Post an den Presserat (4)
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Post an den Presserat (4)

Der Presserat hat heute sieben Rügen, 17 Missbilligungen und 42 Hinweise verteilt (Pressemitteilung vom 13. März 2015).

Unsere Beschwerden dürften erst bei der nächsten Sitzung bearbeitet werden. Und damit da genug zusammenkommen, haben wir heute wieder drei neue rüber geschickt …


Tragischer Selbstmord - Mick Jagger (70) - Warum konnte er seine Freundin nicht retten?

1)

“Das neue Blatt” schreibt in seinem Artikel über die vermeintlichen Hintergründe des Selbsmordes der Mode-Designerin L’Wren Scott, die mit Musiker Mick Jagger liiert war. Dabei rekonstruiert die Autorin den Suizid Scotts: Sie “erhängte sich mit einem Schal an einem Türknauf in ihrer Wohnung in New York”; und wirft mit Andeutungen zu möglichen Gründen um sich:

Zuletzt hatte sich die erfolgreiche Mode-Designerin immer mehr zurückgezogen, wurde wegen Depressionen und Selbstverletzung behandelt. Ihr Kinderwunsch blieb unerfüllt, ihre verschuldete Firma soll vor dem Aus gestanden haben.

Zudem stellt “Das neue Blatt” die Vermutung in den Raum, Mick Jagger könnte durch zu seltenen Kontakt eine Teilschuld am Selbstmord seiner Freundin haben.

2)

Mit der Veröffentlichung nutzt “Das neue Blatt” L’Wren Scotts Selbstmord für einen Sensationsartikel. Das Vorgehen der Redaktion ist alles andere als rücksichtsvoll, versucht sie doch, Mick Jagger mitverantwortlich für den Tod seiner Lebensgefährtin zu machen:

Und sie fühlte sich sicher auch vernachlässigt, da der Frauenheld [Jagger] sie wochenlang allein ließ

Die rhetorische Frage in der Überschrift (“Warum konnte er seine Freundin nicht retten?”) sowie das Artikelende (“Vielleicht auch von Jagger, der nun mit Schuldgefühlen leben muss.”) verstärken die Schuldzuweisung.

Zudem könnte die detaillierte Beschreibung des Selbstmordes Menschen, die überlegen, sich das Leben zu nehmen, als Anleitung dienen. Hier handelt “Das neue Blatt” verantwortungslos, nur um dem Artikel eine sensationelle Aufmachung verleihen zu können. Höhere Verkaufszahlen sind dem Blatt offenbar wichtiger als ein rücksichtsvoller und bewusster Umgang mit dem heiklen Thema.

3)

Unseres Erachtens verstößt der Artikel gegen Ziffer 8 des Pressekodex.

In Richtlinie 8.7 fordert der Presserat einen zurückhaltenden Umgang bei Veröffentlichungen zum Thema “Selbstmord”:

Die Berichterstattung über Selbsttötung gebietet Zurückhaltung. Dies gilt insbesondere für die Nennung von Namen, die Veröffentlichung von Fotos und die Schilderung näherer Begleitumstände.

Die gebotene Zurückhaltung fehlt in dem Artikel völlig. Im Gegenteil: “Das neue Blatt” geht ausgesprochen rücksichtslos vor, die “Schilderung näherer Begleitumstände” nimmt einen wichtigen Teil des Artikels ein. Damit versößt “Das neue Blatt” gegen den Pressekodex.

Richtlinie 8.6 gibt vor, wie über Erkrankungen berichtet werden soll — und wie nicht:

Körperliche und psychische Erkrankungen oder Schäden gehören zur Privatsphäre. In der Regel soll über sie nicht ohne Zustimmung des Betroffenen berichtet werden.

Auch diese Vorgabe missachtet “Das neue Blatt” durch die Thematisierung von L’Wren Scotts Depression und ihrer Selbstverletzung.


William und Kate - Leichtfertig setzen sie ihr Leben aufs Spiel!

1)

Kate und William haben für den 7. April 2014 einen Besuch in der neuseeländischen Hauptstadt Wellington geplant. Ihr Sohn George soll auch dabei sein. Um am schnellsten von Großbritannien nach Neuseeland zu kommen, muss die Familie den Flieger nehmen. Für die “Heim und Welt” Grund zur Sorge:

Nicht auszudenken, welche katastrophalen Folgen ein Absturz hätte! [...] Wie schnell es geschehen kann, dass ein Flugzeug sein Ziel nicht erreicht, kann sie [die Queen] täglich im Fernsehen und in der Zeitung verfolgen.

Die “Heim und Welt” spielt dabei auf den Flug MH370 an, also jenes Flugzeug, das vergangenes Jahr mit Passagieren und Besatzung spurlos verschwunden ist. Das Blatt befürchtet, dass Kate, William und George bei einem ähnlichen Flugzeugunglück ums Leben kommen könnten:

Leichtfertig setzen William und Kate ihr Leben wie auch das ihres Sohnes aufs Spiel. Vor allem gefährden sie mit ihrem Verhalten die Zukunft der Monarchie!

Ernstzunehmende Hinweise, dass die drei wirklich in Lebensgefahr schweben, nennt das Blatt allerdings nicht.

2)

Die “Heim und Welt” erfindet eine Sensationsschlagzeile, um der potentiellen Leserschaft eine vermeintlich aufregende Geschichte verkaufen zu können. Für die angebliche Bedrohung des Prinzenpaares samt Sohn nennt die Redaktion allerdings keinerlei konkreten Hinweis oder Beleg.

Das Heft schließt einzig aus den Umständen, dass der Flug MH370 womöglich verunglückt ist, und dass William, Kate und George mit einem Flugzeug reisen, auf eine besonders hohe Gefahr für die drei, bei einem Flugzeugunglück umzukommen. Weshalb die drei jedoch einer größeren Gefahr ausgesetzt sein sollen als alle anderen Flugzeugpassagiere, wird nicht erläutert.

3)

Unseres Erachtens verstößt die Veröffentlichung gegen die Ziffern 1 und 2 des Pressekodex.

Ziffer 1 verlangt eine “wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit”. Davon kann in diesem Fall nicht die Rede sein: Die “Heim und Welt” suggeriert eine Bedrohungslage für Kate, William, George und die britische Krone. Dafür liefert das Heft allerdings keinen Beweis. De facto besteht keine erhöhte Gefahr für die Familie des britischen Thronfolgers.

“Leichtfertig setzen sie ihr Leben aufs Spiel”, lautet die Überschrift des “Heim und Welt”-Artikels. Das klingt so, als würden Kate und William durch irgendein verantwortungloses und gefährdendes Verhalten ihr eigenes Leben und das ihres Sohnes riskieren. Beim Lesen des Artikels zeigt sich aber, dass diese aufsehenerregende Schlagzeile nichts weiter ist als heiße Luft. Die Überschrift entstellt somit den Sinn des Artikels, vermutlich aus Verkaufsgründen. Daher verstößt diese Veröffentlichung gegen Ziffer 2 des Pressekodex.


Helene Fischer - Lebens-Gefahr

1)

Über Helene Fischers Einsatz während ihrer Shows schreibt “Das neue Blatt”:

Sie will überraschen, das Publikum begeistern. Für ihre Fans gibt Helene Fischer alles! Dabei ist die Gefahr, sich zu verletzen oder dass Schlimmeres passiert, groß, wie ein schwerer Unfall zeigt.

Als Beispiel dafür, wie schnell ein Unglück geschehen kann, erzählt “Das neue Blatt” die Geschichte einer Artistin nach, die sich bei einer Showeinlage das Handgelenk angebrochen und Prellungen am Rücken zugezogen hat. Dabei turnte sie — genauso wie Helene Fischer bei ihren Bühnenauftritten — in einer Plexiglaskugel. Am Ende des Artikels fragt “Das neue Blatt”, ob Fischer nach diesem Vorfall “vernünftig wird”.

Auf dem Titel kündigt die Redaktion diese Geschichte plakativ mit “Helene Fischer — Lebens-Gefahr” an.

2)

“Das neue Blatt” verbindet einen Unfall einer Artistin mit den — bislang stets unfallfreien — Bühneneinlagen, die Helene Fischer auf ihrer Tournee zeigt, und bastelt daraus eine aufsehenerregende Schlagzeile. Die Redaktion erweckt den Anschein, dass Fischer in Lebensgefahr schwebe. Wirkliche Anhaltspunkte dafür nennt sie allerdings nicht.

Helene Fischer ist offenbar keiner tatsächlichen Gefahr ausgesetzt. Nur weil eine Artistin bei einem Auftritt einen Unfall hatte, heißt das nicht automatisch, dass alle, die einen Stunt auf einer Bühne hinlegen, kurz vor einem lebensgefährlichen Unfall stehen. “Das neue Blatt” wählt dennoch diese Überschrift, vermutlich, um mehr Käuferinnen und Käufer an den Kioskregalen zum Zugreifen zu bewegen.

3)

Unseres Erachtens verstößt die Veröffentlichung gegen die Ziffern 1 und 2 des Pressekodex.

Der Artikel arbeitet mit Schlussfolgerungen, die nicht nachvollziehbar sind. Außerdem fehlen Belege in dem Text, die bestätigen, dass Helene Fischer tatsächlich während ihrer Auftritte unter akuter Lebensgefahr rumturnt. “Das neue Blatt” täuscht seine Leserschaft mit einer sensationellen Geschichte, die gar keine ist — eine wahrhaftige Unterrichtung der Öffentluchkeit findet nicht statt. Deshalb verstößt dieser Artikel gegen Ziffer 1 des Pressekodex.

Die Überschriften im Heftinnern (“Helene Fischer (29) — Schwerer Unfall — wird sie jetzt vernünftig?”) und auf der Titelseite (“Helene Fischer — Lebens-Gefahr”) erwecken den Eindruck, dass die Musikerin in großer Gefahr schwebt. Der Text wird dieser Ankündigung allerdings nicht gerecht. Die Überschriften entstellen den Sinn des Artikels. Daher verstößt diese Veröffentlichung auch gegen Ziffer 2 des Pressekodex.


Wir wollen uns wieder häufiger über die Regenbogenpresse beschweren — nicht nur hier im topfvollgold, sondern so richtig offiziell.

In Deutschland ist dafür der Presserat die oberste Anlaufstelle. Deswegen schicken wir wieder regelmäßig Beschwerden über einzelne Regenbogenartikel dorthin.


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Post an den Presserat (3)
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Post an den Presserat (3)

Und wieder haben wir einen Schwung Beschwerden an den Presserat geschickt — dieses Mal zu folgenden Regenbogen-Artikeln …


Willem-Alexander - Das Geständnis seiner Mutter rührt ihn zu Tränen

1)

Die “Heim und Welt” berichtet von einem Gespräch zwischen dem niederländischen König Willem-Alexander und seiner Mutter Beatrix. Die Redaktion will dabei ganz nah dran gewesen sein und schreibt im Reportagestil direkt aus dem Büro des Königs:

Zufrieden klappt Willem-Alexander (46) die Arbeitsmappe auf seinem Schreibtisch zu und legt sie zur Seite. Da fällt ihm der Kalender ins Auge, in dem der 27. April farbig markiert ist. Denn dieses Datum ist ein ganz besonderes: Zum ersten Mal wird Willem-Alexander dort mit den Niederländern den Königstag zu seinen Ehren feiern!

In diesem Reportage-Ton geht es weiter, als ihn “plötzlich” “ein Klopfen aus seinen Gedanken” holt und seine Mutter die Tür mit “einem leichten Knarren” öffnet. Sie sagt ihm, wie stolz sie auf ihn sei und dass die Niederländer mit ihm einen hervorragenden König hätten. Diese angeblichen Aussagen von Beatrix lassen die “Heim und Welt” titeln: “Willem-Alexander — Das Geständnis seiner Mutter rührt ihn zu Tränen”.

2)

Der Artikel der “Heim und Welt” ist mit all seinen Details und Geschehnissen komplett erfunden. Das Blatt führt keine Belege oder Quellen an, die darauf hindeuten könnten, dass sich die beschriebene Szene im Büro des niederländischen Königs tatsächlich so abgespielt hat.

Zudem ist der “Heim und Welt” ein faktischer Fehler unterlaufen, der die Zweifel an der Wahrhaftigkeit des Artikels noch einmal unterstreicht: Üblicherweise findet der Königstag in den Niederlanden tatsächlich am 27. April statt. 2014 wurde er jedoch um einen Tag vorverlegt, weil er sonst auf einen Sonntag gefallen wäre. Es wäre also höchst verwunderlich, wenn in Willem-Alexanders Kalender der 27. April 2014 “farbig markiert” war.

3)

Unseres Erachtens verstößt der Artikel der “Heim und Welt” gegen die Ziffern 1 und 2 des Pressekodex.

Für ihre Geschichte liefert die “Heim und Welt” keinen Anhaltspunkt, der dafür spricht, dass es zu diesem Gespräch zwischen Mutter und Sohn tatsächlich gekommen ist. Es ist höchst wahrscheinlich, dass die Geschichte vollständig an den Haaren herbeigezoen ist. Der Artikel widerspricht damit sowohl der Achtung der Wahrheit — da hier offensichtlich eine erfundene Geschichte als Wahrheit ausgegeben wird — als auch der wahrhaftigen Unterrichtung der Öffentlichkeit, die der Pressekodex fordert. Daher verstößt die “Heim und Welt” mit dieser Veröffentlichung gegen Ziffer 1.

Nicht nur, dass das bloße Erfinden einer kompletten Geschichte dem Anspruch ordenticher Recherche gänzlich widerspricht — beim Erfinden hat die “Heim und Welt” auch noch einen faktischen Fehler gemacht. Dazu steht unter Ziffer 2 des Pressekodex: “Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt. Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen [...] sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben.” Eine Prüfung “mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt” hat in diesem Fall offensichtlich nicht stattgefunden. Damit verstößt die “Heim und Welt” gegen Ziffer 2 des Pressekodex.


Fürstin Charlène - Lebensgefahr! Im Traum-Urlaub war sie dem Tod ganz nah

1)

Die “Schöne Woche” berichtet über einen Urlaub, den Monacos Fürstin Charlène auf einer Karibikinsel verbracht hat. Auf den ersten Blick durch und durch ein Traumurlaub, doch nicht so laut der Schlagzeile der “Schöne Woche”: “Im Traum-Urlaub war sie dem Tod ganz nah”. Im Artikel heißt es dann weiter: “Die Fürstin befand sich in Lebensgefahr! Ein lautloser Killer bedrohte ihr Glück.”

Bei dem “lautlosen Killer” handelt es sich um die Tigermücke, die auch auf dieser Karibikinsel vorkommen soll und das Dengue-Fieber verbreitet. Laut “Schöne Woche” sterben jährlich 22 000 Menschen an dieser Krankheit, weltweit erkranken daran jedes Jahr 50 bis 100 Millionen, davon rund 20 000 in der Karibik. Schutz gegen das Dengue-Fieber bietet unter anderem das Tragen heller und geschlossener Kleidung. Darauf hat Charlène, wie die “Schöne Woche” besorgt feststellt, verzichtet:

Als sie mit ihren Freunden herumalberte, hatte sie die Ärmel hochgekrempelt und trug Shorts. Sie lief auch barfuß über den Strand [...]. Die Fürstin bot den Mücken also mit viel nackter Haut eine Menge Angriffsfläche. Ganz schön leichtsinnig!

Letztendlich ist Charlène auf ihrer Reise nichts Schlimmes zugestoßen, beruhigt die “Schöne Woche”, die aber gleichzeitig mahnt: “Sie kann von großem Glück reden, dass ihr nichts passiert ist!”

2)

Die “Schöne Woche” übertreibt in dieser Veröffentlichung maßlos. Sie verdreht Fakten und Tatsachen zu Charlènes Urlaub so sehr, bis eine angebliche Sensation herauskommt, die das Blatt groß auf der Titelseite ankündigen kann. Nach der “Schöne Woche”-Logik wäre jeder Karibik-Urlauber “dem Tod ganz nah”. Hochgekrämpelte Ärmel und ein Barfuß-Spaziergang rechtfertigen nicht die Hysterie der Schlagzeile.

Die auf dem Titel versprochene dramatische Geschichte rund um Charlènes Urlaub existiert nicht. Beim Lesen des Textes im Heftinnern wird klar, dass die Redaktion sie einzig zu Verkaufszwecken aufgebauscht hat.

3)

Unseres Erachtens verstößt der Artikel der “Schöne Woche” gegen die Ziffern 1 und 2 des Pressekodex.

Eine besondere Bedrohung Charlènes durch die Tigermücke gab es nie. Eine Erkrankung am Dengue-Fieber war für sie genauso realistisch (beziehungsweise unrealistisch) wie für jeden anderen Karibik-Urlauber. Durch die stark übertriebene Schlagzeile auf dem Cover verzerrt die “Schöne Woche” die tatsächlichen Fakten. Damit achtet sie nicht die Wahrheit und verfolgt auch keine wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit. Damit verstößt der Artikel gegen Ziffer 1 des Pressekodex.

“Lebensgefahr! Im Traum-Urlaub war sie dem Tod ganz nah”, schreibt die “Schöne Woche” auf ihrer Titelseite. Und auch für die Überschrift im Heftinnern wählt das Blatt einen ähnlichen Ton: “Lebensgefahr im Traumurlaub! Ein lautloser Killer bedrohte ihr Glück”. Diese Titelzeilen stellen eine Täuschung der Leserschaft dar, die einzig das Ziel hat, noch mehr Hefte zu verkaufen. Der “lautlose Killer”, der eine tatsächliche Bedrohung für Charlène darzustellen scheint, entpuppt sich am Ende lediglich als Mücke, von der eine potentielle Gefahr ausgeht. Schlagzeile und Überschrift entstellen somit den Sinn des Artikels — ein Verstoß gegen Ziffer 2 des Pressekodex.


"Willkommen in meinem Reich" - doppelseitiger Bericht über den neuen Harald Glööckler-Laden in Berlin

1)

In Berlin hat der Modedesigner Harald Glööckler einen Laden eröffnet. Das Regenbogenheft “Das neue Blatt” berichtet darüber besonders ausführlich: Auf einer Doppelseite zeigen viele Fotos entweder Kleidung und andere Produkte, die es in dem Laden zu kaufen gibt, oder Prominente, die sich mit eben jenen Produkten haben ablichten lassen. Die Redaktion hat den Fotos im Layout immer wieder Preisschilder hinzugefügt, die den Preis für dass jeweilige Produkt anzeigen.

Zu der großen Bilderstrecke gibt es einen kurzen Text, der die Glööckler-Produkte ebenfalls erwähnt, und ein Interview mit Harald Glööckler selbst. Dort spricht Glööckler über die Produkte, die er verkauft, und über mögliche Standorte für seine nächsten Läden. In einem Infokasten verrät “Das neue Blatt” außerdem noch die Öffnungszeiten des Glööckler-Ladens und den schnellsten Weg dorthin.

2)

Die gesamte Doppelseite wirkt wie eine große Werbeanzeige für Harald Glööcklers neuen Laden in Berlin. Im Text wird anhimmelnd über Glööckler und seine Produkte geschrieben. Das Interview bietet dem Designer die Gelegenheit, selbst noch einmal Werbung für sein neues Geschäft zu machen. Die Fotos der Produkte sowie der Infokasten mit Öffnungszeiten und Anfahrtsweg sind geradezu Aufforderungen an die Leserinnen und Leser, das Geschäft in Berlin zu besuchen und dort Glööckler-Produkte zu kaufen. Preise für die Produkte werden explizit genannt.

Mit diesem Artikel macht “Das neue Blatt” im redaktionellen Teil eindeutig Werbung für Harald Glööckler und verkauft diese Werbung der Leserschaft als journalistisches Produkt.

3)

Unseres Erachtens verstößt “Das neue Blatt” mit diesem Artikel gegen Ziffer 7 des Pressekodex.

Richlinie 7.2 schreibt vor:

Redaktionelle Veröffentlichungen, die auf Unternehmen, ihre Erzeugnisse, Leistungen oder Veranstaltungen hinweisen, dürfen nicht die Grenze zur Schleichwerbung überschreiten. Eine Überschreitung liegt insbesondere nahe, wenn die Veröffentlichung über ein begründetes öffentliches Interesse oder das Informationsinteresse der Leser hinausgeht oder von dritter Seite bezahlt bzw. durch geldwerte Vorteile belohnt wird. Die Glaubwürdigkeit der Presse als Informationsquelle gebietet besondere Sorgfalt beim Umgang mit PR-Material.

Diese Vorgabe missachtet “Das neue Blatt” mit seinem Artikel über den Glööckler-Laden. Mit der expliziten Nennung und Abbildung der Produkte und ihrer Preise, der durchweg unkritischen und werbenden Art des Textes sowie dem Infokasten mit Anfahrtsdaten und Öffnungszeiten geht die Veröffentlichung von “Das neue Blatt” weit über ein “begründetes öffentliches Interesse” hinaus. Da der Artikel nicht als Anzeige gekennzeichnet, sondern im redaktionellen Teil des Heftes erschienen ist, verstößt “Das neue Blatt” gegen Ziffer 7 des Pressekodex.


Haakon & Mette-Marit - Schlimmer Verdacht - Ist ihre Liebe nur gespielt? Zu sehen ist ein Foto von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit, die bei einer Trauerfeier zum Attentat auf der Insel Utøya weint.

1)

Die “Revue heute” schreibt über die Ehe des norwegischen Kronprinzenpaares Mette-Marit und Haakon. Die Geschichte ihrer Beziehung scheine auf den ersten Blick wie aus einem Märchen, die “Revue heute” hat allerdings ihre Zweifel und fragt in einer Bildunterschrift: “Echte Liebe oder oscarreife Darbietung?” Weiter schreibt das Blatt:

So sehr sich das Kronprinzenpaar auch abmüht, nach außen das perfekte Liebesglück zu mimen — immer wieder zeigen sich Risse in der Fassade.

Unter solchen Rissen versteht die “Revue heute” Mette-Marits Reisen in den Himalaya, ihren Rückzug aus der Öffentlichkeit aufgrund angeblicher gesundheitlicher Probleme und Haakons Hobbies: Beim Bungeejumping und Fallschirmspringen soll er nach Ansicht des Blatts immer wieder sein Leben riskieren.

2)

Auf der Titelseite der “Revue heute” ist ein Foto von Mette-Marit zu sehen, das sie weinend und in schwarzer Trauerkleidung zeigt. Dieses Foto hat die Redaktion vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen; das Bild und die Tränen Metter-Marits darauf haben nicht im Ansatz mit einer etwaigen Beziehungskrise zu tun: Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 2011, als die norwegische Kronprinzessin an einer Trauerfeier für die Opfer der Anschläge auf Utøya teilnahm, bei denen neben Dutzenden anderen Menschen auch ihr Stiefbruder ums Leben kam. Die Wahl und der Abdruck des Fotos zielen vermutlich nur auf ein mögliches Sensationsinteresse und, damit verbunden, auf höhere Verkaufszahlen ab.

3)

Unseres Erachtens verstößt die Veröffentlichung gegen Ziffer 2 des Pressekodex.

Der Abdruck des Fotos, das Mette-Marit weinend und in Trauerkleidung zeigt, erweckt in Kombination mit der Überschrift (“Schlimmer Verdacht — Ist ihre Liebe nur gespielt?”) den Eindruck, die norwegische Kronprinzessin weine auf diesem Foto wegen der angeblichen Risse in ihrem Privatleben. Dieser Zusammenhang ist allerdings frei erfunden. Derartige Fälle, in denen eine Redaktion zur Bebilderung ein Foto wählt, das mit den eigentlichen angeblichen Geschehnissen nicht zu tun hat, regelt der Pressekodex in Richtlinie 2.2:

Kann eine Illustration, insbesondere eine Fotografie, beim flüchtigen Lesen als dokumentarische Abbildung aufgefasst werden, obwohl es sich um ein Symbolfoto handelt, so ist eine entsprechende Klarstellung geboten.

Eine solche Kennzeichnung fehlt in der Veröffentlichung des “Revue heute” jedoch.


Sie weint nur noch - Mette-Marit - Schock-Diagnose - Die Prinzessin ist unheilbar krank ...

1)

Sowohl die “Revue heute” als auch die “Freizeit Express” (beide erscheinen im “Alles Gute Verlag”) titeln auf ihren Covern über die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit: “Schock-Diagnose — Die Prinzessin ist unheilbar krank …”.

Den Artikeln zufolge leidet Mette-Marit unter psychischen Problemen: “Palastinsider sprechen sogar von einer ausgewachsenen Depression”. Genüsslich zählen die Redaktionen all die Krankheiten, Verletzungen und Unfälle Mette-Marits auf, die sie in den vergangenen Jahren so ausmachen konnten. Mit Blick auf die angebliche Depression und eine mögliche Genesung Mette-Marits machen die Blätter nicht viel Hoffnung:

Aber für Depressionen gibt es keine Heilung, höchstens eine langfristige Therapie …

Auf der Titelseite haben die Redaktionen zur Illustration das Foto einer weinenden Mette-Marit gewählt und dazu rot-unterlegt getextet: “Sie weint nur noch”.

2)

Das verwendete Bild auf dem Cover hat inhaltlich nichts mit der angeblichen “Schock-Diagnose” zu tun. Es handelt sich um ein Foto, das im Sommer 2011 bei der Trauerfeier zum Anschlag auf Utøya aufgenommen wurde. Bei diesem Anschlag hat Mette-Marit ihren Stiefbruder verloren. Eine Kennzeichnung dieses Fotos als Symbolbild gibt es nicht.

Dazu täuscht die Schlagzeile, nach der die Kronprinzessin unheilbar krank sei, die Leserschaft. Sowohl die “Revue heute” als auch die “Freizeit Express” werben auf den Titelseiten mit Tatsachenbehauptungen für den Kauf der Zeitschriften. Im Heftinnern wird hingegen schnell klar, dass es sich lediglich um Gerüchte zu Mette-Marits Gesundheitszustand handelt.

Außerdem ist die Art, wie die Hefte über die Krankheiten und Verletzungen Mette-Marits berichten, nicht angemessen. Das trifft insbesondere auf die Passagen der Artikel zu, in denen über die angebliche Depression geschrieben wird. Hier wird den Leserinnen und Lesern ein falsches Bild der Krankheit vermittelt, indem Depressionen als unheilbar dargestellt werden.

3)

Unseres Erachtens verstoßen die “Freizeit Express” und die “Revue heute” mit ihren Artikel gegen die Ziffern 1, 2, 8 und 14 des Pressekodex.

Auf der Titelseite schreiben die Redaktionen: “Die Prinzessin ist unheilbar krank”. Diese Tatsachenbehauptung widerspricht einer wahrhaftigen Unterrrichtung der Öffentlichkeit, wie sie der Pressekodex vorsieht. Daher verstößt der Artikel gegen Ziffer 1.

Für die Illustrationen auf den Titelseiten haben die Mitarbeiter ein Foto von Mette-Marit gewählt, auf dem sie weint. Das Foto erweckt im Zusammenspiel mit den Dachzeilen den Eindruck, es hänge mit der “Schock-Diagnose” zusammen. Das stimmt aber nicht. Das Bild hätte als Symbolfoto gekennzeichnet werden müssen, was nicht geschehen ist. Daher verstößt die Veröffentlichung gegen Richtlinie 2.2, die den Umgang mit Symbolbildern regelt:

Kann eine Illustration, insbesondere eine Fotografie, beim flüchtigen Lesen als dokumentarische Abbildung aufgefasst werden, obwohl es sich um ein Symbolfoto handelt, so ist eine entsprechende Klarstellung geboten.

Fast eine ganze Artikelspalte widmen die Hefte einer Aufzählung von Erkrankungen und Verletzungen der Kronprinzessin. Dazu kommt die Behauptung, sie leide an einer Depression. Damit verstoßen sie gegen Richtlinie 8.6 des Presekodex. Dort steht:

Körperliche und psychische Erkrankungen gehören zur Privatsphäre. In der Regel soll über sie nicht ohne Zustimmung des Betroffenen berichtet werden.

Eine solche Zustimmung Mette-Marits dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach nicht vorliegen.

Ziffer 14 des Pressekodex legt fest:

Bei Berichten über medizinische Themen ist eine unangemessen sensationelle Darstellung zu vermeiden, die unbegründete Befürchtungen oder Hoffnungen beim Leser erwecken könnte.

Dagegen verstoßen die Blätter mit ihren Schlagzeilen auf den Titelseiten, in denen behauptet wird, Mette-Marit sei — mit ihrer angeblichen Depression — unheilbar krank. Dies vermittelt der Leserschaft den Eindruck, dass es sich bei einer Depression zwangsläufig um eine Erkrankung ohne Chance auf Heilung handle. Dadurch könnten unbegründete Befürchtungen bei den Leserinnen und Lesern ausgelöst werden.


Wir wollen uns wieder häufiger über die Regenbogenpresse beschweren — nicht nur hier im topfvollgold, sondern so richtig offiziell.

In Deutschland ist dafür der Presserat die oberste Anlaufstelle. Deswegen schicken wir wieder regelmäßig Beschwerden über einzelne Regenbogenartikel dorthin.


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Der Klatsch macht puff
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Der Klatsch macht puff

Das war‘s dann also mit der “Heim und Welt”. Nach 66 Jahren ist Schluss, Ausgabe 25 bietet letztmalig “Alles für die Frau”. Die Auflage von knapp 28.000 verkauften Exemplaren scheint den Klambt-Verlag nicht zum Weiterzumachen zu motivieren. Wieder ein Regenbogenheft weniger.

Liebe Leserinnen, liebe Leser, nach vielen erfolgreichen Jahren müssen wir uns von einem lieb gewonnenen Heft trennen: Ihre Zeitschrift HEIM UND WELT erscheint mit dieser Ausgabe zum letzten Mal. Bedanken möchten wir uns bei Ihnen, dass Sie uns die Treue gehalten haben!

Regelmäßig verschwinden kleinere Titel aus den Kioskregalen, Neugründungen tauchen plötzlich auf. Das Einstampfen der “Heim und Welt” ist dennoch bemerkenswert, weil sie selbst bemerkenswert ist.

Da wären zum Beispiel die fantastischen Artikeleinstiege. Kostprobe:

Das glücklich verliebte Paar wandelt einträchtig durch den malerischen Garten.

Oder:

Die gleißende Mittagssonne taucht die Wüste Kenias in einen goldenen Glanz.

Oder:

Mit ruhiger, warmer Stimme setzt er Wort an Wort.

Das ist nicht etwa ein Best-of der vergangenen Monate, diese Beispiele stammen allesamt aus dieser letzten “Heim und Welt”-Ausgabe:

Titelseite der letzten "Heim und Welt"-Ausgabe

Die Fake-Reportagen sind das Markenzeichen der Redaktion. All das, was schon längst oder auch nie passiert ist, serviert sie in Echtzeit. Und fürs Grande Finale haben die Mitarbeiter noch einmal üppig aufgefahren: Schaut her, bis zum Schluss schwitzen unsere Reporter mit, wenn Karlheinz Böhm durch kenianisches Wüstengebiet wandert, und lauschen an der Palasttür, wenn König Juan Carlos den Spaniern seine Abdankung verkündet.

Doch nicht nur Freunde von lebhaften Klatschartikeln müssen sich ab sofort nach einer Alternative umschauen, sondern auch die Laufhausbetreiber und Puffbesitzer der Republik. Denn die inserieren seit Jahrzehnten in der sonst so biederen “Heim und Welt”. Das Blatt ist zum Zentralorgan der Branche gewachsen.

Aktuell sucht ein “Privatclub in Güsterloh” nach “netten Damen” und ein “Top Sauna Club in München” braucht “noch Mädels”. Eine ganze Doppelseite mit Erotik-Anzeigen. Und mittendrin Werbung für Peta, den Nabu und Brot für die Welt. Was für eine Mischung!

Hach, “Heim und Welt”, wir werden Dich nicht vermissen.


Dieser Text ist gestern auch im “Tagesspiegel” erschienen. Jeden zweiten Montag schreiben wir dort eine Kolumne über die Regenbogenpresse.


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Schlagzeilenbasteln (92)
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Schlagzeilenbasteln (92)

Welche Geschichte könnte hinter dieser Schlagzeile der “Heim und Welt” stecken?

Letizia und Felipe - Enthüllt! Das neue Königspaar hat ein Geheimnis

Donnerlottchen, da sind die Enthüllungsexperten der “Heim und Welt” aber mal wieder auf einen ziemlichen Knaller gestoßen! Denn “das große Geheimnis von Felipe und seiner Letizia” sind eigentlich gleich zwei: “Warmherzigkeit und viel Liebe”.

Hört mal, alte Menschenkenner der “Heim und Welt”, da könntet Ihr doch glatt eine ganze Serie draus stricken. Nummer zwei der Geheimnis-Enthüllungen verraten wir Euch schonmal: Lebenslust und Offenheit.


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Schlagzeilenbasteln (81)
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Schlagzeilenbasteln (81)

Welche Schlagzeile könnte man aus folgender Nachricht basteln?

Neulich richtete Prinz William “ein Gala-Dinner zugunsten der Krebsforschung am Royal Marsden Hospital aus.” Es kamen viele schöne Frauen. Nur eine fehlte: Williams Frau Kate.

Die naheliegenden “Drama”-Schlagzeilen gab es tatsächlich. Zum Beispiel in “Das neue Blatt”:

Was der Hof vertuscht! - Kate - Spurlos verschwunden

Die “Heim und Welt” hat sich aber einen ganz speziellen Dreh überlegt:

Herzogin Kate - Mit einer List hält sie ihre LIebe jung

Denn Kate war zwar nicht bei der Gala, aber “[w]as William nicht ahnt: Mit ihrer Abwesenheit verfolgt seine Kate einen listigen Plan! Die Herzogin lässt ihren Mann an der langen Leine. Damit er sieht, was er an seiner Ehefrau hat!” Mit Erfolg: “Denn nach dem Gala-Dinner verzichtete William auf die rauschende Party it seinen weiblichen Gästen und machte sich so schnell wie möglich auf den Weg zu Baby George und seiner wunderbaren Frau!”

Übrigens: Diese und andere bekloppte Geschichten gibt es auch diese Woche wieder in den Herzblattgeschichten der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”.


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Schlagzeilenbasteln (66)
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Schlagzeilenbasteln (66)

Welche Geschichte verbirgt sich wohl hinter folgender Schlagzeile?

König Willem-Alexander - Jetzt verrät er Amalia ein süßes Geheimnis - Ist das schön!

Die “Heim und Welt” hat ein bisschen gelauscht:

Doch was war das süße Geheimnis, das er ihr verriet? Hofkenner wissen, dass es sich dabei nicht um ein weiteres Geschwisterchen handelt. Willem soll Amalia versprochen haben, dass sie schon bald überraschend alle in Urlaub fahren. Und sich Papa dort ganz viel Zeit für seine Große nimmt!


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Tränen lügen nicht
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Tränen lügen nicht

Die Wühlmäuse der “Heim und Welt” haben sich mal wieder in ein europäisches Adelshaus geschlichen und können von dort Exklusives berichten. Sie waren nämlich dabei, als Willem-Alexander, König der Niederlande, überraschend Besuch bekam:

Sein Blick wandert zum Fenster. Und während er sich irgendwo in der Ferne verliert, lässt Willem-Alexander die ereignisreichen vergangenen Monate innerlich Revue passieren. Plötzlich holt ihn ein Klopfen aus seinen Gedanken. Mit einem leichten Knarren öffnet sich die Tür, und Beatrix betritt den Raum.

Und es scheint schieres Reporterglück zu sein, dass Mutter Beatrix mit ihrem Sohn nicht einfach nur über die Fußballergebnisse vom Wochenende oder das Wetter quatschen will, sondern die ganz großen Worte wählt:

Willem-Alexander spürt sofort, dass seiner Mutter etwas auf die Seele drückt. Er bittet seinen Überraschungsgast zu der kleinen Sitzgruppe in einer Ecke seines Büros. Als der König und seine Mutter dort Platz genommen haben, nimmt Beatrix die Hand des Königs, hält sie ganz fest und sagt mit leicht brüchiger Stimme: “Ich bin stolz auf dich, mein Sohn. Du bist der beste König, den sich die Niederländer jemals hätten vorstellen können.” Welch warme, von Herzen kommende Worte der einstigen Königin! Willem-Alexander ist tief bewegt. Das Geständnis seiner Mutter rührt ihn zu Tränen!

Was für eine Story! Diese Demut! Diese Menschlichkeit! Ist natürlich logisch, dass die “Heim und Welt” diese Knallernachricht auf die Titelseite packt:

Willem-Alexander - Das Geständnis seiner Mutter rührt ihn zu Tränen

Der Einstieg zu dieser ganz tollen Geschichte lautet übrigens so:

Zufrieden klappt Willem-Alexander (46) die Arbeitsmappe auf seinem Schreibtisch zu und legt sie zur Seite. Da fällt ihm der Kalender ins Auge, in dem der 27. April farbig markiert ist. Denn dieses Datum ist ein ganz besonderes: Zum ersten Mal wird Willem-Alexander dort mit den Niederländern den Königstag zu seinen Ehren feiern!

In diesem Moment muss ein Sonnenstrahl, der sich seinen Weg durch den königlichen Garten hinein in den Palast gebahnt hat, dem “Heim und Welt”-Reporter einen Streich gespielt und ihn geblendet haben. Denn der Königstag findet in der Tat immer am 27. April statt, an Willem-Alexanders Geburtstag. Nur in diesem Jahr nicht. Weil der 27. ein Sonntag ist, wird der Königstag 2014 schon einen Tag früher gefeiert.

Pardon, liebe Träumer der “Heim und Welt”, jetzt müssen wir doch mal ganz offen fragen: Kann es sein, dass Ihr kleinen Schwindler Euch nicht nur die Markierung im Willem-Alexanders Terminkalender ausgedacht habt, sondern auch den gesamten Rest der Geschichte?


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Schlagzeilenbasteln (51)

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Welche Geschichte könnte hinter dieser Schlagzeile stecken?

Hans Sigl als "Bergdoktor" - Schock! Ist jetzt alles aus?

Nein, nein — die “Schock”-Nachricht kommt nicht von Hans Sigl und seiner Frau, sondern von “Hans Sigl als ‘Bergdoktor’”. In der gleichnamigen “ZDF”-Serie kann Sigl als “Dr. Martin Gruber” nämlich eine junge Frau nicht vor dem Tod bewahren. “Er packt seine Koffer und verlässt die Familie, flüchtet sich in die Einsamkeit einer abgelegenen Almsiedlung … Die treuen Fans der beliebten TV-Serie sind schockiert! Ist jetzt alles aus?” Unsere Vermutung: Nee.


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Schlagzeilenbasteln (49)

Schlagzeilenbasteln (49)

Welche Schlagzeile könnte man aus folgender Nachricht dichten?

Die niederländische Königin Máxima hat neulich für ihren Einsatz als UN-Sonderbeauftragte den “Deutschen Medienpreis” verliehen bekommen. Ihre Tochter Amalia interessiert sich laut “Heim und Welt” für das Engagement ihrer Mutter.

Königin Maxima - Rührender Geheimplan mit ihrer süßen Amalia!

“Insgeheim verfolgt Maxima einen rührenden Plan: Sie hofft, dass die Kronprinzessin einmal in ihre Fußstapfen treten wird.” Schließlich soll Amalia ganz fasziniert sein von der bunten Porzellanfigur, die Máxima als Preis mit nach Hause gebracht hat. Das Blatt denkt sich folgendes Zitat aus: “‘So eine hübsche Figur bekommst du auch, wenn du Gutes für andere Menschen tust’, verrät die Königin ihrer ältesten Tochter lächelnd.”


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Schlagzeilenbasteln (48)

Schlagzeilenbasteln (48)

Heute das Schlagzeilenbasteln mal wieder andersrum. Also: Welche Geschichte steckt hinter folgender Schlagzeile aus der “Heim und Welt”?

William und Kate - Leichtfertig setzen sie ihr Leben aufs Spiel!

William und Kate werden bald Neuseelands Hauptstadt Wellington besuchen. Und das ist er auch schon — der Grund, warum sie ihr Leben leichtfertig aufs Spiel setzen.

Schließlich kommt man von Großbritannien aus am besten mit dem Flugzeug nach Neuseeland. Und: “Wie schnell es geschehen kann, dass ein Flugzeug sein Ziel nicht erreicht, kann [die Queen] täglich im Fernsehen und in der Zeitung verfolgen. Flug MH370 [...] ist auch im Palast ein großes Thema!”


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“Mehr Luft als Wahrheit”

“Mehr Luft als Wahrheit”

Das, was die “Neue Post” da wieder ausgegraben hat, dürfte eine ganz, ganz dicke Überraschung für Helene Fischer werden:

Florian Silbereisen - Jetzt erfüllt er Helenes Herzenswunsch

Florian Silbereisen kennt schließlich die Träume und Sehnsüchte seiner großen Liebe. Und wer, wie Fischer, “in Sibirien aufgewachsen” ist, der “kann bis heute die Weite und Melancholie dieser stillen Landschaft nicht vergessen.”

Na, was passt da besser als so ein richtig ordentlicher Rum-Ta-Tada-Armee-Chor?

In seine ARD-Show “Das Fest der Besten” [...] lädt der Entertainer den stimmgewaltigen Armee-Chor “Red Army Choir” aus Russland ein. Für diese legendäre Formation schwärmt Helene schon so lange!

Ganz genau. Und zwar so sehr, dass sie sich ihren “Herzenswunsch” erst im Dezember vergangenen Jahres selbst erfüllt hat.

Nun ja, die “Neue Post” ist sich trotzdem sicher: “Es wird wie eine Reise in Helenes Kindheit sein!”

Bei all der Reiserei lässt die “Neue Post” einen interessanten Aspekt aber unter den Tisch fallen: Was bei der Show-Aufzeichnung in den rund fünf Minuten vor dem Auftritt von Helene Fischer und dem Red Army Choir passiert ist.

Da spielte sich zwischen Silbereisen und Fischer nämlich folgender Dialog ab:

Helene: […] und es gibt natürlich noch einiges, was ansteht, aber wie immer ist es noch zu früh, um darüber zu sprechen – aber ich freu’ mich auf jeden Fall.

Florian: Das ist eigentlich ganz einfach: Du musst nur die bunten Blätter aufschlagen, da kann man nämlich schon alles im Vorfeld nachlesen.

Helene: (lacht) Stimmt auch wieder.

Florian: Die wissen wie immer natürlich schon viel, viel mehr als wir.

Helene: (lacht) Ja.

Florian: Also auch in den ersten Tagen des neuen Jahres wurde schon sehr viel über uns geschrieben, genauso wie natürlich 2013. Hast Du so ‘ne Lieblingsschlagzeile?

Helene: Also eigentlich wurde ja schon alles über uns berichtet — Baby, Hochzeit, und wir sind ständig getrennt. Ich kann mich überhaupt mit niemandem mehr zeigen, ohne dass ich am nächsten Tag dann gleich ein Verhältnis mit demjenigen habe — von daher (legt ihren Arm um Florian): Ich werde morgen eins mit dir haben, mein Schatz (lacht). Also es ist sehr witzig, ja.

Florian: Man muss ja sagen, wir haben schon einiges über uns lesen dürfen. Also ich hab’ schon die wildesten Affären gehabt – ich war mal, glaub ich, angeblich in eine Prinzessin verliebt, mal sogar in Mireille Mathieu. War auch nicht schlecht. (Zu Helene) Aber du hast 2013 richtig aufgeholt. Da hast du’s richtig krachen lassen.

Helene: Voll. Ich hatte mit allen was. Ganz schlimm. Ich war ‘ne ganz Wilde, ja. (lacht)

Florian: Du konntest wirklich mit keinem auf der Bühne stehen, ohne dass danach die Yellow Press berichtet hat: “Da könnte was sein”, oder?

Helene: Ja, und wir waren ja auch so oft getrennt, und immer ist irgendwas ganz Schockierendes auf der Schlagzeile – und im Endeffekt löst es sich dann in Luft auf. (Wendet sich ans Publikum) Also ich kann’s nur immer wieder betonen: Bitte, liebe Zuschauer zu Hause, aber auch hier im Saal — es ist doch mehr Luft als Wahrheit in diesen Yellow-Zeitschriften.

Florian: Ich weiß gar nicht, wie oft im letzten Jahr spekuliert wurde, dass wir getrennt sind. Und eine Woche danach in der gleichen Zeitung waren wir dann aber wieder kurz vor der Traumhochzeit. [...] Aber es ist immer wieder sehr spannend. Und am meisten bin ich immer schockiert, wenn ich was über ein Baby lese – und überhaupt nichts davon weiß.

Helene: (schaut auf ihren Bauch) Ich auch nicht. Und ich dachte immer: Verdammt, jetzt hat sie wieder zu viel gegessen. Naja. Wir können uns manchmal nicht retten.

Florian: Ne, manchmal kann man sich da nicht retten. Also ich bin mal sehr gespannt, was den Yellow-Redakteuren 2014 …

Helene: … ich glaub, denen wird einiges einfallen (lacht).

Florian: Ich befürchte es.

Und was denen schon wieder alles eingefallen ist! Die “Neue Woche” schreibt zum Beispiel:

Helene Fischer & Florian Silbereisen - Was ist passiert? Jetzt lüften sie das große Geheimnis

Helene Fischer (29) und Florian Silbereisen (32) machen Schluss.

Rumms!

Mit den Heimlichkeiten! Ja, sie lieben sich sehr. Und alle sollen es endlich sehen. Bei der Aufzeichnung zu Florians Sendung “Das große Fest der Besten” [...] trat das Paar gemeinsam auf die Bühne.

Die “Neue Woche” ist tatsächlich frech genug, Fischers und Silbereisens Kritik an der Regenbogenpresse so umzumünzen:

Trennungs-Gerüchte, anderweitige Affären oder ein Liebes-Aus — was zuletzt öfter Tuschel-Thema hinter den Kulissen war, wurde weggeturtelt: Mit Händchenhalten, Küsschen und erstmals auch mit deutlichen Worten!

Und jetzt denken sich diejenigen, an die diese deutlichen Worte gerichtet waren, gleich mal das nächste (uralte) “Tuschel-Thema” aus:

[E]s scheint, dass Helene und Flori endlich als Mann und Frau wahrgenommen werden wollen.

Und es scheint ein vergebenes Hoffen zu sein, dass die Regenbogenredaktionen irgendwann mal diesen Murks stoppen. Allein in den ersten drei Januar-Wochen sind folgende (und wahrscheinlich noch viele weitere) Artikel über Fischer und/oder Silbereisen erschienen:


Helene Fischer - Hautnah - Die ganze Wahrheit über die Sängerin

Diese sieben Wahrheiten hat die “Freizeit heute” zusammenbekommen:
1) “Für ihre Fans gibt sie immer alles.”
2) “Helene Fischer gehört zu den beliebtesten Promis in Deutschland.”
3) “Die Sängerin gilt als Perfektionistin.”
4) “Während es auf der Bühne allzu gern glitzern und funkeln darf, mag es Helene privat lieber bodenständig in Jeans.”
5) Sie ist kein Freund von Interviews.
6) Wäre sie nicht Sängerin geworden, würde sie jetzt irgendwas mit Sport machen.
7) “Die Sängerin weiß ihren Erfolg zu schätzen.”

Donnerwetter!


Streit, Demütigungen, Eifersucht! Helene Fischer & Florian Silbereisen - Das bittere Ende ihrer Liebe?

Florian Silbereisen war nicht dabei, als Helene Fischer vor zwei Monaten bei der Bambi-Verleihung einen Preis bekommen hat. Und Fischer wiederum hat Silbereisen nicht in ihrer Dankesrede erwähnt. Endzeitstimmung für die “Freizeit Momente”.


Helene Fischer & Florian Silbereisen - "Die 5 Geheimnisse unserer Liebe!"

Die “5 goldenen Liebesregeln”, die sich die “Freizeit Idee” aus Zitaten des Paares zusammengereimt hat:
1) “Gemeinsame Hobbys und Ansichten”
2) “Zu Hause kein Wort über den Job”
3) “Nie im Streit schlafen gehen”
4) “Den anderen öfter mal überraschen”
5) “Auszeiten vom Alltag nehmen”


Helene & Florian - Was ist da los? Er hat sich so verändert

Florian Silbereisen trägt jetzt eine “dunkle Kurzhaarfrisur, Drei-Tage-Bart, modisch-lässiges Shirt und Sakko.” Gut beobachtet von der “Freizeit exklusiv”. Und wie kam’s dazu? Silbereisen hatte Lust drauf.


Helene Fischer - Gemeine L+gen - Wer tut ihr so weh? Halt doch bitte zu ihr, Flori!

Der Autor dieses “taz”-Artikels.


Böse beschimpft! Helene Fischer - Womit hat sie diese Häme verdient?

Sie können sich denken, um welche “Häme” es geht …


Carmen Nebel - Neuanfang mit 57 - Welche Rolle Helene Fischer dabei spielt

Pssst, streng geheim: “Die neue Frau” weiß, dass Helene Fischer vielleicht womöglich Carmen Nebels Nachfolgerin beim ZDF werden soll. Und dann kann Nebel sich endlich ihrem Privatleben widmen.


Florian Silbereisen & Helene Fischer - Liebes-Drama - Wie lange können sie ihr Glück noch festhalten?

“Helene und Flori führen ein Leben für den Erfolg — und scheinen sich selbst dabei zu vergessen.” Sie wirkten “wie zwei Ertrinkende, die Angst davor haben, unterzugehen. Die vielleicht nicht mehr wissen, wie lange sie ihr Glück noch festhalten können.” Die Schuldigen für die “Viel Spaß”: “Ihr enormes Arbeitspensum und ihr unfassbarer Erfolg.”


Helene Fischer - Verstörende Aussagen - Platzt der Traum vom Ehe-Glück mit Flori?

Florian Silbereisen sagte neulich im Interview, dass er sich noch etwas jung fürs Heiraten fühle. “Schade, die beiden sind seit fünf Jahren ein Paar! Im Durchschnitt heiraten Paare schon nach 4,2 Jahren Beziehung …” Und dann flirtet Helene Fischer bei ihrer Show auch noch mit Peter Kraus (74) und Howard Carpendale (67). “[F]lirtet die Star-Sängering ganz bewusst mit anderen Männern, weil sie sich Floris ablehnende Haltung zum Thema Heirat nicht mehr länger gefallen lassen möchte?” Ach ja — “Verstörende Aussagen”. Finden wir auch.


Helene Fischer & Florian Silbereisen - Hochzeit in der Karibik? Die Eltern von beiden waren auf der Traumreise dabei

Sattgrüne Palmen, azurblaues Meer, warme 30 Grad. In dieser zauberhaften Atmosphäre genoss das Traumpaar die Feiertage auf einem Kreuzfahrtschiff. Mitreisende sind sich sicher, dass die Verliebten sich das berühmte Jawort gaben. [...] “Warum”, meinte einer der Passagiere, “nehmen sie denn sonst ihre ganze Verwandschaft mit?”


So haben wir sie noch nie gesehen - Helene Fischer - Im Liebes-Urlaub mit Flori - Endlich haben sie wieder Zeit für ganz viel Gefühl

Vom Kreuzfahrtschiff ging’s dann direkt in den nächsten “Liebes-Urlaub”, diesmal nach Tirol. Die “Woche der Frau” hofft, “dass nach dem Liebesurlaub zu zweit, das große Glück zu dritt nicht mehr weit ist”.


Helene Fischer und Florian Silbereisen - Hochzeit noch in diesem Jahr?

Eine Antwort auf diese Frage gibt es freilich nicht.


Das wäre wunderbar - Helene & Flori - Baby-Überraschung - Jetzt ist ihr Glück perfekt

Die kleine Überschrift sagt schon alles. Kitsch-Klatsch im Konjunktiv.


Florian Silbereisen - Na endlich! - "Ja, ich will heiraten und Kinder haben"

Die Geschichte kennen wir ja schon.


Til Schweiger & Helene Fischer - Sind sie ein Liebespaar? - Die Gerüchteküche brodelt - Streifzug durch die Berliner Nacht - Was die Stars selbst sagen

“Tatort”-”Schauspieler” Til Schweiger hat beim ZDF-Jahresrückblick gesagt: “Wir hatten ja mit dem ‘Tatort’ die besten Quoten seit 20 Jahren und dann kamen Jan Josef und Axel Prahl und haben nochmal 300.000 Zuschauer mehr gemacht. [Anm.: In der Folge hatte Roland Kaiser eine Gastrolle] Dann habe ich immer gesagt, das ist nur wegen Roland Kaiser. Beim nächsten holen wir Helene Fischer dazu.” Zack – Liebespaar.


Eifersuchts-Drama! - Florian & Helene - Welche Rolle spielt der andere Mann?

Jetzt raten sie mal, wer dieser “andere Mann” ist.


Helene Fischer - Fällt sie auf den Falschen rein?

Noch mal Schweiger.


Helene Fischer & ihr Flori - Eifersuchts-Drama? - Hält ihre Liebe den Versuchungen stand?

Und noch mal.


Traurige Prophezeiung: Helene & Florian - Trennung - Es gibt einen anderen Mann

Auch “Das neue Blatt” hat von dem Schweiger-Zitat gehört, wollte aber auf Nummer sicher gehen und hat deshalb noch eine “Expertin” zu Rate gezogen.

Wir baten Astrologin Claudia Graf-Khounani, ein Horoskop für Helene, Florian und Til zu erstellen.
Wie stehen die Sterne für die Beziehung von Helene (Sternzeichen Löwe, geb. am 5.8.1984) und Florian (auch Löwe, geb. am 4.8.1981)?
Die Stellung des Mars in ihren Horoskopen (er Mars im Krebs, sie Mars im Skorpion) spricht für eine anfänglich knisternde Beziehung, doch auf Dauer dürfte sein sanfter Krebs-Mars das Feuer des leidenschaftlichen Skorpion-Mars nicht schüren können. Hinzu kommt seit Herbst 2012 ein sehr bedrückender Skorpion-Einfluss auf ihre Löwe-Sonne. Da hinterfragt man die Beziehung, entdeckt Schwachstellen. Es gibt Versuchungen – und die können gefährlich werden.
Gibt es eine Trennung?
Je näher der Sommer kommt, desto kritischer wird es! [...]
Könnte Til Schweiger (Schütze, geb. am 19.12.1963) Helenes neue Liebe werden?
Die Anziehungskraft zwischen ihnen beruht nicht nur darauf, dass beide megaerfolgreich und damit auf Augenhöhe sind. Astrologisch betrachtet würden die zwei wie das berühmte “Töpfchen und Deckelchen” sein. Selten habe ich einen Partnervergleich gesehen, der so harmonisch und voller Wärme ist. Zugleich knistert es erotisch. Falls es bei Helene und Florian zu einer Trennung kommt, wäre Til die beste Wahl.

Ah ja.


Vielen Dank an Doris W. und Claudia K. für den Hinweis!


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Stellungsanzeigen

Stellungsanzeigen

Wir dachten bisher immer, dass die Regenbogenpresse eine relativ klar abgesteckte Zielgruppe hat: Die Redaktionen schreiben für ältere Frauen mit vergleichsweise geringem Einkommen und geringer Bildung.

Und an dieser Zielgruppe orientieren sich auch die Anzeigen, die in den Heften geschaltet werden: wunderversprechende Mittelchen gegen Falten und Krampfadern, Dampferfahrten auf dem Rhein und Puppen, die als Ersatz für die vor 25 Jahren ausgezogenen Kinder/Orang Utans herhalten können.

Doch zumindest bei der “Heim und Welt” muss es noch eine weitere Zielgruppe geben, an die wir nun wirklich zuletzt gedacht hätten:

Anzeigenmarkt - Stellenangebote

Und diese “Stellenangebote” lesen sich dann so:

Ländlich gelegenes Privathaus in Nord-Niedersachsten: Dringend engagierte, junge Frau zur Verstärkung gesucht.

Oder so:

Mainz: Privatehaus & Kirchheimbolanden: Nachtclub, Wohnmöglichkeit! Junge, schlane Girls aller Nationalitäten gesucht.

Oder so:

Privatadresse sucht gute Kollegin, EU/Schoko Mädels willkommen. Keine Miete/Steuern. 2000 Euro mindestens pro Woche Verdienstgarantie!

Für alle, die sich immer noch nicht ganz sicher sind, worum es hier tatsächlich geht:

Garten Eden - Saunaclub sucht Kolleginnen

Jede Woche druckt die “Heim und Welt” drei volle Seiten mit solchen Stellenangeboten. Mal sind es 96 Anzeigen, mal 89. Vom größten Puff in Pirmasens bis zum Luxus-Laufhaus in Lüneburg — aus ganz Deutschland suchen Sauna-, Massage- und Privat-Clubs in dem Heft nach Prostituierten:

Heim und Welt - Anzeigenmarkt - Übersicht

Das ist nichts Verbotenes und auch nichts Verwerfliches. Es ist nur verblüffend.

Es ist verblüffend, dass ein Heft namens “Heim und Welt”, das ein moralinsaures Weltbild propagiert, in dem es klare Rollen für Männer und Frauen gibt, in dem eine heile Monarchie die wohl beste Regierungsform darstellt und in dem alles Unbekannte und Fremde immer gleich eine Gefahr bedeutet, eine 1A-Stellenbörse für Nutten ist.


Nachtrag, 2. Oktober, 1:09 Uhr:
Wie wir nach dem Hinweis eines Lesers herausgefunden haben, druckt die “Heim und Welt” schon seit Jahrzehnten erotische Stellenanzeigen und ist in diesem Segment nach eigenen Angaben “wohl einer der Marktführer”. Schon 2008 schrieb Sven Röbel im “Spiegel”, die “Heim und Welt” habe “einen festen Platz in den Personalküchen deutscher Bordelle und auf den Rücksitzen aufgemotzter Zuhälterschlitten.”

Doch eine Frage bleibt auch nach dieser Erkenntnis ungeklärt: Warum Laufhäuser und Bordelle nun gerade die “Heim und Welt” als Marktplatz auserkoren haben, weiß nicht einmal der herausgebende Klambt-Verlag selbst.


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In den Palästen der Welt daheim

In den Palästen der Welt daheim

Wenn die Regenbogenredaktionen mit ihrer Arbeit einer Frage ganz sicher nicht auf den Grund gehen wollen, dann dieser hier: Was ist wirklich passiert?

Die Maxime lautet eher: Was könnte möglicherweise vielleicht unter Umständen passiert sein, das sich besonders gut verkaufen lässt?

Und so hält diese Covergeschichte der “Heim und Welt” auch mitnichten das, was ihre aufklärerische Titelzeile den Lesern verspricht:Neue Schock-Gerüchte um Diana erschüttern William - "Mutter, was ist wirklich passiert?"Nein, es geht den Mitarbeitern der “Heim und Welt” bei diesem Artikel ganz und gar nicht darum herauszufinden, wie es nun tatsächlich zum tödlichen Unfall Dianas kam. Und das Zitat, das sie Prinz William zuschreiben, haben sie sich auch nur selbst ausgedacht. In Wirklichkeit toben sich in ihrem Artikel die Liebe-Leser-wir-waren-tatsächlich-dabei-zwinker-zwinker-Journalisten auf zwei Seiten so richtig aus.

Und das liest sich so:Schweißgebadet schreckt er hoch. Der Puls rast, panisch schnappt William (31) nach Luft. Doch diesmal ist es nicht sein unruhig schlummerndes Baby George, das dem Prinzen den Schlaf raubt. Ihr quälen furchtbare Albträume! Gerade schien William erfolgreich in seinen neuen Lebensabschnitt hineinzuwachsen. In die Rolle des Familienvaters, in die verantwortungsvolle Aufgabe, einen kleinen Erdenbürger großzuziehen. Nun aber holt ihn plötzlich unerbittlich die eigene Vergangenheit ein!Die Fantasten der “Heim und Welt” sitzen also an Williams Bettkante, wenn der Prinz nachts an die Filmplakate denken muss, “auf denen Schauspielerin Naomi Watts (44) seiner Mutter erschreckend ähnlich sieht”.

Es ist eine ganz eigene Art der, nun ja, Berichterstattung, auf die sich der Klambt-Verlag mit seinen Schein-Reportagen spezialisiert hat. Eigentlich beansprucht im Verlagshaus in Baden-Baden die “Frau mit Herz” die Führungsrolle unter den Märchenerzählern. Doch in diesen Tagen scheint das Schwesterblatt “Heim und Welt” ihr diese Position ernsthaft streitig machen zu wollen.

Denn nur eine Woche später hat ein Teil der Redaktion seine Wahrsagerzelte in Großbritannien anscheinend abgebrochen, sich auf den Weg nach Spanien gemacht und dort im Palast von König Juan Carlos eingenistet.

Herausgekommen ist diese Geschichte:König Juan Carlos von Spanien - Nimmt er Letizia nun Klein-Leonor für immer weg?

Erschrocken zucken die Angestellten des Marivent-Palastes zusammen. Die Stimme des spanischen Königs fährt allen durch Mark und Bein. Selbst die massive Holztür des Arbeitszimmers kann seinen wütenden Worten kaum etwas von ihrer Wucht nehmen. Seine Stimme wird immer noch lauter und überschlägt sich. Dann schmettert Juan Carlos den Telefonhörer in die Gabel und eine unheimliche Stille kehrt ein. Wer hat den 75-Jährigen, der eigentlich ein paar entspannte Tage im Sommersitz der Familie auf Mallorca genießen wollte, so zur Weißglut getrieben? Seine Schwiegertochter Letizia (40)!Jene Redaktionsmitarbeiter, die in Großbritannien geblieben sind, haben ebenfalls eine Story ausgegraben zusammengedichtet — die “Zweite Chance für die Liebe” von Prinz Andrew und seiner Fergie:Das Paar hat es sich abseits der Festgesellschaft im kuscheligen Kaminzimmer gemütlich gemacht. Sie lauschen den knisternden Holzscheiten, schwelgen in schönen Erinnerungen, halten einander fest im Arm. Es ist wie in alten Tagen, als hätte jemand heimlich an der Uhr gedreht. Auf Schloss Balmoral in Schottland feiern Sarah „Fergie“ Ferguson (53) und Andrew (53) 17 Jahre nach der Scheidung ein romantisches Liebes-Comeback.Und für die Ausgabe der “Heim und Welt”, die am vergangenen Montag erschienen ist, haben sie noch eine Geschichte von Schloss Balmoral mitgebracht:König Elizabeth - Todes-Angst um ihre Familie - Wie viel Leid kann sie noch ertragen?

Schlagartig verfinstert sich ihre Miene, für einen Augenblick drohen ihr die Gesichtszüge zu entgleiten. Die sonst so kontrollierte Königin ist kaum wiederzuerkennen! Sekundenlang verharrt Elizabeths Blick auf der Angestellten, die die furchtbare Hiobsbotschaft überbracht hat. Unerträgliche Stille macht sich breit, eine düstere Mischung aus traumatischen Erinnerungen und unheilvollen Visionen schießt der Queen durch den Kopf. Plötzlich wird der 87-Jährigen schummrig vor Augen. Im letzten Moment bekommt sie eine Sessel zu fassen, um sich daran abzustützen. Was hat die Monarchin in ihrem Urlaub auf Schloss Balmoral nur so aus der Fassung gebracht?Nun hat sich die “Heim und Welt” in den vergangenen Wochen also in britische und spanische Paläste eingeschlichen und die gespitzten Ohren an die schweren Holztüren gelegt. Die meisten Mittendrin-Artikel aber liefert ihr Spürhund in den Niederlanden.

Zum Beispiel diesen hier von der Beerdigung Prinz Frisos:Frisos Töchter Luana und Zaria - "Unser Papa ist jetzt im Himmel!"

Zwischen den dunkel gekleideten Erwachsenen gehen kleine Gestalten in blütenweißen Kleidern. Frisos Töchter Luana (8) und Zaria (7) blinzeln ungläubig aus traurigen kleinen Augen. Ihr geliebter Papa ist fort. „Er ist jetzt im Himmel!“, flüstert Luana den Cousinen hinter ihr zu -- und blickt wehmütig nach oben, als könnte sie Friso dort sehen. Ihre kleine Schwester Zaria schluchzt. Und drückt die Hand ihrer Oma Beatrix noch ein wenig fester ...Über den Tod und die Beerdigung Frisos ist inzwischen alles erzählt worden — alles, was tatsächlich passiert ist. All das zu erzählen, was nicht passiert ist, das hat sich jetzt offenbar die “Heim und Welt” zur Aufgabe gemacht.

Beispielsweise mit diesem Blick in Beatrix’ Inneres:Prinzessin Beatrix - "Mein Sohn, bitte steh mir bei!"

Die Augen hat sie fast wie zum Schutz stark geschminkt. Ihr Körper wirkt kraftlos. Immer wieder starrt sie ins Leere. Oder sie schaut ihren Sohn hilfesuchend an. Prinz Constantijn (43) weiß genau, wie es in seiner Mutter aussieht. Denn auch wenn sie sich nach außen noch so stark und tapfer gibt, Prinzessin Beatrix ist völlig verzwifelt. Nach dem Tod ihres Sohnes Friso scheint alle Lebenslust wie weggeflogen. Umso wichtiger, dass Constantijn seiner Mutter kaum aus den Augen lässt. Zusammen mit seiner Frau Laurentien (47) kümmert er sich fast Tag und Nacht um sie.All diese Beispiel sind irre und verlogen und haben mit Journalismus so viel zu tun wie “Der Landser” oder “Perry Rhodan”. Es ist zusammengesponnener Mist, der Nähe und Authentizität vorgaukeln soll und im Grund nichts weiter ist als Schund, der an Redaktionsschreibtischen in Baden-Baden auf Papier gerotzt wurde.

Ein ganz besonderes Exemplar ist dabei mit dieser Titelgeschichte herausgekommen:Krebs-Schick in der Familie - Enkelchen Amalia sorgt sich um Prinzessin Beatrix - "Oma, bitte hör doch auf zu weinen!"Denn die Szene, die in diesem Artikel geschildert wird, ist von vorne bis hinten — Zeile für Zeile — komplett ausgedacht. Hier die schönsten Auszüge:

Versonnen schweift ihr Blick hinaus auf den maerischen Garten des Drakensteyn-Schlosses. Die gleißende Morgensonne taucht den ganzen Raum in ein goldenes Licht. Bald werden alle hier sein. Willem-Alexander (46), Maxima (41), Constantijn (43) mit Laurentin (47), Mabel (45) und natürlich die Kinder. Gemeinsam wird die Familie an diesem Tag Frisos (✝44) Grab in Lage Vuursche besuchen.

Ach, könnte die Zeit doch zurückgedreht werden! Die schmerzvollen Erinnerungen zerreißen ihr Mutterherz. Gedankenverloren stiert Beatrix in die Ferne, eine Träne kullert ihre Wange hinab …

“Oma, bitte hör doch auf zu weinen!” Die flehenden Worte ihrer Enkeltochter reißen Beatrix abrupt aus ihren Gedanken. Sie hat gar nicht bemerkt, wie sich Amalia (9) und ihre Cousinen, Frisos Töchter Luana (8) und Zaria (7) klammheimlich herangeschlichen haben. Beim Anblick der Mädchen legt sich ein warmes Lächeln auf Beatrix’ Gesicht. In den Stunden tiefster Trauer und Verzweiflung spenden die süßen Enkelchen ihr so viel Trost.

Zaria hüpft auf den Schoß ihrer Oma, drückt fest ihre Hand: “Du brauchst nicht traurig sein! Papa ist doch jetzt bei den Engeln!” Selig blickt Beatrix in die kleinen Augen ihrer Enkelin. Sie streichelt ihr zärtlich über die Wange, spricht leise. “Ich bin froh, dass ich euch habe!” Ihre Lieblinge schmiegen sich ganz fest an sie. Für einen Moment schließt Beatrix die Augen. Sie flüstert: “Lieber Gott, ich danke dir …!”

Herrjemine.

Diese sieben Beispiele von Schein-Reportagen stammen aus vier Wochen “Heim und Welt”. Was sagte der Klambt-Verlagsleiter Herbert Martin vor wenigen Tagen gleich noch in einem Beitrag des NDR-Medienmagazins ZAPP?

Es ist nicht so, dass Journalisten, die für Yellow Press-Produkte arbeiten, schlechter arbeiten, sie arbeiten nur anders.


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Die Geschichte von Angelika K.

Die Geschichte von Angelika K.

Es müssen ja nicht immer nur Promis und Königshäuser sein. Nein, hin und wieder berichtet die Regenbogenpresse auch über Menschen aus dem einfachen Volk. Über Menschen, die weder berühmt noch adelig sind, die aber eine bewegende Geschichte zu erzählen haben. Über Menschen wie Angelika K.

Angelika K. ist 58 Jahre alt, Hausfrau und wohnt in Hamburg. Und sie hatte lange Zeit ein großes Problem:

“Irgendwann ertrug ich meine faltige Haut nicht mehr. Ich fühlte mich wie ein hässliches altes Faltenmonster.”

Angelika litt so sehr darunter, dass sie sogar über drastische Schritte nachdachte:

“Ich wollte nicht noch mehr altern und überlegte mir sogar, einen Bankkredit für Lifting oder Botox-Spritzen aufzunehmen”.

Doch als sie sich über diese Behandlungen informierte, bekam sie Angst:

Sie waren gefährlich und konnten sogar eine Gesichtslähmung verursachen.

Sie entschied sich also gegen das Lifting.

Und nur kurze Zeit später geschah plötzlich das, was die Geschichte von Angelika K. so besonders macht — und was die “Frau mit Herz” veranlasst hat, dieser Geschichte einen ganzseitigen Artikel zu widmen: Angelika konnte ihre Falten tatsächlich besiegen! Und zwar ganz ohne medizinische Eingriffe, sondern bloß mit einem einfachen Trick! Unglaublich?Unglaublich! Eine 58-jährige Hausfrau aus Hamburg ist schlauer als Anti-Aging-Mediziner und löste ihr Faltenproblem mit einem einfachen Trick - Angelika K.: "So habe ich meine Falten besiegt!"

Respekt! Angelika (58) hat das geschafft, was sich Millionen von Frauen wünschen: Die Zeit zurückdrehen und wieder so aussehen wie in ihren 40zigern.

Aber wie denn jetzt genau?

Wie die meisten hat Angelika einen durchschnittlichen Verdienst und kann sich nicht jede neue Anti-Aging-Creme kaufen. Teure Schönheits-Eingriffe kann sie sich erst recht nicht leisten. Aber sie hatte eine Idee.

Ja, so weit waren wir schon.

Angelika gab nicht auf, eine sichere Verjüngungskur zu finden, die wirklich Falten vernichtete und sie nicht in Schulden trieb. Sie wollte es den Schönheitschirurgen zeigen, dass es auch anders ging.

Menschenskind, jetzt aber mal raus mit der Sprache!

Nachdem sie einen Bericht über Zellerneuerung und Stammzellen im Fernsehen angeschaut hatte, entdeckte sie zwei Anti-Aging-Produktmuster von einem kompetenten Kosmetik-Unternehmen: Celyoung Age Less Creme und Age Less Serum (Apotheken). “Warum nur eines nehmen und nicht beide? Dann hat man doch doppelte Wirkung”, erklärt sie ihre Idee.

Sag bloß! Wie raffiniert!

Da kommt diese ausgefuchste Hausfrau doch tatsächlich auf die geniale Idee, die Celyoung Age Less Creme mit dem Celyoung Age Less Serum zu kombinieren!

Und, hat’s denn gewirkt?

Gesagt, getan. Schon nach ein paar Tagen geschah das Unfassbare: Ihre Haut wurde immer glatter – nach 31 Tagen erschien ihr Gesicht für sie genauso glatt wie mit Botox- oder Lifting. Angelika hatte für die Faltenentfernung keine Schmerzen gelitten, sie hatte sich nur Celyoung Age Less Creme und Serum in der Apotheke besorgt. Statt Tausende von Euro kostete sie das nur 1 Euro am Tag.

Fazit?

Angelika sah quasi von jetzt auf nachher um 15 Jahre jünger aus! Und das veränderte ihr ganzes Leben.

Und so sieht sie heute aus, unsere Angelika K., 58, Hausfrau aus Hamburg:Ausriss: "Frau mit Herz", Nr. 37/2013

Der Rest des Textes (der übrigens gut dreimal so lang ist wie ein durchschnittlicher Regenbogenartikel) lässt sich sinngemäß etwa wie folgt zusammenfassen:

Die Celyoung Age Less Creme ist der absolute Oberwahnsinn. Und das Serum auch.

Das allein ist die Botschaft dieses ganzseitigen Artikels, der weder als “Anzeige” noch als “Sonderveröffentlichung” noch als Sonstwas gekennzeichnet ist. Ein ganz normaler Artikel im redaktionellen Teil der “Frau mit Herz”:Unglaublich! Eine 58-jährige Hausfrau aus Hamburg ist schlauer als Anti-Aging-Mediziner und löste ihr Faltenproblem mit einem einfachen Trick - Angelika K.: "So habe ich meine Falten besiegt!"

Und im redaktionellen Teil der “neuen Frau”:Unglaublich! Eine 58-jährige Hausfrau aus Hamburg ist schlauer als Anti-Aging-Mediziner und löste ihr Faltenproblem mit einem einfachen Trick - Angelika K.: "So habe ich meine Falten besiegt!"

Und im redaktionellen Teil der “7 Tage”:Unglaublich! Eine 58-jährige Hausfrau aus Hamburg ist schlauer als Anti-Aging-Mediziner und löste ihr Faltenproblem mit einem einfachen Trick - Angelika K.: "So habe ich meine Falten besiegt!"

Und im redaktionellen Teil der “Heim und Welt”:Unglaublich! Eine 58-jährige Hausfrau aus Hamburg ist schlauer als Anti-Aging-Mediziner und löste ihr Faltenproblem mit einem einfachen Trick - Angelika K.: "So habe ich meine Falten besiegt!"

Und im redaktionellen Teil der “Woche der Frau”:Unglaublich! Eine 58-jährige Hausfrau aus Hamburg ist schlauer als Anti-Aging-Mediziner und löste ihr Faltenproblem mit einem einfachen Trick - Angelika K.: "So habe ich meine Falten besiegt!"

Fünfmal der gleiche PR-Text, fünfmal aufwendig ans Layout der anderen Artikel angepasst, fünfmal fehlt jegliche Kennzeichnung, dass es sich um Werbung handelt.

Natürlich: Als einigermaßen medienerfahrener Mensch sollte man spätestens nach ein paar Sätzen merken, was hier läuft. Aber die fünf Hefte — sie erscheinen alle im Klambt-Verlag — erreichen zusammengerechnet pro Woche über eine Million Leser. Wie viele davon werden die Schleichwerbung wohl als solche erkennen? Und wie viele werden denken, dass es ein echter Artikel ist? Über eine echte Frau, deren Leben in echt verändert wurde von diesem Zeug aus der Apotheke?

Angelika K. ist uns vor ein paar Wochen übrigens schon mal begegnet. Da war sie allerdings noch nicht 58, sondern erst 54. Und sie sah auch etwas anders aus. Die Botschaft aber war dieselbe:So zaubern Sie Ihre Falten weg!

Manchmal sieht Angelika K. auch so aus:So zaubern Sie Ihre Falten weg

Manchmal ist es auch nicht Angelika K., sondern Verena D.:Ausriss: "Frau mit Herz", Nr. 35/2013

Und manchmal geht es in den Fake-Artikeln des Klambt-Verlags nicht um Anti-Aging-Creme, sondern um Schlankmacher-Pillen oder Mittel gegen Fußpilz. Die versteckte Werbung hat bei Klambt ganz offensichtlich System. Es ist nicht das erste Mal, dass wir das feststellen.

Auch das Netzwerk Recherche hat vor Kurzem in einer Studie zum Thema Journalismus und Korruption aufgedeckt, wie “perfekt organisiert” das “Geschäft mit der heimlichen Werbung” in vielen Regenbogenredaktionen läuft.

Im Übrigen schaltet die Firma Celyoung in den Heften des Klambt-Verlags auch legale Anzeigen. Aber ob das die Sache besser macht?


Siehe auch: Kurzstudie des Netzwerks Recherche in Kooperation mit Transparency International Deutschland, dem Institut für Journalistik der TU Dortmund und der Otto Brenner Stiftung


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Fantasien über Frisos Tod
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Fantasien über Frisos Tod

Als bekannt wurde, dass der niederländische Prinz Friso nach vielen Monaten im Koma gestorben war, wurde es hektisch in den deutschen Regenbogenredaktionen. Die “Neue Post” tauschte eilig das Titelblatt ihrer Ausgabe aus und präsentierte drei Tage nach Frisos Tod diese Sonderausgabe:Trauer in Holland - Prinz Friso gestorben - Aktuelle Sonderausgabe - Aktuell - Extra-Ausgabe - 23 Sonder-Seiten! - Beatrix - Friso starb in ihren Armen - Das unsagbare Leid einer Mutter - Die Tränen - Der Abschied

Auch “die aktuelle” sah plötzlich nicht mehr so aus, sondern so:Aktualisierte Ausgabe - Holland in Trauer! - Abschied von Prinz Friso (†44) - Die dramatische Entscheidung - Seine letzten Stunden - Großer Rückblick - Seine Kindheit - Seine Liebe - Seine Familie - Sein Schicksal

Andere Blätter zogen im Laufe der Woche nach, etwa die “7 Tage”:Heimliches Begräbnis - Beatrix & Maxima - Tränen und Trauer! Die letzte Nacht vor Johan Frisos Tod

Und die “neue woche”:Königin Máxima - Abschied für immer! - Ein Engel hat Prinz Friso erlöstUnd bekanntlich die “Neue Welt”:Ausriss: "Neue Welt für die Frau" - Friso starb mit nur 44 Jahren - Beatrix und Mabel - Der traurige Abschied zerreißt ihnen das Herz

Und wieder “die aktuelle”:Prinz Friso (†44) - Der Tränen-Abschied der Familie

Es war abzusehen, dass die Regenbogenpresse so reagieren würde. Der Tod des Prinzen als Sensation. Als Geschäft. Das ist Alltag in dieser Branche.

Überrascht hat uns nicht das Ausmaß, sondern vielmehr die Art der Berichterstattung.

Der Artikel von Sandra Beckedahl in “das neue” ist ein eindrucksvolles Beispiel:Tränen um Friso - Beatrix - Beim Abschied hielt sie seine Hand

Es war so weit. Plötzlich war er da, der Augenblick, vor dem sie sich gefürchtet hatte. Aber Prinzessin Beatrix (75) wusste: Es war unausweichlich. Es würde ein Ende sein, aber auch eine Erlösung.

Sie war mit Friso allein in dessen Zimmer im Schloss Huis ten Bosch. Und das letzte Mal hielt sie seine Hand. Sie nahm Abschied. [...]

Und als sie jetzt neben seinem Bett saß, liefen vor ihrem inneren Auge all die Bilder seines Lebens ab: die Einschulung, der Tag, an dem Friso seinen ersten Milchzahn verlor. Wie stolz er war, als er Fahrradfahren lernte. Sein erstes Zeugnis, die Erfolge in der Schule und an der Universität. Ja, er war ein kluger Kopf gewesen. [...]

Es waren so viele schöne Dinge, die Mutter und Sohn teilen durften. Jetzt hatten sie nur noch wenige Minuten. Beatrix spürte, wie Frisos Atem immer schwächer wurde. Wie er versuchte, den Kopf in ihre Richtung zu neigen. Und wie er beim Abschied ihre Hand drückte, als er schließlich von dieser Welt ging.

Ist das zu fassen? Da denkt sich einfach jemand irgendein kitschiges Gechwurbel aus, und das wird dann auch noch rotzfrech als die Wahrheit verkauft. Eine frei erfundene Geschichte!

Sandra Beckedahl hat in Wirklichkeit überhaupt keine Ahnung. Sie war nicht dabei, als Friso starb, sie weiß genauso viel (oder wenig) wie ihre Kollegen in anderen Redaktionen. Sie alle können sich einzig auf das berufen, was das Königshaus offiziell mitgeteilt hat.

Aber das wäre ja langweilig. Außerdem müssen ja diese verdammten Sonder-Seiten irgendwie gefüllt werden. Also tun viele Autoren ganz einfach so, als wären sie bei Frisos Tod dabeigewesen. Die Artikel sind durchzogen von fiktiven Szenen und erfundenen Zitaten, ein triefender Brei aus Halbwahrheiten und reiner Fiktion.

“die aktuelle” etwa schreibt:

Prinzessin Mabel saß am vergangenen Sonntag bis zum späten Abend am Krankenbett ihres Mannes Johan Friso. Es war ihr 45. Geburtstag. Sie nahm sein Gesicht noch einmal in beide Hände, küsste ihn. Dann verließ sie ihn bis Montagfrüh. Sie sagte einer Freundin am Telefon, dass sie so ein merkwürdiges Gefühl habe. Irgendetwas sei anders als in den Monaten zuvor. Am nächsten Tag hörte Frisos Herz auf zu schlagen …

Die “Frau mit Herz” titelt:Prinzessin Mabel fleht - Bitte steh mir bei, geliebte Beatrix! - Extra auf vielen Seiten - Tragisch - Prinz Friso ging einen Tag nach dem 45. Geburtstag seiner Frau!

Friso verlässt seine Familie einen Tag nach Mabels Geburtstag, den sie noch gemeinsam mit ihm und den Töchtern an seinem Krankenbett verlebt: Sie weiß nicht, dass die zärtlichen Worte, die sie zu ihm spricht, die letzten sein sollen. Sanft streichelt sie seine Hand – sie soll die vertraute Wärme nie wieder spüren. Mabel zerreißt es das Herz. Wie soll sie nur ohne ihren Mann leben? In den Stunden tiefster Trauer und Verzweiflung schreit ihre Seele nach Hilfe! Mit tränengefüllten Augen fleht sie: “Bitte steh’ mir bei, geliebte Beatrix!” Mabel weiß, dass ihre Schwiegermutter sie nicht im Stich lässt. Nur mit ihrer unendlich starken Liebe kann sie ihr schweres Los ertragen.

Auch “Das goldene Blatt” brüstet sich damit, angebliche Einzelheiten vom Sterbebett zu kennen …Beatrix & Mabel - Trauer um Johan Friso (†) - Sein letzter Wunsch - Die überraschende Wahrheit

…, hat sich in Wirklichkeit aber auch alles ausgedacht:

Mabel (45) führt eine Art innere Zwiesprache mit dem Mann, den sie so sehr liebte. Und sie erinnert sich wieder an die Abende, an denen sie ihre Gedanken miteinander teilten. Für Mabel ist es, als habe Friso schon damals seinen letzten Wunsch geäußert.

Wie oft hatte er von seiner Liebe zu seinen Töchter [sic] Zaria und Emma gesprochen. Sie sollten unbeschwert und glücklich aufwachsen. Aber auch an seine Mutter Beatrix dachte Friso oft. Mabel musste ihm versprechen, sich gut um ihre Schwiegermutter zu kümmern. Und für Mabel selbst erhoffte sich Johan Friso sogar ein neues Liebesglück – sollte er einmal vor ihr gehen…

Die junge Witwe ist davon überzeugt, dass Friso ihr dies alles noch einmal kurz vor seinem Tod sagen wollte. Denn plötzlich sollen seine Lider unmerklich gezuckt haben und sie schien sogar einen leichten Händedruck zu spüren. Für Mabel steht fest: Sie wird Frisos letzten Wunsch erfüllen. Und sie wird stark sein.

Die “Neue Post” fantasiert:

Nur spärlich dringt die Sommersonne in ihre Privatgemächer auf Schloss Huis ten Bosch. Beatrix (75) hält die Vorhänge auch am Tag geschlossen. Das Tageslicht brennt in ihren rot geweinten Augen. […]

Nun wird Beatrix seine sanfte Stimme nie mehr hören, seine Hand nie mehr in der ihren spüren, sein Lächeln nie mehr sehen. Der Himmel strahlt in diesen Tagen über Huis ten Bosch. Doch für die Schlossherrin hat die Sonne aufgehört zu scheinen …

Die “Heim und Welt” ist sogar dreist genug, ein fitkives Zitat als Titelschlagzeile zu verwenden:Extra auf vielen Seiten - Mabel tröstet ihre Töchter - "Jetzt ist PAPA euer Schutzengel" - Nach dem tragischen Abschied von Friso

Wie sehr ist Prinzessin Mabel jetzt gefordert! Als liebende Mama, die Trost spendet. Trotz aller tiefen Trauer. Vielleicht umarmt sie Luana und Zaria und sagt zu ihnen: “Papa wacht jetzt als Schutzengel über euch.”

Vielleicht. Aber vielleicht auch nicht. Wie das mit frei erfundenen Geschichten eben so ist.

Und da soll noch mal jemand sagen, die Regenbogenpresse hätte irgendwas mit Journalismus zu tun. Die Redaktionen verbreiten absichtlich die Unwahrheit, sie lügen und erfinden, sie bereichern sich am Tod eines Menschen und haben nicht den geringsten Respekt, weder vor den Angehörigen noch vor der Wahrheit. Das ist kein Journalismus. Das ist eine einzige, ekelhafte Unverschämtheit.


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Das Kilo-Killer-Komplott
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Das Kilo-Killer-Komplott

Schleichwerbung ist ein fester Bestandteil der Regenbogenpresse.

Das ist eine der vielen traurigen Erkenntnisse, die wir in den mehr als 100 Tagen topfvollgold-Arbeit erlangt haben. Wir hatten schon früh geahnt, dass wir in diesen Heften, die ja auch sonst im Grunde tun und lassen, was sie wollen, bei näherem Hinsehen Schleichwerbung finden würden. Doch das, was dort Woche für Woche in Abermillionen Zeitschriften getrieben wird, hatten wir nicht für möglich gehalten.

Das Ausmaß, in dem Dutzende Redaktionen in ihren Heften heimlich und hemmungslos Werbung machen, ist ein besorgniserregendes Sinnbild dafür, wie bedenkenlos einige deutsche Zeitschriftenverlage im Akkord gegen Regeln verstoßen und sich dabei die Taschen vollmachen können, ohne dass irgendwer auch nur ansatzweise etwas dagegen tut.

Schon häufiger haben wir gezeigt, wie der Deltapark Verlag im redaktionellen Bereich ohne jeden Anlass Produkte eines Kaugummi-Herstellers erwähnt. Die “Freizeit Revue” von Burda hat es eher mit Keksen und Käse-Würfeln. ConPart setzt auf Halbfettmargarine.

In den Regenbogenredaktionen der Funke-Gruppe (ehemals WAZ-Gruppe) scheint “das Geschäft mit der heimlichen Werbung” sogar “perfekt organisiert zu sein”, wie das Netzwerk Recherche im Rahmen einer Kurzstudie zum Thema “Journalismus und Korruption” jetzt festgestellt hat:

So finden sich in den Titeln [der WAZ-Women Group] Hunderte konkreter Empfehlungen für spezifische Markenartikel. Obwohl der Artikel dies nicht erfordert. […]

Hinzu kommen zahllose unmotiviert erscheinende Empfehlungen für rezeptfreie Mittel aus der Apotheke. Ob Schmerzgel, Mittel zur Förderung der Kollagenbildung oder Mittel mit Birkenextrakt, ständig tauchen Produkte namentlich auf. Versehen mit dem Hinweis, diese seien in der Apotheke erhältlich. […]

Empfehlungen, die angesichts von insgesamt 1,8 Millionen Lesern der WAZ-Woman-Group durchaus für höhere Verkaufszahlen bei den Unternehmen sorgen könnten. Und das nutzt man wohl, um Geschäfte in Schwung zu bringen. Ein Insider berichtet, dass die Anzeigenabteilung systematisch Einfluss auf Inhalte im Heft nehme. Sie teile Redaktionen mit, wen sie in welchem Umfang erwähnen sollen. Beschwerden wegen Schleichwerbung nehme man in Kauf.

Im Klambt-Verlag läuft es offenbar ganz ähnlich. Zumindest hat man sich in der Redaktion der “Woche der Frau” sichtlich Mühe gegeben, den Werbetext für einen “Kilo-Killer” so aussehen zu lassen, als wäre er ein ganz normaler Artikel:Der neue Kilo-Killer: Bio-Stoffwechsel Turbo gegen zu viel Fett! Das Schlankmittel für Eilige!

(Klicken Sie auf das Bild für eine größere Version.)

In der “Frau Mit Herz” (Klambt) wurde die Werbung ebenfalls getarnt:Der neue Kilo-Killer: Bio-Stoffwechsel-Turbo gegen zu viel Fett - Das Schlank-Mittel für Eilige

In der “7 Tage” (Klambt) auch:Der neue Kilo-Killer: Bio-Stoffwechsel-Turbo gegen zu viel Fett! - Das Schlank-Mittel für Eilige!

In der “Heim und Welt” (Klambt) auch:Der neue Kilo-Killer - Bio-Stoffwechsel: Turbo gegen zu viel Fett!

Und in der “neuen Frau” (Klambt) auch:Der neue Kilo-Killer: Bio-Stoffwechsel-Turbo gegen zu viel Fett! Das Schlank-Mittel für Eilige!

Fünfmal der gleiche PR-Text, fünfmal aufwendig ans Layout der anderen Artikel angepasst, fünfmal fehlt jegliche Kennzeichnung, dass es sich um Werbung handelt. Das kann kein Versehen sein.

Im Gegenteil: Je intensiver wir uns mit den Heften beschäftigen, desto mehr drängt sich der Eindruck auf, dass auch im Hause Klambt hinter der nicht kenntlich gemachten Werbung System steckt.

In der vorigen Woche warben die Klambt-Hefte in ähnlicher Form für ein Gel gegen Arthrose, in der Woche davor für eine Anti-Falten-Creme (von derselben Firma, die auch den “Kilo-Killer” vertreibt), in der Woche davor für einen medizinischen Nagellack. Keiner der manchmal über mehrere Seiten gehenden Texte ist als Werbung gekennzeichnet, oft kommen die Fotos direkt von den Herstellern.

Hinzu kommt, dass die Firmen, die den Nagellack beziehungsweise die Creme und den “Kilo-Killer” herstellen, auch reguläre Anzeigenkunden des Klambt-Verlags sind. Selbst für die getarnt beworbenen Produkte sind schon Anzeigen geschaltet worden.

Der medizinische Nagellack zum Beispiel, der in Ausgabe 26 in einem vermeintlich redaktionellen Beitrag beworben wird (“Nagelpilz: So schützen sie sich wirkungsvoll davor”), taucht in den Ausgaben 28, 29 und 30 wieder auf, in diesen Fällen aber als kenntlich gemachte Anzeige (“Stark gegen Nagelpilz”).

Es kommt sogar vor, dass in der gleichen Ausgabe zweimal für dasselbe Unternehmen geworben wird — sowohl per Anzeige als auch per Fake-Artikel. So geschehen vor etwa drei Wochen in der “Woche der Frau”. Auf Seite 15 findet sich diese Anzeige:So kriegen Sie die Falten klein!

Ein paar Seiten später stößt man dann auf diesen “Artikel”:So zaubern Sie Ihre Falten weg

Die Creme aus dem redaktionellen Teil und die aus der Anzeige sind vom gleichen Hersteller, Marke und Logo sind identisch, und selbst einer der Experten kommt in beiden Texten zu Wort.

So geht das Heft für Heft. Das Produkt, das in dieser Woche in einem “redaktionellen Beitrag” gelobt wird, erscheint zwei Ausgaben später — manchmal sogar noch im selben Heft — in einer ganz normalen Anzeige.

Eine ganzseitige Anzeige kostet beim Klambt-Verlag, wenn sie in allen fünf oben aufgelisteten Regenbogenheften sowie in der Frauenzeitschrift “Lea” erscheinen soll, fast 25.000 Euro. Wie viel ein Unternehmen hinblättern muss, um im redaktionellen Teil zu erscheinen, ist hingegen nicht bekannt.


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Die Wahrheit geht stiften

Die Wahrheit geht stiften

Wir können den topfvollgold eigentlich dicht machen. Denn wir haben ihn gefunden: Den endgültigen Beweis, dass die Regenbogenpresse — in diesem Fall die “Frau mit Herz” — Unwahrheiten und Lügen verbreitet.

Es geht um diese Geschichte:

Neue, bittere Enthüllungen erschüttern William & Harry - Der Diana-Skandal!

Die Stiftung, die nach Dianas Tod 1997 gegründet wurde, werde für “politische Propaganda” missbraucht, behauptet der anonyme Autor. Dianas Söhne William und Harry seien erschüttert:

Auch ihre Kinder wissen, dass Prinzessin Diana stets achtgab, nicht in politische Interessenskonflikte zu geraten. Gemeinsam mit Monckton [eine frühere Freundin Dianas] wollen sie deshalb dafür kämpfen, dass Dianas Andenken in Ehren gehalten wird — und dass das Geld ihrer Stiftung künftig nur in ihrem Sinne eingesetzt wird!

Das Problem an dem Diana-Skandal-Artikel ist nicht, dass einmal mehr eine Regenbogenredaktion auf Kosten der Wahrheit zuspitzt und übertreibt. Und das Problem ist auch nicht, dass sie in ihrem reportagigen Einstieg von einem kleinen Mädchen schreibt, das “eine Chemotherapie durchleiden” musste und bei einem Besuch Dianas vor Glück “strahlt”. Das alles soll mal egal sein.

Das Problem an diesem Artikel ist, dass es die Stiftung — den “Diana, Princess of Wales Memorial Fund” — seit dem 31. Dezember 2012 nicht mehr gibt.

Die “Frau mit Herz” pfeift darauf. Heute, vier Monate später, bastelt sie sich einen Fantasie-Skandal, packt ihn aufs Cover und schreibt, dass sich William und Harry “künftig” für eine andere Verwendung der Gelder einsetzen wollen.

Das kann man amüsant finden (wenn dieser Fehler auf schlampiger Recherche basiert) oder man kann es erschreckend finden (wenn es eine bewusste Lüge ist). Vor allem aber muss man diesen Artikel beschämend finden.

Denn die “Frau mit Herz” versteht unter “politischer Propaganda” Folgendes:

Ihre Stiftung wird für Politik missbraucht - In die Stiftung, die kurz nach ihrem Tod gegründet wurde, flossen Spenden ihrer treuen Anhänger und Einnahmen von Elton Johns Diana-Song „Candle in the Wind“. Die Gelder sollten in Projekte investiert werden, die Diana am Herzen lagen -- etwa ein Kinderkrankenhaus. Doch offenbar werden seit 2007 auch Kampagnen unterstützt, die die öffentliche Meinung zum Thema Einwanderung verbessern sollen.

Das stimmt erstens nicht: Bei der Stiftungskampagne, auf die die “Frau mit Herz” anspielt, geht es primär nicht um die Verbesserung irgendeiner Meinung zum Thema Einwanderung. Sondern um ganz praktische Hilfe für “Flüchtlinge und Asylsuchende” in Großbritannien, vor allem für Jugendliche und Kinder.

Und zweitens zeigt der Artikel, wie grässlich reaktionär die Redaktion der “Frau mit Herz” ist: Sie sieht Kampagnen, die vermeintlich “die öffentliche Meinung zum Thema Einwanderung verbessern sollen”, als “Skandal”, als “bittere Enthüllung”, als “erschütternd”.

Das übertrifft nur noch die (ebenfalls in der Mediengruppe Klambt erscheinende) “Heim und Welt”:

Vor kurzem wurde bekannt, dass diverse Spendengelder, die im Namen der verstorbenen Prinzessin für gute Zwecke eingesetzt werden sollten, in die falschen Hände geraten sind. Das wäre für die Prinzessin der Herzen der Horror gewesen! Statt für Bedürftige floss das Geld in die Kassen von Leuten, die Einwanderer nach Großbritannien locken wollen.

Wir haben der Chefredaktion der beiden Blätter vor über einer Woche einen Fragenkatalog geschickt und um Stellungnahme gebeten. Sie hat uns bis heute nicht geantwortet.


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“Wie demütigend”

“Wie demütigend”

Gib der Regenbogenpresse ein klitzekleines Gerücht, und sie strickt einen großen Skandal daraus. Gib ihr ein “Enthüllungsbuch”, und sie dreht komplett am Rad.

In dieser Woche ist es Prinzessin Letizia von Spanien, die der unstillbaren Spekulationsgeilheit der Regenbogenheftchen zum Opfer fällt.

Denn eine brandheiße Schlagzeile erschüttert in diesen Tagen ganz Spanien: “Letizia hatte eine Abtreibung”, behauptet David Rocasolano (49).

Der Mann ist zu allem übel nicht irgendein verrückter Wichtigtuer,

… also nicht so wie sonst, wenn die “Woche der Frau” Geschichten ausgräbt, …

sondern Rechtsanwalt und – jetzt wird es ganz bitter – Letizias eigener Cousin!

Und der hat ein “erschütterndes” Buch geschrieben, das die Regenbogenredaktionen derzeit ganz schön in Fahrt bringt. Was auch kaum verwundert – denn jetzt müssen sie sich nicht mühsam etwas zusammenspinnen, sondern den Dreck einfach nur noch abschreiben.

Bei der “Woche der Frau” sieht das dann so aus:Abtreibungs-Skandal - Prinzessin Letizia - War sie schon vor der Hochzeit schwanger?

Auch “Das neue Blatt” kriegt vor Entsetzen kaum noch Luft:

Jetzt steht alles auf dem Spiel. Einfach ALLES! Letizia von Spanien droht ihr ganzes Glück zu verlieren. Ihre Zukunft. Ihre Ehe. Ihre Kinder.

In Spanien stehen schwerste Vorwürfe im Raum. Der schlimmste: Letizia soll abgetrieben haben, 2002, kurz vor der Verlobung mit Felipe (45). Das wäre nicht nur ein Verstoß gegen das Gesetz gewesen. Das wäre auch ein Grund für die Exkommunizierung aus der katholischen Kirche.

[…] Für Letizia würde das im Klartext bedeuten: Ihre Ehe mit Felipe wäre ungültig, ihre Töchter wären unehelich, und sie selbst dürfte niemals Königin werden …

Es steht alles auf dem Spiel. Alles!

Das Heft prophezeit:Nach dem Abtreibungs-Skandal - LETIZIA (49) - Ihre dunkle Vergangenheit wird ihr jetzt zum Verhängnis

Und fragt:Abtreibungs-Skandal - LETIZIA - Wird sie jetzt vom Hof verstoßen?

Die “Heim und Welt” ist dermaßen schockiert, dass sie gleich drei Fragen auf einmal stellt:LETIZIA VON SPANIEN - Kommt jetzt ihre herzlose Lebenslüge ans Tageslicht?Lieber Karriere statt Kind?DAS ENDE? - Die spanische Monarchie vor dem Aus - Prinzessin Letizia der Abtreibung beschuldigt - Auch Infantin Cristina muss vor Gericht - Das Volk klagt Königin und König an - Prinz Felipe sieht machtlos zu

Auch andere Blätter stürzen sich hechelnd auf den “Abtreibungs-Skandal” im spanischen Königshaus:Der eigene Vetter klagt an: Prinzessin Letizia hat heimlich abgetrieben!

(“Die neue Frau”)Letizia - Lüge oder Wahrheit? Düsteres Baby-Geheimnis(“7 Tage”)Letizia von Spanien - Gemeine Vorwürfe - Ihr engster Vertrauter beschimpft sie als falsche Schlange(“Viel Spaß”)

“das neue” stellt besorgt fest:Prinzessin Letizia - Sie zerbricht an ihrer dunklen Vergangenheit

Detailliert schildert “das neue” in dem Artikel die Anschuldigungen des Cousins — von den Spekulationen über “Verfolgungswahn, Abtreibung und Kontrollsucht” bis hin zur Behauptung, Letizia “sei verantwortlich für den Selbstmord ihrer kleinen Schwester Érika († 31)”.

Über dem Artikel steht:WIE DEMÜTIGEND - das neue

Ja, “das neue”. Da hast du ausnahmsweise mal recht.

Währenddessen räumt die “7 Tage” ein:

Möglich aber, dass die Kronprinzessin nun aber ihrerseits über eine Klage nachdenkt. Wenn es gar kein düsteres Baby-Geheimnis gibt und David Rocasolano gelogen hat, könnte er für fünf Jahre im Gefängnis landen. Gerücht oder Lüge – es bleibt abzuwarten.

Nicht für die “Freizeit Revue”. Für die steht längst fest:Kronprinzessin Letizia - Unfassbarer Skandal - Sie war von einem anderen schwanger, als sie Felipe kennenlernte

Damit unterscheidet sich die “Freizeit Revue” von den meisten anderen Blättern. Denn sie schreibt die Aussage, Letizia sei “von einem anderen schwanger” gewesen, nicht mehr nur dem Cousin zu, sondern macht sie sich kurzerhand zu eigen.

Was es bedeutet, wenn ein Medium solche Behauptungen aufstellt oder verbreitet, obwohl diese nicht erweislich wahr sind, haben wir in einem anderen Eintrag ausführlicher erklärt. Wenn die Journalisten keine Beweise für ihre Behauptung vorlegen können, wenn sie nicht umfassend recherchiert haben (und dazu zählt mindestens, die Gegenseite zu Wort kommen zu lassen), und wenn der Beitrag noch dazu so reißerisch gestaltet ist, dann machen sich diese Journalisten der üblen Nachrede (§ 186 StGB) schuldig.

Es ist wohl eher nicht davon auszugehen, dass die “Freizeit Revue” irgendwelche Beweise für ihre Behauptungen hat. Sie erwähnt jedenfalls nichts davon. Die einzige Quelle, die das Blatt nennt, ist dasselbe “erschütternde Enthüllungsbuch”, aus dem auch alle anderen zitieren. Und nicht nur auf dem Titelblatt, auch im Artikel lässt die “Freizeit Revue” wenig Zweifel an der Richtigkeit der “bitteren Vorwürfen”:

Etwa einen Monat vor [der Abtreibung], im September 2002, trafen sich Letizia und Felipe zum ersten Mal bei einem Abendessen. Das bedeutet: Als Letizia Felipe kennenlernte, war sie von einem anderen schwanger. [...]

In Spanien war eine Abtreibung damals illegal, falls keine physischen oder psychischen Indikationen vorlagen. Aus Machtstreben brach Letizia selbst Gesetze. Noch dazu hatte sie als Katholikin schwer gesündigt. Und Felipe? Er wusste von allem.

Mal ganz kurz, liebe “Freizeit Revue”. Also vielleicht ist ja tatsächlich was dran an den Vorwürfen, die der Cousin da in die Welt posaunt hat. Und angesichts der Konsequenzen, die damit verbunden wären, ist es wahrscheinlich auch gerechtfertigt, darüber zu berichten. Aber kann man solche üblen Beschuldigungen dann nicht wenigstens im Konjunktiv wiedergeben?

Oder was meinst du, “Echo der Frau”? Obwohl — was du von Konjunktiven hältst, haben wir gemerkt:Letizia trieb ihre Schwester in den Tod!

Auch die “Neue Post” fackelt nicht lange und erklärt die Vorwürfe schlichtweg zur Tatsache:

Ganz Spanien ist schockiert - Letizia & Felipe - Er ist nicht der Vater ihres ersten Kindes!

Doch das Blatt wäre nicht “Die Nr. 1 in Adel”, wenn es sich damit begnügen würde, einfach nur die Gerüchte nachzuplappern, die andere in die Welt gesetzt haben. Nein, hier legt man Wert auf “Qualität” und “Tradition” – und unterfüttert die Fremdspekulationen deshalb gewissenhaft mit ein paar eigenen wilden Mutmaßungen:

[…] vielleicht war das Kind auch die unerwünschte Folge einer durchfeierten, heißen Nacht? Die zarte Prinzessin war früher kein Kind von Traurigkeit. Wer erinnert sich da nicht an das Porträt, das Letizia 2004 halb nackt auf einer Plattenhülle zeigt …

Die “Neue Post” tut es jedenfalls. Und druckt “Das Nackt-Porträt” für all jene, die sich nicht mehr so gut erinnern können, sicherheitshalber nochmal ab.

Und besitzt dann sogar die Frechheit, Leitzias Cousin vorzuwerfen, er beschädige ihr Ansehen — in einem Artikel, der nichts weiter tut, als Leitizias Ansehen zu beschädigen:Unfassbare Enthüllungen - Schock in Spanien - Letizia & Felipe - Er ist nicht der Vater ihres ersten Kindes! [Ein Großteil der rechten Seite ist mit einem Foto der weinenden Leitizia gefüllt]

Unter dem Bild auf der rechten Seite steht:

Eine Prinzessin kämpft mit den Tränen: Die Enthüllungen haben Letizia offensichtlich schwer getroffen.

Dass Letizia auf dem Bild “mit den Tränen” kämpft, könnte allerdings auch etwas damit zu tun haben, dass es 2007 aufgenommen wurde – auf der Beerdigung ihrer Schwester.

Das hat die “Neue Post” wohl leider übersehen. Aber an solche Dinge denkt man auch nicht, wenn man weder Skrupel noch Pietät besitzt.


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Verrenkungen der Woche (2)
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Verrenkungen der Woche (2)

Die sind doch alle bekloppt!

Und damit herzlich willkommen zu den Verrenkungen der Woche.Christina Plate - Verblüffende Enthüllung - Endlich ist das Geheimnis um ihre einzige Tocher gelüftet

“Sensationelle Enthüllung”! “Unglaublich”! “Eine Sensation”! “Endlich ist das Geheimnis” um Christina Plates “einzige Tochter gelüftet”: Sie hat beim großen Taekwondo-Kinderturnier im schwäbischen Sindelfingen in ihrer Altersklasse den ersten Platz geholt. “Verblüffend”.


Semino Rossi - Baby-Tragödie - Wie er seiner Frau in der traurigen Zeit zur Seite steht

Eine Hammergeschichte hat die “Freizeit Vergnügen” da aufgetrieben. Also, aufgepasst! Seminos Frau Gabi arbeitet als Hebamme. Im Interview mit dem Sänger will das Blatt wissen: “Ist sie nicht auch manchmal mit Totgeburten konfrontiert?” Seminos Antwort: Darüber spreche Gabi nicht. Ende.


Er geht plötzlich neue Wege - Heino & Hannelore - Ehe-Drama? - Hannelore muss jetzt ganz stark sein

Heino wird Rocker. Und die arme Hannelore muss mitziehen beim “Imagewandel” ihres Ehemannes. Die “Freizeit total” stellt fest: Hannelore macht plötzlich “auf Rockerbraut”. Dabei waren die beiden in “alten Zeiten” doch so ein “fesches und adrettes” Traumpaar.


Dieses Drama verfolgt sie bis heute... - Carmen Nebel - Der Tag, an dem ich fast ertrunken wäre

… liegt jetzt knapp ein halbes Jahrhundert zurück. Da fiel Carmen “kopfüber in eine Regentonne”. Ihre Mutter konnte sie gerade noch retten. Die “frau aktuell” schreibt: “Jetzt hat die TV-Lady das Drama erzählt, das sie bis heute verfolgt.” Mit “jetzt” meint das Blatt: vor elf Jahren.


Heidi Klum - Trennung - weil er ihren Sohn fast ertrinken ließ?

Das macht “die aktuelle” ganz geschickt: Das gelbe Fragezeichen bezieht sich nicht nur auf den gelben Text — also nicht nur auf den möglichen Grund der Trennung –, sondern generell auf die Trennung. Oder anders gesagt: Nicht nur ein kleiner Teil, sondern alles auf diesem Titelblatt ist spekulativ. “die aktuelle” hätte genauso gut einfach nur ein großes Fragezeichen abdrucken können — der Erkenntnisgewinn wäre derselbe gewesen.


Prinzessin Maxima - PSYCHO-DRAMA - Verliert sie jetzt alles?

Bei Máxima gerät die “Heim und Welt” ins Schwärmen: Die zukünftige Königin der Niederlande sei “farbenfroh gekleidet wie ein Tulpenmeer, erfrischend wie eine Nordsee-Brise.” Und immer diese herzerwärmenden Lachanfälle. Hach. Doch jetzt könnte ein “Psycho-Drama” kommen! Warum? Nun ja, Máxima wird doch bald Königin. Und in dieser Position darf man nicht mehr so viel lachen — meinen jedenfalls irgendwelche “Royalisten”, auf die sich die “Heim und Welt” bezieht. Dass das völliger Quatsch ist, merkt das Blatt am Ende des Artikels selbst: “Unsinn, Maxima soll sich für die neue Rolle nicht verändern!” Witzig, liebe “Heim und Welt”, das dachten wir uns auch die ganze Zeit: Unsinn.


Maxima - Es tut so weh! - Tränen um ihre Eltern

Die fröhliche Tulpenmeer-Máxima ist jetzt aber doch auf einmal ganz traurig. Es kullern sogar Tränen. Máximas Eltern werden doch nicht etwa … Nein, natürlich nicht! Niemand ist gestorben. Niemand hat sich getrennt. Rein gar nichts ist passiert. Máxima muss schlicht und einfach auf ihre Eltern verzichten, wenn sie Ende April Königin der Niederlande wird. Ihr Vater war in den 70er-Jahren nämlich Minister der argentinischen Militärdiktatur und ist daher in Máximas neuer Heimat nicht willkommen. Also: Krönung ohne Mutter und Vater. “Wie schon so oft bei Anlässen, die in Maximas Leben wichtige Wendepunkte darstellen.” Der “Freizeit exklusiv” tut es aber jedes Mal aufs Neue weh.


Prinzessin Kate - Aus Liebe riskiert sie ihr Leben

Denn aus Liebe zum Volk mischt sie sich “in Menschenmengen, lässt sich umarmen und stellt sich für gemeinsame Fotos zu Verfügung.” Die “7 Tage” weiß: “In der Nähe könnte aber auch ein Attentäter stehen.”


Seltsame Andeutungen - Fürstin Charlène - Jetzt plaudert ihr Ehemann Intimes aus

… und zwar sagte er: “Man muss eines nach dem anderen angehen.” Und: Er habe “viele Verpflichtungen, Sitzungen und offizielle Anlässe”. Die “Schöne Welt” fragt: “Soll das heißen, dass für intime Stunden mit Fürstin Charlène [...] bisher noch kein Termin frei war? [...] Wenn man beobachtet, wie die arme Charlène neben ihrem Albert um Haltung bemüht ist, könnte man das fast meinen.”Ob die “Schöne Welt” nicht mehr alle Tassen im Schrank hat? Wenn man beobachtet, wie das Blatt darum bemüht ist, völlig banale Dinge zu irgendwelchen Dramen aufzublasen, könnte man das fast meinen.


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