Links vom topf (25)
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Links vom topf (25)

Kioskforscher Markus Böhm hat sich durch das Archiv der Magazin-Flatrate “Readly” gewühlt und ist nun fasziniert von der optischen und inhaltlichen Eintönigkeit vieler Blätter:

Das in Sachen Zeilenrecycling vielleicht schlimmste Heft ist “Schöne Woche”. In dem Klatschmagazin gibt es nicht nur immer wieder eine “Schockierende Enthüllung” über Prominente. Auch eine nicht näher konkretisierte “Schock-Nachricht”, die sich im Innenteil meistens als harmlos erweist, soll häufiger zum Kauf animieren.

Entsorgt (7): Flatrate-App Readly — Print kann so stumpf sein


Mit Dank an Annegrit für den Hinweis!


In unserer Rubrik “Links vom topf” wollen wir Euch kurz und knapp interessante Links rund ums Thema “Regenbogenpresse” präsentieren.

Wenn Ihr also in den Weiten des Internets auf Interessantes zur Klatsch- und Regenbogenpresse stoßt, schickt uns gern den Link an linksvomtopf@topfvollgold.de.


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Schlagzeilenbasteln (144)
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Schlagzeilenbasteln (144)

Welche Schlagzeile könnte zu folgender Nachricht passen?

Chris O’Neill, der Ehemann von Schwedens Prinzessin Madeleine, hat bei einer “Umfrage zu den Beliebtheitswerten im Königshaus” 0 Sympathiepunkte von der schwedischen Bevölkerung bekommen.

Nun ist es offiziell - Prinzessin Madeleine - Sie hat den falschen Mann geheiratet!


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Nicht die Villa überschrieben
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Nicht die Villa überschrieben

Hat Chris Roberts seine Villa nun erst gekauft und dann seiner Frau überschrieben? Oder haben die beiden “das Haus mit gemeinsamen finanziellen Mitteln erworben”? Eine komplizierte Angelegenheit!

Da haben dann selbst die ausgewiesenen Finanzexperten der “Schönen Woche” was durch’n Tüdel gebracht:

Richtigstellung - Wir schreiben in "Schöne Woche" Nr. 50/14 vom 3. Dezember 2014 auf Seite 7 unter der Überschrift "Chris Roberts Der tiefe Fall!": "1990 hatte Chris Roberts die 350 Quadratmeter große Villa im Bergischen Land gekauft und später seiner Frau überschrieben." Hierzu stellen wir richtig: Chris und Claudia Roberts haben das Haus mit gemeinsamen finanziellen Mitteln erworben. Die Redaktion

(Draufklicken für eine größere Version)


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Schlagzeilenbasteln (127)
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Schlagzeilenbasteln (127)

Welche Schlagzeile könnte man aus dieser Nachricht stricken?

Das “derzeit heißeste Gerücht in Berlin”? Laut “Schöne Woche”:

Angela Merkel denkt offenbar darüber nach, sich nach ihrer Bundeskanzlerinnen-Zeit 2017 als Bundespräsidentin zur Wahl zu stellen

Bittere Enttäuschung! Angela Merkel - Warum tut sie ihrem Mann das an?

Die Hauptstadtkorrespondenten der “Schönen Woche” denken auch mal ans Zwischenmenschliche:

Wenn Joachim Sauer gehofft hatte, bald mehr Zeit mit seiner Frau verbringen zu können, platzen diese Träume nun wohl wie eine Seifenblase. Warum tut sie ihm das an?


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Schlagzeilenbasteln (121)
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Schlagzeilenbasteln (121)

Welche Überschrift könnte man zu dieser Nachricht basteln?

Die Grippe-Welle ist inzwischen in Schweden angekommen. Jetzt hat es angeblich auch Prinzessin Victoria erwischt.

Unfassbar - Prinzessin Victoria - Gefährliche Seuche im Palast!

Und diese “Seuche” bedroht alle:
- Ehemann Daniel, der “durch die Arzneien, die er wegen seiner Spenderniere einnehmen muss,” kaum noch ein Immunsystem haben soll,
- Tochter Estelle, die doch noch so klein ist, und
- Schwester Madeleine, die sich als Schwangere um Gottes Willen nicht anstecken darf!


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Post an den Presserat (3)
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Post an den Presserat (3)

Und wieder haben wir einen Schwung Beschwerden an den Presserat geschickt — dieses Mal zu folgenden Regenbogen-Artikeln …


Willem-Alexander - Das Geständnis seiner Mutter rührt ihn zu Tränen

1)

Die “Heim und Welt” berichtet von einem Gespräch zwischen dem niederländischen König Willem-Alexander und seiner Mutter Beatrix. Die Redaktion will dabei ganz nah dran gewesen sein und schreibt im Reportagestil direkt aus dem Büro des Königs:

Zufrieden klappt Willem-Alexander (46) die Arbeitsmappe auf seinem Schreibtisch zu und legt sie zur Seite. Da fällt ihm der Kalender ins Auge, in dem der 27. April farbig markiert ist. Denn dieses Datum ist ein ganz besonderes: Zum ersten Mal wird Willem-Alexander dort mit den Niederländern den Königstag zu seinen Ehren feiern!

In diesem Reportage-Ton geht es weiter, als ihn “plötzlich” “ein Klopfen aus seinen Gedanken” holt und seine Mutter die Tür mit “einem leichten Knarren” öffnet. Sie sagt ihm, wie stolz sie auf ihn sei und dass die Niederländer mit ihm einen hervorragenden König hätten. Diese angeblichen Aussagen von Beatrix lassen die “Heim und Welt” titeln: “Willem-Alexander — Das Geständnis seiner Mutter rührt ihn zu Tränen”.

2)

Der Artikel der “Heim und Welt” ist mit all seinen Details und Geschehnissen komplett erfunden. Das Blatt führt keine Belege oder Quellen an, die darauf hindeuten könnten, dass sich die beschriebene Szene im Büro des niederländischen Königs tatsächlich so abgespielt hat.

Zudem ist der “Heim und Welt” ein faktischer Fehler unterlaufen, der die Zweifel an der Wahrhaftigkeit des Artikels noch einmal unterstreicht: Üblicherweise findet der Königstag in den Niederlanden tatsächlich am 27. April statt. 2014 wurde er jedoch um einen Tag vorverlegt, weil er sonst auf einen Sonntag gefallen wäre. Es wäre also höchst verwunderlich, wenn in Willem-Alexanders Kalender der 27. April 2014 “farbig markiert” war.

3)

Unseres Erachtens verstößt der Artikel der “Heim und Welt” gegen die Ziffern 1 und 2 des Pressekodex.

Für ihre Geschichte liefert die “Heim und Welt” keinen Anhaltspunkt, der dafür spricht, dass es zu diesem Gespräch zwischen Mutter und Sohn tatsächlich gekommen ist. Es ist höchst wahrscheinlich, dass die Geschichte vollständig an den Haaren herbeigezoen ist. Der Artikel widerspricht damit sowohl der Achtung der Wahrheit — da hier offensichtlich eine erfundene Geschichte als Wahrheit ausgegeben wird — als auch der wahrhaftigen Unterrichtung der Öffentlichkeit, die der Pressekodex fordert. Daher verstößt die “Heim und Welt” mit dieser Veröffentlichung gegen Ziffer 1.

Nicht nur, dass das bloße Erfinden einer kompletten Geschichte dem Anspruch ordenticher Recherche gänzlich widerspricht — beim Erfinden hat die “Heim und Welt” auch noch einen faktischen Fehler gemacht. Dazu steht unter Ziffer 2 des Pressekodex: “Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt. Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen [...] sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben.” Eine Prüfung “mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt” hat in diesem Fall offensichtlich nicht stattgefunden. Damit verstößt die “Heim und Welt” gegen Ziffer 2 des Pressekodex.


Fürstin Charlène - Lebensgefahr! Im Traum-Urlaub war sie dem Tod ganz nah

1)

Die “Schöne Woche” berichtet über einen Urlaub, den Monacos Fürstin Charlène auf einer Karibikinsel verbracht hat. Auf den ersten Blick durch und durch ein Traumurlaub, doch nicht so laut der Schlagzeile der “Schöne Woche”: “Im Traum-Urlaub war sie dem Tod ganz nah”. Im Artikel heißt es dann weiter: “Die Fürstin befand sich in Lebensgefahr! Ein lautloser Killer bedrohte ihr Glück.”

Bei dem “lautlosen Killer” handelt es sich um die Tigermücke, die auch auf dieser Karibikinsel vorkommen soll und das Dengue-Fieber verbreitet. Laut “Schöne Woche” sterben jährlich 22 000 Menschen an dieser Krankheit, weltweit erkranken daran jedes Jahr 50 bis 100 Millionen, davon rund 20 000 in der Karibik. Schutz gegen das Dengue-Fieber bietet unter anderem das Tragen heller und geschlossener Kleidung. Darauf hat Charlène, wie die “Schöne Woche” besorgt feststellt, verzichtet:

Als sie mit ihren Freunden herumalberte, hatte sie die Ärmel hochgekrempelt und trug Shorts. Sie lief auch barfuß über den Strand [...]. Die Fürstin bot den Mücken also mit viel nackter Haut eine Menge Angriffsfläche. Ganz schön leichtsinnig!

Letztendlich ist Charlène auf ihrer Reise nichts Schlimmes zugestoßen, beruhigt die “Schöne Woche”, die aber gleichzeitig mahnt: “Sie kann von großem Glück reden, dass ihr nichts passiert ist!”

2)

Die “Schöne Woche” übertreibt in dieser Veröffentlichung maßlos. Sie verdreht Fakten und Tatsachen zu Charlènes Urlaub so sehr, bis eine angebliche Sensation herauskommt, die das Blatt groß auf der Titelseite ankündigen kann. Nach der “Schöne Woche”-Logik wäre jeder Karibik-Urlauber “dem Tod ganz nah”. Hochgekrämpelte Ärmel und ein Barfuß-Spaziergang rechtfertigen nicht die Hysterie der Schlagzeile.

Die auf dem Titel versprochene dramatische Geschichte rund um Charlènes Urlaub existiert nicht. Beim Lesen des Textes im Heftinnern wird klar, dass die Redaktion sie einzig zu Verkaufszwecken aufgebauscht hat.

3)

Unseres Erachtens verstößt der Artikel der “Schöne Woche” gegen die Ziffern 1 und 2 des Pressekodex.

Eine besondere Bedrohung Charlènes durch die Tigermücke gab es nie. Eine Erkrankung am Dengue-Fieber war für sie genauso realistisch (beziehungsweise unrealistisch) wie für jeden anderen Karibik-Urlauber. Durch die stark übertriebene Schlagzeile auf dem Cover verzerrt die “Schöne Woche” die tatsächlichen Fakten. Damit achtet sie nicht die Wahrheit und verfolgt auch keine wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit. Damit verstößt der Artikel gegen Ziffer 1 des Pressekodex.

“Lebensgefahr! Im Traum-Urlaub war sie dem Tod ganz nah”, schreibt die “Schöne Woche” auf ihrer Titelseite. Und auch für die Überschrift im Heftinnern wählt das Blatt einen ähnlichen Ton: “Lebensgefahr im Traumurlaub! Ein lautloser Killer bedrohte ihr Glück”. Diese Titelzeilen stellen eine Täuschung der Leserschaft dar, die einzig das Ziel hat, noch mehr Hefte zu verkaufen. Der “lautlose Killer”, der eine tatsächliche Bedrohung für Charlène darzustellen scheint, entpuppt sich am Ende lediglich als Mücke, von der eine potentielle Gefahr ausgeht. Schlagzeile und Überschrift entstellen somit den Sinn des Artikels — ein Verstoß gegen Ziffer 2 des Pressekodex.


"Willkommen in meinem Reich" - doppelseitiger Bericht über den neuen Harald Glööckler-Laden in Berlin

1)

In Berlin hat der Modedesigner Harald Glööckler einen Laden eröffnet. Das Regenbogenheft “Das neue Blatt” berichtet darüber besonders ausführlich: Auf einer Doppelseite zeigen viele Fotos entweder Kleidung und andere Produkte, die es in dem Laden zu kaufen gibt, oder Prominente, die sich mit eben jenen Produkten haben ablichten lassen. Die Redaktion hat den Fotos im Layout immer wieder Preisschilder hinzugefügt, die den Preis für dass jeweilige Produkt anzeigen.

Zu der großen Bilderstrecke gibt es einen kurzen Text, der die Glööckler-Produkte ebenfalls erwähnt, und ein Interview mit Harald Glööckler selbst. Dort spricht Glööckler über die Produkte, die er verkauft, und über mögliche Standorte für seine nächsten Läden. In einem Infokasten verrät “Das neue Blatt” außerdem noch die Öffnungszeiten des Glööckler-Ladens und den schnellsten Weg dorthin.

2)

Die gesamte Doppelseite wirkt wie eine große Werbeanzeige für Harald Glööcklers neuen Laden in Berlin. Im Text wird anhimmelnd über Glööckler und seine Produkte geschrieben. Das Interview bietet dem Designer die Gelegenheit, selbst noch einmal Werbung für sein neues Geschäft zu machen. Die Fotos der Produkte sowie der Infokasten mit Öffnungszeiten und Anfahrtsweg sind geradezu Aufforderungen an die Leserinnen und Leser, das Geschäft in Berlin zu besuchen und dort Glööckler-Produkte zu kaufen. Preise für die Produkte werden explizit genannt.

Mit diesem Artikel macht “Das neue Blatt” im redaktionellen Teil eindeutig Werbung für Harald Glööckler und verkauft diese Werbung der Leserschaft als journalistisches Produkt.

3)

Unseres Erachtens verstößt “Das neue Blatt” mit diesem Artikel gegen Ziffer 7 des Pressekodex.

Richlinie 7.2 schreibt vor:

Redaktionelle Veröffentlichungen, die auf Unternehmen, ihre Erzeugnisse, Leistungen oder Veranstaltungen hinweisen, dürfen nicht die Grenze zur Schleichwerbung überschreiten. Eine Überschreitung liegt insbesondere nahe, wenn die Veröffentlichung über ein begründetes öffentliches Interesse oder das Informationsinteresse der Leser hinausgeht oder von dritter Seite bezahlt bzw. durch geldwerte Vorteile belohnt wird. Die Glaubwürdigkeit der Presse als Informationsquelle gebietet besondere Sorgfalt beim Umgang mit PR-Material.

Diese Vorgabe missachtet “Das neue Blatt” mit seinem Artikel über den Glööckler-Laden. Mit der expliziten Nennung und Abbildung der Produkte und ihrer Preise, der durchweg unkritischen und werbenden Art des Textes sowie dem Infokasten mit Anfahrtsdaten und Öffnungszeiten geht die Veröffentlichung von “Das neue Blatt” weit über ein “begründetes öffentliches Interesse” hinaus. Da der Artikel nicht als Anzeige gekennzeichnet, sondern im redaktionellen Teil des Heftes erschienen ist, verstößt “Das neue Blatt” gegen Ziffer 7 des Pressekodex.


Haakon & Mette-Marit - Schlimmer Verdacht - Ist ihre Liebe nur gespielt? Zu sehen ist ein Foto von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit, die bei einer Trauerfeier zum Attentat auf der Insel Utøya weint.

1)

Die “Revue heute” schreibt über die Ehe des norwegischen Kronprinzenpaares Mette-Marit und Haakon. Die Geschichte ihrer Beziehung scheine auf den ersten Blick wie aus einem Märchen, die “Revue heute” hat allerdings ihre Zweifel und fragt in einer Bildunterschrift: “Echte Liebe oder oscarreife Darbietung?” Weiter schreibt das Blatt:

So sehr sich das Kronprinzenpaar auch abmüht, nach außen das perfekte Liebesglück zu mimen — immer wieder zeigen sich Risse in der Fassade.

Unter solchen Rissen versteht die “Revue heute” Mette-Marits Reisen in den Himalaya, ihren Rückzug aus der Öffentlichkeit aufgrund angeblicher gesundheitlicher Probleme und Haakons Hobbies: Beim Bungeejumping und Fallschirmspringen soll er nach Ansicht des Blatts immer wieder sein Leben riskieren.

2)

Auf der Titelseite der “Revue heute” ist ein Foto von Mette-Marit zu sehen, das sie weinend und in schwarzer Trauerkleidung zeigt. Dieses Foto hat die Redaktion vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen; das Bild und die Tränen Metter-Marits darauf haben nicht im Ansatz mit einer etwaigen Beziehungskrise zu tun: Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 2011, als die norwegische Kronprinzessin an einer Trauerfeier für die Opfer der Anschläge auf Utøya teilnahm, bei denen neben Dutzenden anderen Menschen auch ihr Stiefbruder ums Leben kam. Die Wahl und der Abdruck des Fotos zielen vermutlich nur auf ein mögliches Sensationsinteresse und, damit verbunden, auf höhere Verkaufszahlen ab.

3)

Unseres Erachtens verstößt die Veröffentlichung gegen Ziffer 2 des Pressekodex.

Der Abdruck des Fotos, das Mette-Marit weinend und in Trauerkleidung zeigt, erweckt in Kombination mit der Überschrift (“Schlimmer Verdacht — Ist ihre Liebe nur gespielt?”) den Eindruck, die norwegische Kronprinzessin weine auf diesem Foto wegen der angeblichen Risse in ihrem Privatleben. Dieser Zusammenhang ist allerdings frei erfunden. Derartige Fälle, in denen eine Redaktion zur Bebilderung ein Foto wählt, das mit den eigentlichen angeblichen Geschehnissen nicht zu tun hat, regelt der Pressekodex in Richtlinie 2.2:

Kann eine Illustration, insbesondere eine Fotografie, beim flüchtigen Lesen als dokumentarische Abbildung aufgefasst werden, obwohl es sich um ein Symbolfoto handelt, so ist eine entsprechende Klarstellung geboten.

Eine solche Kennzeichnung fehlt in der Veröffentlichung des “Revue heute” jedoch.


Sie weint nur noch - Mette-Marit - Schock-Diagnose - Die Prinzessin ist unheilbar krank ...

1)

Sowohl die “Revue heute” als auch die “Freizeit Express” (beide erscheinen im “Alles Gute Verlag”) titeln auf ihren Covern über die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit: “Schock-Diagnose — Die Prinzessin ist unheilbar krank …”.

Den Artikeln zufolge leidet Mette-Marit unter psychischen Problemen: “Palastinsider sprechen sogar von einer ausgewachsenen Depression”. Genüsslich zählen die Redaktionen all die Krankheiten, Verletzungen und Unfälle Mette-Marits auf, die sie in den vergangenen Jahren so ausmachen konnten. Mit Blick auf die angebliche Depression und eine mögliche Genesung Mette-Marits machen die Blätter nicht viel Hoffnung:

Aber für Depressionen gibt es keine Heilung, höchstens eine langfristige Therapie …

Auf der Titelseite haben die Redaktionen zur Illustration das Foto einer weinenden Mette-Marit gewählt und dazu rot-unterlegt getextet: “Sie weint nur noch”.

2)

Das verwendete Bild auf dem Cover hat inhaltlich nichts mit der angeblichen “Schock-Diagnose” zu tun. Es handelt sich um ein Foto, das im Sommer 2011 bei der Trauerfeier zum Anschlag auf Utøya aufgenommen wurde. Bei diesem Anschlag hat Mette-Marit ihren Stiefbruder verloren. Eine Kennzeichnung dieses Fotos als Symbolbild gibt es nicht.

Dazu täuscht die Schlagzeile, nach der die Kronprinzessin unheilbar krank sei, die Leserschaft. Sowohl die “Revue heute” als auch die “Freizeit Express” werben auf den Titelseiten mit Tatsachenbehauptungen für den Kauf der Zeitschriften. Im Heftinnern wird hingegen schnell klar, dass es sich lediglich um Gerüchte zu Mette-Marits Gesundheitszustand handelt.

Außerdem ist die Art, wie die Hefte über die Krankheiten und Verletzungen Mette-Marits berichten, nicht angemessen. Das trifft insbesondere auf die Passagen der Artikel zu, in denen über die angebliche Depression geschrieben wird. Hier wird den Leserinnen und Lesern ein falsches Bild der Krankheit vermittelt, indem Depressionen als unheilbar dargestellt werden.

3)

Unseres Erachtens verstoßen die “Freizeit Express” und die “Revue heute” mit ihren Artikel gegen die Ziffern 1, 2, 8 und 14 des Pressekodex.

Auf der Titelseite schreiben die Redaktionen: “Die Prinzessin ist unheilbar krank”. Diese Tatsachenbehauptung widerspricht einer wahrhaftigen Unterrrichtung der Öffentlichkeit, wie sie der Pressekodex vorsieht. Daher verstößt der Artikel gegen Ziffer 1.

Für die Illustrationen auf den Titelseiten haben die Mitarbeiter ein Foto von Mette-Marit gewählt, auf dem sie weint. Das Foto erweckt im Zusammenspiel mit den Dachzeilen den Eindruck, es hänge mit der “Schock-Diagnose” zusammen. Das stimmt aber nicht. Das Bild hätte als Symbolfoto gekennzeichnet werden müssen, was nicht geschehen ist. Daher verstößt die Veröffentlichung gegen Richtlinie 2.2, die den Umgang mit Symbolbildern regelt:

Kann eine Illustration, insbesondere eine Fotografie, beim flüchtigen Lesen als dokumentarische Abbildung aufgefasst werden, obwohl es sich um ein Symbolfoto handelt, so ist eine entsprechende Klarstellung geboten.

Fast eine ganze Artikelspalte widmen die Hefte einer Aufzählung von Erkrankungen und Verletzungen der Kronprinzessin. Dazu kommt die Behauptung, sie leide an einer Depression. Damit verstoßen sie gegen Richtlinie 8.6 des Presekodex. Dort steht:

Körperliche und psychische Erkrankungen gehören zur Privatsphäre. In der Regel soll über sie nicht ohne Zustimmung des Betroffenen berichtet werden.

Eine solche Zustimmung Mette-Marits dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach nicht vorliegen.

Ziffer 14 des Pressekodex legt fest:

Bei Berichten über medizinische Themen ist eine unangemessen sensationelle Darstellung zu vermeiden, die unbegründete Befürchtungen oder Hoffnungen beim Leser erwecken könnte.

Dagegen verstoßen die Blätter mit ihren Schlagzeilen auf den Titelseiten, in denen behauptet wird, Mette-Marit sei — mit ihrer angeblichen Depression — unheilbar krank. Dies vermittelt der Leserschaft den Eindruck, dass es sich bei einer Depression zwangsläufig um eine Erkrankung ohne Chance auf Heilung handle. Dadurch könnten unbegründete Befürchtungen bei den Leserinnen und Lesern ausgelöst werden.


Wir wollen uns wieder häufiger über die Regenbogenpresse beschweren — nicht nur hier im topfvollgold, sondern so richtig offiziell.

In Deutschland ist dafür der Presserat die oberste Anlaufstelle. Deswegen schicken wir wieder regelmäßig Beschwerden über einzelne Regenbogenartikel dorthin.


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Links vom topf (5)
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Links vom topf (5)

Immer wieder sonntags: In seinen aktuellen “Herzblatt-Geschichten” berichtet Jörg Thomann, Redakteur der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”, unter anderem über eine Geschichte aus dem Enthüllungsblatt “Schöne Woche”:

Gratulation auch an Schöne Woche für ihre Titelstory “Der Foto-Beweis — Angela Merkel — Die Wahrheit über den geheimnisvollen Mann an ihrer Seite”. Das Blatt hat es geschafft, herauszufinden, dass Merkel einen außenpolitischen Berater beschäftigt, und sogar Fotos der beiden aufgetrieben. Ein echter Scoop!

Herzblatt-Geschichten: Vorlaute Wahrsager


In unserer Rubrik “Links vom topf” wollen wir Euch kurz und knapp interessante Links rund ums Thema “Regenbogenpresse” präsentieren.

Wenn Ihr also in den Weiten des Internets auf Interessantes zur Klatsch- und Regenbogenpresse stoßt, schickt uns gern den Link an linksvomtopf@topfvollgold.de.


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topf is loading …
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topf is loading …

topf is loading ...

Der Winterschlaf hier im Blog ist bald vorbei. Und fürs neue Jahr planen wir ein paar Veränderungen. Dafür sammeln wir gerade unsere Kräfte — daher ist der topfvollgold momentan noch im Ladezustand.

Für die Wartezeit haben wir Euch eine Ladung Schlagzeilenbasteln zusammengestellt. Die Spielregeln sind wie immer: Wir nennen Euch eine kurze Nachricht, und Ihr bastelt daraus eine schöne Regenbogenschlagzeile. Wie die Profis es gemacht haben, erfahrt Ihr mit einem Klick auf “Schlagzeile?”. Und los geht’s!


In England hat eine Gruppe von Frauen für einen Halbnackt-Kalender posiert, um Spenden für die “East Anglian Air Ambulance” zu sammeln, für die Prinz William als Hubschrauberpilot fliegt.

Schwangere Herzogin Kate - Strippen für den guten Zweck - Wie soll William ihr das nur erklären?

(“Woche der Frau”)


Thea Jauch, die Frau von Günther Jauch, hat auf dem Weingut der beiden alles fest im Griff.

Tiefe Einblicke in das Eheleben als Winzerpaar - Günther Jauch - Ohne seine Frau wäre er verloren

(“Woche der Frau”)


Neulich in Los Angeles: Der Fahrer eines SUV verliert auf der nassen Fahrbahn die Kontrolle, der Wagen rutscht gegen den Bordstein, zwei Reifen platzen. Auch im Auto: Schauspielerin Angelina Jolie.

Angelina Jolie - Anschlag auf die Schauspielerin?

(“Das Neue”)

“Das Neue” verschwörungstheoriesiert: “Hat sie sich mit ihren politischen Plänen schon die ersten Feinde gemacht?”


Zur letzten “Wetten, dass ..?”-Sendung hat Markus Lanz unter anderem auch Helene Fischer eingeladen. Til Schweiger hat für die Sängerin eine Rolle im “Tatort” klargemacht. Und Ex-Big-Brother-Bewohner Jürgen Milski hat einen Song mit dem Namen “Oh Helene” rausgebracht.

Arme Helene - So schamlos wird sie von Männern ausgenutzt!


Die Sängerin Cher musste krankheitsbedingt ihre Tour absagen. Bei Twitter schrieb sie: “‘Ich habe so fest versucht, stark genug zu sein, aber mein Wille konnte meinen Körper dieses Mal nicht zwingen.’”

Ihre Fans weinen um sie - Cher - Ihr trauriger Abschied

(“Neue Welt”)

Der Artikel der “Neuen Welt” liest sich wie ein Nachruf auf Cher. Kostprobe: Der erwähnte Tweet “waren ihre letzten Worte, die sie schrieb.” Und: “Der einzige Trost, der ihren Fans in dieser traurigen Zeit noch bleibt, sind die schönen Erinnerungen an eine der erfolgreichsten und besten Sängerinnen der Welt. Sowohl Cher als auch ihre Musik bleiben unvergessen.” Cher twittert indes fröhlich weiter.


Dieter Bohlen war bei einem Konzert von Andrea Berg. Hat ihm wohl ganz gut gefallen: “‘Ich war so begeistert, dass ich gleich in eine Polizeikontrolle gefahren bin — und der Führerschein war weg für vier Wochen’, gibt Dieter zu.”

Andrea Berg - Außer Kontrolle - Was hat sie bloß mit Dieter Bohlen angestellt?

(“Woche der Frau”)


Und jetzt mal andersherum. Welche Nachricht steckt wohl hinter dieser Schlagzeile?

Helene Fischer - In den Fängen des Nacktmodells - Unfassbar, wie Melanie Müller sie schamlos benutzt

Na, na, na, Melanie Müller! Einfach so in der Buchhandlung ein Foto von der eigenen Biographie machen, die neben der von Helene Fischer liegt, und sich dann auch noch bei Facebook drüber freuen (“‘Haha, Helene und ich zusammen im Buchladen’”)? Oder in einem Musikvideo in einem DFB-Trikot auftauchen — so wie Fischer auf der Fan-Meile in Berlin? “Unfassbar” vom “Nacktmodell” Müller, findet die “Woche der Frau”. Denn: “um ihre eigene, zweifelhafte Karriere voranzubringen, hat sie sich ausgerechnet Deutschlands Shooting-Star Nr. 1 ausgesucht: Helene Fischer (30)! Die Arme!” Der gutgemeinte Redaktionstipp: “Schuster, bleib bei deinen Leisten”.


Als die schwangere Herzogin Kate neulich eine soziale Einrichtung in New York City besuchte, wartete vor dem Gebäude zur Sicherheit auch ein Rettungswagen.

Herzogin Kate - Verliert sie ihr Kind? - Der Notarzt weicht nicht von ihrer Seite

(“Woche der Frau”)


Ein Kumpel von Markus Lanz hat in einem Interview erzählt, er und Lanz (der kürzlich Vater geworden ist) hätten einen Nordpol-Trip mit Schlittenhunden geplant.

Markus Lanz - Verlässt er etwa ganz schnell seine kleine Familie? - Unglaublich, was sein guter Freund mit ihm vorhat

(“Woche der Frau”)


Vor zwei Jahren hat Andrea Berg in einem Interview gesagt, sie habe schon ganz früh gelernt, “dass wir alle endlich sind und dass wir uns beeilen müssen, all das zu tun, was wir wirklich tun wollen.”

Andrea Berg - Sie weiß nicht, wie viel Zeit ihr noch bleibt - Stürzt sie sich deshalb von einem Abenteuer ins nächste?

(“Woche der Frau”)


Günther Jauch - Schock-Video aufgetaucht! Wusste seine Frau davon?

In dem Video spricht Jauch mit einem Weinexperten über sein Weingut. “Und so, wie der Moderator da vor der Kamera sitzt, hat man ihn wirklich noch nie gesehen”, stellt die “Schöne Woche” empört fest. Denn Jauch ist — unrasiert! Mit Drei-Tage-Bart sitzt er am Tisch, “eine Haarsträhne fällt ihm keck in die Stirn. Und das, obwohl er gefilmt wird! [...] Sind ihm seine Zuschauer plötzlich egal?”


Angeblich hat Heidi Klum (die zurzeit mit dem Kunsthändler Vito Schnabel zusammen ist) eine Privatlehrerin engagiert, die ihr Nachhilfe in Kunstgeschichte geben soll.

Heidi Klum - Ist sie zu dumm für Vito?

(“Neue Post”)


Prinzessin Mette-Marit von Norwegen und ihr Mann Haakon sind glücklich miteinander.

Mette-Marit - Die Liebe hat gesiegt ... doch wer weiß, wie lange

(“Das Neue”)


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Verrenkung der Woche (10)
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Verrenkung der Woche (10)

Die letzte Verrenkung der Woche liegt schon eine Weile zurück. Hier nun neuer Stoff zum Mitraten. Also: Was mag sich hinter dieser Schlagzeile verbergen?

Neues Psycho-Drama - Flüchtet sie jetzt nach Deutschland?

Welche Steffi-Graf-Nachricht ist es, die “erschüttert bis ins Mark”? Sind es die “Meldungen über eine Krise zwischen ihr und Ehemann Andre Agassi”?
Nein!

Ist es Steffi Grafs “rührendes Statement auf facebook, das verriet, wie sehr sie ihre Tochter Jaz Elle (10) und ihren Sohn Jaden Gil (12) vermisst”?
Nein!

Ist es noch viel dämlicher?
Oh ja!

Und nun droht ein neues Psycho-Drama: Steffis Zuhause wird von Terroristen bedroht! Die Organisation Islamischer Staat (IS) ruft momentan ihre Anhänger dazu auf, Bombenanschläge auf die USA zu verüben. Im Visier sind amerikanische Großstädte — darunter auch Steffis Wahlheimat Las Vegas!


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Globaler Kinderquatsch
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Globaler Kinderquatsch

Was passiert, wenn die Mitarbeiter eines Knallblatts ein noch größeres Knallblatt in die Finger bekommen? Sie schreiben voller Neid die Titelgeschichte ab:

Kate & William - Schockierende Nachricht - Hat sie wirklich ihr Baby verloren?

In den Redaktionsräumen der “Freizeit Revue” muss eine Ausgabe des US-amerikanischen Obermistmagazins “Globe” die Runde gemacht haben. Das hatte nämlich groß getitelt: “Brave Kate Loses Baby!”

Und so zittert das gesamte Team der “Freizeit Revue” seit Ende Juli vor Schreck, denn da “schockte das Magazin ‘Globe’ die Welt mit einer traurigen Nachricht: Kate hat ihr Kind verloren.”

Neben der “Freizeit Revue” ist auch die “Viel Spaß” auf die “Globe”-Geschichte gestoßen — und das sogar “Exklusiv”:

Herzogin Catherine - Exklusiv - Warum die jungen Mutter sich eine Auszeit nehmen muss

Furchtbar: Laut der US-Zeitschrift “The Globe” soll sie Anfang Juli bereits eine Fehlgeburt erlitten haben.

Nun wissen fleißige “Globe”-Leser, dass das Blatt beim Thema “Kate und Schwangerschaftsprobleme” zwar wie wild mit Sensationsschlagzeilen um sich ballert, aber nie trifft.

Dass die aktuelle Schlagzeile also nicht ganz so sauber sein kann, müssen selbst die Skrupellos-Schreiber der “Freizeit Revue” gespürt haben. Sie fragten nämlich beim britischen Königshaus nach, was an der Geschichte dran sei — ein ausgesprochen seltener Schritt im Kosmos der Regenbogenpresse:

Der Palast hält sich bedeckt. “Wir kommentieren solche Spekulationen grundsätzlich nicht”, so eine Sprecherin zu FREIZEIT REVUE.

Und trotzdem kolportiert die Redaktion die “Schockierende Nachricht”, spricht selbst von “schmerzlichen Zeiten” für Kate.

Vielleicht überzeugte sie eine, nun ja, scharfsinnige Beobachtung zu Kates Auftritt bei der 100-Jahr-Gedenkfeier zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs:

Ein Royal weint nicht — und Kate (32) hat sich lange tapfer beherrscht. Doch beim Besuch einer Gedenkstätte für die Opfer des Ersten Weltkriegs brach der Schmerz aus ihr heraus: Tränen füllten die Augen der sonst so fröhlichen Frau. Trauerte sie um ihr Baby?

Oder etwas poetischer:

Auf dem Mohnfeld der Toten brach der Schmerz aus der jungen Mutter heraus

Kates Tränen haben übrigens auch die Beobachter der “Schönen Woche” mitbekommen — aber etwas anders interpretiert:

Entsetzliche Erkenntnis - Herzogin Catherine - Sie hat den falschen Prinzen geheiratet!

Möglicherweise ist es das, was Catherine plötzlich zum Weinen brachte: Die entsetzliche Erkenntnis, dass sie den Falschen geheiratet hat. Mit Prinz Harry fühlt sie sich viel wohler als mit William (32).

Das ist zwar genauso dämlich wie bei der “Freizeit Revue”. Aber immerhin nicht ganz so grässlich.


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Schlagzeilenbasteln (101)
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Schlagzeilenbasteln (101)

Judith (27) aus Aachen ist ein großer Fan von Günther Jauch. Sie hat ihn zwar noch nie getroffen, aber sie findet ihn total toll.

Berührende Momente - Günther Jauch - So glücklich macht er diese junge Frau

Schon, wenn sie sich nur ein Foto von ihm ansieht, ist alles gut. Dann vergisst Judith (27) aus Aachen die Welt um sich herum, dann gibt es nur noch sie und ihn. Ihr Gesicht wird ganz weich, ihr Herz hüpft, sie strahlt und lacht, Ärger und Stress der ganzen Wochen sind sofort vergessen. Ja, Günther Jauch (58) macht die junge Frau einfach glücklich. Kein Wunder, der Fernseh-Star ist ja auch ein Traummann. Berühmt und trotzdem nicht eingebildet. Unterhaltsam und schlagfertig. Und dann diese Augen. So offen und klug, so lebenserfahren, dass sie einem direkt ins Herz zu sehen scheinen. Solche Menschen trifft man nicht oft.


Daniela Katzenberger hat in einem Interview gesagt, dass sie keine Klotür habe. Denn: “Das Problem ist, dass da Regale stehen, in denen ich meine 150 Handtücher aufbewahre, die ich in Hotels gemopst habe oder die mir geschenkt wurden.”

Das Geständnis - Daniela Katzenberger - Aus Geiz wurde sie zur Diebin - Wenn's ums Geld geht, ist sie sich wohl für nichts zu schade

(“Die neue Frau”)


König Felipe von Spanien ist neulich mit ein paar Kumpels in Madrid feiern gegangen.

König Felipe - Ist er doch so ein Hallodri wie sein Vater?

(“Die neue Frau”)


Jörg Pilawa wurde in einem Interview gefragt, wie er eigentlich das Haus ordentlich halte, immerhin hat er vier Kinder. Pilawa antwortete: “Wer sagt denn, das [sic] es ordentlich ist? Sie glauben doch nicht, dass man Ordnung in einem Haus mit vier Kindern hat. Bei mir zu Hause herrscht das Chaos.”

Jörg Pilawa - Bewegendes Geständnis

(“frau aktuell”)


Michael Schumacher bekommt in der Reha angeblich Unterstützung von Kai Schnapka. Der ist Physiotherapeut und mit Schumacher seit dessen Formel-1-Zeit befreundet.

Michael Schumacher - Vollbringt sein bester Freund das neue Wunder?

(“Neue Post”)

Michael Schumacher - Sein bester Freund bewirkt ein Wunder - Freudentränen auf der Reha-Station

Sensationelle Neuigkeiten aus der Reha - Michael Schumacher - Die 1. Schritte! Unsere Gebete wurden erhört

Michael Schumacher - Wunderbare Fortschritte - Freudne bestätigen: "Es geht alles viel schneller als erhofft!"

(Dieses Zitat kommt im Artikel übrigens gar nicht vor. Vermutlich ist es frei erfunden.)


Angela Merkel und ihr Mann waren im Urlaub.

Diese Bank rettete die Kanzler-Ehe

(“die aktuelle”)

Einsames Wandern im Regen, Wortlosigkeit. Aber dann kam eine Bank. Eine Bank, die vielleicht die Kanlzer-Ehe gerettet hat. Endlich konnte sich das Paar aussprechen — in aller Ruhe.


Die Schauspielerin Christiane Hörbiger hat in einer Talkshow gesagt, dass sie römisch-katholisch erzogen worden sei, aber mit der Bibel nicht wirklich zurechtkomme. Daraufhin schrieb irgendwer auf ihrer Facebook-Seite: “Ich würde Ihnen die ‘Neue-Welt-Übersetzung’ der Zeugen Jehovas empfehlen.”

Sie wirkt so verändert - Christiane Hörbiger - Findet sie bei einer Sekte ein neues Glück?

(“Die neue Frau”)


Der Schauspieler Thorsten Nindel ist an Krebs erkrankt. Er hat mal in der “Lindenstraße” mitgespielt und ist mit Schauspiel-Kollegin Saskia Valencia zusammen.

Saskia Valencia - Tränen um ihre große Liebe - Kann ihr Ex-Freund sie jetzt trösten?

(“Die neue Frau”)


Die angebliche neue Freundin von Prinz Harry sieht seiner Schwägerin (Herzogin Kate) sehr ähnlich.

Prinz Harry - Jetzt hat er seine eigene Kate!

(“das neue”)


Und jetzt aufgepasst! Die Frau von Joachim von Dänemark sieht seiner Schwägerin (Prinzessin Mary) auch sehr ähnlich.

Harry Windsor und Joachim von Dänemark - Lieben sie heimlich ihre Schwägerinnen?

(“Schöne Woche”)


In der Ukraine ist Flug MH17 abgestürzt. Viele niederländische Passagiere kamen dabei ums Leben.

Neue Tragödie schockt Holland - Maxima & Willem-Alexander - Ehe in Gefahr! - Jetzt müssen sie um ihr Glück kämpfen
Der Artikel beginnt so:

Nur selten brechen Ehekrisen wie plötzliche Unwetter über ein Paar herein. Meist zeigen sich erst einige Wolken am Himmel, dann werden es immer mehr – bis schließlich ein Dauerregen des Zweifels das Fundament des gemeinsamen Glücks unterhöhlt. Auch bei Maxima (43) und Willem-Alexander (47) scheint nun eines zum anderen zu kommen. Die neue Tragödie um die 193 niederländischen Todesopfer beim Flugzeugabschuss über der Ukraine ist eine weitere Belastung. Und viele Holländer fragen sich schockiert, ob die Liebe der beiden nun zerbrechen könnte.


Und zum Schluss mal andersherum. Welche Geschichte verbirgt sich wohl hinter folgender Schlagzeile der “frau aktuell”?Stefanie Hertel - Skandal an ihrem Geburtstag

Ihr Freund konnte nicht mitfeiern, weil er einen Auftritt hatte.


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Scharfe Logik
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Scharfe Logik

Oft braucht es nur eine kleine Serie von Fotos und die ausgeprägte Fantasie einer Regenbogenredaktion — schon hat man eine Titelgeschichte. Diese hier ist so ein Fall:

Herzogin Catherine - Skandalöse Fotos! Schockierende Wahrheit! Plötzlich ist das Familien-Glück in Gefahr!

Der Teil dieser Doppelgeschichte zur niederländischen Königin Máxima soll für den Moment egal sein. Denn ihr “Neuer Ärger” hat nichts mit Kates “Skandalöse[n] Fotos” zu tun. Und um die soll es hier gehen.

Kate, William und ihr Sohn George waren neulich zu Besuch bei einem Polo-Turnier. Und während George fröhlich über den Rasen krabbelte, schoss jemand dieses, nun ja, Beweisstück:

Schreck-Sekunde! Baby George und die Beine des Pferdes – beides ist auf dem Foto gleich scharf zu sehen. Der Beweis dafür, wie unfassbar dicht sie beieinander stehen

Logo, alte Fotografen-Weisheit: Alles, was auf Fotos “gleich scharf” zu sehen ist, ist immer auch “unfassbar dicht [...] beieinander”.

Hört mal, alte Dunkelkammer-Experten der “Schöne Woche”, wenn wir Eurer Logik folgen, habt Ihr aber mindestens drei Knaller-Geschichten dieses Polo-Events völlig verschlafen! Unserer Meinung nach ist es jeweils eine Sensation, dass eines der Pferde Kate die gesamte rechte Schulter abgebissen hat, dass George erst voll eins mit einem Polo-Schläger vor den Schädel gebraten bekommen hat und dann noch von einem Mann platt getrampelt worden ist.


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Schlagzeilenbasteln (93)
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Schlagzeilenbasteln (93)

Welche Schlagzeilen könnte man aus folgender Nachricht basteln?

Die Schauspielerin Katja Weitzenböck ist 47 Jahre alt und hat zwei Kinder. Im Interview mit der “Schöne Woche” antwortet sie auf die Frage, ob sie sich weiteren Nachwuchs vorstellen könne:

“Theoretisch total gerne. [...] Allerdings bin ich inzwischen eine Frau reifen Alters. Ich möchte ein weiteres Kind nicht grundsätzlich ausschließen, aber es ist doch eher unwahrscheinlich.”

Katja Weitzenböck - Schwanger mit 47!

Besonders schön ist übrigens auch die letzte Frage des Interviews: “Sie haben früher mal Werbung für Staubsauger gemacht. Saugen Sie gerne?”


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Lügen wie gedruckt
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Lügen wie gedruckt

Inzwischen ist es selbst in den letzten Regenbogenredaktionen angekommen: Die monegassische Fürstin Charlène ist schwanger, womöglich sogar mit Zwillingen. Die Trennungsgeschichten von ihr und Ehemann Albert sollte man also besser erstmal eine Weile in der Schreibtischschublade lassen.

Und so ist die Zwillingsnachricht für die “Woche heute” auch nicht irgendeine Meldung, sondern

Das Hirra der Woche - Fürstin Charlene - Jaaa, Zwillinge! Wird jetzt alles gut?

Weltfrieden? Ende der Hungernot? Zumindest was Charlène angeht, blicken die Mitarbeiter des Blattes optimistisch in die Zukunft:

Verstummen jetzt die bösen Gerüchte über Intrigen und die vermeintlich unglückliche Ehe des Fürstenpaares? Bestimmt!

Woher diese Zuversicht kommt? Weil die “Woche heute” es selber in der Hand hat. Denn nur eine Ausgabe vor dem großen Hurra-Jubel schrieb sie noch von Problemen und “Psychoterror” und der Unwahrscheinlichkeit einer Nachwuchsmeldung aus Monaco:

Fürstin Charlene - Todesangst! Kann Albert sie noch schützen?

Um diesen Druck auszuhalten, hat sie ihren Bruder Gareth (32) gebeten, in ihre Nähe zu ziehen. Aber was kann der schon ausrichten, wenn sie im Palast gefangen ist. Und wie nur soll sie je schwanger werden, bei all diesem Psychoterror …

Zur Erinnerung: Als diese Textpassage erschien, war Charlènes Schwangerschaft bereits seit fünf Tagen bekannt.

Damit ist die “Woche heute” in bester Schnarchnasengesellschaft. Ausgabe 24 der “Schöne Woche” erschien ebenfalls am 4. Juni. Und auch hier klingt es ganz und gar nicht nach Kinderglück:

Baby-Albtraum - Fürstin Charlène - Jetzt packt ihr Bruder aus!

Erschwerend kommt hinzu: Auch rund drei Jahre nach der Hochzeit mit Albert (56) ist kein Nachwuchs in Sicht. So weit, so bekannt.

Und die “Prima Woche” ruft am gleichen Tag sogar eine “Eiszeit in Monaco” aus:

Charlène - Ehe-Drama - Fürst Albert macht ihr das Leben zur Hölle!

Einen Tag früher als “Woche heute”, “Schöne Woche” und “Prima Woche” erschien die Juli-Ausgabe der “Revue der Woche”. Da war die offizielle Bekanntmachung des monegassischen Palastes also immerhin schon vier Tage online. Und trotzdem hat die “Revue der Woche” erhebliche Zweifel, ob das irgendwann überhaupt noch was wird mit Charlène und dem Nachwuchs:

Albert von Monaco - Macht er SIE zur neuen Fürstin? Eifersuchtsdrama um Charlène

Ob Fürstin Charlène (36) jemals einen Thronfolger zur Welt bringt, ist fraglich.

Diese ganzen Blätter mit ihren Lügen und falschen Spekulationen über Fürstin Charlène könnten jetzt argumentieren, der Redaktionsschluss war schon längst erreicht und die Hefte bereits im Druck, als der Palast in Monaco die Nachwuchsbotschaft online stellte.

Mag sein. Doch ein früher Andruck rechtfertigt es erstens nicht, falsche Behauptungen in die Welt zu setzen; und zweitens zeigen ihre Regenbogenkollegen der “Neue Post”, dass es durchaus möglich war, rechtzeitig auf die Schwangerschaft Charlènes zu reagieren. Am 4. Juni — also am selben Tag wie “Woche heute”, “Schöne Woche” und “Prima Woche” sowie einen Tag nach “Revue der Woche” — brachten sie diese Geschichte:

Das Baby-Wunder! Fürstin Charlene - Endlich schwanger!

Das grenzt tatsächlich an ein “Wunder”.


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Schlagzeilenbasteln (80)
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Schlagzeilenbasteln (80)

Welche Schlagzeile könnte man aus folgender Geschichte stricken?

In der WDR-Sendung “Zimmer frei!” erzählte neulich Lanny Isis, der neue Ehemann von Stefanie Hertel, über das erste Aufeinandertreffen der beiden: “Ich wurde als Gitarrist engagiert, um mit ihr in der Fußgängerzone in Köln aufzutreten.” Und: “Es wurde gedreht, aber nie ausgestrahlt, komischerweise.”

Stefanie Hertel - Ihr Lanny hat sich verplappert ... Es existiert ein geheimes Video


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Schlagzeilenbasteln (78)
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Schlagzeilenbasteln (78)

Welche Schlagzeile könnte man sich zu folgender Nachricht ausdenken?

Die gemeinsame Tochter von Michelle Hunziker und Eros Ramazzotti hat dieses Foto bei Facebook gepostet:

Der Screenshot zeigt ein Foto, dass die Tochter von Michelle Hunziker bei Facebook hochgeladen hat. Auf diesem Foto sitzt sie auf einer Felsenklippe und schaut aufs Meer.

Wie konnte es so weit kommen? Michelle Hunziker - Ihre Tochter am Abgrund!

(“Schöne Woche”)


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Nullkommanull Prozent
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Nullkommanull Prozent

Da waren die Mitarbeiter der “Schöne Woche” aber ganz schön in Aufruhr, als sie neulich ein paar “Schockierende Fotos” von Schlagersängerin Stefanie Hertel in die Finger bekamen:

Schockierende Fotos - Stefanie Hertel - Was ist nur mit ihr passiert?

Die Hertel! Mit Flasche! Alleine!

Nun ja …

In eigener Sache - Stefanie Hertel: Korrektur - In der Ausgabe 16/2014 veröffentliche Schöne Woche auf Seite 9 vier Fotos von Stefanie Hertel, die für Aufsehen sorgten. Die Bilder zeigten, wie die Sängerin ein Bier trinkt und ganz allein vor einem Irish-Pub sitzt. Stefanie Hertel hat tatsächlich "alkoholfreies" Bier getrunken und saß mit Freunden draußen zusammen an einem Tisch. An diesem Abend genoss sie das Konzert ihres frischgebackenen Ehemannes Lanny.


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Schlagzeilenbasteln (73)
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Schlagzeilenbasteln (73)

Welche Schlagzeile könnte man aus folgender Nachricht basteln?

Schauspieler Henning Baum hatte in der Serie “Der letzte Bulle” neulich eine erotische Szene mit einer “attraktiven Motorradfahrerin”: “Körper presste sich an Körper, Mund an Mund — und IHR Fuß suchte nach SEINEN Kronjuwelen.” Im echten Leben hat Henning Baum eine Frau. Er sagt: “Meine Frau kann sich immer darauf verlassen, dass ich ihr eine Gute-Nacht-Geschichte erzähle.”

Henning Baum - Sex-Alarm mit einer anderen... ...und seiner Frau erzählt er Gute-Nacht-Geschichten

(“Schöne Woche”)


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“Schlimmer Verdacht”
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“Schlimmer Verdacht”

Oft wird behauptet, die Geschichten der Regenbogenpresse seien im Grunde nichts anderes als ein Gespräch beim Bäcker. Klatsch, Gerüchte, seichte Unterhaltung, wenn auch nicht immer tausendprozentig wahr. Aber im Großen und Ganzen eigentlich ganz harmlos.

Meist sind es die Mitarbeiter der Regenbogenpresse selbst, die das behaupten, und es ist zu befürchten, dass sie es auch so meinen.

Also gut, dann vergleichen wir mal. Ein solches Gespräch beim Bäcker läuft in etwa so:

“Erika! Haste schon gehört? Hardy Krüger junior und seine Frau sind seit einem Jahr nicht mehr öffentlich zusammen aufgetreten.”

“Nee, echt?”

“Ja. Bei denen soll’s sowieso schon länger kriseln. Hat die Inge gesagt, die kennt nämlich einen, der mal bei denen das Dach repariert hat.”

In der Regenbogenpresse läuft es in der Tat zunächst ganz ähnlich: Die “Schöne Woche” stellt fest, dass es ein Jahr her sei, dass sich das Paar öffentlich gezeigt habe und dass es bei den beiden sowieso kriseln soll (hat ein “Bekannter” gesagt).

Selbst Krügers Aussage “Wir leben nicht getrennt” bringt das Blatt nicht vom Kurs ab: Viele Paare blieben “nach einem Beziehungs-Aus noch zusammen unter einem Dach – der Kinder wegen.”

Auf die Gerüchte folgt dann aber das, was die Regenbogenpresse so besonders macht: die Spekulation. Die “Schöne Woche” hat sich daran erinnert, dass vor drei Jahren das Kind der beiden gestorben ist – und setzt nun einen “schlimmen Verdacht” in die Welt:Dunkle Wolken - Hardy Krüger Jr. & Katrin - Starb mit ihrem Söhnchen auch ihre Liebe?

Wann haben Sie so etwas das letzte Mal beim Bäcker gehört?

Und selbst wenn: Das Gequassel beim Brötchenkauf kriegen höchstens die Leute in der Schlange mit. Der Rotz der Regenbogenpresse wird dagegen millionenfach unters Volk gebracht – und liefert für viele Bäckerei-Gespräche überhaupt erst den nötigen Stoff.


Dieser Text ist gestern auch im “Tagesspiegel” erschienen. Jeden zweiten Montag schreiben wir dort eine Kolumne über die Regenbogenpresse.


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Schlagzeilenbasteln (63)
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Schlagzeilenbasteln (63)

Welche Schlagzeile könnte man aus folgender Nachricht basteln?

Lilly Becker und Carmen Geiss nehmen beide an der “RTL”-Serie “Let’s Dance” teil und verstehen sich richtig gut. Sie sagen: “‘Wir haben uns gesucht und gefunden!’”

Carmen Geiss & Lilly Becker - Gefährliche Freundschaft! Hier wurde "die beste Freundin" zur Männer-Diebin

“Also Ende gut, alles gut? Nein! Ahnt Carmen denn nicht, wie gefährlich ihr diese Freundschaft werden könnte? Das Problem: Offenbar ist Robääärt von der attraktiven Lilly sehr angetan!” Besonders pikant: “Früher war Carmen auch mal dunkelhaarig — wie Lilly!” Und: “Schließlich wäre es nicht das erste Mal, dass die ‘beste Freundin’ zur Männer-Diebin wird [...]. Pass auf, Carmen! Jeder weiß: Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist besser…”


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Schlagzeilenbasteln (46)

Schlagzeilenbasteln (46)

Welche irre Schlagzeile hat sich die “Schöne Woche” aus folgender Nachricht gebastelt?

Fußballtrainer Jürgen Klopp hat sich bei Spielen seines BVB an der Seitenlinie manchmal nicht so richtig im Griff und schreit gerne mal die Schiedsrichter an.

Schlimme Brüll-Attacken - Jürgen Klopp - Schickt seine Frau ihn zum Psychologen?

“Schließlich ist es ja auch für Ulla beschämend, wenn ihr Mann andere beschimpft und mit seinen 1,93 Metern einschüchtert!”

Übrigens: Vor einiger Zeit gab’s zum gleichen Thema schon einmal eine Schlagzeile aus dem Bauer-Verlag — mit etwas anderer Stoßrichtung.


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Schlagzeilenbasteln (44)

Schlagzeilenbasteln (44)

Die “Schöne Woche” hat nachgeforscht. Denn: “Die Jungs von Santiano sind mittlerweile Superstars!” Höchste Zeit also, “die fünf Geheimnisse der Kult-Seebären zu enthüllen”:

Santiano - Enthüllt! Die fünf Geheimnisse der Kult-Seebären

Na, kommen Sie auf eines der, ähm, “Geheimnisse”?

Sänger Axel Stosberg ist der “Frauenschwarm der Truppe”.

“Haudegen Björn Both ist sehr sympathisch”.

Die Freundin von Peter Sage kommt gut damit klar, dass er mit Bands auf Tournee ist.

Andreas Fahnert hatte sieben Hörstürze.

Timm Hinrichsen singt sich vor jedem Auftritt ein.


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Schlagzeilenbasteln (36)

Schlagzeilenbasteln (36)

Heute nochmal andersrum! Also: Welche Nachricht könnte hinter dieser Schlagzeile stecken?

Fürstin Charlène - Lebensgefahr! Im Traum-Urlaub war sie dem Tod ganz nah

Eigentlich wollte Charlène von Monaco ein paar schöne Tage auf der Karibikinsel St. Barth verbringen. Doch: “Die Fürstin befand sich Lebensgefahr! Ein lautloser Killer bedrohte ihr Glück …”

Genauer: ein surrender Killer — die Ägyptische Tigermücke! Die überträgt nämlich das Dengue-Fieber. Und Charlène hatte doch tatsächlich “die Ärmel ihrer Bluse hochgekrempelt” und sie “trug Shorts”. Anders gesagt: “Die Fürstin bot den Mücken also mit viel nackter Haut eine Menge Angriffsfläche. Ganz schön leichtsinnig!”


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Schlagzeilenbasteln (32)

Schlagzeilenbasteln (32)

Wie könnte man aus folgenden drei Nachrichten drei verkaufssteigernde Schlagzeilen erfinden?

Veronica Ferres spielt in einem Musikvideo mit.

Skandal-Video! Veronica Ferres - Es geht um Waffen, Lack und Leder

(“Schöne Woche”)


Bei offiziellen Anlässen sieht man in letzter Zeit immer häufiger die deutsche Prinzessin Corinna zu Sayn-Wittgenstein an der Seite von Fürstin Charlène.

Charlène - Gehirnwäsche - Der Palast hat ihr eine umstrittene Beraterin zur Seite gestellt

(“Freizeit live”)

Denn: “Enge Vertraute befürchten nun, dass die neue ‘Einflüsterin’ Charlène einer ‘Gehrinwäsche’ unterziehen und ‘böse Intrigen’ spinnen könnte.”


Neulich “vor dem New Yorker In-Lokal ‘Amaranth’”: Der frischgebackene Vater Chris O’Neill begrüßt seine Schwiegermutter, Königin Silvia von Schweden, mit einem Küsschen auf die Wange.

Königin Silvia - Zärtliche Küsse auf offener Straße - So nah ist sie ihrem reichen Schwiegersohn

(“Die neue Frau”)


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Schlagzeilenbasteln (28)

Schlagzeilenbasteln (28)

Welche Schlagzeilen könnte man über folgende Nachrichten setzen?

Wolfgang Petrys Sohn Achim sagte neulich, dass die Menschen im Alter immer kauziger und verschrobener werden, so auch sein Vater. Beispiele: “Er isst nur noch Salat oder Fisch”. Und er treibe eine Menge Sport.

Dunkles Geheimnis - Wolfgang Petry - Ausgerechnet sein Sohn hat's verraten

(“Schöne Woche”)


Zum achten Geburtstag von Mette-Marits Sohn Sverre Magnus veröffentlichte das norwegische Königshaus ein Foto des jungen Prinzen. Der “Freizeit Vergnügen” ist dabei ein Detail besonders ins Auge gesprungen:

Ein Dermatologe sagt dazu: “‘Es handelt sich höchstwahrscheinlich um einen Café-au-lait-Fleck.’” Und er gibt Entwarnung: “Café-au-lait-Flecken sind in der Regel harmlos. ‘Es besteht keine erhöhte Hautkrebsgefahr.’”

Mette-Marit - Ist es Krebs? Erschreckende Fotos von ihrem kleinen Sohn


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Schlagzeilenbasteln (26)

Schlagzeilenbasteln (26)

Wie könnte man folgende Nachricht zu irren Überschriften aufplustern?

Der “ZDF”-Bergdoktor Hans Sigl hat vor Kurzem das hier auf seiner Facebook-Seite gepostet.

Hans Sigl - Erschütternde Beichte! Nur seine Frau kann ihm jetzt noch helfen

Hans Sigl - Dunkles Geheimnis - Plötzlich bricht seine heile Welt zusammen

(“Viel Spaß”)


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Genau wie bei Prinz Friso (3)

Genau wie bei Prinz Friso (3)

Wir hatten ja schon befürchtet, dass sich die Regenbogenhefte auf den Unfall von Michael Schumacher stürzen würden wie eine Horde ausgehungerter Hyänen. Und dass sie auch dann, wenn die seriösen Medien längst von Schumacher abgelassen hätten, immer noch unbeirrt weiterhacken würden, Woche für Woche mit neuen Spekulationen und irreführenden Schlagzeilen. Eben genau wie bei Prinz Friso.

Inzwischen zeigt sich, dass wir recht hatten. Leider.

Während selbst die Boulevardmedien Michael Schumacher und dessen Familie allmählich in Ruhe lassen wenigstens eine Zeitlang in Ruhe gelassen haben, ging und geht der Wahnsinn in der Regenbogenpresse einfach nahtlos weiter. Jedes Gerücht wird gleich zu einer Titelstory aufgeblasen, jedes angebliche Blinzeln direkt zum “Wunder” erklärt.

Im Ernst: Als die französische Zeitung “L’Équipe” neulich unter Berufung auf “sehr sichere Quellen” berichtete, Michael Schumacher befinde sich in der Aufwachphase und habe geblinzelt, titelte die “Frau aktuell”:

Endlich gibt es neue Hoffnung - Michael Schumacher - Am Krankenbett geschah ein Wunder!Hunderttausendfach liegt diese Titelseite momentan in deutschen Kiosken aus. Bei wie viele Menschen sie wohl schon den Eindruck erweckt hat, dass Schumacher plötzlich genesen sei?

Immerhin erfahren die, die das Heft kaufen und den Artikel lesen, was wirklich hinter dem “Wunder” steckt. Zumindest wenn sie sich durch den triefenden Schwulst aus Phrasen und Fiktion gekämpft haben, mit dem der anonyme Autor die Tatsachen ummantelt hat.

Schon ein kleines Augenzwinkern ist ein Erfolg. Ein Meilenstein. Ein strahlender Hoffnungsschimmer, in dem nicht enden wollenden Albtraum, der mit dem dramatischen Skiunfall von Michael Schumacher (45) am 29. Dezember letzten Jahres begann. Jetzt berichten französische Medien von einem Wunder, das an seinem Krankenbett geschah. Können Corinna (44) und die Kinder nun endlich aufatmen?

Gebannt wacht die Familie dieser Tage am Krankenbett des siebenfachen Formel-1-Weltmeisters auf der Intensivstation. In der Hoffnung, auf ein weiteres kleines Blinzeln, Zucken oder Zwinkern. Ein minimaler Reflex, der ihnen versichert, dass ihr geliebter Mann und Papa in sein altes Leben zurückkehrt. Längst haben sich alle Beteiligten an den Anblick des hilflosen Sportlers gewöhnt. An all die Schläuche und die Pumpgeräusche der Beatmungsmaschine, die Schumi am Leben hält. Nun, wo die Aufwachphase begonnen hat, beobachten sie den Patienten mit großer Sorgfalt. Zwar warnt Michael Schumachers Sprecherin Sabine Kehm (47) vor verfrühter Euphorie und spricht von einem “Aufwachprozess, der sehr lange dauern kann.” Trotzdem werten Hirn-Trauma-Experten bereits kleinste Reflexe als positiv. Sie seien ein klares Indiz dafür, dass

und so weiter. Irgendwann kommt dann doch noch das Blinzel-Gerücht aus der “L’Équipe”, und der Text endet so schwülstig, wie er begonnen hat:

Vielleicht hat Schumi damit schon einen ersten Etappensieg errungen. Auf seinem bislang schwersten Grand Prix…

Auch die “Neue Welt” (die in solchen Fällen bekanntlich über besonders exklusive Informationen verfügt) tut so, als wisse sie genau, was sich an Schumachers Krankenbett (und in Corinnas Kopf) abgespielt hat:Überraschende Fortschritte - MICHAEL SCHUMACHER - Freudentränen am Krankenbett - Was die Ärzte sagen

Es gibt Momente im Leben, die kostbarer sind als alles andere auf dieser Welt. Corinna Schumacher (44) weiß am besten, was es bedeutet, dass der Glaube und die Hoffnung letztlich doch Berge versetzen können. Ihre Gebete, die sie immer wieder am Krankenbett ihres geliebten Mannes gesprochen hat, sind nun endlich erhört worden! […] “Schumis” Managerin Sabine Kehm [teilte] offiziell mit: “Michaels Narkosemittel werden seit Kurzem reduziert, um ihn in einen Aufwachprozess zu überführen, der sehr lange dauern kann”.

Dann natürlich die Blinzel-Geschichte …

Die renommierte französische Zeitung “L’Équipe” berichtete hingegen, dass Michael sogar schon geblinzelt habe.

… und ein pathetischer Abgang:

Corinna hat allerdings vollstes Vertrauen in die Ärzte gesetzt, die ihren Michael nun schon seit Wochen behandeln. Ihnen verdankt man die ersten Freudentränen am Krankenbett ihres Mannes. Und Corinna ist sicher, dass ihr Mann den Weg zurück ins Leben findet.

Vergleichsweise zurückhaltend hat das “Echo der Frau” auf die Blinzel-Nachricht reagiert:MICHAEL SCHUMACHER - Nach all dem Hoffen & Bangen - Was wird nun?

Das Blatt ist im Gegensatz zu den meisten anderen Regenbogenheften sogar so fair, die Stellungnahme von Schumachers Managerin — die herausgegeben wurde, nachdem die “L’Équipe” über das Einleiten der Aufwachphase berichtet hatte — noch ein Stückchen weiter zu zitieren:

“Michaels Narkosemittel werden seit Kurzem reduziert, um ihn in einen Aufwachprozess zu überführen, der sehr lange dauern kann”, teilte Sabine Kehm (46), die Managerin von Michael Schumacher, mit. “Es war ursprünglich die klare Absprache zwischen allen Beteiligten, diese Information zum Schutz der Familie erst zu kommunizieren, wenn sich dieser Prozess konsolidiert hat. Über Zwischenschritte werden wir keine Auskunft geben.” Eine Entscheidung, die die Fans des siebenfachen Formel-1-Weltmeisters natürlich verstehen.

Und viele Journalisten natürlich nicht.

Wie die von der “Freizeit Spass”, die darüber jammern, dass die Managerin nicht “mehr” “verraten” wollte, und sich mit Hilfe eines “Experten” kurzerhand selbst um die “Prognose” kümmern:Michael Schumacher - Überraschende Prognose - Wie seine Zukunfts-Chancen jetzt wirklich stehen

Kurz zusammengefasst: Es gibt “Gefahr”, aber auch “Lichtblicke”. Überraschend.

Sabine Kehm hat in ihrer Stellungnahme übrigens noch einen Satz geschrieben, den wir bisher in keinem Regenbogenheft gefunden haben. Sie schrieb:

Die Familie von Michael Schumacher bittet erneut um Respekt für ihre Privatsphäre, das Arztgeheimnis und darum, die behandelnden Ärzte nicht in ihrer eigentlichen Arbeit zu stören.

Vermutlich werden wir diesen Satz in der Regenbogenpresse auch nie finden. Schon allein deswegen, weil er sich so schlecht mit solchen Fotos verträgt:Michael Schumacher: Nach dem schweren Ski-Unfall - Jetzt muss seine Corinna stark sein wie nie zuvorWir haben das Bild — hier zu sehen in der “Freizeit spezial” — unkenntlich gemacht; es zeigt Corinna Schumacher bei der Ankunft am Krankenhaus, aufgenommen während ihres täglichen Spießrutenlaufs durch die Journalistenmeute.

Die “Revue Exklusiv” hat eines dieser Fotos sogar auf der Titelseite abgedruckt, kombiniert mit einem der Lieblingsbegriffe in diesen Wochen: “Schicksal”.CORINNA SCHUMACHER - Wie erträgt sie dieses Schicksal? - Die Tragödie - So leiden die Kinder

Corinna in Tränen - MICHAEL SCHUMACHER - Er forderte das Schcksal zu oft heraus

(“Revue der Woche”)
MICHAEL SCHUMACHER - Jetzt entscheidet sich sein Schicksal(“Schöne Woche”)

Währenddessen hat das “Echo der Frau” in der aktuellen Ausgabe schon ein ganz “Neues Drama” um Michael Schumacher gebastelt:MICHAEL SCHUMACHER - Neues Drama! - Seine Familie leidet

Der Ort, in dem Schumacher aufgewachsen ist, soll nämlich dem Braunkohle-Abbau weichen und umgesiedelt werden. Das ist schon seit sieben Jahren bekannt, der “Echo der Frau” jetzt aber trotzdem eine Titelschlagzeile wert.

Die Leute von der “Mehr Spass” begeben sich eher auf die Meta-Ebene und erklären:Michael Schumacher - So gefährlich ist Skifahren

Nämlich so gefährlich, dass pro Saison “viele tausend Menschen verunglücken”, darunter sogar Promis. Als Beleg hat die “Mehr Spass” drei davon aufgelistet.

Aber nochmal zurück zur Blinzel-Geschichte. “Das goldene Blatt” weckt ob der eingeleiteten Aufwachphase nämlich ebenfalls neue HOFFNUNG:Michael Schumacher & seine Corinna - Neue HOFFNUNG! - Wird jetzt alles gut?

Und “Die neue Frau” fragt:

Nach dem Drama - MICHAEL SCHUMACHER - Holt die Familie ihn bald heim?(Im Übrigen eine Frage, die die Regenbogenpresse auch im Fall von Prinz Friso unzählige Male gestellt, aber nie selbst beantwortet hat.)

Im Innern jubelt das Blatt:schumi_die-neue-frau-2

Von einem “Wunder” spricht die “Woche der Frau” zwar nicht direkt, dafür macht sie aus dem Blinzeln einfach mal ein Lächeln:

Michael Schumacher - Das erste Lächeln in der Klinik - Kehrt jetzt für die Familie das Glück zurück?Im Text zeigt sich, was wirklich dahinter steckt: die Fantasie des Autors. Was sonst.

Jetzt endlich gibt es Hoffnung! Der ehemalige Formel-1-Weltmeister ist auf dem Weg zurück ins Leben. Die Angst ist damit noch lange nicht weg. Doch es gibt endlich Grund genug für ein erstes, zaghaftes Lächeln.

Die Redaktion der “Freizeitwoche” schließlich lässt keinerlei Zweifel mehr daran, dass sie den Eindruck erwecken möchte, Schumacher sei aus dem Koma erwacht:

WUNDER AM KRANKENBETT - Michael Schumacher - Corinnas Liebe holte ihn ins Leben zurückDer Artikel dazu liest sich wie der Trailer für ein Hollywood-Melodram:

Zärtlich schmiegt sich Corinna Schumacher (44) an die Brust ihres Mannes Michael (45). Er umarmt sie fest, beide halten ihre Augen geschlossen, um den Augenblick zu genießen, der nur ihnen gehört, Ein [sic] kurzer Moment der Liebe — und doch so normal im Leben der beiden.

Bis zum 29. Dezember letzten Jahres! [...] Viele gaben dem Ex-Formel-Eins-Fahrer nur eine gerine Überlebenschance. Viele, aber nicht Corinna. Seit diesem Schicksalsschlag wich sie ihrem Mann nicht von der Seite, hielt seine Hand, redete auf ihn ein, streichelte ihn liebevoll. Jede Minute, jeden Tag, Woche für Woche. Sie zweifelte keine Sekunde daran, dass ihr Ein und Alles wieder zurück ins Leben findet.

Es folgt das (halbe) Zitat der Managerin. Dann:

Tränen der Freude müssen Corinna nach über einem Monat Hoffen und Bangen über die Wange gelaufen sein. Ihre unendliche Liebe und Stärke in der schweren Zeit haben den zerbrechlichen Strohhalm der Hoffnung stark werden lassen! [...] Corinnas Liebe zu Michael hat das Unmögliche möglich gemacht. Und ihre Liebe wird es auch sein, die ihn eines Tages wieder die Augen öffnen lässt.

Und so spekuliert und fabuliert und täuscht die Regenbogenpresse auch eineinhalb Monate nach Schumachers Unfall immer noch munter vor sich hin — so, wie sie es im Fall von Prinz Friso geübt hat. Auch seinerzeit hatten die Regenbogenhefte immer wieder von einem “Wunder” gesprochen und suggeriet, Friso sei aus dem Koma erwacht, obwohl sie genau wussten, dass das nicht stimmte.

Oder aber sie arrangierten ihre Schlagzeilen und Cover so, dass der Eindruck entstand, Friso sei gestorben. Höchstwahrscheinlich werden die Regenbogenredaktionen so etwas auch im Fall Schumacher versuchen. Einen Anlass gibt es auch schon: Die “Bild”-Zeitung berichtete Anfang der Woche, dass bei Schumacher eine Lungenentzündung diagnostiziert worden sei.

Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis daraus die ersten Todesdramen gestrickt werden.


PS: Eine Geschichte dürfen wir nicht unerwähnt lassen. Die “Freizeit Revue” übt in ihrer aktuellen Ausgabe nämlich Kritik an der Berichterstattung über Schumacher. Echt jetzt! Sie empört sich über jene Menschen, “die offenbar keinen Anstand” besitzen und das Leid Schumachers für ihre “geschmacklosen Geschäfte” missbrauchen:

MICHAEL SCHUMACHER - Geschmachlose Geschäfte mit seinem unsagbaren Leid

“Unfassbar” findet die “Freizeit Revue”. “Abscheulich”. “Unwürdig”. “Skrupellos”.

Nanu? Kritik an der Regenbogenpresse — von der Regenbogenpresse?

Nein. Natürlich nicht. Die “Freizeit Revue” kritisiert nicht sich selbst oder ihre Regenbogenkollegen, sondern die “Titanic”:[Ein Foto zeigt das "Titanic"-Cover mit gepixeltem Logo, ein anderes Foto den "Titanic"-Chefredakteur] Skrupellos: Mit diesem geschmacklosen Cover will Tim Wolff (r.), Chef eines Satire-Magazins, viele Hefte verkaufen

Und Schumachers Notsituation für die Auflage zu missbrauchen, das geht nun wirklich zu weit.

Nicht wahr, “Freizeit Revue”?


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Von Bärchen und Blümchen

Von Bärchen und Blümchen

Wie kommen Reporter der Regenbogenpresse mit Promis ins Gespräch? Richtig, meistens gar nicht. Das würde ja die Fantasie fürs Geschichtenbasteln hemmen und, schlimmer noch, man müsste seinem potentiellen Opfer vorher unter die Augen treten.

Falls sich aber doch einmal ein Treffen anbahnt, werden natürlich keine Kosten und Mühen gescheut, um die Gunst des Gegenübers zu gewinnen. Irgendwie Aufmerksamkeit erhaschen. Nur wie?!

Ein raffiniert ausgeklügelter Trick der Klatschpresse ist es, den Gesprächspartner in spe vor Ort mit einem Geschenk zu bestechen zum Stehenbleiben zu zwingen zu ehren, wie anlässlich des Deutschlandbesuchs der schwedischen Kronprinzessin Victoria und ihres Ehemanns Daniel Ende Januar geschehen. Dabei zeigte der Einfallsreichtum der Reporter keine Grenzen.

“Neue Post” überreichte Prinz Daniel für seine Tochter Estelle: einen Teddy.

Blitzbesuch in Deutschland - Victoria & Daniel - Ein süßer Teddy für die kleine Estelle

Der Gesprächsertrag für diesen Einsatz:

“Der ist ja entzückend. Vielen Dank, da wird sich unser Töchterchen freuen. Estelle liebt Teddys, trägt sie immer mit sich rum. Sie ist so ein Schatz”, bedankte der Prinz sich auf Englisch und zeigte das Stofftier gleich Victoria.

“Das neue Blatt” legt noch eine Schippe drauf. Reporterin Nadine Brockmeyer und ihre Tochter Anouk überreichten Daniel nicht nur einen Teddy …

das_neue_blatt

… sondern legten für Victoria noch einen Blumenstrauß dazu!

das_neue_blatt2

Der Gesprächsertrag für diesen Einsatz:

“Die sind aber schön. Ich danke dir”, sagte Victoria und nahm die Blumen entgegen. Und dann gab sie uns die Hand! “Grüß bitte Estelle von mir”, bat meine Kleine noch. “Wir haben deinem Mann schon einen Teddy für sie gegeben.” “Das ist aber lieb, das werde ich”, versprach Victoria und lächelte zum Abschied.

Ein herausragendes Ergebnis!

Doch das ist nichts im Vergleich zu dem, was die “Schöne Woche” schon 2011 erreicht hat. Damals konnte die Vorreiterin in Sachen Geschenke die schwedischen Royals indirekt gleich zweimal beglücken:

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So funktioniert das also mit den Bienchen und den Blümchen.

Es gibt auch schon Trittbrettfahrer. “Die neue Frau”-Reporter Bartek Kolodziej hegt nämlich einen persönlichen Wunsch:

So verliebt, wie Victoria und Daniel sich auch bei ihrem Besuch hier zeigten, wünscht man sich, dass sich genau dieses Schicksal auf wundersame Weise wiederholt!

Dafür gibt er alles und geht auf Nummer sicher: Teddy und Blumenstrauß.

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Der Reporter will natürlich wissen, ob sich sein Einsatz lohnen wird. Ein zweites Kind für Victoria und Daniel wäre ja auch an der Zeit, könnte man meinen, immerhin ist Estelle schon fast zwei Jahre alt. Aber Victoria will nicht darüber reden.

Doch Daniel war da schon etwas gesprächiger. Süß, was er uns über das zweite Baby verriet. “Wer weiß …”, antwortete er mit vielsagendem Lächeln, “mit Estelle sind wir sehr glücklich.”

Daniel sagt also: nichts.

Entsprechend kommt Kolodziej zu dem Ergebnis:

Es ist also wohl nur eine Frage der Zeit, bis ihr kleiner Sonnenschein ein Geschwisterchen bekommt.

Folgerichtig kann es auf dem Titel dann nur lauten:

die-neue-frau

Der “Freizeit Woche” gab Prinz Daniel die gleiche Antwort. Das Blatt kommt inhaltlich zwar zu einem etwas anderen Ergebnis:

Also kein zweites Baby in diesem Jahr. Wie schade!

Doch das ist längst kein Grund, keine Riesennummer daraus zu machen:

freizeit-woche

Fassen wir also mal zusammen: Alle geben sich großzügig, bekommen nichts raus — und locken trotzdem mit sensationellen Erkenntnissen. Aber damit so eine maue Titelgeschichte nicht noch einmal vorkommt, haben die Rosenkavaliere vielleicht ja vorgesorgt.


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Schlagzeilenbasteln (10)

Schlagzeilenbasteln (10)

Ein großes Problem für Regenbogenredakteure: Es passiert nichts, der Chef fordert aber exklusive Schlagzeilen, die sich gut verkaufen lassen. Also: irgendwas ausdenken. Wie könnte man aus folgender Nachricht drei verschiedene Überschriften basteln?

Prinzessin Madeleine von Schweden wird ihr Kind vermutlich in ihrer Wahlheimat New York zur Welt bringen.

Auch das noch ... Prinzessin Madeleine - Endgültiger Brch mit der Familie!

(“Schöne Woche”)

Familien-Tragödie - Prinzessin Victoria fühlt sich im Stich gelassen

Prinzessin Madeleine - Baby-Shock - Für Königin Silvia wurde der schlimmste Albtraum wahr

(“Die neue Frau”)


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“Mehr Luft als Wahrheit”

“Mehr Luft als Wahrheit”

Das, was die “Neue Post” da wieder ausgegraben hat, dürfte eine ganz, ganz dicke Überraschung für Helene Fischer werden:

Florian Silbereisen - Jetzt erfüllt er Helenes Herzenswunsch

Florian Silbereisen kennt schließlich die Träume und Sehnsüchte seiner großen Liebe. Und wer, wie Fischer, “in Sibirien aufgewachsen” ist, der “kann bis heute die Weite und Melancholie dieser stillen Landschaft nicht vergessen.”

Na, was passt da besser als so ein richtig ordentlicher Rum-Ta-Tada-Armee-Chor?

In seine ARD-Show “Das Fest der Besten” [...] lädt der Entertainer den stimmgewaltigen Armee-Chor “Red Army Choir” aus Russland ein. Für diese legendäre Formation schwärmt Helene schon so lange!

Ganz genau. Und zwar so sehr, dass sie sich ihren “Herzenswunsch” erst im Dezember vergangenen Jahres selbst erfüllt hat.

Nun ja, die “Neue Post” ist sich trotzdem sicher: “Es wird wie eine Reise in Helenes Kindheit sein!”

Bei all der Reiserei lässt die “Neue Post” einen interessanten Aspekt aber unter den Tisch fallen: Was bei der Show-Aufzeichnung in den rund fünf Minuten vor dem Auftritt von Helene Fischer und dem Red Army Choir passiert ist.

Da spielte sich zwischen Silbereisen und Fischer nämlich folgender Dialog ab:

Helene: […] und es gibt natürlich noch einiges, was ansteht, aber wie immer ist es noch zu früh, um darüber zu sprechen – aber ich freu’ mich auf jeden Fall.

Florian: Das ist eigentlich ganz einfach: Du musst nur die bunten Blätter aufschlagen, da kann man nämlich schon alles im Vorfeld nachlesen.

Helene: (lacht) Stimmt auch wieder.

Florian: Die wissen wie immer natürlich schon viel, viel mehr als wir.

Helene: (lacht) Ja.

Florian: Also auch in den ersten Tagen des neuen Jahres wurde schon sehr viel über uns geschrieben, genauso wie natürlich 2013. Hast Du so ‘ne Lieblingsschlagzeile?

Helene: Also eigentlich wurde ja schon alles über uns berichtet — Baby, Hochzeit, und wir sind ständig getrennt. Ich kann mich überhaupt mit niemandem mehr zeigen, ohne dass ich am nächsten Tag dann gleich ein Verhältnis mit demjenigen habe — von daher (legt ihren Arm um Florian): Ich werde morgen eins mit dir haben, mein Schatz (lacht). Also es ist sehr witzig, ja.

Florian: Man muss ja sagen, wir haben schon einiges über uns lesen dürfen. Also ich hab’ schon die wildesten Affären gehabt – ich war mal, glaub ich, angeblich in eine Prinzessin verliebt, mal sogar in Mireille Mathieu. War auch nicht schlecht. (Zu Helene) Aber du hast 2013 richtig aufgeholt. Da hast du’s richtig krachen lassen.

Helene: Voll. Ich hatte mit allen was. Ganz schlimm. Ich war ‘ne ganz Wilde, ja. (lacht)

Florian: Du konntest wirklich mit keinem auf der Bühne stehen, ohne dass danach die Yellow Press berichtet hat: “Da könnte was sein”, oder?

Helene: Ja, und wir waren ja auch so oft getrennt, und immer ist irgendwas ganz Schockierendes auf der Schlagzeile – und im Endeffekt löst es sich dann in Luft auf. (Wendet sich ans Publikum) Also ich kann’s nur immer wieder betonen: Bitte, liebe Zuschauer zu Hause, aber auch hier im Saal — es ist doch mehr Luft als Wahrheit in diesen Yellow-Zeitschriften.

Florian: Ich weiß gar nicht, wie oft im letzten Jahr spekuliert wurde, dass wir getrennt sind. Und eine Woche danach in der gleichen Zeitung waren wir dann aber wieder kurz vor der Traumhochzeit. [...] Aber es ist immer wieder sehr spannend. Und am meisten bin ich immer schockiert, wenn ich was über ein Baby lese – und überhaupt nichts davon weiß.

Helene: (schaut auf ihren Bauch) Ich auch nicht. Und ich dachte immer: Verdammt, jetzt hat sie wieder zu viel gegessen. Naja. Wir können uns manchmal nicht retten.

Florian: Ne, manchmal kann man sich da nicht retten. Also ich bin mal sehr gespannt, was den Yellow-Redakteuren 2014 …

Helene: … ich glaub, denen wird einiges einfallen (lacht).

Florian: Ich befürchte es.

Und was denen schon wieder alles eingefallen ist! Die “Neue Woche” schreibt zum Beispiel:

Helene Fischer & Florian Silbereisen - Was ist passiert? Jetzt lüften sie das große Geheimnis

Helene Fischer (29) und Florian Silbereisen (32) machen Schluss.

Rumms!

Mit den Heimlichkeiten! Ja, sie lieben sich sehr. Und alle sollen es endlich sehen. Bei der Aufzeichnung zu Florians Sendung “Das große Fest der Besten” [...] trat das Paar gemeinsam auf die Bühne.

Die “Neue Woche” ist tatsächlich frech genug, Fischers und Silbereisens Kritik an der Regenbogenpresse so umzumünzen:

Trennungs-Gerüchte, anderweitige Affären oder ein Liebes-Aus — was zuletzt öfter Tuschel-Thema hinter den Kulissen war, wurde weggeturtelt: Mit Händchenhalten, Küsschen und erstmals auch mit deutlichen Worten!

Und jetzt denken sich diejenigen, an die diese deutlichen Worte gerichtet waren, gleich mal das nächste (uralte) “Tuschel-Thema” aus:

[E]s scheint, dass Helene und Flori endlich als Mann und Frau wahrgenommen werden wollen.

Und es scheint ein vergebenes Hoffen zu sein, dass die Regenbogenredaktionen irgendwann mal diesen Murks stoppen. Allein in den ersten drei Januar-Wochen sind folgende (und wahrscheinlich noch viele weitere) Artikel über Fischer und/oder Silbereisen erschienen:


Helene Fischer - Hautnah - Die ganze Wahrheit über die Sängerin

Diese sieben Wahrheiten hat die “Freizeit heute” zusammenbekommen:
1) “Für ihre Fans gibt sie immer alles.”
2) “Helene Fischer gehört zu den beliebtesten Promis in Deutschland.”
3) “Die Sängerin gilt als Perfektionistin.”
4) “Während es auf der Bühne allzu gern glitzern und funkeln darf, mag es Helene privat lieber bodenständig in Jeans.”
5) Sie ist kein Freund von Interviews.
6) Wäre sie nicht Sängerin geworden, würde sie jetzt irgendwas mit Sport machen.
7) “Die Sängerin weiß ihren Erfolg zu schätzen.”

Donnerwetter!


Streit, Demütigungen, Eifersucht! Helene Fischer & Florian Silbereisen - Das bittere Ende ihrer Liebe?

Florian Silbereisen war nicht dabei, als Helene Fischer vor zwei Monaten bei der Bambi-Verleihung einen Preis bekommen hat. Und Fischer wiederum hat Silbereisen nicht in ihrer Dankesrede erwähnt. Endzeitstimmung für die “Freizeit Momente”.


Helene Fischer & Florian Silbereisen - "Die 5 Geheimnisse unserer Liebe!"

Die “5 goldenen Liebesregeln”, die sich die “Freizeit Idee” aus Zitaten des Paares zusammengereimt hat:
1) “Gemeinsame Hobbys und Ansichten”
2) “Zu Hause kein Wort über den Job”
3) “Nie im Streit schlafen gehen”
4) “Den anderen öfter mal überraschen”
5) “Auszeiten vom Alltag nehmen”


Helene & Florian - Was ist da los? Er hat sich so verändert

Florian Silbereisen trägt jetzt eine “dunkle Kurzhaarfrisur, Drei-Tage-Bart, modisch-lässiges Shirt und Sakko.” Gut beobachtet von der “Freizeit exklusiv”. Und wie kam’s dazu? Silbereisen hatte Lust drauf.


Helene Fischer - Gemeine L+gen - Wer tut ihr so weh? Halt doch bitte zu ihr, Flori!

Der Autor dieses “taz”-Artikels.


Böse beschimpft! Helene Fischer - Womit hat sie diese Häme verdient?

Sie können sich denken, um welche “Häme” es geht …


Carmen Nebel - Neuanfang mit 57 - Welche Rolle Helene Fischer dabei spielt

Pssst, streng geheim: “Die neue Frau” weiß, dass Helene Fischer vielleicht womöglich Carmen Nebels Nachfolgerin beim ZDF werden soll. Und dann kann Nebel sich endlich ihrem Privatleben widmen.


Florian Silbereisen & Helene Fischer - Liebes-Drama - Wie lange können sie ihr Glück noch festhalten?

“Helene und Flori führen ein Leben für den Erfolg — und scheinen sich selbst dabei zu vergessen.” Sie wirkten “wie zwei Ertrinkende, die Angst davor haben, unterzugehen. Die vielleicht nicht mehr wissen, wie lange sie ihr Glück noch festhalten können.” Die Schuldigen für die “Viel Spaß”: “Ihr enormes Arbeitspensum und ihr unfassbarer Erfolg.”


Helene Fischer - Verstörende Aussagen - Platzt der Traum vom Ehe-Glück mit Flori?

Florian Silbereisen sagte neulich im Interview, dass er sich noch etwas jung fürs Heiraten fühle. “Schade, die beiden sind seit fünf Jahren ein Paar! Im Durchschnitt heiraten Paare schon nach 4,2 Jahren Beziehung …” Und dann flirtet Helene Fischer bei ihrer Show auch noch mit Peter Kraus (74) und Howard Carpendale (67). “[F]lirtet die Star-Sängering ganz bewusst mit anderen Männern, weil sie sich Floris ablehnende Haltung zum Thema Heirat nicht mehr länger gefallen lassen möchte?” Ach ja — “Verstörende Aussagen”. Finden wir auch.


Helene Fischer & Florian Silbereisen - Hochzeit in der Karibik? Die Eltern von beiden waren auf der Traumreise dabei

Sattgrüne Palmen, azurblaues Meer, warme 30 Grad. In dieser zauberhaften Atmosphäre genoss das Traumpaar die Feiertage auf einem Kreuzfahrtschiff. Mitreisende sind sich sicher, dass die Verliebten sich das berühmte Jawort gaben. [...] “Warum”, meinte einer der Passagiere, “nehmen sie denn sonst ihre ganze Verwandschaft mit?”


So haben wir sie noch nie gesehen - Helene Fischer - Im Liebes-Urlaub mit Flori - Endlich haben sie wieder Zeit für ganz viel Gefühl

Vom Kreuzfahrtschiff ging’s dann direkt in den nächsten “Liebes-Urlaub”, diesmal nach Tirol. Die “Woche der Frau” hofft, “dass nach dem Liebesurlaub zu zweit, das große Glück zu dritt nicht mehr weit ist”.


Helene Fischer und Florian Silbereisen - Hochzeit noch in diesem Jahr?

Eine Antwort auf diese Frage gibt es freilich nicht.


Das wäre wunderbar - Helene & Flori - Baby-Überraschung - Jetzt ist ihr Glück perfekt

Die kleine Überschrift sagt schon alles. Kitsch-Klatsch im Konjunktiv.


Florian Silbereisen - Na endlich! - "Ja, ich will heiraten und Kinder haben"

Die Geschichte kennen wir ja schon.


Til Schweiger & Helene Fischer - Sind sie ein Liebespaar? - Die Gerüchteküche brodelt - Streifzug durch die Berliner Nacht - Was die Stars selbst sagen

“Tatort”-”Schauspieler” Til Schweiger hat beim ZDF-Jahresrückblick gesagt: “Wir hatten ja mit dem ‘Tatort’ die besten Quoten seit 20 Jahren und dann kamen Jan Josef und Axel Prahl und haben nochmal 300.000 Zuschauer mehr gemacht. [Anm.: In der Folge hatte Roland Kaiser eine Gastrolle] Dann habe ich immer gesagt, das ist nur wegen Roland Kaiser. Beim nächsten holen wir Helene Fischer dazu.” Zack – Liebespaar.


Eifersuchts-Drama! - Florian & Helene - Welche Rolle spielt der andere Mann?

Jetzt raten sie mal, wer dieser “andere Mann” ist.


Helene Fischer - Fällt sie auf den Falschen rein?

Noch mal Schweiger.


Helene Fischer & ihr Flori - Eifersuchts-Drama? - Hält ihre Liebe den Versuchungen stand?

Und noch mal.


Traurige Prophezeiung: Helene & Florian - Trennung - Es gibt einen anderen Mann

Auch “Das neue Blatt” hat von dem Schweiger-Zitat gehört, wollte aber auf Nummer sicher gehen und hat deshalb noch eine “Expertin” zu Rate gezogen.

Wir baten Astrologin Claudia Graf-Khounani, ein Horoskop für Helene, Florian und Til zu erstellen.
Wie stehen die Sterne für die Beziehung von Helene (Sternzeichen Löwe, geb. am 5.8.1984) und Florian (auch Löwe, geb. am 4.8.1981)?
Die Stellung des Mars in ihren Horoskopen (er Mars im Krebs, sie Mars im Skorpion) spricht für eine anfänglich knisternde Beziehung, doch auf Dauer dürfte sein sanfter Krebs-Mars das Feuer des leidenschaftlichen Skorpion-Mars nicht schüren können. Hinzu kommt seit Herbst 2012 ein sehr bedrückender Skorpion-Einfluss auf ihre Löwe-Sonne. Da hinterfragt man die Beziehung, entdeckt Schwachstellen. Es gibt Versuchungen – und die können gefährlich werden.
Gibt es eine Trennung?
Je näher der Sommer kommt, desto kritischer wird es! [...]
Könnte Til Schweiger (Schütze, geb. am 19.12.1963) Helenes neue Liebe werden?
Die Anziehungskraft zwischen ihnen beruht nicht nur darauf, dass beide megaerfolgreich und damit auf Augenhöhe sind. Astrologisch betrachtet würden die zwei wie das berühmte “Töpfchen und Deckelchen” sein. Selten habe ich einen Partnervergleich gesehen, der so harmonisch und voller Wärme ist. Zugleich knistert es erotisch. Falls es bei Helene und Florian zu einer Trennung kommt, wäre Til die beste Wahl.

Ah ja.


Vielen Dank an Doris W. und Claudia K. für den Hinweis!


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Genau wie bei Prinz Friso (2)

Genau wie bei Prinz Friso (2)

Die Flut an Mist-Berichten der Regenbogenpresse über den Ski-Unfall von Michael Schumacher ist — wie erwartet — in die deutschen Zeitschriftenregale geschwappt.

Wir können nicht garantieren, dass wir alle Hefte mit entsprechender Berichterstattung gefunden haben. Aber allein die, die hier bei uns rumliegen, bilden schon ein Kaleidoskop des Schreckens und der Ekels. Eine Übersicht.

Vergleichsweise zurückhaltend berichten “Das goldene Blatt” …

Nach dem tragischen Ski-Unfall - Ex-Königin Beatrix - Schmerzliche Erinnerungen

… das “Echo der Frau” …

Michael Schumacher - Seine Familie unter Schock! Wie geht es jetzt weiter?

… und die “Neue Welt”:

Michael Schumacher - Koma-Tragödie - Wie kann Corinna das nur verkraften?

Vielleicht fehlte den Autoren der drei Blätter aber auch nur das nötige Quäntchen Fantasie, um eine Reportage vom Krankenbett zu schreiben. So wie “Das neue Blatt”:

Corinna Schumacher - Sie weint um ihren geliebten Michael

Das Zimmer im fünften Stock des Klinikums in Grenoble ist abgedunkelt. Es riecht nach Desinfektionsmitteln, das Piepsen der Überwachungsmonitore geht durch Mark und Bein. Der Anblick von Michael Schumacher (45), der da verkabelt und wie leblos im Krankenbett liegt, muss für seine Frau furchtbar sein.

Und auch “Die neue Frau” tut so, als sei sie ganz, ganz nah dran gewesen:

Die stillen Momente sind die schlimmsten. Dann, wenn sie nachts im Bett liegt, alleine, verzweifelt — und ihre Gedanken immer und immer wieder um ihren geliebten Mann Michael (45) kreisen. Warum er? Warum jetzt? Antworten darauf sucht Corinna Schumacher (44) vergeblich.

Außerdem hat sich die Redaktion noch einen “Geheim-Pakt” zwischen Michael Schumacher und seiner Frau Corinna ausgedacht:

Corinna Schumacher - Geheim-Pakt mit ihrem Schumi - Diese Botschaften geben ihr Kraft

Es ist ihr ganz persönlicher Geheim-Pakt. Zu wissen, dass der andere immer für einen da ist, dass Michael an ihrer Stelle das Gleiche für sie tun würde — das gibt ihr Trost, die schlimmste Zeit ihres Lebens zu überstehen.

Dazu die vielen kleinen Rituale, die das Böse aus ihrem Leben fernhalten sollte [sic!]. All diese kleinen Botschaften, die Schumi ihr mit auf den Weg gegeben hat, sind für Corinna nun der Rettungsanker, um nicht zu verzweifeln.

Doch damit nicht genug. “Die neue Frau” bringt in einer an Dämlichkeit kaum zu übertreffenden Bildunterschrift auch noch Schumachers Tochter ins Spiel:

Trost suchend! Michaels Tochter Gina-Maria wirkt völlig neben der Spur

Die “Schöne Woche” versucht hingegen, mit Schumachers Sohn Auflage zu machen:

Nach der Ski-Tragödie - Michael Schumacher - Wird sein Sohn das Trauma je verkraften?

Die Bilder werden sich in seine zarte Kinderseele eingebrannt haben.

Die Redaktion der “Freizeit Woche” macht sich derweil schonmal an die Aufklärung des Vorfalls. Wenn auch mit etwas merkwürdigen Thesen:

Unheimlich - Michael Schumacher - Ahnte er die Tragödie voraus?

Ein Satz des siebenfachen Formel-1-Weltmeisters gibt vielleicht die Antwort auf die ganze Tragödie: “Ich kann nicht Dinge nicht tun, weil dabei etwas passieren kann.” Dieses Zitat von Michael Schumacher (45) stammt aus einem am 17. Dezember mit [Kai] Ebel geführten Interview. Fast könnte man meinen, der Kerpener ahnte damals schon, dass sich in seinem Leben bald eine Tragödie ereignen würde: “Wenn etwas passiert, dann ist es vielleicht Schicksal. Das muss nicht im Rennsport sein.” Nein, es war bei einer an sich harmlosen Ski-Abfahrt …

Ins gleiche Horn bläst die “Woche heute”:

Michael Schumacher - Mysteriös! Ahnte er seinen furchtbaren Ski-Unfall voraus?

Ahnte der ehemalige Sportheld sein tragisches Schicksal voraus? Nur gut zwei Wochen vor dem furchtbaren Unfall machte er mysteriöse Andeutungen. “Wenn etwas passiert, dann ist es vielleicht Schicksal. Das muss nicht im Rennsport sein”, sagte Schumi in einem Interview, “ich kann nicht Dinge nicht tun, weil etwas dabei passieren kann. Wenn’s passieren soll, wird’s passieren — egal wo.”

Das Blatt legt aber noch ein Hirngespinst drauf:

Was für ein Tag! Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und Neuschnee — einfach perfekt zum Skifahren. So muss das Ex-Formel-1-Pilot Michael Schumacher (45) empfunden haben, als er am 29. Dezember mit seinem Sohn Mick (14) in Méribel mit dem Lift auf den Berg Saulire fuhr. Vater und Sohn carvten fröhlich auf den präparierten Pisten. Gegen 11 Uhr wurde aus dem Traum-Skitag schlagartig ein einziger Horror!

An einer ähnlich stumpfen Deutelei versucht sich die “Freizeit Revue”:

Michael Schumacher - Versöhnung am Krankenbett - Wie sein trauriges Schicksal die Familie wieder zusammenführt

Neben Ehefrau Corinna (44), Tochter Gina-Marie (16), Sohn Mick (14) und seinem Vater Rolf (67) war auch Bruder Ralf (38) sofort nach Grenoble geeilt, hatte an Michaels Krankenbett gewacht. Ein rührendes Signal der Versöhnung. Schließlich verband die Männer stets ein angespanntes Verhältnis. Seit über drei Jahren sollen sie kaum noch ein Wort miteinander gewechselt haben. [...] Und auch die so unterschiedlichen Ehefrauen entzweiten die beiden. So soll Michaels bodenständige Corinna die exzentrische Cora (37) regelrecht verachtet haben. Doch im Angesicht des Todes spielte die Vergangenheit keine Rolle mehr.

Immerhin: Die Redaktion schreibt transparent, dass sie nicht wissen könne, wie es aktuell um Michael Schumacher steht:

Bei Redaktionsschluss war unklar, ob er das Drama überlebt hat. Doch die Glücksbringer seiner geliebten Familie haben ihm sicher viel Mut gemacht.

Umso überraschender wirkt folgender Satz, der im selben Artikel steht und so klingt, als hätte die “Freizeit Revue” doch eine Ahnung, ob Schumacher “das Drama überlebt hat”:

Tagelang hatte Michael Schumacher (45) im fünften Stock im künstlichen Koma gelegen

Auch die “Neue Post” verweist auf den Redaktionsschluss, hat sich dann aber doch diese Überschrift für ihren Artikel im Heftinneren ausgedacht, die mit Abstand die widerlichste in dieser Sammlung sein dürfte:

Das Unfall-Drama um Michael Schumacer - Corinna Schumacher - Nur ihre Kinder geben ihr die Kraft zum Weiterleben

Dazu macht das Blatt noch ganz spezielle Beobachtungen zu Corinna Schumacher:

Und auch jetzt soll niemand die Tränen sehen, die sie um ihren Mann Michael weint. [...] Ein leichtes Make-up verdeckt deshalb die Spuren, die das Drama um Michael Schumacher (45) bei ihr hinterlassen.

Und rundet den Artikel mit Ekel-Prosa ab:

Dem Tag, an dem der Eishauch des Todes ihren Liebsten aus dem Leben zu reißen drohte.

Für Corinna Schumacher zählt jedoch nur eines: Leben soll er, ihr Michael. Leben! Nicht sie und die Kinder allein lassen.

Mick war dabei, als sein Vater verunglückt. Er war der letzte aus der Familie, der ihm in die Augen sah, bevor sie sich ohnmächtig schlossen …

Wohl um dieser schrecklich klebrigen Berichterstattung einen Anschein von Sachlichkeit zu geben, hat die “Freizeit Spass” einen Experten befragt. Der macht’s aber leider auch nicht, ach, lesen Sie selbst:

Das war die wohl schlimmste Phase für Corinna, wie Diplom-Psychologe Hannes Niggenaber erklärt: “Ein Schweben zwischen Hoffen und Bangen, ein für die Seele extrem belastender Zustand. Nach einer langen Ehe fühlt sich Frau Schumacher fast so, als wäre sie selbst vom Unfall betroffen. Am meisten werden ihr aber Selbstvorwürfe zu schaffen machen, dass es ihr nicht gelang, ihren Mann nach Ende seiner Karriere von gefährlichen sportlichen Herausforderungen abzuhalten.”

Auf Grundlage dieser, nun ja, Expertenmeinung schwingt sich die “Freizeit Spass” zum finalen Irsinns-Akkord auf:

Corinna hatte geglaubt, ihr eigener Sport — sie ist Europameisterin im Reining-Westernreiten — sei nun das Gefährlichste, was ihre Familie betreibt. Sieht man mal von Sohn Micks ersten, vielversprechenden Kart-Erfolgen ab. Doch 1 PS waren für einen Racer wie Michael zu wenig. Bis er mit dem Kopf gegen den Felsen in Méribel raste.

Fazit:

Michael Schumacher - Der schlimmste Albtraum seiner Frau wurde wahr

Dieser ganze Murks, den die Regenbogenpresse da zu Papier bringt, ist in weiten Teilen reine Spekulation. Oder wie die “Woche der Frau” schreibt:

Es gibt nichts, was über ihn in den letzten Tagen nicht geschrieben wurde — vieles davon war reine Spekulation auf der verzweifelten Suche nach Informationen.

Diese scharfsinnige Beobachtung nimmt die Redaktion zum Anlass, um — wie sollte es anders sein — selbst mit wildesten Spekulationen noch eins acht draufzusetzen:

Schockierende Bilder - Das Schumi-Drama - Das Leid seiner geliebten Kinder

Sollte es so kommen? War das sein Schicksal? Ehefrau Corinna (44), Bruder Ralf (38) und Vater Rolf sowie die Kinder Gina-Maria (16) und Sohn Mick (14) sind seit dem verheerenden 29. Dezember jedenfalls im seelischen wie körperlichen Ausnahmezustand. Wie schwer diese Tage für seine beiden Kinder sein müssen, kann man nur erahnen.

Dann, kurz vor 11 Uhr, passiert die Tragödie: Angeblich stürzt die Tochter eines Freundes, Michael hilft ihr auf und fährt eine Schleife in den Free-Ride-Bereich. Dort knallt er gegen einen Felsen, wird in die Luft katapultiert und kommt mit dem Kopf auf einem Stein auf (siehe Kasten rechts).

Es ist zu befürchten, dass Mick genau diesen furchtbaren Moment, als sein Vater verunglückte, tatsächlich mit eigenen Augen mitanschauen muss.

Normalerweise greift in solchen Krisenfällen eine psychologische Beratung ein, doch bis jetzt ist nicht bekannt, ob die Angehörigen des Rennfahrers diese in Anspruch genommen haben.

Ob Michael am Tag seines Skiunfalls seine Glücksbringer zu Hause vergessen hatte?

Unglaublich — hat er seinen Unfall womöglich vorausgeahnt und konnte die Gefahr nicht greifen?

Die Tochter eines Freundes stürzt offenbar, Schumi hilft dem Mädchen und fährt ca. 20 Meter in den Free-Ride-Bereich zwischen zwei Pisten.

Fatal: Angeblich geht seine Bindung nicht auf. Wurde sie falsch eingestellt?

Diese grässliche Fratze zeigt also die erste Woche Regenbogenberichterstattung zum Ski-Unfall von Michael Schumacher. Und wir befürchten, dass es auch so weitergeht.

Immerhin: Da sich die Mitarbeiter dieser Heftchen ihr Geschwafel am Schreibtisch ausdenken, verstopfen sie wenigstens nicht die Krankenhaustüren in Grenoble.


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Heino hat noch was vor

Heino hat noch was vor

Der Bauer-Verlag hat in dieser Woche gleich doppelt auf den Deckel bekommen.

Nummer eins:Richtigstellung - Auf der Titelseite von "Schöne Woche" Nr. 11 vom 7. März 2012 wird ein Foto von Alexandra Neldel und darunter ein Foto von Henning Baum veröffentlicht. Weiter heißt es dann auf der Titelseite: "TV-LIEBLINGE ALEXANDRA NELDEL UND HENNING BAUM Warum verheimlichen sie ihr privates Glück?" Hierzu stellen wir richtig: Es gibt zwischen Frau Neldel und Herrn Baum keinerlei private Beziehung. Der Verlag

(Klicken für größere Version.)

Die Klage von Alexandra Neldel war zunächst abgewiesen worden, in der Berufungsinstanz aber gab man ihr dann recht. Vermutlich hat es deshalb über anderthalb Jahre gedauert, bis die Richtigstellung erschien. Um einiges flotter ging es hingegen in diesem Fall:Gegendarstellung - Sie schreiben auf der Titelseite der "Freizeitwoche" Nr. 42 vom 9. Oktober 2013 in Bezug auf meine Person: "ALLE TERMINE ABGESAGT!" Hierzu stelle ich fest: Ich habe nicht alle meine Termine abgesagt. Bad Münstereifel, den 9. Oktober 2013 - Heinz Georg Kramm (Heino) - Hein hat recht, die Redaktion.


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Schlagzeilenbasteln (2)

Schlagzeilenbasteln (2)

Haben Sie das Zeug zum Regenbogenredakteur? Probieren Sie’s aus! Wir sagen Ihnen, um welche Nachricht es geht, und Sie denken sich eine schöne Schlagzeile dazu aus. Ob Sie so gut sind wie die Profis, erfahren Sie wie immer mit einem Klick auf den jeweiligen Zeitschriftentitel.

Und los!

Nachricht #1:
Peer Steinbrück ist Kanzlerkandidat.

Ehe in Gefahr! - Peer Steinbrück - Warum ist er so rücksichtslos?

(Zur Erklärung, falls Sie mit der Logik der Regenbogenpresse noch nicht so vertraut sind: Sollte Steinbrück Kanzler werden, würde er zusammen mit seiner Frau ins Kanzleramt nach Berlin ziehen. Dann wird Gertrud Steinbrück “nicht mal eben zum Markt gehen können, um Gemüse zu kaufen. Sie muss neuen Anschluss finden, von vorn anfangen.” Deshalb müssen “Peer und Gertrud Steinbrück aufpassen, dass ihre Ehe nicht in Gefahr gerät. Das wäre es nicht wert.”


Nachricht #2:
Gad Elmaleh (Komiker) und seine Freundin Charlotte Casiraghi (schwanger) verbringen ein paar erholsame Ferientage auf Capri. Im September und Oktober hat Gad ein paar Bühnenauftritte in den USA.

Schatten über der Schwangerschaft - Jetzt braucht sie ihre Mutter Caroline - Charlotte Casiraghi - Der Vater ihres Babys lässt sie im Stich!


Nachricht #3:
In einem Interview “scherzte Franjo [Pooth] auf die Frage, wie es ihm denn beruflich mittlerweile so gehe, augenzwinkernd: ‘Ich bin eigentlich die ganze Woche über zu Hause, passe auf die Kinder auf, mache den Abwasch, und dann gegen 15 Uhr bügle ich noch ‘ne Runde.’”

Verona Pooth - Ihr Mann ist nur noch die Putzhilfe


Nachricht #4:
Stefan Mross hält sich mit Einblicken in sein Privatleben heute “bedeckter” als früher. Er gibt nicht mehr diese “unzähligen Interviews” mit “allen Details über das Liebes- und Familienglück”. Und auch Andrea Kiewel macht “zwar keinen hel [sic!] daraus, dass sie glücklich mit einem Mann ist. Aber sie pflegt einen eher normalen Umgang mit den Medien.”

Stefan Mross - Andrea Kiewel - Ihre Partner teilen das gleiche Schicksal - Versteck-Spiel aus Liebe ...
(Interessante Erkenntnis am Rande: Ein “normaler Umgang mit den Medien” ist gleichbedeutend mit einem “Versteckspiel”.)


Nachricht #5:
Helene Fischer bringt ein neues Album heraus. Glücklicherweise hat sie in der Ankündigung auf ihrer Internetseite ein kleine Besonderheit eingebaut. Dort steht:

Liebe Fans,
ich habe es ja während meiner Sommer-Events schon angedeutet. Jetzt ist es offiziell, dass mein neues Studioalbum am 4. Oktober erscheint! Und das “Baby” hat auch schon einen Namen: FARBENSPIEL!

Eine Steilvorlage! Jetzt müssen sie nur noch verwandeln.

Helene Fischer - Endlich! Die frohe Botschaft - Sie konnte es nicht länger für sich behalten

Baby-Geflüster! - Jetzt lüften sie alle Geheimnisse - Helene Fischer - Es hat schon einen Namen - Henning Baum - Er bleibt treu(Das “Baby” von Henning Baum ist übrigens seine Serie “Der letzte Bulle”.)


Nachricht #6:
Jenny Elvers ist gemeinsam mit ihrem Partner auf Kreta. Es gibt ein paar Fotos, auf denen die beiden sich küssen und am Strand spazieren gehen.

Jenny Elvers (41) - Frisch verliebt auf Kreta - Seine Küsse schmecken besser als Alkohol


Nachricht #7:
Jörg Pilawa wechselt vom ZDF zur ARD.

Jörg Pilawa - Endlich frei - Die ganze Wahrheit über sein neues Leben


Nachricht #8:
Fürstin Charlène war zu Gast bei einer Sportveranstaltung. Dabei wurde auch dieses Foto von ihr aufgenommen:Ausriss: "die zwei", Nr. 32/2013

Wilde Charlène - An was denkt sie hier bloß? [Daneben ein Foto von Meg Ryan aus "Harry und Sally". Die Pose ist einigermaßen ähnlich.] - Meg Ryan mit ihrem Kino-Orgasmus in "Harry und Sally"


Nachricht #9:
Hezogin Kate wohnt mit ihrem Baby in den ersten Wochen im Haus ihrer Eltern. Die Queen will aber (zumindest laut den Experten der “Viel Spaß”), dass “der zukünftige Thronfolger unter ihrer strengen Aufsicht aufwächst”.

Herzogin Kate - Traurige Enthüllung - Verzweifelt kämpft sie um ihr Baby-Glück


Nachricht #10:
Es gibt ein Familienfoto der niederländischen Königsfamilie:[Ein Familienfoto. Vorne stehen die drei Kinder, dahinter Maxima und Willem-Alexander. Maxima hat ihre Hände auf die Schultern einer ihrer Töchter gelegt.]

Trauriger Foto-Beweis - Königin maxima - Liebt sie eine Tochter mehr als die anderen?


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Harry & Hirsch

Harry & Hirsch

Es gibt Menschen, die sind grundverschieden, etwa Prinz Harry von Wales (Captain des britischen Army Air Corps, war in Afghanistan stationiert) und Daniel Hartwich (Moderator bei RTL, war in Australien stationiert).

Doch die Vordenker von “Schöne Woche” haben nun den Blickwinkel gewechselt und mal zu den Gemeinsamkeiten der beiden recherchiert. Die überraschenden Ergebnisse — frei nach Steffen Hallaschka — gleich nach dem Absatz.Prinz Harry - Daniel Hartwich - Gefährlicher Leichtsinn! Für ihre Leidenschaft riskieren sie allesDaniel Hartwich und Prinz Harry zusammen auf einem Cover. Medienpremiere. Zumindest das kann man den Visionären von “Schöne Woche” nicht mehr nehmen. In der Überschrift wird auf den “gefährliche[n] Leichtsinn” verwiesen, also das Band, das Harry und Hartwich eint. Denn “für ihre Leidenschaft riskieren sie alles”.

Soweit, so vage. Die Füchse von “Schöne Woche” lassen dem nun hochinteressierten Leser also nichts anderes übrig, als in den Innenteil zu blättern, um das große Geheimnis um Leichtsinn und Leidenschaften zu lüften.

Am versprochenen Thema vorbei widmet sich die Redaktion zunächst den Skandalen des Prinzen der Windsors, bevor die “Schöne Woche” endlich auf die betitelte “leichtsinnige Leidenschaft” eingeht: Harrys Kampf im Afghanistan-Krieg, den er “gegen alle Widerstände” weiterführen möchte.

Erst im Januar kehrte Harry aus dem Kriegsgebiet zurück, wo er als Hubschrauber-Pilot schon zum zweiten Mal an vorderster Front kämpfte. Für diese Leidenschaft riskierte er alles — sogar sein Leben! Doch auch im vermeintlich sicheren England steht er mittlerweile unter Dauerschutz. Terroristen drohen, ihn zu ermorden!

Gefährdet als Soldat an der Front, von Terroristen gejagt im heimischen Britannien. Doch Harry macht stur weiter — gerne hätte die Geschichte hier aufhören können und wäre inhaltlich nicht zu beanstanden gewesen.

Doch dann: Daniel Hartwich. Sitzt der leichtsinnig leidenschaftliche Moderator und RTLs “Allzweckwaffe” im gleichen Kampfhubschrauber Boot wie Harry, die “Geheimwaffe der Windsors”? Und steht sein Leben auch jeden Tag auf dem Spiel? Der “Schöne Woche”-Kriegsrhetorik zufolge schon. Doch das Blatt antwortet selbst:

Weitaus weniger dramatisch geht es bei Moderator Daniel Hartwich (34) zu.

… und entzieht ihrem Aufhänger mit einem Satz jegliche Grundlage. Aber irgendwas muss doch dran sein an der leidenschaftlichen Leichtsinnigkeit.

Doch auch er weiß, wie es ist, seinen Job mit Leidenschaft auszuüben — und dafür viel zu riskieren.

Der Hintergrund für diese Aussage ist laut “Schöne Woche” das straffe Moderationsprogramm, das Hartwich bei RTL zu schaukeln hat: Neben “Let’s Dance” und “Ich bin ein Star — Holt mich hier raus” wird er ab Ende Juli “auch noch eine Neu-Auflage der Kult-Show Familien-Duell” übernehmen.

Wir haben 100 Leute gefragt: Wo ist denn nun der Leichtsinn? Wo die Gefahr für Leib und Leben? Spann uns nicht länger auf die Folter, “Schöne Woche”!

[D]ie ersten Zuschauer meckern schon: “Warum muss dieser Hartwich eigentlich ALLES moderieren?!”, heißt es zum Beispiel im Internet. Hoffentlich lässt sich der Star nicht verheizen. Das wäre nicht nur leichtsinnig — sondern auch schade für die, die ihn verehren!

Halten wir also fest: Weil es “zum Beispiel im Internet” heißt, dass der leidenschaftliche Daniel Hartwich zu viele Shows moderiert, wird die “Schöne Woche” zum Hobbypsychologen und hofft, dass er sich von RTL nicht leichtsinnig verheizen lässt. Diesen Umstand setzt das Blatt analog zur Gefahr eines Kriegseinsatzes in Afghanistan — und strickt daraus eine Titelstory.

Wer zum Teufel in der Redaktionskonferenz auf diese Idee gekommen ist, wird das Geheimnis der “Schöne Woche” bleiben. Vielleicht musste aber auch einfach noch ein passendes Plätzchen für das hier geschaffen werden:Autogrammadresse von Daniel Hartwich


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