Post an den Presserat (2)
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Post an den Presserat (2)

Gerade haben wir mal wieder eine Mail an den Presserat rausgejagt. Und zwar mit diesen Beschwerden hier …


Verona Pooth - Kindes-Entführung - Das sagt die Kriminologin

1)

In dem Artikel schreibt die Zeitschrift “Die Zwei” über die potentielle Möglichkeit, dass Verona Pooths Kinder entführt werden könnten. Konkrete Hinweise nennt die Redaktion nicht. Für die Zeitschrift ist eine Entführung allein deshalb möglich, weil Verona Pooth ihr Privatleben immer wieder im Fernsehen zur Schau stellt und ihre Kinder öffentlich zeigt.

Nach eigener Aussage mache Verona Pooth dies ganz bewusst, damit “jegliches Risiko, die Kinder zu entführen”, entfalle. Für “Die Zwei” ist diese Einstellung Grund zur Sorge:

Denn in vielen traurigen Fällen wurden Täter oft erst auf Kinder aufmerksam, nachdem sie öffentlich gezeigt wurden.

Seinen Artikel kündigt das Blatt auf der Titelseite mit der Überschrift “Kindes-Entführung” an.

2)

Die Überschrift und die Unterzeile (“Das sagt die Kriminologin”) auf der Titelseite erwecken den Eindruck, es hätte tatsächlich eine Entführung der Pooth-Kinder gegeben. Dabei gibt es nicht einmal konkrete Hinweise, wie beispielsweise Drohbriefe, die eine solche Vermutung begründen würden — jedenfalls werden im Artikel keine erwähnt. Die dramatische Schlagzeile (im Heftinnern sogar noch mit einem Ausrufezeichen versehen) soll vermutlich Käufer locken.

Im Text wird Verona Pooth vorgeworfen, durch die regelmäßigen Auftritte in der Öffentlichkeit mit ihren Kindern mögliche Täter geradezu zu einer “Kindes-Entführung” zu motivieren. “Die Zwei” warnt vor einem derartigen Verhalten. Durch ihre eigene Veröffentlichung führt die Redaktion diese Warnung alledings ad absurdum: Der Artikel über Verona Pooth und ihre Kinder (die auf Fotos gezeigt werden) könnte nach “Die Zwei”-Logik Menschen erst auf die Idee einer Entführung bringen.

3)

Unseres Erachtens verstößt dieser Artikel gegen die Ziffern 1 und 2 des Pressekodex.

Auf der Titelseite schreibt “Die Zwei” von einer “Kindes-Entführung”. Im Text finden sich allerdings keine Anhaltspunkte, die einen solchen Schluss logisch erscheinen lassen. Mögliche Kunden könnten das Heft nur deswegen kaufen, um mehr über einen tatsächlichen Entführungsfall zu erfahren. Diesen gibt es aber nicht. Die Veröffentlichung entspricht daher nicht einer wahrhaftigen Unterrichtung der Öffentlichkeit, wie es Ziffer 1 fordert.

Die Überschrift zum Artikel im Heft ist dieselbe wie auf der Titelseite, nur dass sie zusätzlich noch mit einem Ausrufezeichen versehen ist. Es scheint also, als würde es sich bei der “Kindes-Entführung” um vollendete Tatsachen handeln. Außerdem zeigt das Foto auf der Titelseite (auch noch einmal größer im Heft abgedruckt) eine sorgenvolle Verona Pooth und verstärkt damit den Eindruck, dass Familie Pooth Opfer einer “Kindes-Entführung” ist. Foto und Überschriften entstellen den Sinn des Artikels. Daher verstößt diese Veröffentlichung gegen Ziffer 2.


Stefanie Hertel & ihr Lanny - Scheidungs-Tragödie - Warum ihr Glück jetzt in den Händen eines Richters liegt

1)

In ihrem Artikel schreibt die “Freizeit Revue” über Volksmusikerin Stefanie Hertel und deren österreichischen Lebensgefährten Leopold “Lanny Isis” Lanner.

Die beiden leben seit Längerem in einer Beziehung, haben allerdings noch nicht heiraten können, weil, so die “Freizeit Revue”, Lanners Scheidung von seiner ersten Ehefrau noch nicht rechtskräftig ist. Die Redaktion verspricht der Leserschaft, besondere Kenntnisse zum vorliegenden Fall zu besitzen: “FREIZEIT REVUE kennt die Hintergründe” …

Eine Hochzeit muss warten. Weil der Österreicher noch verheiratet ist. Wie FREIZEIT REVUE aus seinem Kärntner Umfeld erfuhr, ist die Scheidung von seiner Ehefrau noch nicht rechtskräftig.

2)

Die “Freizeit Revue” hatte mit ihrer Berichterstattung eindeutig Unrecht. Denn drei Tage vor der Veröffentlichung des Artikels haben Stefanie Hertel und Leopold Lanner geheiratet. Die Scheidung Lanners war also offenbar doch schon rechtskräftig — entgegen des vollmundigen Versprechens kannte die “Freizeit Revue” die Hintergründe doch nicht.

Von einer “Scheidungs-Tragödie”, wie die “Freizeit Revue” plakativ auf dem Cover titelt, kann also nicht die Rede sein.

3)

Unseres Erachtens verstößt die “Freizeit Revue” mit ihrer Veröffentlichung gegen die Ziffern 1, 2 und 8 des Pressekodex.

An mehreren Stellen im Artikel schreibt die “Freizeit Revue”, die Scheidung von Leopold Lanner sei “noch nicht durch”, “noch nicht rechtskräftig”, und Lanner sei “noch verheiratet”. Daraus konstruiert die Redaktion die dramatisch-anmutende “Scheidungs-Tragödie” auf der Titelseite. Doch keiner der Punkte entspricht der Wahrheit — das beweist die Hochzeit zwischen Hertel und Lanner. Damit verstößt die “Freizeit Revue” gegen Ziffer 1 des Pressekodex, weil in diesem Fall keine “wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit” stattfindet.

Großspurig kündigt die “Freizeit Revue” an, “Hintergründe” zum Scheidungsverfahren zwischen Leopold Lanner und seiner früheren Ehefrau zu kennen. Das Blatt erwecket den Eindruck, im “Kärntner Umfeld” von Lanner recherchiert zu haben. Die Ergebnisse dieser angeblichen Recherche entsprechen nicht der Wahrheit. Dennoch gibt die “Freizeit Revue” sie wieder. Ziffer 2 der Pressekodex verlangt: “Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben.” Dies missachtet die Redaktion und verstößt damit gegen Zwiffer 2 des Pressekodex.

Durch die nicht-wahrheitsgemäße Veröffentlichung (“Scheidungs-Tragödie”) missachtet die “Freizeit Revue” die informationelle Selbstbestimmung von Stefanie Hertel und Leopold Lanner und verstößt somit gegen Ziffer 8 des Pressekodex.


Königin Maxima - Schock-Diagnose! Angst vorm Rollstuhl! Hilft nur noch eine riskante OP? Und was wird jetzt aus den Kindern?

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Die “Prima Woche” berichtet in ihrem Artikel über die angeblichen X-Beine von Königin Máxima der Niederlande und schreibt über Schmerzen, unter denen sie leide. Die Königin habe “Angst vorm Rollstuhl”, behauptet das Blatt — sowohl im Artikel als auch in der Überschrift auf dem Cover.

Einzig, so die Redaktion im Text, eine Operation kann sie von ihren Schmerzen befreien. Máxima hat sich bisher allerdings nicht wegen angeblicher X-Beine operieren lassen. Dazu kommentiert die “Prima Woche”:

Aber wie Menschen so sind: Meist nimmt man lieber das bekannte Unglück in Kauf als das unbekannte Glück, das nur durch eine Operation herbeizuführen wäre …

2)

Um ihren Artikel dramatischer wirken zu lassen, erfindet die “Prima Woche” die Schmerzen von Königin Máxima. Jedenfalls liefert das Heft keine Beweise für diese Behauptung.

Ebenfalls ohne erkennbaren Anlass behauptet die Redaktion, die Königin habe “Angst vorm Rollstuhl!” In Kombination mit der Dachzeile (“Schock-Diagnose!”) und der optischen Aufmachung (besorgte Gesichter bei Máxima und ihrem Ehemann Willem-Alexander; im Hintergrund ein Krankenwagen mit Blaulicht) auf der Titelseite gibt die Überschrift Grund zur Annahme, der “Prima Woche” ginge es einzig und allein um die Sensation, die Käufer locken soll.

Unter der Schlagzeile stellt die “Prima Woche” noch die Frage: “Und was wird jetzt aus den Kindern?” Eine Antwort liefert das Blatt nicht, es thematisiert diese Frage nicht einmal ansatzweise im Artikel. Es scheint, als sollte die Frage nach den Kindern ebenfalls nur als Kaufanreiz dienen.

Dazu kommt, dass gegen Ende des Artikels eine Operation als einziger Ausweg unkritisch erwähnt und damit stark angepriesen wird. Dadurch könnten Leserinnen und Leser, die tatsächlich wegen derartiger Probleme unter Schmerzen leiden, dazu angehalten werden, einen solchen schwerwiegenden Eingriff vornehmen zu lassen.

3)

Unseres Erachtens verstößt die “Prima Woche” mit diesem Artikel gegen die Ziffern 1, 2, 8 und 14 des Pressekodex.

Die “Prima Woche” schreibt über “heftige Qualen”, die Máxima angeblich “quälen” sollen. Ein Beleg dafür, dass Königin Máxima tatsächlich ihrer X-Beine wegen Schmerzen leidet, wird nicht geliefert. Man muss also davon ausgehen: Es gibt gar keine Schmerzen, über die berichtet werden müsste. Es gibt keine Notwendigkeit für eine Operation und damit auch keine “Angst vorm Rollstuhl”. Eine wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit findet hier nicht statt. Daher verstößt der Artikel gegen Ziffer 1 des Pressekodex.

Die Dachzeile auf der Titelseite (“Schock-Diagnose!”) wirkt, als stünde fest, dass Máxima unter einer ernsthaften Krankheit leidet. Die Blaulicht-Aufmachung und die dramatische Schlagzeile verstärken dieses Bild. Die abgedruckten Fotos neben dem Artikel im Heftinnern zeigen unter anderem Máximas Schwiegermutter Beatrix, die sich — laut Unterzeile der “Prima Woche” — “Sorgen um ihre Schwiegertochter” macht. Dazu gibt es ein Foto, das Máxima auf Krücken zeigt und von der Redaktion mit “Schon 2001 war sie auf Krücken angewiesen” untertitelt wurde. Überschrift, Dachzeile und die Aufmachung des Artikels entstellen dessen Sinn. Daher verstößt diese Veröffentlichung gegen Ziffer 2.

Die “Prima Woche” liefert keinen Beweis für ihre These, dass Máxima unter Schmerzen leidet und “Angst vorm Rollstuhl” hat. Und selbst wenn es so sein sollte, dass sie wegen ihrer angeblichen X-Beine Schmerzen hat — der Pressekodex stellt in Richtlinie 8.6 klar: Physische Erkrankungen sind Privatsache. Dagegen verstößt der Artikel.

Bei Leserinnen und Lesern, die tatsächlich wegen ihrer X-Beine Schmerzen leiden, erweckt der Artikel der “Prima Woche” die große Hoffnung, dass eine Operation, wie sie im Artikel unreflektiert angepriesen wird, auch ihnen helfen könnte. Das verstößt gegen Ziffer 14 des Pressekodex.


Wir wollen uns wieder häufiger über die Regenbogenpresse beschweren — nicht nur hier im topfvollgold, sondern so richtig offiziell.

In Deutschland ist dafür der Presserat die oberste Anlaufstelle. Deswegen schicken wir wieder regelmäßig Beschwerden über einzelne Regenbogenartikel dorthin.


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English learnen mit Merkels Mum
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English learnen mit Merkels Mum

Ein paar olle Klischees über Rentner aufzählen, dem Leser zwei blöde Fragen stellen und dann so tun, als hätte der Leser diese Fragen selber gestellt und wäre interessiert an den Antworten — ist das nicht ein feiner Einstieg in einen Artikel? Ob jemand wirklich etwas so Dämliches macht, wollt Ihr jetzt vielleicht wissen? So ein Zufall, dass Ihr fragt. Wir hätten da die passende Antwort — sie kommt von der “Prima Woche”, einem Regenbogenblatt aus dem Alles Gute Verlag:

Nachmittags in stabiler Rückenlage auf dem Sofa faulenzen, sich vom Fernseher berieseln lassen, höchstens mal die Nachbarin zum Treppen-Tratsch treffen — ist das noch ein Leben? Was wäre denn eine schönere Alternative, wollen Sie jetzt vielleicht wissen? So ein Zufall, dass Sie fragen. Wir hätten da die passende Antwort — sie kommt von Herlind Kasner, der Mutter von Angela Merkel (60).

Denn Merkels Mutter ist eben nicht so faul und altersträge, wie die “Prima Woche” offenbar den Großteil der eigenen Leserschaft einschätzt, sondern eine “robuste Rentnerin”:

Angela Merkel - Ihre Mutter gibt Englisch-Unterricht mit 85!

Neu ist die Info, dass Herlind Kasner an einer Volkshochschule Sprachkurse anbietet, so gar nicht. Die “Berliner Morgenpost” hat diese Geschichte bereits vor sechs Jahren aufgeschrieben. Aus diesem Artikel borgt sich die “Prima Woche” ein paar von Kasners Aussagen und fettet das Ganze mit ein paar ausgedachten, falschen Fakten an:

Wer sich auf den Internetseiten der VHS Templin schlau macht, darf zur Kenntnis nehmen: Fast alle Kurse der freundlichen Dame sind ausgebucht. Und das liegt sicherlich nicht nur daran, dass ihre Tochter Königin von Deutschland ist.

Das ist schlichtweg gelogen. Denn wer sich auf den Internetseiten der VHS Templin tatsächlich mal schlau macht, sieht: Einer von drei Kursen, die Herlind Kasner anbietet, ist mit “Veranstaltung fast ausgebucht” gekennzeichnet, einer mit “Buchung möglich” und einer ist seit gestern beendet, war vor wenigen Tagen aber ebenfalls noch problemlos buchbar.

Und wenn noch einige Plätze in den Kursen zu haben sind, dann kannst Du, “Prima Woche”, Deiner faulenzenden, TV-glotzenden und tratschenden Leserschaft zum Ende doch nur einen Rat aufs Sofa senden:

Ha, jetzt haben Sie was zum Nachdenken, was Sie mit Ihrem Leben anfangen können. Wenn Sie sagen: “I speak English very well, but I can it nich so schnell” — dann besuchen Sie doch mal die nette Frau Kasner …


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Lügen wie gedruckt
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Lügen wie gedruckt

Inzwischen ist es selbst in den letzten Regenbogenredaktionen angekommen: Die monegassische Fürstin Charlène ist schwanger, womöglich sogar mit Zwillingen. Die Trennungsgeschichten von ihr und Ehemann Albert sollte man also besser erstmal eine Weile in der Schreibtischschublade lassen.

Und so ist die Zwillingsnachricht für die “Woche heute” auch nicht irgendeine Meldung, sondern

Das Hirra der Woche - Fürstin Charlene - Jaaa, Zwillinge! Wird jetzt alles gut?

Weltfrieden? Ende der Hungernot? Zumindest was Charlène angeht, blicken die Mitarbeiter des Blattes optimistisch in die Zukunft:

Verstummen jetzt die bösen Gerüchte über Intrigen und die vermeintlich unglückliche Ehe des Fürstenpaares? Bestimmt!

Woher diese Zuversicht kommt? Weil die “Woche heute” es selber in der Hand hat. Denn nur eine Ausgabe vor dem großen Hurra-Jubel schrieb sie noch von Problemen und “Psychoterror” und der Unwahrscheinlichkeit einer Nachwuchsmeldung aus Monaco:

Fürstin Charlene - Todesangst! Kann Albert sie noch schützen?

Um diesen Druck auszuhalten, hat sie ihren Bruder Gareth (32) gebeten, in ihre Nähe zu ziehen. Aber was kann der schon ausrichten, wenn sie im Palast gefangen ist. Und wie nur soll sie je schwanger werden, bei all diesem Psychoterror …

Zur Erinnerung: Als diese Textpassage erschien, war Charlènes Schwangerschaft bereits seit fünf Tagen bekannt.

Damit ist die “Woche heute” in bester Schnarchnasengesellschaft. Ausgabe 24 der “Schöne Woche” erschien ebenfalls am 4. Juni. Und auch hier klingt es ganz und gar nicht nach Kinderglück:

Baby-Albtraum - Fürstin Charlène - Jetzt packt ihr Bruder aus!

Erschwerend kommt hinzu: Auch rund drei Jahre nach der Hochzeit mit Albert (56) ist kein Nachwuchs in Sicht. So weit, so bekannt.

Und die “Prima Woche” ruft am gleichen Tag sogar eine “Eiszeit in Monaco” aus:

Charlène - Ehe-Drama - Fürst Albert macht ihr das Leben zur Hölle!

Einen Tag früher als “Woche heute”, “Schöne Woche” und “Prima Woche” erschien die Juli-Ausgabe der “Revue der Woche”. Da war die offizielle Bekanntmachung des monegassischen Palastes also immerhin schon vier Tage online. Und trotzdem hat die “Revue der Woche” erhebliche Zweifel, ob das irgendwann überhaupt noch was wird mit Charlène und dem Nachwuchs:

Albert von Monaco - Macht er SIE zur neuen Fürstin? Eifersuchtsdrama um Charlène

Ob Fürstin Charlène (36) jemals einen Thronfolger zur Welt bringt, ist fraglich.

Diese ganzen Blätter mit ihren Lügen und falschen Spekulationen über Fürstin Charlène könnten jetzt argumentieren, der Redaktionsschluss war schon längst erreicht und die Hefte bereits im Druck, als der Palast in Monaco die Nachwuchsbotschaft online stellte.

Mag sein. Doch ein früher Andruck rechtfertigt es erstens nicht, falsche Behauptungen in die Welt zu setzen; und zweitens zeigen ihre Regenbogenkollegen der “Neue Post”, dass es durchaus möglich war, rechtzeitig auf die Schwangerschaft Charlènes zu reagieren. Am 4. Juni — also am selben Tag wie “Woche heute”, “Schöne Woche” und “Prima Woche” sowie einen Tag nach “Revue der Woche” — brachten sie diese Geschichte:

Das Baby-Wunder! Fürstin Charlene - Endlich schwanger!

Das grenzt tatsächlich an ein “Wunder”.


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Alles Gute im Internet
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Alles Gute im Internet

Die Regenbogenpresse und das Internet pflegen nicht gerade eine innige Beziehung. Zwar durchforsten die Mitarbeiter der Hefte permanent die sozialen Medien auf ihrer Suche nach Aussagen von Prominenten, die sie aus dem Zusammenhang reißen, aufblasen und als Skandaldramaexklusivitäten verkaufen können. Aber nur wenige Blätter haben zum Beispiel eine eigene Facebook-Seite. Und die Webseiten der Verlage und Redaktionen sehen in der Regel so aus, als würde die Internet-AG des jeweils ortsansässigen Gymnasiums sie pflegen.

Auch der Alles Gute Verlag hat eine Homepage. Und die ist wie ein digitaler Mittelfinger, den das Wolfsburger Unternehmen all seinen Kritikern — also auch uns — entgegenstreckt: Redet doch, was ihr wollt, wir machen unser Ding und zeigen es stolz.

Screenshot der Homepage des Alles Gute Verlags

(Draufklicken für eine größere Version)

Kein Verlag, der auch nur ansatzweise das Ziel verfolgt, von der Welt da draußen etwas ernst genommen zu werden, würde so freimütig diese Collage von aktuellen Heften präsentieren.

Da gibt es zum Beispiel die Kombination der “Freizeit heute” und der “Freizeit Blitz”:

Screenshot der Titelseiten von "Freizeit heute" und "Freizeit Blitz"

Beide Blätter werben mit sehr ähnlichen Aufmacherfotos für sehr verschiedene Geschichten. Die Körper der Protagonsiten sind gleich, nur die Köpfe sind andere. Über diese, ähm, Bildkompositionen, die im Alles Gute Verlag fröhlich rumgereicht werden, haben wir vor einem Monat schon einmal geschrieben.

Ein Vergleich von “Freizeit Monat” und “Prima Woche” zeigt, dass beide Redaktionen die gleiche Titelstory bringen und sich nicht einmal die Mühe machen, ihre Copy-Paste-Arbeit unterschiedlich wirken zu lassen:

Screenshot der Titelseiten von "Freizeit Monat" und "Prima Woche"

Und dann sind da noch die “Freizeit Vergnügen”, “Meine Freizeit”, “Freizeit heute” und “Prima Woche”:

Männer, Party, Alkohol - Fürstin Charlène - Ihr heimliches Leben ohne Albert - Fürstin Charlène - Adoptions-Drama! Muss sie Alberts uneheliche Tochter zu sich nehmen? - Charlène von Monaco - Ehe-Drama - Schwere Vorwürfe von Alberts Ex-Geliebter - Charlène - Ehe-Drama - Fürst Albert macht ihr das Leben zur Hölle!

Die vier Hefte schreiben über Charlènes Leben ohne Albert sowie über Adoptions-und Ehe-Dramen der beiden, obwohl die Fürstin Monacos und ihr Ehemann bereits vor elf Tagen bekannt gegeben haben, dass sie ein Kind erwarten.

Aber so schrecklich schnelllebig wie im Internet geht es im Alles Gute Verlag eben nicht zu.


Nachtrag, 12. Juni 2014, 20:12 Uhr: Seit unserem Blogpost gestern ist ein bisschen was passiert auf der Homepage des Alles Gute Verlags. Zwei Titelseiten haben sich leicht verändert:

Screenshot der Titelseiten von "Freizeit Monat" und "Prima Woche" mit geschwärzten Titelschlagzeilen

Die zwei neu hochgeladenen Dateien haben von den IT-Spezis die schönen Namen “pw_2014-06_black.png” (“Prima Woche”) und “fm_2014-07_black.png” (“Freizeit Monat”) bekommen.

Die Schwärzungen haben allerdings nichts mit unserem Blogeintrag zu tun. Und der Alles Gute Verlag dürfte es auch nicht auf einmal peinlich finden, in zwei Heften die gleiche Geschichte zu bringen. Viel eher musste der Verlag die schwarzen Flächen auf den beiden Titelseiten anbringen. Es ist davon auszugehen, dass Helene Fischer und/oder Florian Silbereisen rechtlich gegen die Titelgeschichten vorgegangen sind.

Wir werten das mal als Zeichen, dass das Paar nicht heimlich längst verheiratet ist.


Vielen Dank an die Hinweisgeber!


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Schlagzeilenbasteln (89)
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Schlagzeilenbasteln (89)

Welche Schlagzeile könnte man aus dieser Nachricht basteln?

Pierre Casiraghi, der Sohn von Caroline von Monaco, fährt jetzt Autorennen.

Prinzessin Caroline - Todesgefahr - Will ihr Sohn zu einem Vater in den Himmel?Denn: Sein Vater “liebte ebenfalls den Nervenkitzel” und kam bei einem Unfall mit einem Rennboot ums Leben.


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Der Alles Gute Verlag reißt
den Royals die Köpfe ab
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Der Alles Gute Verlag reißt
den Royals die Köpfe ab

Mensch, alte Photoshopper vom Alles Gute Verlag, da habt ihr uns heute aber mal ein richtig dickes Déjà-vu beschert!

Das Cover Eurer aktuellen “Freizeit Blitz” kennen wir doch! Nur sind in unserem Regenbogen-Archiv die Körper mit anderen Protagonistenköpfen besetzt. Statt Kate lächelte vor einigen Monaten ihre Schwester Pippa von der “Prima Woche” — und zwar in den Armen von Harry statt von William:

Links: "Harry & Pippa - Heimliches Baby-Glück" - Rechts: "Kate & William - Hurra, Zwillinge!"

Etwas deutlicher wird die Transplantation in diesem lustigen Wackelbild:

Ausrisse: “Prima Woche”, Nr. 8/2013 sowie “Freizeit Blitz”, Nr. 3/2014

Und jetzt ratet mal: Welches sind die Originalköpfe?

Es sind die von William und Kate bei den Olympschen Spielen 2012 in London.


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Schlagzeilenbasteln (50)

Schlagzeilenbasteln (50)

Welche Überschrift könnte man aus folgender Interview-Sequenz zwischen der “Prima Woche” und dem Volksmusiker Uwe Erhardt ableiten?

Frage: “Es wurde berichtet, Sie hätten für Angela [Wiedl] Ihre Familie verlassen …”

Antwort: “Das ist Blödsinn.”

Böse Gerüchte - Angela Wiedl - Die Wahrheit über ihre Ehe


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Schlagzeilenbasteln (45)

Schlagzeilenbasteln (45)

Welche Schlagzeile könnte man zu folgender Nachricht dichten?

Zusammen mit einem Orthopäden stellt die “Prima Woche” eine Foto-Fern-diagnose: “‘Bei Königin Máxima [...] erkennt man eine Fehlstellung aus einem X-Bein kombiniert mit einer Unterschenkelinnenrotationsfehlstellung.’”

Königin Maxima - Schock-Diagnose! Angst vorm Rollstuhl! Hilft nur noch eine riskante OP? Und was wird jetzt aus den Kindern?


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Verrückt in die Zukunft

Verrückt in die Zukunft

Der Alles Gute Verlag hat es nicht so mit der Zeit. Stunden, Tage, Wochen — alles der gleiche Mist. Wo sollte die folgende Geschichte also sonst erscheinen, wenn nicht im hauseigenen Titel “Prima Woche”, einer Monatszeitschrift? Anfang Februar dieses Jahres berichtet sie über zwei Ereignisse, die sich bereits Ende Juli vergangenen Jahres zugetragen hatten. Miteinander verknüpft ergeben sie diese dezente Geschichte über die dänische Kronprinzessin Mary:

Prinzessin Mary - Todesangst um ihre Kinder - Es geschah am hellichten Tag!

Starker Tobak. Was war passiert? Dazu müssen wir ein wenig ausholen. Das erste Ereignis: Die dänische Königsfamilie hatte sich am 26. Juli 2013 bei ihrem jährlichen Fototermin ablichten lassen. Die Fotos wurden in der Sommerresidenz Schloss Gravenstein geschossen, wo Kronprinz Frederik, seine Frau Mary und deren vier Kinder ihren Urlaub verbrachten.

Spannende Geschichte! Die zweite ist in der Tat eine sehr traurige: Jon-Sigurd Schwartz, Soldat der königlichen Leibgarde am Schloss, starb am 30. Juli an einer aggressiven Form einer Hirnhautentzündung. An seinem freien Tag hatte sich Schwartz krank gemeldet, woraufhin ihn sein Kasernenarzt untersuchte und in die Universitätsklinik Odense einliefern ließ. Dort verstarb der Gardist noch in der Nacht.

Da manche Formen von Hirnhautentzündungen ansteckend sein können, wurden einige von Schwartz’ Kollegen sicherheitshalber isoliert. Sie durften am nächsten Morgen aber wieder arbeiten. Eine Pressesprecherin erklärte mittags, dass die königliche Familie keinen Kontakt zu Schwartz hatte und sich entsprechend, laut Stabsarzt, auch nicht hätte anstecken können.

Wie lässt sich daraus nun eine “Schreckensnachricht” konstruieren? In der Unterzeile bereits am besten so:

Ohne es zu wissen, befand sich die dänische Königsfamilie in schrecklicher Lebensgefahr

Auch der Einstieg in den Artikel lässt sich sehen:

Die Angst kam auf einem Silbertablett, überreicht durch einen Butler. An einem sonnigen Nachmittag im Urlaub. Eine Nachricht, die bei Kronprinzessin Mary von Dänemark (42) jegliche Ferienentspannung zunichtemachte — von einer Sekunde auf die andere.

Butler, die Nachrichten auf einem Silbertablett überbringen. Der Klassiker.

Strahlend absolvierte die ganze Familie den alljährlichen Fototermin. Tags darauf bat der Butler mit der Schreckensnachricht um Einlass [...].

An dieser Stelle kommt dramaturgisch das schicksalhafte Ereignis: Die tägliche Wachablösung der Leibgardisten um 12 Uhr! Ein eher überschaubar spannendes Ereignis. Kronprinz Frederik, Mary und deren Kinder sollen dabei laut ”Prima Woche” zugesehen haben.

Niemand konnte ahnen, dass dieses harmlose Vergnügen sie in Lebensgefahr brachte.

Nachdem sie ausführlich die Symptome der Krankheit und deren Übertragungsmöglichkeiten erklärt, schreibt die “Prima Woche”:

Und Marys Kinder hatten sich ganz in der Nähe des Soldaten aufgehalten. [...] [F]ür Mary und Frederik begann ein tagelanges Martyrium. Was, wenn ihre Kinder sich angesteckt hatten?

Aber am Ende kann die “Prima Woche” doch noch entwarnen:

Der Stabsarzt erklräte, die königliche Familie sei nicht in der Gefahrenzone gewesen, da sie keinen direkten Kontakt mit dem Soldaten geahbt habe.

Fassen wir zusammen: Am Freitag der Fototermin. Am Samstag die “Schreckensnachricht” auf dem Silbertablett. Dann “ein tageslanges Martyrium”.

Das Problem: Erst am Montag nach der angeblichen “Schreckensnachricht”, die sich die “Prima Woche” ausdenkt, meldet sich Schwartz krank. Am Dienstag dürfen die isolierten Soldaten bereits wieder arbeiten und der Arzt verkündet, dass es gar keinen Kontakt gab. Und über ein halbes Jahr später veröffentlicht die “Prima Woche” die Geschichte, die keine ist, unter dem Titel “Todesangst um ihre Kinder”. Das soll mal einer verstehen.


Vielen Dank an Steffen D. für den Hinweis!


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Das doppelte Lügchen

Das doppelte Lügchen

Es ist eine verdammt schwierige Entscheidung, wenn man im Supermarkt vor dem Zeitschriftenregal steht und die Qual der Wahl hat: Welches Regenbogenheft kaufe ich mir nur? Die Auswahl ist schließlich riesig.

Die Menschenfreunde vom Alles Gute Verlag machen es dem geneigten Käufer momentan etwas leichter. Völlig wurscht, ob man sich für ihre aktuelle Ausgabe der “Prima Woche” …

Alles wegen der Karriere - Helene & Florian - Bittere Trennung? Liebes-Aus bei schöner Rivalin! Zerbricht jetzt auch Helenes Glück?

… oder der “Freizeit Monat” entscheidet …

Alles wegen der Karriere - Helene Fischer - Bittere Trennung? Liebes-Aus bei schöner Rivalin! Zerbricht jetzt auch Helenes Glück?

… man bekommt das Gleiche serviert.

Hinter den beiden Titelgeschichten steckt nämlich der nahezu wortgleiche Text. Kurz zusammengefasst: Beatrice Egli hat einen vollen Terminkalender. Nun ist ihre Beziehung in die Brüche gegangen. Florian Silbereisen und Helene Fischer haben auch volle Terminkalender.

Kein Wunder, dass sich die Kreativität im Alles Gute Verlag in Grenzen hält, wenn die Teams beider Hefte laut Impressen zu 91 Prozent deckungsgleich sind.


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Optische Täuschungen

Optische Täuschungen

Es gibt eine Reihe von Mitgliedern der europäischen Königshäuser, auf die die Regenbogenhefte besonders gern einprügeln. Letizia von Spanien zum Beispiel. Sie könnte in einer von ihr selbst gegründeten Aufzuchtstation für verletzte Baby-Delfine die süßen Tiere eigenhändig mit der Flasche wieder aufpäppeln — und trotzdem würden die Blätter in der nächsten Woche ein Foto von Letizia mit Glas in der Hand raussuchen und fragen, ob sie ein Alkoholproblem habe.

Momentan ebenfalls hoch im Hau-Drauf-Kurs: Mette-Marit. Nun stellt sich für jede Redaktion dasselbe Problem, will sie eine Negativgeschichte über Norwegens Kronprinzessin bringen: Auf den meisten Fotos sieht sie so gar nicht traurig/betrunken/verletzt/depressiv aus.

Doch auf eine Fotoserie stoßen die Redakteure immer wieder bei ihrer Suche nach Bildern, die zu ihren Niedermachertexten passen.

Zum Beispiel die “Freizeit Vergnügen”:

Kronprinzessin Mette-Marit - Familien-Tragödie - Nimmt der Hof ihr die Kinder weg? [Anm.: Auf dem Foto weint Mette-Marit.]

Oder die “Neue Freizeit”:

Dabei sehnt sie sich nur nach Geborgenheit - Prinzessin Mette-Marit - Psycho-Kollaps - Sie steht vor den Scherben ihres Glücks - Jetzt kann nur noch ihre beste Freundin helfen [Anm.: Auf dem Foto weint Mette-Marit.]

Oder die “Prima Woche”:

mette-marit_sohn_prima-woche

Diese Fotos haben mit dem jeweiligen Inhalt der drei Regenbogengeschichten nicht im Geringsten was zu tun. Mette-Marit weint nicht, weil der Hof ihr angeblich möglicherweise die Kinder wegnimmt. Nicht, weil hinter ihrem Bandscheibenvorfall ein “Psycho-Kollaps” stecken könnte. Und auch nicht, “weil ihr Sohn seinen eigenen Weg geht”.

Die norwegische Kronprinzessin weint auf diesen Fotos, weil sie um die 77 Opfer trauert, die bei den Anschlägen in Norwegen am 22. Juli 2011 ums Leben kamen. Darunter auch Mette-Marits Stiefbruder, der auf der Insel Utøya von Attentäter Anders Breivik erschossen wurde. Die Fotos wurden bei einer Trauerfeier aufgenommen.

Hört mal, Mitarbeiter des Alles Gute Verlags, des Deltapark Verlags und auch aller anderen Regenbogenverlage, eine kleine Idee: Wenn ihr das nächste Mal nicht das passende Foto zu Eurem Schund-Artikel habt, dann lasst doch einfach die ganze Geschichte bleiben.


Vielen Dank an Tina A. für den Hinweis!


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Gut Ding will Zeile haben

Gut Ding will Zeile haben

Neulich während der Redaktionskonferenz der “Prima Woche”:

Leute, wir brauchen noch eine knallige Schlagzeile für unsere Ratgeber-Geschichte über Blähungen, Verstopfung und Durchfall.
Los, nachdenken! Hat jemand ‘ne Idee?

Hatte jemand:

Alarm im Darm


Nachtrag, 31. August, 18 Uhr:

Wir haben Post bekommen!

Hallo,

kleiner Tipp: noch besser als “Alarm im Darm” ist “Das macht den Po froh” (siehe Freizeit Heute 02/13).

Die kreativen Köpfe des Alles Gute Verlags.


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Verrenkungen der Woche (8)

Verrenkungen der Woche (8)

Lang, lang ist’s her, dass wir Ihnen hier die Verrenkungen präsentiert haben. Deswegen ist es höchste Zeit für einen neuen Schwung!

Was sich hinter den jeweiligen Schlagzeilen verbirgt, erfahren Sie wie immer mit einem Klick auf “Hier klicken”. Und los geht’s:


“Freizeit direkt”, Nr. 9

Angela Merkel - Ihre privaten Geheimnisse

1. In ihrem Ferienhaus in der Uckermark hat sie eigenhändig Blumen, Erdbeeren und Kartoffeln gepflanzt.
2. Wenn Angela Merkel grillt, dann Forelle und Steak.
3. Sie mag auch Bratwurst.


“Glückliche Freizeit”, Nr. 8

Moderatorin Inka Bause - Schluss, bevor ihr alles zu viel wird

Inka Bause geht nach drei Jahren über von Bord des ZDF-Traumschiffs.


“Das neue Blatt”, Nr. 35

Inka Bause - Überraschende Liebes-Beichte

“Wenn kein Mann mehr kommt, kaufe ich mir noch einen Hund”


“Woche der Frau”, Nr. 35

Michelle Hunziker - So raffiniert bringt sie ihre Schwiegermutter zum Schweigen

Schwiegermütter können einem das Leben ganz schnell zur Hölle machen. “Davon kann Michelle Hunziker (36) ganze Opern singen”. Doch seit Kurzem ist Ruhe im Karton. Michelle hat ihre Schwiegermutter zum Schweigen gebracht. Und zwar ganz ohne Loch in der Wüste. Michelle war viel cleverer. Mit einem “raffinierten Schachzug” nahm sie “ihrer Schwiegermutter einfach die Luft aus den Segeln”: Sie bekommt zwar in Kürze eine Tochter, kündigte aber jetzt schon an, auch noch einen Jungen kriegen zu wollen. Und der soll, jetzt kommt’s, auf den Namen Nicola getauft werden! Wie kann ihr die Schwiegermutter da noch böse sein? Denn Nicola hieß auch “ihr geliebter Ehemann, dem sie vier Kinder schenkte – und den sie viel zu früh verlor”.


“Freizeit pur”, Nr. 9

Steffi Graf - Bittere Beichte - Ist ihr großes Glück etwa nur Show?

In einem Interview wurde Steffi Graf gefragt:

“Wobei stoßen Sie heute an Ihre Grenzen?”

Steffi Graf: “Bei der Bewältigung des Alltags. Wir sind eine sehr aktive Familie. Meine geschäftlichen Aktivitäten [...] und meine Stiftung fordern auch ihre Zeit. Und natürlich möchte ich so viel Zeit wie möglich mit meinem Mann verbringen.”

Und auf die Frage, ob sie als ehemalige Leistungssportlerin Verschleißerscheinungen spüre, sagte sie: “Allerdings. Und ich bin etwas überrascht, wie früh sie aufgetreten sind.”

Das war’s.


“Prima Woche”, Nr. 8

Harry & Pippa - Heimliches Baby-Glück - Sensationell: Das royale Skandal-Paar ist außer sich vor Freude!

Prinz Harry findet seinen Neffen George super und ist “stolz darauf, jetzt Onkel zu sein”. Das klingt für die “Prima Woche”, als habe Harry eine gewisse “Sehnsucht nach eigenem Nachwuchs”. Und Kates Schwester Pippa hat schon angekündigt, sie wolle Georges Geburtstagsfeiern organisieren, schließlich liebe sie Kinder über alles. “Harry und Pippa schwelgen also heimlich im Baby-Glück. Jeder für sich, jeder auf seine Weise, aber wer weiß — vielleicht auch eines Tages zusammen.”


“Freizeit Revue”, Nr. 35

Herzogin Kate - Noch ein Baby! Prinz William hat sich verplappert

Das ging aber schnell! Oder? William sagte vor Kurzem in einem Interview, er und Kate wollen ihre junge Familie vergrößern — “in den nächsten Jahren”. Jetzt fahren sie und ihr Sohn George aber wohl erstmal in die Schweiz in den Urlaub. Was meinst du, “Freizeit Revue”: Eine gute Entscheidung? “Eine sehr gute Entscheidung! Die Alpenluft wird dem kleinen Prinzen guttun. Und wenn George abends müde die Äuglein schließt, haben seine Eltern genügend Zeit, um sich vom romantischen Panorama der Schweiz inspirieren zu lassen.”


“Freizeit direkt”, Nr. 9

Helene Fischer - Schockierende Enthüllung! Ein enger Vertrauter packt aus: Sie ist in großer Gefahr! Was sie heimlich plant

Der “enge Vertraute” ist diesmal Helene Fischers ehemaliger Fahrer. Und der “enthüllt”, dass die Schlagersängerin bei beruflichen Terminen von Bodyguards begleitet wird. Und als wäre das nicht schon schockierend genug, er erzählt auch noch, dass Helene Fischer “auf jeden Fall” nach Amerika möchte.


“Freizeit & Rätsel”, Nr. 5

H. Fischer & M. Lanz - Gemeinsame Zukunftspläne? Sagen beide Ja?

Nanu, bahnt sich da etwas an zwischen Prinzessin Schlager und Prinz Schleimi? Zwei Regenbogensuperstars im Bund der Ehe vereint – das wär’s doch! Aber leider zu früh gefreut – die “Zukunftspläne” sind dann doch eher beruflicher Natur. Der neue Redaktionsleiter von “Wetten dass…?” war nämlich “schon zuständig für die Planung der neuen Helene-Fischer-Show”. Das ist alles. Doch für die “Freizeit & Rätsel” Grund genug, um schon mal ein bisschen von dem “Moderatoren-Team” der Zukunft zu träumen: “Das Duo Markus und Helene hätte das Zeug zu einem TV-Traumpaar auf Augenhöhe! Jetzt müssen sie nur noch Ja zueinander sagen … “


“Freizeit aktuell”, Nr. 9

Guido Maria Kretschmer - Erschütternd . Warum sein größtes Glück plötzlich in Gefahr ist

Vergangenes Jahr in der Weihnachtszeit war Modedesigner Guido Maria Kretschmer mit seinem Partner Hemden einkaufen. Ein paar Mädchen erkannten ihn und dachten, dass für irgendeine Fernsehsendung gedreht wird. Da war an dem Tag Schluss mit gemütlichem Shopping.


“Freizeit live”, Nr. 4

Helene Fischer exklusiv: Meine sieben kleinen Geheimnisse

1. Sie mag Rinderfilet.
2. Sie nimmt sich kleine Auszeiten.
3. Sie trinkt gerne mal eine heiße Tasse Tee.
4. Auf Reisen hat sie immer eine Jogginghose dabei.
5. Die 60er-Jahre findet sie klasse.
6. Sie engagiert sich für Eisbären.
7. New York ist für sie immer eine Reise wert.


“Glückliche Freizeit”, Nr. 8

Top-Model Claudia Schiffer - Warum tut sie sich das bloß an?

Sie moderiert bald eine Castingshow im Fernsehen. “Und das ausgerechnet in einer Zeit, in der Castingshows bei uns im TV immer schlechter laufen. Wenn das mal gutgeht …”


“Das neue Blatt”, Nr. 35

Heidi Klum - Wird das Traumhaus für sie zum Albtraum?

Heidi Klum und ihr Freund wollen sich eine schicke neue Villa kaufen. Allerdings gibt es da einen kleinen Haken, wie “Das neue Blatt” mit großer Sorge berichtet: “Katy Perry hatte das Traumhaus zusammen mit ihrem Ex-Mann” gekauft. “Nur 14 Monate später trennte er sich von ihr – per SMS. Für die Amerikanerin wurde das Traumhaus zum Albtraum. Hoffentlich ereilt Heidi nicht das gleiche Schicksal!”


“frau aktuell”, Nr. 35

Heidi Klum - Düsteres Geheimnis - Es geht um ihr neues Liebesnest

Dreimal Einmal dürfen Sie raten.


“Glückliche Freizeit”, Nr. 8

Kronprinzessin Victoria - Hat sie etwa Geheimnisse vor ihrem Daniel?

Victorias Mann Daniel wird im September 40. Da wäre es doch wirklich zu schön, wenn Victoria an seinem Geburtstag ein zuckersüßes Geheimnis lüften würde: ein Geschwisterchen für Tochter Estelle. Hach, ja…


“die aktuelle”, Nr. 34

Trauriger erster Schultag! - Ohrfeige für sein uneheliches Kind (6) - Horst Seehofer - Kann ein Vater so herzlos sein?

Horst Seehofer erschien nicht zur Einschulung seiner unehelichen Tochter. Stattdessen empfing er den FC Bayern (anlässlich des Triple-Sieges) in der Staatskanzlei. “die aktuelle” fragt: “Ist ihm der Fußball wichtiger als sein eigenes Kind?”


“Woche heute”, Nr. 35

Wayne Carpendale & Annemarie Warnkross - Skandal vor der Hochzeit! Plötzlich ist ihr Glück in Gefahr

Na, nicht so bescheiden, liebe Mitarbeiter der “Woche Heute”! Nicht nur einen Skandal habt ihr da aufgetan, sondern gleich zwei. Denn Wayne Carpendale muss als Old Shatterhand bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg andauernd seine Kollegin Nscho-Tschi küssen. Und Annemarie Warnkross bekommt bei Facebook von irgendwelchen Deppen anzügliche Nachrichten zugeschickt. Ein klarer Fall: Hochzeit in Gefahr!


“Freizeit aktuell”, Nr. 9

Hansi Hinterseer - Bittere Trennung - Zum ersten Mal spricht er über seine verletzten Gefühle

Oh, oh! Was ist denn bei Hansi Hinterseer los? “Was passiert, wenn man(n) einfach ausgebootet wird? Wenn einer, der für Lebensfreude, Glück und gute Laune steht, plötzlich selbst nichts mehr zu lachen hat?”, will auch die “Freizeit aktuell” wissen. Naja, Hansis Sendung wurde von der ARD nach 18 Jahren dann doch mal aus dem Programm genommen — “eine bittere Trennung”.


“neue woche”, Nr. 34

Hansi Hinterseer - Rache ist süß! - Triumph nach der bitteren Demütigung

Ha, aber nicht mit Hansi Hinterseer. Der hat nämlich schon längst zum Gegenschlag ausgeholt. Und dieser trifft die ARD mit voller Wucht — “Rache ist süß!” Denn TV-Hundedame Gina, die in Hansis Show auftrat, hat acht niedliche Welpen bekommen. Mit denen hat Hansi Hinterseer erst mal ordentlich geknuddelt. Doch damit ist der Racheplan noch längst nicht am Ende. Denn Hinterseer steht mit seinem neuen Album auf Platz eins der Charts. Tja ARD, “in die Knie zwingen lässt sich Hansi eben nur von acht süßen Welpen!”


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Tränen auf dem Umzugskarton

Tränen auf dem Umzugskarton

Jetzt mal ehrlich, Mitarbeiter der “Prima Woche”: Ihr schreckt wirklich vor nichts zurück, oder?Mette-Marit - Familien-Drama - Die Prinzessin weint um ihren Sohn!Für ein bisschen Auflage erweckt ihr tatsächlich den Anschein, dass der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit verunglückt oder gestorben ist.

Oder warum sollte es sonst ein “Familien-Drama” geben? Warum sollte sonst die Prinzessin um ihren Sohn weinen?

Und warum solltet ihr euch sonst für diese Traueroptik im Innenteil entschieden haben?TraueroptikVielleicht glaubt ihr ja tatsächlich, dass ihr da das Richtige macht mit eurer Arbeit.
Vielleicht wollt ihr ganz bewusst Leid und Mitleid erzeugen.
Wir haben keine Ahnung, was ihr mit diesem Dreck eigentlich erreichen wollt.

Aber eines, da sind wir uns sicher, wollt ihr ganz sicher nicht: In ordentlicher Art und Weise darüber berichten, dass Mette-Marits Sohn Marius bald aufs Internat gehen wird. Denn das ist — doch, wirklich — der wahre Hintergrund zu dieser Geschichte.

Oder wie ihr fröhlich schreibt: “Ihr Sohn wird flügge”. Er ziehe aus dem Palast in Oslo aus und ziehe in einem Elite-Internat in Oslo ein.

Am Ende eures Textes gesteht ihr dann sogar noch, dass ihr nicht einmal euer Versprechen von der Titelseite (“Die Prinzessin weint um ihren Sohn!”) halten könnt:

Mette-Marit ist ja nicht gerade als Prinzessin auf der Erbse bekannt, eher als hart im Nehmen. Entsprechend kommentiert sie die Entscheidung ihres Sohnes, die mancher Mutter die Tränen in die Augen treiben würde: “Etwas einzustecken, das uns nicht passt, ist einer der wichtigsten Lektionen für jeden von uns. Daran wächst man.”

Und ihr, Mitarbeiter der “Prima Woche”, seid ja nicht gerade als Anhänger wahrer Worte bekannt, eher als Schwindler und Lügner.

Denn Mette-Marit hat mit dieser Aussage nicht die “Entscheidung ihres Sohnes” kommentiert. Sondern ihre eigenen schlechten Noten zu Uni-Zeiten.

Aber wenn man sowieso vor nichts zurückschschreckt, dann ist einem eine solche Verdrehung bestimmt auch völlig wumpe.


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