Die biblischen Früchtchen der “Freizeit Revue”
1

Die biblischen Früchtchen der “Freizeit Revue”

In der Märchenwelt der Regenbogenpresse geht es in zehn von zehn Fällen um Banalitäten. Die “Freizeit Revue” hat nun allerdings eine Geschichte von biblischem Ausmaß ausgegraben. Brudermord im Schlagermilieu? Die jesushafte Wunderheilung einer Societydame? Nein, das Heft mit der Millionenauflage berichtete vergangene Woche von verbotenen Früchten im “Kinderparadies” Anmer Hall.

Auf dem Landsitz der britischen Königsfamilie, “gleich hinterm Tennisplatz”, steht nämlich ein “hochgiftiger Goldregen-Baum”. Und so konnte die “Freizeit Revue” gar nicht anders, als zu titeln:

Herzogin Kate - Dramatische Vergiftung! Große Sorgen um das Leben ihres kleinen George

Die Entdeckerlust des “Schnuckel-Rackers” und die Samen des Goldregen hätten den Thronfolger in Lebensgefahr gebracht, behauptet das Blatt. Gut möglich, dass der Zweijährige “die runden Kügelchen im Ernte-Eifer für Garten-Früchte gehalten” habe:

Jedenfalls waren fix die Patschehändchen ausgestreckt, die vermeintlich leckere Beute wanderte mit Lichtgeschwindigkeit in den Mund.

Auch die “Daily Mail” berichtete von dem giftigen Baum auf Anmer Hall, genau genommen hat die “Freizeit Revue” den Artikel der britischen Boulevardzeitung einfach übersetzt. Nur die Sache mit dem “Ernte-Eifer”, den “Patschehändchen” und der “Lichtgeschwindigkeit” hat sie dabei exklusiv dazugedichtet.

In dieser Woche macht sich die Redaktion dann schon wieder “große Sorgen”, diesmal um Mutter Kate:

Herzogin Kate - Depressionen! Große Sorgen um die junge Mutter

Der “Babyblues” nach der Geburt von Tochter Charlotte soll zu einer Depression ausgewachsen sein. Und dann sei da noch ihr “überängstliches Verhalten”:

Kate brachte Ehemann William sogar dazu, sich in einem offenen Brief über Fotografen zu beschweren, die angeblich den Kindern des royalen Paares “auflauern”.

Völlig unverständlich für die “Freizeit Revue”: Warum auflauern? Die kleinen Royals kann man doch auch ganz wunderbar vom Schreibtisch aus in Gefahr bringen.


Dieser Text ist vorgestern auch im “Tagesspiegel” erschienen. Alle zwei Wochen schreiben wir dort eine Kolumne über die Regenbogenpresse.


facebooktwitteremail

Links vom topf (19)
1

Links vom topf (19)

Der Gärtner der britischen Royals, ein Mann namens John, hat die jüngste Romanze der europäischen Königshäuser beobachtet und gleich einem deutschen Regenbogenblatt davon erzählt. Die sich anbahnende Liebe zwischen der kleinen Estelle und dem noch kleineren George ist eine der aktuellen “Herzblatt-Geschichten”, die Jörg Thomann für die “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung” aufgeschrieben hat:

In der Sandkiste saß, bewacht von Mama Kate, der kleine George, zwanzig Monate jung, und er war nicht alleine — denn “dieses Mal hockte ein kleines Mädchen neben ihm”. Womit die Geschichte auf ihren Höhepunkt zusteuert: “Als John näherkam, glaubte er seinen Augen nicht zu trauen.” Es war Estelle (3) von Schweden.

Herzblatt-Geschichten: Ein Streicheln war das nicht


In unserer Rubrik “Links vom topf” wollen wir Euch kurz und knapp interessante Links rund ums Thema “Regenbogenpresse” präsentieren.

Wenn Ihr also in den Weiten des Internets auf Interessantes zur Klatsch- und Regenbogenpresse stoßt, schickt uns gern den Link an linksvomtopf@topfvollgold.de.


facebooktwitteremail

Post an den Presserat (4)
5

Post an den Presserat (4)

Der Presserat hat heute sieben Rügen, 17 Missbilligungen und 42 Hinweise verteilt (Pressemitteilung vom 13. März 2015).

Unsere Beschwerden dürften erst bei der nächsten Sitzung bearbeitet werden. Und damit da genug zusammenkommen, haben wir heute wieder drei neue rüber geschickt …


Tragischer Selbstmord - Mick Jagger (70) - Warum konnte er seine Freundin nicht retten?

1)

“Das neue Blatt” schreibt in seinem Artikel über die vermeintlichen Hintergründe des Selbsmordes der Mode-Designerin L’Wren Scott, die mit Musiker Mick Jagger liiert war. Dabei rekonstruiert die Autorin den Suizid Scotts: Sie “erhängte sich mit einem Schal an einem Türknauf in ihrer Wohnung in New York”; und wirft mit Andeutungen zu möglichen Gründen um sich:

Zuletzt hatte sich die erfolgreiche Mode-Designerin immer mehr zurückgezogen, wurde wegen Depressionen und Selbstverletzung behandelt. Ihr Kinderwunsch blieb unerfüllt, ihre verschuldete Firma soll vor dem Aus gestanden haben.

Zudem stellt “Das neue Blatt” die Vermutung in den Raum, Mick Jagger könnte durch zu seltenen Kontakt eine Teilschuld am Selbstmord seiner Freundin haben.

2)

Mit der Veröffentlichung nutzt “Das neue Blatt” L’Wren Scotts Selbstmord für einen Sensationsartikel. Das Vorgehen der Redaktion ist alles andere als rücksichtsvoll, versucht sie doch, Mick Jagger mitverantwortlich für den Tod seiner Lebensgefährtin zu machen:

Und sie fühlte sich sicher auch vernachlässigt, da der Frauenheld [Jagger] sie wochenlang allein ließ

Die rhetorische Frage in der Überschrift (“Warum konnte er seine Freundin nicht retten?”) sowie das Artikelende (“Vielleicht auch von Jagger, der nun mit Schuldgefühlen leben muss.”) verstärken die Schuldzuweisung.

Zudem könnte die detaillierte Beschreibung des Selbstmordes Menschen, die überlegen, sich das Leben zu nehmen, als Anleitung dienen. Hier handelt “Das neue Blatt” verantwortungslos, nur um dem Artikel eine sensationelle Aufmachung verleihen zu können. Höhere Verkaufszahlen sind dem Blatt offenbar wichtiger als ein rücksichtsvoller und bewusster Umgang mit dem heiklen Thema.

3)

Unseres Erachtens verstößt der Artikel gegen Ziffer 8 des Pressekodex.

In Richtlinie 8.7 fordert der Presserat einen zurückhaltenden Umgang bei Veröffentlichungen zum Thema “Selbstmord”:

Die Berichterstattung über Selbsttötung gebietet Zurückhaltung. Dies gilt insbesondere für die Nennung von Namen, die Veröffentlichung von Fotos und die Schilderung näherer Begleitumstände.

Die gebotene Zurückhaltung fehlt in dem Artikel völlig. Im Gegenteil: “Das neue Blatt” geht ausgesprochen rücksichtslos vor, die “Schilderung näherer Begleitumstände” nimmt einen wichtigen Teil des Artikels ein. Damit versößt “Das neue Blatt” gegen den Pressekodex.

Richtlinie 8.6 gibt vor, wie über Erkrankungen berichtet werden soll — und wie nicht:

Körperliche und psychische Erkrankungen oder Schäden gehören zur Privatsphäre. In der Regel soll über sie nicht ohne Zustimmung des Betroffenen berichtet werden.

Auch diese Vorgabe missachtet “Das neue Blatt” durch die Thematisierung von L’Wren Scotts Depression und ihrer Selbstverletzung.


William und Kate - Leichtfertig setzen sie ihr Leben aufs Spiel!

1)

Kate und William haben für den 7. April 2014 einen Besuch in der neuseeländischen Hauptstadt Wellington geplant. Ihr Sohn George soll auch dabei sein. Um am schnellsten von Großbritannien nach Neuseeland zu kommen, muss die Familie den Flieger nehmen. Für die “Heim und Welt” Grund zur Sorge:

Nicht auszudenken, welche katastrophalen Folgen ein Absturz hätte! [...] Wie schnell es geschehen kann, dass ein Flugzeug sein Ziel nicht erreicht, kann sie [die Queen] täglich im Fernsehen und in der Zeitung verfolgen.

Die “Heim und Welt” spielt dabei auf den Flug MH370 an, also jenes Flugzeug, das vergangenes Jahr mit Passagieren und Besatzung spurlos verschwunden ist. Das Blatt befürchtet, dass Kate, William und George bei einem ähnlichen Flugzeugunglück ums Leben kommen könnten:

Leichtfertig setzen William und Kate ihr Leben wie auch das ihres Sohnes aufs Spiel. Vor allem gefährden sie mit ihrem Verhalten die Zukunft der Monarchie!

Ernstzunehmende Hinweise, dass die drei wirklich in Lebensgefahr schweben, nennt das Blatt allerdings nicht.

2)

Die “Heim und Welt” erfindet eine Sensationsschlagzeile, um der potentiellen Leserschaft eine vermeintlich aufregende Geschichte verkaufen zu können. Für die angebliche Bedrohung des Prinzenpaares samt Sohn nennt die Redaktion allerdings keinerlei konkreten Hinweis oder Beleg.

Das Heft schließt einzig aus den Umständen, dass der Flug MH370 womöglich verunglückt ist, und dass William, Kate und George mit einem Flugzeug reisen, auf eine besonders hohe Gefahr für die drei, bei einem Flugzeugunglück umzukommen. Weshalb die drei jedoch einer größeren Gefahr ausgesetzt sein sollen als alle anderen Flugzeugpassagiere, wird nicht erläutert.

3)

Unseres Erachtens verstößt die Veröffentlichung gegen die Ziffern 1 und 2 des Pressekodex.

Ziffer 1 verlangt eine “wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit”. Davon kann in diesem Fall nicht die Rede sein: Die “Heim und Welt” suggeriert eine Bedrohungslage für Kate, William, George und die britische Krone. Dafür liefert das Heft allerdings keinen Beweis. De facto besteht keine erhöhte Gefahr für die Familie des britischen Thronfolgers.

“Leichtfertig setzen sie ihr Leben aufs Spiel”, lautet die Überschrift des “Heim und Welt”-Artikels. Das klingt so, als würden Kate und William durch irgendein verantwortungloses und gefährdendes Verhalten ihr eigenes Leben und das ihres Sohnes riskieren. Beim Lesen des Artikels zeigt sich aber, dass diese aufsehenerregende Schlagzeile nichts weiter ist als heiße Luft. Die Überschrift entstellt somit den Sinn des Artikels, vermutlich aus Verkaufsgründen. Daher verstößt diese Veröffentlichung gegen Ziffer 2 des Pressekodex.


Helene Fischer - Lebens-Gefahr

1)

Über Helene Fischers Einsatz während ihrer Shows schreibt “Das neue Blatt”:

Sie will überraschen, das Publikum begeistern. Für ihre Fans gibt Helene Fischer alles! Dabei ist die Gefahr, sich zu verletzen oder dass Schlimmeres passiert, groß, wie ein schwerer Unfall zeigt.

Als Beispiel dafür, wie schnell ein Unglück geschehen kann, erzählt “Das neue Blatt” die Geschichte einer Artistin nach, die sich bei einer Showeinlage das Handgelenk angebrochen und Prellungen am Rücken zugezogen hat. Dabei turnte sie — genauso wie Helene Fischer bei ihren Bühnenauftritten — in einer Plexiglaskugel. Am Ende des Artikels fragt “Das neue Blatt”, ob Fischer nach diesem Vorfall “vernünftig wird”.

Auf dem Titel kündigt die Redaktion diese Geschichte plakativ mit “Helene Fischer — Lebens-Gefahr” an.

2)

“Das neue Blatt” verbindet einen Unfall einer Artistin mit den — bislang stets unfallfreien — Bühneneinlagen, die Helene Fischer auf ihrer Tournee zeigt, und bastelt daraus eine aufsehenerregende Schlagzeile. Die Redaktion erweckt den Anschein, dass Fischer in Lebensgefahr schwebe. Wirkliche Anhaltspunkte dafür nennt sie allerdings nicht.

Helene Fischer ist offenbar keiner tatsächlichen Gefahr ausgesetzt. Nur weil eine Artistin bei einem Auftritt einen Unfall hatte, heißt das nicht automatisch, dass alle, die einen Stunt auf einer Bühne hinlegen, kurz vor einem lebensgefährlichen Unfall stehen. “Das neue Blatt” wählt dennoch diese Überschrift, vermutlich, um mehr Käuferinnen und Käufer an den Kioskregalen zum Zugreifen zu bewegen.

3)

Unseres Erachtens verstößt die Veröffentlichung gegen die Ziffern 1 und 2 des Pressekodex.

Der Artikel arbeitet mit Schlussfolgerungen, die nicht nachvollziehbar sind. Außerdem fehlen Belege in dem Text, die bestätigen, dass Helene Fischer tatsächlich während ihrer Auftritte unter akuter Lebensgefahr rumturnt. “Das neue Blatt” täuscht seine Leserschaft mit einer sensationellen Geschichte, die gar keine ist — eine wahrhaftige Unterrichtung der Öffentluchkeit findet nicht statt. Deshalb verstößt dieser Artikel gegen Ziffer 1 des Pressekodex.

Die Überschriften im Heftinnern (“Helene Fischer (29) — Schwerer Unfall — wird sie jetzt vernünftig?”) und auf der Titelseite (“Helene Fischer — Lebens-Gefahr”) erwecken den Eindruck, dass die Musikerin in großer Gefahr schwebt. Der Text wird dieser Ankündigung allerdings nicht gerecht. Die Überschriften entstellen den Sinn des Artikels. Daher verstößt diese Veröffentlichung auch gegen Ziffer 2 des Pressekodex.


Wir wollen uns wieder häufiger über die Regenbogenpresse beschweren — nicht nur hier im topfvollgold, sondern so richtig offiziell.

In Deutschland ist dafür der Presserat die oberste Anlaufstelle. Deswegen schicken wir wieder regelmäßig Beschwerden über einzelne Regenbogenartikel dorthin.


facebooktwitteremail

Bitter Sweet Kakophonie
1

Bitter Sweet Kakophonie

Quizfrage: Wie könnte man auf einer Titelseite die Schlagzeile “Herzogin Kate — Bittere Tränen um Klein-George” am besten bebildern?

Die Kreativen von “Die Zwei” haben sich für diese kluge Lösung entschieden:

Herzogin Kate - Bittere Tränen um Klein-George

Das kommt raus, wenn das Foto-Archiv nicht das nötige Material für die Fantasiegebilde der Redaktion hergibt. Denn “Klein-George” ist — entgegen der Andeutungen von “Die Zwei” — natürlich nichts zugestoßen. Und “Bittere Tränen” um den britischen Thronfolger gibt’s auch nicht. Also auch keine entsprechenden Fotos.

Dennoch denkt sich das Blatt aus, Kate habe “Große Sorgen um Söhnchen George”. Das harte Zupacken des Kindermädchens soll schuld sein:

Fest im Griff: Maria Teresa Turrion Borrallo hilft George bei seinen ersten Schritten. Geht dabei allerdings recht energisch vor …

Und …

Später nimmt sie ihn hoch. Versucht, zärtlich zu sein — doch schaut dabei grimmig. Wie grob sie an dem kleinen Kerl herumzerrt — Bilder, die seiner Mama in der Seele weh tun müssen …

Um all diese scharfsinnigen Beobachtungen ein wenig zu unterfüttern, haben die Mitarbeiter von “Die Zwei” noch einen sechs Monate alten Artikel der britischen “Daily Mail” über Borrallo durch den Google-Translator gejagt und daraus feinsäuberlich abgeschrieben. So kamen sie auch an diese Aussage:

Antonio Robledo, Friseur der Familie [des Kindermädchens], erklärt: “Sie hat noch nie eine Beziehung mit einem Mann gehabt.”

Eine entscheidende Stelle im Zitat des Friseurs lässt “Die Zwei” dann aber lieber unter den Tisch fallen. Denn er sagt auch: “‘Vor allem ist sie ein guter Mensch.’”


facebooktwitteremail

Scharfe Logik
4

Scharfe Logik

Oft braucht es nur eine kleine Serie von Fotos und die ausgeprägte Fantasie einer Regenbogenredaktion — schon hat man eine Titelgeschichte. Diese hier ist so ein Fall:

Herzogin Catherine - Skandalöse Fotos! Schockierende Wahrheit! Plötzlich ist das Familien-Glück in Gefahr!

Der Teil dieser Doppelgeschichte zur niederländischen Königin Máxima soll für den Moment egal sein. Denn ihr “Neuer Ärger” hat nichts mit Kates “Skandalöse[n] Fotos” zu tun. Und um die soll es hier gehen.

Kate, William und ihr Sohn George waren neulich zu Besuch bei einem Polo-Turnier. Und während George fröhlich über den Rasen krabbelte, schoss jemand dieses, nun ja, Beweisstück:

Schreck-Sekunde! Baby George und die Beine des Pferdes – beides ist auf dem Foto gleich scharf zu sehen. Der Beweis dafür, wie unfassbar dicht sie beieinander stehen

Logo, alte Fotografen-Weisheit: Alles, was auf Fotos “gleich scharf” zu sehen ist, ist immer auch “unfassbar dicht [...] beieinander”.

Hört mal, alte Dunkelkammer-Experten der “Schöne Woche”, wenn wir Eurer Logik folgen, habt Ihr aber mindestens drei Knaller-Geschichten dieses Polo-Events völlig verschlafen! Unserer Meinung nach ist es jeweils eine Sensation, dass eines der Pferde Kate die gesamte rechte Schulter abgebissen hat, dass George erst voll eins mit einem Polo-Schläger vor den Schädel gebraten bekommen hat und dann noch von einem Mann platt getrampelt worden ist.


facebooktwitteremail

Meerjungfrauen robben schlechter

Meerjungfrauen robben schlechter

Eigentlich ist doch alles ganz prima und prächtig beim “bekanntesten Baby der Welt”, dem niedlichen Prinz George:

Der Augenaufschlag, die Pausbacken, die kleinen Fingerchen — er ist schon ausgesprochen süß, der kleine Thronfolger.

Eigentlich! Denn die “Freizeit live” vermeldet exklusiv:

Kate & William - Schock-Nachricht - Verzweifelte Eltern: Ihr kleiner George ist zurückgeblieben

Die Schnüffelhundestaffel aus dem SCG Verlag lässt sich von ein paar medienwirksamen Auftritten nicht blenden. Sie verfällt nicht dem schönen Schein, den die kecke Kate und der winkende William mit dem gemeinsamen Baby vorzutäuschen versuchen!

Aber ist auch wirklich alles in Ordnung mit dem bekanntesten Baby der Welt? Ist er wirklich gesund? Sicher, er hat immer ganz frische, rosige Wangen, wenn ein Fotograf ihn vor die Kamera bekommt. Aber der sieben Monate alte George liegt dabei auch immer sicher und ganz fest eingewickelt im Arm seiner Mutter. Echte Bewegungen hat noch keiner außer seiner Familie bei ihm sehen dürfen.

Was George eigentlich schon alles können müsste, hat das Pädiatrie-Ressort der “Freizeit live” zusammengetragen:

Dabei sind Babys in diesem Alter richtige Entdecker! Sie wollen alles anfassen, in den Mund stecken, anschauen. Und um an die Objekte der Begierde heranzukommen, erfinden sie die seltsamsten Fortbewegungsmethoden wie das Zappeln und Robben. Ein sieben Monate altes Kind hat im Normalfall schon eine so ausgeprägte Muskulatur, dass es kurz und ohne fremde Hilfe sitzen und sich im sogenannten Vierfüßlerstand auf Füße und Hände stellen kann. Mit ein bisschen Hilfe kann es sogar stehen, hopsen und bereits selbstständig aus einem Becher trinken.

Und jetzt raten Sie mal, wobei man George noch nicht beobachten konnte …

Den kleinen Prinzen aber sieht man nicht robben, hopsen oder trinken. Auch glucksen hört man ihn nicht. Jetzt befürchten die Briten, ihr kleiner Hoffnungsträger könnte zurückgeblieben sein!

Sagt mal, Kindergärtner der “Freizeit live”, meint Ihr nicht, dass George auch Legastheniker ist? Wir haben jedenfalls noch kein fehlerfreies Gedicht von ihm gefunden. Rechenaufgaben hat er öffentlich auch noch keine gelöst. Ein klarer Fall von Dyskalkulie. Und hat er überhaupt Beine? Haben wir zumindest noch nicht gesehen.

George, die zurückgebliebene Legastheniker-Meerjungfrau.


facebooktwitteremail

Schlagzeilenbasteln (3)

Schlagzeilenbasteln (3)

Haben Sie das Zeug zum Regenbogenredakteur? Finden Sie es heraus! Wir nennen Ihnen eine Nachricht, und Sie denken sich eine Schlagzeile dazu aus. Mit einem Klick auf den Link erfahren Sie, wie es die Profis gemacht haben.

Alles klar? Dann los!


Jürgen Klopp ist beim Fußball mal wieder aus der Haut gefahren.

Bedrohliche Ausraster - Jürgen Klopp - Muss seine Frau sich vor ihm fürchten?


Die Publizistin Helga Hirsch arbeitet seit Kurzem als Beraterin im Bundespräsidialamt. Sie war vor 15 Jahren auch mal mit Bundespräsident Gauck zusammen.

Ob Daniela darüber glücklich ist? - Joachim Gauck - Er holt seine Ex zu sich

Und was ist nun mit seiner Daniela? - Joachim Gauck - Neuanfang mit der Ex - Sie gibt im Schloss den Ton an

Daniela muss mit seiner Vergangenheit leben - Joachim Gauck - Neue Geliebte aufgetaucht


Das Geissens haben bei Instagram dieses Foto ihrer Töchter Davina Shakira und Shania Tyra gepostet:Screenshot: http://instagram.com/p/deWEyprwCJ/#

Die Geissens - Lolita-Alarm! - Leichtsinnig, was sie ihren Töchtern antunDenn “Tatsache ist nun mal: In den anonymen Welten des Internets tummeln sich jede Menge Kriminelle und Pädophile auf der Suche nach Lolita-Fotos und Kontakten jeglicher Art. […] Machen sich die Geissens darüber keine Gedanken?”


Gertrud Steinbrück hat ihrem Mann irgendwann mal vorgeschlagen, den gemeinsamen Nachnamen Steinbrück abzulegen und stattdessen ihren Mädchennamen Isbary anzunehmen. Peers Antwort: “Wenn du das von mir verlangst, lasse ich mich scheiden.”

Sie sprachen schon von Scheidung


In einer Online-Umfrage ist Florian Silbereisen zum nervigsten Moderator Deutschlands gewählt worden.

Florian Silbereisen - Nur Helene kann ihn jetzt noch trösten


Zwei Monate nach der Geburt ihres Sohnes ist Herzogin Kate wieder rank und schlank.

Herzogin Kate - Dramatische Radikal-Diät - Ihr falscher Ehrgeiz gefährdet Klein-George!Denn: “Experten warnen ausdrücklich vor Diäten während des Stillens: Eine Mangelernährung schwächt die Güte der Muttermilch und schadet so dem Kind! Der Gedanke, Kate könnte weniger essen, um schneller schlank zu werden, ist furchtbar! Was wird aus dem kleinen George? Steht seine Gesundheit auf dem Spiel?”


Angeblich ist Stefan Mross “Geheimfavorit für eine mögliche Nachfolge von Markus Lanz” bei “Wetten, dass…?”

Schock-Nachricht - Stefan Mross - Was soll nur aus seinem Baby werden?Denn als Moderator von “Wetten dass…?” hätte er wohl kaum noch Zeit für seine Familie.


Als Günther Jauch in einer Fernsehshow gefragt wurde, wen er früher “scharf” fand, antwortete er: “Ich fand Karin Dor toll. Ja, das war mein erster Kinofilm [...]. Und da war eine unvorstellbar schöne Frau … und das war Karin Dor!”

Günther Jauch - Wo fängt Untreue an? Es geht um diese schöne Frau


Von Boris und Lilly Becker sind diese beiden Fotos aufgetaucht:Ausriss: "Die neue Frau", Nr. 36/2013

Boris & Lilly - Sagt sie ihm hier, dass sie schwanger ist?


Birgit Schrowange sagt in einem Interview, insgesamt finde sie die Generation Männer zwischen 40 und 50 nicht souverän genug: “Die haben Angst vor erfolgreichen Frauen und suchen nach wie vor das Modell ‘jüngere Ehefrau, die ihnen den Rücken freihält”.

Markus Lanz - Pikante Enthüllung - Jetzt packt seine Ex-Geliebte ausDenn Birgit Schrowange war mal mit Markus Lanz zusammen. Und der ist ein Mann zwischen 40 und 50.



Apropos — Markus Lanz, der bekanntlich auch mal gerne an extreme Orte reist (Grönland, Alaska, Malle), wurde vor zwei Jahren in einem Interview gefragt, ob er “auch schon Halluzinationen im Eis” gehabt habe. Lanz antwortete: “Ja. Vor allem am Südpol.”

Markus Lanz - Überraschende Beichte - Er spricht über seine Wahnvorstellungen


Lilly Becker hat das hier bei Twitter gepostet:Beautiful .... I want her ... [Foto eines Mädchens]

Boris Becker (45) - Lilly wünscht sich ein Mädchen


George III. (1738-1820), König von Großbritannien, litt unter einer Stoffwechselstörung. Und bei Alice von Battenberg (1885-1969), der Schwiegermuter von Königin Elisabeth, wurde 1930 Schizophrenie diagnostiziert.

Prinzessin Kate - Angst um Baby George - Schock-Nachricht: Eine schlimme Erbkrankheit bedroht den kleinen Thronfolger


Boris Becker hat schon lange nichts mehr über seine Tochter getwittert.

Neuer Schock - Boris Becker & Lilly - Darf er sein Kind nicht mehr sehen?


facebooktwitteremail

Schlagzeilenbasteln: Kate-Spezial

Schlagzeilenbasteln: Kate-Spezial

Lange nichts mehr von Kate gehört!

Vor fünf Wochen hat die Herzogin einen Sohn knuffigen Wonneproppen zur Welt gebracht. Offenbar hatten danach selbst die Regenbogenautoren erst mal die Nase voll vom Royal Baby, plötzlich wurde es nämlich ruhig um die britische Königsfamilie. Mittlerweile geht es aber so langsam wieder los, die ersten Skandale stehen schon in den Startlöchern.

Darum widmen wir Kate heute mal eine Spezial-Ausgabe unserer Schlagzeilenbastelstunde.

Wir geben Ihnen ein paar Eckdaten, und Sie denken sich eine schöne Schlagzeile dazu aus. Bereit? Dann los.


Wenn Sie in den nächsten Tagen mal am Zeitschriftenregal vorbeikommen, werden Sie mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit eines dieser beiden Fotos entdecken:Offizielles Familienfoto von Kate und William Aufgenommen hat sie der Vater von Kate.

Mehr müssen Sie auch gar nicht wissen, um die erste Schlagzeile zu basteln.

Familienkrise! - Prinz William - Zwei süße Fotos sorgen für StreitDie Argumentation geht so: Die ersten Baby-Fotos von Prinz Charles und William wurden einst “von einem professionellen Fotografen gemacht. Im Buckingham Palast. Wie es sich eben für einen künftigen König gehört.” Die Fotos von Kate und William hat, wie gesagt, Kates Vater gemacht. Im Garten der Privatvilla der Middletons. “Kate und William brechen also mit der Tradition!” Zack, Familienkrise!

Oder anders gesagt:Die süßen Bilder sorgen für Streit - Prinz William - Er bricht mit allen Traditionen - Wie lange geht das noch gut?


Nun, mehr Drama kann man aus dieser Foto-Nummer wohl nicht rausholen. Werden wir also mal ein bisschen grundsätzlicher. Ist es nicht so, dass einige Frauen nach einer Geburt in ein Stimmungstief fallen? Na, dann liegt die nächste Schlagzeile ja auf der Hand:

Herzogin Kate - Depressiv - Erste Risse in ihrer heilen Welt?


Und was ist eigentlich mit William? Der frischgebackene Vater hat in einem Interview mit CNN Folgendes gesagt:

Interviewer: And how are you about going back to work?

William: Well, as a few fathers might know, I’m actually quite looking forward to going back to work (laughs).

Interviewer: Get some sleep.

William: Get some sleep. Exactly, yeah. So I’m just hoping the first few shifts I go back I don’t have any night jobs …

Mit ein bisschen Fantasie lässt sich auch daraus etwas Knalliges basteln. Das “neue Blatt” macht es vor:

Was verschweigt der Hof? - Kate - Das heimliche Baby-Drama

Die Argumentation: “‘Ich freue mich, zur Arbeit zurückkehren zu können’, sagte William im TV. Wer schon mal in ähnlicher Lage war, ahnt das Drama, das sich dahinter verbirgt: Der Mann flüchtet aus der misslichen Lage – und die Frau bleibt allein darin gefangen.”


Und daraus lässt sich doch gleich die nächste Schlagzeile basteln:

Herzogin Catherine - Psycho-Drama - Die junge Mutter zerbricht an ihrer Einsamkeit


Jetzt aber zur Queen. Die soll nämlich “kurzfristig einen anberaumten Tee-Nachmittag [mit Kate, William und dem Baby] abgesagt haben – wegen einer Bridge-Runde.” Schlagzeile?

Herzogin Kate: Queen verstößt ihren Urenkel! - 1. Baby-Drama


Schauen wir uns jetzt mal das ganze Drumherum an. Da lässt sich doch bestimmt auch noch was Schockierendes finden. Ah, ja: Hatten die verrückten Briten nicht sogar Geld darauf gewettet, wie das royale Baby heißen würde? Stimmt. Und ist es nicht so, dass plötzlich die ganze Welt mit Royal-Baby-Souvenirs überflutet wird? Stimmt auch. Na dann …

Prinz William & Catherine - Es geht um viel Geld - Der Kampf ums Baby hat schon begonnen


So, was hatten wir noch nicht? Genau: den Wohnort. Kate und William haben bis vor Kurzem in Wales gewohnt, weil William dort als Hubschrauberpilot stationiert war. Mit etwas Geschick können Sie schnell herausfinden, dass es in Wales in diesem Jahr eine Masern-Epidemie gegeben hat. Sie grassierte zwar 200 Kilometer vom Wohnort der Royals entfernt und wurde im Juli offiziell für beendet erklärt, aber was soll’s?

Herzogin Kate - Masern-Alarm! - Große Sorge um ihren kleinen George


facebooktwitteremail

Aus dem Kaugummiautomaten

Aus dem Kaugummiautomaten

Die “Frau mit Herz” ist ein ganz besonderes Exemplar unter den Regenbogenheften. Während sich die “Neue Post” beispielsweise auf den Adel eingeschossen hat und “die aktuelle” von vorne bis hinten sowieso nur Lügen irre Geschichten druckt, ist die “Frau mit Herz” das perfekte Blatt für Liebhaber des literarischen Kaugummi-Journalismus.

Es muss in der Redaktion der “Frau mit Herz” ein, zwei Mitarbeiter geben, die in der Schule von ihren Deutsch-Lehrern immer wieder für ihre freien Erzählungen und Fabeln gelobt wurden und die später VHS-Kurse für kreatives Schreiben und fantasievolle Sprache belegt haben. Heute erfinden sie Reportagen über die Queen und die ehemalige Königin der Niederlande.

Bewaffnet mit einem Stilwörterbuch und einem Sammelband für Synonyme schreiben genau diese Leute solche Artikel:Kate und William sind so stolz auf ihren Sohn - "Endlich bist du da, geliebter Schatz!"Das Zitat ist frei erfunden. Doch welche Eltern begrüßen ihr Kind nicht mit diesen Worten in der Welt?

Im Innenteil erzählt der Autor dann eine Geschichte, die sich zwar an tatsächliche Ereignisse hält, die in ihrer Zuckerwattigkeit aber nicht zu überbieten ist. Eine Flut an Adverbien und Adjektiven, eines klebriger als das andere. Verben und Nomen, die man seit 50 Jahren nirgendwo mehr gelesen hat.

Allein der Einstieg in den Text ist schon so liebevoll und süß und schatzig:Hipp, hipp, hurra, der kleine Prinz ist da! Voller rührender Vorsicht herzen Kate (31) und William immer wieder ihr süßes Baby. Die Herzogin von Cambridge und ihr Gemahl sind voller Liebe für ihren knuffigen Wonneproppen, können die Augen kaum von ihm lassen.Und genauso knuffig wonneproppig geht es dann weiter:

“Zum Glück hat er Kates Aussehen”, scherzt William an seine Gattin gewandt. “Nein, nein da bin ich mir nicht sicher”, erwidert Kate charmant.

[B]eide sind sich einig — das Baby ist “hinreißend”! Als wolle er dies unterstreichen, hebt der kleine Floh seine Händchen.

Und weil der Mini-Prinz etwas auf sich warten ließ, verrät der stolze Papa schmunzelnd [...]

Doch das hat noch Zeit. Erstmal möchte Kate ihr Baby liebkosen.

Beglückt haucht sie: “Es ist sehr emotional, das ist so eine besondere Zeit!”

Es ist eine ganz eigene Kaugummi-Welt, in der die “Frau mit Herz” sich bewegt. Eine Welt, in der gescherzt und geschmunzelt wird, liebkost und gehaucht. Wonneproppen heben da ihre Händchen und knuffen so vor sich hin.


facebooktwitteremail