Günther Jauch hat nichts gestanden
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Günther Jauch hat nichts gestanden

Hinter den Mitarbeitern, die bei “Das Neue” fürs Gestalten der Titelseite verantwortlich sind, muss eine gähnend langweilige Arbeitswoche liegen. Ihren Job haben nämlich fast zur Hälfte Günther Jauch und dessen Anwaltskanzlei übernommen:

Cover von "Das Neue" mit dieser Gegendarstellung: "Gegendarstellung – Auf der Titelseite von "das neue" vom 11. April 2015 heißt es über mich: "Günther Jauch Schock-Geständnis steckt seine Ehe in der Krise?" Hierzu stelle ich fest: Ich habe im Zusammenhang mit meiner Ehe nichts gestanden. Potsdam, den 15. April 2015 Günther Jauch Her Jauch hat recht. Der Verlag."
(Klicken für größere Version.)

Das Oberlandesgericht Karlsruhe hatte vor gut zwei Wochen entschieden, dass Günther Jauch “Anspruch auf die Veröffentlichung einer Gegendarstellung auf der Titelseite einer Wochenzeitschrift” habe. Diesem Urteil ist “Das Neue” nun nachgekommen.

Einen ganz besonderen Service, der sich vermutlich stark an der vergleichsweise alten Zielgruppe von “Das Neue” orientiert, bieten übrigens die Redakteure, die fürs Inhaltsverzeichnis zuständig sind. Für all jene Leser, die Jauchs Gegendarstellung auf dem Cover trotz Riesengröße und pinkem Hintergrund übersehen haben sollten, weisen sie noch einmal gesondert darauf hin:

Diese Woche in "Das Neue": Gegendarstellung Günther Jauch auf Seite 1


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Links vom topf (32)
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Links vom topf (32)

Günther Jauch hat vom Oberlandesgericht Karlsruhe eine Gegendarstellung auf der Titelseite einer Wochenzeitschrift zugesprochen bekommen, berichtet “Datev”:

Die beklagte Wochenzeitschrift veröffentlichte am 11.04.2015 auf dem Titelblatt neben einem Bild des Moderators und seiner Ehefrau die Schlagzeile “Günther Jauch Schock-Geständnis — Steckt seine Ehe in der Krise?”. Nach Auffassung des Senats enthält diese Schlagzeile die Tatsachenbehauptung Günther Jauch habe im Hinblick auf seine Ehe etwas gestanden. Dementsprechend habe der klagende Fernsehmoderator Anspruch auf die verlangte Gegendarstellung “Ich habe im Zusammenhang mit meiner Ehe nichts gestanden”.

Günther Jauch obsiegt erneut mit Gegendarstellungsanspruch auf Titelseite


In unserer Rubrik “Links vom topf” wollen wir Euch kurz und knapp interessante Links rund ums Thema “Regenbogenpresse” präsentieren.

Wenn Ihr also in den Weiten des Internets auf Interessantes zur Klatsch- und Regenbogenpresse stoßt, schickt uns gern den Link an linksvomtopf@topfvollgold.de.


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Der Nachbar hat nichts gesagt
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Der Nachbar hat nichts gesagt

Mit einem dicken, violetten Kasten muss das Redaktionsteam der “Viel Spaß” momentan zugeben, es nicht so ganz genau genommen zu haben mit der Wahrheit:

Richtigstellung - Auf der Titelseite von "Viel Spaß" Nr. 18 vom 27. April 2011 schreiben wir über Herrn Günther Jauch: "Günther Jauch Liebes-Krise? Unfassbar, was ein Nachbar jetzt verrät" - Hierzu stellen wir richtig: Der Nachbar hat sich im Zusammenhang mit Herrn Günther Jauch zum Thema "Liebes-Krise" nicht geäußert. Die Redaktion

(Draufklicken für eine größere Version)

… was natürlich nicht bedeutet, dass sie mit dem Mist über Günther Jauch einfach mal aufhören:

Titelseite der "Viel Spaß" Nummer 10/2015 mit der Richtigstellung über Günther Jauch und einer neuen Titelstory über Jauch

Die neue “Sensationelle Enthüllung” der “Viel Spaß” ist übrigens — gemessen am Informationsgehalt — eine Zusammenfassung von Jauchs Wikipedia-Eintrag.


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Post an den Presserat
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Post an den Presserat

Wir wollen uns wieder häufiger über die Regenbogenpresse beschweren — also nicht nur hier im topfvollgold, sondern so richtig offiziell.

In Deutschland ist dafür der Presserat die oberste Anlaufstelle. Deswegen schicken wir ab sofort wieder regelmäßig Beschwerden über einzelne Regenbogenartikel dorthin. Das hat vor etwas mehr als anderthalb Jahren schon einmal ganz gut geklappt.

Unsere Beschwerden, die Reaktionen der Verlage und die Entscheidungen des Presserats dokumentieren wir in unserer neuen Rubrik “Post an den Presserat”. Die ersten drei Beschwerden unseres neuen Anlaufs sind heute rausgegangen:

Der Screenshot zeigt die Sendebestätigung eine E-Mail an den Presserat.

(Draufklicken für eine größere Version)

Und hier könnt Ihr nachlesen, was uns an den Artikeln nicht gepasst hat …


Stefan Mross - Plötzlicher Kindstod! Der Moderator und seine Frau finden keinen Schlaf mehr

1)

Im Artikel schreibt die “Freizeit im Blick” über die allgemeine, theoretische Gefahr eines plötzlichen Säuglingstodes und illustriert diese am Beispiel von Stefan Mross’ wenige Monate alter Tochter:

Seine zweite Tochter Paula-Elise ist 52 Zentimeter groß und 3800 Gramm schwer – und sieht so zerbrechlich aus. Und in gewisser Weise ist sie das auch! Denn vor allem in den ersten Wochen ist so ein kleines Wesen in großer Gefahr. [...] Denn nach wie vor zählt der Plötzliche Säuglingstod zu den häufigsten Todesarten bei Kindern unter zwei Jahren.

Auf der Titelseite kündigt die Redaktion diesen Artikel mit “Stefan Mross — Plötzlicher Kindstod! Der Moderator und seine Frau finden keinen Schlaf mehr” an.

2)

Stefan Mross und seine Tochter haben — abgesehen von der theoretischen Möglichkeit eines plötzlichen Säuglingstodes — rein gar nichts mit dem Thema zu tun. Der Musiker hat sich nicht öffentlich zu diesem Thema geäußert, seine Tochter scheint nicht begründet stärker gefährdet zu sein als andere Säuglinge. Im Gegenteil — die “Freizeit im Blick” schreibt selbst:

Er [Stefan Mross] tut alles, um alle Gefahren und Risiken einzudämmen. Das bedeutet ‘Rückenlage’ zum Schlafen, ‘Rauchfrei’ und ‘Richtig gebettet’. [...] Stefan Mross tut alles, um seine Tochter zu schützen.

Es dürfte Mross’ kleiner Tochter also prächtig gehen. Dennoch erweckt die Redaktion durch Schlag- und Unterzeile auf der Titelseite unserer Meinung nach den Eindruck, als sei Stefan Mross’ Tochter gestorben. Es wirkt, als wolle sie mit der aufsehenerregende Überschrift lediglich mögliche Käufer locken.

Dazu scheint es so, als habe sich die “Freizeit im Blick” die Details zur Art und Weise, wie Mross’ Tochter gebettet ist, schlicht ausgedacht — jedenfalls liefert die Redaktion keine Zitate oder Beweise, die ihre Aussagen bestätigen.

3)

Unseres Erachtens verstößt der Artikel der “Freizeit im Blick” gegen die Ziffern 1, 2 und 8 des Pressekodex.

Die anscheinend erfundenen Details zu den Schlafumständen von Stefan Mross’ Tochter sowie die Überschrift sind keine “wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit”. Diese zählt laut Ziffer 1 des Pressekodex allerdings zu den “oberste[n] Gebote[n] der Presse.” Die Überschrift zielt stattdessen nur darauf ab, die potenzielle Leserschaft zum Kauf zu bewegen, und nimmt eine falsche Information dabei billigend in Kauf.

Außerdem verfälscht die Titelzeile die tatsächlich vorliegenden Informationen. Dabei fordert die Sorgfaltspflicht in Ziffer 2 des Kodex, dass diese Informationen “durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden”.

Dazu missachtet die “Freizeit im Blick” durch den in der Schlagzeile auf dem Cover angedeuteten Kindstod “das Privatleben des Menschen und seine informationelle Selbstbestimmung.” Diese zu achten schreibt hingegen Ziffer 8 des Kodex vor. In diesem Fall sind sowohl Stefan Mross als auch seine Tochter und seine Frau betroffen.


Fürstin Charlène - Unfruchtbar! Sie zerbricht daran, keine Kinder bekommen zu können

1)

Auf ihrer Titelseite schreibt die “Freizeit Spezial”, die monegassische Fürstin Charlène sei “Unfruchtbar!” und: “Sie zerbricht daran, keine Kinder bekommen zu können”. Im dazugehörigen Artikel geht es hingegen nur um angebliche Gerüchte aus dem Palast-Umfeld, “dass die Fürstin sich mit dem Gedanken trägt, ihren Kinderwunsch endgültig zu begraben.” Eine Freundin Charlènes soll dem Blatt gesagt haben:

“Sie glaubt, dass diese Erwartungshaltung eine negative Auswirkung auf ihre Fruchtbarkeit hat. Der Druck blockiert ihren Körper, davon ist sie überzeugt. Sie hält es für eine Art Trotz-Reaktion ihres Körpers.”

Allein darauf basiert die “Unfruchtbar!”-Schlagzeile.

2)

Die Tatsachenbehauptung (“Unfruchtbar! Sie zerbricht daran, keine Kinder bekommen zu können”) spiegelt nicht den Inhalt des Artikels wider, in dem lediglich Mutmaßungen geäußert werden. Das Heft schreibt sogar selbst, dass Charlène durchaus noch damit rechne, Kinder zu bekommen:

Wie sehr sich auch Charlène ein Baby wünscht, wurde erst im Interview mit dem schwedischen Magazin “Svensk Damtidning” deutlich. “Ich glaube nicht, dass es noch lange dauern wird, bis wir ein Kind bekommen”, sagte die 36-Jährige damals.

Im Nachhinein stellten sich Schlag- und Unterzeile als unwahr heraus, schließlich verkündete der monegassische Hof am 30. Mai 2014 die Schwangerschaft Charlènes, am 10. Dezember 2014 brachte sie Zwillinge zur Welt. Vermutlich haben die Mitarbeiter der “Freizeit Spezial” die aggressive Titelaufmachung bewusst zur Käuferwerbung eingesetzt.

3)

Unseres Erachtens verstößt der Artikel der “Freizeit Spezial” gegen die Ziffern 1, 2, 8 und 9 des Pressekodex.

Schlag- und Unterzeile können weder als “wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit” noch als “Wahrung der Menschenwürde” gelten. Damit verstoßen sie gegen Ziffer 1 des Kodex: Die Aussagen, Charlène sei unfruchtbar und zerbreche daran, entsprechen erstens nicht der Wahrheit und greifen zweitens — völlig unabhängig vom Wahrheitsgehalt — auf heftige Weise die Intimsphäre der Fürstin an.

Ziffer 2 des Kodex sagt, dass Informationen “durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden” dürfen. Doch genau das macht die “Freizeit Spezial” durch ihre Wahl von Überschrift und Unterzeile auf dem Cover.

In Ziffer 8 ruft der Kodex die Presse dazu auf, “das Privatleben des Menschen und seine informationelle Selbstbestimmung” zu achten. Dem kommt die “Freizeit Spezial” nicht nach. Eine Unfruchtbarkeit fällt wohl in den Bereich der “Erkrankungen”, die Richtlinie 8.6 thematisiert. Da höchstwahrscheinlich keine Zustimmung Charlènes vorlag, dass die “Freizeit Spezial” fälschlicherweise über ihre Unfruchtbarkeit berichten darf, verstößt die Überschrift der Redaktion gegen diese Richtlinie.

Da das Thema Fruchtbarkeit Teil der Intimsphäre ist, eignet sich die sensationslüsterne und inhaltlich falsche Überschrift der “Freizeit Spezial” für eine Verletzung der Ehre der Fürstin. Laut Ziffer 9 des Kodex widerspricht es “journalistischer Ethik, mit unangemessenen Darstellungen in Wort und Bild Menschen in ihrer Ehre zu verletzen.” Damit verstößt die Redaktion auch gegen diese Kodex-Ziffer.


Günther Jauch - Entführungs-Drama - Alle Hintergründe der unglaublichen Geschichte

1)

Der “Woche heute”-Artikel greift einen satirischen (und fiktiven!) Roman auf, in dem der Protagonist den Moderator Günther Jauch entführen will.

Da reift in Paul ein furchtbarer Plan: Er wird Günther Jauch entführen, um so über das Lösegeld an die entgangene Million zu kommen! Mit seinem Mitbewohner Herrn Müller und dessen Freundin Katja setzt er diesen Plan tatsächlich um. Günther Jauch wird betäubt und entführt!

… erzählt die “Woche heute” die Roman-Handlung nach.

2)

Die Redaktion erweckt auf der Titelseite den Eindruck, als gebe es ein echtes “Entführungs-Drama” um Günther Jauch. Gut möglich, dass sie mit der knallig-skandalösen Schlagzeile einzig den Verkauf des Heftes ankurbeln will. Ein klarer Hinweis, dass es sich bei der Entführung Jauchs um eine ausgedachte Geschichte handelt, fehlt auf dem Cover komplett. Die “Woche heute” spricht zwar von einer “unglaublichen Geschichte”; dass damit aber “unglaublich” im Sinne von “erfunden” gemeint ist, kann der Leser nicht erkennen. Das erfährt er erst im Innenteil — im vierten Absatz des Artikels.

3)

Unseres Erachtens verstößt der Artikel der “Woche heute” gegen die Ziffern 1, 2 und 8 des Pressekodex.

Die Überschrift auf der Titelseite und zahlreiche Absätze im Artikel entsprechen nicht einer “wahrhaftige[n] Unterrichtung der Öffentlichkeit”, wie es der Kodex in Ziffer 1 fordert. Stattdessen wird die Leserschaft getäuscht, damit sie am Kioskregal zugreift.

Laut Ziffer 2 darf der Sinn von Informationen “durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden.” Durch das suggerierte “Entführungs-Drama” in der Cover-Schlagzeile passiert aber genau das.

Die auf der Titelseite thematisierte, aber nie stattgefundene Entführung greift die “informationelle Selbstbestimmung” Günther Jauchs an. Diese soll die Presse laut Ziffer 8 allerdings achten und nicht torpedieren.

4)

Christian Ritter, der Autor der fiktiven Jauch-Entführung, hat sich mit einem offenen Brief an die “Woche heute” zu Wort gemeldet und gefragt:

Wie viele Gedanken haben Sie sich denn genau darüber gemacht, dass jemand Ihre Titelzeile falsch verstehen könnte?

Außerdem musste die “Woche heute” eine Gegendarstellung von Günther Jauch abdrucken, in der er klarstellt: “Es gibt im Zusammenhang mit meiner Person tatsächlich keinen Entführungsfall.” Da die Redaktion diese erste Gegendarstellung nicht so groß aufs Cover gesetzt hat, wie vom Gericht festgelegt, musste sie sie einige Monate später ein zweites Mal drucken.


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topf is loading …
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topf is loading …

topf is loading ...

Der Winterschlaf hier im Blog ist bald vorbei. Und fürs neue Jahr planen wir ein paar Veränderungen. Dafür sammeln wir gerade unsere Kräfte — daher ist der topfvollgold momentan noch im Ladezustand.

Für die Wartezeit haben wir Euch eine Ladung Schlagzeilenbasteln zusammengestellt. Die Spielregeln sind wie immer: Wir nennen Euch eine kurze Nachricht, und Ihr bastelt daraus eine schöne Regenbogenschlagzeile. Wie die Profis es gemacht haben, erfahrt Ihr mit einem Klick auf “Schlagzeile?”. Und los geht’s!


In England hat eine Gruppe von Frauen für einen Halbnackt-Kalender posiert, um Spenden für die “East Anglian Air Ambulance” zu sammeln, für die Prinz William als Hubschrauberpilot fliegt.

Schwangere Herzogin Kate - Strippen für den guten Zweck - Wie soll William ihr das nur erklären?

(“Woche der Frau”)


Thea Jauch, die Frau von Günther Jauch, hat auf dem Weingut der beiden alles fest im Griff.

Tiefe Einblicke in das Eheleben als Winzerpaar - Günther Jauch - Ohne seine Frau wäre er verloren

(“Woche der Frau”)


Neulich in Los Angeles: Der Fahrer eines SUV verliert auf der nassen Fahrbahn die Kontrolle, der Wagen rutscht gegen den Bordstein, zwei Reifen platzen. Auch im Auto: Schauspielerin Angelina Jolie.

Angelina Jolie - Anschlag auf die Schauspielerin?

(“Das Neue”)

“Das Neue” verschwörungstheoriesiert: “Hat sie sich mit ihren politischen Plänen schon die ersten Feinde gemacht?”


Zur letzten “Wetten, dass ..?”-Sendung hat Markus Lanz unter anderem auch Helene Fischer eingeladen. Til Schweiger hat für die Sängerin eine Rolle im “Tatort” klargemacht. Und Ex-Big-Brother-Bewohner Jürgen Milski hat einen Song mit dem Namen “Oh Helene” rausgebracht.

Arme Helene - So schamlos wird sie von Männern ausgenutzt!


Die Sängerin Cher musste krankheitsbedingt ihre Tour absagen. Bei Twitter schrieb sie: “‘Ich habe so fest versucht, stark genug zu sein, aber mein Wille konnte meinen Körper dieses Mal nicht zwingen.’”

Ihre Fans weinen um sie - Cher - Ihr trauriger Abschied

(“Neue Welt”)

Der Artikel der “Neuen Welt” liest sich wie ein Nachruf auf Cher. Kostprobe: Der erwähnte Tweet “waren ihre letzten Worte, die sie schrieb.” Und: “Der einzige Trost, der ihren Fans in dieser traurigen Zeit noch bleibt, sind die schönen Erinnerungen an eine der erfolgreichsten und besten Sängerinnen der Welt. Sowohl Cher als auch ihre Musik bleiben unvergessen.” Cher twittert indes fröhlich weiter.


Dieter Bohlen war bei einem Konzert von Andrea Berg. Hat ihm wohl ganz gut gefallen: “‘Ich war so begeistert, dass ich gleich in eine Polizeikontrolle gefahren bin — und der Führerschein war weg für vier Wochen’, gibt Dieter zu.”

Andrea Berg - Außer Kontrolle - Was hat sie bloß mit Dieter Bohlen angestellt?

(“Woche der Frau”)


Und jetzt mal andersherum. Welche Nachricht steckt wohl hinter dieser Schlagzeile?

Helene Fischer - In den Fängen des Nacktmodells - Unfassbar, wie Melanie Müller sie schamlos benutzt

Na, na, na, Melanie Müller! Einfach so in der Buchhandlung ein Foto von der eigenen Biographie machen, die neben der von Helene Fischer liegt, und sich dann auch noch bei Facebook drüber freuen (“‘Haha, Helene und ich zusammen im Buchladen’”)? Oder in einem Musikvideo in einem DFB-Trikot auftauchen — so wie Fischer auf der Fan-Meile in Berlin? “Unfassbar” vom “Nacktmodell” Müller, findet die “Woche der Frau”. Denn: “um ihre eigene, zweifelhafte Karriere voranzubringen, hat sie sich ausgerechnet Deutschlands Shooting-Star Nr. 1 ausgesucht: Helene Fischer (30)! Die Arme!” Der gutgemeinte Redaktionstipp: “Schuster, bleib bei deinen Leisten”.


Als die schwangere Herzogin Kate neulich eine soziale Einrichtung in New York City besuchte, wartete vor dem Gebäude zur Sicherheit auch ein Rettungswagen.

Herzogin Kate - Verliert sie ihr Kind? - Der Notarzt weicht nicht von ihrer Seite

(“Woche der Frau”)


Ein Kumpel von Markus Lanz hat in einem Interview erzählt, er und Lanz (der kürzlich Vater geworden ist) hätten einen Nordpol-Trip mit Schlittenhunden geplant.

Markus Lanz - Verlässt er etwa ganz schnell seine kleine Familie? - Unglaublich, was sein guter Freund mit ihm vorhat

(“Woche der Frau”)


Vor zwei Jahren hat Andrea Berg in einem Interview gesagt, sie habe schon ganz früh gelernt, “dass wir alle endlich sind und dass wir uns beeilen müssen, all das zu tun, was wir wirklich tun wollen.”

Andrea Berg - Sie weiß nicht, wie viel Zeit ihr noch bleibt - Stürzt sie sich deshalb von einem Abenteuer ins nächste?

(“Woche der Frau”)


Günther Jauch - Schock-Video aufgetaucht! Wusste seine Frau davon?

In dem Video spricht Jauch mit einem Weinexperten über sein Weingut. “Und so, wie der Moderator da vor der Kamera sitzt, hat man ihn wirklich noch nie gesehen”, stellt die “Schöne Woche” empört fest. Denn Jauch ist — unrasiert! Mit Drei-Tage-Bart sitzt er am Tisch, “eine Haarsträhne fällt ihm keck in die Stirn. Und das, obwohl er gefilmt wird! [...] Sind ihm seine Zuschauer plötzlich egal?”


Angeblich hat Heidi Klum (die zurzeit mit dem Kunsthändler Vito Schnabel zusammen ist) eine Privatlehrerin engagiert, die ihr Nachhilfe in Kunstgeschichte geben soll.

Heidi Klum - Ist sie zu dumm für Vito?

(“Neue Post”)


Prinzessin Mette-Marit von Norwegen und ihr Mann Haakon sind glücklich miteinander.

Mette-Marit - Die Liebe hat gesiegt ... doch wer weiß, wie lange

(“Das Neue”)


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Steife These
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Steife These

In unserem wöchentlichen Gespräch mit detektor.fm ging es dieses Mal um folgendes Titelthema:

Unmoralisches Angebot - Günther Jauch - Der Viagra-Skandal

Das Gespräch könnt Ihr hier nachhören …

detektor.fm: Es gibt wieder einen Riesenskandal — und das über den Saubermann Günther Jauch. Wie konnte das denn passieren?

Moritz: “Das Neue” hat diesen “Skandal” ausgegraben. Und den dann auch nicht gerade dezent auf der Titelseite präsentiert, also wirklich über die gesamte Breite und fast die gesamte Höhe des Covers. Dazu hat die Redaktion noch das Skandal-Wort “Viagra” gedruckt, es geht also um den großen “Viagra-Skandal”, ein “unmoralisches Angebot” soll auch noch eine Rolle spielen. Hintergrund der Geschichte: Günther Jauch hatte seinen Auftritt in der RTL-Sendung “Die 2 — Gottschlak und Jauch gegen alle”. Barbara Schöneberger moderiert das Ganze. Und die hat die beiden, also Jauch und Gottschalk, gefragt, ob sie denn schon einmal irgendwie mit Viagra zu tun gehabt hätten, also im Sinne von Recherche, höhö. Günther Jauch antwortete, dass man ja im Grunde dreimal täglich dieses Zeug in Spam-Mails angeboten bekommt. Da kippt “Das Neue” natürlich aus den Latschen: “Jeden Tag dreimal so eine zwielichtige Offerte? Wie kann es zu so einem Skandal kommen?” Die können also gar nicht glauben, dass Günther Jauch, wie jeder andere Mensch in Deutschland und auf der Welt, Spam bekommt. Die Redaktion erklärt dann noch kurz: “‘Viagra’ ist ein Potenzmittel, und um solche E-Mails zu erhalten, muss sich der Computer-Nutzer doch auf einschlägigen Seiten herumtreiben?” Die Mitarbeiter stellen also selbst diese alles entscheidende Frage und lassen sie von anonymen “Computer-Experten” direkt im Anschluss verneinen. Die sagen nämlich: Nee, muss man gar nicht, die Spam-Versender kommen auch anders an E-Mail-Adressen. Günther Jauch muss nicht unbedingt auf Porno-Seiten unterwegs gewesen sein.

Aber, ich fand, das war schonmal eine große investigative Rechercheleistung: Sie haben einen “Computer-Experten” befragt. Oder war das doch nur der Praktikant?

So etwas in der Art vermute ich auch. Denn ein Name wird nicht genannt, obwohl die Regenbogenhefte das normalerweise sehr gerne tun. Wenn sie zum Beispiel wirklich mal bei einem Chirurgen anrufen, weil der die Augenfältchen von Charlène von Monaco beurteilen soll, oder bei einem Rechtsexperten, wenn es um die Scheidung zwischen Christine Neubauer und ihrem Ex-Mann geht, werden ständig die Namen genannt und gerne auch noch Fotos dazu abgedruckt. Dieser “Computer-Experte” wird namentlich hingegen nicht genannt, es gibt auch kein Foto von ihm. Und was vor allem auffällig ist: Von dem “unmoralischen Angebot” spricht einzig dieser Computer-Experte. Das klingt also sehr danach, dass “Das Neue” sich einen Experten samt Zitat zusammenstrickt hat, um überhaupt die große Schlagzeile mit dem “unmoralischen Angebot” hinzubekommen, die sicher Neugier beim Leser wecken soll.

Zurück zu Günther Jauch: Der ist nämlich nicht aus dem Schneider. Wir haben zwar nachgewiesen, dass er sich gar nicht auf einschlägigen Seiten rumtreiben muss, aber die Follow-up-Frage lautet: Schützt er also sein E-Mail-Account nicht? Ist ja noch viel schlimmer …

Genau, einen Freispruch gibt es für den “Saubermann” Jauch nicht. Denn “Das Neue” findet: Wer viel Spam bekommt, der geht zu unvorsichtig mit seiner E-Mail-Adresse und seinen Daten um. Da braten sie Günther Jauch auch noch eins über: Das Heft rekapituliert noch einmal, was er so alles an privaten Daten über sich in der Sendung preisgegeben hat, in der es auch um die Viagra-Geschichte ging. Da hat er zum Beispiel gesagt, dass er nicht stricken kann, bastlerisch überhaupt nicht begabt ist und mal vor einem Münchner Café mit einer 750er Honda umgekippt ist, was wahnsinnig peinlich war. Das hat alles natürlich null mit dem “Viagra-Skandal” zu tun, aber die Mitarbeiter von “Das Neue” nutzen Günther Jauchs Aussagen ganz gerne, um ihm noch einmal zu zeigen: Mensch, Jauch, pass mal auf, was Du alles über Dich preisgibst, sonst kommt ganz schnell die nächste Spam-Mail.

Also eine Riesen-Geschichte, die sie da ausgegraben haben. Jetzt weiß man aber, dass Günther Jauch prinzipiell niemand ist, mit dem man sich unbedingt anlegen sollte. Meinst Du, die kriegen da jetzt noch Probleme mit ihm?

Richtig, Günther Jauch ist einer, der stark gegen Regenbogenartikel über sich vorgeht. Von ihm finden wir oft Gegendarstellungen. Deswegen sind die Artikel über ihn dann oft auch ziemlich glattgebügelt. Man merkt, dass da die juristischen Abteilungen drübergegangen sind. Nun ist es so, dass wir immer mal wieder eine Gegendarstellung von ihm finden, auch auf den Titelseiten, bei denen wir als Rechtslaien sagen: Ach, da kann man auch gegen vorgehen? Das hätten wir gar nicht gedacht. Und eine Gegendarstellung im Sinne von: “Hierzu stelle ich fest: Es gab keinen ‘Viagra-Skandal’” kann ich mir schon ganz gut vorstellen. Interessant würde es dann beim Abdruck einer möglichen Gegendarstellung. Diesen “Viagra-Skandal” kündigt “Das Neue” dick und fett auf der Titelseite an. Dadurch könnte es dazu kommen, dass auch die Gegendarstellung auf der Titelseite und in einer ähnlichen Größe abgedruckt werden muss. Und das ist dann doch immer ziemlich schmerzhaft für die Hefte.

Und wenn ich das richtig sehe, dann können sie allein schon deshalb Probleme kriegen, weil sie die Fotos ohne Credits verwendet haben.

In dem Punkt ist die Redaktion dann doch auf der sicheren Seite. Da arbeiten die Hefte ziemlich tricky. Die drucken die Fotocredits nämlich immer gesammelt pro Doppelseite. Ganz links am Rand, neben einer Geschichte über Helmut Kohl und seine Frau, findet man dann auch die Credits für den Jauch-Artikel. Das bedeutet für unsere Arbeit immer, wenn wir bei Fotos mal überprüfen wollen, ob sie zum Beispiel bearbeitet sind oder nicht, dass wir uns durch reichlich Bilder suchen müssen, weil wir nicht wissen, welches Foto zu welchem Credit gehört.


Jeden Freitag unterhalten wir uns mit dem Internetradiosender detektor.fm über die Dämlichkeiten der deutschen Regenbogenpresse. Diese Gespräche gibt’s in der Woche drauf immer hier bei uns im Blog zum Nachhören und -lesen.

Und unter diesem RSS-Link gibt’s das Ganze als Podcast.


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Sozialer Brennpunkt Potsdam
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Sozialer Brennpunkt Potsdam

Das Team der “Woche der Frau” hat einen Ausflug nach Potsdam unternommen. Und ist mit dieser Frage in die Redaktion zurückgekehrt:

Günther Jauch - Wie lange hält es seine Frau noch zu Hause aus? So wüst geht es in Potsdam zu

Was hinter diesem Murks steckt, haben wir versucht, im Gespräch mit detektor.fm zu erklären — hier zum Nachhören:

Wie “wüst” es bei Günther Jauch vor der Haustür zugeht, hat übrigens vor über einem Jahr “Die Aktuelle” schon einmal berichtet.


Jeden Freitag unterhalten wir uns mit dem Internetradiosender detektor.fm über die Dämlichkeiten der deutschen Regenbogenpresse. Diese Gespräche gibt’s am Wochenende immer hier bei uns im Blog zum Nachhören.

Wir arbeiten momentan daran, dass Ihr sie bald auch als Podcasts abonnieren könnt.


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Kein Mikro-Chip in Schumacher
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Kein Mikro-Chip in Schumacher

Bei der “Freizeitwoche” ärgern sich die Mitarbeiter schwarz. Sie haben doch tatsächlich etwas Falsches berichtet, Kruzifix nochmal! In dieser Titelgeschichte über Michael Schumacher ist es ihnen passiert:

Michael Schumacher - Endlich! - Kommt er noch in diesem Sommer nach Hause?

Und weil das alles wirklich blöd gelaufen, und die Redaktion auch nur “einer Fehlinformation aufgesessen” sei, druckt sie in ihrer aktuellen Ausgabe eine “Berichtigung”:

Berichtigung - In der Ausgabe Nr. 32 vom 30. Juli 2014 haben wir unter Bezugnahme auf einen Artikel der englischen Zeitschrift "Daily Mail" berichtet, dass die Familie von Michael Schumacher kroatische Neurologen kontaktiert habe, damit Michael Schumacher nach deren revolutionärem Mikro-Chip-Verfahren behandelt werde. Tatsächlich gab es einen solchen Kontakt nicht. Eine Behandlung durch die besagten Ärzte ist also nicht geplant, Herrn Schumacher soll auch kein solcher Mikro-Chip implantiert werden. Wir bedauern, dass wir einer Fehlinformation aufgesessen sind. Rastatt, 21. August 2014 - Freizeitwoche Verkag GmbH & Co. KG

Hört mal, alte Bedauerer der “Freizeitwoche”, uns fallen spontan zwei mögliche Maßnahmen ein, um solchen Stuss von vornherein zu vermeiden: nachfragen oder nachdenken. Weder das eine noch das andere scheint zu Eurem Standard-programm zu zählen.

Durch die Berichtigung dürfte das Heft jedenfalls einer Gegendarstellung zuvor-gekommen sein. Die hätte dann hässlich und wenig verkaufsfördernd auf dem Cover prangen können.

Wie so eine verschandelte Titelseite aussieht, zeigt “Das neue Blatt” eindrucksvoll und gleich mehrfach. Die Redaktion hatte über Eheprobleme von Doris Schröder-Köpf und Gerhard Schröder spekuliert. Das fanden der frühere Bundeskanzler und seine Ehefrau offenbar nicht ganz so witzig. “Das neue Blatt” musste in der digitalen Ausgabe die Schlagzeile verdecken:

Mit weißer Fläche versehenes Cover von "Das neue Blatt"

Und auch Günther Jauch ging gegen “Das neue Blatt” vor. Die Mitarbeiter titelten einst, “Das verheimlichte Alkohol-Drama” des TV-Moderators “enthüllt” zu haben. Die Geschichte hatte für sie auch kein so richtig gutes Ende — sowohl auf dem Cover der Digitalausgabe …

Mit weißen Flächen versehenes Cover von "Das neue Blatt"

… als auch im Heftinneren mussten sie reichlich weiße Flächen montieren:

Mit weißen Flächen versehener Artikel über Günther Jauch.

Die Anwaltskanzlei, die Günther Jauch vertritt, bestätigte uns, dass derzeit ein Verfahren gegen das Bauer-Blatt läuft.

Gegen die “Woche der Frau” von der Mediengruppe Klambt war die Kanzlei bereits erfolgreich: Das Heft musste in seiner vergangenen Ausgabe (Nummer 35) eine Gegendarstellung abdrucken.

In der aktuellen Ausgabe (Nummer 36) muss die “Woche der Frau” eine weitere Gegendarstellung des Moderators bringen:

Gegendarstellung - In "Woche der Frau" vom 13. August 2014 heißt es auf Seite 11 in einem Artikel mit der Überschrift "Böses Spiel mit Günther Jauch - Als Lockvogel missbraucht!" in Bezug auf eine Werbeanzeige für die FAZ: "Ob er das Geld dafür auch spendete? Gut möglich." - Hierzu stelle ich fest: Ich habe für die FAZ-Werbeanzeige kein Honorar erhalten. Potsdam, den 18. August 2014 - Günther Jauch - Günther Jauch hat Recht. Die Redaktion

All die eigenen Fehler und die daraus resultierenden rechtlichen Auseinander-setzungen hindern die “Woche der Frau” aber nicht daran, auch in dieser Ausgabe wieder groß über Jauch zu titeln. Mehr dazu gibt’s am Wochenende Montag — in der neuesten Ausgabe topfvollgold zum Hören.


Mit Dank an Stefan N. für den Hinweis.


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Kein betrunkener Jauch am Telefon
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Kein betrunkener Jauch am Telefon

Für die Regenbogenpresse ist es gar nicht so einfach, eine Geschichte über Günther Jauch zu finden, gegen die der TV-Moderator nicht gleich rechtlich vorgeht.

Aber damals, als Hape Kerkeling angeblich von einem “peinlichen Aussetzer” Jauchs erzählte — da konnten die Mitarbeiter der “Woche der Frau” wie wild in die Tasten hauen. Hat ja schließlich alles der Kerkeling gesagt. Sichere Sache.

Oder?

Gegendarstellung - In "Woche der Frau" Nr. 17 vom 15. April 2014 heißt es auf den Seiten 8/9 in einem Artikel mit der Überschrift "Schlimmer Aussetzer mitten in der Nacht - Unglaublich was sein berühmter Freund verrät" über mich: "... Hape Kerkeling ... Der Komiker erzählte nämlich ganz frei und ungeniert von einem peinlichen Aussetzer des RTL-Moderators. 'Der hat (...) an meinem Geburtstag nachts um zwei sturzbesoffen auf die Mailbox gesungen.' Wie bitte? So kennen wir den sonst so korrekten und adretten Günther Jauch gar nicht. Aber offenbar hat er noch eine ganz andere Seite. Eine, die er sicher nicht in der Öffentlichkeit preisgeben wollte. Aber nun wurder er damit überrumpelt. ... Umso verständlicher, dass Hape Kerkeling in seinem Gespräch ... noch mal betonte, dass Günther bei dem besagten Anruf 'hackevoll' gewesen sei." - Hierzu stelle ich fest: Der von Hape Kerkeling geschilderte Anruf, bei welchem ich betrunken auf die Mailbox gesungen haben soll, ist freu erfunden. – Potsdam, den 2. Mai 2014 – Günther Jauch – Günther Jauch hat Recht. Die Redaktion

(Klick aufs Bild für eine größere Darstellung.)


Nachtrag, 22. August, 10:46 Uhr: So kündigte die “Woche der Frau” übrigens Günther Jauchs angeblichen Alkohol-Anruf auf ihrem Cover an:

Günther Jauch - Schlimmer Aussetzer in der Nacht - Unglaublich, was sein berühmter Freund verrät

Jauchs “berühmter Freund” hat den “Aussetzer in der Nacht” auch nicht irgendwo verraten, sondern in der RTL-Sendung “Exclusiv Weekend” vom 6. April dieses Jahres. Dort scherzt Kerkeling: “Er war hackevoll. [...] Um Gottes Willen, das will ich jetzt hier nicht, nein, nein, Herr Jauch war absolut zurechnungsfähig. Das ist nicht geschehen.”

Und auch Günther Jauch kommt in der “Exclusiv Weekend”-Folge zu Wort. Sein grinsender Kommentar: “Oh. Ich weiß noch, dass wir schonmal telefoniert haben, oder dass ich ihn auch angerufen habe, aber ob ich da angeheitert war — daran kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern. Ich kann’s mir kaum vorstellen.”

Für die “Woche der Frau” offenbar ein klarer Fall.


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topfvollgold zum Hören
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topfvollgold zum Hören

Seit rund zwei Monaten unterhalten wir uns einmal wöchentlich mit dem Internetradiosender detektor.fm über die Regenbogenpresse. Die daraus entstehenden Gespräche wollen wir ab sofort auch hier bei uns im Blog präsentieren — und starten mit der Ausgabe vom vergangenen Freitag:

Und damit alles fein säuberlich archiviert ist, gibt’s hier auch noch die Gespräche der vergangenen Wochen zum Nachhören:


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Schlagzeilenbasteln (101)
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Schlagzeilenbasteln (101)

Judith (27) aus Aachen ist ein großer Fan von Günther Jauch. Sie hat ihn zwar noch nie getroffen, aber sie findet ihn total toll.

Berührende Momente - Günther Jauch - So glücklich macht er diese junge Frau

Schon, wenn sie sich nur ein Foto von ihm ansieht, ist alles gut. Dann vergisst Judith (27) aus Aachen die Welt um sich herum, dann gibt es nur noch sie und ihn. Ihr Gesicht wird ganz weich, ihr Herz hüpft, sie strahlt und lacht, Ärger und Stress der ganzen Wochen sind sofort vergessen. Ja, Günther Jauch (58) macht die junge Frau einfach glücklich. Kein Wunder, der Fernseh-Star ist ja auch ein Traummann. Berühmt und trotzdem nicht eingebildet. Unterhaltsam und schlagfertig. Und dann diese Augen. So offen und klug, so lebenserfahren, dass sie einem direkt ins Herz zu sehen scheinen. Solche Menschen trifft man nicht oft.


Daniela Katzenberger hat in einem Interview gesagt, dass sie keine Klotür habe. Denn: “Das Problem ist, dass da Regale stehen, in denen ich meine 150 Handtücher aufbewahre, die ich in Hotels gemopst habe oder die mir geschenkt wurden.”

Das Geständnis - Daniela Katzenberger - Aus Geiz wurde sie zur Diebin - Wenn's ums Geld geht, ist sie sich wohl für nichts zu schade

(“Die neue Frau”)


König Felipe von Spanien ist neulich mit ein paar Kumpels in Madrid feiern gegangen.

König Felipe - Ist er doch so ein Hallodri wie sein Vater?

(“Die neue Frau”)


Jörg Pilawa wurde in einem Interview gefragt, wie er eigentlich das Haus ordentlich halte, immerhin hat er vier Kinder. Pilawa antwortete: “Wer sagt denn, das [sic] es ordentlich ist? Sie glauben doch nicht, dass man Ordnung in einem Haus mit vier Kindern hat. Bei mir zu Hause herrscht das Chaos.”

Jörg Pilawa - Bewegendes Geständnis

(“frau aktuell”)


Michael Schumacher bekommt in der Reha angeblich Unterstützung von Kai Schnapka. Der ist Physiotherapeut und mit Schumacher seit dessen Formel-1-Zeit befreundet.

Michael Schumacher - Vollbringt sein bester Freund das neue Wunder?

(“Neue Post”)

Michael Schumacher - Sein bester Freund bewirkt ein Wunder - Freudentränen auf der Reha-Station

Sensationelle Neuigkeiten aus der Reha - Michael Schumacher - Die 1. Schritte! Unsere Gebete wurden erhört

Michael Schumacher - Wunderbare Fortschritte - Freudne bestätigen: "Es geht alles viel schneller als erhofft!"

(Dieses Zitat kommt im Artikel übrigens gar nicht vor. Vermutlich ist es frei erfunden.)


Angela Merkel und ihr Mann waren im Urlaub.

Diese Bank rettete die Kanzler-Ehe

(“die aktuelle”)

Einsames Wandern im Regen, Wortlosigkeit. Aber dann kam eine Bank. Eine Bank, die vielleicht die Kanlzer-Ehe gerettet hat. Endlich konnte sich das Paar aussprechen — in aller Ruhe.


Die Schauspielerin Christiane Hörbiger hat in einer Talkshow gesagt, dass sie römisch-katholisch erzogen worden sei, aber mit der Bibel nicht wirklich zurechtkomme. Daraufhin schrieb irgendwer auf ihrer Facebook-Seite: “Ich würde Ihnen die ‘Neue-Welt-Übersetzung’ der Zeugen Jehovas empfehlen.”

Sie wirkt so verändert - Christiane Hörbiger - Findet sie bei einer Sekte ein neues Glück?

(“Die neue Frau”)


Der Schauspieler Thorsten Nindel ist an Krebs erkrankt. Er hat mal in der “Lindenstraße” mitgespielt und ist mit Schauspiel-Kollegin Saskia Valencia zusammen.

Saskia Valencia - Tränen um ihre große Liebe - Kann ihr Ex-Freund sie jetzt trösten?

(“Die neue Frau”)


Die angebliche neue Freundin von Prinz Harry sieht seiner Schwägerin (Herzogin Kate) sehr ähnlich.

Prinz Harry - Jetzt hat er seine eigene Kate!

(“das neue”)


Und jetzt aufgepasst! Die Frau von Joachim von Dänemark sieht seiner Schwägerin (Prinzessin Mary) auch sehr ähnlich.

Harry Windsor und Joachim von Dänemark - Lieben sie heimlich ihre Schwägerinnen?

(“Schöne Woche”)


In der Ukraine ist Flug MH17 abgestürzt. Viele niederländische Passagiere kamen dabei ums Leben.

Neue Tragödie schockt Holland - Maxima & Willem-Alexander - Ehe in Gefahr! - Jetzt müssen sie um ihr Glück kämpfen
Der Artikel beginnt so:

Nur selten brechen Ehekrisen wie plötzliche Unwetter über ein Paar herein. Meist zeigen sich erst einige Wolken am Himmel, dann werden es immer mehr – bis schließlich ein Dauerregen des Zweifels das Fundament des gemeinsamen Glücks unterhöhlt. Auch bei Maxima (43) und Willem-Alexander (47) scheint nun eines zum anderen zu kommen. Die neue Tragödie um die 193 niederländischen Todesopfer beim Flugzeugabschuss über der Ukraine ist eine weitere Belastung. Und viele Holländer fragen sich schockiert, ob die Liebe der beiden nun zerbrechen könnte.


Und zum Schluss mal andersherum. Welche Geschichte verbirgt sich wohl hinter folgender Schlagzeile der “frau aktuell”?Stefanie Hertel - Skandal an ihrem Geburtstag

Ihr Freund konnte nicht mitfeiern, weil er einen Auftritt hatte.


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Keine 10,5 Millionen für Jauch
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Keine 10,5 Millionen für Jauch

Bei der inhaltlichen Gestaltung der aktuellen Ausgabe dürfte das “Schöne Welt”-Masochistenressort die letzte Doppelseite übernommen haben. Das Ergebnis ist eine Kasteiung mit der Überschrift “So war das doch gar nicht”:

Jeden Abend eine tolle Party, einen Kleiderschrank mit wunderschönen Roben und gaanz viel Geld — so stellt man sich gerne das Leben der Promis vor. Doch mit dem Ruhm kommen auch die bösen Schlagzeilen, dann brodelt manchmal die Gerüchteküche. Auch das Privatleben der Stars wird von der Presse rücksichtslos auseinandergenommen. Doch erfundene Geschichten werden nicht einfach toleriert.

Und damit es so richtig weh tut, liefert die Redaktion auch noch Beispiele des ganzen Schmus, den die “Presse rücksichtslos” produziert hat und den sich Prominente nicht gefallen lassen wollten: Stefan Raabs berühmter Mettbrötchen-Einspruch, Helene Fischers Wangenkuss, Michelles fehlende Verwüstungswut.

Nun stammt das alles aus anderen Heften und der Vergangenheit. Trockene Theorie also. Um das Thema etws anschaulicher zu vermitteln, hat die “Schöne Welt” selbst auch eine Gegendarstellung abgedruckt:

Gegendarstellung - In "Schöne Welt" Nr. 5 heißt es auf Seite 50 in einem Artikel mit der Überschrift "Was kostet die Welt?" über mich: "Etwa 10 Mio. Euro/Jahr ... Die ARD zahlt angeblich 10,5 Millionen Euro an den Talkmaster, damit dieser 43 Sendungen moderiert." - Hierzu stelle ich fest: Die ARD zahl an mich keine 10,5 Millionen Euro für die Moderation der Sendung "Günther Jauch". Vielmehr zahlt die ARD ausschließlich an die Firm I&U eine bestimmte Summe dafür, dass sie die gesamte Sendung produziert. Potsdam, den 6. Mail 2014. Günther Jauch - Anmerkung der Redaktion: Günther Jauch hat recht.

Und das nicht irgendwo, sondern in derselben Ausgabe, auf derselben Doppelseite wie die redaktionellen “So war das doch gar nicht”-Einsichten:

Übersicht über die Doppelseite mit der Geschichte über Gegendarstellungen von Prominenten auf der linken Seite und der Gegendarstellung von Günther Jauch auf der rechten Seite.

Weil die ursprüngliche Geschichte, auf die sich die Gegendarstellung von Günther Jauch bezieht, damals auch prominent auf der Titelseite beworben wurde, konnten Jauch und Jurist noch diese hässliche Ankündigung auf dem Cover durchsetzen:

Gegendarstellung Günther Jauch - Seite 47


Mit Dank an Petra S. für den Hinweis!


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Schlagzeilenbasteln (67)
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Schlagzeilenbasteln (67)

Welche Schlagzeile könnte man aus folgender Nachricht basteln?

Vor vier Jahren übernahm TV-Moderator Günther Jauch ein Weingut, das sich bereits seit 1805 im Familienbesitz befindet.

Günther Jauch - Spätes Glück! Sein großer Traum geht in Erfüllung

Denn Günther Jauchs Ehefrau Thea hat vor einem Jahr in einem Interview gesagt: “Es ist wie ein Traum, den wir nie geträumt hatten. Und der kam über uns”.


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Die unglaubliche Entführung
des verrückten Mr. Jauch (2)

Die unglaubliche Entführung
des verrückten Mr. Jauch (2)

Vielleicht erinnern Sie sich noch an folgende Geschichte: Ein Autor veröffentlicht ein Buch mit einer Fantasie-Geschichte, in der unter anderem Günther Jauch entführt wird. Das Regenbogenblatt “Woche heute” strickt daraus ein “Entführungs-Drama” und verkauft es als solches groß auf der Titelseite:

Günther Jauch - Entführungs-Drama - Alle Hintergründe der unglaublichen Geschichte

Doch da ist noch nicht Schluss. Wir bloggen drüber, der Autor des Buchs beschwert sich unter anderem auf Facebook und schreibt einen offenen Brief an die “Woche heute”. Die schlägt zurück — mit einem Facebook-Kommentar zur üblichen redaktionellen Arbeitszeit um 23:51 Uhr:

Woche heute: "Super Buch! Natürlich gekauft! (Heidi Klum/Anti-Schimmel-Spray). Hat den Push voll verdient. Zahlt der sich schon aus? Wäre klasse! Der beste Teil des Nachworts ist allerdings der Rechtsschutz-Part gegen G.J.s Anwalt. Der offene Brief an Woche Heute fällt dagegen ein bisschen ab. Ist leider nur so das Niveau der Naiven von tvg. Woche Heute hat das Buch einfach besser kapiert als die. Und ihm zu Weltruhm im Rahmen der Möglichkeiten der deutschen Yellowpress verholfen, verehrter Johann Wolfgang Ritter ...

Hach ja, so ein Rechtsschutz gegen Günther Jauchs Anwalt — das wäre auch was für die Belletristen der “Woche heute”. Denn das Blatt hat Ritters Buch nicht nur besser kapiert als der topfvollgold, sondern auch als die zuständigen Juristen. Als Resultat prangt auf dem Cover der heutigen Ausgabe der “Woche heute” dick und fett eine Gegendarstellung, erwirkt von “G.J.s Anwalt”:

Cover der "Woche heute" mit einer Gegendarstellung von Günther Jauch ("Gegendarstellung - Auf der Titelseite von 'Woche heute' Nr. 5 vom 22.01.2014 heißt es über mich: 'Günther Jauch Entführungsdrama' Hierzu stelle ich fest: Es gibt im Zusammenhang mit meiner Person tatsächlich keinen Entführungsfall. Potsdam, den 31.01.2014 Günther Jauch - Herr Jauch hat recht. Es ging um einen Roman, in dem Günther Jauch entführt wird. Die Redaktion")(Klick aufs Bild für eine größere Darstellung.)


Nachtrag, 27. März 2014, 8:35 Uhr:
Es ist alles noch viel schlimmer, wie wir jetzt gesehen haben. Denn als sich die ganze Sache ereignete, berichtete auch das NDR-Medienmagazin “ZAPP” über den Fall. Buchautor Christian Ritter hatte auf seiner Facebook-Seite einen Link zum TV-Beitrag gepostet. Woraufhin die “Woche heute” in den Kommentaren … ach, lesen Sie selbst:

Screenshot Facebook: Gespräch zwischen "Woche heute" und Christian Ritter


Mit Dank an V. K. für den Hinweis.


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Schlagzeilenbasteln (41)

Schlagzeilenbasteln (41)

Welche Schlagzeile könnte man aus folgender Nachricht zusammenstricken?

Neulich im TV-Studio der “ARD”-Sendung “Günther Jauch”: Ein Mann springt von seinem Publikumsplatz auf, ruft laut “Freiheit” und “Alles Verarschung”. Sicherheitsmänner schreiten flott ein, Moderator Jauch reagiert souverän.

Günther Jauch - In aller Öffentlichkeit angegriffen - Schwebt auch seine Familie in Gefahr?

(“Woche der Frau”)


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Schlagzeilenbasteln (8)

Schlagzeilenbasteln (8)

Tag 1 im topfvollgold-Regenbogen-Bootcamp. Wir suchen eine Überschrift für folgende Nachricht:

Die Frau von André Rieu hat in einem Interview gesagt:

Das Anhimmeln von Stars hat ja nichts mit Liebe zu tun. Ich zum Beispiel schwärme für Uwe Kockisch und Günter [sic!] Jauch. Aber nur in ihrer Rolle als Schauspieler und Moderator.

Günther Jauch - Pikante Enthüllung - Was André Rieus Frau für ihn empfindet


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Die unglaubliche Entführung
des verrückten Mr. Jauch

Die unglaubliche Entführung
des verrückten Mr. Jauch

Achtung, Achtung! Die Redaktion der “Woche heute” ist in heller Aufregung:

Es ist eine unfassbare Geschichte. Paul Wildensorg lebt auf dem Land und arbeitet in einem Dorf-Supermarkt. Einziger Höhepunkt der Woche: Günther Jauchs (57) Show Wer wird Millionär? Da rät Paul mit, kennt jede Antwort. Deshalb will auch er Kandidat werden - und bekommt tatsächlich seine Chance. Doch vor laufender Kamera versagt er völlig, gewinnt keinen Euro. Da reift in Paul ein furchtbarer Plan: Er wird Günther Jauch entführen, um so über das Lösegeld an die entgangene Million zu kommen! Mit seinem Mitbewohner Herrn Müller und dessen Freundin Katja setzt er diesen Plan tatsächlich um. Günther Jauch wird betäubt und entführt!

Oder als verkaufsankurbelnde Schlagzeile auf dem Titelblatt:

Günther Jauch - Entführungs-Drama - Alle Hintergründe der unglaublichen Geschichte

Von einer “unglaublichen Geschichte” zu sprechen, trifft es schon ganz gut. Denn direkt nach ihrem dramatischen Entführungs-Einstieg erklärt die “Woche heute” ihren Leserinnen und Lesern, dass sie einmal mehr verarscht wurden. Dass sie wieder einmal Geld für ein Versprechen ausgegeben haben, das sich in Luft auflöst. Und dass sie keine Angst um ihren Lieblingsmoderator haben müssen:

Keine Sorge! Das Ganze ist Satire.

Es geht um ein Buch, von irgendjemandem geschrieben, der sich eine Geschichte ausgedacht hat, in der Günther Jauch entführt wird.

Eine lustige Geschichte. Die aber eine handfeste Gefahr für den realen Günther Jauch birgt: Sie könnte echte Gewaltverbrecher auf schlimme Ideen bringen! Schon in der Vergangenheit gab es Bücher und Filme, die Verbrecher zu ihren Taten inspirierten.

Beispiel gefällig?

Natascha Kampusch konnte 2006 vor ihrem Peiniger flüchten und veröffentlichte 2010 ihre Autobiografie "3096 Tage" - 1998 entführte Wolfgang Priklopil die damals zehnjährige Natascha Kampusch in Wien auf ihrem Weg zur Schule. Acht Jahre hielt er sie in seinem Haus in Strasshof gefangen. Priklopil soll sich an dem ROman "Der Sammler" von John Fowles orientiert haben, in dem eine Studentin erntführt wurde

Hört mal zu, Mitarbeiter der “Woche heute”. Dass ihr eine Geschichte wieder mal bis zum Äußersten verdreht und entstellt — geschenkt. Aber den wirklich tragischen Fall von Natascha Kampusch zu benutzen, damit aus dieser wirren Titelgeschichte doch noch irgendwie eine Gefahr für Günther Jauch wird — das widert uns an.


Nachtrag, 26. Januar 2014, 11:10 Uhr: Der “irgendjemand”, der die fiktive Jauch-Entführung geschrieben hat, heißt Christian Ritter. Er hat einen offenen Brief an die “Woche heute” verfasst, den wir mit seiner freundlichen Genehmigung hier auch veröffentlichen dürfen:

Liebe Woche Heute,
ich finde Ihren Namen etwas widersprüchlich, aber darum geht’s grade nicht. Auf die Realitätssuggestion Ihrer aktuellen Titelgeschichte, based on a true novel, will ich auch gar nicht weiter eingehen. Das ist ja Ihr branchenübliches Tagesgeschäft. Nachdem Sie im Artikel für die Auflösung des Rätsels gesorgt haben, wer hinter der nicht stattgefundenen Entführung steckt, stellen Sie als runden Abschluss diese Behauptung auf:

Dass jemand sein Buch falsch verstehen könnte – darüber hat sich Christian Ritter wohl weniger Gedanken gemacht.

Womit schonmal feststeht, dass Sie das Buch, über das Sie schreiben, gar nicht gelesen haben. Für die ganz, ganz Begriffsstutzigen gibt es in “Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers” nämlich ein Nachwort, das mir ein Justitiar von Random House eigens verfasst hat. Da steht, und das ist trotz des unterhaltenden Tons ernst gemeint:

Rechtlicher Hinweis: Dieses Buch ist ein Roman. Alles, was darin steht, hat sich mit Ausnahme von einzelnen Abläufen aus Fernsehshows so nie ereignet, sondern ist erfunden und damit von der Kunstfreiheit geschützt. Insbesondere wurden selbstverständlich weder Günther Jauch noch [...] oder andere dort genannte Prominente jemals entführt, noch erhalten diese für Entführungen eine Aufwandsentschädigung. Autor und Verlag warnen hiermit alle Leserinnen und Leser vor einer Nachahmung. Entführungen, auch sanfte, können sehr unangenehme Folgen haben und sind deshalb unter Androhung einer Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren streng verboten. [...]

Den zweiten dort genannten Promi-Namen habe ich weggelassen, damit Sie für die nächste Entführungsstory etwas recherchieren müssen. Die Dame taucht auch öfter auf Ihren Titelblättern auf, Helene Fischer ist es aber nicht.

Jedenfalls, es ist eigentlich lächerlich, das zu erklären, besteht ein scharfer Unterschied zwischen Fiktion und Realität. Jeden Sonntag schauen Millionen Menschen den Tatort und nur die wenigsten von ihnen begehen danach einen Mord oder eröffnen einen Prostitutionsring. Ich komme noch mal zurück zu Ihrer Behauptung …

Dass jemand sein Buch falsch verstehen könnte – darüber hat sich Christian Ritter wohl weniger Gedanken gemacht.

… und stelle die Frage einfach mal zurück: Wie viele Gedanken haben Sie sich denn genau darüber gemacht, dass jemand Ihre Titelzeile falsch verstehen könnte?

Ich für meinen Teil behaupte an keiner Stelle, obwohl ich mit real existierenden Personen (und nicht wenigen) im Buch hantiere, dass diese “unglaubliche Geschichte” irgendwie wahr wäre. Und Sie? Hm? Na, sehen Sie. Glashaus und so.

Was ich außerdem, im aktuellen Medienjargon, schon etwas frech von Ihnen finde, ist übrigens, dass wir nie miteinander gesprochen haben, Sie aber genau diesen Eindruck erwecken. Die Zitate, die Sie von mir verwenden, stammen aus einem Interview, das Ralf Heimann von der Münsterschen Zeitung vor zwei Wochen mit mir geführt hat. Und wieso habe ich kein Belegexemplar von Ihnen bekommen und musste den Artikel mühselig im Internet finden? Immerhin habe ich für Ihre Titelgeschichte gesorgt.
Außerdem: Welcher Ihrer Mitarbeiter war auf einer meiner Lesungen? Sie erzählen die Handlung exakt so lange nach, wie ich es auch tue, wenn ich öffentlich aus dem Buch vorlese. Hat er/sie wenigstens danach ein Exemplar gekauft, oder haben Sie die Recherchekosten von 8,99 Euro gescheut? So viele Fragen!

Vorerst danke ich Ihnen für die Aufmerksamkeit, die Sie meinem Buch haben zukommen lassen, hoffe, dass sich Ihr Heft wie geschnitten Brot verkauft und entschuldige mich stellvertretend für Sie bei Ihren LeserInnen, denen durch Ihr Titelblatt unkontrolliert der Angstschweiß ausbrach. Ich mache mir selbst Sorgen um Beatrice Egli, wegen dem Liebes-Aus (falls es ihr eigenes war), auch wenn ich gar nicht weiß, wer das ist.

Abschließend: In meiner Geschichte wird Günther Jauch sehr gut behandelt, es ist ja auch eine sanfte Entführung. Kein Grund zur Aufregung. Wie die Entführer es mit einfachen Hausmittelchen geschafft haben, ihn auf ihr Sofa zu bekommen, ist aber schon faszinierend, oder? … Achso, Sie haben’s ja gar nicht gelesen.

Sanfte Grüße,
Christian Ritter


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Im Beichtstuhl von Frau Müller

Im Beichtstuhl von Frau Müller

Er könne sich, sagt Günther Jauch, in der Öffentlichkeit “nicht so frei und authentisch äußern, wie ich es manchmal gerne würde.” Zu vielen Dingen würde er “sicherlich viel mehr sagen, wenn ich nicht immer Gefahr liefe, dass da wieder alles verdreht wird. Das heißt, ich muss bei allen Artikeln, bei allen Äußerungen von mir immer genau schauen: Was kann daraus gemacht werden?”

Denn wenn er dann doch mal irgendwo über etwas halbwegs Privates spricht, kommen solche Sachen dabei raus:Wie kann er nur im TV so über seine Frau sprechen? - Günther Jauch - Schockierende Ehe-Beichte

Damit Sie mal sehen, wie so ein Artikel zustande kommt, wollen wir ihn Schritt für Schritt durchgehen.

Geschrieben wurde er von Jacqueline Müller, die auch sonst gerne mal im Privatleben anderer schnüffelt, wenn sie nicht gerade den Tod eines Altkanzlers suggeriert, was man eben so macht als Leiterin des “Show”-Ressorts beim “neuen Blatt”.

Die “schockierende Ehe-Beichte” hat Jacqueline Müller aus mehreren Zitaten von Günther Jauch zusammengebastelt, die sie in zwei Interviews und zwei Fernsehauftritten gefunden hat.

Die erste “Beichte” ist genau einen Satz lang und stammt aus Jauchs ARD-Talkshow, bei der er sich, wie Müller findet, “tief in seine Seele blicken” ließ:

Als seine Gäste über Eheglück sprachen, offenbarte er plötzlich: “Das ist ja eigentlich eine Sehnsucht von uns allen, dass wir einen solchen Partner, eine solche Partnerin jeweils finden, wo dann das Glück bis zum Ende aller Tage hält…”

Was genau an dieser Aussage so “schockierend” sein soll, verrät Müller leider nicht. Sie fragt nur:

Nanu, was sind denn das für nachdenkliche Töne? Hat der Talkmaster etwa Angst um seine Beziehung mit Thea, die er erst nach vielen gemeinsamen Jahren 2006 in Potsdam heiratete?

Und was die viel spannendere Frage ist: Wie kommt Frau Müller auf so eine Idee?

Eine Antwort darauf liefert sie jedoch nicht. Also kommen wir zur nächsten “Ehe-Beichte”:

Erst kürzlich verriet er in der RTL-Show “Die 2″, dass er seine Frau nur manchmal duzt und kommentierte noch: “Es sollen angeblich die glücklichsten Ehen sein, wo man sich morgens mit ‘Sie’ begrüßt, aus den getrennten Schlafzimmern kommend …”

Und das hat er sicher auch genauso gemeint, als er das sagte, in dieser Show, die im Kern daraus besteht, dass Günther Jauch und Thomas Gottschalk lustig gemeinte Sachen machen und lustig gemeinte Sachen sagen. Aber gut.

Dann schockiert er “Hörzu”-Leser mit Worten, die eine Ehefrau verletzen können: “Man mag sich, aber die Welt geht nicht unter, wenn man sich mal einen Abend nicht sieht.”

Wenn man dieses Zitat jetzt mal mit dem vergleicht, was Günther Jauch tatsächlich in der “Hörzu” gesagt hat, zeigt sich, mit welchen Mitteln Regenbogenautoren wie Jacqueline Müller arbeiten, um ihre Hirngespinste mit vermeintlichen Belegen zu unterfüttern. Das ursprüngliche Zitat ist eineinhalb Jahre alt, damals ging es weder um “Glück” noch um “Liebe”, sondern um eine Quoten-Krise von “Wer wird Millionär”. In Wahrheit sagte Jauch:

“Vielleicht ist es mit dem Quiz, das ja in hoher Frequenz gesendet wird, wie mit einer Ehe. Man kennt sich, man mag sich, aber die Welt geht nicht unter, wenn man sich mal einen Abend nicht sieht.”

Jacqueline Müller lässt einfach die Hälfte weg und fertig ist die nächste “Ehe-Beichte”.

Für die vierte und letzte hat Müller ein viereinhalb Jahre altes “Chrismon”-Interview durchforstet und ein paar Stellen gefunden, die “dem ganzen aber noch die Krone” aufsetzen.

In der “Chrismon” antwortet Jauch auf die Frage, wann er im Leben richtig glücklich gewesen sei:

Ich bin auf sechs Momente gekommen

Dazu kommentiert Müller:

Auf gerade mal sechs ist er gekommen

Jauch sagt:

die ersten drei sind banal: erstes Fahrrad, erstes Motorrad, erstes Auto. Und dann: Das erste Mal glücklich verliebt, und als ich erfuhr, dass ich das “Aktuelle Sportstudio” moderieren durfte. Und schließlich: der Tag unserer Hochzeit.

Müllers Kommentar:

Wie eine Frau das wohl findet, an letzter Stelle genannt zu werden?

Jauch sagt:

[Die Geburt der Kinder zählt nicht dazu], auch wenn es politisch unkorrekt ist, so ein Ereignis nicht zu den glücklichsten Momenten zu zählen.

Müllers Kommentar:

Ist es wirklich eine pefekte Partnerschaft, wenn ein Mann so redet?

Jauch sagt:

Ich könnte gar nicht sagen, dass ich bisher für mich ein rasend glückliches Leben bilanzieren könnte. Ich würde sagen, dass ich glückhafte Momente hatte und zufrieden bin. Das finde ich aber auch schon ziemlich viel.

Müllers Kommentar:

Vielleicht hat er das wahre Glück auch noch nicht gefunden. “Solang du nach dem Glücke jagst”, wusste schon Hermann Hesse, “bist du nicht reif, glücklich zu sein.”

Und damit endet der Artikel.

Dann noch ein passendes Foto, und fertig ist die Titelgeschichte:Wie kann er nur? - Günther Jauch - Schockierende Ehe-Beichte

Unsensibel - Manchmal trägt Gütnher Jauch das Herz auf der Zunge. Ehefrau Thea und seine vier Töchter, mit denen er in einer Villa in Potsdam lebt, könnte das verletzen

Jetzt dürften Sie eine ungefähre Ahnung davon haben, warum Günther Jauch es sich lieber zweimal überlegt, bevor er sich in der Öffentlichkeit zu etwas Privatem äußert.

Ach und übrigens, Frau Müller: Wir haben auch noch ein schönes Hesse-Zitat auf Lager: “Wahr ist an einer Geschichte immer nur das, was der Zuhörer glaubt.”

Der Wahrheitsgehalt Ihrer Geschichte dürfte sich demnach in Grenzen halten.


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Schlagzeilenbasteln (5)

Schlagzeilenbasteln (5)

Haben Sie das Zeug zum Regenbogenredakteur? Finden Sie es heraus! Wir nennen Ihnen eine Nachricht, und Sie denken sich eine Schlagzeile dazu aus. Mit einem Klick auf den Link erfahren Sie, wie es die Profis gemacht haben.

Und ab dafür!


Am linken Handgelenk von Schlagersängerin Andrea Berg baumelt seit einiger Zeit ein rotes Band. Könnte ein Wollfaden vom letzten VHS-Strickkurs sein, es soll sich aber um Kabbala handeln, der mystischen Tradition des Judentums. Übrigens: Das Ding “gibt’s im Internet — für 7,95 Euro, inkl. ‘Echtheits-Zertifikat’”.

Andrea Berg - Große Sorge! Verfällt sie einer unheimlichen Sekte?


Die Tochter von Til Schweiger träumt davon, Model zu werden.

Angst um seine Tochter

Denn jeder weiß: “Zu oft findet man Drogen und Magersucht in dieser Branche.”


Die Mitarbeiter der “Revue exklusiv” haben mal ein bisschen über diese Fotos der spanischen Prinzessin Letizia unsinniert:

Prinzessin Letizia

Prinzessin Letizia - Nackt-Skandal - Wie kann sie sich so freizügig zeigen?

Doch nicht nur das! Denn: “Bei einem Vortrag in Madrid soll es wegen ihres Minirocks, der gefährlich weit hochrutschte, als sie sich setzte, sogar mal zu Ohnmachtsanfällen gekommen sein.”


Der Vater von Semino Rossi ist an Krebs gestorben. Ein Freund von ihm auch.

Semino Rossi - OH GOTT, NEIN! - Die schreckliche Angst vor dem bösen Krebs-Fluch


Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit hat sich nach ihrer Nacken-OP im November aufs Schloss Skaugum zurückgezogen. “Alle Termine wurden abgesagt. Ihre Auszeit um Wochen verlängert.”

Dabei sehnt sie sich nur nach Geborgenheit - Prinzessin Mette-Mari - Psycho-Kollaps - Sie steht vor den Scherben ihres Glücks - Jetzt kann nur noch ihre beste Freundin helfen


Neulich sagte Veronica Ferres im Interview mit der “Bunte” zu etwaigen Hochzeitsplänen mit ihrem Mann Carsten Maschmeyer: “Es wäre toll, unter Wasser oder im Weltall zu heiraten, damit man für sich sein kann”.

Veronica Ferres - Heirat im All?


Auf der Facebook-Seite von Helene Fischer schrieb neulich Butterbirne eins: “Helene, du bist 1000 mal besser als Andrea Berg, diese eingebildete Zippe.” Das veranlasste Butterbirne zwei zu folgender Antwort: “Halt dein Maul, du Knallfrosch. Andrea ist um Welten besser.”

Andrea Berg & Helene Fischer - Schlager-Krieg! Üble Beschimpfungen - ihre Fans toben vor Wut


Charlotte Casiraghi (Enkelin Nichte* des Fürsten von Monaco) ist schwanger, ihr Freund Gad Elmaleh (Komiker) ist auf Tournee in Frankreich.

Monaco vergiftet jede Liebe ... - Charlotte Casiraghi - So ein Schuft! - Das Baby ist da - er ist weg!

Oder auch:

Sowas verzeiht eine Frau nie!


Bei Willem-Alexander, dem König der Niederlande, wurde “vor 20 Jahren” eine Lungen-Sarkoidose diagnostiziert. Eine Krankheit, die — wie Experte Dr. Michael Barczok erklärt — häufig keinerlei Beschwerden verursacht und in mehr als 90 Prozent der Fälle folgenlos verläuft. Außerdem soll Willem-Alexander die Krankheit schon längst besiegt haben.

Oh, mein Gott! König Willem-Alexander - Die Lunge! Bösartige Krankheit bedroht sein Leben


Neulich beim Konzert von “Deutschland sucht den Superstar”-Gewinnerin Beatrice Egli: Ein Fan ruft zwischen zwei Songs laut “Beatrice, ich möchte dich heiraten!”

Beatrice Egli - Rührender Heiratsantrag!


Nach ihrer Brustamputation hat sich Angelina Jolie Silikonimplantate einsetzen lassen. Das könnte zu Infektionen führen.

Angelina Jolie - Schock-Diagnose - Der Star schwebt in akuter Lebensgefahr


Im kommenden Jahr könnte Prinz Harry womöglich vielleicht seine derzeitige Freundin Cressida Bonas heiraten. Cressida ist die Halbschwester von Isabella, mit der Harrys großer Bruder William vor sechs Jahren mal eine Beziehung hatte. Also: Harry aktuell mit Cressida, William früher mal mit Isabella. Williams heutige Ehefrau Kate findet Cressida ganz nett und plaudert ab und zu mal mit ihr.

Herzogin Kate - Spiel mit dem Feuer - Sie holt ihre große Rivalin in den Palast

Zur Erklärung: Kate habe einen “schlauen Plan ausgeklügelt: Sie macht sich die Schwester ihrer Feindin einfach zur besten Freundin. Und nimmt Cressida kurzerhand unter ihre Fittiche.” Mit der Kontrolle über Cressida “wird sie sich immer auf ihre Loyalität verlassen können. Auch gegen die eigene Schwester.” Har-har-har!


Helene Fischer hat in einem Interview erzählt, dass sie in den ersten Minuten nach einem Auftritt “noch voller Adrenalin” ist. “Danach fällt alles von mir ab. Ich gehe danach nicht gerne sofort ins Hotelzimmer, denn man fühlt sich oft sehr einsam nach dem Auftritt”.

Helene Fischer - Hilferuf aus dem Hotelzimmer - Von Millionen geliebt - doch oft so einsam


Irgendwo in Potsdam, also in der Stadt, in der auch Günther Jauch mit seiner Frau und seinen vier Töchtern lebt, hat ein “Sexgangster” Frauen belästigt.

Der blanke Horror vor Weihnachten - Günther Jauch - So gefährlich lebt seine Familie


*Korrektur, 12. Dezember, 15:05 Uhr: Charlotte Casiraghi ist natürlich nicht die Enkelin, sondern die Nichte des Fürsten von Monaco. Danke an Eve für den Hinweis!

**Korrektur, 13. Dezember, 14:11 Uhr: Diese Schlagzeile hatten wir zuerst einem anderen Blatt zugeschrieben. Pardon dafür!


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“Die Regenbogenpresse
schränkt meine Freiheit ein”

“Die Regenbogenpresse
schränkt meine Freiheit ein”

Viele Prominente wehren sich nicht dagegen, dass die Regenbogenpresse Woche für Woche in ihr Privatleben eindringt. Dass sie ihnen wahllos irgendwelche Skandale, Krankheiten, Seitensprünge, Babys, Hochzeiten und Scheidungen andichtet, sie beleidigt und verleumdet, ihre Aussagen verdreht und aus dem Zusammenhang reißt und auch sonst permanent den größten Quatsch über sie verbreitet.

Vermutlich haben einige von ihnen einfach keine Lust oder keine Zeit, sich andauernd mit diesen Mistblättern zu befassen. Einige wollen sicherlich auch nicht das finanzielle Risiko ständiger Gerichtsprozesse eingehen. Und anderen ist es wohl schlichtweg egal, was in den Heften über sie zu lesen ist.

Günther Jauch gehört nicht zu diesen Prominenten. Im Gegenteil: Er ist einer der Wenigen, die sich konsequent gegen die Regenbogenpresse wehren – mit bewundernswerter Hartnäckigkeit.

Wir wollten von ihm wissen, warum er das tut. Und wie er dabei vorgeht. Und welchen Einfluss die Regenbogenpresse auf sein Leben hat. Er hat sich sofort bereiterklärt, uns seine Sicht der Dinge zu schildern. Also sind wir zu ihm gefahren und haben ein sehr nettes und aufschlussreiches Interview mit ihm geführt.

Herr Jauch, warum gehen Sie so konsequent gegen die Regenbogenpresse vor?

Aus zwei Gründen. Erstens hat jeder Mensch eine Privatsphäre und ein Recht darauf, dass die geachtet wird. Das möchte ich, im Rahmen des juristisch Möglichen, auch für meine Familie und für mich in Anspruch nehmen. Und zweitens ärgert es mich, dass dort ununterbrochen Menschen getäuscht werden. Denen wird in der Schlagzeile etwas versprochen, das, wenn man es dann im Inneren nachliest, überhaupt nicht gehalten wird. Zu dem Zeitpunkt hat die Oma dann aber schon 1,50 Euro oder noch mehr ausgegeben. Ich werde also benutzt, um Leute reinzulegen und gleichzeitig das Vermögen von denjenigen, die diesen Dreck produzieren, noch zu vermehren – und da habe ich mir irgendwann mal gesagt: Ne! Dazu trägst du nicht auch noch bei, indem du dich nicht wehrst.

Und obwohl es jedes Mal mit enormem Zeit- und Geldaufwand verbunden ist, geht das Ehepaar Jauch gegen jede Kleinigkeit vor – in den meisten Fällen auch mit Erfolg:Gegendarstellung von Thea Sihler-JauchGegendarstellung - Auf der Titelseite von "WOCHE der FRAU" vom 29. Februar 2013 schreiben Sie über mich: "GÜNTHER JAUCH - Sterbedrama um seinen besten Freund - Hätte er ihn damals retten können?" - Hierzu stelle ich fest: Ich hatte keine Möglichkeit, meinen Freund zu retten, da er aufgrund einer Erkrankung verstorben ist, auf die ich keinerlei Einfluss hatte. - Potsdam, den 09. März 2012 - Günther Jauch - Herr Hauch hat Recht. Die Redaktion.

Wir haben mit Günther Jauch noch über viele andere Aspekte zur Regenbogenpresse gesprochen, und er hat uns spannende und sehr deutliche Antworten gegeben. Allerdings haben wir uns – nach Bitte von ihm und seinem Anwalt – letztlich dazu entschieden, nur einen kleinen Teil davon zu veröffentlichen.

Wir möchten kurz erklären, warum.

Es ist nämlich so, dass ein Mensch, der die Öffentlichkeit an seinem Befinden und seinem Privatleben teilhaben lässt, nicht den gleichen Rechtsschutz genießt wie derjenige, der die Tür von Anfang an zugelassen hat. Juristen nennen das “Selbstbegebung”. Das heißt: Wer sich öffentlich über private Details äußert, gibt in gewisser Weise den Schutz seiner Privatsphäre auf. Das gilt im Übrigen nicht nur für Prominente, sondern auch für gänzlich unberühmte Menschen, die private Dinge ins Netz stellen.

Im Extremfall kann das sogar dazu führen, dass jemand, der sein Leben permanent vor der Öffentlichkeit ausbreitet, auch die Veröffentlichung von privaten Dingen dulden muss, die er gar nicht zur Veröffentlichung freigegeben hat.

Günther Jauch, der sein Privatleben bislang weitestgehend von der Öffentlichkeit abgeschirmt hat, muss also immer aufpassen, dass er in Interviews nicht zu viel von sich selbst preisgibt. Er sagte uns:

In dem Moment, in dem ich mich zu etwas Privatem äußere, fällt mein juristischer Schutz in sich zusammen. Dann heißt es: Der hat ja selber sein Privates nach außen getragen.

Und genau das könnte nach Ansicht seines Anwalts im schlimmsten Fall auch für unser Interview gelten: Dass es den juristischen Schutz von Günther Jauch gefährdet, weil er sich darin über private Dinge äußert. Diesen Punkt können wir nachvollziehen und haben uns deswegen entschieden, nur einzelne Passagen des Gesprächs zu veröffentlichen.

Neben diesem rechtlichen Aspekt gibt es aber noch einen anderen Grund, warum Günther Jauch jedes einzelne Wort, das er von sich gibt, vorher gut überdenken muss: Denn nach jedem TV-Auftritt und jedem Interview muss er damit rechnen, dass die Regenbogenpresse irgendeinen Skandal daraus bastelt. Er sagt:

Ich kann mich also nicht so frei und authentisch äußern, wie ich es manchmal gerne würde. Das könnten ja die verschiedensten Aspekte sein, die in meinem Leben wichtig sind – und dazu würde ich sicherlich viel mehr sagen, wenn ich nicht immer Gefahr liefe, dass da wieder alles verdreht wird. Das heißt, ich muss bei allen Artikeln, bei allen Äußerungen von mir immer genau schauen: Was kann daraus gemacht werden? Das beeinträchtigt mein Leben. Diese Leute schränken meine Freiheit ein. Es kostet Lebenszeit, es kostet Geld, und ich kann nicht so frei auftreten, wie ich es sonst sicherlich machen würde.

Und das vielleicht Traurigste an der Sache ist, dass sich Günther Jauch nicht einmal richtig darüber äußern kann, dass er sich nicht äußern kann.


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Schlagzeilenbasteln (4)

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Haben Sie das Zeug zum Regenbogenredakteur? Finden Sie es heraus! Wir nennen Ihnen eine Nachricht, und Sie denken sich eine Schlagzeile dazu aus. Mit einem Klick auf den Link erfahren Sie, wie es die Profis gemacht haben.

Und schon geht’s los!


“die aktuelle” war zu Gast bei Sylvie van der Vaart in Hamburg. Und die sagt mit Freudentränen in den Augen: “Ich freue mich, dass meine Mama in der schweren Zeit so hinter mir steht”.

Daheim bei Sylvie - Tränen-Kollaps im Wohnzimmer

Ach, wobei … Warum nicht gleich so?

Exklusiv! Sylvie van der Vaart - Zusammenbruch im Wohnzimmer


Thea und Günther Jauch kauften 2010 das Weingut Othegraven im rheinland-pfälzischen Kanzem. Schließlich sind beide große Weinliebhaber.

Es ist nie zu spät - Günther Jauch & Thea - Ihr mutiger Neuanfang

Günther & Thea Jauch - Die Wahrheit über ihre Ehe


Als Daniela Katzenberger vier Jahre alt war, trennten sich ihre Eltern.

Daniela Katzenberger - Heimliches Psycho-Drama - Schon mit vier Jahren verlor sie den Glauben an die Liebe


In ihrem neuen Lied singt Helene Fischer: “Ich stress mich und schlauch mich, verlier und verbrauch mich”. Steilvorlage!

Ihr neues Lied ist wie ein Hilfeschrei - Helene Fischer - Wie lange hält sie den Stress noch durch?


Der 30-jährige Sohn von “Bauer sucht Frau”-Kandidatin Narumol will Mönch werden und von seiner thailändischen Wohnung in ein thailändisches Kloster ziehen.

Trauriger Abschied! Narumol & Josef - Tränen um ihr geliebtes Kind!


Während Bettina Wulffs neuer Lebenspartner Stefan Schaffelhuber sich gerade hat scheiden lassen, ist sie “nach wie vor mit Ex-Bundespräsident Christian Wulff (54) verheiratet.”

Rätselraten um die Scheidung - Bettina Wulff - Falsches Spiel mit ihrer neuen Liebe?


Schlagersängerin Nicole ist mit ihren Flipflops an einer Treppe hängen geblieben, gestürzt und hat sich den linken Mittelfuß gebrochen. Die Folge: Beim “Schlagerolymp” in Berlin könnte sie nur im Sitzen auftreten, ihr linkes Bein in einen Gipsverband gepackt.

Nicole - Unfall, Rollstuhl! Wird sie je wieder richtig laufen können?


Der italienische Fernsehsender, bei dem Michelle Hunziker die Sendung “Striscia la notizia” moderiert, hat sich einen Ersatz für die Schweizerin gesucht. Schließlich fällt Hunziker wegen der Geburt ihres zweiten Kindes eine Weile aus. Nun präsentiert die Argentinierin Belén Rodriguez die Satiresendung.

Unfreiwillige Babypause - Michelle Hunziker - Abgesägt von einem Luder


Bis zu zehn Energy-Drink-Dosen soll sich David Hasselhoff — “seine Trinkerei ist den Fans noch gut in Erinnerung” — täglich reinpfeffern.

David Hasselhoff - Rückfall in die Sucht


Jörg Pilawa geht 2014 wieder zur ARD. Und Inka Bause hat eine Show im ZDF.

Jorg Pilawa - Inka Bause - Neues Glück


Nachdem Prinz William seinen Dienst auf einer Militärbasis quittiert hatte, wurden dort zwei Wachhunde eingeschläfert. Die offizielle Begründung lautete, einer der Hunde sei zu krank, der andere zu aggressiv gewesen, um sie weiterzuvermitteln.

William & Kate - Erschütternder Vorfall - Ist ihre Tierliebe nur gespielt?


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Schlagzeilenbasteln (3)

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Alles klar? Dann los!


Jürgen Klopp ist beim Fußball mal wieder aus der Haut gefahren.

Bedrohliche Ausraster - Jürgen Klopp - Muss seine Frau sich vor ihm fürchten?


Die Publizistin Helga Hirsch arbeitet seit Kurzem als Beraterin im Bundespräsidialamt. Sie war vor 15 Jahren auch mal mit Bundespräsident Gauck zusammen.

Ob Daniela darüber glücklich ist? - Joachim Gauck - Er holt seine Ex zu sich

Und was ist nun mit seiner Daniela? - Joachim Gauck - Neuanfang mit der Ex - Sie gibt im Schloss den Ton an

Daniela muss mit seiner Vergangenheit leben - Joachim Gauck - Neue Geliebte aufgetaucht


Das Geissens haben bei Instagram dieses Foto ihrer Töchter Davina Shakira und Shania Tyra gepostet:Screenshot: http://instagram.com/p/deWEyprwCJ/#

Die Geissens - Lolita-Alarm! - Leichtsinnig, was sie ihren Töchtern antunDenn “Tatsache ist nun mal: In den anonymen Welten des Internets tummeln sich jede Menge Kriminelle und Pädophile auf der Suche nach Lolita-Fotos und Kontakten jeglicher Art. […] Machen sich die Geissens darüber keine Gedanken?”


Gertrud Steinbrück hat ihrem Mann irgendwann mal vorgeschlagen, den gemeinsamen Nachnamen Steinbrück abzulegen und stattdessen ihren Mädchennamen Isbary anzunehmen. Peers Antwort: “Wenn du das von mir verlangst, lasse ich mich scheiden.”

Sie sprachen schon von Scheidung


In einer Online-Umfrage ist Florian Silbereisen zum nervigsten Moderator Deutschlands gewählt worden.

Florian Silbereisen - Nur Helene kann ihn jetzt noch trösten


Zwei Monate nach der Geburt ihres Sohnes ist Herzogin Kate wieder rank und schlank.

Herzogin Kate - Dramatische Radikal-Diät - Ihr falscher Ehrgeiz gefährdet Klein-George!Denn: “Experten warnen ausdrücklich vor Diäten während des Stillens: Eine Mangelernährung schwächt die Güte der Muttermilch und schadet so dem Kind! Der Gedanke, Kate könnte weniger essen, um schneller schlank zu werden, ist furchtbar! Was wird aus dem kleinen George? Steht seine Gesundheit auf dem Spiel?”


Angeblich ist Stefan Mross “Geheimfavorit für eine mögliche Nachfolge von Markus Lanz” bei “Wetten, dass…?”

Schock-Nachricht - Stefan Mross - Was soll nur aus seinem Baby werden?Denn als Moderator von “Wetten dass…?” hätte er wohl kaum noch Zeit für seine Familie.


Als Günther Jauch in einer Fernsehshow gefragt wurde, wen er früher “scharf” fand, antwortete er: “Ich fand Karin Dor toll. Ja, das war mein erster Kinofilm [...]. Und da war eine unvorstellbar schöne Frau … und das war Karin Dor!”

Günther Jauch - Wo fängt Untreue an? Es geht um diese schöne Frau


Von Boris und Lilly Becker sind diese beiden Fotos aufgetaucht:Ausriss: "Die neue Frau", Nr. 36/2013

Boris & Lilly - Sagt sie ihm hier, dass sie schwanger ist?


Birgit Schrowange sagt in einem Interview, insgesamt finde sie die Generation Männer zwischen 40 und 50 nicht souverän genug: “Die haben Angst vor erfolgreichen Frauen und suchen nach wie vor das Modell ‘jüngere Ehefrau, die ihnen den Rücken freihält”.

Markus Lanz - Pikante Enthüllung - Jetzt packt seine Ex-Geliebte ausDenn Birgit Schrowange war mal mit Markus Lanz zusammen. Und der ist ein Mann zwischen 40 und 50.



Apropos — Markus Lanz, der bekanntlich auch mal gerne an extreme Orte reist (Grönland, Alaska, Malle), wurde vor zwei Jahren in einem Interview gefragt, ob er “auch schon Halluzinationen im Eis” gehabt habe. Lanz antwortete: “Ja. Vor allem am Südpol.”

Markus Lanz - Überraschende Beichte - Er spricht über seine Wahnvorstellungen


Lilly Becker hat das hier bei Twitter gepostet:Beautiful .... I want her ... [Foto eines Mädchens]

Boris Becker (45) - Lilly wünscht sich ein Mädchen


George III. (1738-1820), König von Großbritannien, litt unter einer Stoffwechselstörung. Und bei Alice von Battenberg (1885-1969), der Schwiegermuter von Königin Elisabeth, wurde 1930 Schizophrenie diagnostiziert.

Prinzessin Kate - Angst um Baby George - Schock-Nachricht: Eine schlimme Erbkrankheit bedroht den kleinen Thronfolger


Boris Becker hat schon lange nichts mehr über seine Tochter getwittert.

Neuer Schock - Boris Becker & Lilly - Darf er sein Kind nicht mehr sehen?


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Die Mär der Ringe
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Die Mär der Ringe

Au Backe, was habt ihr denn da wieder für ein Drama ausgegraben, alte Ehebrecher von “Die 2″?Günther Jauch - Der Ehering ist schon mal runterUnd wo ist das Ganze passiert?

In "Die 2" ist's passiertAlso das klingt mal nach exklusivem Stoff! Dann hat Günther Jauch doch sicher auch gleich die Scheidungspapiere in der Redaktion unterschrieben, oder? Mensch, was für eine heiße Story!

Nun ja, ganz so kommt es dann doch nicht. Denn es geht nicht um “Die 2″, sondern um “Die 2″ …

Was für ein Einstand! Mit ihrer neuen RTL-Sendung “Die 2 — Gottschalk & Jauch gegen ALLE” holten die beiden Show-Giganten am vergangenen Montag 6,9 Millionen Zuschauer vor den Bildschirm.

Und die Sache mit dem Ehering? Auch nur eine halsbrecherische Verdrehung halsbrecherischer Ereignisse:Halsbrecherischer Stunt: Günther Jauch hängt an einer Hubschrauberkufe - Der Ehering sitzt so fest, dass Günther Jauch ihn nur mit Mühe abkriegt

Als er sich an eine Hubschrauberkufe hängen sollte, bekam er den Ehering erst nicht ab, so fest saß der. Oft läuft er offenbar nicht ohne rum!

Na, da haben eure Leser und wir ja mal richtig Glück gehabt, dass ihr diesen irren Moment für alle Ewigkeit festgehalten habt.


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Sind die noch zu retten?

Sind die noch zu retten?

Die aktuelle “Woche der Frau” sieht ein wenig anders aus als sonst:[Auf der Titelseite ist unten links ein großer, grüner Kasten, in dem steht:] Gegendarstellung - Auf der Titelseite von "WOCHE der FRAU" vom 29. Februar 2013 schreiben Sie über mich: "GÜNTHER JAUCH - Sterbedrama um seinen besten Freund - Hätte er ihn damals retten können?" - Hierzu stelle ich fest: Ich hatte keine Möglichkeit, meinen Freund zu retten, da er aufgrund einer Erkrankung verstorben ist, auf die ich keinerlei Einfluss hatte. - Potsdam, den 09. März 2012 - Günther Jauch - Herr Hauch hat Recht. Die Redaktion.

Die Gegendarstellung ist das Ergebnis eines Rechtsstreits zwischen Günther Jauch und dem Klambt-Verlag. Das Landgericht Frankenthal hatte den Verlag im April 2012 in einem Urteil dazu verpflichtet, sie auf der Titelseite abzudrucken.

In der Begründung hieß es unter anderem, die Frage (“Hätte er ihn damals retten können?”) sei “keine echte Frage”; vielmehr beinhalte sie “eine Behauptung, welche einer Gegendarstellung zugänglich ist.”

Betrachtet man die streitgegenständliche Äußerung verbunden mit dem unstreitigen, auch im Innenteil der Ausgabe wiedergegebenen Sachverhalt, ergibt sich eindeutig, dass die auf der Titelseite gestellte Frage nicht ergebnisoffen ist, sondern eindeutig nur mit “Nein” beantwortet werden kann.

Die Kammer kam zu dem Schluss, die Frage erscheine “als aus der Luft gegriffen und lediglich zum Zwecke der Produktion einer auflagenfördernden Schlagzeile formuliert”.

Die Berufung des Klambt-Verlags wurde vom Pfälzischen Oberlandesgericht zurückgewiesen.

Dieser ganze Fall ist einerseits ein gutes Zeichen. Er zeigt, dass sich die Redaktionen nicht vor juristischen Konsequenzen schützen können, indem sie ihre Märchenschlagzeilen mit einem unschuldigen Fragezeichen versehen. Er zeigt auch, dass es durchaus möglich ist, erfolgreich gegen die Regenbogenpresse vorzugehen, wenn man als Prominenter nur einigermaßen hartnäckig ist.

Einerseits.

Andererseits ist es ja doch hoffnunglos.

Man muss nur zwei Mal umblättern. Dann stößt man in der “Woche der Frau” — in derselben verdammten Ausgabe! — auf diesen Artikel:Pierce Brosnan - Hätte er Charlotte retten können?Charlotte, Brosnans Tochter, ist an Krebs gestorben.


Siehe auch: Pressemitteilung von Günther Jauchs Anwalt


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Günthers Werk und Thomas’ Beitrag

Günthers Werk und Thomas’ Beitrag

Beim Ideen-Sammeln für Geburtstagskärtchen stolpert man ja öfters über so abgegriffene Sätze wie:

Eine richtige Männerfreundschaft kann so schnell nichts erschüttern.

Eben solche ollen Sprüche über Freundschaft.

Die “Woche der Frau” fand den Spruch aber so dufte, dass sie damit einen Artikel beginnt. Denn genau so eine “Männerfreundschaft” pflegen auch die Moderations-Routiniers Günther Jauch und Thomas Gottschalk, denn die beiden …

[...] bezeichnen sich als “Brüder im Geiste”. Seit über 30 Jahren gehen sie gemeinsam ihren Weg.

Homer Simpson würde sagen: “Laaaaaaaangweilig!”
Also wird die “Woche der Frau” mal ein wenig mysteriöser:

Eine lange Zeit, in der man zusammenhält, für den anderen einsteht, ihn vielleicht sogar deckt. Was die TV-Stars im Detail alles verbindet, wissen nur sie selbst genau.

Nun, eine überraschende Erkenntnis des Blatts. Eine, die für das ganze Regenbogenland mal die Grenze zwischen Märchenstunde und seriösem Journalismus aufzeigen könnte.

Aber nö:
Sensationelle Enthüllung - Thomas Gottschalk & Günther Jauch - verbindet sie ein dunkles Geheimnis?

Ein Geheimnis der beiden wurde jetzt allerdings enthüllt. Wie es aussieht, muss Günther Jauch seinem Freund quasi auf ewig dankbar sein…
Das wusste keiner: Ende der 90er war Gottschalk die erste Wahl als “Wer wird Millionär”-Moderator! Er verzichtete jedoch und ließ seinem Freund den Vortritt.

Ganz frisch enthüllt! Das wusste nun wirklich keiner!

Zumindest keiner in der Redaktion der “Woche der Frau” — bis die Historiker über einen 13 Jahre alten Artikel aus der “B.Z.” gestolpert sind und daraus heute “dunkle Geheimnisse” zusammenstricken. Was an einer uralten, öffentlich gedruckten Aussage so dunkel und geheim ist, weiß allerdings kein Mensch.

Egal, die “Gerüchteküche brodelt” jedenfalls — und das exklusiv in “Woche der Frau”!

Jauchs Bürde: ewige Dankbarkeit. Da kann man schon mal ins Mutmaßen abrutschen.

Fordert er [Gottschalk] nun etwa eine Revanche für diese Starthilfe? Der Verdacht ist nicht von der Hand zu weisen.

Dieser Verdacht hängt für das Blatt mit der neuen Show “Die 2 — Gottschalk & Jauch gegen alle” zusammen, bei der die beiden Kumpels im Duo auftreten werden.

Die Beweisführung geht irgendwie so: Gottschalk sei als absolutes “Quoten-Gift” bekannt, deswegen soll Zuschauerwunder Jauch ihm jetzt aus der Patsche helfen. Für das Blatt ist “Fakt”, dass das Internet den Gottschalk bei “Supertalent” super scheiße fand (“‘Peinlicher geht’s kaum’”) und die “Zuschauer” die neue Sendung auch total scheiße finden werden (“Zuschauer verurteilen die neue Show schon jetzt zum Scheitern!”).

Ergo riskiere Jauch mit der Sendung nicht weniger als “seinen guten Ruf” und, als wäre das noch nicht genug, zudem noch “Kopf und Kragen”.

Bums. Fall abgeschlossen. Der gute Günther ist also einen dunklen Pakt mit dem gelockten Teufel eingegangen.

Dass der Traum aller Schwiegermütter einfach mal wieder Bock hat, mit seinem alten Freund Thommy zusammenzuarbeiten, das …

[...] kann man sich kaum vorstellen.


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Schicksalsschlaglöcher

Schicksalsschlaglöcher

Sagt mal, Schnüffelnasen von “die aktuelle”, meint ihr, es war eine gute Idee, eure Titelstory über Uninteressantes aus Günther Jauchs Privatleben so zu beginnen?Ausriss Die Aktuelle - Sein Privatleben ist ihm heilig. Günther Jauch, 56, scheint es zu hassen, wenn seine Fans sich zu sehr für den Menschen Jauch interessieren. Ehefrau Thea, 54, die vier Kinder, sein Heim - alles für die Öffentlichkeit tabu.Denn wen dürfte der Mensch Jauch noch mehr hassen als zu interessierte Fans? Richtig: Tabubrecher von “die aktuelle”, die das heilige Privatleben nicht heiliges Privatleben sein lassen.

Ihr seid neulich beim Sonntags-Fernsehen von eurem Stammsender “RTL II” aus Versehen ins “Erste” geraten, in den “Polit-Talk ‘Günther Jauch’”. Und da habt ihr einen “Einspieler-Film” gesehen, der euch von den Socken gehauen hat. Denn:

Der hatte Sensations-Charakter. Zu sehen war eine Straße in Potsdam — seine Straße. Die Straße in der Günther Jauch abgeschieden am Heiliger See lebt.

Potztausend! Da kann man vor lauter Aufregung doch glatt jegliche Kommasetzung vergessen.

Und so sah diese, ähm, Sensation aus:Ausriss Die Aktuelle - Dieses Bild zeigte Günther Jauch in der Live-Sendung. Zu sehen sind die Schlaglöcher in seiner Straße

Hier beginnt sein Arbeitsweg. Jauch in der Live-Sendung: „Und auch in meiner Straße muss ich morgens erstmal diese Schlaglöcher umkurven, damit die Achse nicht gleich ihren Geist aufgibt.“ Einen wie ihn, diszipliniert, beherrscht, ordnungsliebend, muss sowas ärgern. Marode Straßen, kaputte Wege — wüste Zustände in seinem Villen-Viertel.

Und weil Günther Jauch das Villen-Viertel ist und das Villen-Viertel Günther Jauch, kann man eigentlich nur diese Zeile auf den Titel rotzen:Ausriss Die Aktuelle - Das hätte keiner gedacht ... Günther Jauch - So wüst lebt er! Skandalöse Zustände im Villen-Viertel


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In Bierlaune

In Bierlaune

Wenn man ab und zu mal “die aktuelle“ liest, dann vermutet man hinter einer solchen Ankündigung auf dem Titelblatt …Günther Jauch - Sein Ausrutscher auf der Promi-Party… eine Geschichte, die ungefähr so geht: Günther Jauch war auf einer Party und drei Tage vorher war am gleichen Veranstaltungsort ein Bananen-Wettessen. Nach dem Wettbewerb lagen noch ein paar Bananenschalen herum. Und hätte die niemand weggeräumt, dann, ja dann hätte Günther Jauch unter Umständen auf der Promi-Party darauf ausrutschen können.

Doch auch im Heftinneren schnappen die Hyperventilierer von “die aktuelle” weiter nach Luft:

Das kann eigentlich nur ein Doppelgänger von Günther Jauch, 56, sein …

Was war denn mit dem los!

Der sonst so überaus beherrschte und nüchterne TV-Star mutierte plötzlich zum Party-Clown.

Ganz ruhig! Was ist denn nun Sensationelles passiert bei dieser Party?

Jauch war “um einiges später als die anderen Gäste eingetroffen”.

“Das Flugzeug hatte Verspätung. Und dann der Klassiker: Koffer weg!”, erklärte Jauch — bestens gelaunt! Jeder andere hätte vermutlich Gift und Galle gespuckt nach so einer Pannen-Anreise.

Das ist — ungelogen! — Günther Jauchs “Ausrutscher auf der Promi-Party”, den “die aktuelle” auf dem Cover ankündigt: Er war gut gelaunt.

Doch das Blatt gibt sich damit noch nicht zufrieden. Es will wissen, warum ein “beispiellos korrekter Mann wie Günther Jauch” es auf einmal so “richtig krachen lässt”.

Und die Redaktion hat auch eine Erklärung gefunden. Die ultimative Regenbogenerklärung, wenn jemand fröhlich/traurig/miesepetrig/wasauchimmer ist: Alkohol.Es waren nur ein, zwei Drinks ... könnte Günther Jauch hier sgen. Er wirkte jedenfalls total aufgekratzt.

Hatte es in der Warteschlange [am Flughafen] vielleicht ein Beruhigungs-Schnäpschen gegeben? Das könnte den völlig losgelösten Jauch erklären.

Hey, Schenkelklopfer von “die aktuelle”, habt ihr schonmal was von der Fernsehsendung “Wer wird Millionär?” gehört?

Da erzählt Günther Jauch seit über 1000 Folgen ähnlich heitere Höhö-Geschichten wie auf dieser Promi-Party. Wir können uns nicht vorstellen, dass er dabei jedes Mal betrunken war.


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Des Günthers neue Kleider

Des Günthers neue Kleider

Blenden Sie nun bitte für ein paar Minuten jegliche moralischen Gedankengänge aus und stellen Sie sich vor, Sie sind Redakteur bei einem Regenbogenblättchen. Und Sie bekommen die Aufgabe, im nächsten Heft Werbung zu machen – im redaktionellen Teil. Und zwar für die neue Modekollektion der Geissens.

Zugegeben: Schon jetzt kein leichter Job. Aber wir erhöhen den Schwierigkeitsgrad noch ein bisschen.

Der Artikel soll genug hergeben, um auf dem Titelblatt angekündigt zu werden. Außerdem muss in der Überschrift irgendwas mit “Geheim” stehen. Und, als letzte Herausforderung: Günther Jauch muss darin vorkommen.

Am Ende sollte der Artikel dann — inklusive Produktfotos, Preisangabe und Internetadresse — in etwa so aussehen:Ausriss: "Mehr Spass", Nr. 5/2013Na, schon eine Idee? Nein?

Dann zeigen wir Ihnen jetzt mal, wie das Blättchen “Mehr Spass” diese Aufgabe bewältigt hat.

Die Redakteure haben einfach ein “Exklus-Interview” [sic] mit Robert Geiss geführt und ihn dann sagen lassen, dass er gerne mal Günter Jauch “auf rockig umstylen” würde. Die beiden sind sich zwar noch nie “über den Weg gelaufen”, und ein Treffen ist vorerst auch nicht geplant, aber das macht die ganze Sache ja nur noch, ähm, überraschender:

Überraschend: Die rheinische Frohnatur würde den hochseriösen Westfalener [sic] gerne neu einkleiden!

Eine grandiose Idee!

Findet zumindest die “Mehr Spass”:

[Eine gute Figur] hat der Moderator ohne Frage. Und deshalb würde der Vater vierer Töchter auch problemlos in Roberts neue Modelinie [Name der Modelinie] passen, eine rockige Kollektion aus Kappen und T-Shirts. […] Ein Hingucker wäre er auf jeden Fall.

Dann noch eine knackige Überschrift ausdenken – und fertig ist der exklusive PR-Text.Überraschend, was er mit dem Talkmaster vorhat - Die Geissens - Geheim-Plan mit Günther Jauch

Auf dem Titel wird die Anzeige der Text übrigens so angekündigt:Die Geissens - Exklusiv! - Geheim-Plan mit Günther Jauch


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