Alles Gute im Internet
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Alles Gute im Internet

Die Regenbogenpresse und das Internet pflegen nicht gerade eine innige Beziehung. Zwar durchforsten die Mitarbeiter der Hefte permanent die sozialen Medien auf ihrer Suche nach Aussagen von Prominenten, die sie aus dem Zusammenhang reißen, aufblasen und als Skandaldramaexklusivitäten verkaufen können. Aber nur wenige Blätter haben zum Beispiel eine eigene Facebook-Seite. Und die Webseiten der Verlage und Redaktionen sehen in der Regel so aus, als würde die Internet-AG des jeweils ortsansässigen Gymnasiums sie pflegen.

Auch der Alles Gute Verlag hat eine Homepage. Und die ist wie ein digitaler Mittelfinger, den das Wolfsburger Unternehmen all seinen Kritikern — also auch uns — entgegenstreckt: Redet doch, was ihr wollt, wir machen unser Ding und zeigen es stolz.

Screenshot der Homepage des Alles Gute Verlags

(Draufklicken für eine größere Version)

Kein Verlag, der auch nur ansatzweise das Ziel verfolgt, von der Welt da draußen etwas ernst genommen zu werden, würde so freimütig diese Collage von aktuellen Heften präsentieren.

Da gibt es zum Beispiel die Kombination der “Freizeit heute” und der “Freizeit Blitz”:

Screenshot der Titelseiten von "Freizeit heute" und "Freizeit Blitz"

Beide Blätter werben mit sehr ähnlichen Aufmacherfotos für sehr verschiedene Geschichten. Die Körper der Protagonsiten sind gleich, nur die Köpfe sind andere. Über diese, ähm, Bildkompositionen, die im Alles Gute Verlag fröhlich rumgereicht werden, haben wir vor einem Monat schon einmal geschrieben.

Ein Vergleich von “Freizeit Monat” und “Prima Woche” zeigt, dass beide Redaktionen die gleiche Titelstory bringen und sich nicht einmal die Mühe machen, ihre Copy-Paste-Arbeit unterschiedlich wirken zu lassen:

Screenshot der Titelseiten von "Freizeit Monat" und "Prima Woche"

Und dann sind da noch die “Freizeit Vergnügen”, “Meine Freizeit”, “Freizeit heute” und “Prima Woche”:

Männer, Party, Alkohol - Fürstin Charlène - Ihr heimliches Leben ohne Albert - Fürstin Charlène - Adoptions-Drama! Muss sie Alberts uneheliche Tochter zu sich nehmen? - Charlène von Monaco - Ehe-Drama - Schwere Vorwürfe von Alberts Ex-Geliebter - Charlène - Ehe-Drama - Fürst Albert macht ihr das Leben zur Hölle!

Die vier Hefte schreiben über Charlènes Leben ohne Albert sowie über Adoptions-und Ehe-Dramen der beiden, obwohl die Fürstin Monacos und ihr Ehemann bereits vor elf Tagen bekannt gegeben haben, dass sie ein Kind erwarten.

Aber so schrecklich schnelllebig wie im Internet geht es im Alles Gute Verlag eben nicht zu.


Nachtrag, 12. Juni 2014, 20:12 Uhr: Seit unserem Blogpost gestern ist ein bisschen was passiert auf der Homepage des Alles Gute Verlags. Zwei Titelseiten haben sich leicht verändert:

Screenshot der Titelseiten von "Freizeit Monat" und "Prima Woche" mit geschwärzten Titelschlagzeilen

Die zwei neu hochgeladenen Dateien haben von den IT-Spezis die schönen Namen “pw_2014-06_black.png” (“Prima Woche”) und “fm_2014-07_black.png” (“Freizeit Monat”) bekommen.

Die Schwärzungen haben allerdings nichts mit unserem Blogeintrag zu tun. Und der Alles Gute Verlag dürfte es auch nicht auf einmal peinlich finden, in zwei Heften die gleiche Geschichte zu bringen. Viel eher musste der Verlag die schwarzen Flächen auf den beiden Titelseiten anbringen. Es ist davon auszugehen, dass Helene Fischer und/oder Florian Silbereisen rechtlich gegen die Titelgeschichten vorgegangen sind.

Wir werten das mal als Zeichen, dass das Paar nicht heimlich längst verheiratet ist.


Vielen Dank an die Hinweisgeber!


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Kraut und Rügen

Kraut und Rügen

Entweder sitzen beim Alles Gute Verlag die coolsten Säue der Welt, denen alles einfach völlig wurscht ist. Oder der Laden ist voll von Ignoranten.

Im Mai vergangenen Jahres erschien diese Geschichte über Angela Merkel:

Angela Merkel - Verheimlichte Scheidungs-Tragödie - Alles über die unbekannte Vergangenheit der Kanzlerin

Wir bloggten darüber, schickten den Artikel zum Deutschen Presserat, und der Alles Gute Verlag kassierte eine Rüge, weil der Presserat in der Schlagzeile eine grobe Irreführung der Leser sah.

Und jetzt bringt ein anderes Blatt desselben Verlags diese Geschichte:

Angela Merkel - Streit, Tränen, Einsamkeit! Das verheimlichte Ehe-Drama

Kurz zusammengefasst, geht’s hierum:

Wenn bei ihr [Angela Merkel] alles so generalstabsmäßig durchgestylt ist, warum zeigt sie sich dann immer seltener an der Seite ihres Mannes, dem Chemieprofessor Joachim Sauer (64)? Es gibt Stimmen in Berlin, die wittern gar ein Ehe-Drama …

Ist ja auch logisch, denn:

Immer seltener jedenfalls wird das Ehepaar Merkel/Sauer auch im Berliner Promi-Restaurant “Borchardt” gesichtet.

Na, dann ist die Sache ja klar wie die Kloßbrühe im “Borchardt”.

Interessant ist, dass der Alles Gute Verlag aber nicht nur Müll produziert, sondern ihn auch recycelt. Vergleicht man den gerügten Artikel aus der “Meine Freizeit” (Mai 2013) mit dem neuen aus der “Freizeit heute” (Februar 2014), kommen einem manche Passagen, nun ja, bekannt vor:

“Meine Freizeit” (Nr. 5/2013) “Freizeit heute” (Nr. 2/2014)
“Sie ist verschlossen wie eine Auster.” “Die Kanzlerin gilt als verschlossen wie eine Auster.”
“Ein nicht zu knackender Safe: Angela Merkel (58).” “Ihre Gesichtszüge — verschlossen wie ein Safe. Angela Merkel (59).”
“[D]ie Zeitung ‘Die Welt’ nannte den Kanzlerinnen-Gatten kürzlich gar ‘das Phantom an Merkels Seite’.” “Die Zeitung ‘Die Welt’ nannte den Kanzlerinnen-Gatten gar ‘das Phantom an Merkels Seite’.”
“Und zu beruflichen Auslandsreisen begleitet er sie so gut wie nie. Auch jetzt im Wahlkampf kann Angela Merkel nicht auf ihren Mann zählen. Joachim Sauer macht sich rar. Über Politik äußert er sich niemals öffentlich. Zu Hause hingegen wohl schon. Es heißt, er schaue gelegentlich die Redemanuskripte seiner Frau durch oder merke nach einer ihrer Reden im Bundestag kritisch an, sie haben ihren Zeigefinger wieder ständig gehoben. Unlängst gab sie zu — und das ist ungewöhnlich für diese verschwiegene Frau — sie habe sich bei einer dieser Diskussionen fürchterlich mit ihrem Mann gestritten. Und dabei gebe es ‘auch schon mal Tränen’. Welch ungewohnt menschliche Regung!” “Zu Auslandsreisen begleitet er sie so gut wie nie. Und auch im Wahlkampf konnte Angela Merkel nicht auf ihren Mann zählen. Joachim Sauer macht sich rar. Zu Politik äußert er sich niemals öffentlich. Zu Hause hingegen wohl schon. Es heißt, er schaue gelegentlich ihre Redemanuskripte durch oder merke nach einer ihrer Reden im Bundestag kritisch an, sie habe ihren Zeigefinger wieder ständig erhoben. Unlängst gab sie zu — und das ist ungewöhnlich für diese verschlossene Frau –, sie habe sich bei einer dieser Diskussionen fürchterlich mit ihrem Mann gestritten. Und dabei gebe es ‘auch schon mal Tränen.’ Hoppla, eine menschliche Regung …”
“1977 heiratet die Studentin Angela Ulrich Merkel. 1981 folgt die Trennung” “1977 heiratet die Studentin Ulrich Merkel. Das Paar trennt sich 1981″

 
Den gröbsten Stuss über die “Verheimlichte Scheidungs-Tragödie” hat die Redaktion dieses Mal immerhin rausgelassen. Doch das, was sie über das “verheimlichte Ehe-Drama” Merkels dazugedichtet hat, kann mit der alten Geschichte ohne Probleme mithalten.

Irgendwie haben wir das Gefühl, dass sich bald mal wieder eine Mail an den Presserat lohnen könnte.


Nachtrag, 6. Februar 2014, 15:37 Uhr:
Nachdem wir uns gestern für einen anderen Blogeintrag etwas tiefer in unser Regenbogenarchiv gegraben haben, fanden wir diese Ausgabe der “Freizeit Blitz” — ebenfalls vom Alles Gute Verlag — vom April/Mai 2013:

Angela Merkel - Streit, Tränen, Einsamkeit! Das verheimlichte Ehe-Drama

Es handelt sich um ein besonders schönes Ergebnis der Copy/Paste-Arbeitsweise im Alles Gute Verlag. Sowohl optisch …

Ihr verheimlichtes Ehe-Drama

(“Freizeit heute”)

Ihr verheimlichtes Ehe-Drama

(“Freizeit Blitz”)

… als auch inhaltlich haben sich die redaktionellen Kopierer keine ganz viel Mühe gegeben, einen hohen Wiedererkennungswert zu schaffen:

“Meine Freizeit”
(Nr. 5/2013)
“Freizeit Blitz”
(Nr. 3/2013)
“Freizeit heute”
(Nr. 2/2014)
“Sie ist verschlossen wie eine Auster.” “Die Kanzlerin gilt als verschlossen wie eine Auster.”
“Ein nicht zu knackender Safe: Angela Merkel (58).” “Ernst sind ihre Gesichtszüge, verschlossen wie ein Safe. Angela Merkel (58).” “Ihre Gesichtszüge — verschlossen wie ein Safe. Angela Merkel (59).”
“Kein Wunder, dass in ihrem Umfeld viele sagen, sie verberge alles. Jeden privaten Kontakt, ihren Mann, einfach alles. Sie könne nicht einmal ohne Argwohn die Frage beantworten, wie es ihr heute gehe. Ja, unsere Kanzlerin ist ein Mensch, der nichts dem Zufall überlässt. Schon gar nicht ihr öffentliches Bild. So gesehen kann es auch kein Zufall sein, dass sie sich immer seltener an der Seite ihres Mannes zeigt, dem Chemieprofessor Joachim Sauer (63). Doch was steckt dahinter? Womöglich ein verheimlichtes Ehe-Drama? Eine Frage, die uns Deutsche im Wahljahr 2013 bewegt: Regieren und gleichzeitig lieben, geht das? Ist ein funktionierendes Eheleben möglich, während eigentlich zu hundert Prozent ein Amt gefordert wird? Oder verhält es sich beim Duo Merkel/Sauer so ähnlich wie bei Bill und Hillary Clinton, bei denen die Zeitung ‘U.S. News’ sich neulich fragte: ‘Warum sind die eigentlich noch verheiratet?’” “Kein Wunder, dass in ihrem Umfeld viele sagen, sie verberge alles. Jeden privaten Kontakt, ihren Mann, einfach alles. Sie könne nicht einmal ohne Argwohn die Frage beantworten, wie es ihr heute gehe. Sie sei eine Frau, sagen Vertraute, die nichts dem Zufall überlässt. Schon gar nicht ihr öffentliches Bild. Indes: Wenn bei ihr alles so generalstabsmäßig durchgestylt ist, warum zeigt sie sich dann immer seltener an der Seite ihres Mannes, dem Chemieprofessor Joachim Sauer (64)? Es gibt Stimmen in Berlin, die wittern gar ein Ehe-Drama … Eine Frage, die auch Merkel-Fans immer wieder mal bewegt: Regieren und gleichzeitig lieben, geht das? Ist ein funktionierendes Eheleben möglich, während man zu hundert Prozent durch das aufreibende Amt gefordert wird? Oder verhält es sich beim Duo Merkel/Sauer so ähnlich wie bei Bill und Hillary Clinton, bei denen die Zeitung ‘U.S. News’ sich neulich fragte: ‘Warum sind die eigentlich noch verheiratet?’”
“[D]ie Zeitung ‘Die Welt’ nannte den Kanzlerinnen-Gatten kürzlich gar ‘das Phantom an Merkels Seite’. Zu Recht!” “Die Zeitung ‘Die Welt’ nannte den Kanzlerinnen-Gatten gar ‘das Phantom an Merkels Seite.’ Zu Recht!” “Die Zeitung ‘Die Welt’ nannte den Kanzlerinnen-Gatten gar ‘das Phantom an Merkels Seite’.”
“Und zu beruflichen Auslandsreisen begleitet er sie so gut wie nie. Auch jetzt im Wahlkampf kann Angela Merkel nicht auf ihren Mann zählen. Joachim Sauer macht sich rar. Über Politik äußert er sich niemals öffentlich. Zu Hause hingegen wohl schon. Es heißt, er schaue gelegentlich die Redemanuskripte seiner Frau durch oder merke nach einer ihrer Reden im Bundestag kritisch an, sie haben ihren Zeigefinger wieder ständig gehoben. Unlängst gab sie zu — und das ist ungewöhnlich für diese verschwiegene Frau — sie habe sich bei einer dieser Diskussionen fürchterlich mit ihrem Mann gestritten. Und dabei gebe es ‘auch schon mal Tränen’. Welch ungewohnt menschliche Regung!” “Denn zu Auslandsreisen begleitet er sie so gut wie nie. Und auch jetzt im Wahlkampf kann Angela Merkel nicht auf ihren Mann zählen. Joachim Sauer macht sich rar. Zu Politik äußert er sich niemals öffentlich. Zu Hause hingegen wohl schon. Es heißt, er schaue gelegentlich die Redemanuskripte seiner Frau durch oder merke nach einer ihrer Reden im Bundestag kritisch an, sie habe ihren Zeigefinger wieder ständig erhoben. Unlängst gab sie zu — und das ist ungewöhnlich für diese verschwiegene Frau — sie habe sich bei einer dieser Diskussionen fürchterlich mit ihrem Mann gestritten. Und dabei gebe es ‘auch schon mal Tränen. Welch menschliche Regung!’” “Zu Auslandsreisen begleitet er sie so gut wie nie. Und auch im Wahlkampf konnte Angela Merkel nicht auf ihren Mann zählen. Joachim Sauer macht sich rar. Zu Politik äußert er sich niemals öffentlich. Zu Hause hingegen wohl schon. Es heißt, er schaue gelegentlich ihre Redemanuskripte durch oder merke nach einer ihrer Reden im Bundestag kritisch an, sie habe ihren Zeigefinger wieder ständig erhoben. Unlängst gab sie zu — und das ist ungewöhnlich für diese verschlossene Frau –, sie habe sich bei einer dieser Diskussionen fürchterlich mit ihrem Mann gestritten. Und dabei gebe es ‘auch schon mal Tränen.’ Hoppla, eine menschliche Regung …”
“Immerhin: Streit bedeutet Auseinandersetzung. Doch die hat Angela Merkel nur allzu selten mit ihrem Mann. Zwar tut sie viel, um so etwas wie Normalität aufrechtzuerhalten — so setzt sie zum Beispiel alles daran, spätestens um 22.30 Uhr in ihrer Privatwhnung zu sein und nutzt (anders als Gerhard Schröder) den Schlafraum des Kanzleramts nie. Wenn möglich hält sie auch den Terminkalender ab Samstagnachmittag frei — bis Sonntagnachmittag. Das sind gerade mal 24 Stunden pro Woche für eine Ehe.” “Immerhin: Streit bedeutet Auseinandersetzung. Aber die hat Angela Merkel nur allzu selten mit ihrem Mann. Wenngleich sie viel tut, um so was wie Normalität aufrechtzuerhalten. Setzt zum Beispiel alles daran, spätestens gegen 22.30 Uhr in ihrer Privatwohnung zu sein. Den Schlafraum im Kanzleramt nutzt sie (anders als Gerhard Schröder) so gut wie nie, höchstens als Schminkzimmer vor öffentlichen Auftritten. Wenn möglich, hält sie auch den Terminkalender ab Samstagnachmittag frei — bis Sonntagnachmittag. Gerade mal 24 Stunden pro Woche für die Ehe.”
“Und angesichts des Wahlkampfs und der vielen Reisen, die sie jetzt durch Europa unternimmt, darf bezweifelt werden, ob sie selbst diese Wochenendregelung durchhält. Immer seltener jedenfalls wird das Ehepaar Merkel/Sauer auch im Berliner Promi-Restaurant ‘Borchardt’ gesichtet. Und Urlaub? Merkel ist keine, die sich ihren Ferien entgegensehnt. Urlaub bedeutet für sie, mit der vorgeschriebenen Panzer-Limousine und fünf Bodyguards zuerst nach Bayreuth zu fahren, zu den Wagner-Festspielen. Manchmal nimmt sie auch ihr Dienstflugzeug — während ihr Mann separat anreisen muss. Danach geht’s weiter nach Südtirol. Wandern. Doch auch hier gilt: Die Leibwächter sind immer dabei — wenn auch mit 200 Meter Distanz. Intimität, Romantik sind da sicher kaum möglich! Unter diesen Umständen ist die Liebe ein [sic!] schwierige Sache. Doch Romantik war für Angela Merkel auch früher schon, in ihrer ersten Ehe, kaum ein Thema. Während sie sich an der Berliner Akademie der Wissenschaften dem Doktortitel entgegenrechnete, verliebte sie sich in den bedächtigen Kommilitonen Ulrich Merkel und trat im September 1977 vor den Traualtar. ‘Wir haben geheiratet, weil damals irgendwie alle geheiratet haben’, sagt sie später. Von Ulrich entfernt sie sich jeden Tag ein Stückchen mehr. Viereinhalb Jahre später packt sie einzig die Waschmaschine ein — Waschmaschinen sind Gold wert in der DDR! — und verlässt Ulrich von einem Tag auf den anderen. Sachlich, nüchtern, pragmatisch. Deutlich länger — seit dem 30. Dezember 1998 — hält nun schon ihre Ehe mit Joachim Sauer, der zwei erwachsene Söhne mitbrachte; einer davon hat ‘Mutti’ inzwischen zur Omi gemacht. Eine Begebenheit gibt es, die viel erzählt über die Qualität ihrer Ehe: Sogar bei der Vereidigung seiner Frau zur Bundeskanzlerin im Bundestag glänzte Joachim Sauer durch Abwesenheit — er arbeitete zu dem Zeitpunkt, gratulierte ihr am Telefon! Und auch als sie 2011 ihren Vater zu Grabe trug, war er nicht an ihrer Seite. Sieht so wahre Liebe aus? Vielleicht hätten gemeinsame Kinder mehr Verbundenheit geschaffen. Merkel: ‘Es hat sich in meinem Leben nun mal nicht ergeben. Und dann wäre ich heute keine Politikerin.’ Wie sachlich! Wie kühl! Bleibt zu hoffen, dass die studierte Physikerin als Ehefrau mehr Emotionen zeigt …” “Zweifel sind angebracht, ob sie diese Wochenend-Regelung durchhält. Immer seltener jedenfalls wird das Ehepaar Merkel/Sauer im Berliner Promi-Restaurant ‘Borchardt’ gesichtet. Und Urlaub? Merkel ist keine, die sich ihren Ferien entgegensehnt. Urlaub bedeutet für sie, mit der vorgeschriebenen Panzer-Limousine und fünf Bodyguards zuerst nach Bayreuth zu fahren, zu den Wagner-Festspielen. Manchmal nimmt sie ihr Dienstflugzeug — während ihr Mann separat anreisen muss. Danach geht’s meist weiter nach Südtirol. Wandern. Im Schlepptau immer die Leibwächter — überaus romantisch. Immerhin hat Angela Merkel eine Mindestdistanz von 200 Metern durchgesetzt … Die Liebe — unter diesen Umständen ein schwierig Ding. Aber Zuckerguss-Sentimentalität war nie Angela Merkels Sache, auch in ihrer ersten Ehe nicht. Während sie sich an der Berliner Akademie der Wissenschaften dem Doktortitel entgegenrechnete, verliebte sie sich in den bedächtigen Kommilitonen Ulrich Merkel und trat mit ihm im September 1977 vor den Traualtar. ‘Wir haben geheiratet, weil damals irgendwie alle geheiratet haben’, sagte sie später. Von Ulrich entfernte sie sich jeden Tag ein Stückchen mehr. Viereinhalb Jahre später packte sie einzig die Waschmaschine ein — Waschmaschinen waren Gold wert in der DDR! — und verließ Ulrich von einem Tag auf den anderen. Sachlich, nüchtern, pragmatisch. Deutlich länger — seit dem 30. Dezember 1998 — hält schon ihre Ehe mit Joachim Sauer, der zwei erwachsene Söhne mitbrachte; einer davon hat ‘Mutti’ inzwischen zur Omi gemacht. Eine Begebenheit gibt es, die viel erzählt über die Qualität ihrer Ehe: Sogar bei der Vereidigung seiner Frau zur Bundeskanzlerin im November 2005 glänzte Joachim Sauer durch Abwesenheit — er arbeitete zu dem Zeitpunkt, gratulierte ihr am Telefon. Und auch als sie 2011 ihren Vater zu Grabe trug, war er nicht an ihrer Seite. Vielleicht hätten gemeinsame Kinder mehr Verbundenheit geschaffen. Merkel: ‘Es hat sich in meinem Leben nun mal nicht ergeben. Und dann wäre ich heute keine Politikerin.’ Wie sachlich. Wie kühl. Kann man nur hoffen, dass die studierte Physikerin als Ehefrau mehr Emotionen zeigt …”
“1977 heiratet die Studentin Angela Ulrich Merkel. 1981 folgt die Trennung” “1977 heiratet die Studentin Ulrich Merkel. Das Paar trennt sich 1981″ “1977 heiratet die Studentin Ulrich Merkel. Das Paar trennt sich 1981″

Sagt mal, Mitarbeiter vom Alles Gute Verlag: Wer kommt sich bei so einer Arbeit eigentlich mehr verarscht vor — Eure Leser oder Ihr selbst?


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Schlagzeilenbasteln (3)

Schlagzeilenbasteln (3)

Haben Sie das Zeug zum Regenbogenredakteur? Finden Sie es heraus! Wir nennen Ihnen eine Nachricht, und Sie denken sich eine Schlagzeile dazu aus. Mit einem Klick auf den Link erfahren Sie, wie es die Profis gemacht haben.

Alles klar? Dann los!


Jürgen Klopp ist beim Fußball mal wieder aus der Haut gefahren.

Bedrohliche Ausraster - Jürgen Klopp - Muss seine Frau sich vor ihm fürchten?


Die Publizistin Helga Hirsch arbeitet seit Kurzem als Beraterin im Bundespräsidialamt. Sie war vor 15 Jahren auch mal mit Bundespräsident Gauck zusammen.

Ob Daniela darüber glücklich ist? - Joachim Gauck - Er holt seine Ex zu sich

Und was ist nun mit seiner Daniela? - Joachim Gauck - Neuanfang mit der Ex - Sie gibt im Schloss den Ton an

Daniela muss mit seiner Vergangenheit leben - Joachim Gauck - Neue Geliebte aufgetaucht


Das Geissens haben bei Instagram dieses Foto ihrer Töchter Davina Shakira und Shania Tyra gepostet:Screenshot: http://instagram.com/p/deWEyprwCJ/#

Die Geissens - Lolita-Alarm! - Leichtsinnig, was sie ihren Töchtern antunDenn “Tatsache ist nun mal: In den anonymen Welten des Internets tummeln sich jede Menge Kriminelle und Pädophile auf der Suche nach Lolita-Fotos und Kontakten jeglicher Art. […] Machen sich die Geissens darüber keine Gedanken?”


Gertrud Steinbrück hat ihrem Mann irgendwann mal vorgeschlagen, den gemeinsamen Nachnamen Steinbrück abzulegen und stattdessen ihren Mädchennamen Isbary anzunehmen. Peers Antwort: “Wenn du das von mir verlangst, lasse ich mich scheiden.”

Sie sprachen schon von Scheidung


In einer Online-Umfrage ist Florian Silbereisen zum nervigsten Moderator Deutschlands gewählt worden.

Florian Silbereisen - Nur Helene kann ihn jetzt noch trösten


Zwei Monate nach der Geburt ihres Sohnes ist Herzogin Kate wieder rank und schlank.

Herzogin Kate - Dramatische Radikal-Diät - Ihr falscher Ehrgeiz gefährdet Klein-George!Denn: “Experten warnen ausdrücklich vor Diäten während des Stillens: Eine Mangelernährung schwächt die Güte der Muttermilch und schadet so dem Kind! Der Gedanke, Kate könnte weniger essen, um schneller schlank zu werden, ist furchtbar! Was wird aus dem kleinen George? Steht seine Gesundheit auf dem Spiel?”


Angeblich ist Stefan Mross “Geheimfavorit für eine mögliche Nachfolge von Markus Lanz” bei “Wetten, dass…?”

Schock-Nachricht - Stefan Mross - Was soll nur aus seinem Baby werden?Denn als Moderator von “Wetten dass…?” hätte er wohl kaum noch Zeit für seine Familie.


Als Günther Jauch in einer Fernsehshow gefragt wurde, wen er früher “scharf” fand, antwortete er: “Ich fand Karin Dor toll. Ja, das war mein erster Kinofilm [...]. Und da war eine unvorstellbar schöne Frau … und das war Karin Dor!”

Günther Jauch - Wo fängt Untreue an? Es geht um diese schöne Frau


Von Boris und Lilly Becker sind diese beiden Fotos aufgetaucht:Ausriss: "Die neue Frau", Nr. 36/2013

Boris & Lilly - Sagt sie ihm hier, dass sie schwanger ist?


Birgit Schrowange sagt in einem Interview, insgesamt finde sie die Generation Männer zwischen 40 und 50 nicht souverän genug: “Die haben Angst vor erfolgreichen Frauen und suchen nach wie vor das Modell ‘jüngere Ehefrau, die ihnen den Rücken freihält”.

Markus Lanz - Pikante Enthüllung - Jetzt packt seine Ex-Geliebte ausDenn Birgit Schrowange war mal mit Markus Lanz zusammen. Und der ist ein Mann zwischen 40 und 50.



Apropos — Markus Lanz, der bekanntlich auch mal gerne an extreme Orte reist (Grönland, Alaska, Malle), wurde vor zwei Jahren in einem Interview gefragt, ob er “auch schon Halluzinationen im Eis” gehabt habe. Lanz antwortete: “Ja. Vor allem am Südpol.”

Markus Lanz - Überraschende Beichte - Er spricht über seine Wahnvorstellungen


Lilly Becker hat das hier bei Twitter gepostet:Beautiful .... I want her ... [Foto eines Mädchens]

Boris Becker (45) - Lilly wünscht sich ein Mädchen


George III. (1738-1820), König von Großbritannien, litt unter einer Stoffwechselstörung. Und bei Alice von Battenberg (1885-1969), der Schwiegermuter von Königin Elisabeth, wurde 1930 Schizophrenie diagnostiziert.

Prinzessin Kate - Angst um Baby George - Schock-Nachricht: Eine schlimme Erbkrankheit bedroht den kleinen Thronfolger


Boris Becker hat schon lange nichts mehr über seine Tochter getwittert.

Neuer Schock - Boris Becker & Lilly - Darf er sein Kind nicht mehr sehen?


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Rügenregen unterm Regenbogen

Rügenregen unterm Regenbogen

Im Mai haben wir 21 Beschwerden an den Deutschen Presserat geschickt. Sie betrafen allesamt die Regenbogenpresse.

Der Beschwerdeausschuss, der viermal im Jahr tagt, hat sich am 10. September mit unseren Beschwerden befasst. Das Ergebnis: Fünf Regenbogen-Artikel wurden öffentlich gerügt, fünf weitere missbilligt, fünf bekamen einen Hinweis.

Eine Rüge ist das stärkste “Sanktionsmittel” des Presserats. Sie muss vom betroffenen Medium veröffentlicht werden — eigentlich. Tut es dies nicht, hat das aber keine Folgen für die Redaktion oder den Verlag.

Dennoch ist diese Entscheidung des Presserats ein wichtiges Signal. In den vergangenen 27 Jahren (so weit reicht das Rügen-Onlinearchiv des Deutschen Presserats zurück) gab es gerade einmal 21 Rügen für die Regenbogenpresse — wobei allein sieben davon aus dem Jahr 2010 stammen, als eine ganze Reihe Regenbogenhefte wegen mangelnder Trennung von redaktionellem Teil und Werbung Rügen kassierte.

Rügen_1986-2013

Nun sind also fünf neue Rügen dazugekommen. Und für die mussten wir die Regenbogenpresse gerade einmal einen Monat nach Verstößen durchsuchen: Am 11. April dieses Jahres ging der topfvollgold online, am 10. Mai haben wir die Beschwerden an den Deutschen Presserat geschickt.

Das heißt im Umkehrschluss: Wenn man sich mit diesen Heften mal für eine Weile systematisch auseinandersetzt, findet man unweigerlich eine Fülle von Artikeln, die mit dem Pressekodex nicht vereinbar sind. Wir sind uns recht sicher, dass deutlich mehr als fünf Rügen herauskommen werden, wenn wir den nächsten Schwung Beschwerden an den Presserat schicken — dieses Mal für einen deutlich längeren Zeitraum als einen Monat.

Wir verstehen die aktuelle Entscheidung des Presserats also auch als eine offizielle Bestätigung dessen, was wir mit diesem Blog seit April zu zeigen versuchen: Dass die Regenbogenredaktionen Woche für Woche die Kioske des Landes mit Schund fluten, der nichts mit Journalismus zu tun hat.

Im Folgenden fassen wir die gerügten Artikel kurz zusammen. Mit einem Klick auf die dazugehörigen Ausrisse gelangen Sie zu den ausführlichen Blogeinträgen.

Eine Rüge ging an die “Frau aktuell”. Das Blatt hatte auf der Titelseite angekündigt:

Stefan Mross - Pikante Enthüllung! Wehe, wenn er zur Flasche greift

Innen lautete die Überschrift: “Alkohol-Schock! Stefan Mross — Wer kann ihm jetzt noch helfen?” Im Text ging es dann aber lediglich um Folgendes: Wenn man bei Google “Stefan Mross” eingibt, erscheint als Suchvorschlag manchmal “Stefan Mross Alkohol”. Das war alles. Der Presserat erkannte daher eine Verletzung der journalistischen Sorgfaltspflicht (Ziffer 2) und des Persönlichkeitsschutzes (Ziffer 8).

Ebenfalls gegen die Sorgfaltspflicht verstieß nach Ansicht des Presserats die “Freizeit Express”, weil sie getitelt hatte:

Kate & William - Sensationelle Baby-Fotos! Es nuckelt schon am Daumen...

In Wirklichkeit handelte es sich dabei jedoch um Symbolfotos. Als solche hätten sie nach Ansicht des Presserats auch gekennzeichnet werden müssen.

Unter der Überschrift “Angela Merkel — Verheimlichte Scheidungstragödie” versprach die “Meine Freizeit” auf der Titelseite “Alles über die unbekannte Vergangenheit der Kanzlerin”:

Angela Merkel - Verheimlichte Scheidungs-Tragödie - Alles über die unbekannte Vergangenheit der Kanzlerin

Im Innenteil wurden dann aber lediglich ein paar banale und seit Jahren bekannte Fakten aus dem Leben Angela Merkels mitgeteilt. Die Schlagzeilen beurteilte der Presserat daher als grobe Irreführung der Leser.

Um eine andere angebliche Scheidungstragödie ging es in der Zeitschrift “Das neue Blatt”. Auf dem Cover hieß es über das “Bauer sucht Frau”-Pärchen Josef und Narumol:

Dabei war es doch die ganz große Liebe - Josef & Narumol - Scheidungs-Schock!

Erst im Artikel wurde klar, dass sich nicht Bauer Josef, sondern ein anderer Bauer aus der RTL-Sendung hatte scheiden lassen. Auch hier stellte der Presserat Verstöße gegen die Ziffern 1 und 2 des Pressekodex fest. Die Schlagzeilen seien grob irreführend.

Die “Promi Welt”, die neuerdings (warum auch immer) “Woche exklusiv” heißt, kassierte schließlich eine Rüge für einen Artikel über Steffi Graf. Die hatte zum Jahrenbeginn die Leser ihres Blogs um Rat gefragt, wie man “das Leben allgemein einen Gang herunterschalten könnte”. Die “Promi Welt” sprach daraufhin gleich von einem “verzweifelten Hilferuf” und bescheinigte Steffi Graf einen “Absturz in die Lebenskrise”:

Steffi Graf - Ihr Absturz in dei Lebenskrise

Das Blatt nahm den Blogeintrag sogar zum Anlass, über eine mögliche Krebserkrankung von Steffi Grafs Mutter zu spekulieren. Der Presserat bewertete den Artikel als “eine unwahrhaftige Berichterstattung, bei der jegliche Sorgfaltspflichtaspekte außer Acht gelassen wurden.”

Dass die Regenbogenredaktionen nun endlich eine Quittung für diesen Mist bekommen, finden wir gut. Ein wenig überrascht haben uns die einzelnen Entscheidungen aber doch. Denn einige der Artikel, die wir besonders verwerflich fanden, hat der Presserat seltsamerweise nicht mit Rügen bedacht. Unserer Meinung nach wäre zum Beispiel die — nachweislich falsche — Behauptung, Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit hätte in Indien zwei Kinder entführt, viel eher ein Rügen-Kandidat gewesen als etwa die suggerierte Scheidung von Josef und Narumol.

Insgesamt behandelte der Presserat 125 Beschwerden. Zehn Veröffentlichungen wurden gerügt.


Nachtrag, 16. September, 15:12 Uhr:

Infos zu den fünf weiteren Rügen gibt’s beim BILDblog.


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Die unverheimlichte Nichttragödie

Die unverheimlichte Nichttragödie

Wenn die Schreiber aus den Regenbogenredaktionen eines nicht ausstehen können, dann ist es, wenn ein Promi verschlossen ist wie eine Auster. Wie ein nicht zu knackender Safe.Sie ist verschlossen wie eine Auster. Ein nicht zu knackender Safe: Angela Merkel (58). Während wir von anderen Politikern säntliche uneheliche Kinder, Krankheiten und Einkaufsgewohnheiten kennen, wissen wir von unserer Kanzlerin privat so gut wie nichts.Schade aber auch. Das muss sich doch ändern lassen. Man bräuchte was Verheimlichtes. Irgendwas mit Tragödie und Scheidung. Habt ihr da was, alte Recherche-Götter der “Meine Freizeit”?merkel_scheidung3

Erstmals kommt jetzt alles über die unbekannte Vergangenheit der Bundeskanzlerin ans Licht.

Angela Merkel war nämlich schon einmal verheiratet. Mit Ulrich Merkel. Und von dem hat sie sich 1982 scheiden lassen.

Allerdings: Das ist weder “unbekannt”, noch wurde es je “verheimlicht”. Und “erstmals” kommt es erst recht nicht “ans Licht”. Denn Ulrich Merkel hat davon schon vor 13 Jahren in der “Superillu” und vor neun Jahren im “Focus” erzählt.

Aus diesen beiden Interviews klauben sich die Verdreher der “Meine Freizeit” nun Aussagen raus, fügen sie munter zusammen und zack, haben sie ihre nigelnagelneue “Scheidungs-Tragödie”.

Also sind wir doch mal ehrlich, liebe “Meine Freizeit”: Wenn diese Tricks selbst den Medienkritikern von der “Bild am Sonntag” auffallen (damals beim “Friseurblatt ‘die aktuelle’”) — wäre es für dich dann nicht mal an der Zeit, dir eine neue Masche auszudenken?

Oder wie wär’s denn zur Abwechslung einfach mal mit Ehrlichkeit?Angela Merkel - Vor 30 Jahren: Scheidung - Alles über die bekannte Vergangenheit der Kanzlerin


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Verrenkungen der Woche (3)

Verrenkungen der Woche (3)

Erst die dritte Folge — und schon eine Weltpremiere!

Voller Stolz dürfen wir Ihnen heute zum allerersten Mal eine Überschrift präsentieren, die — jetzt halten Sie sich fest! — zu einhundert Prozent der Wahrheit entspricht. Echt jetzt!

Aber kümmern wir uns doch zuerst um die, nun ja, nicht ganz so wahren Geschichten. Willkommen zu den Verrenkungen der Woche.

Saskia Vester (53) - Ihre 5 großen Geheimnisse

Saskia Vester ist eine deutsche Schauspielerin. Und wie die “Echo der Frau” findet, ist es “kaum zu glauben, aber wahr! Saskia Vester hat es geschafft, sich in ihrer Karriere noch ein paar Geheimnisse zu bewahren.” Doch die “Echo der Frau” ist ein Regenbogenheftchen erster Güte. Und so ist es der Redaktion “nun gelungen, ihr diese zu entlocken.” Na, dann schießt mal los:
- Saskia Vester hat keine Angst vor dem Zahnarzt.
- Ihre Katze Lui benimmt sich manchmal wie ein Hund.
- Wenn sie ihren Mann mit einem Tier vergleichen müsste, wäre er ein Delfin.
- Vesters Tochter lebt noch bei ihr daheim. Das ist immer ganz lustig.
- Ihr Sohn ist der Liebe wegen nach Kopenhagen gezogen.
Recht hast du, “Echo der Frau”: kaum zu glauben.


Über Nacht kam die Ernüchterung... - Stefan Mross - Wird er aus seinem Liebesnest vertrieben?

Irgendwo in der Nähe von Stefans Haus wird irgendein anderes Haus gebaut. Und “anstatt auf Berge, blicken er und [Freundin] Susanne jetzt von ihrem schönen Balkon auf eine chaotische Baustelle”. Die “Woche der Frau” stellt resignierend fest: “Auch Stefanie kann ihm nicht mehr helfen”.


Schlaganfall - Benedikt XVI. - Sein trauriges Ende

Ex-Papst Benedikt soll tatsächlich mal einen Schlaganfall erlitten haben — vor 22 Jahren. Und selbst das ist bis heute nur ein Gerücht. Offiziell heißt es, er sei damals gestürzt. “Das neue Blatt” hat jetzt irgendeinen “Chirurgen” aus Rom aufgetrieben, der behauptet, Benedikt zeige (wieder) Anzeichen eines Schlaganfalls: “‘Er ist sehr unsicher auf den Beinen, das linke Auge ist halb zugefallen.’” Das Heft schlussfolgert: “Es scheint fast so, als ob der Herr ihn bald zu sich rufen würde …” Es scheint fast so, als ob “das neue Blatt” es kaum erwarten könnte …


Halle Berry - Unfassbar - Für ihren Geliebten riskiert sie ihr Leben

Halle Berry schwebt in “Lebensgefahr”. Denn — sie ist schwanger. Und als 46-jährige Diabetikerin kann so eine Schwangerschaft ganz schön “lebensbedrohliche Folgen” haben, weiß die “Viel Spaß”. Und fragt: “Wieso geht Halle Berry solch ein hohes Risiko ein? Versucht sie etwa, ihren Geliebten mit einem Baby für immer an sich zu binden?” Das Blatt meint: “Unfassbar”. Meinen wir auch.


Da bahnt sich eine Tragödie an ... Michelle - Ist sie seelisch total am Ende?

“Was ist nur los mit Michelle?”, fragt die “frau aktuell”. “Ist sie seelisch total am Ende?” Eine berechtigte Frage — immerhin ist Michelle hin und wieder “zu spät zu ihren Auftritten” gekommen. Auch Zugaben sind nicht mehr so “ihr Ding”. “Und dann diese Text-Aussetzer, die sie immer hat! Das kann sich eine Schlagersängerin nun wirklich nicht leisten.”
Wir wünschten, auch die “frau aktuell” hätte mal einen Text-Aussetzer. Einen, der bis in alle Ewigkeit anhält.


Schockierende erotische Fantasien - Boris Becker - Hat er seine Lilly nicht genug gequält?

Boris Beckers Twitter-Account ist für die Regenbogenpresse die reinste Skandalfundgrube. Wenn man ehrlich ist (und vor allem: wenn man sich mal anschaut, was der Sportler da den lieben langen Tag so treibt), ist das auch kein Wunder. Dass irgendein Blättchen diesen, diesen und diesen Tweet früher oder später dazu benutzen würde, irgendeine empörte Schlagzeile zu stricken, war abzusehen.
Also, lieber Boris, wenn wir dir einen Rat geben dürfen: Lass doch diese Erotik-Tweets und kümmere dich stattdessen weiter um die wichtigen Dinge des Lebens.


Hansi Hinterseer - Familiengeheimnis gelüftet

“Familiengeheimnis gelüftet”? “Drama um seine leibliche Mutter”? “Weil aber nun ein Verwandter geplaudert hat, wissen wir jetzt, was wir eigentlich nicht wissen sollten”? Na los, “Meine Freizeit”, raus mit der Sprache: Was ist das los bei Schlagerstar Hansi Hinterseer? “Seine leibliche Mutter ist” … ja!? … “Brasilianerin.” Potztausend!


Charlène von Monaco - Sensationelles Liebes-Interview

Wenn eine Person regelmäßig die volle Ladung Dreck abbekommt, die die Regenbogenpresse fröhlich über Prominente und Adlige ausschüttet, dann ist es Charlène von Monaco. Die “Freizeit heute” hat nun ein “sensationelles Liebes-Interview” über die Fürstin und ihren Mann Albert gedruckt. Aber was ist so sensationell an diesem Interview? Dass es sich hier um einen Artikel handelt, der das Paar tatsächlich mal in einem positiven Licht erscheinen lässt? Dass Charlène überhaupt noch mit irgendeinem dieser Schmuddelautoren spricht? Nein. Wirklich sensationell an dem Interview ist die Frechheit, mit der die “Freizeit heute” eine Geschichte verdreht. Denn das Blatt führte das Interview nicht etwa mit Charlène. Und auch nicht mit Albert. Sondern mit Andre Venter. Der ist Bassbariton der südafrikanischen Band “Romanz” und trat mit seinen Kollegen bei der Hochzeit des Fürstenpaares auf.


Prinzessin Madeleine - Gefährlicher Flirt vor der Hochzeit?

Folgende Situation: “Sie umarmen sich und küssen sich zärtlich auf die Wangen. Wie ein frisch verliebtes Paar werfen sich die beiden mitten in New York immer wieder Blicke zu.” Das klingt doch wie … genau, findet jedenfalls die “Neue Welt”: “Riskiert Madeleine etwa einen gefährlichen Flirt mit einem fremden Mann? Es wäre ein Drama!” Kollektive Schnappatmung in der Redaktion — Madeleine will doch eigentlich bald heiraten. Acht Zeilen später haben sich allerdings alle schon wieder beruhigt: “Doch Entwarnung! [...] Der unbekannte Mann an ihrer Seite ist ein guter Freund der Prinzessin.” Puh, erstmal durchatmen.


DJ Oetzi - Heimliche Sucht

Oh nein, was ist mit DJ Ötzi los? Die “Echo der Frau” titelt, er habe eine “Heimliche Sucht”. Glücksspiel? Alkohol? Koks? Gut, dass das Blatt ihren Chefreporter Torben Zenker zum DJ schickt, um herauszufinden, was wirklich Sache ist. Und Zenker lüftet das Geheimnis: Der Ötzi raucht! Und das “bereits seit vielen Jahren”. Ach, und er hat auch noch eine neue Platte rausgebracht. Das passt ja gut, dass die “Echo der Frau” wegen der Sucht-Geschichte eh schon da ist. Dann kann man im selben Artikel doch gleich auch noch was über “sein neues Hit-Album” schreiben.


Sensation zur Krönung! Beatrix im Glück - Friso wird dabei sein!

Wie kann man eine derart perfide Titel-Schlagzeile dichten, ohne auch nur irgendwelche Gewissensbisse zu haben? Darauf geben unsere Freunde von “die aktuelle” keine Antwort, aber so ähnlich. Sie schreiben im Innenteil: “Zwischen Himmel und Erde gibt es Dinge, die man nicht erklären kann.” “die aktuelle” und ihre Verrenkungen beispielsweise.
Wir wollen es kurz machen: Die Schmierfinken von “die aktuelle” tun so, als könnte Beatrix’ Sohn Friso, der seit langer Zeit im Wachkoma liegt, bei der Krönung seines Bruders zum obersten Monarchen der Niederlande dabei sein. Was das Blatt eigentlich meint: Er zeigt hin und wieder Regungen. Und “in seinem Krankenzimmer hängt ein moderner Flachbildschirm. So könnte er die Krönung seines ältesten Bruders verfolgen.”
Das Blatt titelt im Innenteil: “Liebe kann wirklich Wunder bewirken!” Sensationsgeilheit kann wirklich Grässliches bewirken.


Michelle Hunziker - Tränen-DRAMA - Nur eine Operation konnte ihr noch helfen

Setzen Sie sich bequem hin, atmen Sie ein paar Mal tief durch und lesen Sie die Überschrift in aller Ruhe noch einmal. Genießen Sie es! Denn dies ist die erste — Achtung! — zu einhundert Prozent wahre Überschrift in den Verrenkungen der Woche. Denn in einem Interview hat Michelle Hunziker selbst erzählt: “‘Kurz nach meiner Geburt stellte sich heraus, dass meine Tränenkanäle verstopft sind.’ Schließlich musste später chirurgisch nachgeholfen werden.” Ein waschechtes “Tränen-Drama” also. Herzlichen Glückwunsch, “neue Frau”.


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