurichten. Und zwar ganz in der Farbe Blau. Das ist schon alles, was zur Schlagzeile “Hurra! Ein Söhnchen” beiträgt. Ich würde mal stark bezweifeln, dass es diese Handwerker und dieses Kinderzimmer und die Farbe überhaupt gibt. Entweder hat die Redaktion sehr gute Quellen im Palast oder sie haben’s sich einfach nur ausgedacht. Für Letzteres würde sprechen, dass die “Frau aktuell” quasi genau das gleiche schreibt, auch eine große Titelgeschichte: “Kronprinzessin Victoria — Schwanger!” Da wird es aber nicht nur ein Kind, sondern sofort zwei. Wie das Heft da nun drauf kommt? Victoria trägt momentan angeblich weite Mäntel, setzt ein vielsagendes Lächeln auf, wenn sie irgendwo in der Öffentlichkeit ist, und zeigt eine ausgelassene Stimmung bei offiziellen Terminen. Und da findet die “Frau aktuell”: offensichtlicher geht’s kaum — also: schwanger, und zwar Zwillinge, weil Victoria jetzt angeblich einen noch runderen Bauch hat als bei ihrer ersten Schwangerschaft.

Und jetzt kommt der Knaller: Sie kann gar keine Kinder bekommen.

Zumindest, wenn man der “Freizeit Spaß” glaubt. Die titelt nämlich: “Schockierende Schlagzeilen — Kann sie kein Baby mehr bekommen?” Und zwar haben die Mitarbeiter ein schwedisches Klatschblatt gefunden, in dem es heißt, Victoria kann sehr wahrscheinlich keine Kinder mehr bekommen, weil ihr Mann Daniel mal eine Nierentransplantation durchführen lassen musste. Das wird auch schon seit Jahren von der Regenbogenpresse ausgeschlachtet. Aber da heißt es jetzt, dass die Medikamente seine Zeugungsfähigkeit eingeschränkt hätten. Das heißt: Eines dieser drei Hefte lügt auf jeden Fall. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass sogar alle drei danebenliegen.

Damit ist der Reigen ja noch nicht beendet, denn auch Máxima der Niederlande soll schwanger sein. Hier ist man sich nur nicht so ganz sicher: Ich habe hier einmal Zwillinge und einmal einen Jungen. Also die ist zumindest schwanger, oder wie?

Nee. Das muss man auch noch zu Victoria von Schweden sagen: Es hat keine offizielle Stellungnahme von Seiten des Hofes gegeben. Und das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sie eben nicht schwanger ist oder der Palast es äußerst geheim hält. Offiziell ist Victoria also nicht schwanger. Genauso Máxima, da hat es auch keine Mitteilung gegeben. Die ist auch schon 43 Jahre alt, es wird also langsam auch schon eng mit dem Kinderkriegen. Aber das hält die Regenbogenpresse natürlich nicht davon ab, einfach mal zu spekulieren: Die “Neue Welt” titelt groß “Schwanger mit 43! Es wird ein Junge”. Da reicht dem Blatt die Begründung, dass Máxima bei einem offiziellen Termin eine Hand auf ihren Bauch gelegt hat — ein klarer Fall für die “Neue Welt”: Sie ist schwanger! Und wie die Mitarbeiter darauf kommen, dass es ein Junge werden soll? “Ihr Volk ist sich schon ganz sicher: Ihr viertes Kind wird endlich ein süßer Junge sein” — also genauso spekulativ wie die anderen Hefte. Richtig abenteuerlich wird es allerdings bei der “Prima Freizeit”. Da soll Máxima mit Zwillingen schwanger sein. Die Begründung der Rechercheure der “Prima Freizeit” lautet, dass es einen “Wunderarzt” gebe, der “zu 100 Prozent in der Lage” sei, “Eltern je nach Wunsch ein Mädchen oder einen Jungen zu bescheren, ein Kind oder gar Mehrlinge.” Allein diese theoretische Möglichkeit, dass es irgendwo auf der Welt einen Arzt gibt, der auch älteren Frauen Kinder bescheren kann, die reicht der “Prima Freizeit”, um zu titeln: “Zwillingsglück mit 43″.

Wie ist das in diesen Redaktionen: Haben die so eine Schwangerschafts-Dartscheibe, wo sie dann draufwerfen, wer wie was jetzt gerade mal bekommen soll?

Schöne Idee — so wird es vermutlich ablaufen. Aber mal im Ernst: Diese Geschichten sind natürlich sehr einfach gestrickt. Man muss nur ein Foto finden von irgendeiner Prinzessin oder Königin, die bei einem Termin die Hand auf den Bauch legt, und sofort heißt es: Ach, sie hält schützend ihre Hand vor den Bauch, da wächst bestimmt ein kleiner Prinz unter ihrem Herzen heran. Solche Geschichten sind also sehr einfach zu basteln. Man braucht nicht viele Beweise, um diese Spekulationen in die Welt zu setzen, und deswegen kommt das auch häufig vor.

Ein paar Monate kann man’s dann noch ausschlachten, bis dann entweder ein Kind kommt oder nicht. Da fällt mir ein: Es ist bestimmt auch schon ein halbes Jahr her, da haben wir über Charlène von Monaco gesprochen. Da war man sich auch nicht sicher: Zwillinge oder nicht? Jungs oder Mädels? Ist da am Ende was rausgekommen überhaupt?

Ja, ist es. Da hatte die “Frau aktuell” ja getitelt “Hurra, zwei Jungen!” und die “Echo der Frau” schrieb “Es werden zwei Mädchen”. Da waren wir uns damals schon natürlich sehr sicher, dass eines von beiden die Unwahrheit sagen muss. Am Ende kam dann raus, dass sogar beide gelogen haben, weil es ein Junge und ein Mädchen wurden. Da hatten also beide Unrecht.


Jeden Freitag unterhalten wir uns mit dem Internetradiosender detektor.fm über die Dämlichkeiten der deutschen Regenbogenpresse. Diese Gespräche gibt’s in der Woche drauf immer hier bei uns im Blog zum Nachhören und -lesen.

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Der Regenbogenröntgenblick
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Der Regenbogenröntgenblick

In unserem wöchentlichen Gespräch mit detektor.fm ging es dieses Mal um die Gynäkologen der Funke Women Group:

Die "Frau aktuell" titelt: "Monaco jubelt - Fürstin Charlene - Hurra, zwei Jungen! Ihre Zwillinge sind gesund!" Das "Echo der Frau" titelt: "Fürstin Charlene - Süße Überraschung! Es werden zwei Mädchen"

Das Gespräch könnt Ihr hier nachhören …

detektor.fm: Eure heutige Geschichte ist quasi eine doppelte Geschichte: Es geht um Fürstin Charlène von Monaco. Und die eine Zeitrschrift titelt: “Hurra, zwei Jungen!”, sie soll also schwanger sein. Und die andere Zeitschrift, “Echo der Frau”: “Es werden zwei Mädchen”. Jetzt wissen wir ja schon, dass man diesen Zeitungen eh nicht glauben kann. Deswegen frage ich erstmal: Ist sie denn überhaupt schwanger?

Moritz: Ja, die Schwangerschaft steht fest. Und — es wurde lange gemutmaßt — es steht auch fest, dass es Zwillinge werden. Es kommen also tatsächlich zwei Kinder im Dezember zur Welt in Monaco. Junge oder Mädchen steht hingegen nicht fest. Es gibt da zumindest keine offizielle Aussage des Palastes. Und die Hefte wissen’s ja anscheinend auch nicht. Das “Echo der Frau” sagt, es werden zwei Mädchen. Die “Frau aktuell” titelt: “Hurra, zwei Jungen!” Am Ende kommen vielleicht ein Junge und ein Mädchen heraus, dann haben beide völlig Unrecht gehabt. Das wäre für uns besonders schön. Aber eines der Hefte wird in jedem Fall daneben liegen. Das ist für uns mal wieder ein ganz klares Beispiel, wie in diesen Verlagen gelogen wird, einfach auf These geschrieben wird. Wenn’s dann einen Zufallstreffer gibt, wird es groß bejubelt — also wenn beispielsweise zwei Mädchen geboren werden, wird das “Echo der Frau” sicherlich sagen: “Ha, wussten wir es doch! Wir haben so berichtet.”

Das wäre die nächste Frage: Wie kommen die denn auf diese Mutmaßungen? Ist das einfach ins Blaue hineingeschrieben? Oder haben die wirklich verlässliche Quellen?

Mats: Nee, die haben keine verlässlichen Quellen. Sie schreiben auch selbst, dass es nur Gerüchte seien: Beide Blätter schreiben, dass es Gerüchten zufolge Jungen beziehungsweise Mädchen werden. Die “Frau aktuell” hat aber noch ein anderes Indiz gefunden. Und zwar hat Fürst Albert, der Mann von Charlène, angeblich im Haus alle scharfen Kanten abgedeckt. Und das nehmen sie jetzt als Indiz dafür, dass es Jungen werden, weil Albert sich bestimmt noch an seine wilde Zeit als kleiner Junge erinnern kann, als er immer durchs Haus getollt ist. Das nimmt die “Frau aktuell” quasi als Beiweis dafür, dass es Jungen werden. Aber in Wirklichkeit steckt natürlich nur Spekulation und Raterei dahinter.

Moritz: Und obwohl beide Hefte lediglich von Gerüchten ausgehen, verkaufen sie es auf den Titelseiten als feststehende Tatsachen. Das ist ein wichtiger Punkt bei diesen beiden Geschichten: Es ist kein Fragezeichen dabei oder ein “wohl” oder ein “vielleicht”, sondern “Es werden zwei Mädchen” und “Hurra, zwei Jungen!”, mit Ausrufezeichen. Das sind also zwei ganz klare Tatsachenbehauptungen.

Also ziemlich abstrus. Interessant an dem Fall ist ja, dass die beiden Zeitschriften aus dem gleichen Verlag kommen, der Funke Women Group. Geht es da im Endeffekt also doch nur um Geldmacherei, dass man — wie Ihr eben gesagt habt — einfach rät und hofft, dass einer wenigstens Recht hat?

Mats: Das vermuten wir. Es ist ja schon ganz offensichtlich, dass es denen gar nicht daum geht, die Wahrheit zu berichten. Die wollen einfach nur mit einer exklusiven Schlagzeile locken, damit die Leute das Heft kaufen und nachschlagen, warum es sich denn um zwei Jungen oder zwei Mädchen handeln soll. Die WAZ Women Group, oder Funke, wie sie jetzt seit einiger Zeit heißt, hat auch Erfahrungen bei solchen Schlagzeilen. Vor ein paar Jahren, als Prinzessin Victoria ein Kind bekommen hat, da titelte die “Neue Welt”, die auch zum Verlag gehört: “Hurra, ein Junge!” Kurz danach wurde das Kind geboren — und es war ein Mädchen. Die haben also schon Erfahrung darin, Vorhersagen zu treffen, die dann doch nicht eintreten.

Ihr habt vorhin gesagt, das ist eine Tatsachenbehauptung, in einem Fall dann ja auch eine falsche. Beschäftigt sowas dann irgendwann mal den Presserat oder ist denen das vollkommen boogie, was diese Frauenzeitschriften machen?

Moritz: Der Presserat wird ja erst dann aktiv, wenn sich jemand beschwert. Von selbst ergreift der Presserat keine Initiative. So ist das grundsätzliche System bei denen. Das wäre jetzt für uns aber ein Fall, den man definitiv beim Presserat einreichen könnte. Wenn man beispielsweise wartet, bis die Geburt im Dezember dieses Jahres stattgefunden hat, dann könnte man sicherlich das Heft, das total ins Klo gegriffen hat, dahin schicken. Dann wird sich ja gezeigt haben, dass es sich um eine falsche Berichterstattung handelt. Da könnte es durchaus eine Maßnahme des Presserats geben.


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Bei Anruf Liebe
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Bei Anruf Liebe

Die Lieblingsdisziplin der Regenbogenpresse ist das grobe Draufkloppen. Deswegen sind uns vor Schreck am Zeitschriftenregal auch jegliche Hefte aus den Händen gefallen, als wir diese Schlagzeile der “Frau aktuell” gesehen haben:

Andrea Berg - Toller Liebesbeweis

Moment mal! Etwas Positives? Über eine lächelnde Andrea Berg, die große Konkurrentin von Regenbogen-Darling Helene Fischer?

Im Heftinneren bekommt die “Frau aktuell” dann aber wieder die Kurve zur negativen Grundeinstellung:

Gemeine Vorwürfe - Andrea Berg

Geht doch!

Die Geschichte dahinter: Der Dresdner Fußballspieler Nils Teixeira musste neulich nach einem recht unnötigen Platzverweis im Spiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach aussetzen. Auf die lustig gemeinte Frage, warum er gegen Großaspach nicht dabei sein wolle, antwortete Teixeira im Scherz:

Weil da Andrea Berg herkommt. Ich war in Großaspach ein, zwei Mal im Trainingslager, und da liefen ihre Lieder schon am Morgen. Nach zwei Tagen hatte ich einen Lagerkoller. Deshalb habe ich echt keine Lust, noch mal in dieses Berghotel zu fahren.

“Dieses Berghotel” wird von Andrea Bergs Ehemann Ulrich Ferber betrieben. Und zack, da hat die “Frau aktuell” ihre “Liebesbeweis”-Geschichte — also theoretisch zumindest:

Andrea Berg kann mit Kritik an ihrer eigenen Arbeit gut leben. Aber auf ihren Uli lässt die Sängerin nichts kommen. [...] Es würde keinen wundern, wenn Andrea zum Telefon greifen würde und dem Nörgler ordentlich die Meinung geigt.

Es würde aber auch keinen wundern, wenn sie’s lässt.


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Unfassbare Methoden
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Unfassbare Methoden

Bettina Wulff könnte Wasser in Wein verwandeln — die Regenbogenpresse würde fragen: “Hat sie ein Alkoholproblem?”

Egal, was die Ex-First-Lady macht, sie kriegt eins übergebraten. Nehmen wir zum Beispiel die Geschichte mit der Telefonseelsorge. Seit einigen Monaten arbeitet Bettina Wulff ehrenamtlich bei einem Netzwerk für schwangere Frauen und Mädchen in Notsituationen.

“Aber kommt ihre Hilfe wirklich von Herzen?”, fragt die “frau aktuell”. Denn:

Immerhin wollte sie eigentlich mit ihrer PR-Agentur durchstarten — da kann ein bisschen gute Werbung in eigener Sache ganz bestimmt nicht schaden …

Und ganz bestimmt haben sich die Regenbogenautoren gedacht: Da müssen wir was tun. Also starten sie gleich mal die Gegenoffensive — und verkünden auf der Titelseite schlicht:

Dagegen ist die “Freizeit Spass” auf ihrem Cover schon deutlich präziser. Das Knallblatt hat es diesmal aber nicht auf Bettina Wulff abgesehen, sondern auf ein anderes Lieblingsopfer der Regenbogenpresse: Heidi Klum. Die hat nämlich seit einiger Zeit einen neuen Freund, und auf einigen Paparazzi-Fotos ist zu sehen, wie ihre Kinder “Mamas Neuen umarmen und abküssen”.

Laut “Freizeit Spass” ist die Schmuserei aber nur Bestandteil eines eiskalten Plans: Heidi Klum, so der Vorwurf, benutze ihre Kinder, “um den Schnuckel an ihrer reifen Seite zu halten”.

Die irre Argumentation:

Kinder tun bekanntlich alles, damit es der Mutter gut geht. Wenn’s zum Glück den jungen Liebhaber (…) braucht, zeigen die Kleinen halt, wie lieb sie ihn haben, so als neuen Papa. Da wird sich’s der Junge gründlich überlegen, ob er Heidi so einfach wieder sitzen lässt.

Aha.

“Unfassbare Methoden”, findet die “Freizeit Spass”. Finden wir auch. Aber wir meinen bestimmt nicht Heidi Klum.


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Schlagzeilenbasteln (101)
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Schlagzeilenbasteln (101)

Judith (27) aus Aachen ist ein großer Fan von Günther Jauch. Sie hat ihn zwar noch nie getroffen, aber sie findet ihn total toll.

Berührende Momente - Günther Jauch - So glücklich macht er diese junge Frau

Schon, wenn sie sich nur ein Foto von ihm ansieht, ist alles gut. Dann vergisst Judith (27) aus Aachen die Welt um sich herum, dann gibt es nur noch sie und ihn. Ihr Gesicht wird ganz weich, ihr Herz hüpft, sie strahlt und lacht, Ärger und Stress der ganzen Wochen sind sofort vergessen. Ja, Günther Jauch (58) macht die junge Frau einfach glücklich. Kein Wunder, der Fernseh-Star ist ja auch ein Traummann. Berühmt und trotzdem nicht eingebildet. Unterhaltsam und schlagfertig. Und dann diese Augen. So offen und klug, so lebenserfahren, dass sie einem direkt ins Herz zu sehen scheinen. Solche Menschen trifft man nicht oft.


Daniela Katzenberger hat in einem Interview gesagt, dass sie keine Klotür habe. Denn: “Das Problem ist, dass da Regale stehen, in denen ich meine 150 Handtücher aufbewahre, die ich in Hotels gemopst habe oder die mir geschenkt wurden.”

Das Geständnis - Daniela Katzenberger - Aus Geiz wurde sie zur Diebin - Wenn's ums Geld geht, ist sie sich wohl für nichts zu schade

(“Die neue Frau”)


König Felipe von Spanien ist neulich mit ein paar Kumpels in Madrid feiern gegangen.

König Felipe - Ist er doch so ein Hallodri wie sein Vater?

(“Die neue Frau”)


Jörg Pilawa wurde in einem Interview gefragt, wie er eigentlich das Haus ordentlich halte, immerhin hat er vier Kinder. Pilawa antwortete: “Wer sagt denn, das [sic] es ordentlich ist? Sie glauben doch nicht, dass man Ordnung in einem Haus mit vier Kindern hat. Bei mir zu Hause herrscht das Chaos.”

Jörg Pilawa - Bewegendes Geständnis

(“frau aktuell”)


Michael Schumacher bekommt in der Reha angeblich Unterstützung von Kai Schnapka. Der ist Physiotherapeut und mit Schumacher seit dessen Formel-1-Zeit befreundet.

Michael Schumacher - Vollbringt sein bester Freund das neue Wunder?

(“Neue Post”)

Michael Schumacher - Sein bester Freund bewirkt ein Wunder - Freudentränen auf der Reha-Station

Sensationelle Neuigkeiten aus der Reha - Michael Schumacher - Die 1. Schritte! Unsere Gebete wurden erhört

Michael Schumacher - Wunderbare Fortschritte - Freudne bestätigen: "Es geht alles viel schneller als erhofft!"

(Dieses Zitat kommt im Artikel übrigens gar nicht vor. Vermutlich ist es frei erfunden.)


Angela Merkel und ihr Mann waren im Urlaub.

Diese Bank rettete die Kanzler-Ehe

(“die aktuelle”)

Einsames Wandern im Regen, Wortlosigkeit. Aber dann kam eine Bank. Eine Bank, die vielleicht die Kanlzer-Ehe gerettet hat. Endlich konnte sich das Paar aussprechen — in aller Ruhe.


Die Schauspielerin Christiane Hörbiger hat in einer Talkshow gesagt, dass sie römisch-katholisch erzogen worden sei, aber mit der Bibel nicht wirklich zurechtkomme. Daraufhin schrieb irgendwer auf ihrer Facebook-Seite: “Ich würde Ihnen die ‘Neue-Welt-Übersetzung’ der Zeugen Jehovas empfehlen.”

Sie wirkt so verändert - Christiane Hörbiger - Findet sie bei einer Sekte ein neues Glück?

(“Die neue Frau”)


Der Schauspieler Thorsten Nindel ist an Krebs erkrankt. Er hat mal in der “Lindenstraße” mitgespielt und ist mit Schauspiel-Kollegin Saskia Valencia zusammen.

Saskia Valencia - Tränen um ihre große Liebe - Kann ihr Ex-Freund sie jetzt trösten?

(“Die neue Frau”)


Die angebliche neue Freundin von Prinz Harry sieht seiner Schwägerin (Herzogin Kate) sehr ähnlich.

Prinz Harry - Jetzt hat er seine eigene Kate!

(“das neue”)


Und jetzt aufgepasst! Die Frau von Joachim von Dänemark sieht seiner Schwägerin (Prinzessin Mary) auch sehr ähnlich.

Harry Windsor und Joachim von Dänemark - Lieben sie heimlich ihre Schwägerinnen?

(“Schöne Woche”)


In der Ukraine ist Flug MH17 abgestürzt. Viele niederländische Passagiere kamen dabei ums Leben.

Neue Tragödie schockt Holland - Maxima & Willem-Alexander - Ehe in Gefahr! - Jetzt müssen sie um ihr Glück kämpfen
Der Artikel beginnt so:

Nur selten brechen Ehekrisen wie plötzliche Unwetter über ein Paar herein. Meist zeigen sich erst einige Wolken am Himmel, dann werden es immer mehr – bis schließlich ein Dauerregen des Zweifels das Fundament des gemeinsamen Glücks unterhöhlt. Auch bei Maxima (43) und Willem-Alexander (47) scheint nun eines zum anderen zu kommen. Die neue Tragödie um die 193 niederländischen Todesopfer beim Flugzeugabschuss über der Ukraine ist eine weitere Belastung. Und viele Holländer fragen sich schockiert, ob die Liebe der beiden nun zerbrechen könnte.


Und zum Schluss mal andersherum. Welche Geschichte verbirgt sich wohl hinter folgender Schlagzeile der “frau aktuell”?Stefanie Hertel - Skandal an ihrem Geburtstag

Ihr Freund konnte nicht mitfeiern, weil er einen Auftritt hatte.


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Schlagzeilenbasteln (82)
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Schlagzeilenbasteln (82)

Welche Schlagzeile könnte die “Frau aktuell” aus folgender Beobachtung gestrickt haben?

Helene Fischer finde “immer mehr Gefallen daran, in die schnelllebige Welt der Pop-Musik einzutauchen”, und wolle sich “nicht mehr auf die Schlager-Musik beschränken.”

Vom Schlager zum Pop - Helene Fischer - Das bittere Ende ihrer großen Liebe


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Schlagzeilenbasteln (67)
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Schlagzeilenbasteln (67)

Welche Schlagzeile könnte man aus folgender Nachricht basteln?

Vor vier Jahren übernahm TV-Moderator Günther Jauch ein Weingut, das sich bereits seit 1805 im Familienbesitz befindet.

Günther Jauch - Spätes Glück! Sein großer Traum geht in Erfüllung

Denn Günther Jauchs Ehefrau Thea hat vor einem Jahr in einem Interview gesagt: “Es ist wie ein Traum, den wir nie geträumt hatten. Und der kam über uns”.


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Wer zuletzt lacht

Wer zuletzt lacht

Wenn Sie ganz, ganz leise sind und mal genau hinhören, dann dürften Sie die Steine hören, die den Mitarbeitern der “Frau aktuell” vom Herzen fallen. Mit Inbrunst verbreiten sie auf ihrer Titelseite die frohe Kunde:

Klarstellung - Helene Fischer - Sie lacht!

Nanu? Das gleiche Foto hatte fünf Ausgaben früher doch noch eine ganz andere Titelzeile verpasst bekommen …

Helene Fischer - Bittere Tränen um ihre große Liebe - Wie soll es jetzt nur weitergehen?

Und schon damals hatten wir geschrieben, dass das Foto Helene Fischer nicht beim Weinen, sondern beim Lachen zeigt.

Das haben dann wohl auch die Rechercheure der “Frau aktuell” rausgefunden:

Auf dem frau aktuell-Titel Nummer 12 meinten wir, Helene Fischer (29) würde weinen und schrieben “Bittere Tränen um ihre große Liebe”. Dabei hatte es ihr Freund Florian Silbereisen (32) mal wieder geschafft, seine Liebste so zum Lachen zu bringen.

Hach ja, da kann man doch das pure Autoren-Glück zwischen den Zeilen lesen.


Die “Herzblatt-Geschichten” der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”, in denen Jörg Thomann jede Woche wunderbar über “das Witzigste, Wichtigste und Heftigste aus den deutschen Klatschblättern” schreibt, haben sich dieser Klarstellung ebenfalls gewidmet.


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Schlagzeilenbasteln (35)

Schlagzeilenbasteln (35)

Heute spielen wir das Ganze mal andersrum. Also, liebe Leute: Welche Nachricht verbirgt sich wohl hinter dieser Schlagzeile?Helene Fischer - Bittere Tränen um ihre große Liebe - Wie soll es jetzt nur weitergehen?

Keine Sorge — zwischen Helene und Flori ist alles paletti! Auch ihren Haustieren (sofern sie welche haben) geht es gut, nehmen wir an. Nein, in Wirklichkeit meint die “Frau aktuell” etwas ganz anderes: Es soll nämlich durchaus Leute geben, die die Musik von Helene Fischer nicht so supermegatoll finden. Zum Beispiel der Gastwirt, der dieses Schild aufgestellt hat:traenen_f4

Die “Frau aktuell” schreibt:

Noch ist Helene Profi genug, um mit Kritik umzugehen. Meist gelingt es der attraktiven Künstlerin, ihren Schmerz zu überspielen. Doch tief in ihrem Innersten weint Helene Fischer vielleicht schon bittere Tränen. Tränen um ihre große Liebe: Ihre Musik.

(Das kleine Foto auf dem Cover zeigt Helene Fischer übrigens nicht beim Weinen, sondern beim Lachen.)


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Genau wie bei Prinz Friso (3)

Genau wie bei Prinz Friso (3)

Wir hatten ja schon befürchtet, dass sich die Regenbogenhefte auf den Unfall von Michael Schumacher stürzen würden wie eine Horde ausgehungerter Hyänen. Und dass sie auch dann, wenn die seriösen Medien längst von Schumacher abgelassen hätten, immer noch unbeirrt weiterhacken würden, Woche für Woche mit neuen Spekulationen und irreführenden Schlagzeilen. Eben genau wie bei Prinz Friso.

Inzwischen zeigt sich, dass wir recht hatten. Leider.

Während selbst die Boulevardmedien Michael Schumacher und dessen Familie allmählich in Ruhe lassen wenigstens eine Zeitlang in Ruhe gelassen haben, ging und geht der Wahnsinn in der Regenbogenpresse einfach nahtlos weiter. Jedes Gerücht wird gleich zu einer Titelstory aufgeblasen, jedes angebliche Blinzeln direkt zum “Wunder” erklärt.

Im Ernst: Als die französische Zeitung “L’Équipe” neulich unter Berufung auf “sehr sichere Quellen” berichtete, Michael Schumacher befinde sich in der Aufwachphase und habe geblinzelt, titelte die “Frau aktuell”:

Endlich gibt es neue Hoffnung - Michael Schumacher - Am Krankenbett geschah ein Wunder!Hunderttausendfach liegt diese Titelseite momentan in deutschen Kiosken aus. Bei wie viele Menschen sie wohl schon den Eindruck erweckt hat, dass Schumacher plötzlich genesen sei?

Immerhin erfahren die, die das Heft kaufen und den Artikel lesen, was wirklich hinter dem “Wunder” steckt. Zumindest wenn sie sich durch den triefenden Schwulst aus Phrasen und Fiktion gekämpft haben, mit dem der anonyme Autor die Tatsachen ummantelt hat.

Schon ein kleines Augenzwinkern ist ein Erfolg. Ein Meilenstein. Ein strahlender Hoffnungsschimmer, in dem nicht enden wollenden Albtraum, der mit dem dramatischen Skiunfall von Michael Schumacher (45) am 29. Dezember letzten Jahres begann. Jetzt berichten französische Medien von einem Wunder, das an seinem Krankenbett geschah. Können Corinna (44) und die Kinder nun endlich aufatmen?

Gebannt wacht die Familie dieser Tage am Krankenbett des siebenfachen Formel-1-Weltmeisters auf der Intensivstation. In der Hoffnung, auf ein weiteres kleines Blinzeln, Zucken oder Zwinkern. Ein minimaler Reflex, der ihnen versichert, dass ihr geliebter Mann und Papa in sein altes Leben zurückkehrt. Längst haben sich alle Beteiligten an den Anblick des hilflosen Sportlers gewöhnt. An all die Schläuche und die Pumpgeräusche der Beatmungsmaschine, die Schumi am Leben hält. Nun, wo die Aufwachphase begonnen hat, beobachten sie den Patienten mit großer Sorgfalt. Zwar warnt Michael Schumachers Sprecherin Sabine Kehm (47) vor verfrühter Euphorie und spricht von einem “Aufwachprozess, der sehr lange dauern kann.” Trotzdem werten Hirn-Trauma-Experten bereits kleinste Reflexe als positiv. Sie seien ein klares Indiz dafür, dass

und so weiter. Irgendwann kommt dann doch noch das Blinzel-Gerücht aus der “L’Équipe”, und der Text endet so schwülstig, wie er begonnen hat:

Vielleicht hat Schumi damit schon einen ersten Etappensieg errungen. Auf seinem bislang schwersten Grand Prix…

Auch die “Neue Welt” (die in solchen Fällen bekanntlich über besonders exklusive Informationen verfügt) tut so, als wisse sie genau, was sich an Schumachers Krankenbett (und in Corinnas Kopf) abgespielt hat:Überraschende Fortschritte - MICHAEL SCHUMACHER - Freudentränen am Krankenbett - Was die Ärzte sagen

Es gibt Momente im Leben, die kostbarer sind als alles andere auf dieser Welt. Corinna Schumacher (44) weiß am besten, was es bedeutet, dass der Glaube und die Hoffnung letztlich doch Berge versetzen können. Ihre Gebete, die sie immer wieder am Krankenbett ihres geliebten Mannes gesprochen hat, sind nun endlich erhört worden! […] “Schumis” Managerin Sabine Kehm [teilte] offiziell mit: “Michaels Narkosemittel werden seit Kurzem reduziert, um ihn in einen Aufwachprozess zu überführen, der sehr lange dauern kann”.

Dann natürlich die Blinzel-Geschichte …

Die renommierte französische Zeitung “L’Équipe” berichtete hingegen, dass Michael sogar schon geblinzelt habe.

… und ein pathetischer Abgang:

Corinna hat allerdings vollstes Vertrauen in die Ärzte gesetzt, die ihren Michael nun schon seit Wochen behandeln. Ihnen verdankt man die ersten Freudentränen am Krankenbett ihres Mannes. Und Corinna ist sicher, dass ihr Mann den Weg zurück ins Leben findet.

Vergleichsweise zurückhaltend hat das “Echo der Frau” auf die Blinzel-Nachricht reagiert:MICHAEL SCHUMACHER - Nach all dem Hoffen & Bangen - Was wird nun?

Das Blatt ist im Gegensatz zu den meisten anderen Regenbogenheften sogar so fair, die Stellungnahme von Schumachers Managerin — die herausgegeben wurde, nachdem die “L’Équipe” über das Einleiten der Aufwachphase berichtet hatte — noch ein Stückchen weiter zu zitieren:

“Michaels Narkosemittel werden seit Kurzem reduziert, um ihn in einen Aufwachprozess zu überführen, der sehr lange dauern kann”, teilte Sabine Kehm (46), die Managerin von Michael Schumacher, mit. “Es war ursprünglich die klare Absprache zwischen allen Beteiligten, diese Information zum Schutz der Familie erst zu kommunizieren, wenn sich dieser Prozess konsolidiert hat. Über Zwischenschritte werden wir keine Auskunft geben.” Eine Entscheidung, die die Fans des siebenfachen Formel-1-Weltmeisters natürlich verstehen.

Und viele Journalisten natürlich nicht.

Wie die von der “Freizeit Spass”, die darüber jammern, dass die Managerin nicht “mehr” “verraten” wollte, und sich mit Hilfe eines “Experten” kurzerhand selbst um die “Prognose” kümmern:Michael Schumacher - Überraschende Prognose - Wie seine Zukunfts-Chancen jetzt wirklich stehen

Kurz zusammengefasst: Es gibt “Gefahr”, aber auch “Lichtblicke”. Überraschend.

Sabine Kehm hat in ihrer Stellungnahme übrigens noch einen Satz geschrieben, den wir bisher in keinem Regenbogenheft gefunden haben. Sie schrieb:

Die Familie von Michael Schumacher bittet erneut um Respekt für ihre Privatsphäre, das Arztgeheimnis und darum, die behandelnden Ärzte nicht in ihrer eigentlichen Arbeit zu stören.

Vermutlich werden wir diesen Satz in der Regenbogenpresse auch nie finden. Schon allein deswegen, weil er sich so schlecht mit solchen Fotos verträgt:Michael Schumacher: Nach dem schweren Ski-Unfall - Jetzt muss seine Corinna stark sein wie nie zuvorWir haben das Bild — hier zu sehen in der “Freizeit spezial” — unkenntlich gemacht; es zeigt Corinna Schumacher bei der Ankunft am Krankenhaus, aufgenommen während ihres täglichen Spießrutenlaufs durch die Journalistenmeute.

Die “Revue Exklusiv” hat eines dieser Fotos sogar auf der Titelseite abgedruckt, kombiniert mit einem der Lieblingsbegriffe in diesen Wochen: “Schicksal”.CORINNA SCHUMACHER - Wie erträgt sie dieses Schicksal? - Die Tragödie - So leiden die Kinder

Corinna in Tränen - MICHAEL SCHUMACHER - Er forderte das Schcksal zu oft heraus

(“Revue der Woche”)
MICHAEL SCHUMACHER - Jetzt entscheidet sich sein Schicksal(“Schöne Woche”)

Währenddessen hat das “Echo der Frau” in der aktuellen Ausgabe schon ein ganz “Neues Drama” um Michael Schumacher gebastelt:MICHAEL SCHUMACHER - Neues Drama! - Seine Familie leidet

Der Ort, in dem Schumacher aufgewachsen ist, soll nämlich dem Braunkohle-Abbau weichen und umgesiedelt werden. Das ist schon seit sieben Jahren bekannt, der “Echo der Frau” jetzt aber trotzdem eine Titelschlagzeile wert.

Die Leute von der “Mehr Spass” begeben sich eher auf die Meta-Ebene und erklären:Michael Schumacher - So gefährlich ist Skifahren

Nämlich so gefährlich, dass pro Saison “viele tausend Menschen verunglücken”, darunter sogar Promis. Als Beleg hat die “Mehr Spass” drei davon aufgelistet.

Aber nochmal zurück zur Blinzel-Geschichte. “Das goldene Blatt” weckt ob der eingeleiteten Aufwachphase nämlich ebenfalls neue HOFFNUNG:Michael Schumacher & seine Corinna - Neue HOFFNUNG! - Wird jetzt alles gut?

Und “Die neue Frau” fragt:

Nach dem Drama - MICHAEL SCHUMACHER - Holt die Familie ihn bald heim?(Im Übrigen eine Frage, die die Regenbogenpresse auch im Fall von Prinz Friso unzählige Male gestellt, aber nie selbst beantwortet hat.)

Im Innern jubelt das Blatt:schumi_die-neue-frau-2

Von einem “Wunder” spricht die “Woche der Frau” zwar nicht direkt, dafür macht sie aus dem Blinzeln einfach mal ein Lächeln:

Michael Schumacher - Das erste Lächeln in der Klinik - Kehrt jetzt für die Familie das Glück zurück?Im Text zeigt sich, was wirklich dahinter steckt: die Fantasie des Autors. Was sonst.

Jetzt endlich gibt es Hoffnung! Der ehemalige Formel-1-Weltmeister ist auf dem Weg zurück ins Leben. Die Angst ist damit noch lange nicht weg. Doch es gibt endlich Grund genug für ein erstes, zaghaftes Lächeln.

Die Redaktion der “Freizeitwoche” schließlich lässt keinerlei Zweifel mehr daran, dass sie den Eindruck erwecken möchte, Schumacher sei aus dem Koma erwacht:

WUNDER AM KRANKENBETT - Michael Schumacher - Corinnas Liebe holte ihn ins Leben zurückDer Artikel dazu liest sich wie der Trailer für ein Hollywood-Melodram:

Zärtlich schmiegt sich Corinna Schumacher (44) an die Brust ihres Mannes Michael (45). Er umarmt sie fest, beide halten ihre Augen geschlossen, um den Augenblick zu genießen, der nur ihnen gehört, Ein [sic] kurzer Moment der Liebe — und doch so normal im Leben der beiden.

Bis zum 29. Dezember letzten Jahres! [...] Viele gaben dem Ex-Formel-Eins-Fahrer nur eine gerine Überlebenschance. Viele, aber nicht Corinna. Seit diesem Schicksalsschlag wich sie ihrem Mann nicht von der Seite, hielt seine Hand, redete auf ihn ein, streichelte ihn liebevoll. Jede Minute, jeden Tag, Woche für Woche. Sie zweifelte keine Sekunde daran, dass ihr Ein und Alles wieder zurück ins Leben findet.

Es folgt das (halbe) Zitat der Managerin. Dann:

Tränen der Freude müssen Corinna nach über einem Monat Hoffen und Bangen über die Wange gelaufen sein. Ihre unendliche Liebe und Stärke in der schweren Zeit haben den zerbrechlichen Strohhalm der Hoffnung stark werden lassen! [...] Corinnas Liebe zu Michael hat das Unmögliche möglich gemacht. Und ihre Liebe wird es auch sein, die ihn eines Tages wieder die Augen öffnen lässt.

Und so spekuliert und fabuliert und täuscht die Regenbogenpresse auch eineinhalb Monate nach Schumachers Unfall immer noch munter vor sich hin — so, wie sie es im Fall von Prinz Friso geübt hat. Auch seinerzeit hatten die Regenbogenhefte immer wieder von einem “Wunder” gesprochen und suggeriet, Friso sei aus dem Koma erwacht, obwohl sie genau wussten, dass das nicht stimmte.

Oder aber sie arrangierten ihre Schlagzeilen und Cover so, dass der Eindruck entstand, Friso sei gestorben. Höchstwahrscheinlich werden die Regenbogenredaktionen so etwas auch im Fall Schumacher versuchen. Einen Anlass gibt es auch schon: Die “Bild”-Zeitung berichtete Anfang der Woche, dass bei Schumacher eine Lungenentzündung diagnostiziert worden sei.

Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis daraus die ersten Todesdramen gestrickt werden.


PS: Eine Geschichte dürfen wir nicht unerwähnt lassen. Die “Freizeit Revue” übt in ihrer aktuellen Ausgabe nämlich Kritik an der Berichterstattung über Schumacher. Echt jetzt! Sie empört sich über jene Menschen, “die offenbar keinen Anstand” besitzen und das Leid Schumachers für ihre “geschmacklosen Geschäfte” missbrauchen:

MICHAEL SCHUMACHER - Geschmachlose Geschäfte mit seinem unsagbaren Leid

“Unfassbar” findet die “Freizeit Revue”. “Abscheulich”. “Unwürdig”. “Skrupellos”.

Nanu? Kritik an der Regenbogenpresse — von der Regenbogenpresse?

Nein. Natürlich nicht. Die “Freizeit Revue” kritisiert nicht sich selbst oder ihre Regenbogenkollegen, sondern die “Titanic”:[Ein Foto zeigt das "Titanic"-Cover mit gepixeltem Logo, ein anderes Foto den "Titanic"-Chefredakteur] Skrupellos: Mit diesem geschmacklosen Cover will Tim Wolff (r.), Chef eines Satire-Magazins, viele Hefte verkaufen

Und Schumachers Notsituation für die Auflage zu missbrauchen, das geht nun wirklich zu weit.

Nicht wahr, “Freizeit Revue”?


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Schlagzeilenbasteln (7)

Schlagzeilenbasteln (7)

Haben Sie das Zeug zum Regenbogenredakteur? Finden Sie es heraus! Wir nennen Ihnen eine Nachricht, und Sie denken sich eine Schlagzeile dazu aus. Mit einem Klick auf den Link erfahren Sie, wie es die Profis gemacht haben.

Ab ins Regenbogen-Trainingslager mit den irrsten Schlagzeilen der vergangenen Wochen …


Hape Kerkeling und Michelle Hunziker werden am Samstag die “Goldene Kamera” moderieren.

Hape Kerkeling - Geheimnis gelüftet! - Neuanfang mit einer Frau


Man munkelt, dass Florian Silbereisen in letzter Zeit öfters mit seinen Kumpels unterwegs war.

Florian Silbereisen - Vorfreude auf die Hochzeit?
“Das goldene Blatt” findet: “Möglich wäre es. Schließlich geht es vielen Männern so, die kurz vor dem Jawort stehen. Dann wollen sie noch einmal ausgiebig feiern.”


Im Auftrag des Playboy hat ein Umfrageinstitut 1000 Männer danach gefragt, welcher Promi für sie die perfekte Frau ist. Siegerin mit 18 Prozent: Klaro — Helene.

Helene Fischer - Was läuft da mit dem Playboy? Die Liebesbeichte muss Flori das Herz brechen


Eine Wahrsagerin, eine Adels-Autorin und ein Hof-Fotograf finden, die Ehe von Charlène und Albert von Monaco stehe unter keinem guten Stern.

Adels-Experte sind sich einig - Charlene - Schock Botschaft - Kein Baby und Scheidung!


Moderator Maxi Arland hat neulich mal für eine Show in einem Rotwildgehege gedreht. Plötzlich rannte ein Bisonbüffel auf das Team zu. Arland erzählt: “[Der Pfleger] lenkte den Bison ab und forderte uns auf, das Gehege schnellstmöglich zu verlassen.”

Schock im Wildpark - Maxi Arland (32) - Rodesangst - er rannte um sein Leben


Sonja Zietlow (Moderatorin des Dschungelcamps) hat mal über die Zeit im Dschungel gesagt: “Manchmal muss man sich ausmeckern oder ausheulen.”

Zu viel Stress! Sonja Zietlow - Tränen im Dschungel


Während Stefan Mross auf Tour ist, bleibt seine Frau mit dem Kind bei ihren Eltern.

Stefan Mross - Familien-Drama - Plötzlich setzt er sein junges Glück aufs Spiel


Die Schwester von Florian Silbereisen hat Geld gesammelt, damit sich eine Freundin von ihr einen neuen Rollstuhl leisten kann.

Florian Silbereisen - Rollstuhl-Drama um diese junge Frau - Ergreifend, was seine Schwester verrät


Johannes B. Kerner hat mal mit Blick auf die Trennung seiner Eltern gesagt: “Das war keine angenehme Zeit”. Und: “Wenn man heiratet, hat man schon den Gedanken, dass es nicht zur Scheidung kommen soll”.

Johannes B. Kerner - Traurige Beichte - Zum ersten Mal spricht er über seine schlimmen Ängste


Am Unfallort von Michael Schumacher haben Bergretter sein Glücksarmband wiedergefunden.

Endlich! - Michael Schumacher - Das erste Zeichen der Hoffnung!


Stefan Mross und Stefanie Hertel waren mal zusammen, sind es jetzt nicht mehr, verstehen sich aber immer noch prächtig.

Stefan Mross & Stefanie Hertel - Zwei Seelen im Gleichklang ...
Auf der Titelseite dann aber bitte ein bisschen weniger schmusig.

Stefan Mross - Er kommt von Stefanie nicht los! Wie lange geht das noch gut?


Bei einer Filmpremiere in London hat Herzogin Kate immer wieder ihre Hand auf ihren Bauch gelegt.

Das schönste Geschenk für William - Herzogin Kate - Das zweite Baby ist schon unterwegs - Was sie selbst über ihr neues Familienglück verrät


Roy Black war ein Star und ist an dem “Spagat zwischen beruflichem Mega-Erfolg und privater Normalität” zerbrochen. Helene Fischer ist auch ein Star.

Helene Fischer & Roy Black - Achtung, Helene! Sonst droht dir das gleiche Schicksal


Die Schwester von Andrea Bergs Mann hat ein Kind bekommen.

Andrea Berg - Wie schön! Ein Baby bringt das Glück zurück


Helene Fischer unterstützt die “Aktion Zehn”, die sich für die Gleichberechtigung von Homosexuellen, Bisexuellen und Transgender in Russland einsetzt. Helene Fischer ist auch gebürtige Russin.

Helene Fischer - Sie riskiert so viel - Darf sie nie wieder in ihre Heimat zurück?


Kurz vor Weihnachten haben Prinzessin Victoria und Daniel zusammen mit ihrer Tochter Estelle Plätzchen gebacken. Dabei kuschelte Estelle angeblich lieber mit Daniel als mit Victoria. Und irgendwann hatte sie gar keine Lust mehr auf Plätzchenbacken und ist rausgegangen.

Prinzessin Victoria - Riskiert sie ihr Mutterglück? Dramatische Szenen in der Schlossküche


Andrea Berg hatte neulich ein Glitzer-Kleid an. Helene Fischer hat auch manchmal ein Glitzer-Kleid an.

Andrea Berg - Neid-Attacke? Plötzlich klaut sie bei Helene Fischer


Na, wie viele Schlagzeilen haben Sie richtig geraten?

Damit Sie nicht aus der Übung kommen, schicken wir Sie ab morgen ins tägliche Schlagzeilen-Bootcamp: Montag bis Freitag gibt’s jeden Mittag ein bisschen was zum Basteln.


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Genau wie bei Prinz Friso

Genau wie bei Prinz Friso

Die Diskussion über die Berichterstattung zum Ski-Unfall von Michael Schumacher, die in den vergangenen Tagen auf Touren kam, hangelt sich größtenteils an der Frage lang: Muss das wirklich alles sein — diese Flut an Berichten, diese Gewichtung?

Man kann das so oder so sehen.

Worüber man hingegen nicht lange diskutieren muss, ist das hier:

Tragödie im Krankenhaus! Corinna Schumacher - Bittere Tränen um ihren Michael

Michael Schumacher (45) - Mitten aus dem Leben gerissen! Wieder abseits der Piste! Genau wie bei Prinz Friso

Nach dem schlimmen Ski-Ungkück - Michael & Corinna Schumacher - Bitterer Abschied! Was wird jetzt aus ihren Kindern?

Jetzt ist also auch die Regenbogenpresse bei dem Thema eingestiegen. Und sie gibt vom Start weg Vollgas.

Die Redaktion der “frau aktuell” handelt noch am harmlosesten, wenn sie sich einfach mal ein Zitat ausdenkt, das Michael Schumachers Frau Corinna vielleicht am Krankenbett ihres Mannes gesagt haben könnte:

Stunde um Stunde verharrt sie am Krankenbett und vergießt bittere Tränen um ihren Michael. “Warum musste er eine so gefährliche Strecke fahren, wie konnte es nur dazu nur [sic!] kommen?” wird sie sich immer wieder Fragen [sic!].

Deutlich schärfer da schon “die aktuelle” im Vier-Seiten-Spezial “Das Drama um Michael Schumacher”. Die Überschrift im Heftinneren könnte auch als Titelzeile für einen “aktuelle”-Nachruf auf “Teufelskerl” Michael Schumacher durchgehen:

Tragisches Ende eines Lebens auf der Überholspur

Natürlich hat “die aktuelle” auch gleich nach Parallelen zum Schicksal von Prinz Friso gesucht. Und auch ganze zwei gefunden:

Auch [...] Prinz Friso fuhr 2012 abseits der Piste, als er schwer verunglückte.

Der Prinz war im gleichen Alter wie Schumi: 45 Jahre …

Dazu trifft das Blatt eine Reihe von Aussagen, die bei einer Leserin, die nicht jeden Abend die “Tagesschau” guckt, durchaus den Eindruck erwecken kann, dass Schumacher den Unfall nicht überlebt hat:

Michael Schumacher, 45, war ein Teufelskerl.

Einfach so mitten aus dem Leben gerissen. Ohne die Chance auf ein Wort des Abschieds. Als Ehefrau Corinna, 44, und die Kinder Gina-Maria, 16, und Mick, 14, im Krankenhaus eintrafen, konnten sie nur noch seine Hand halten.

Nie hatte sie [Corinna Schumacher] ihn gebeten, wegen ihr auf den Adrenalin-Kick zu verzichten. Das war sein Leben. Und sie liebte ihn. [...] Jetzt hat Corinna ihn verloren. Das Leben ist nicht fair …“

“das neue” besitzt sogar die Chuzpe, über Michael Schumacher und dessen Leben fast ausschließlich in der Vergangenheitsform zu schreiben. Als wäre er gestorben:

Die Familie war für ihn immer die Nummer 1 im Leben

Er [...] unterstützte seine Frau bei der Pferdezucht auf ihrer Western-Ranch.

Sie hatten alles: zwei süße Kinder, Millionen auf dem Konto, Dutzende Autos, etliche Häuser und sogar eine eigene Ranch. Doch nun muss sich die Familie von Michael Schumacher (45) von ihrem bisherigen Leben trennen. Ein bitterer Abschied!

Der gesamte Artikel und die Schlagzeile auf dem Cover lesen sich so, als hätte “das neue” darauf spekuliert, dass Michael Schumacher die Folgen seines Unfalls vielleicht doch nicht überlebt, während das Heft gedruckt und ausgeliefert wird. Vorher noch schnell die “Stabstelle Medienrecht des Heinrich Bauer Verlages” drüberbügeln lassen, damit nichts rechtlich Verfängliches drin steht. Und dann sabbernd alles in die Druckerei schicken.

In einem Punkt hat “die aktuelle” übrigens recht: Es ist “Genau wie bei Prinz Friso”. Die Regenbogenverlage werden auch dieses Mal das Schicksal eines Menschen in Not so weit ausschlachten, wie es nur geht.

Die große Flut an Schund- und Fantasiegeschichten dürfte noch kommen — am Mittwoch, wenn ein Großteil der wöchentlich erscheinenden Hefte auf den Markt geworfen wird.


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Schlagzeilenbasteln (4)

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Und schon geht’s los!


“die aktuelle” war zu Gast bei Sylvie van der Vaart in Hamburg. Und die sagt mit Freudentränen in den Augen: “Ich freue mich, dass meine Mama in der schweren Zeit so hinter mir steht”.

Daheim bei Sylvie - Tränen-Kollaps im Wohnzimmer

Ach, wobei … Warum nicht gleich so?

Exklusiv! Sylvie van der Vaart - Zusammenbruch im Wohnzimmer


Thea und Günther Jauch kauften 2010 das Weingut Othegraven im rheinland-pfälzischen Kanzem. Schließlich sind beide große Weinliebhaber.

Es ist nie zu spät - Günther Jauch & Thea - Ihr mutiger Neuanfang

Günther & Thea Jauch - Die Wahrheit über ihre Ehe


Als Daniela Katzenberger vier Jahre alt war, trennten sich ihre Eltern.

Daniela Katzenberger - Heimliches Psycho-Drama - Schon mit vier Jahren verlor sie den Glauben an die Liebe


In ihrem neuen Lied singt Helene Fischer: “Ich stress mich und schlauch mich, verlier und verbrauch mich”. Steilvorlage!

Ihr neues Lied ist wie ein Hilfeschrei - Helene Fischer - Wie lange hält sie den Stress noch durch?


Der 30-jährige Sohn von “Bauer sucht Frau”-Kandidatin Narumol will Mönch werden und von seiner thailändischen Wohnung in ein thailändisches Kloster ziehen.

Trauriger Abschied! Narumol & Josef - Tränen um ihr geliebtes Kind!


Während Bettina Wulffs neuer Lebenspartner Stefan Schaffelhuber sich gerade hat scheiden lassen, ist sie “nach wie vor mit Ex-Bundespräsident Christian Wulff (54) verheiratet.”

Rätselraten um die Scheidung - Bettina Wulff - Falsches Spiel mit ihrer neuen Liebe?


Schlagersängerin Nicole ist mit ihren Flipflops an einer Treppe hängen geblieben, gestürzt und hat sich den linken Mittelfuß gebrochen. Die Folge: Beim “Schlagerolymp” in Berlin könnte sie nur im Sitzen auftreten, ihr linkes Bein in einen Gipsverband gepackt.

Nicole - Unfall, Rollstuhl! Wird sie je wieder richtig laufen können?


Der italienische Fernsehsender, bei dem Michelle Hunziker die Sendung “Striscia la notizia” moderiert, hat sich einen Ersatz für die Schweizerin gesucht. Schließlich fällt Hunziker wegen der Geburt ihres zweiten Kindes eine Weile aus. Nun präsentiert die Argentinierin Belén Rodriguez die Satiresendung.

Unfreiwillige Babypause - Michelle Hunziker - Abgesägt von einem Luder


Bis zu zehn Energy-Drink-Dosen soll sich David Hasselhoff — “seine Trinkerei ist den Fans noch gut in Erinnerung” — täglich reinpfeffern.

David Hasselhoff - Rückfall in die Sucht


Jörg Pilawa geht 2014 wieder zur ARD. Und Inka Bause hat eine Show im ZDF.

Jorg Pilawa - Inka Bause - Neues Glück


Nachdem Prinz William seinen Dienst auf einer Militärbasis quittiert hatte, wurden dort zwei Wachhunde eingeschläfert. Die offizielle Begründung lautete, einer der Hunde sei zu krank, der andere zu aggressiv gewesen, um sie weiterzuvermitteln.

William & Kate - Erschütternder Vorfall - Ist ihre Tierliebe nur gespielt?


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Schlagzeilenbasteln (3)

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Alles klar? Dann los!


Jürgen Klopp ist beim Fußball mal wieder aus der Haut gefahren.

Bedrohliche Ausraster - Jürgen Klopp - Muss seine Frau sich vor ihm fürchten?


Die Publizistin Helga Hirsch arbeitet seit Kurzem als Beraterin im Bundespräsidialamt. Sie war vor 15 Jahren auch mal mit Bundespräsident Gauck zusammen.

Ob Daniela darüber glücklich ist? - Joachim Gauck - Er holt seine Ex zu sich

Und was ist nun mit seiner Daniela? - Joachim Gauck - Neuanfang mit der Ex - Sie gibt im Schloss den Ton an

Daniela muss mit seiner Vergangenheit leben - Joachim Gauck - Neue Geliebte aufgetaucht


Das Geissens haben bei Instagram dieses Foto ihrer Töchter Davina Shakira und Shania Tyra gepostet:Screenshot: http://instagram.com/p/deWEyprwCJ/#

Die Geissens - Lolita-Alarm! - Leichtsinnig, was sie ihren Töchtern antunDenn “Tatsache ist nun mal: In den anonymen Welten des Internets tummeln sich jede Menge Kriminelle und Pädophile auf der Suche nach Lolita-Fotos und Kontakten jeglicher Art. […] Machen sich die Geissens darüber keine Gedanken?”


Gertrud Steinbrück hat ihrem Mann irgendwann mal vorgeschlagen, den gemeinsamen Nachnamen Steinbrück abzulegen und stattdessen ihren Mädchennamen Isbary anzunehmen. Peers Antwort: “Wenn du das von mir verlangst, lasse ich mich scheiden.”

Sie sprachen schon von Scheidung


In einer Online-Umfrage ist Florian Silbereisen zum nervigsten Moderator Deutschlands gewählt worden.

Florian Silbereisen - Nur Helene kann ihn jetzt noch trösten


Zwei Monate nach der Geburt ihres Sohnes ist Herzogin Kate wieder rank und schlank.

Herzogin Kate - Dramatische Radikal-Diät - Ihr falscher Ehrgeiz gefährdet Klein-George!Denn: “Experten warnen ausdrücklich vor Diäten während des Stillens: Eine Mangelernährung schwächt die Güte der Muttermilch und schadet so dem Kind! Der Gedanke, Kate könnte weniger essen, um schneller schlank zu werden, ist furchtbar! Was wird aus dem kleinen George? Steht seine Gesundheit auf dem Spiel?”


Angeblich ist Stefan Mross “Geheimfavorit für eine mögliche Nachfolge von Markus Lanz” bei “Wetten, dass…?”

Schock-Nachricht - Stefan Mross - Was soll nur aus seinem Baby werden?Denn als Moderator von “Wetten dass…?” hätte er wohl kaum noch Zeit für seine Familie.


Als Günther Jauch in einer Fernsehshow gefragt wurde, wen er früher “scharf” fand, antwortete er: “Ich fand Karin Dor toll. Ja, das war mein erster Kinofilm [...]. Und da war eine unvorstellbar schöne Frau … und das war Karin Dor!”

Günther Jauch - Wo fängt Untreue an? Es geht um diese schöne Frau


Von Boris und Lilly Becker sind diese beiden Fotos aufgetaucht:Ausriss: "Die neue Frau", Nr. 36/2013

Boris & Lilly - Sagt sie ihm hier, dass sie schwanger ist?


Birgit Schrowange sagt in einem Interview, insgesamt finde sie die Generation Männer zwischen 40 und 50 nicht souverän genug: “Die haben Angst vor erfolgreichen Frauen und suchen nach wie vor das Modell ‘jüngere Ehefrau, die ihnen den Rücken freihält”.

Markus Lanz - Pikante Enthüllung - Jetzt packt seine Ex-Geliebte ausDenn Birgit Schrowange war mal mit Markus Lanz zusammen. Und der ist ein Mann zwischen 40 und 50.



Apropos — Markus Lanz, der bekanntlich auch mal gerne an extreme Orte reist (Grönland, Alaska, Malle), wurde vor zwei Jahren in einem Interview gefragt, ob er “auch schon Halluzinationen im Eis” gehabt habe. Lanz antwortete: “Ja. Vor allem am Südpol.”

Markus Lanz - Überraschende Beichte - Er spricht über seine Wahnvorstellungen


Lilly Becker hat das hier bei Twitter gepostet:Beautiful .... I want her ... [Foto eines Mädchens]

Boris Becker (45) - Lilly wünscht sich ein Mädchen


George III. (1738-1820), König von Großbritannien, litt unter einer Stoffwechselstörung. Und bei Alice von Battenberg (1885-1969), der Schwiegermuter von Königin Elisabeth, wurde 1930 Schizophrenie diagnostiziert.

Prinzessin Kate - Angst um Baby George - Schock-Nachricht: Eine schlimme Erbkrankheit bedroht den kleinen Thronfolger


Boris Becker hat schon lange nichts mehr über seine Tochter getwittert.

Neuer Schock - Boris Becker & Lilly - Darf er sein Kind nicht mehr sehen?


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“Neue Welt hat sich geirrt”

“Neue Welt hat sich geirrt”

Die Regenbogenredaktionen haben mal wieder Mist gebaut. Sie haben sich irgendeinen Quatsch über Prominente ausgedacht, ihn abgedruckt und auf die Leser losgelassen.

Dafür müssen sie jetzt geradestehen. Die “Neue Welt” muss zum Beispiel einräumen, dass da neulich irgendwie was schiefgelaufen ist. Zum Glück hat das Blatt nochmal alles “genau geprüft”:

Helene Fischer - Neue Welt hat sich geirrt - Kein Wunder, dass Helene Fischer das nicht lustig fand: In unserer Ausgabe Nummer 31 haben wir uns darüber gewundert, dass die Sängerin während eines Konzerts einen Fan auf den Mund küsste. Nun haben wir unsere Unterlagen noch einmal genau überprüft. Und müssen gestehen, dass wir uns leider geirrt haben: Sie hat den Fan tatsächlich lediglich kurz auf die Wange geküsst und nicht auf den Mund. Bitte entschuldigen Sie unseren Irrtum, liebe Helene Fischer

Dieser, ähm, “Irrtum” hat offenbar System im Verlag. Denn nicht nur die “Neue Welt” aus dem Hause WAZ hat das mit dem Kuss zwischen Helene Fischer und dem Fan durcheinandergebracht, sondern auch das WAZ-Heft “die zwei” — das allerdings nicht um eine Gegendarstellung umhinkam.

Noch ein bisschen armseliger als die Begründung der “Neue Welt” ist die der “Freizeit Spass”. Die Erklärung der Redaktion, warum sie einen Lügen-Artikel über Schlagersängerin Michelle veröffentlich hat: Den Mitarbeitern wurden falsche Fotos “zugespielt”.

Michelle - Keine Vorwürfe des Ex-Mieters

Die “Neue Welt” und die “Freizeit Spass” haben sich also dazu entschlossen, eine Richtigstellung in Artikelform zu veröffentlichen — sicher auch mit freundlichem Druck von Helene Fischers beziehungsweise Michelles Medienanwälten. Vermutlich wollten die Hefte damit beschwichtigen und Gegendarstellungen entgegenwirken.

Ach, “frau aktuell”, wäre das nicht auch was für dich gewesen?

Gegendarstellung von Thea Sihler-Jauch


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Mission: Dachschadensbegrenzung

Mission: Dachschadensbegrenzung

Am Wochenende haben wir noch einmal Post vom Deutschen Presserat bekommen. In dem Schreiben geht es um die fünf Rügen, die der Beschwerdeausschuss vor einer Woche gegen die Regenbogenpresse ausgesprochen hat.

Zum üblichen Prozedere des Presserats gehört zunächst eine Vorprüfung darüber, ob eine Beschwerde begründet ist oder nicht. Ist sie das, dürfen die betroffenen Redaktionen und Verlage Stellung dazu nehmen. Im Beschwerdeausschuss wird dann nochmals darüber entschieden, ob die Beschwerde begründet ist. Anschließend stimmt das Gremium darüber ab, welche Maßnahme (Hinweis, Missbilligung, Rüge) gewählt werden soll.

Im Falle der Regenbogenpresse wird es an einer Stelle natürlich besonders spannend. Und zwar bei den Stellungnahmen der Redaktionen und Verlage. Denn wie kann man völligen Murks rechtfertigen? Genau: mit noch mehr Murks.

Die “Freizeit Express” und die “Meine Freizeit” haben es gar nicht erst versucht und auf eine Stellungnahme verzichtet. Drei andere Blätter waren mutiger. Deren Rechtfertigungen sind äußerst, ähm, interessant. Darum wollen wir sie hier auch vollständig dokumentieren.

Da wäre zum einen die Stellungnahme des Deltapark-Verlags. Wir hatten uns über diesen Artikel beschwert:Steffi Graf - Ihr Absturz in dei Lebenskrise

Steffi Graf hatte in ihrem Blog lediglich nach Tipps gefragt, wie man “das Leben allgemein einen Gang herunterschalten könnte”. Dass man daraus gleich einen “verzweifelten Hilferuf” strickt, der Ex-Sportlerin einen “Absturz in die Lebenskrise” bescheinigt und die wildesten Spekulationen über ihr Privatleben anstellt, gehört für den Verlag ganz einfach zur Presse- und Meinungsfreiheit:

Der Geschäftsführer des DELTApark Verlages teilt mit, dass die Veröffentlichung von der Presse- und Meinungsäußerungsfreiheit gedeckt sei. Das Bundesverfassungsgericht und der Bundesgerichtshof hätten in ständiger Rechtsprechung die Bedeutung auch einer unterhaltenden Presse für die Meinungsbildung betont. Auch mit unterhaltenden Beiträgen finde Meinungsbildung statt. Solche Beiträge könnten die Meinungsbildung u. U. sogar nachhaltiger anregen und beeinflussen als sachbezogene Informationen. Auch überspitzte und spekulative Äußerungen könnten den Schutz der Meinungsäußerungsfreiheit beanspruchen. Die Beiträge gäben die Meinung der Redaktion und des Autors über den zugrunde liegenden Sachverhalt wieder. Sie seien damit Ausdruck der ausgeübten Meinungsäußerungsfreiheit.

Rügen "Promi Welt"
Entscheidung über die Begründetheit der Beschwerde: einstimmig.

Entscheidung über die Art der Maßnahme: viermal Ja, dreimal Nein.


Die “Frau aktuell” musste durfte sich zu diesem Artikel äußern:Stefan Mross - Pikante Enthüllung! Wehe, wenn er zur Flasche greift

Im Innenteil sprach das Blatt von einem “Alkohol-Schock!” und fragte in der Übeschrift: “Wer kann ihm jetzt noch helfen?” Der Hintergrund: Wenn man bei Google “Stefan Mross” eingibt, erscheint als Suchvorschlag angeblich “Stefan Mross Alkohol”.

In ihrer Stellungnahme wirft sich die Chefredakteurin der “Frau aktuell” zwar ebenfalls hinter die schützende Wand der Pressefreiheit, bläst dann aber auch gleich zum Gegenangriff:

Die Chefredakteurin weist darauf hin, dass es sich bei der Beschwerde offenbar um eine Massenaussendung handele, da eine individuelle und annähernd substantielle Begründung für den Vorgang nicht erkennbar sei. Weiterhin betont sie, dass auch Boulevard-Medien uneingeschränkt an der Pressefreiheit teilnähmen. Die von den Beschwerdeführern offenbar monierte Dramatisierung stelle dabei ein übliches Stilmittel dar. Dieses Stilmittel sei durchaus legitim, wie sich aus der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ergebe. Bei der Veröffentlichung sei das Persönlichkeitsrecht der Prominenten nicht betroffen. Die Darstellungen seien zutreffend.

Die Chefredakteurin betont, dass das Bundesverfassungsgericht im “Caroline”-Urteil vom Dezember 1999 festgestellt habe, dass Meinungsbildung und Unterhaltung keine Gegensätze seien. Auch in unterhaltenden Beiträgen finde Meinungsbildung statt. Sie könnten diese unter Umständen sogar nachhaltiger anregen oder beeinflussen als ausschließlich sachbezogene Informationen. Unterhaltung erfülle insofern auch wichtige gesellschaftliche Funktionen. Daher sei sie in den Grundrechtsschutz einbezogen.

Prominente Personen müssten es hinnehmen, dass Medien ihr Auftreten in der Öffentlichkeit kommentierten. Wertungen von Vorgängen aus ihrer Sozialsphäre würde grundsätzlich nicht in ihr Persönlichkeitsrecht eingreifen.

Die Chefredakteurin betont, dass die Beschwerdeführer die Berichterstattung pauschal angriffen. Eine individualisierte Begründung erfolge nicht. Die Vorwürfe seien unsubstantiiert und nichtssagend. Es sei die Rede davon, dass oft eine Kombination aus Text und Bild etwas suggeriere. Ein Prominenter müsse damit rechnen, dass er “irgendwann” als möglicherweise alkoholkrank dargestellt werde. Demnach sei die Berichterstattung nicht zu rechtfertigen. Weshalb sie nicht zu rechtfertigen sei, stellten die Beschwerdeführer nicht dar. Sie überließen es alleine dem Presserat herauszufinden, worin denn jeweils konkret der Beschwerdegegenstand zu sehen sei.
Zu dem Artikel teilt die Chefredakteurin mit, dass es zutreffend sei, dass wer in Google “Stefan Mross” eingebe, unter den ersten Treffern sofort das Suchergebnis “Stefan Mross Alkohol” angeboten bekomme. Darüber berichte man und überlege, worauf diese Google-Selbstvervollständigung beruhe. Möglicherweise an der Alkoholvergiftung, die Mross 2003 gehabt habe. Das Foto illustriere den Beitrag, der insgesamt gesehen in keiner Weise irgendein Alkoholproblem von Mross behaupte. Die Überschrift “Alkohol-Schock! Stefan Mross — Wer kann ihm jetzt noch helfen?” sei auch nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit dem gesamten Beitrag zu sehen. Diese Ankündigung auf der Titelseite stelle die in der Mediengattung übliche Präsentation dar. Die rein pauschale Behauptung der Beschwerdeführer, in dem Beitrag würde ein Prominenter zu einem Alkoholiker gemacht, sei ohne jeden Bezug zu dem konkreten Beitrag aufgestellt worden.

Dass die Chefredakteurin so argumentiert, liegt wohl daran, dass wir zu diesem Artikel keine separate Beschwerde eingereicht hatten. Er war vielmehr Teil einer Art Sammelbeschwerde, in der es um die unzähligen Artikel ging, in denen irgendwelchen Promis ein Alkoholproblem angedichtet wird.

Sie können aber gewiss sein, liebe Chefredakteurin der “Frau aktuell”, dass wir uns beim nächsten Mal mit besonders viel Elan an Ihre Artikel setzen werden. Dann gibt’s für jeden Verstoß gegen den Pressekodex eine eigene, ausführlich begründete Beschwerde — versprochen! Aber diesmal hat’s ja auch so gereicht:

Rügen "Frau aktuell"
Entscheidung über die Begründetheit der Beschwerde: fünfmal Ja, zwei Enthaltungen.

Entscheidung über die Art der Maßnahme: fünfmal Ja, einmal Nein, eine Enthaltung.


Der größte Knaller aber ist die Stellungnahme aus dem Hause Bauer.

Sie bezieht sich auf diesen Artikel:Dabei war es doch die ganz große Liebe - Josef & Narumol - Scheidungs-Schock!

Dass es nicht Josef und Narumol waren, die sich hatten scheiden lassen, sondern ein ganz anderes Pärchen aus “Bauer sucht Frau”, wurde erst im Innenteil aufgelöst. Aber eigentlich hätte man das auch sofort am Titelblatt erkennen können. Warum? Das erklärt die “Stabstelle Medienrecht des Heinrich Bauer Verlages”:

Die Stabstelle Medienrecht des Heinrich Bauer Verlages teilt mit, dass die Berichterstattung sich mit der Trennung von Markus und Jennifer, einem ehemaligen “Bauer sucht Frau”-Paar, befasse. Die Leser der Zeitschrift interessierten sich für die ehemaligen sowie neuen “Bauer sucht Frau”-Paare und würden daher regelmäßig über die aktuellen Ereignisse im Leben der Paare informiert.

Um das ehemalige “Bauer sucht Frau”-Paar Narumol und Josef habe sich eine echte Fangemeinschaft unter den Lesern gebildet. Die Fans der beiden verfolgten alle Details über ihr Leben und wüssten daher genau, dass Narumol und Josef glücklich miteinander seien und sich nicht trennen wollten. Die beiden sprächen offen über ihre Gefühle in der Zeitschrift und gewährten auch private Einblicke in ihr Leben. Von daher hätten die Leser eine realistische Vorstellung der Beziehung von Narumol und Josef. Sie wüssten daher, dass die beiden nicht so geartet seien, sich plötzlich zu trennen.

Im Hinblick auf diese Offenheit sei davon auszugehen, dass sich auch ein Auseinanderleben der beiden in den regelmäßigen Berichterstattungen der Zeitschrift angedeutet hätte, bevor eine so schwerwiegende Entscheidung von ihnen getroffen worden wäre. Daher sei die Titelzeile nicht geeignet, bei den Lesern die Fehlvorstellung hervorzurufen, dass über eine Trennung von Josef und Narumol berichtet würde. Die Leser gingen vielmehr davon aus, dass es sich bei dem Scheidungsschock um die Trennung eines anderen Paares handeln müsse, über die Narumol und Josef schockiert seien.

Auch ließe sich der Formulierung “Schock” entnehmen, dass es sich um die Trennung eines anderen Paares handeln müsse, da man über seine eigene Trennung nicht geschockt sein könne, weil man diese Entscheidung bewusst treffe.

Insgesamt sei daher die Berichterstattung nicht geeignet, bei den Lesern einen falschen Eindruck hervorzurufen.

Rügen "Das neue Blatt"
Entscheidung über die Begründetheit der Beschwerde: einstimmig.

Entscheidung über die Art der Maßnahme: fünfmal Ja, einmal Nein.


Wir hatten bisher ja immer gedacht, dass es die Redakteure und Autoren sind, die in diesen Läden am meisten Fantasie haben müssen. Doch die wirklich kreativen Köpfe der Regenbogenpresse sitzen ganz offenbar in den Rechtsabteilungen.


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Rügenregen unterm Regenbogen

Rügenregen unterm Regenbogen

Im Mai haben wir 21 Beschwerden an den Deutschen Presserat geschickt. Sie betrafen allesamt die Regenbogenpresse.

Der Beschwerdeausschuss, der viermal im Jahr tagt, hat sich am 10. September mit unseren Beschwerden befasst. Das Ergebnis: Fünf Regenbogen-Artikel wurden öffentlich gerügt, fünf weitere missbilligt, fünf bekamen einen Hinweis.

Eine Rüge ist das stärkste “Sanktionsmittel” des Presserats. Sie muss vom betroffenen Medium veröffentlicht werden — eigentlich. Tut es dies nicht, hat das aber keine Folgen für die Redaktion oder den Verlag.

Dennoch ist diese Entscheidung des Presserats ein wichtiges Signal. In den vergangenen 27 Jahren (so weit reicht das Rügen-Onlinearchiv des Deutschen Presserats zurück) gab es gerade einmal 21 Rügen für die Regenbogenpresse — wobei allein sieben davon aus dem Jahr 2010 stammen, als eine ganze Reihe Regenbogenhefte wegen mangelnder Trennung von redaktionellem Teil und Werbung Rügen kassierte.

Rügen_1986-2013

Nun sind also fünf neue Rügen dazugekommen. Und für die mussten wir die Regenbogenpresse gerade einmal einen Monat nach Verstößen durchsuchen: Am 11. April dieses Jahres ging der topfvollgold online, am 10. Mai haben wir die Beschwerden an den Deutschen Presserat geschickt.

Das heißt im Umkehrschluss: Wenn man sich mit diesen Heften mal für eine Weile systematisch auseinandersetzt, findet man unweigerlich eine Fülle von Artikeln, die mit dem Pressekodex nicht vereinbar sind. Wir sind uns recht sicher, dass deutlich mehr als fünf Rügen herauskommen werden, wenn wir den nächsten Schwung Beschwerden an den Presserat schicken — dieses Mal für einen deutlich längeren Zeitraum als einen Monat.

Wir verstehen die aktuelle Entscheidung des Presserats also auch als eine offizielle Bestätigung dessen, was wir mit diesem Blog seit April zu zeigen versuchen: Dass die Regenbogenredaktionen Woche für Woche die Kioske des Landes mit Schund fluten, der nichts mit Journalismus zu tun hat.

Im Folgenden fassen wir die gerügten Artikel kurz zusammen. Mit einem Klick auf die dazugehörigen Ausrisse gelangen Sie zu den ausführlichen Blogeinträgen.

Eine Rüge ging an die “Frau aktuell”. Das Blatt hatte auf der Titelseite angekündigt:

Stefan Mross - Pikante Enthüllung! Wehe, wenn er zur Flasche greift

Innen lautete die Überschrift: “Alkohol-Schock! Stefan Mross — Wer kann ihm jetzt noch helfen?” Im Text ging es dann aber lediglich um Folgendes: Wenn man bei Google “Stefan Mross” eingibt, erscheint als Suchvorschlag manchmal “Stefan Mross Alkohol”. Das war alles. Der Presserat erkannte daher eine Verletzung der journalistischen Sorgfaltspflicht (Ziffer 2) und des Persönlichkeitsschutzes (Ziffer 8).

Ebenfalls gegen die Sorgfaltspflicht verstieß nach Ansicht des Presserats die “Freizeit Express”, weil sie getitelt hatte:

Kate & William - Sensationelle Baby-Fotos! Es nuckelt schon am Daumen...

In Wirklichkeit handelte es sich dabei jedoch um Symbolfotos. Als solche hätten sie nach Ansicht des Presserats auch gekennzeichnet werden müssen.

Unter der Überschrift “Angela Merkel — Verheimlichte Scheidungstragödie” versprach die “Meine Freizeit” auf der Titelseite “Alles über die unbekannte Vergangenheit der Kanzlerin”:

Angela Merkel - Verheimlichte Scheidungs-Tragödie - Alles über die unbekannte Vergangenheit der Kanzlerin

Im Innenteil wurden dann aber lediglich ein paar banale und seit Jahren bekannte Fakten aus dem Leben Angela Merkels mitgeteilt. Die Schlagzeilen beurteilte der Presserat daher als grobe Irreführung der Leser.

Um eine andere angebliche Scheidungstragödie ging es in der Zeitschrift “Das neue Blatt”. Auf dem Cover hieß es über das “Bauer sucht Frau”-Pärchen Josef und Narumol:

Dabei war es doch die ganz große Liebe - Josef & Narumol - Scheidungs-Schock!

Erst im Artikel wurde klar, dass sich nicht Bauer Josef, sondern ein anderer Bauer aus der RTL-Sendung hatte scheiden lassen. Auch hier stellte der Presserat Verstöße gegen die Ziffern 1 und 2 des Pressekodex fest. Die Schlagzeilen seien grob irreführend.

Die “Promi Welt”, die neuerdings (warum auch immer) “Woche exklusiv” heißt, kassierte schließlich eine Rüge für einen Artikel über Steffi Graf. Die hatte zum Jahrenbeginn die Leser ihres Blogs um Rat gefragt, wie man “das Leben allgemein einen Gang herunterschalten könnte”. Die “Promi Welt” sprach daraufhin gleich von einem “verzweifelten Hilferuf” und bescheinigte Steffi Graf einen “Absturz in die Lebenskrise”:

Steffi Graf - Ihr Absturz in dei Lebenskrise

Das Blatt nahm den Blogeintrag sogar zum Anlass, über eine mögliche Krebserkrankung von Steffi Grafs Mutter zu spekulieren. Der Presserat bewertete den Artikel als “eine unwahrhaftige Berichterstattung, bei der jegliche Sorgfaltspflichtaspekte außer Acht gelassen wurden.”

Dass die Regenbogenredaktionen nun endlich eine Quittung für diesen Mist bekommen, finden wir gut. Ein wenig überrascht haben uns die einzelnen Entscheidungen aber doch. Denn einige der Artikel, die wir besonders verwerflich fanden, hat der Presserat seltsamerweise nicht mit Rügen bedacht. Unserer Meinung nach wäre zum Beispiel die — nachweislich falsche — Behauptung, Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit hätte in Indien zwei Kinder entführt, viel eher ein Rügen-Kandidat gewesen als etwa die suggerierte Scheidung von Josef und Narumol.

Insgesamt behandelte der Presserat 125 Beschwerden. Zehn Veröffentlichungen wurden gerügt.


Nachtrag, 16. September, 15:12 Uhr:

Infos zu den fünf weiteren Rügen gibt’s beim BILDblog.


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Verrenkungen der Woche (8)

Verrenkungen der Woche (8)

Lang, lang ist’s her, dass wir Ihnen hier die Verrenkungen präsentiert haben. Deswegen ist es höchste Zeit für einen neuen Schwung!

Was sich hinter den jeweiligen Schlagzeilen verbirgt, erfahren Sie wie immer mit einem Klick auf “Hier klicken”. Und los geht’s:


“Freizeit direkt”, Nr. 9

Angela Merkel - Ihre privaten Geheimnisse

1. In ihrem Ferienhaus in der Uckermark hat sie eigenhändig Blumen, Erdbeeren und Kartoffeln gepflanzt.
2. Wenn Angela Merkel grillt, dann Forelle und Steak.
3. Sie mag auch Bratwurst.


“Glückliche Freizeit”, Nr. 8

Moderatorin Inka Bause - Schluss, bevor ihr alles zu viel wird

Inka Bause geht nach drei Jahren über von Bord des ZDF-Traumschiffs.


“Das neue Blatt”, Nr. 35

Inka Bause - Überraschende Liebes-Beichte

“Wenn kein Mann mehr kommt, kaufe ich mir noch einen Hund”


“Woche der Frau”, Nr. 35

Michelle Hunziker - So raffiniert bringt sie ihre Schwiegermutter zum Schweigen

Schwiegermütter können einem das Leben ganz schnell zur Hölle machen. “Davon kann Michelle Hunziker (36) ganze Opern singen”. Doch seit Kurzem ist Ruhe im Karton. Michelle hat ihre Schwiegermutter zum Schweigen gebracht. Und zwar ganz ohne Loch in der Wüste. Michelle war viel cleverer. Mit einem “raffinierten Schachzug” nahm sie “ihrer Schwiegermutter einfach die Luft aus den Segeln”: Sie bekommt zwar in Kürze eine Tochter, kündigte aber jetzt schon an, auch noch einen Jungen kriegen zu wollen. Und der soll, jetzt kommt’s, auf den Namen Nicola getauft werden! Wie kann ihr die Schwiegermutter da noch böse sein? Denn Nicola hieß auch “ihr geliebter Ehemann, dem sie vier Kinder schenkte – und den sie viel zu früh verlor”.


“Freizeit pur”, Nr. 9

Steffi Graf - Bittere Beichte - Ist ihr großes Glück etwa nur Show?

In einem Interview wurde Steffi Graf gefragt:

“Wobei stoßen Sie heute an Ihre Grenzen?”

Steffi Graf: “Bei der Bewältigung des Alltags. Wir sind eine sehr aktive Familie. Meine geschäftlichen Aktivitäten [...] und meine Stiftung fordern auch ihre Zeit. Und natürlich möchte ich so viel Zeit wie möglich mit meinem Mann verbringen.”

Und auf die Frage, ob sie als ehemalige Leistungssportlerin Verschleißerscheinungen spüre, sagte sie: “Allerdings. Und ich bin etwas überrascht, wie früh sie aufgetreten sind.”

Das war’s.


“Prima Woche”, Nr. 8

Harry & Pippa - Heimliches Baby-Glück - Sensationell: Das royale Skandal-Paar ist außer sich vor Freude!

Prinz Harry findet seinen Neffen George super und ist “stolz darauf, jetzt Onkel zu sein”. Das klingt für die “Prima Woche”, als habe Harry eine gewisse “Sehnsucht nach eigenem Nachwuchs”. Und Kates Schwester Pippa hat schon angekündigt, sie wolle Georges Geburtstagsfeiern organisieren, schließlich liebe sie Kinder über alles. “Harry und Pippa schwelgen also heimlich im Baby-Glück. Jeder für sich, jeder auf seine Weise, aber wer weiß — vielleicht auch eines Tages zusammen.”


“Freizeit Revue”, Nr. 35

Herzogin Kate - Noch ein Baby! Prinz William hat sich verplappert

Das ging aber schnell! Oder? William sagte vor Kurzem in einem Interview, er und Kate wollen ihre junge Familie vergrößern — “in den nächsten Jahren”. Jetzt fahren sie und ihr Sohn George aber wohl erstmal in die Schweiz in den Urlaub. Was meinst du, “Freizeit Revue”: Eine gute Entscheidung? “Eine sehr gute Entscheidung! Die Alpenluft wird dem kleinen Prinzen guttun. Und wenn George abends müde die Äuglein schließt, haben seine Eltern genügend Zeit, um sich vom romantischen Panorama der Schweiz inspirieren zu lassen.”


“Freizeit direkt”, Nr. 9

Helene Fischer - Schockierende Enthüllung! Ein enger Vertrauter packt aus: Sie ist in großer Gefahr! Was sie heimlich plant

Der “enge Vertraute” ist diesmal Helene Fischers ehemaliger Fahrer. Und der “enthüllt”, dass die Schlagersängerin bei beruflichen Terminen von Bodyguards begleitet wird. Und als wäre das nicht schon schockierend genug, er erzählt auch noch, dass Helene Fischer “auf jeden Fall” nach Amerika möchte.


“Freizeit & Rätsel”, Nr. 5

H. Fischer & M. Lanz - Gemeinsame Zukunftspläne? Sagen beide Ja?

Nanu, bahnt sich da etwas an zwischen Prinzessin Schlager und Prinz Schleimi? Zwei Regenbogensuperstars im Bund der Ehe vereint – das wär’s doch! Aber leider zu früh gefreut – die “Zukunftspläne” sind dann doch eher beruflicher Natur. Der neue Redaktionsleiter von “Wetten dass…?” war nämlich “schon zuständig für die Planung der neuen Helene-Fischer-Show”. Das ist alles. Doch für die “Freizeit & Rätsel” Grund genug, um schon mal ein bisschen von dem “Moderatoren-Team” der Zukunft zu träumen: “Das Duo Markus und Helene hätte das Zeug zu einem TV-Traumpaar auf Augenhöhe! Jetzt müssen sie nur noch Ja zueinander sagen … “


“Freizeit aktuell”, Nr. 9

Guido Maria Kretschmer - Erschütternd . Warum sein größtes Glück plötzlich in Gefahr ist

Vergangenes Jahr in der Weihnachtszeit war Modedesigner Guido Maria Kretschmer mit seinem Partner Hemden einkaufen. Ein paar Mädchen erkannten ihn und dachten, dass für irgendeine Fernsehsendung gedreht wird. Da war an dem Tag Schluss mit gemütlichem Shopping.


“Freizeit live”, Nr. 4

Helene Fischer exklusiv: Meine sieben kleinen Geheimnisse

1. Sie mag Rinderfilet.
2. Sie nimmt sich kleine Auszeiten.
3. Sie trinkt gerne mal eine heiße Tasse Tee.
4. Auf Reisen hat sie immer eine Jogginghose dabei.
5. Die 60er-Jahre findet sie klasse.
6. Sie engagiert sich für Eisbären.
7. New York ist für sie immer eine Reise wert.


“Glückliche Freizeit”, Nr. 8

Top-Model Claudia Schiffer - Warum tut sie sich das bloß an?

Sie moderiert bald eine Castingshow im Fernsehen. “Und das ausgerechnet in einer Zeit, in der Castingshows bei uns im TV immer schlechter laufen. Wenn das mal gutgeht …”


“Das neue Blatt”, Nr. 35

Heidi Klum - Wird das Traumhaus für sie zum Albtraum?

Heidi Klum und ihr Freund wollen sich eine schicke neue Villa kaufen. Allerdings gibt es da einen kleinen Haken, wie “Das neue Blatt” mit großer Sorge berichtet: “Katy Perry hatte das Traumhaus zusammen mit ihrem Ex-Mann” gekauft. “Nur 14 Monate später trennte er sich von ihr – per SMS. Für die Amerikanerin wurde das Traumhaus zum Albtraum. Hoffentlich ereilt Heidi nicht das gleiche Schicksal!”


“frau aktuell”, Nr. 35

Heidi Klum - Düsteres Geheimnis - Es geht um ihr neues Liebesnest

Dreimal Einmal dürfen Sie raten.


“Glückliche Freizeit”, Nr. 8

Kronprinzessin Victoria - Hat sie etwa Geheimnisse vor ihrem Daniel?

Victorias Mann Daniel wird im September 40. Da wäre es doch wirklich zu schön, wenn Victoria an seinem Geburtstag ein zuckersüßes Geheimnis lüften würde: ein Geschwisterchen für Tochter Estelle. Hach, ja…


“die aktuelle”, Nr. 34

Trauriger erster Schultag! - Ohrfeige für sein uneheliches Kind (6) - Horst Seehofer - Kann ein Vater so herzlos sein?

Horst Seehofer erschien nicht zur Einschulung seiner unehelichen Tochter. Stattdessen empfing er den FC Bayern (anlässlich des Triple-Sieges) in der Staatskanzlei. “die aktuelle” fragt: “Ist ihm der Fußball wichtiger als sein eigenes Kind?”


“Woche heute”, Nr. 35

Wayne Carpendale & Annemarie Warnkross - Skandal vor der Hochzeit! Plötzlich ist ihr Glück in Gefahr

Na, nicht so bescheiden, liebe Mitarbeiter der “Woche Heute”! Nicht nur einen Skandal habt ihr da aufgetan, sondern gleich zwei. Denn Wayne Carpendale muss als Old Shatterhand bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg andauernd seine Kollegin Nscho-Tschi küssen. Und Annemarie Warnkross bekommt bei Facebook von irgendwelchen Deppen anzügliche Nachrichten zugeschickt. Ein klarer Fall: Hochzeit in Gefahr!


“Freizeit aktuell”, Nr. 9

Hansi Hinterseer - Bittere Trennung - Zum ersten Mal spricht er über seine verletzten Gefühle

Oh, oh! Was ist denn bei Hansi Hinterseer los? “Was passiert, wenn man(n) einfach ausgebootet wird? Wenn einer, der für Lebensfreude, Glück und gute Laune steht, plötzlich selbst nichts mehr zu lachen hat?”, will auch die “Freizeit aktuell” wissen. Naja, Hansis Sendung wurde von der ARD nach 18 Jahren dann doch mal aus dem Programm genommen — “eine bittere Trennung”.


“neue woche”, Nr. 34

Hansi Hinterseer - Rache ist süß! - Triumph nach der bitteren Demütigung

Ha, aber nicht mit Hansi Hinterseer. Der hat nämlich schon längst zum Gegenschlag ausgeholt. Und dieser trifft die ARD mit voller Wucht — “Rache ist süß!” Denn TV-Hundedame Gina, die in Hansis Show auftrat, hat acht niedliche Welpen bekommen. Mit denen hat Hansi Hinterseer erst mal ordentlich geknuddelt. Doch damit ist der Racheplan noch längst nicht am Ende. Denn Hinterseer steht mit seinem neuen Album auf Platz eins der Charts. Tja ARD, “in die Knie zwingen lässt sich Hansi eben nur von acht süßen Welpen!”


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Ins Netz gegangen

Ins Netz gegangen

Die Regenbogenpresse hat eine ambivalente Beziehung zum Internet. Auch das ist eine Erkenntnis aus 100 Tagen topfvollgold.

Auf der einen Seite haben Titel wie “Heim und Welt”, “Das macht Spaß” oder “Freizeit für uns” keine eigenen Webseiten. Nur vereinzelt und ganz vorsichtig wagen sich die Verlage mit Inhalten aus ihren Regenbogenheften ins Netz. Vermutlich gibt es kaum Überschneidungen von Regenbogen-Lesern und Internetnutzern. Der Aufwand würde sich für die Verlage nicht lohnen.

Dazu kommt, dass die geringe Netz-Präsenz indirekt einen Vorteil für die Hefte bietet: Für Prominete und deren Anwälte wäre es einfacher, Schmähartikel zu finden und gegen sie vorzugehen, wenn sie online stünden. Momentan ist es so — das wissen wir aus Gesprächen mit Betroffenen –, dass ein Großteil der Artikel von den Promis gar nicht wahrgenommen wird. Das wäre sicher anders, wenn die Texte einfach im Internet zu finden wären.

Auf der anderen Seite sind die Redaktionen große Internet-Fans. Schließlich finden sie hier immer wieder neuen Stoff für die blödesten Geschichten: Twitter-Nachrichten von Boris Becker, Blogeinträge von Steffi Graf, Googles Suchvorschläge, Briefe von Stars an ihre Fans — das Internet ist die reinste MistGoldgrube.

Das beweist die “frau aktuell”, die diese Geschichte zutage gefördert hat:Verona - Verliert sie das Kind?Nein, Verona Pooth ist nicht schwanger und kann somit auch nicht “das Kind” verlieren. Und nein, um ihre beiden Söhne muss sie auch nicht fürchten. Sie muss um gar kein Kind fürchten. Zumindest nicht in dieser Welt. Im Paralleluniversum der Regenbogenpresse sieht das aber ganz anders aus:

Bahnt sich hier ein neues Drama an? Kaum stellte Verona Pooth (45) der Öffentlichkeit ihr bolivianisches Patenkind vor, schon ist ihr Glück in Gefahr. Eine Frau hat sich auf ihren Beitrag im Internet gemeldet. Und die will ihr das Kind wegnehmen …

Genau, im Internet. Genauer: bei Facebook. Da hat Verona Pooth nämlich dieses Foto und diesen Eintrag hinterlassen:Das ist mein Patenkind aus Bolivien. Pamela ist inzwischen ein richtiger Teenager geworden. Die Kleine lebt seit ihrer Geburt im SOS Kinderdorf. Das SOS Kinderdorf wurde sogar nach mir bennant, da bin ich sehr stolz drauf. Verona's Cassitas.Und daraufhin hat eine Frau auf Verona Pooths Seite kommentiert:

Viele Fans schrieben ihr [Verona Pooth], wie toll sie ihr Engagement finden. Doch eine Frau ging einen Schritt weiter. Zu weit. “Kann ich dieses Kind adoptieren? Wenn sie zurück muss, hat sie keine Zukunft! Bei mir und meinem Mann hat sie eine Zukunft! Bitte schreiben Sie mir zurück! Bitte!”, schrieb sie.

Der Eintrag “dieser Dame” wirke verwirrt und fast schon verzweifelt, findet die “frau aktuell”. Denn:

Scheinbar hat sie nicht verstanden, dass es sich um ein älteres Bild handelt, das aufgenommen wurde, als Verona in Bolivien war. Jetzt die Sorge: Kann diese Frau womöglich zur Gefahr für Verona und ihre Familie werden?

Ach, liebe Digital Natives der “frau aktuell”, irgendwie haben wir das Gefühl, dass ihr da auch was nicht so ganz verstanden habt.


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Schlagzeilenbasteln (1)

Schlagzeilenbasteln (1)

Wären Sie ein guter Regenbogenschlagzeilenerfinder? Machen Sie hier den ultimativen Test!

Wir sagen Ihnen, worum es in dem Artikel geht – und Sie denken sich eine schöne Schlagzeile dazu aus. Ob Sie so gut sind wie die Profis von der “frau aktuell”, erfahren Sie mit einem Klick auf “Hier klicken”.


Nachricht #1:
Barbara Becker war mit ihren Söhnen in Kenia. Einer der beiden zog sich eine Lebensmittelvergiftung zu. Mittlerweile geht’s ihm aber wieder besser.

Na, welche Schlagzeile würden Sie daraus basteln?

Tragödie in Afrika - Babs Becker - Sie bangt um ihren Elias


Nachricht #2:
Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat sich nicht für die Europameisterschaft qualifiziert. (Kleiner Tipp: Der Torwart der Mannschaft ist der Freund von Simone Thomalla.)

Simone Thomalla - Drama um ihren Liebsten!


Nachricht #3:
In einem offenen Brief beklagt der Ex-Freund von Michelle, dass die Sängerin jetzt nach Holland ziehen, aber nur eine ihrer drei Töchter mitnehmen will. Er verstehe das nicht und sei traurig darüber, schreibt der Ex-Mann.

Michelle - Ist sie eine schlechte Mutter?


Nachricht #4:
Dieter Bohlen und Verona Pooth saßen neulich aus Zufall im selben Flugzeug. “‘Dann gab es ein Küsschen links und rechts und dann haben wir uns verabschiedet’”, wird Frau Pooth zitiert.

Nach 16 Jahren ... Verona & Dieter Bohlen - Sie küssen sich wieder!


Und hier nochmal das Cover in seiner vollen Pracht:

Cover der "frau aktuell", Nr. 28/2013


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Quatsch über Quatsch

Quatsch über Quatsch

Mensch, alte Nachhaker der “frau aktuell”, da habt ihr mit eurem Interview mit Yvonne Catterfeld aber mal ein schönes Stück Journalismus geliefert:

Yvonne Catterfeld - Traum-Hochzeit? Jetzt verrät sie alles

Nun gut, euer Versprechen im Teaser, dass “die Schauspielerin tief in ihr Herz blicken” lässt, könnt ihr nicht so ganz halten.

Und dass sie jetzt alles zur Traum-Hochzeit verrät, können wir auch nicht wirklich bestätigen. Dafür reicht Catterfelds Aussage, Hochzeitspläne seien völliger Blödsinn, nicht so ganz.

Aber dennoch ist euer Gespräch mit Yvonne Catterfeld richtig aufschlussreich.

Nicht nur, dass ihr zeigt, wie störrisch ihr seid, und noch einmal den ganzen Heirat- und Babymumpitz ansprecht — obwohl wirklich jedem inzwischen klar sein dürfte, dass das ausgemachter Bockmist ist.

Nein, ihr berichtet sogar mal ganz transparent über die Arbeitsweise der eigenen Branche. Auf die Frage, ob denn “bald die Hochzeitsglocken” läuten, antwortet Catterfeld:

Ach, so ein Quatsch. Mein Freund hat zwar kürzlich erst in einem Interview gesagt: "Alles ist möglich." Aber das wurde ihm dann total falsch ausgelegt. Ihr Freund Oliver Wnuk hat eine Tochter. Denken Sie auch an eigenen Nachwuchs? Dazu sage ich nichts. Natürlich ist das ein Thema, aber das betrifft nur meinen Freund und mich.

Wie? Da hat jemand die Aussage eines Prominenten “total falsch ausgelegt”? Und daraus eine Hochzeits- und Kinderwunschgeschichte gesponnen?

Das kommt uns seltsam bekannt vor! Wisst ihr vielleicht warum, liebe Standesbeamten der “Freizeit Spass”?


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Das Meta-Märchen

Das Meta-Märchen

Was ist die verlässlichste Quelle für ein Regenbogenheft, wenn es nach einer neuen Verrenkungsstory sucht? Klar: ein anderes Regenbogenheft.

Und so hat die “frau aktuell” einfach mal bei den Kollegen geschaut, was für Geschichten die sich in den vergangenen Wochen ausgedacht haben.

Das Ergebnis dieser, ähm, Recherche präsentiert die “frau aktuell” als “Traurige Nachricht” auf ihrem Cover:

Traurige Nachricht! Narumol & Bauer Josef - Die Wahrheit über ihre Ehe!

Im Innenteil heißt es:

Die patente Thailänderin soll das ländliche Leben auf dem Bauernhof im Chiemgau nicht mögen. Ein [sic] Zeitschrift mutmaßte sogar, dass sie am Burnout-Syndrom leide … Und als wenn das noch nicht schlimm genug wäre, titelt nun ein anderes Blatt: “Scheidungs-Schock”.

Ganz genau, diesen Murks „titelt nun ein anderes Blatt“.

Und was für ein absoluter Ober-Murks das ist, und dass der “Scheidungs-Schock” rein gar nichts mit Narumol und Josef zu tun hat — das haben wir schon einmal gezeigt.

Man muss sich das mal vor Augen führen: Die “frau aktuell” spinnt sich hier ein Märchen zusammen und beruft sich dabei auf ein anderes Märchen. Sie erfindet ein Meta-Märchen.

Ach, und was die “Traurige Nachricht” angeht: Die gibt es gar nicht.

Bei Narumol und ihrem Josef ist alles paletti. Er sagt, er könne sich ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Sie sagt, er sei ein wunderbarer Vater und habe alle ihre Erwartungen übertroffen.

Oder wie die “frau aktuell” schreibt: “Wie beruhigend. Narumol und Josef lieben sich noch!”


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Verrenkungen der Woche (5)
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Verrenkungen der Woche (5)

Gestern angekündigt, heute online: Teil zwei der aktuellen Verrenkungen der Woche!Stefanie Hertel - Am Boden zerstört - So hilft ihr Frank Elstner aus dem Tief

Bei Stefanie Hertel laufe es beruflich nicht mehr so richtig, findet die “Freizeit Woche”. Aber: “Dieses Dilemma hat scheinbar auch Frank Elstner (71) mitbekommen”. Und der helfe Hertel jetzt. Eine “überraschende Verbindung”, wie die Redakteure finden. Ja, liebe Berufsverdreher der “Freizeit Woche” — könnte vielleicht daran liegen, dass es in diesem Fall so gut wie keine Verbindung gibt zwischen den beiden. Nur diese eine Aussage Elstners, als er mal nach Hertels möglicher TV-Karriere gefragt wurde: “‘Sie macht das toll, steht ja von klein auf auf der Bühne. Und der Mensch wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben’, sagt er.” Na gut, immerhin gesteht ihr ein paar Zeilen später, dass ihr ziemlich im Trüben fischt: “Die Zeichen stehen schlecht — wenn da nicht Frank Elstner im Hintergrund die Fäden ziehen würde. Das zumindest könnte man vermuten.” Genau. Könnte man aber auch nicht vermuten.


Stefanie Hertel - Schock-Fotos im Internet - Muss sie ihre Tochter jetzt vor Lanny beschützen?

Die “Freizeit Spass” hat sich derweil einen ganz anderen Skandal um Stefanie Hertel ausgedacht: Ihr Freund Lanny habe “Schock-Fotos im Internet” gepostet. Das Blatt fragt: “Muss Stefanie ihre Johanna (11) nicht vor diesem Mann schützen?”
Und so sieht es aus, das böse, ordinäre Schock-Foto:
[Foto von Lannys Facebook-Seite; Vogelfutter in Penisform] - Stefanies Liebster Leopold Lanner findet dieses Foto (l.) toll. Er hat es auf seine "facebook"-Seite gestellt.Also wirklich, Lanny!


Sensationelle Enthüllung - Stefanie Hertel - Stefan holt sie zu sich zurück

Ein Glück! Wenn Stefanie wieder mit ihrem Ex zusammenkommt, muss sie ihr Kind wenigstens nicht mehr dem versauten Lanny anvertrauen. Doch leider zu früh gefreut: Ein “Liebes-Comeback”, schreibt die “Neue Post” selbst, “ist allerdings ausgeschlossen.” Was nichts daran ändert, dass Stefan seine Stefanie tatsächlich zrückholt — und zwar für einen Auftritt in seiner Fernsehshow.


Jetzt übertreibt die Arbeitsministerin aber - Ursula von der Leyen - Sie schläft sogar im Büro

Die “frau aktuell” wie immer voll dabei: “Berlin, Arbeitsministerium, 6 Uhr früh. [...] Nur in der Chef-Etage sind schon Geräusche zu hören — was ist denn da los? Des Rätsels Lösung: Ursula von der Leyen (54) ist gerade aufgestanden — ja, die Ministerin schläft im Büro!” Also, ihr alten Schummler der “frau aktuell”, jetzt überlegt einmal ganz scharf: Wenn Ursula von der Leyen ein “Apartment im Ministerium” hat und dort schläft — was stimmt dann an eurer Überschrift “Sie schläft sogar im Büro” nicht so ganz? Na, dämmert’s?


Milva: Fans in großer Sorge - "Ich bin nur noch eine halbe Portion!"

Auch ein guter Trick, ihr Schreiber der “Freizeit für die Frau”: Einfach ein Foto der Sängerin und Schauspielerin Milva abdrucken, auf dem sie recht schmal aussieht, und sie dazu in der Titelzeile sagen lassen, sie sei nur eine halbe Portion. Und dann im Artikel das richtige Zitat zu bringen: “‘Ich bin nur noch eine halbe Person [Hervorhebung durch uns]. Jetzt ist es schon mein zweites Bein, das nach einem Sturz in Stücke zerbrochen ist.’” Irgendwie haben wir das blöde Gefühl, ihr wolltet uns übers Ohr hauen.



Dabei war es doch die ganz große Liebe - Josef & Narumol - Scheidungs-Schock!
Oh Nein! Es war doch die ganz große Liebe! Und jetzt der Scheidungs-Schock! Aber keine Bange, liebe Fans von Bauer Josef. Er und seine Narumol sind verliebt wie eh und jeh. Der “Scheidungs-Schock” bezieht sich auf die Trennung von “Bauer Markus und seiner Frau Jennifer”. Denn die war “ein richtiger Schock” für Josef und Narumol.


Andre Agassi - Eifersuchts-Drama - Wollte Boris Becker ihm seine Frau wegnehmen?

“Die neue Frau” ist immer noch ganz aufgekratzt von dem, was Andre Agassi da enthüllt hat: “Erstmals erzählte der sonst so besonnene Sportler jetzt von einem Erlebnis, das ihn so richtig auf die Palme brachte. Ein wahres Eifersuchts-Drama!” Dabei beruft sich das Heftchen auf ein Interview in der “Bild am Sonntag” (zitiert daneben aber auch aus einem “Welt”-Interview, das bereits über drei Jahre alt ist). Der unglaubliche Vorfall: “Während eines wichtigen Spiels warf Boris [Andres] Frau Luftküsse zu. Für Agassi eine Kriegserklärung”. Und für “Die neue Frau” ein Grund, selbst fünfzehn Jahre später immer noch eine ganzseitige Geschichte daraus zu basteln.


Markus Lanz - Pikante Enthüllung - Steht seine Ehe jetzt vor dem Aus?

Oh, oh! Was ist denn da bei Markus Lanz los? Die “Viel Spaß” wird doch nicht ohne Grund in einer ihrer beliebten Fragenzeichen-Aussagen nachhorchen, ob “seine Ehe jetzt vor dem Aus” steht? Ach, doch. Genau das tut das Schmierblatt. Denn der Grund fürs mögliche Lanz-Ehe-Aus soll seine Abenteuerlust sein. Die Katastrophenforscher der “Viel Spaß” sind sich sicher: “Dass er damit nicht nur sein Leben, sodern vor allem seine Ehe mit Angela (29) aufs Spiel setzt, scheint dem ehrgeizigen TV-Moderator vollkommen egal zu sein.” Da war zum Beispiel die mördermäßige Wrestling-Showeinlage bei “Wetten, dass..?” neulich, in der er sich “beinahe die Lungenflügel zerquetschen ließ”. Er habe “dem Tod ins Auge” geblickt. Oder sein eisklates Bad im Bodensee. Brrrrr. Die “Viel Spaß” kann da nur an die arme Frau von Markus Lanz denken: “Auch diese waghalsige Aktion musste die zarte Brünette live miterleben.” Da gibt’s nur eine logische Konsequenz: “Böse Zungen behaupten: Lange wird sie sich seinen übertriebenen Ehrgeiz nicht mehr mit ansehen.” In welcher Redaktion diese bösen Zungen sitzen, wissen wir ja jetzt.


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Die “frau aktuell” sieht Sterne

Die “frau aktuell” sieht Sterne

Wäre das eine Überraschung! Und nicht nur irgendeine Überraschung, sondern …Die Baby-Überraschung des Jahres - Mary von Dänemark - Mit 41 nochmal Zwillinge?Prinzessin Mary und ihr Mann Frederik sind bei einem Staatsbesuch in Chile ab und zu mal am Strand spazieren gegangen, haben sich den einen oder anderen Sonnenuntergang angeschaut, geküsst haben sie sich sogar. Die „frau aktuell“ zählt eins und eins zusammen und kommt auf Zwillinge:

Vielleicht kam da plötzlich der Wunsch auf, ihre Liebe mit einem weiteren Kind zu krönen. Oder gleich zwei?

Ja, vielleicht. Vielleicht aber auch nicht. Oder hast du, “frau aktuell”, dafür auch nur einen Hauch von Anhaltspunkt?

Bei der Besichtigung eines Observatoriums hielt der Prinz prompt nach dem Sternzeichen Zwillinge Ausschau. Das ist zwar auch sein Tierkreiszeichen. Aber: Wenn seine Mary mit 41 nochmal Zwillinge kriegen würde, wäre es die Baby-Überraschung des Jahres!

Nur mal angenommen, alte Hobby-Astrologen von der “frau aktuell”, Prinz Frederik hätte nach dem Sternzeichen Stier Ausschau gehalten. Oder dem Widder.

Würde eure Überschrift dann so lauten?Die Bau-Überraschung des Jahres - Mary von Dänemark - Mit 41 nochmal einen Stall bauen?


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Verrenkungen der Woche (2)
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Verrenkungen der Woche (2)

Die sind doch alle bekloppt!

Und damit herzlich willkommen zu den Verrenkungen der Woche.Christina Plate - Verblüffende Enthüllung - Endlich ist das Geheimnis um ihre einzige Tocher gelüftet

“Sensationelle Enthüllung”! “Unglaublich”! “Eine Sensation”! “Endlich ist das Geheimnis” um Christina Plates “einzige Tochter gelüftet”: Sie hat beim großen Taekwondo-Kinderturnier im schwäbischen Sindelfingen in ihrer Altersklasse den ersten Platz geholt. “Verblüffend”.


Semino Rossi - Baby-Tragödie - Wie er seiner Frau in der traurigen Zeit zur Seite steht

Eine Hammergeschichte hat die “Freizeit Vergnügen” da aufgetrieben. Also, aufgepasst! Seminos Frau Gabi arbeitet als Hebamme. Im Interview mit dem Sänger will das Blatt wissen: “Ist sie nicht auch manchmal mit Totgeburten konfrontiert?” Seminos Antwort: Darüber spreche Gabi nicht. Ende.


Er geht plötzlich neue Wege - Heino & Hannelore - Ehe-Drama? - Hannelore muss jetzt ganz stark sein

Heino wird Rocker. Und die arme Hannelore muss mitziehen beim “Imagewandel” ihres Ehemannes. Die “Freizeit total” stellt fest: Hannelore macht plötzlich “auf Rockerbraut”. Dabei waren die beiden in “alten Zeiten” doch so ein “fesches und adrettes” Traumpaar.


Dieses Drama verfolgt sie bis heute... - Carmen Nebel - Der Tag, an dem ich fast ertrunken wäre

… liegt jetzt knapp ein halbes Jahrhundert zurück. Da fiel Carmen “kopfüber in eine Regentonne”. Ihre Mutter konnte sie gerade noch retten. Die “frau aktuell” schreibt: “Jetzt hat die TV-Lady das Drama erzählt, das sie bis heute verfolgt.” Mit “jetzt” meint das Blatt: vor elf Jahren.


Heidi Klum - Trennung - weil er ihren Sohn fast ertrinken ließ?

Das macht “die aktuelle” ganz geschickt: Das gelbe Fragezeichen bezieht sich nicht nur auf den gelben Text — also nicht nur auf den möglichen Grund der Trennung –, sondern generell auf die Trennung. Oder anders gesagt: Nicht nur ein kleiner Teil, sondern alles auf diesem Titelblatt ist spekulativ. “die aktuelle” hätte genauso gut einfach nur ein großes Fragezeichen abdrucken können — der Erkenntnisgewinn wäre derselbe gewesen.


Prinzessin Maxima - PSYCHO-DRAMA - Verliert sie jetzt alles?

Bei Máxima gerät die “Heim und Welt” ins Schwärmen: Die zukünftige Königin der Niederlande sei “farbenfroh gekleidet wie ein Tulpenmeer, erfrischend wie eine Nordsee-Brise.” Und immer diese herzerwärmenden Lachanfälle. Hach. Doch jetzt könnte ein “Psycho-Drama” kommen! Warum? Nun ja, Máxima wird doch bald Königin. Und in dieser Position darf man nicht mehr so viel lachen — meinen jedenfalls irgendwelche “Royalisten”, auf die sich die “Heim und Welt” bezieht. Dass das völliger Quatsch ist, merkt das Blatt am Ende des Artikels selbst: “Unsinn, Maxima soll sich für die neue Rolle nicht verändern!” Witzig, liebe “Heim und Welt”, das dachten wir uns auch die ganze Zeit: Unsinn.


Maxima - Es tut so weh! - Tränen um ihre Eltern

Die fröhliche Tulpenmeer-Máxima ist jetzt aber doch auf einmal ganz traurig. Es kullern sogar Tränen. Máximas Eltern werden doch nicht etwa … Nein, natürlich nicht! Niemand ist gestorben. Niemand hat sich getrennt. Rein gar nichts ist passiert. Máxima muss schlicht und einfach auf ihre Eltern verzichten, wenn sie Ende April Königin der Niederlande wird. Ihr Vater war in den 70er-Jahren nämlich Minister der argentinischen Militärdiktatur und ist daher in Máximas neuer Heimat nicht willkommen. Also: Krönung ohne Mutter und Vater. “Wie schon so oft bei Anlässen, die in Maximas Leben wichtige Wendepunkte darstellen.” Der “Freizeit exklusiv” tut es aber jedes Mal aufs Neue weh.


Prinzessin Kate - Aus Liebe riskiert sie ihr Leben

Denn aus Liebe zum Volk mischt sie sich “in Menschenmengen, lässt sich umarmen und stellt sich für gemeinsame Fotos zu Verfügung.” Die “7 Tage” weiß: “In der Nähe könnte aber auch ein Attentäter stehen.”


Seltsame Andeutungen - Fürstin Charlène - Jetzt plaudert ihr Ehemann Intimes aus

… und zwar sagte er: “Man muss eines nach dem anderen angehen.” Und: Er habe “viele Verpflichtungen, Sitzungen und offizielle Anlässe”. Die “Schöne Welt” fragt: “Soll das heißen, dass für intime Stunden mit Fürstin Charlène [...] bisher noch kein Termin frei war? [...] Wenn man beobachtet, wie die arme Charlène neben ihrem Albert um Haltung bemüht ist, könnte man das fast meinen.”Ob die “Schöne Welt” nicht mehr alle Tassen im Schrank hat? Wenn man beobachtet, wie das Blatt darum bemüht ist, völlig banale Dinge zu irgendwelchen Dramen aufzublasen, könnte man das fast meinen.


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Google, die Suchtmaschine

Google, die Suchtmaschine

Es braucht im Grunde nur zwei Dinge, um einen Promi in Verruf zu bringen: Ein Foto, auf dem er ein Glas in der Hand hält — und eine böswillige Zeitung.

Zum Beispiel die “frau aktuell”:Der Druck auf sie ist einfach zu groß ... Prinzessin Letizia - Trinkt sie heimlich?Oder die “Freizeit Monat”:[Lilly Becker trinkt aus einem Bierglas] - Zu tief ins Glas geschaut? Lilly lässt es krachenOder “die exklusive”:Bier, Wein, Champagner! Kann er nicht mehr ohne?Oder die “Neue Post”:Schon mittags trinkt sie Alkohol (r., mit Busenfreundin Sabia)Oder die “Revue der Woche”:13.30 Uhr in einem Lokal in Eppendorf: Sylvie trinkt einen Aperitif, danach gab es Wein, dann wieder einen Aperitif ...Oder “die aktuelle”:So fing es auch bei Jenny Elvers an ...Allein in den letzten Tagen unterstellten die Redaktionen so nicht nur Boris Becker, möglicherweise alkoholabhängig zu sein, sondern unter anderem auch dessen Frau Lilly (“greift ebenfalls gerne zu”), Letizia von Spanien (“es gibt einige ‘gute Freunde’, die ihr das in der Tat zutrauen …”) und Sylvie van der Vaart (“trinkt jetzt schon mittags!”).

Und dann ist da noch die “frau aktuell”, die in ihrer aktuellen Ausgabe von einem ganz besonderen “Alkohol-Schock!” zu berichten weiß:Stefan Mross - Pikante Enthüllung! Wehe, wenn er zur Flasche greiftDie “pikante Enthüllung” (kein Scherz!): Wenn man bei Google “Stefan Mross” eintippt, ist der zweite Suchvorschlag “Stefan Mross Alkohol”.

Das Blatt schreibt:

Mross kam 2003 mit einer Alkoholvergiftung in eine Klinik. Doch warum wird er ausgerechnet mit seinen Alkoholeskapaden in Verbindung gebracht – zehn Jahre später?

Ja, warum nur?

Fakt ist: Die Nutzer von Google geben ihre Suchanfrage individuell ein. Die Schlagwörter, die am häufigsten in Zusammenhang mit einer Person gesucht werden, erscheinen auch primär. Ein bitterer Schlag für Stefan! Wer kann ihm jetzt noch helfen? Der TV-Moderator ist machtlos gegen die Anfragen im Netz und den [sic] daraus resultierenden Fehl-Interpretationen.

“Fehl-Interpretationen”. Soso.

Der Artikel der “frau aktuell” sieht folgendermaßen aus:Alkohol-Schock! Stefan Mross - Wer kann ihm jetzt noch helfen?Übrigens, liebe “frau aktuell”, wenn man deinen Namen bei Google eingibt, sieht der dritte Suchvorschlag so aus:frau aktuell kündigen


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Ein Baby! Ein Baby! (…wäre toll)

Ein Baby! Ein Baby! (…wäre toll)

Was haben Charlène & Albert von Monaco, Victoria & Daniel von Schweden sowie Lilly, Boris, Yvonne, Oliver, Christine und José vom Fernsehen gemeinsam?

Richtig: Sie bekommen alle kein Baby.

Dennoch geben sich die Regenbogenredaktionen größte Mühe, es so klingen zu lassen, als ob. Manchmal lassen sie die Mühe aber auch weg.Ihre kleine Estelle bekommt ein Brüderchen - Victoria & DanielFür den entscheidenden Teil dieser Aussage war in der Überschrift leider kein Platz mehr. Im Text aber schon:

Estelle bekommt ein Brüderchen! Wäre das nicht toll?

Au ja, liebe “Super Freizeit” – da müsstest Du nicht mal mehr einen neuen Artikel schreiben, sondern könntest den hier sofort nochmal nehmen und “wäre” einfach mit “ist” ersetzen. Toll!

Die “Neue Post” könnte sogar gleich ihr ganzes Titelbild wiederverwerten, wenn, in diesem Fall Charlène von Monaco, wirklich mal ein Kind kriegen sollte:Endlich ein Thron-Erbe - Ganz Monaco freut sich für Carolines Familie - Albert & Charlene: Das Baby ändert alles!Damit hat das Heft nicht mal ganz Unrecht: Es wurde tatsächlich ein Kind zur Welt gebracht. Allerdings nicht von Charlène, sondern von der Verlobten des Sohnes der Schwester ihres Mannes. Das Baby ist also Charlènes (Schwieger-)Großneffe.

Und jetzt raten Sie mal, welches Baby “Das neue Blatt” meint, wenn es schreibt:Caroline & Charlene - Endlich Babyglück in MonacoOder die “frau aktuell”:Caroline - Die Baby-Sensation! - Ganz Monaco steht KopfAuch die “Promi Welt” kann es kaum erwarten. Und vertreibt sich die Zeit wie eine Sechsjährige auf der Fahrt in den Italienurlaub: Bis es so weit ist, fragt sie, wann es so weit ist.Christine Neubauer - Ein Baby von José? - Die Krönung ihrer Liebe: Ärzte geben grünes LichtImmerhin hat José seiner Christine auf irgendeinem roten Teppich immer wieder den Bauch gestreichelt. Und “eine Geste sagt oft mehr als 1000 Worte”, weiß die “Promi Welt”.

Und sie weiß sogar noch mehr. Zum Beispiel, dass Christine Neubauer mindestens 50 Jahre alt ist und ein Professor gesagt hat, das sei überhaupt kein Problem fürs Kinderkriegen. Wenn’s auf natürlichem Wege dennoch nicht klappen sollte, keine Sorge — daran hat die “Promi Welt” nämlich auch schon gedacht:

Es besteht auch die Möglichkeit, sich Eizellen von einer jüngeren Spenderin zu kaufen und sie mit dem Samen des Partners befruchten zu lassen! Ein Verfahren, das in Deutschland verboten, aber etwa in Spanien legal ist: Christine Neubauer lebt mit José hauptsächlich auf Mallorca. Wir werden gewiss bald mehr erfahren – unter gewissen Umständen jedenfalls …

Bemerkenswert, wie die “Promi Welt” mit Hilfe des Doppelpunktes versucht, so zu tun, als würde sie einfach nur logisch schlussfolgern. Und sich nicht wahllos irgendwelchen Mist zusammenreimen.

Womit wir bei der “Freizeit Spaß” wären.Yvonne Catterfeld & Oliver Wnuk - Traumhochzeit - Er spricht sogar von einem BabyMan könnte jetzt vermuten, dass er wirklich von einem Baby gesprochen hat. Die Passage des “Bunte”-Interviews, aus der die “Freizeit Spaß” ihre komplette Titelgeschichte gebastelt hat, lautet allerdings folgendermaßen:

Noch ein Kind, heiraten? “Alles ist möglich”, sagt Oliver Wnuk.

“Alles ist möglich.” Könnte auch das Geschäftsmotto der “Freizeit Spaß” sein.

Die “Neue Pause” gönnt sich derweil eine kleine Auszeit von den Schwangerschaftsgerüchten. Über Nachwuchs spekulieren kann man schließlich auch auf andere Weise:Boris & Lilly Becker - Adoptieren sie ein Mädchen?Für die “Neue Pause” ist es nur noch eine Frage der Zeit.

Wie gerne würde [Lilly] das junge Mädchen adoptieren. Jetzt muss nur noch Boris zustimmen!

Ihre Theorie macht die Redaktion an zwei Dingen fest. Erstens: Lilly wollte das Mädchen – das sie während einer “Charity-Reise nach Afrika” kennenlernte – “gar nicht mehr loslassen”.

Zweitens: “Die Eltern der Kleinen sind beide HIV-positiv, sie selbst ist gesund”. Und: “Lillys Mutter starb bei einem Verkehrsunfall, die damals Deijährige wuchs bei ihren Großeltern auf.” Ergo: “Sie weiß, wie wichtig es ist, einer verlorenen Seele ein neues Zuhause und neue Hoffnung zu geben – wie gerne würde sie das junge Mädchen adoptieren.” Dann muss ja jetzt nur noch Boris zustimmen.


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Verrenkungen der Woche

Verrenkungen der Woche

Zuspitzungen sind im Journalismus eine gängige Methode. Das gilt auch für die Regenbogenpresse. Hier greifen die Redaktionen aber noch zu ganz anderen Mitteln: Sie skandalisieren, sie erfinden, sie lügen.

An dieser Stelle finden Sie regelmäßig eine Auswahl der skurrilsten, lustigsten und skrupellosesten Verrenkungen. Mit einem Klick auf die Links unter den Ausrissen erfahren Sie, was hinter den Schlagzeilen steckt.GROSSE SORGE - Victoria - Bedroht von einem Serienmörder!

Auf Öland, der Insel, auf der Victoria gerne Urlaub macht, treibt angeblich ein Serienmörder sein Unwesen. “Nicht nur Victoria und Daniel (39) sind in großer Sorge: Ist ihre Estelle auf Öland noch sicher?” Für “das neue” steht fest: “Niemand kann es ihnen garantieren.” Jetzt hilft nur noch eins: “beten”.


Sängerin Nicole - Knapp am Tod vorbei

Dreimal schon ist Nicole dem Tod noch gerade so von der Schippe gesprungen — drei “Erlebnisse, die einem kalte Schauer über den Rücken jagen …”
– 1988 wollte sich Ehemann Winfried unbedingt die Flugschau in “Rammstein” (sic!) angucken. “Weil seine Frau zu Hause zu lange herumtrödelte, wurde daraus nichts.”
– 2004 planten die beiden eine Reise nach Südostasien. Exakt zu dem Zeitpunkt, als dort der Tsunami wütete. Das Paar “entschied sich dann jedoch kurzfristig für Südafrika”.
– Irgendwann krachte mal bei einer Liveshow ein schweres Scheinwerfer-Gestell um — “es hätte Nicole erschlagen können, fiel aber in die andere Richtung.”


Fürst Albert & Charlene - EHE-HÖLLE! Scheidung noch in diesem Jahr!

Bei Charlène und Albert klappt es nicht so recht mit dem Kinderkriegen. Und Albert muss sich ranhalten: “Sein künftiges Kind sollte ja schon erwachsen sein, wenn es eines Tages von ihm den Fürstentitel übernimmt.” Für “Adel exklusiv” ist damit klar: Mit Charlène wird das wohl nichts. Eine neue Frau muss her. Möglichst noch in diesem Jahr. Als Quelle dafür, dass überhaupt eine Scheidung im Raum steht, dient übrigens kein Geringerer als “Fischhändler Luc aus dem Hafen”.


Prinz Harry - Blitz-Hochzeit! Warum sie es so eilig haben - Die Queen und Charles toben

In Schottland, inmitten einer “wildromantischen Gegend”, steht “eine kleine, mittelalterliche Kirche, die Crathie Kirk”. Hier hat schon Prinzessin Anne heimlich “den strammen Marine-Offizier Timothy Laurence” geheiratet. Was das mit Harrys angeblicher “Blitz-Hochzeit” zu tun hat? Nun: “Obwohl gerade keine Messe war, läuteten kürzlich auf einmal die Kirchenglocken der Crathie Kirk. Wenig später sah man eine Limousine durch den Ort sausen. Hinter den getönten Scheiben saßen angeblich die frisch Vermählten Prinz Harry und Prinzessin Cressida”.


Prinz Harry - Endlich läuten die Hochzeits-Glocken

Die Hochzeitsglocken haben tatsächlich geläutet — allerdings nicht für Harry und Cressida, sondern für Cressidas Halbschwester. “Adel exklusiv” seufzt: “Als die Hochzeitsglocken erklangen, konnte auch Harry seiner Cressida schon mal tief in die Augen schauen.”


Ärztepfusch - Kate weint um Kind! Schock für die werdende Mutter - Ihr verzweifelter Abschiedsbrief

“Nur eine werdende Mutter kann den Schmerz erahnen. Das unbarmherzige, so grausame Leid, wenn das eigene Kind stirbt.” Damit beginnt “Freizeit direkt” den Artikel. Doch entgegen dem Anschein, Kate hätte ihr ungeborenes Kind verloren, handelt der Text vom Tod eines anderen Kindes. Kate hatte den Jungen in einem Kinderhospiz kennengelernt und nach dessen Tod einen Brief an die Eltern geschrieben.


Prinzessin Maxima in großer Sorge um Klein Amalia - "Lieber Gott, bitte beschütze mein Kind!"

Am 30. April 2009 fuhr ein Autofahrer während der Parade zum niederländischen Königinnentag vor den Augen von Kronprinzessin Máxima in eine Menschenmenge. Am 30. April 2013 wird Máxima den Thron der Niederlande besteigen, ihre Tochter Amalia wird zur Kronprinzessin. “Frau mit Herz” sieht das so: “Wieder einmal der 30. April… Wer mag Maxima Gedanken der Todesangst um Klein Amalia verdenken!”


Semino Rossi - Schockierend! Wie krank ist er wirklich?

Semino Rossi erkrankte vor zwei Jahren an einer “rätselhaften Virusinfektion”. Er musste Konzerte absagen und sich eine Auszeit nehmen. Jetzt “schockiert er seine Fans mit einer echten Hiobsbotschaft”: Er will sich doch tatsächlich schon wieder eine Auszeit nehmen — allerdings nach der aktuellen Tour. Die “neue woche” fragt dennoch: “Ist Semino wirklich wieder fit — oder verschweigt er eine Erkrankung?” Die Antwort gibt sie sich am Ende selbst: “Die erneute Auszeit im April 2014 — eine vorbeugende Maßnahme”.


Simone Thomalla - Bitteres Liebes-Aus

Quelle: Ein “junges Unterwäschemodel”, das behauptet, es habe eine Affäre mit Simone Thomallas Lebensgefährten gehabt. Die “Freizeit direkt” schlussfolgert: “So magisch [Simones] Liebe zu Silvio begann, so bitter geht sie jetzt wohl zu Ende.” Unter Umständen. Vielleicht. Möglicherweise.


Sofia von Spanien - Jetzt schwindet ihre letzte Hoffnung

Königin Sofia ist nicht mehr glücklich im spanischen Palast. Am liebsten würde sie zu ihrem Bruder nach London flüchten und Juan Carlos verlassen. Das ginge aber laut “Frau mit Herz” nur, wenn ihr Mann als König abdankt. Zuletzt gab’s Hoffnung für Sofia: Juan Carlos hatte eine Bandscheiben-OP, er war zu schwach, um zu regieren. Jetzt kämpft er sich allerdings auf dem Heimtrainer zurück ins Amt. Sofias letzte Hoffnung schwindet.


Stefan & Stefanie - Sie versuchen es noch einmal!

… gemeinsam in einer Show aufzutreten. Denn: Stefanie ist zu Gast in Stefans TV-Sendung. Ein Liebes-Comeback sei allerdings nicht absehbar.


Kronprinzessin Victoria - Dramatisch! Die Trennung von Estelle bricht ihr das Herz

Victorias einjährige Elternzeit ist vorbei. Nun kommen wieder zahlreiche Termine auf sie zu. “So viel Zeit wie jetzt kann sie dann nicht mehr mit Tochter Estelle verbringen”, sorgt sich die “neue woche”.


 

Wie perfide man solche Verrenkungen einsetzen kann, beweist die aktuelle “Freizeit Monat”:Beatrix unter Schck - Es ist vorbei! - Sie weint an seinem Krankenbett

Man muss dazu wissen: Der Mann auf dem kleinen Foto ist Friso, Beatrix’ Sohn, der seit einem Lawinenunglück im Februar 2012 im Koma liegt. Die “Freizeit Monat” lässt nicht viel Zweifel daran, dass sie mit dieser Titelkomposition den Eindruck erwecken will, Friso sei gestorben. Mit “Es ist vorbei!” meint das Blatt aber in Wirklichkeit — Betarix’ Amtszeit. Denn die Königin hat kürzlich angekündigt, Ende April abzudanken.


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