Post an den Presserat
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Post an den Presserat

Wir wollen uns wieder häufiger über die Regenbogenpresse beschweren — also nicht nur hier im topfvollgold, sondern so richtig offiziell.

In Deutschland ist dafür der Presserat die oberste Anlaufstelle. Deswegen schicken wir ab sofort wieder regelmäßig Beschwerden über einzelne Regenbogenartikel dorthin. Das hat vor etwas mehr als anderthalb Jahren schon einmal ganz gut geklappt.

Unsere Beschwerden, die Reaktionen der Verlage und die Entscheidungen des Presserats dokumentieren wir in unserer neuen Rubrik “Post an den Presserat”. Die ersten drei Beschwerden unseres neuen Anlaufs sind heute rausgegangen:

Der Screenshot zeigt die Sendebestätigung eine E-Mail an den Presserat.

(Draufklicken für eine größere Version)

Und hier könnt Ihr nachlesen, was uns an den Artikeln nicht gepasst hat …


Stefan Mross - Plötzlicher Kindstod! Der Moderator und seine Frau finden keinen Schlaf mehr

1)

Im Artikel schreibt die “Freizeit im Blick” über die allgemeine, theoretische Gefahr eines plötzlichen Säuglingstodes und illustriert diese am Beispiel von Stefan Mross’ wenige Monate alter Tochter:

Seine zweite Tochter Paula-Elise ist 52 Zentimeter groß und 3800 Gramm schwer – und sieht so zerbrechlich aus. Und in gewisser Weise ist sie das auch! Denn vor allem in den ersten Wochen ist so ein kleines Wesen in großer Gefahr. [...] Denn nach wie vor zählt der Plötzliche Säuglingstod zu den häufigsten Todesarten bei Kindern unter zwei Jahren.

Auf der Titelseite kündigt die Redaktion diesen Artikel mit “Stefan Mross — Plötzlicher Kindstod! Der Moderator und seine Frau finden keinen Schlaf mehr” an.

2)

Stefan Mross und seine Tochter haben — abgesehen von der theoretischen Möglichkeit eines plötzlichen Säuglingstodes — rein gar nichts mit dem Thema zu tun. Der Musiker hat sich nicht öffentlich zu diesem Thema geäußert, seine Tochter scheint nicht begründet stärker gefährdet zu sein als andere Säuglinge. Im Gegenteil — die “Freizeit im Blick” schreibt selbst:

Er [Stefan Mross] tut alles, um alle Gefahren und Risiken einzudämmen. Das bedeutet ‘Rückenlage’ zum Schlafen, ‘Rauchfrei’ und ‘Richtig gebettet’. [...] Stefan Mross tut alles, um seine Tochter zu schützen.

Es dürfte Mross’ kleiner Tochter also prächtig gehen. Dennoch erweckt die Redaktion durch Schlag- und Unterzeile auf der Titelseite unserer Meinung nach den Eindruck, als sei Stefan Mross’ Tochter gestorben. Es wirkt, als wolle sie mit der aufsehenerregende Überschrift lediglich mögliche Käufer locken.

Dazu scheint es so, als habe sich die “Freizeit im Blick” die Details zur Art und Weise, wie Mross’ Tochter gebettet ist, schlicht ausgedacht — jedenfalls liefert die Redaktion keine Zitate oder Beweise, die ihre Aussagen bestätigen.

3)

Unseres Erachtens verstößt der Artikel der “Freizeit im Blick” gegen die Ziffern 1, 2 und 8 des Pressekodex.

Die anscheinend erfundenen Details zu den Schlafumständen von Stefan Mross’ Tochter sowie die Überschrift sind keine “wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit”. Diese zählt laut Ziffer 1 des Pressekodex allerdings zu den “oberste[n] Gebote[n] der Presse.” Die Überschrift zielt stattdessen nur darauf ab, die potenzielle Leserschaft zum Kauf zu bewegen, und nimmt eine falsche Information dabei billigend in Kauf.

Außerdem verfälscht die Titelzeile die tatsächlich vorliegenden Informationen. Dabei fordert die Sorgfaltspflicht in Ziffer 2 des Kodex, dass diese Informationen “durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden”.

Dazu missachtet die “Freizeit im Blick” durch den in der Schlagzeile auf dem Cover angedeuteten Kindstod “das Privatleben des Menschen und seine informationelle Selbstbestimmung.” Diese zu achten schreibt hingegen Ziffer 8 des Kodex vor. In diesem Fall sind sowohl Stefan Mross als auch seine Tochter und seine Frau betroffen.


Fürstin Charlène - Unfruchtbar! Sie zerbricht daran, keine Kinder bekommen zu können

1)

Auf ihrer Titelseite schreibt die “Freizeit Spezial”, die monegassische Fürstin Charlène sei “Unfruchtbar!” und: “Sie zerbricht daran, keine Kinder bekommen zu können”. Im dazugehörigen Artikel geht es hingegen nur um angebliche Gerüchte aus dem Palast-Umfeld, “dass die Fürstin sich mit dem Gedanken trägt, ihren Kinderwunsch endgültig zu begraben.” Eine Freundin Charlènes soll dem Blatt gesagt haben:

“Sie glaubt, dass diese Erwartungshaltung eine negative Auswirkung auf ihre Fruchtbarkeit hat. Der Druck blockiert ihren Körper, davon ist sie überzeugt. Sie hält es für eine Art Trotz-Reaktion ihres Körpers.”

Allein darauf basiert die “Unfruchtbar!”-Schlagzeile.

2)

Die Tatsachenbehauptung (“Unfruchtbar! Sie zerbricht daran, keine Kinder bekommen zu können”) spiegelt nicht den Inhalt des Artikels wider, in dem lediglich Mutmaßungen geäußert werden. Das Heft schreibt sogar selbst, dass Charlène durchaus noch damit rechne, Kinder zu bekommen:

Wie sehr sich auch Charlène ein Baby wünscht, wurde erst im Interview mit dem schwedischen Magazin “Svensk Damtidning” deutlich. “Ich glaube nicht, dass es noch lange dauern wird, bis wir ein Kind bekommen”, sagte die 36-Jährige damals.

Im Nachhinein stellten sich Schlag- und Unterzeile als unwahr heraus, schließlich verkündete der monegassische Hof am 30. Mai 2014 die Schwangerschaft Charlènes, am 10. Dezember 2014 brachte sie Zwillinge zur Welt. Vermutlich haben die Mitarbeiter der “Freizeit Spezial” die aggressive Titelaufmachung bewusst zur Käuferwerbung eingesetzt.

3)

Unseres Erachtens verstößt der Artikel der “Freizeit Spezial” gegen die Ziffern 1, 2, 8 und 9 des Pressekodex.

Schlag- und Unterzeile können weder als “wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit” noch als “Wahrung der Menschenwürde” gelten. Damit verstoßen sie gegen Ziffer 1 des Kodex: Die Aussagen, Charlène sei unfruchtbar und zerbreche daran, entsprechen erstens nicht der Wahrheit und greifen zweitens — völlig unabhängig vom Wahrheitsgehalt — auf heftige Weise die Intimsphäre der Fürstin an.

Ziffer 2 des Kodex sagt, dass Informationen “durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden” dürfen. Doch genau das macht die “Freizeit Spezial” durch ihre Wahl von Überschrift und Unterzeile auf dem Cover.

In Ziffer 8 ruft der Kodex die Presse dazu auf, “das Privatleben des Menschen und seine informationelle Selbstbestimmung” zu achten. Dem kommt die “Freizeit Spezial” nicht nach. Eine Unfruchtbarkeit fällt wohl in den Bereich der “Erkrankungen”, die Richtlinie 8.6 thematisiert. Da höchstwahrscheinlich keine Zustimmung Charlènes vorlag, dass die “Freizeit Spezial” fälschlicherweise über ihre Unfruchtbarkeit berichten darf, verstößt die Überschrift der Redaktion gegen diese Richtlinie.

Da das Thema Fruchtbarkeit Teil der Intimsphäre ist, eignet sich die sensationslüsterne und inhaltlich falsche Überschrift der “Freizeit Spezial” für eine Verletzung der Ehre der Fürstin. Laut Ziffer 9 des Kodex widerspricht es “journalistischer Ethik, mit unangemessenen Darstellungen in Wort und Bild Menschen in ihrer Ehre zu verletzen.” Damit verstößt die Redaktion auch gegen diese Kodex-Ziffer.


Günther Jauch - Entführungs-Drama - Alle Hintergründe der unglaublichen Geschichte

1)

Der “Woche heute”-Artikel greift einen satirischen (und fiktiven!) Roman auf, in dem der Protagonist den Moderator Günther Jauch entführen will.

Da reift in Paul ein furchtbarer Plan: Er wird Günther Jauch entführen, um so über das Lösegeld an die entgangene Million zu kommen! Mit seinem Mitbewohner Herrn Müller und dessen Freundin Katja setzt er diesen Plan tatsächlich um. Günther Jauch wird betäubt und entführt!

… erzählt die “Woche heute” die Roman-Handlung nach.

2)

Die Redaktion erweckt auf der Titelseite den Eindruck, als gebe es ein echtes “Entführungs-Drama” um Günther Jauch. Gut möglich, dass sie mit der knallig-skandalösen Schlagzeile einzig den Verkauf des Heftes ankurbeln will. Ein klarer Hinweis, dass es sich bei der Entführung Jauchs um eine ausgedachte Geschichte handelt, fehlt auf dem Cover komplett. Die “Woche heute” spricht zwar von einer “unglaublichen Geschichte”; dass damit aber “unglaublich” im Sinne von “erfunden” gemeint ist, kann der Leser nicht erkennen. Das erfährt er erst im Innenteil — im vierten Absatz des Artikels.

3)

Unseres Erachtens verstößt der Artikel der “Woche heute” gegen die Ziffern 1, 2 und 8 des Pressekodex.

Die Überschrift auf der Titelseite und zahlreiche Absätze im Artikel entsprechen nicht einer “wahrhaftige[n] Unterrichtung der Öffentlichkeit”, wie es der Kodex in Ziffer 1 fordert. Stattdessen wird die Leserschaft getäuscht, damit sie am Kioskregal zugreift.

Laut Ziffer 2 darf der Sinn von Informationen “durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden.” Durch das suggerierte “Entführungs-Drama” in der Cover-Schlagzeile passiert aber genau das.

Die auf der Titelseite thematisierte, aber nie stattgefundene Entführung greift die “informationelle Selbstbestimmung” Günther Jauchs an. Diese soll die Presse laut Ziffer 8 allerdings achten und nicht torpedieren.

4)

Christian Ritter, der Autor der fiktiven Jauch-Entführung, hat sich mit einem offenen Brief an die “Woche heute” zu Wort gemeldet und gefragt:

Wie viele Gedanken haben Sie sich denn genau darüber gemacht, dass jemand Ihre Titelzeile falsch verstehen könnte?

Außerdem musste die “Woche heute” eine Gegendarstellung von Günther Jauch abdrucken, in der er klarstellt: “Es gibt im Zusammenhang mit meiner Person tatsächlich keinen Entführungsfall.” Da die Redaktion diese erste Gegendarstellung nicht so groß aufs Cover gesetzt hat, wie vom Gericht festgelegt, musste sie sie einige Monate später ein zweites Mal drucken.


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Gerüchte mit allen Schlüssen

Gerüchte mit allen Schlüssen

Donnerwetter! Gab’s bei der “Freizeit live” eine wundersame Erleuchtung? Uns hat es jedenfalls schon ein bisschen verblüfft, was das Monatsheft in seiner aktuellen Ausgabe über Florian Silbereisen schreibt:

Es gibt keinen Star, über den so viel spekuliert wird.

Eben.

Was musste der arme Florian Silbereisen (32) nicht schon alles über sich ergehen lassen!

Ganz genau. Und so holt das Blatt in seiner Titelgeschichte jetzt zum Gegenschlag aus:

Schluss mit allen Gerüchten - Es gibt keinen Star, über den soviel spekuliert wird. Doch das ist jetzt Vergangeneheit ...

Rumms! Richtig so, “Schluss”, “Vergangenheit”. Und nicht nur die Gerüchte zerrt die “Freizeit live” vors jüngste Regenbogengericht, sondern auch deren Urheber. Die WWW-Spezis der Redaktion wissen schließlich ganz genau, wer die wirklich heimtückischen Übeltäter sind:

So wird seit Jahren, vor allem im Internet, darüber spekuliert, ob die Liebe zu Helene Fischer (29) gar nicht echt, sondern arrangiert ist. Das Heimtückische an diesen Gerüchten: Im weltweiten Datennetz kann jeder behaupten, was er will. Und das auch noch anonym. Es ist also quasi unmöglich, Internet-Schmierfinken zur Rechenschaft zu ziehen.

Ach ja, ein Ort, an dem Schmierfinken ihre Gerüchte an die Wand pinseln und dabei versuchen, möglichst anonym zu bleiben — das klingt für uns nach der perfekten Definition für die “Freizeit live”. Schließlich packen deren Papier-Schmierfinken unter keinen einzigen ihrer Gerüchte-Artikel einen Autorennamen oder ein Kürzel.

Doch jetzt soll alles anders werden — “Schluss mit allen Gerüchten”. Und tatsächlich: Die “Freizeit live” druckt in ihrer März-Ausgabe — und zwar auf derselben Seite, auf der sie auch die Spekulationen im Internet verdonnert — eine Aussage von Florian Silbereisen, die zumindest mit einem Gerücht Schluss macht:

Gegendarstellung - Sie schreiben in der "Freizeit live" Nr. 1 Januar 2014 auf Seite 81 unter der Überschrift "Wie groß ist sein Kummer?" in Bezug auf meine Lebensgefährtin und mich: "Nicht einmal Weihnachten sollen die zwei gemeinsam verbracht haben." - Hierzu stelle ich fest: Ich habe Weihnachten gemeinsam mit meiner Lebensgefährtin verbracht. Tiefenbach, den 22. Januar 2014 - Florian Silbereiesen - Anmerkung der Redaktion: Florian Silbereisen hat recht.

Das Gesamtkunstwerk aus Artikel und Gegendarstellung sieht so aus:

Florian Silbereisen exklusiv - Schluss mit allen Gerüchten - Mit wem er Weihnachten feierte - Er ist nicht schwul - Warum er eine neue Frisur hat

Dass Ihr, Gerechtigkeitskämpfer der “Freizeit live”, diese Gegendarstellung neben Euren Jetzt-räumen-wir-mal-mit-den-Gerüchten-so-richtig-auf-Text stellt, ist schon frech. Aber dass Ihr diesen juristisch gegen Euch erwirkten Kasten tatsächlich auf dem Cover als Eure “EXKLUSIV”-Weihnachtsgeschichte verkauft — Hut ab!

Florian Silbereisen exklusiv - Schluss mit allen Gerüchten - Mit wem er Weihnachten feierte - Er ist nicht schwul - Warum er eine neue Frisur hat

Diesen Oberbeschiss übertrumpft Ihr nur noch mit Eurer Bigotterie!

Leider hat auch FREIZEIT LIVE unbeabsichtigt Unwahres über Florian Silbereisen aufgegriffen (siehe Gegendarstellung rechts) — und freut sich jetzt, alles klarstellen zu dürfen.

Denn wenn es auf dieser Welt jemanden gibt, der es gar nicht leiden kann, wenn über das Liebesleben von Florian Silbereisen und seiner Freundin Helene Fischer spekuliert wird, dann ist es der SCG Verlag:

Helene Fischer & Florian Silbereisen - Ihre Liebe bleibt auf der Strecke - Zu viele Auftritte - Zu großer Erfolgsdruck - Zu wenig Zeit zu zweit

Florian Silbereisen: Warum Helene Gift für seine Karriere ist - Aktuelle Umfrage: Er ist der unbeliebteste und nervigste Star - Alle Infos und Hintergründe

EXKLUSIV - Helene Fischer & Florian Silbereisen - "Die 5 Geheimnisse unserer Liebe!"

Helene Fischer & Florian Silbereisen - Enthüllt! Die ganze Wahrheit über ihre Liebe: Was die beiden Superstars selbst über Ehe & Kinder sagen

Helene Fischer & Florian Silbereisen - Macht mal eine klare Ansage! - Hochzeit? Baby? Trennung?

Florian Silbereisen oder Andreas Gabalier - Wer ist die Nummer 1? - Wie erfolgreich beide wirklich sind - Welche Rolle ihr Liebesleben spielt - Wer bei Kollegen beliebter ist

Florian Silbereisen - Allein durch die Nacht - Wo war seine Helene?

Til Schweiger & Helene Fischer - Sind sie ein Liebespaar? - Die Gerüchteküche brodelt - Streifzug durch die Berliner Nacht - Was die Stars selbst sagen

Helene Fischer & Florian Silbereisen - Sieht so Liebe aus? Lesen Sie die überraschende Foto-Analyse

Helene Fischer - Glück & Leid des Superstars - Ein Erfolgt jagt den nächsten - Die Liebe bleibt auf der Strecke - Und Verherer gibt es viele

Helene Fischer EXKLUSIV - Baby da! - Kind wurde bei Konzert gezeugt - Was die glücklichen Eltern sagen - Der kleine Leon liebt Helenes Lieder

Helene Fischer & Florian Silbereisen - Hochzeit abgesagt! Krisengespräch vor Silvester-Party - Hauptgrund: Karriere ist wichtiger - Ohnehin keine Liebe auf den ersten Blick


Mit Dank an Petra S. für den Hinweis.


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Genau wie bei Prinz Friso (3)

Genau wie bei Prinz Friso (3)

Wir hatten ja schon befürchtet, dass sich die Regenbogenhefte auf den Unfall von Michael Schumacher stürzen würden wie eine Horde ausgehungerter Hyänen. Und dass sie auch dann, wenn die seriösen Medien längst von Schumacher abgelassen hätten, immer noch unbeirrt weiterhacken würden, Woche für Woche mit neuen Spekulationen und irreführenden Schlagzeilen. Eben genau wie bei Prinz Friso.

Inzwischen zeigt sich, dass wir recht hatten. Leider.

Während selbst die Boulevardmedien Michael Schumacher und dessen Familie allmählich in Ruhe lassen wenigstens eine Zeitlang in Ruhe gelassen haben, ging und geht der Wahnsinn in der Regenbogenpresse einfach nahtlos weiter. Jedes Gerücht wird gleich zu einer Titelstory aufgeblasen, jedes angebliche Blinzeln direkt zum “Wunder” erklärt.

Im Ernst: Als die französische Zeitung “L’Équipe” neulich unter Berufung auf “sehr sichere Quellen” berichtete, Michael Schumacher befinde sich in der Aufwachphase und habe geblinzelt, titelte die “Frau aktuell”:

Endlich gibt es neue Hoffnung - Michael Schumacher - Am Krankenbett geschah ein Wunder!Hunderttausendfach liegt diese Titelseite momentan in deutschen Kiosken aus. Bei wie viele Menschen sie wohl schon den Eindruck erweckt hat, dass Schumacher plötzlich genesen sei?

Immerhin erfahren die, die das Heft kaufen und den Artikel lesen, was wirklich hinter dem “Wunder” steckt. Zumindest wenn sie sich durch den triefenden Schwulst aus Phrasen und Fiktion gekämpft haben, mit dem der anonyme Autor die Tatsachen ummantelt hat.

Schon ein kleines Augenzwinkern ist ein Erfolg. Ein Meilenstein. Ein strahlender Hoffnungsschimmer, in dem nicht enden wollenden Albtraum, der mit dem dramatischen Skiunfall von Michael Schumacher (45) am 29. Dezember letzten Jahres begann. Jetzt berichten französische Medien von einem Wunder, das an seinem Krankenbett geschah. Können Corinna (44) und die Kinder nun endlich aufatmen?

Gebannt wacht die Familie dieser Tage am Krankenbett des siebenfachen Formel-1-Weltmeisters auf der Intensivstation. In der Hoffnung, auf ein weiteres kleines Blinzeln, Zucken oder Zwinkern. Ein minimaler Reflex, der ihnen versichert, dass ihr geliebter Mann und Papa in sein altes Leben zurückkehrt. Längst haben sich alle Beteiligten an den Anblick des hilflosen Sportlers gewöhnt. An all die Schläuche und die Pumpgeräusche der Beatmungsmaschine, die Schumi am Leben hält. Nun, wo die Aufwachphase begonnen hat, beobachten sie den Patienten mit großer Sorgfalt. Zwar warnt Michael Schumachers Sprecherin Sabine Kehm (47) vor verfrühter Euphorie und spricht von einem “Aufwachprozess, der sehr lange dauern kann.” Trotzdem werten Hirn-Trauma-Experten bereits kleinste Reflexe als positiv. Sie seien ein klares Indiz dafür, dass

und so weiter. Irgendwann kommt dann doch noch das Blinzel-Gerücht aus der “L’Équipe”, und der Text endet so schwülstig, wie er begonnen hat:

Vielleicht hat Schumi damit schon einen ersten Etappensieg errungen. Auf seinem bislang schwersten Grand Prix…

Auch die “Neue Welt” (die in solchen Fällen bekanntlich über besonders exklusive Informationen verfügt) tut so, als wisse sie genau, was sich an Schumachers Krankenbett (und in Corinnas Kopf) abgespielt hat:Überraschende Fortschritte - MICHAEL SCHUMACHER - Freudentränen am Krankenbett - Was die Ärzte sagen

Es gibt Momente im Leben, die kostbarer sind als alles andere auf dieser Welt. Corinna Schumacher (44) weiß am besten, was es bedeutet, dass der Glaube und die Hoffnung letztlich doch Berge versetzen können. Ihre Gebete, die sie immer wieder am Krankenbett ihres geliebten Mannes gesprochen hat, sind nun endlich erhört worden! […] “Schumis” Managerin Sabine Kehm [teilte] offiziell mit: “Michaels Narkosemittel werden seit Kurzem reduziert, um ihn in einen Aufwachprozess zu überführen, der sehr lange dauern kann”.

Dann natürlich die Blinzel-Geschichte …

Die renommierte französische Zeitung “L’Équipe” berichtete hingegen, dass Michael sogar schon geblinzelt habe.

… und ein pathetischer Abgang:

Corinna hat allerdings vollstes Vertrauen in die Ärzte gesetzt, die ihren Michael nun schon seit Wochen behandeln. Ihnen verdankt man die ersten Freudentränen am Krankenbett ihres Mannes. Und Corinna ist sicher, dass ihr Mann den Weg zurück ins Leben findet.

Vergleichsweise zurückhaltend hat das “Echo der Frau” auf die Blinzel-Nachricht reagiert:MICHAEL SCHUMACHER - Nach all dem Hoffen & Bangen - Was wird nun?

Das Blatt ist im Gegensatz zu den meisten anderen Regenbogenheften sogar so fair, die Stellungnahme von Schumachers Managerin — die herausgegeben wurde, nachdem die “L’Équipe” über das Einleiten der Aufwachphase berichtet hatte — noch ein Stückchen weiter zu zitieren:

“Michaels Narkosemittel werden seit Kurzem reduziert, um ihn in einen Aufwachprozess zu überführen, der sehr lange dauern kann”, teilte Sabine Kehm (46), die Managerin von Michael Schumacher, mit. “Es war ursprünglich die klare Absprache zwischen allen Beteiligten, diese Information zum Schutz der Familie erst zu kommunizieren, wenn sich dieser Prozess konsolidiert hat. Über Zwischenschritte werden wir keine Auskunft geben.” Eine Entscheidung, die die Fans des siebenfachen Formel-1-Weltmeisters natürlich verstehen.

Und viele Journalisten natürlich nicht.

Wie die von der “Freizeit Spass”, die darüber jammern, dass die Managerin nicht “mehr” “verraten” wollte, und sich mit Hilfe eines “Experten” kurzerhand selbst um die “Prognose” kümmern:Michael Schumacher - Überraschende Prognose - Wie seine Zukunfts-Chancen jetzt wirklich stehen

Kurz zusammengefasst: Es gibt “Gefahr”, aber auch “Lichtblicke”. Überraschend.

Sabine Kehm hat in ihrer Stellungnahme übrigens noch einen Satz geschrieben, den wir bisher in keinem Regenbogenheft gefunden haben. Sie schrieb:

Die Familie von Michael Schumacher bittet erneut um Respekt für ihre Privatsphäre, das Arztgeheimnis und darum, die behandelnden Ärzte nicht in ihrer eigentlichen Arbeit zu stören.

Vermutlich werden wir diesen Satz in der Regenbogenpresse auch nie finden. Schon allein deswegen, weil er sich so schlecht mit solchen Fotos verträgt:Michael Schumacher: Nach dem schweren Ski-Unfall - Jetzt muss seine Corinna stark sein wie nie zuvorWir haben das Bild — hier zu sehen in der “Freizeit spezial” — unkenntlich gemacht; es zeigt Corinna Schumacher bei der Ankunft am Krankenhaus, aufgenommen während ihres täglichen Spießrutenlaufs durch die Journalistenmeute.

Die “Revue Exklusiv” hat eines dieser Fotos sogar auf der Titelseite abgedruckt, kombiniert mit einem der Lieblingsbegriffe in diesen Wochen: “Schicksal”.CORINNA SCHUMACHER - Wie erträgt sie dieses Schicksal? - Die Tragödie - So leiden die Kinder

Corinna in Tränen - MICHAEL SCHUMACHER - Er forderte das Schcksal zu oft heraus

(“Revue der Woche”)
MICHAEL SCHUMACHER - Jetzt entscheidet sich sein Schicksal(“Schöne Woche”)

Währenddessen hat das “Echo der Frau” in der aktuellen Ausgabe schon ein ganz “Neues Drama” um Michael Schumacher gebastelt:MICHAEL SCHUMACHER - Neues Drama! - Seine Familie leidet

Der Ort, in dem Schumacher aufgewachsen ist, soll nämlich dem Braunkohle-Abbau weichen und umgesiedelt werden. Das ist schon seit sieben Jahren bekannt, der “Echo der Frau” jetzt aber trotzdem eine Titelschlagzeile wert.

Die Leute von der “Mehr Spass” begeben sich eher auf die Meta-Ebene und erklären:Michael Schumacher - So gefährlich ist Skifahren

Nämlich so gefährlich, dass pro Saison “viele tausend Menschen verunglücken”, darunter sogar Promis. Als Beleg hat die “Mehr Spass” drei davon aufgelistet.

Aber nochmal zurück zur Blinzel-Geschichte. “Das goldene Blatt” weckt ob der eingeleiteten Aufwachphase nämlich ebenfalls neue HOFFNUNG:Michael Schumacher & seine Corinna - Neue HOFFNUNG! - Wird jetzt alles gut?

Und “Die neue Frau” fragt:

Nach dem Drama - MICHAEL SCHUMACHER - Holt die Familie ihn bald heim?(Im Übrigen eine Frage, die die Regenbogenpresse auch im Fall von Prinz Friso unzählige Male gestellt, aber nie selbst beantwortet hat.)

Im Innern jubelt das Blatt:schumi_die-neue-frau-2

Von einem “Wunder” spricht die “Woche der Frau” zwar nicht direkt, dafür macht sie aus dem Blinzeln einfach mal ein Lächeln:

Michael Schumacher - Das erste Lächeln in der Klinik - Kehrt jetzt für die Familie das Glück zurück?Im Text zeigt sich, was wirklich dahinter steckt: die Fantasie des Autors. Was sonst.

Jetzt endlich gibt es Hoffnung! Der ehemalige Formel-1-Weltmeister ist auf dem Weg zurück ins Leben. Die Angst ist damit noch lange nicht weg. Doch es gibt endlich Grund genug für ein erstes, zaghaftes Lächeln.

Die Redaktion der “Freizeitwoche” schließlich lässt keinerlei Zweifel mehr daran, dass sie den Eindruck erwecken möchte, Schumacher sei aus dem Koma erwacht:

WUNDER AM KRANKENBETT - Michael Schumacher - Corinnas Liebe holte ihn ins Leben zurückDer Artikel dazu liest sich wie der Trailer für ein Hollywood-Melodram:

Zärtlich schmiegt sich Corinna Schumacher (44) an die Brust ihres Mannes Michael (45). Er umarmt sie fest, beide halten ihre Augen geschlossen, um den Augenblick zu genießen, der nur ihnen gehört, Ein [sic] kurzer Moment der Liebe — und doch so normal im Leben der beiden.

Bis zum 29. Dezember letzten Jahres! [...] Viele gaben dem Ex-Formel-Eins-Fahrer nur eine gerine Überlebenschance. Viele, aber nicht Corinna. Seit diesem Schicksalsschlag wich sie ihrem Mann nicht von der Seite, hielt seine Hand, redete auf ihn ein, streichelte ihn liebevoll. Jede Minute, jeden Tag, Woche für Woche. Sie zweifelte keine Sekunde daran, dass ihr Ein und Alles wieder zurück ins Leben findet.

Es folgt das (halbe) Zitat der Managerin. Dann:

Tränen der Freude müssen Corinna nach über einem Monat Hoffen und Bangen über die Wange gelaufen sein. Ihre unendliche Liebe und Stärke in der schweren Zeit haben den zerbrechlichen Strohhalm der Hoffnung stark werden lassen! [...] Corinnas Liebe zu Michael hat das Unmögliche möglich gemacht. Und ihre Liebe wird es auch sein, die ihn eines Tages wieder die Augen öffnen lässt.

Und so spekuliert und fabuliert und täuscht die Regenbogenpresse auch eineinhalb Monate nach Schumachers Unfall immer noch munter vor sich hin — so, wie sie es im Fall von Prinz Friso geübt hat. Auch seinerzeit hatten die Regenbogenhefte immer wieder von einem “Wunder” gesprochen und suggeriet, Friso sei aus dem Koma erwacht, obwohl sie genau wussten, dass das nicht stimmte.

Oder aber sie arrangierten ihre Schlagzeilen und Cover so, dass der Eindruck entstand, Friso sei gestorben. Höchstwahrscheinlich werden die Regenbogenredaktionen so etwas auch im Fall Schumacher versuchen. Einen Anlass gibt es auch schon: Die “Bild”-Zeitung berichtete Anfang der Woche, dass bei Schumacher eine Lungenentzündung diagnostiziert worden sei.

Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis daraus die ersten Todesdramen gestrickt werden.


PS: Eine Geschichte dürfen wir nicht unerwähnt lassen. Die “Freizeit Revue” übt in ihrer aktuellen Ausgabe nämlich Kritik an der Berichterstattung über Schumacher. Echt jetzt! Sie empört sich über jene Menschen, “die offenbar keinen Anstand” besitzen und das Leid Schumachers für ihre “geschmacklosen Geschäfte” missbrauchen:

MICHAEL SCHUMACHER - Geschmachlose Geschäfte mit seinem unsagbaren Leid

“Unfassbar” findet die “Freizeit Revue”. “Abscheulich”. “Unwürdig”. “Skrupellos”.

Nanu? Kritik an der Regenbogenpresse — von der Regenbogenpresse?

Nein. Natürlich nicht. Die “Freizeit Revue” kritisiert nicht sich selbst oder ihre Regenbogenkollegen, sondern die “Titanic”:[Ein Foto zeigt das "Titanic"-Cover mit gepixeltem Logo, ein anderes Foto den "Titanic"-Chefredakteur] Skrupellos: Mit diesem geschmacklosen Cover will Tim Wolff (r.), Chef eines Satire-Magazins, viele Hefte verkaufen

Und Schumachers Notsituation für die Auflage zu missbrauchen, das geht nun wirklich zu weit.

Nicht wahr, “Freizeit Revue”?


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Diagnosen aus der Redaktionsküche

Diagnosen aus der Redaktionsküche

Wenn eine Regenbogenredaktion einer Aussage so richtig Nachdruck verleihen will, dann packt sie sie aufs Titelblatt, setzt ein Ausrufezeichen dahinter und liefert noch einen unterstützenden Erklärsatz mit.

Also, dann mal los, “Freizeit spezial”.

Fürstin Charlène - Unfruchtbar! Sie zerbricht daran, keine Kinder bekommen zu können

Es ist nichts dergleichen bekannt über die Fürstin von Monaco. Im Gegenteil. Als ob die “Freizeit spezial” ihre eigene Lüge auf der Titelseite als solche enttarnen will, bringt das Heft im Innenteil dieses Zitat von Charlène:

Wie sehr sich auch Charlène ein Baby wünscht, wurde erst im Interview mit dem schwedischen Magazin “Svensk Damtidning” deutlich. “Ich glaube nicht, dass es noch lange dauern wird, bis wir ein Kind bekommen”, sagte die 36-Jährige damals.

Doch die “Freizeit spezial” wäre kein echtes Regenbogenblatt, wenn sie nicht noch einen erbärmlichen und durchschaubaren Kniff parat hätte. Der anonyme Autor zaubert eine anonyme “enge Freundin von Charlène” aus dem Redaktionshut:

Eine enge Freundin von Charlène will erfahren haben, dass die Fürstin sich mit dem Gedanken trägt, ihren Kinderwunsch endgültig zu begraben. Da sie den Druck nicht länger ertrage, dass alle Welt nach der Nachricht von ihrer Schwangerschaft lechzt. “Sie glaubt, dass diese Erwartungshaltung eine negative Auswirkung auf ihre Fruchtbarkeit hat. Der Druck blockiert ihren Körper, davon ist sie überzeugt. Sie hält es für eine Art Trotz-Reaktion ihres Körpers.”

Auf dieser zitierten Küchenpsychologie basiert die “Unfruchtbar!”-Schlagzeile.

Presseethisch gesehen, dürfte das Vorgehen der “Freizeit spezial” gleich gegen mehrere Ziffern des Pressekodex verstoßen.

Und presserechtlich sieht es auch nicht besser aus. Halten wir mal fest, was hier eigentlich vorliegt: Die “Freizeit spezial” nimmt ein angebliches Gerücht und macht daraus eine Tatsachenbehauptung, die nicht erweislich wahr ist und die vermutlich wider besseres Wissen aufgestellt wurde.

Mensch, Mitarbeiter der “Freizeit spezial”, da kommt ihr einer Verleumdung aber ganz schön nah.

Klar, dass ihr euch so einen Knaller nicht bei deutschen Prominenten traut. Die könnten ja tatsächlich klagen. Aber Charlène? Ha, die bekommt das im fernen Monaco doch gar nicht mit!

Vielleicht ja aber doch:

E-Mail an Palast Monacos


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Schlagzeilenbasteln (15)

Schlagzeilenbasteln (15)

Zum lockeren Start in die Woche ein paar leichte Schlagzeilen zum Selbermachen. Wir suchen Überschriften für folgende drei Nachrichten:

Prinz Charles soll in Zukunft den einen oder anderen offiziellen Auslandstermin für seine Mutter Elizabeth übernehmen.

Sensation in England - Queen Elizabeth - Sie plant schon den Thronwechsel!

(“Neue Post”)


Verona Pooth hat dieses Foto bei Facebook gepostet.

Verona Pooth: Image-Wandel - Warum macht sie plötzlich einen auf natürlich?

(“Freizeit spezial”)


Wenn Thomas Gottschalk in Deutschland Sendungen aufzeichnet, bleibt seine Frau meist in der gemeinsamen Villa in Malibu.

Thomas Gottschalk - Das verheimlichte Ehe-Drama - Wird ihm sein großer Traum zum Verhängnis?

(“Woche der Frau”)


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Endlich Freizeit

Endlich Freizeit

Wenn ein Medienhaus wie der SCG Verlag eine neue Zeitschrift auf den Markt bringen will, muss es so sein, als würden die Wollnys noch einmal Nachwuchs bekommen: Man findet einfach keinen Namen für das neue Kind, der nicht schon für ein anderes verwendet wurde.

Die Sarafinas, Estefanias , Lavinias und Loredanas heißen beim SCG Verlag “Deine beste Freizeit”, “Frau und Freizeit”, “Freizeit erleben”, “Freizeit für die Frau”, “Freizeit für uns”, “Freizeit live”, “Freizeit kompakt”, “Freizeit mit Herz” und “Hallo Freizeit”.

Also, Leute, alle mal nachdenken: Wir brauchen einen Namen! Einen, mit dem wir uns vom restlichen Markt abheben können. Irgendwie was Spezielles.

Und das kommt dann dabei raus, wenn die SCG-Kreativabteilung an einen solchen Fall gelassen wird:Cover der "Freizeit Spezial"Aber was macht man, wenn beim Brainstorming noch ein Knaller-Titel vorgeschlagen wurde?

Genau: Man wirft noch ein neues Heft auf den Markt. Endlich kümmert sich eine Redaktion im SCG Verlag mal um das wichtige Thema, ach, was soll’s:Cover der "Freizeit für meinen Tag"Letztendlich sind Namen ja aber sowieso wie Schall und Rauch. Das sieht man an den Beispielen “Promi Welt” und “die exklusive”. Die heißen jetzt nämlich “Woche exklusiv” und nur noch “exklusive”.

Was für ein doppelter Griff ins Klo!

Wenn schon ändern, dann doch bitte in “Freizeit Promi Welt” und “die Freizeit exklusive”.


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