Günther Jauch hat nichts gestanden
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Günther Jauch hat nichts gestanden

Hinter den Mitarbeitern, die bei “Das Neue” fürs Gestalten der Titelseite verantwortlich sind, muss eine gähnend langweilige Arbeitswoche liegen. Ihren Job haben nämlich fast zur Hälfte Günther Jauch und dessen Anwaltskanzlei übernommen:

Cover von "Das Neue" mit dieser Gegendarstellung: "Gegendarstellung – Auf der Titelseite von "das neue" vom 11. April 2015 heißt es über mich: "Günther Jauch Schock-Geständnis steckt seine Ehe in der Krise?" Hierzu stelle ich fest: Ich habe im Zusammenhang mit meiner Ehe nichts gestanden. Potsdam, den 15. April 2015 Günther Jauch Her Jauch hat recht. Der Verlag."
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Das Oberlandesgericht Karlsruhe hatte vor gut zwei Wochen entschieden, dass Günther Jauch “Anspruch auf die Veröffentlichung einer Gegendarstellung auf der Titelseite einer Wochenzeitschrift” habe. Diesem Urteil ist “Das Neue” nun nachgekommen.

Einen ganz besonderen Service, der sich vermutlich stark an der vergleichsweise alten Zielgruppe von “Das Neue” orientiert, bieten übrigens die Redakteure, die fürs Inhaltsverzeichnis zuständig sind. Für all jene Leser, die Jauchs Gegendarstellung auf dem Cover trotz Riesengröße und pinkem Hintergrund übersehen haben sollten, weisen sie noch einmal gesondert darauf hin:

Diese Woche in "Das Neue": Gegendarstellung Günther Jauch auf Seite 1


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Ein Geschenk von Flori

Ein Geschenk von Flori

Auch Florian Silbereisen hat uns zum Geburtstag eine Freude gemacht!

Vermutlich weiß er gar nichts davon. Egal. Wir freuen uns trotzdem. Hierüber:Gegendarstellung - Sie schreiben in der "FREIZEIT erleben!" Nr. 2 | Februar 2014 unter der Überschrift "Eifert sie jetzt Ute Lemper nach?" in Bezug auf angebliche berufliche Pläne meiner Lebensgefährtin: "Eer stellte sie angeblich vor die Wahl und sagte: "Wenn Du an einer US-Karriere bastelst, dann haben wir definitiv keine gemeinsame Zukunft." Hierzu stelle ich fest: Diese Äußerung habe ich nicht getätigt. München, den 21. Februar 2014 Florian Silbereisen - Anmerkung der Redaktion: Florian Silbereisen hat recht.

Die “Freizeit erleben!” (SCG-Verlag) war vermutlich weniger erfreut über Floris Geschenk. Und so hat sie dieselbe Ausgabe gleich mal für eine ordentliche Retourkutsche genutzt:[Titelseite] Florian Silbereisen - Ist er noch er selbst? - Vom Milch-Bubi zum Macho: Was der radikale Imagewandel über seine Psyche verrät

In Kombination ein wunderbares Sinnbild für die Hemmungs- und Besinnungslosigkeit der Regenbogenpresse:Florian Silbereisen - Ist er noch er selbst [Die Gegendarstellung ist in den Artikel eingebettet.]


Vielen Dank an Petra S. für den Hinweis!


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Heino hat noch was vor

Heino hat noch was vor

Der Bauer-Verlag hat in dieser Woche gleich doppelt auf den Deckel bekommen.

Nummer eins:Richtigstellung - Auf der Titelseite von "Schöne Woche" Nr. 11 vom 7. März 2012 wird ein Foto von Alexandra Neldel und darunter ein Foto von Henning Baum veröffentlicht. Weiter heißt es dann auf der Titelseite: "TV-LIEBLINGE ALEXANDRA NELDEL UND HENNING BAUM Warum verheimlichen sie ihr privates Glück?" Hierzu stellen wir richtig: Es gibt zwischen Frau Neldel und Herrn Baum keinerlei private Beziehung. Der Verlag

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Die Klage von Alexandra Neldel war zunächst abgewiesen worden, in der Berufungsinstanz aber gab man ihr dann recht. Vermutlich hat es deshalb über anderthalb Jahre gedauert, bis die Richtigstellung erschien. Um einiges flotter ging es hingegen in diesem Fall:Gegendarstellung - Sie schreiben auf der Titelseite der "Freizeitwoche" Nr. 42 vom 9. Oktober 2013 in Bezug auf meine Person: "ALLE TERMINE ABGESAGT!" Hierzu stelle ich fest: Ich habe nicht alle meine Termine abgesagt. Bad Münstereifel, den 9. Oktober 2013 - Heinz Georg Kramm (Heino) - Hein hat recht, die Redaktion.


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Keine Tränen in Klagenfurt

Keine Tränen in Klagenfurt

Zwei neue Stücke für unsere beliebte Sammlung “Promis wehren sich gegen die Regenbogenpresse”.

“Freizeit Revue”:Gegendarstellung - Sie schreiben in der "Freizeit Revue" Nr. 33 vom 7. August 2013 auf Seite 7 in Bezug auf eine Villa auf Mallorca: "Floris Ferien-Villa" Hierzu stelle och fest: Es handelt sich nicht um meine Ferien-Villa. Hamburg, den 13.8.2013 Florian Silbereisen - Anm. d. Red.: Herr Silbereisen hat recht. Die Immobilie gehört seiner Freundin Helene Fischer

“Viel Spaß”:Gegendarstellung - Sie schreiben in der Zeitschrift "Viel Spß" Nr. 31 vom 24. Juli 2013 auf Seite 4 unter der Überschrift "Helene Fischer Neue Demütigung" in Bezug auf einen Auftritt am Wörthersee in Klagenfurt: "Mit voller Wucht schossen der Schlager-Prinzessin die Tränen in die Augen." Hierzu stelle ich fest: Bei dem Auftritt in Klagenfurt sind keine Tränen geflossen. - Mallorca, den 12. August 2013 - Helene Fischer - Anmerkung der Redaktion: Frau Fischer hat Recht.


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An der Haarfarbe des Mannes …

An der Haarfarbe des Mannes …

Im Juli zog Heinz Georg Kramm, besser bekannt als Heino, gegen die WAZ Women Group vor Gericht. Es ging um “pikante Gerüchte”, die das Blatt “die aktuelle” verbreitet hatte.

Die “Süddeutsche Zeitung” war bei der Verhandlung dabei und fasste den “aktuelle”-Artikel später so zusammen:

Auf einer Doppelseite wird geschildert, wie Heino und ein weiblicher Dauer-Fan sich im Büro seines Cafés eingeschlossen hätten, während verzweifelte Kellner dort hinein wollten, um Wechselgeld zu holen. Später sei “grinsend” Heino rausgekommen, gefolgt von der Dame.

Sie ist die Mutter des 13-jährigen Johannes, der Heino bei einem Kirchenkonzert sogar schon auf dem Keyboard begleiten durfte. Ihm soll der Sänger auch die Erbanteile zugedacht haben, die er seinen eigenen Enkeln angeblich entzogen habe. Und besonders ins Auge stach den Aktuelle-Reportern: “Der kleine Johannes trägt zu seinen Heinoblonden Haaren Sonnenbrille. Pechschwarz. Ja, so wie Heino”.

Und so wurde — zumindest in der “aktuellen” — aus dem “kleinen Johannes” plötzlich der “kleine Heino”.

Dem großen Heino passte das alles hingegen überhaupt nicht, deshalb zog er vor Gericht — und erwirkte diese Gegendarstellung:Gegendarstellung - Sie schreiben in "die aktuelle" Nr. 24 vom 7. Juni 2013 auf der Seite 20 unter der Überschrift "Eine ganze Stadt tuschelt über diesen 'kleinen Heino'" in Bezug auf ein Büro eines von mir betriebenen Cafés: "Doch darin hatten sich Heino und Jutta eingeschlossen. Die Kellner warteten und warteten ... Dann kam Heino raus, grinste. Ihm folgte Jutta ..." Hierzu stelle ich fest: Ein solches Geschehen hat es zu keinem Zeitpunkt gegeben. Bad Münstereifel, den 10. Juni 2013 - Heinz Georg Kramm - Der Verlag ist gesetzlich zum Abdruck der Gegendarstellung verpflichtet.


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Schaffe, schaffe, Häusle baue

Schaffe, schaffe, Häusle baue

Über niemanden berichtet die Regenbogenpresse so viel wie über Florian Silbereisen und Helene Fischer. Und vor allem berichet sie eine ganze Menge Mist: Hochzeit, Trennung, Kinder, keine Kinder — jede Woche lächelt das Paar von zahlreichen Titelseiten, mit gegenteiligen Schlagzeilen unter den Fotos.

Den Verdrehungsjournalisten aus den Regenbogenredaktionen ist keine Fantasiestory zu blöd. Doch bei einer Geschichte haben sie sich jetzt zu blöd angestellt. Die “Frezeit Woche” berichtete im Juli, Florian Silbereisen und Helene Fischer hätten auf Mallorca ein “Traumhaus” gekauft.

Das passte Florian Silbereisen ganz und gar nicht. Das Blatt hatte sich diese Info schlicht und einfach ausgedacht. Silbereisen ging dagegen vor, mit Erfolg. In ihrer aktuellen Ausgabe musste die “Freizeit Woche” eine Gegendarstellung abdrucken:

Gegendarstellung - Sie schreiben in der "Freizeitwoche" Nr. 31 vom 24. Juli 2013 auf Seite 5 in Bezug auf meine Lebenspartnerin und meine Person: "Erst vor einem Jahr kaufte das Paar auf Mallorca ein Traumhaus." Hierzu stelle ich fest: Ich habe vor einem Jahr kein Haus auf Mallorca zusammen mit meiner Lebenspartnerin gekauft. Hamburg, den 13.8.2013 - Florian Silbereiesen - Florian Silbereins hat Recht. Die Redaktion

Verglichen mit anderen Gegendarstellungen, die Regenbogenhefte in letzter Zeit veröffentlichten mussten, mag es sich hier um eine Lappalie handeln.

Sie zeigt allerdings, dass die Regenbogenredaktionen nicht einmal in der Lage sind, derartige Kleinigkeiten sauber zu recherchieren — oder dass sie sich selbst bei solchen Kleinigkeiten ihre abstrusen Lügenwelten erschaffen.


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Knutsch-Fehlalarm

Knutsch-Fehlalarm

Schon wieder muss ein Regenbogenheft eine Gegendarstellung abdrucken. Diesmal ist es das WAZ-Blatt “die zwei”:Gegendarstellung - Sie schreiben in der Zeitschrift "die 2" Nr. 29 vom 13. Juli 2013 auf Seite 3 unter der Überschrift "Knutsch-Alarm mit einem anderen" in Bezug auf meine Person und einer Begebenheit bei einem von mir veranstalteten Konzert: "Tatsächlich beugte sie sich langsam herunter, legte ihm ihre rechte Hand sanft auf die Wange und gab ihm einen Schmatzer. Nicht flüchtig auf die Wange, wie es bei Fans fast schon üblich ist, sondern scheinbar auf den Mund!" Hierzu stelle ich fest: "Ich habe dem Fan keinen Kuss auf den Mund, sondern auf die Wange gegeben." Frankfurt a.:, den 19. Juli 2013. Helene Fischer - Helene Fischer hat Recht. Die Redaktion - [Bildunterschrift:] Weggedreht - Die Redaktion hat lange recherchoert und fand im Internet ein Video, auf dem man sieht: Helene drehte den Kopf schamhaft zur Seite - und küsste den Fan nur auf die Wange. Anhand der Fotos war das leider nicht zu erkennen

Die Redaktion hat also “lange recherchiert.” Donnerwetter! Und zwar so lange, dass sie dabei noch auf ein weiteres Helene-Fischer-Video gestoßen ist. Darin rutscht der Sängerin beim Tanzen kurz das Kleid hoch. Zack! Nächster Skandal.

Für den “Höschenblitzer”-Artikel hat die Redaktion auch sofort einen passenden Platz im Heft gefunden:

Ausriss: "die zwei", Nr. 33/2013


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Keine Nächte voller Sorge

Keine Nächte voller Sorge

Vor ein paar Tagen haben wir darüber berichtet, dass die “Woche der Frau” eine Gegendarstellung von Günther Jauch auf der Titelseite abdrucken musste.

In dieser Woche hat es eine weiteres Regenbogenheft erwischt: “das neue” aus dem Bauer-Verlag. Die Gegendarstellung – diesmal erwirkt von Stephanie und Karl-Theodor zu Guttenberg – ist wahrlich ein besonders schönes Exemplar:[Auf der Titelseite:] Gegendarstellung - Auf der Titelseite von "das neue" Nr. 9 vom 23. Februar 2013 heißt es: KARL-THEODOR UND STEPHANIE ZU GUTTENBERG Große Angst um ihre Töchter! ... Die Nächte voller Sorge! - Hierzu stellen wir fest: Weder haben wir Angst um unsere Töchter, noch gibt es Nächte voller Sorge. - Berlin, den 27. Februar 2013 - Stephanie zu Guttenberg Karl Theodor zu Guttenberg - Herr und Frau zu Guttenberg haben Recht. Die Redaktion.


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Sind die noch zu retten?

Sind die noch zu retten?

Die aktuelle “Woche der Frau” sieht ein wenig anders aus als sonst:[Auf der Titelseite ist unten links ein großer, grüner Kasten, in dem steht:] Gegendarstellung - Auf der Titelseite von "WOCHE der FRAU" vom 29. Februar 2013 schreiben Sie über mich: "GÜNTHER JAUCH - Sterbedrama um seinen besten Freund - Hätte er ihn damals retten können?" - Hierzu stelle ich fest: Ich hatte keine Möglichkeit, meinen Freund zu retten, da er aufgrund einer Erkrankung verstorben ist, auf die ich keinerlei Einfluss hatte. - Potsdam, den 09. März 2012 - Günther Jauch - Herr Hauch hat Recht. Die Redaktion.

Die Gegendarstellung ist das Ergebnis eines Rechtsstreits zwischen Günther Jauch und dem Klambt-Verlag. Das Landgericht Frankenthal hatte den Verlag im April 2012 in einem Urteil dazu verpflichtet, sie auf der Titelseite abzudrucken.

In der Begründung hieß es unter anderem, die Frage (“Hätte er ihn damals retten können?”) sei “keine echte Frage”; vielmehr beinhalte sie “eine Behauptung, welche einer Gegendarstellung zugänglich ist.”

Betrachtet man die streitgegenständliche Äußerung verbunden mit dem unstreitigen, auch im Innenteil der Ausgabe wiedergegebenen Sachverhalt, ergibt sich eindeutig, dass die auf der Titelseite gestellte Frage nicht ergebnisoffen ist, sondern eindeutig nur mit “Nein” beantwortet werden kann.

Die Kammer kam zu dem Schluss, die Frage erscheine “als aus der Luft gegriffen und lediglich zum Zwecke der Produktion einer auflagenfördernden Schlagzeile formuliert”.

Die Berufung des Klambt-Verlags wurde vom Pfälzischen Oberlandesgericht zurückgewiesen.

Dieser ganze Fall ist einerseits ein gutes Zeichen. Er zeigt, dass sich die Redaktionen nicht vor juristischen Konsequenzen schützen können, indem sie ihre Märchenschlagzeilen mit einem unschuldigen Fragezeichen versehen. Er zeigt auch, dass es durchaus möglich ist, erfolgreich gegen die Regenbogenpresse vorzugehen, wenn man als Prominenter nur einigermaßen hartnäckig ist.

Einerseits.

Andererseits ist es ja doch hoffnunglos.

Man muss nur zwei Mal umblättern. Dann stößt man in der “Woche der Frau” — in derselben verdammten Ausgabe! — auf diesen Artikel:Pierce Brosnan - Hätte er Charlotte retten können?Charlotte, Brosnans Tochter, ist an Krebs gestorben.


Siehe auch: Pressemitteilung von Günther Jauchs Anwalt


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