Post an den Presserat (3)
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Post an den Presserat (3)

Und wieder haben wir einen Schwung Beschwerden an den Presserat geschickt — dieses Mal zu folgenden Regenbogen-Artikeln …


Willem-Alexander - Das Geständnis seiner Mutter rührt ihn zu Tränen

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Die “Heim und Welt” berichtet von einem Gespräch zwischen dem niederländischen König Willem-Alexander und seiner Mutter Beatrix. Die Redaktion will dabei ganz nah dran gewesen sein und schreibt im Reportagestil direkt aus dem Büro des Königs:

Zufrieden klappt Willem-Alexander (46) die Arbeitsmappe auf seinem Schreibtisch zu und legt sie zur Seite. Da fällt ihm der Kalender ins Auge, in dem der 27. April farbig markiert ist. Denn dieses Datum ist ein ganz besonderes: Zum ersten Mal wird Willem-Alexander dort mit den Niederländern den Königstag zu seinen Ehren feiern!

In diesem Reportage-Ton geht es weiter, als ihn “plötzlich” “ein Klopfen aus seinen Gedanken” holt und seine Mutter die Tür mit “einem leichten Knarren” öffnet. Sie sagt ihm, wie stolz sie auf ihn sei und dass die Niederländer mit ihm einen hervorragenden König hätten. Diese angeblichen Aussagen von Beatrix lassen die “Heim und Welt” titeln: “Willem-Alexander — Das Geständnis seiner Mutter rührt ihn zu Tränen”.

2)

Der Artikel der “Heim und Welt” ist mit all seinen Details und Geschehnissen komplett erfunden. Das Blatt führt keine Belege oder Quellen an, die darauf hindeuten könnten, dass sich die beschriebene Szene im Büro des niederländischen Königs tatsächlich so abgespielt hat.

Zudem ist der “Heim und Welt” ein faktischer Fehler unterlaufen, der die Zweifel an der Wahrhaftigkeit des Artikels noch einmal unterstreicht: Üblicherweise findet der Königstag in den Niederlanden tatsächlich am 27. April statt. 2014 wurde er jedoch um einen Tag vorverlegt, weil er sonst auf einen Sonntag gefallen wäre. Es wäre also höchst verwunderlich, wenn in Willem-Alexanders Kalender der 27. April 2014 “farbig markiert” war.

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Unseres Erachtens verstößt der Artikel der “Heim und Welt” gegen die Ziffern 1 und 2 des Pressekodex.

Für ihre Geschichte liefert die “Heim und Welt” keinen Anhaltspunkt, der dafür spricht, dass es zu diesem Gespräch zwischen Mutter und Sohn tatsächlich gekommen ist. Es ist höchst wahrscheinlich, dass die Geschichte vollständig an den Haaren herbeigezoen ist. Der Artikel widerspricht damit sowohl der Achtung der Wahrheit — da hier offensichtlich eine erfundene Geschichte als Wahrheit ausgegeben wird — als auch der wahrhaftigen Unterrichtung der Öffentlichkeit, die der Pressekodex fordert. Daher verstößt die “Heim und Welt” mit dieser Veröffentlichung gegen Ziffer 1.

Nicht nur, dass das bloße Erfinden einer kompletten Geschichte dem Anspruch ordenticher Recherche gänzlich widerspricht — beim Erfinden hat die “Heim und Welt” auch noch einen faktischen Fehler gemacht. Dazu steht unter Ziffer 2 des Pressekodex: “Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt. Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen [...] sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben.” Eine Prüfung “mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt” hat in diesem Fall offensichtlich nicht stattgefunden. Damit verstößt die “Heim und Welt” gegen Ziffer 2 des Pressekodex.


Fürstin Charlène - Lebensgefahr! Im Traum-Urlaub war sie dem Tod ganz nah

1)

Die “Schöne Woche” berichtet über einen Urlaub, den Monacos Fürstin Charlène auf einer Karibikinsel verbracht hat. Auf den ersten Blick durch und durch ein Traumurlaub, doch nicht so laut der Schlagzeile der “Schöne Woche”: “Im Traum-Urlaub war sie dem Tod ganz nah”. Im Artikel heißt es dann weiter: “Die Fürstin befand sich in Lebensgefahr! Ein lautloser Killer bedrohte ihr Glück.”

Bei dem “lautlosen Killer” handelt es sich um die Tigermücke, die auch auf dieser Karibikinsel vorkommen soll und das Dengue-Fieber verbreitet. Laut “Schöne Woche” sterben jährlich 22 000 Menschen an dieser Krankheit, weltweit erkranken daran jedes Jahr 50 bis 100 Millionen, davon rund 20 000 in der Karibik. Schutz gegen das Dengue-Fieber bietet unter anderem das Tragen heller und geschlossener Kleidung. Darauf hat Charlène, wie die “Schöne Woche” besorgt feststellt, verzichtet:

Als sie mit ihren Freunden herumalberte, hatte sie die Ärmel hochgekrempelt und trug Shorts. Sie lief auch barfuß über den Strand [...]. Die Fürstin bot den Mücken also mit viel nackter Haut eine Menge Angriffsfläche. Ganz schön leichtsinnig!

Letztendlich ist Charlène auf ihrer Reise nichts Schlimmes zugestoßen, beruhigt die “Schöne Woche”, die aber gleichzeitig mahnt: “Sie kann von großem Glück reden, dass ihr nichts passiert ist!”

2)

Die “Schöne Woche” übertreibt in dieser Veröffentlichung maßlos. Sie verdreht Fakten und Tatsachen zu Charlènes Urlaub so sehr, bis eine angebliche Sensation herauskommt, die das Blatt groß auf der Titelseite ankündigen kann. Nach der “Schöne Woche”-Logik wäre jeder Karibik-Urlauber “dem Tod ganz nah”. Hochgekrämpelte Ärmel und ein Barfuß-Spaziergang rechtfertigen nicht die Hysterie der Schlagzeile.

Die auf dem Titel versprochene dramatische Geschichte rund um Charlènes Urlaub existiert nicht. Beim Lesen des Textes im Heftinnern wird klar, dass die Redaktion sie einzig zu Verkaufszwecken aufgebauscht hat.

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Unseres Erachtens verstößt der Artikel der “Schöne Woche” gegen die Ziffern 1 und 2 des Pressekodex.

Eine besondere Bedrohung Charlènes durch die Tigermücke gab es nie. Eine Erkrankung am Dengue-Fieber war für sie genauso realistisch (beziehungsweise unrealistisch) wie für jeden anderen Karibik-Urlauber. Durch die stark übertriebene Schlagzeile auf dem Cover verzerrt die “Schöne Woche” die tatsächlichen Fakten. Damit achtet sie nicht die Wahrheit und verfolgt auch keine wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit. Damit verstößt der Artikel gegen Ziffer 1 des Pressekodex.

“Lebensgefahr! Im Traum-Urlaub war sie dem Tod ganz nah”, schreibt die “Schöne Woche” auf ihrer Titelseite. Und auch für die Überschrift im Heftinnern wählt das Blatt einen ähnlichen Ton: “Lebensgefahr im Traumurlaub! Ein lautloser Killer bedrohte ihr Glück”. Diese Titelzeilen stellen eine Täuschung der Leserschaft dar, die einzig das Ziel hat, noch mehr Hefte zu verkaufen. Der “lautlose Killer”, der eine tatsächliche Bedrohung für Charlène darzustellen scheint, entpuppt sich am Ende lediglich als Mücke, von der eine potentielle Gefahr ausgeht. Schlagzeile und Überschrift entstellen somit den Sinn des Artikels — ein Verstoß gegen Ziffer 2 des Pressekodex.


"Willkommen in meinem Reich" - doppelseitiger Bericht über den neuen Harald Glööckler-Laden in Berlin

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In Berlin hat der Modedesigner Harald Glööckler einen Laden eröffnet. Das Regenbogenheft “Das neue Blatt” berichtet darüber besonders ausführlich: Auf einer Doppelseite zeigen viele Fotos entweder Kleidung und andere Produkte, die es in dem Laden zu kaufen gibt, oder Prominente, die sich mit eben jenen Produkten haben ablichten lassen. Die Redaktion hat den Fotos im Layout immer wieder Preisschilder hinzugefügt, die den Preis für dass jeweilige Produkt anzeigen.

Zu der großen Bilderstrecke gibt es einen kurzen Text, der die Glööckler-Produkte ebenfalls erwähnt, und ein Interview mit Harald Glööckler selbst. Dort spricht Glööckler über die Produkte, die er verkauft, und über mögliche Standorte für seine nächsten Läden. In einem Infokasten verrät “Das neue Blatt” außerdem noch die Öffnungszeiten des Glööckler-Ladens und den schnellsten Weg dorthin.

2)

Die gesamte Doppelseite wirkt wie eine große Werbeanzeige für Harald Glööcklers neuen Laden in Berlin. Im Text wird anhimmelnd über Glööckler und seine Produkte geschrieben. Das Interview bietet dem Designer die Gelegenheit, selbst noch einmal Werbung für sein neues Geschäft zu machen. Die Fotos der Produkte sowie der Infokasten mit Öffnungszeiten und Anfahrtsweg sind geradezu Aufforderungen an die Leserinnen und Leser, das Geschäft in Berlin zu besuchen und dort Glööckler-Produkte zu kaufen. Preise für die Produkte werden explizit genannt.

Mit diesem Artikel macht “Das neue Blatt” im redaktionellen Teil eindeutig Werbung für Harald Glööckler und verkauft diese Werbung der Leserschaft als journalistisches Produkt.

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Unseres Erachtens verstößt “Das neue Blatt” mit diesem Artikel gegen Ziffer 7 des Pressekodex.

Richlinie 7.2 schreibt vor:

Redaktionelle Veröffentlichungen, die auf Unternehmen, ihre Erzeugnisse, Leistungen oder Veranstaltungen hinweisen, dürfen nicht die Grenze zur Schleichwerbung überschreiten. Eine Überschreitung liegt insbesondere nahe, wenn die Veröffentlichung über ein begründetes öffentliches Interesse oder das Informationsinteresse der Leser hinausgeht oder von dritter Seite bezahlt bzw. durch geldwerte Vorteile belohnt wird. Die Glaubwürdigkeit der Presse als Informationsquelle gebietet besondere Sorgfalt beim Umgang mit PR-Material.

Diese Vorgabe missachtet “Das neue Blatt” mit seinem Artikel über den Glööckler-Laden. Mit der expliziten Nennung und Abbildung der Produkte und ihrer Preise, der durchweg unkritischen und werbenden Art des Textes sowie dem Infokasten mit Anfahrtsdaten und Öffnungszeiten geht die Veröffentlichung von “Das neue Blatt” weit über ein “begründetes öffentliches Interesse” hinaus. Da der Artikel nicht als Anzeige gekennzeichnet, sondern im redaktionellen Teil des Heftes erschienen ist, verstößt “Das neue Blatt” gegen Ziffer 7 des Pressekodex.


Haakon & Mette-Marit - Schlimmer Verdacht - Ist ihre Liebe nur gespielt? Zu sehen ist ein Foto von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit, die bei einer Trauerfeier zum Attentat auf der Insel Utøya weint.

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Die “Revue heute” schreibt über die Ehe des norwegischen Kronprinzenpaares Mette-Marit und Haakon. Die Geschichte ihrer Beziehung scheine auf den ersten Blick wie aus einem Märchen, die “Revue heute” hat allerdings ihre Zweifel und fragt in einer Bildunterschrift: “Echte Liebe oder oscarreife Darbietung?” Weiter schreibt das Blatt:

So sehr sich das Kronprinzenpaar auch abmüht, nach außen das perfekte Liebesglück zu mimen — immer wieder zeigen sich Risse in der Fassade.

Unter solchen Rissen versteht die “Revue heute” Mette-Marits Reisen in den Himalaya, ihren Rückzug aus der Öffentlichkeit aufgrund angeblicher gesundheitlicher Probleme und Haakons Hobbies: Beim Bungeejumping und Fallschirmspringen soll er nach Ansicht des Blatts immer wieder sein Leben riskieren.

2)

Auf der Titelseite der “Revue heute” ist ein Foto von Mette-Marit zu sehen, das sie weinend und in schwarzer Trauerkleidung zeigt. Dieses Foto hat die Redaktion vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen; das Bild und die Tränen Metter-Marits darauf haben nicht im Ansatz mit einer etwaigen Beziehungskrise zu tun: Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 2011, als die norwegische Kronprinzessin an einer Trauerfeier für die Opfer der Anschläge auf Utøya teilnahm, bei denen neben Dutzenden anderen Menschen auch ihr Stiefbruder ums Leben kam. Die Wahl und der Abdruck des Fotos zielen vermutlich nur auf ein mögliches Sensationsinteresse und, damit verbunden, auf höhere Verkaufszahlen ab.

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Unseres Erachtens verstößt die Veröffentlichung gegen Ziffer 2 des Pressekodex.

Der Abdruck des Fotos, das Mette-Marit weinend und in Trauerkleidung zeigt, erweckt in Kombination mit der Überschrift (“Schlimmer Verdacht — Ist ihre Liebe nur gespielt?”) den Eindruck, die norwegische Kronprinzessin weine auf diesem Foto wegen der angeblichen Risse in ihrem Privatleben. Dieser Zusammenhang ist allerdings frei erfunden. Derartige Fälle, in denen eine Redaktion zur Bebilderung ein Foto wählt, das mit den eigentlichen angeblichen Geschehnissen nicht zu tun hat, regelt der Pressekodex in Richtlinie 2.2:

Kann eine Illustration, insbesondere eine Fotografie, beim flüchtigen Lesen als dokumentarische Abbildung aufgefasst werden, obwohl es sich um ein Symbolfoto handelt, so ist eine entsprechende Klarstellung geboten.

Eine solche Kennzeichnung fehlt in der Veröffentlichung des “Revue heute” jedoch.


Sie weint nur noch - Mette-Marit - Schock-Diagnose - Die Prinzessin ist unheilbar krank ...

1)

Sowohl die “Revue heute” als auch die “Freizeit Express” (beide erscheinen im “Alles Gute Verlag”) titeln auf ihren Covern über die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit: “Schock-Diagnose — Die Prinzessin ist unheilbar krank …”.

Den Artikeln zufolge leidet Mette-Marit unter psychischen Problemen: “Palastinsider sprechen sogar von einer ausgewachsenen Depression”. Genüsslich zählen die Redaktionen all die Krankheiten, Verletzungen und Unfälle Mette-Marits auf, die sie in den vergangenen Jahren so ausmachen konnten. Mit Blick auf die angebliche Depression und eine mögliche Genesung Mette-Marits machen die Blätter nicht viel Hoffnung:

Aber für Depressionen gibt es keine Heilung, höchstens eine langfristige Therapie …

Auf der Titelseite haben die Redaktionen zur Illustration das Foto einer weinenden Mette-Marit gewählt und dazu rot-unterlegt getextet: “Sie weint nur noch”.

2)

Das verwendete Bild auf dem Cover hat inhaltlich nichts mit der angeblichen “Schock-Diagnose” zu tun. Es handelt sich um ein Foto, das im Sommer 2011 bei der Trauerfeier zum Anschlag auf Utøya aufgenommen wurde. Bei diesem Anschlag hat Mette-Marit ihren Stiefbruder verloren. Eine Kennzeichnung dieses Fotos als Symbolbild gibt es nicht.

Dazu täuscht die Schlagzeile, nach der die Kronprinzessin unheilbar krank sei, die Leserschaft. Sowohl die “Revue heute” als auch die “Freizeit Express” werben auf den Titelseiten mit Tatsachenbehauptungen für den Kauf der Zeitschriften. Im Heftinnern wird hingegen schnell klar, dass es sich lediglich um Gerüchte zu Mette-Marits Gesundheitszustand handelt.

Außerdem ist die Art, wie die Hefte über die Krankheiten und Verletzungen Mette-Marits berichten, nicht angemessen. Das trifft insbesondere auf die Passagen der Artikel zu, in denen über die angebliche Depression geschrieben wird. Hier wird den Leserinnen und Lesern ein falsches Bild der Krankheit vermittelt, indem Depressionen als unheilbar dargestellt werden.

3)

Unseres Erachtens verstoßen die “Freizeit Express” und die “Revue heute” mit ihren Artikel gegen die Ziffern 1, 2, 8 und 14 des Pressekodex.

Auf der Titelseite schreiben die Redaktionen: “Die Prinzessin ist unheilbar krank”. Diese Tatsachenbehauptung widerspricht einer wahrhaftigen Unterrrichtung der Öffentlichkeit, wie sie der Pressekodex vorsieht. Daher verstößt der Artikel gegen Ziffer 1.

Für die Illustrationen auf den Titelseiten haben die Mitarbeiter ein Foto von Mette-Marit gewählt, auf dem sie weint. Das Foto erweckt im Zusammenspiel mit den Dachzeilen den Eindruck, es hänge mit der “Schock-Diagnose” zusammen. Das stimmt aber nicht. Das Bild hätte als Symbolfoto gekennzeichnet werden müssen, was nicht geschehen ist. Daher verstößt die Veröffentlichung gegen Richtlinie 2.2, die den Umgang mit Symbolbildern regelt:

Kann eine Illustration, insbesondere eine Fotografie, beim flüchtigen Lesen als dokumentarische Abbildung aufgefasst werden, obwohl es sich um ein Symbolfoto handelt, so ist eine entsprechende Klarstellung geboten.

Fast eine ganze Artikelspalte widmen die Hefte einer Aufzählung von Erkrankungen und Verletzungen der Kronprinzessin. Dazu kommt die Behauptung, sie leide an einer Depression. Damit verstoßen sie gegen Richtlinie 8.6 des Presekodex. Dort steht:

Körperliche und psychische Erkrankungen gehören zur Privatsphäre. In der Regel soll über sie nicht ohne Zustimmung des Betroffenen berichtet werden.

Eine solche Zustimmung Mette-Marits dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach nicht vorliegen.

Ziffer 14 des Pressekodex legt fest:

Bei Berichten über medizinische Themen ist eine unangemessen sensationelle Darstellung zu vermeiden, die unbegründete Befürchtungen oder Hoffnungen beim Leser erwecken könnte.

Dagegen verstoßen die Blätter mit ihren Schlagzeilen auf den Titelseiten, in denen behauptet wird, Mette-Marit sei — mit ihrer angeblichen Depression — unheilbar krank. Dies vermittelt der Leserschaft den Eindruck, dass es sich bei einer Depression zwangsläufig um eine Erkrankung ohne Chance auf Heilung handle. Dadurch könnten unbegründete Befürchtungen bei den Leserinnen und Lesern ausgelöst werden.


Wir wollen uns wieder häufiger über die Regenbogenpresse beschweren — nicht nur hier im topfvollgold, sondern so richtig offiziell.

In Deutschland ist dafür der Presserat die oberste Anlaufstelle. Deswegen schicken wir wieder regelmäßig Beschwerden über einzelne Regenbogenartikel dorthin.


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In den Händen eines Schriebtäters
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In den Händen eines Schriebtäters

In unserem wöchentlichen Gespräch mit detektor.fm ging es dieses Mal um den Versuch der “Freizeit eins”, die Kinder des niederländischen Königspaares in Gefahr zu schreiben:

Máxima - Sex-Skandal - Ihre Töchter waren in den Händen eines Triebtäters

Das Gespräch könnt Ihr hier nachhören …

detektor.fm: “Sex-Skandal” in den Niederlanden. Moritz, was ist denn da los?

Moritz: Die “Freizeit eins” hat eine große Titelschlagzeile gedruckt, in der es um einen großen Skandal geht, um einen “Sex-Skandal”. Das ist für die Regenbogenpresse schon mal sehr ungewöhnlich: Das Thema “Sex” wortwörtlich auf der Titelseite anzukündigen. Dazu gibt’s ein Foto von Máxima, der Königin der Niederlande. Und es wird gesagt, dass es um ihre Töchter geht. Die sollen sich nämlich “in den Fängen eines Triebtäters” befunden haben. Was dahinter steckt: Die drei niedlichen Töchter von Máxima und Willem-Alexander spielen Hockey in einem Verein in den Niederlanden. Und in diesem Verein ist wohl — das scheint soweit zu stimmen — einer der Trainer festgenommen worden, “ein vorbestrafter Exhibitionist”. Der soll eine Kamera in einer Umkleidekabine des Vereins installiert haben, es wurden auch DVDs mit den Aufnahmen bei ihm zu Hause gefunden. Einen gewissen “Sex-Skandal” gibt es also tatsächlich. Wichtig ist aber ein kurzer Satz, den die “Freizeit eins” im Artikel bringt, nämlich dass die Staatsanwaltschaft bereits gesagt hat: “‘Die drei Kinder des Königspaares sind nicht dabei.’” Das erwähnen die Mitarbeiter der “Freizeit eins” zwar klein im Text, aber sie lassen es sich natürlich nicht nehmen, groß auf dem Titel zu werben: “Sex-Skandal”, Leute — kauft das Heft, hier ist was passiert in den Niederlanden. Und das stimmt eben überhaupt nicht.

Hier wird auch nahegelegt, dass die Töchter Schaden genommen haben.

Auch das ist nach aktuellem Stand wohl nicht der Fall. Ich hab’ mal ein bisschen im Internet geguckt: Die “Bunte” hat zum Beispiel auch über den Vorfall mit dem Hockeytrainer Luigi C. berichtet. Nun ist die “Bunte” nicht gerade dafür bekannt, den allerseriösesten Journalismus zu betreiben. Aber selbst die Mitarbeiter dort berichten relativ verhalten. Sie sagen: Da gab es einen Schock im Königshaus, aber keine Sorge, es ist nichts passiert und bei den Kindern ist alles in Ordnung. Da liegt dann der große Unterschied zur “Freizeit eins” und zur Regenbogenpresse allgemein: Die bauschen das Ganze viel stärker auf und setzen eine knalligere Schlagzeile drüber, um den Verkauf ein bisschen anzukurbeln.

Du hast gesagt: “Sex-Skandal”, das ist relativ ungewöhnlich für die Regenbogenpresse. Ich würde eigentlich denken, dass jeder Sex-Skandal eine große Freude für die Klatschpresse ist.

Durchaus. Es wird zum Beispiel sehr gern darüber berichtet, wenn mal wieder Gerüchte aufkommen, dass Juan Carlos, der ehemalige König von Spanien, eine Geliebte haben soll. Aber diese offensive Werbung für einen Artikel mit dem Wort “Sex” ist doch ungewöhnlich für die Regenbogenpresse.

Ist das zu viel für die Leserschaft?

Ja, genau. Es wird dann lieber von einer “Geliebten” gesprochen, von einer “Affäre”, von einer “Liebelei” und so weiter. Aber “Sex” verkauft sich auf den Titelseiten der Regenbogenhefte meiner Meinung nach gar nicht so gut. Und deswegen ist es uns diese Woche auch aufgefallen.

Und Missbrauchsthemen grundsätzlich, vor allem bei Kindern — greifen die das gerne auf oder wird das auch eher gemieden?

Auch da wird nicht so oft drüber geschrieben. In der Regenbogenpresse ist eine Geschichte immer erst dann eine Geschichte und erst dann wert, gedruckt zu werden, wenn irgendjemand Prominentes oder Adeliges darin vorkommt. Ein Beispiel: Der vermutliche Abschuss der MH17 über der Ukraine, ein großes Politikum und überall in den Medien zu finden, taucht erst dann in der Regenbogenpresse auf, wenn bekannt wird, dass irgendein ganz ferner Freund von Königin Máxima in dem Flugzeug saß. Erst dann ergibt sich eine Geschichte für diese Hefte.

Klar, Prominenz müsste verwickelt sein in diesen Missbrauchsskandal. Aber wird dann auch darüber berichtet oder ist das ein Thema, das sie aussparen?

Wenn die Redaktionen irgendwie eine passende Ecke finden, mit der auch jemand aus dem Königshaus oder jemand Prominentes zu tun haben könnte, dann wird bestimmt berichtet. Auch in diesem Artikel der “Freizeit eins” ist es so, dass ein Skandal um die drei Kinder des Königspaares aufgebauscht wird, den es eigentlich gar nicht gibt. Die anderen Kinder aus dem Hockeyverein, die definitiv von den heimlichen Aufnahmen in der Umkleidekabine betroffen sind, werden in dem Artikel nicht weiter thematisiert. Das heißt: Solang man nicht prominent oder adelig ist, ist man es in der Regenbogenwelt auch nicht wert, erwähnt zu werden.

Wie geht’s denn jetzt weiter in dieser Geschichte? Sucht die Regenbogenpresse jetzt nach den Nacktbildern und -videos? Kannst Du Dir das vorstellen?

Nein, das werden sie nicht machen. Da kennen die Redaktionen auch eine Grenze. Und die Staatsanwaltschaft sagt ja wirklich sehr deutlich, dass die drei Kinder von Máxima und Willem-Alexander nichts mit den Aufnahmen zu tun haben. Das scheint also ausgeschlossen zu sein. Wenn es dennoch so sein sollte, dass sie auf diesen Videoaufnahmen auftauchen, dann wäre es für die Hefte vielleicht noch einmal ein Thema, sollte es zum Prozess kommen. Aber die Redaktionen werden sicher die Finger von den Aufnahmen an sich lassen. Etwas anderes traue ich nicht mal denen zu.


Jeden Freitag unterhalten wir uns mit dem Internetradiosender detektor.fm über die Dämlichkeiten der deutschen Regenbogenpresse. Diese Gespräche gibt’s in der Woche drauf immer hier bei uns im Blog zum Nachhören und -lesen.

Und unter diesem RSS-Link gibt’s das Ganze als Podcast.


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Schlagzeilenbasteln (101)
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Schlagzeilenbasteln (101)

Judith (27) aus Aachen ist ein großer Fan von Günther Jauch. Sie hat ihn zwar noch nie getroffen, aber sie findet ihn total toll.

Berührende Momente - Günther Jauch - So glücklich macht er diese junge Frau

Schon, wenn sie sich nur ein Foto von ihm ansieht, ist alles gut. Dann vergisst Judith (27) aus Aachen die Welt um sich herum, dann gibt es nur noch sie und ihn. Ihr Gesicht wird ganz weich, ihr Herz hüpft, sie strahlt und lacht, Ärger und Stress der ganzen Wochen sind sofort vergessen. Ja, Günther Jauch (58) macht die junge Frau einfach glücklich. Kein Wunder, der Fernseh-Star ist ja auch ein Traummann. Berühmt und trotzdem nicht eingebildet. Unterhaltsam und schlagfertig. Und dann diese Augen. So offen und klug, so lebenserfahren, dass sie einem direkt ins Herz zu sehen scheinen. Solche Menschen trifft man nicht oft.


Daniela Katzenberger hat in einem Interview gesagt, dass sie keine Klotür habe. Denn: “Das Problem ist, dass da Regale stehen, in denen ich meine 150 Handtücher aufbewahre, die ich in Hotels gemopst habe oder die mir geschenkt wurden.”

Das Geständnis - Daniela Katzenberger - Aus Geiz wurde sie zur Diebin - Wenn's ums Geld geht, ist sie sich wohl für nichts zu schade

(“Die neue Frau”)


König Felipe von Spanien ist neulich mit ein paar Kumpels in Madrid feiern gegangen.

König Felipe - Ist er doch so ein Hallodri wie sein Vater?

(“Die neue Frau”)


Jörg Pilawa wurde in einem Interview gefragt, wie er eigentlich das Haus ordentlich halte, immerhin hat er vier Kinder. Pilawa antwortete: “Wer sagt denn, das [sic] es ordentlich ist? Sie glauben doch nicht, dass man Ordnung in einem Haus mit vier Kindern hat. Bei mir zu Hause herrscht das Chaos.”

Jörg Pilawa - Bewegendes Geständnis

(“frau aktuell”)


Michael Schumacher bekommt in der Reha angeblich Unterstützung von Kai Schnapka. Der ist Physiotherapeut und mit Schumacher seit dessen Formel-1-Zeit befreundet.

Michael Schumacher - Vollbringt sein bester Freund das neue Wunder?

(“Neue Post”)

Michael Schumacher - Sein bester Freund bewirkt ein Wunder - Freudentränen auf der Reha-Station

Sensationelle Neuigkeiten aus der Reha - Michael Schumacher - Die 1. Schritte! Unsere Gebete wurden erhört

Michael Schumacher - Wunderbare Fortschritte - Freudne bestätigen: "Es geht alles viel schneller als erhofft!"

(Dieses Zitat kommt im Artikel übrigens gar nicht vor. Vermutlich ist es frei erfunden.)


Angela Merkel und ihr Mann waren im Urlaub.

Diese Bank rettete die Kanzler-Ehe

(“die aktuelle”)

Einsames Wandern im Regen, Wortlosigkeit. Aber dann kam eine Bank. Eine Bank, die vielleicht die Kanlzer-Ehe gerettet hat. Endlich konnte sich das Paar aussprechen — in aller Ruhe.


Die Schauspielerin Christiane Hörbiger hat in einer Talkshow gesagt, dass sie römisch-katholisch erzogen worden sei, aber mit der Bibel nicht wirklich zurechtkomme. Daraufhin schrieb irgendwer auf ihrer Facebook-Seite: “Ich würde Ihnen die ‘Neue-Welt-Übersetzung’ der Zeugen Jehovas empfehlen.”

Sie wirkt so verändert - Christiane Hörbiger - Findet sie bei einer Sekte ein neues Glück?

(“Die neue Frau”)


Der Schauspieler Thorsten Nindel ist an Krebs erkrankt. Er hat mal in der “Lindenstraße” mitgespielt und ist mit Schauspiel-Kollegin Saskia Valencia zusammen.

Saskia Valencia - Tränen um ihre große Liebe - Kann ihr Ex-Freund sie jetzt trösten?

(“Die neue Frau”)


Die angebliche neue Freundin von Prinz Harry sieht seiner Schwägerin (Herzogin Kate) sehr ähnlich.

Prinz Harry - Jetzt hat er seine eigene Kate!

(“das neue”)


Und jetzt aufgepasst! Die Frau von Joachim von Dänemark sieht seiner Schwägerin (Prinzessin Mary) auch sehr ähnlich.

Harry Windsor und Joachim von Dänemark - Lieben sie heimlich ihre Schwägerinnen?

(“Schöne Woche”)


In der Ukraine ist Flug MH17 abgestürzt. Viele niederländische Passagiere kamen dabei ums Leben.

Neue Tragödie schockt Holland - Maxima & Willem-Alexander - Ehe in Gefahr! - Jetzt müssen sie um ihr Glück kämpfen
Der Artikel beginnt so:

Nur selten brechen Ehekrisen wie plötzliche Unwetter über ein Paar herein. Meist zeigen sich erst einige Wolken am Himmel, dann werden es immer mehr – bis schließlich ein Dauerregen des Zweifels das Fundament des gemeinsamen Glücks unterhöhlt. Auch bei Maxima (43) und Willem-Alexander (47) scheint nun eines zum anderen zu kommen. Die neue Tragödie um die 193 niederländischen Todesopfer beim Flugzeugabschuss über der Ukraine ist eine weitere Belastung. Und viele Holländer fragen sich schockiert, ob die Liebe der beiden nun zerbrechen könnte.


Und zum Schluss mal andersherum. Welche Geschichte verbirgt sich wohl hinter folgender Schlagzeile der “frau aktuell”?Stefanie Hertel - Skandal an ihrem Geburtstag

Ihr Freund konnte nicht mitfeiern, weil er einen Auftritt hatte.


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Schlagzeilenbasteln (66)
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Schlagzeilenbasteln (66)

Welche Geschichte verbirgt sich wohl hinter folgender Schlagzeile?

König Willem-Alexander - Jetzt verrät er Amalia ein süßes Geheimnis - Ist das schön!

Die “Heim und Welt” hat ein bisschen gelauscht:

Doch was war das süße Geheimnis, das er ihr verriet? Hofkenner wissen, dass es sich dabei nicht um ein weiteres Geschwisterchen handelt. Willem soll Amalia versprochen haben, dass sie schon bald überraschend alle in Urlaub fahren. Und sich Papa dort ganz viel Zeit für seine Große nimmt!


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Tränen lügen nicht
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Tränen lügen nicht

Die Wühlmäuse der “Heim und Welt” haben sich mal wieder in ein europäisches Adelshaus geschlichen und können von dort Exklusives berichten. Sie waren nämlich dabei, als Willem-Alexander, König der Niederlande, überraschend Besuch bekam:

Sein Blick wandert zum Fenster. Und während er sich irgendwo in der Ferne verliert, lässt Willem-Alexander die ereignisreichen vergangenen Monate innerlich Revue passieren. Plötzlich holt ihn ein Klopfen aus seinen Gedanken. Mit einem leichten Knarren öffnet sich die Tür, und Beatrix betritt den Raum.

Und es scheint schieres Reporterglück zu sein, dass Mutter Beatrix mit ihrem Sohn nicht einfach nur über die Fußballergebnisse vom Wochenende oder das Wetter quatschen will, sondern die ganz großen Worte wählt:

Willem-Alexander spürt sofort, dass seiner Mutter etwas auf die Seele drückt. Er bittet seinen Überraschungsgast zu der kleinen Sitzgruppe in einer Ecke seines Büros. Als der König und seine Mutter dort Platz genommen haben, nimmt Beatrix die Hand des Königs, hält sie ganz fest und sagt mit leicht brüchiger Stimme: “Ich bin stolz auf dich, mein Sohn. Du bist der beste König, den sich die Niederländer jemals hätten vorstellen können.” Welch warme, von Herzen kommende Worte der einstigen Königin! Willem-Alexander ist tief bewegt. Das Geständnis seiner Mutter rührt ihn zu Tränen!

Was für eine Story! Diese Demut! Diese Menschlichkeit! Ist natürlich logisch, dass die “Heim und Welt” diese Knallernachricht auf die Titelseite packt:

Willem-Alexander - Das Geständnis seiner Mutter rührt ihn zu Tränen

Der Einstieg zu dieser ganz tollen Geschichte lautet übrigens so:

Zufrieden klappt Willem-Alexander (46) die Arbeitsmappe auf seinem Schreibtisch zu und legt sie zur Seite. Da fällt ihm der Kalender ins Auge, in dem der 27. April farbig markiert ist. Denn dieses Datum ist ein ganz besonderes: Zum ersten Mal wird Willem-Alexander dort mit den Niederländern den Königstag zu seinen Ehren feiern!

In diesem Moment muss ein Sonnenstrahl, der sich seinen Weg durch den königlichen Garten hinein in den Palast gebahnt hat, dem “Heim und Welt”-Reporter einen Streich gespielt und ihn geblendet haben. Denn der Königstag findet in der Tat immer am 27. April statt, an Willem-Alexanders Geburtstag. Nur in diesem Jahr nicht. Weil der 27. ein Sonntag ist, wird der Königstag 2014 schon einen Tag früher gefeiert.

Pardon, liebe Träumer der “Heim und Welt”, jetzt müssen wir doch mal ganz offen fragen: Kann es sein, dass Ihr kleinen Schwindler Euch nicht nur die Markierung im Willem-Alexanders Terminkalender ausgedacht habt, sondern auch den gesamten Rest der Geschichte?


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Auf der Skipiste des Grauens

Auf der Skipiste des Grauens

Heute steigern wir unser Regenbogen-Trainingslager mal ein bisschen. Statt einer Schlagzeile basteln wir diesmal einen ganzen Artikel, und zwar Schritt für Schritt. Kleiner Tipp: Blenden Sie einfach jeglichen Sinn für Logik, Moral und Journalismus aus, dann sollte es wie von selbst funktionieren.

Also denn.

Auf der Suche nach neuen Geschichten entdecken Sie ein Video, das die niederländische Königsfamilie im Skiurlaub zeigt. Königin Máxima, ihr Mann und die Kinder verbringen gemeinsam mit anderen blaublütigen Verwandten (und mehreren Horden von Fotografen, Kamerateams und Schaulustigen) ein paar Tage im österreichischen Lech, also dort, wo vor zwei Jahren der inzwischen verstorbene Prinz Friso bei einem Lawinenunglück schwer verletzt wurde.

Schon allein daraus — die vom Schicksal gebeutelte Familie zurück am Ort des Geschehens — ließe sich sicher eine wunderbar schmierige Geschichte basteln, doch der Regenbogengott meint es noch besser mit Ihnen. Plötzlich passiert nämlich Folgendes: Ariane, die jüngste Tochter von Máxima, hat einen, nun ja, Unfall.

Aber sehen Sie selbst (ab ca. Minute 0:25):

Wenn Sie schon mal Skifahren waren, dürften Sie das kennen. Und wissen, dass dabei meist nichts Schlimmes passiert. So wie auch in diesem Fall: Die kleine Ariane war schon kurz nach dem Missgeschick wieder putzmunter.

Aber das müssen Sie Ihren Lesern ja nicht sofort unter die Nase reiben. Schließlich wollen Sie ein schockierendes Drama basteln, keine weichgespülte Feel-Good-Schmonzette. Die Stoßrichtung Ihres Artikels lautet ganz klar:Neuer Schock am Unglücksort

Aus Gründen der Dramaturgie beginnen Sie am besten damit, die malerische, aber dennoch bedrückende Ski-Idylle zu beschreiben, die traurige Ruhe vor dem unglaublichen Schock:

Tapfer strahlen sie an diesem schicksalhaften Tag in die Kameras. Das unbeschwerte Lachen ihrer drei Töchter, die mit einer ganzen Kinderschar fröhlich die Skipiste hinuntersausen, macht es Willem-Alexander (46) und Maxima (42) ein kleines bisschen einfacher diesen Termin voller Seelenqualen in Lech gut über die Bühne zu bringen. Doch dann geschieht das Unfassbare …

Sehr gut. Nun gilt es, das Tempo zu steigern. In der Zwischenüberschrift sollten Sie schon mal eine Schippe drauflegen und klarmachen, dass es in diesem Moment um nichts Geringeres ging als um Leben und Tod.Todesängste um ihr geliebtes Sorgenkind

Dann folgt einer der aufregendsten Parts Ihrer Arbeit: die Schilderung des Schockmoments. Steigen Sie mit ersten Reportage-Elementen ein, die den Leser ganz nah ranholen, sodass er glaubt, er stünde mittendrin. Stellen Sie sich vor, Sie könnten hören, was Máxima hört, fühlen, was sie fühlt, denken, was sie denkt. Übertreiben Sie ruhig und spekulieren Sie frei drauf los. Hauptsache, Sie erzeugen eine bedrohliche Stimmung und lassen in jeder Zeile die Aufregung, Dramatik und Todesangst durchschimmern, die am Unglücksort vorgeherrscht haben. Könnten. In etwa so:

Verzweifelte Schreie eines Kindes lassen Königin Maxima das Blut in den Adern gefrieren. “Lieber Gott, nein! Lass es nicht eins meiner geliebten Mädchen sein”, muss es der dreifachen Mutter in diesem Schockmoment durch den Kopf geschossen sein. Doch was sie dann völlig hilflos mitansehen muss, kann sie wohl kaum ertragen.

Unterstreichen Sie Ihre Aussagen mit einer angemessenen Bebilderung:Zu sehen ist Máxima mit, naja, verkrampftem Gesichtsausdruck. Bildunetrschrift: "Lieber Gott, nein! Die Angst steht ihr ins Gesicht geschrieben, als Maxima ihr Töchterchen so hilflos sieht

Und dann legen Sie richtig los:

Panisch schreit ihre kleine Tochter Ariane (6) um Hilfe, während sie vom Skilift mitgeschleift wird. Immer wieder wird dem Mädchen der aufgewirbelte Schnee ins Gesicht geschleudert. Sie hustet, verschluckt sich und ruft voller Angst und bitter weinend immer wieder nach ihrer Mama.

Nicht schlecht. Aber da geht doch noch was!

Mit den dicken Skischuhen hastet Maxima den Hang hinauf, um ihren Liebling zu retten. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Doch sie kommt einfach nicht voran. Kaum auszudenken, welch grauenhafte Todesängste Maxima in diesen Schrecksekunden um ihre Tochter ausstehen muss.

Und dazu das passende Foto:Zu sehen ist Ariane, die vom Skilift durch den Schnee geschleift wird. Bildunterschrift: "'Mama, hilf mir!' schreit die kleine Ariane, als sie auf der Skipiste vom Lift mitgeschleift wird. Hilflos muss Maxima die dramatischen Szenen beobachten, bis ihr kleiner Liebling endlich aus der gefährlichen Lage befreit wird"

Danach können Sie das Tempo wieder ein wenig runterfahren und in den Puuh-gerade-nochmal-gutgegangen-Modus übergehen:

Inzwischen haben aber auch andere Skifahrer erkannt, in welch verzweifelter Situation sich die Kleine befindet. Und nur durch das beherzte Eingreifen eines Wintersportlers kann die Mini-Prinzessin aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Als Maxima endlich bei ihr ankommt, zittert Ariane am ganzen Körper. Nur zu verständlich, dass nun auf beiden Seiten dicke Tränen kullern.

Jetzt darf es auch ruhig eine Spur kitschiger werden.

Die immer noch völlig erschrockene Ariane lässt sich zunächst kaum von ihrer Mutter beruhigen. Ganz fest hält Maxima ihren Schatz in den Armen. Drückt sie, wärmt sie und wischt ihr behutsam den Schnee aus dem Gesicht. Hoffentlich hat sie sich nichts getan?

Mit dieser Frage lässt sich hervorragend zum nächsten Abschnitt überleiten, in dem Sie nochmal altebekannte Spekulationen über den Gesundheitszustand von Ariane aufwärmen:

Ariane, die jüngste von Maximas drei Töchtern, war schon immer ein Sorgenkind. Schon oft musste sie ins Krankenhaus, weil sie schlimme Erkältungen hatte. Von Sarkoidose, einer Entzündung der oberen Atemwege, war sogar die Rede. Kein Wunder also, dass Maxima panische Angst um sie hatte und wohl auch befürchtete, dass ihr Sonnenschein keine Luft mehr bekommen könnte.

Erst jetzt sollten Sie auflösen, dass dann letztlich doch gar nichts passiert ist:

Doch es sieht so aus, als wäre ihr kleiner Wirbelwind mit dem Schrecken davongekommen.

An dieser Stelle könnten Sie aufhören. Das Drama ist im Kasten, die halbe Heft-Seite mit Text gefüllt, und die durchschnittliche Regenbogenleserin stand sicher schon dreimal kurz vorm Kollaps ob der schockierenden Szenen aus dem Skiurlaub. Aber es fehlt ja noch was. Genau: der Querverweis zu Prinz Friso. Und der geht so:

Was bleibt, sind aber die schlimmen Erinnerungen, die dabei wieder hochkochen. Liegt für die Königsfamilie etwa ein Fluch über dem beliebten Skiort? Auf den Tag genau vor zwei Jahren ereignete sich hier die Tragödie. Bei einem Lawinenunglück verunglückte Johan Friso (†44) schwer. Kein Wunder also, dass dieser erneute, tragische Zwischenfall auch für Mabel (45) und ihre Töchter Luana (8) und Zaria (7) ein echter Schock war. Frisos Tod ist in der Familie ja noch längst nicht verarbeitet, die Wunden immer noch viel zu frisch.

Zu sehen ist Mabel, die nach oben schaut. Bildunterschrift: "Ein berührendes Bild: Tapfer blickt Mabel an dem Ort in den Himmel, wo ihr Mann vor zwei Jahren von einer Lawine verschüttet wurde. Hält sie Zwiesprache?"Und zum Abschluss liefern Sie noch einen — selbstverständlich unheilvollen — Blick in die Zukunft:

Was also, wenn ihnen Lech auch in Zukunft nur Schreckliches beschert? Wer Maxima kennt, weiß – sie wird ihre Konsequenzen ziehen. Vielleicht bricht die Königsfamilie nun mit der langen Tradition und verzichtet auf den Winterurlaub in Vorarlberg.

(Womit dann schon mal die Grundlage für den nächsten Schock-Titel geschaffen wäre: Unfassbarer Skandal – Königin Maxima – Sie bricht mit einer uralten Familien-Tradition.)

Jetzt nur noch eine knallige Überschrift und zack — fertig ist ein astreiner Regenbogenartikel, gebastelt aus einer 15-sekündigen Videosequenz. Glückwunsch! Das kriegt nicht jeder so gut hin.

“Die neue Frau” natürlich schon:

Ausriss: "Die neue Frau", Nr. 10/2014


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Der Topf dankt
oder: Verrenkungen der Woche (9)

Der Topf dankt
oder: Verrenkungen der Woche (9)

Liebe Leute, wir sind baff. Seit Freitag erreichen uns unglaublich viele nette Mails, über 100 Menschen haben uns unterstützt – mit aufmunternden Worten, mit guten Ratschlägen und mit Geld.

Insgesamt haben wir knapp 1.700 Euro zusammenbekommen, die zahlreichen flattr-Spenden noch nicht mitgerechnet. Damit können wir die Anwaltskosten locker bezahlen. Und wir können uns sogar ein kleines finanzielles Polster anlegen – fürs nächste Mal. Vielen, vielen Dank dafür. Ihr seid großartig.

Das gilt natürlich auch für alle Blogger, Journalisten, Facebooker und Twitterer, die auf diese Geschichte aufmerksam gemacht haben.

Da wir nun deutlich über den angepeilten 887 Euro sind, bieten wir auch gerne an, Spenden wieder zurückzuzahlen. Ziel der Aktion war es schließlich nicht, damit Geld zu verdienen, sondern die Anwaltskosten zu bezahlen. Schreibt uns dafür bitte einfach eine kurze Mail an kontakt@topfvollgold.de, dann kümmern wir uns darum.

Wir haben aus der Sache viel gelernt, vor allem eines: Wenn eine Abmahnung reinflattert — erst mal Ruhe bewahren. Nichts überstürzen und am besten jemanden fragen, der Ahnung davon hat. Das ist auch der beste Tipp, den wir Euch mitgeben können, für den Fall, dass Ihr selbst mal in eine solche Situation kommen solltet: Cool bleiben, Anwalt fragen. Das kostet zwar meist etwas, in der Regel kommt man damit aber deutlich günstiger weg, als gleich die geforderten Kosten zu zahlen. Nähere Infos dazu findet Ihr zum Beispiel hier, hier oder hier.

Als kleines Dankeschön für die Hilfe haben wir noch eine Runde Verrenkungen zusammengestellt. Viel Spaß damit, schöne Feiertage und nochmals: Tausend Dank für die tolle Unterstützung!


“Echo der Frau”:
Semino Rossi - Was keiner ahnte! - Mutiger Lebensretter

Er spendet Blut für das Rote Kreuz.


“Viel Spaß”:
Hans Sigl - Pikante Enthüllung - Die ganze Wahrheit über die neue Frau an seiner Seite

“Die ganze Wahrheit über die neue Frau an seiner Seite” lautet: Sie ist nur im Fernsehen “die neue Frau an seiner Seite”. Da spielt sie nämlich “eine geheimnisvolle Lady, in die sich Hans Sigl alias Dr. Martin Gruber ["Der Bergdoktor"] unsterblich verliebt”. Das ist aber noch nicht die “Pikante Enthüllung”. Die besteht nämlich darin, dass Dr. Sigl gesagt hat: “‘Alle Menschen sollten flirten, man braucht es wie einen Schluck Wasser und sollte auch nicht damit im Alter aufhören.’” Oh. Oh. Oh.


“Freizeit Momente”:
Prinzessin Victoria - Kann sie ihrer Schwester je verzeihen? - Schockierendes Interview - Wie kann Madeleine nur so herzlos sein!

Die schwangere Madeleine von Schweden hat ein “schockierendes Interview” gegeben. Die “Sätze, die alle fassungslos machten”, lauten: “‘Das ist spannend und wir sind so glücklich, auch wenn es ein bisschen schnell passierte. Aber lieber so, als dass man hingeht und plant und wartet, sich danach sehnt und nichts passiert.’” Nun. Das Blatt fragt: “Wer denkt dabei nicht an [Madeleines Schwester] Victoria, deren Wunsch nach einem Geschwisterchen für Estelle (1) bisher unerfüllt geblieben ist …” Um ehrlich zu sein: wir.


“das neue”:
Helene Fischer - Schock-Beichte: Ihre große Angst - So therapiert sie sich selbst

Höhenangst.

Ihre Therapie: “Konfrontation mit der Furcht als Heilmittel.”


“Echo der Frau”:
Das wünschen ihr alle - Helene Fischer - Es ist so weit! - Ihr Traum wird wahr

Es ist so weit! Schon wieder. Diesmal geht es um Folgendes: Helene Fischer hat immer davon geträumt, eine großartige Sängerin zu werden. Das hat sie erreicht. Und vielleicht startet sie irgendwann ja auch “in Übersee” durch.


“Die neue Frau”:
Helene Fischer - Warum verschweigt sie diesen Mann? Jetzt holt sie ihre Vergangenheit ein

Dieser Mann hat – und jetzt halten Sie sich fest! – schon mal Helene Fischer getroffen. Echt wahr! In einem Musik-Workshop “traf er die süße Helene – ein hübsches junges Ding.” Die Redaktion der “neuen Frau” kann sich die beiden natürlich sofort “prima zusammen bei einem romantischen Duett auf der Bühne vorstellen”. Denn “er singt doch auch so schön: ‘Ich werd’ dir alles geben, wonach dein Herz sich sehnt.’” Und schon stellt sich die Frage: “Was, wenn Helene nun ihre Vergangenheit einholt? Dann muss Flori noch mit einem Konkurrenten mehr leben. Der Arme!”


“Woche Exklusiv”:
Helene Fischer - Unfassbar, wie man sie demütigt - Carmen Geiss - Ihr verzweifelter Kampf gegen das Ehe-Aus - Psycho-Schock! Plötzlich müssen sie ganz stark sein

Helene Fischer und Carmen Geiss haben ungefähr so viel miteinander zu tun wie Daniel Hartwich und Prinz Harry. Warum die “Woche Exklusiv” die beiden trotzdem zusammen aufs Cover gepackt hat, erklärt sie so: “Zwei Leben, eigentlich Lichtjahre voneinander entfernt – und doch mit einer erschreckenden Parallele: Plötzlich wendet sich das Schicksal gegen sie.” Bei Helene Fischer macht die Redaktion diese Psycho-Schock-auslösende Schicksalswendung an drei Ereignissen fest. Erstens hat sie bei der Moderation der “Bambi”-Verleihung am Ende versehentlich gesagt: “Das war der Echo 2013″ – ein “peinlicher Patzer” der “Perfektionistin”. Zweitens waren die TV-Quoten ihres Konzerts nicht so gut wie erwartet. Und drittens droht offenbar “auch in der Liebe Ungemach”: Ihren “Langzeit-Liebsten Florian Silbereisen” hat Helene in irgendeiner Dankesrede “mit keiner Silbe erwähnt.”

Der Psycho-Schock von Carmen Geiss liegt hingegen darin begründet, dass Herr Geiss ständig böse Witze über Frau Geiss macht. “Natürlich soll das immer scherzhaft rüberkommen”, weiß die “Woche Exklusiv”, “doch wenn jede Pointe zugleich eine Demütigung ist, hat das einen ernsten Hintergrund. Da ist von Liebe nicht mehr viel übrig.”


“Echo der Frau”:
Andrea Berg - Zwangs-Diät! - Verzicht aus Liebe

“Die Künstlerin achtet sehr auf ihre Figur”, schließlich will sie sich “ihren Fans stets makellos präsentieren” – was in der Weihnachtszeit natürlich umso schwieriger wird: “Allein 100 Gramm Lebkuchen [haben] durchschnittlich bereits beachtliche 350 Kalorien”.


“Viel Spaß”:
Stefanie Hertel & Stefan Mross - Erstaunliches Geständnis - Mit dieser Überraschung hat niemand gerechnet

Stefan und Stefanie waren mal zusammen. Jetzt ist Stefan mit einer anderen Frau liiert, mit der er seit kurzem auch ein Kind hat. Und jetzt, “Überraschung”: Bei Stefanie ist “von Eifersucht oder Missgunst keine Spur. […] Unglaublich aber wahr – die gebürtige Vogtländerin scheint sich tatsächlich aufrichtig über den Patchwork-Familienzuwachs zu freuen”. Damit hatte die “Viel Spaß” einfach nicht gerechnet.


“Echo der Frau”:
Kronprinzessin Mary - Familien-Geheimnis gelüftet

Streng genommen sind es sogar zwei Familien-Geheimnisse: Erstens wurde Marys Ehemann Prinz Frederik streng erzogen. Und zweitens “verriet Mary, dass sich die Kinderschlafzimmer auf Schloss Amalienborg direkt neben dem Elternschlafzimmer befinden. So können [die Kinder] nachts zu Mama und Papa ins Bett huschen und sich ganz eng an sie kuscheln.”


“Freizeit Momente”:
Maxima & Willem-Alexander - Baby-Geheimnis gelüftet - Es wird ein Junge!

Die “Freizeit Momente” hat einfach einen Blick für so was. “Es ist dieses Lächeln, wissend und geheimnisvoll zugleich. Es sind die kleinen Gesten wie die Blumensträuße, die plötzlich vor dem Bauch getragen werden. Oder die Röcke, die eine ‘Kellerfalte’ ziert an der Stelle, an der sich ein Bäbybäuchlein als Erstes wölbt. All das hat sie verraten, ihr süßes Geheimnis ans Tageslicht gebracht: Ja, Königin Máxima der Niederlande ist wieder schwanger.” Hurra! Und zwar wird sie, wie die “Freizeit Momente” sofort erkannt hat, einem “niedlichen Jungen das Leben schenken.” Einem “Stammhalter”. Einem “kleinen Prinzen”, mit dem Willem-Alexander “Fußball spielen und angeln gehen kann.” Warum sich das Blatt da so sicher ist? Weil es auch dafür “viele Anzeichen” gibt, genau genommen zwei. Erstens ist Máxima “in den letzten Wochen förmlich erblüht, sie ist noch schöner geworden. Und Sie kennen ja sicher die Weisheit, dass ein Junge seiner Mama Schönheit schenkt, während ein Mädchen sie ihr raubt …”. Zweitens “gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Königin unter Schwangerschaftsübelkeit leidet” – und wie jeder weiß, werden “Übelkeit und Gemütsschwankungen” nur von weiblichen Babys verursacht. Beweisführung abgeschlossen.


“Woche der Frau”:
Verona Pooth - Wie peinlich! Beim dreisten Lügen erwischt

Verona Pooth hat in einem “TV-Promi-Magazin” gesagt, dass sie “keine E-Mail-Adresse” und “keinen Account” habe. Und weil Verona Pooth neulich etwas bei Facebook gepostet hat, steht für die “Woche der Frau” fest, dass Verona Pooth “im Fernsehen dreist gelogen hatte”. Ist ja auch klar: Für Facebook braucht man einen Account. Und weil Verona Pooth ja gesagt hatte, dass … ach, egal.


“die aktuelle”:
Verzweifelt! - Fürstin Charlene - Als er ging, weinte sie! - Es passierte in Südafrika

Nelson Mandela ist gestorben.


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Schlagzeilenbasteln (5)

Schlagzeilenbasteln (5)

Haben Sie das Zeug zum Regenbogenredakteur? Finden Sie es heraus! Wir nennen Ihnen eine Nachricht, und Sie denken sich eine Schlagzeile dazu aus. Mit einem Klick auf den Link erfahren Sie, wie es die Profis gemacht haben.

Und ab dafür!


Am linken Handgelenk von Schlagersängerin Andrea Berg baumelt seit einiger Zeit ein rotes Band. Könnte ein Wollfaden vom letzten VHS-Strickkurs sein, es soll sich aber um Kabbala handeln, der mystischen Tradition des Judentums. Übrigens: Das Ding “gibt’s im Internet — für 7,95 Euro, inkl. ‘Echtheits-Zertifikat’”.

Andrea Berg - Große Sorge! Verfällt sie einer unheimlichen Sekte?


Die Tochter von Til Schweiger träumt davon, Model zu werden.

Angst um seine Tochter

Denn jeder weiß: “Zu oft findet man Drogen und Magersucht in dieser Branche.”


Die Mitarbeiter der “Revue exklusiv” haben mal ein bisschen über diese Fotos der spanischen Prinzessin Letizia unsinniert:

Prinzessin Letizia

Prinzessin Letizia - Nackt-Skandal - Wie kann sie sich so freizügig zeigen?

Doch nicht nur das! Denn: “Bei einem Vortrag in Madrid soll es wegen ihres Minirocks, der gefährlich weit hochrutschte, als sie sich setzte, sogar mal zu Ohnmachtsanfällen gekommen sein.”


Der Vater von Semino Rossi ist an Krebs gestorben. Ein Freund von ihm auch.

Semino Rossi - OH GOTT, NEIN! - Die schreckliche Angst vor dem bösen Krebs-Fluch


Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit hat sich nach ihrer Nacken-OP im November aufs Schloss Skaugum zurückgezogen. “Alle Termine wurden abgesagt. Ihre Auszeit um Wochen verlängert.”

Dabei sehnt sie sich nur nach Geborgenheit - Prinzessin Mette-Mari - Psycho-Kollaps - Sie steht vor den Scherben ihres Glücks - Jetzt kann nur noch ihre beste Freundin helfen


Neulich sagte Veronica Ferres im Interview mit der “Bunte” zu etwaigen Hochzeitsplänen mit ihrem Mann Carsten Maschmeyer: “Es wäre toll, unter Wasser oder im Weltall zu heiraten, damit man für sich sein kann”.

Veronica Ferres - Heirat im All?


Auf der Facebook-Seite von Helene Fischer schrieb neulich Butterbirne eins: “Helene, du bist 1000 mal besser als Andrea Berg, diese eingebildete Zippe.” Das veranlasste Butterbirne zwei zu folgender Antwort: “Halt dein Maul, du Knallfrosch. Andrea ist um Welten besser.”

Andrea Berg & Helene Fischer - Schlager-Krieg! Üble Beschimpfungen - ihre Fans toben vor Wut


Charlotte Casiraghi (Enkelin Nichte* des Fürsten von Monaco) ist schwanger, ihr Freund Gad Elmaleh (Komiker) ist auf Tournee in Frankreich.

Monaco vergiftet jede Liebe ... - Charlotte Casiraghi - So ein Schuft! - Das Baby ist da - er ist weg!

Oder auch:

Sowas verzeiht eine Frau nie!


Bei Willem-Alexander, dem König der Niederlande, wurde “vor 20 Jahren” eine Lungen-Sarkoidose diagnostiziert. Eine Krankheit, die — wie Experte Dr. Michael Barczok erklärt — häufig keinerlei Beschwerden verursacht und in mehr als 90 Prozent der Fälle folgenlos verläuft. Außerdem soll Willem-Alexander die Krankheit schon längst besiegt haben.

Oh, mein Gott! König Willem-Alexander - Die Lunge! Bösartige Krankheit bedroht sein Leben


Neulich beim Konzert von “Deutschland sucht den Superstar”-Gewinnerin Beatrice Egli: Ein Fan ruft zwischen zwei Songs laut “Beatrice, ich möchte dich heiraten!”

Beatrice Egli - Rührender Heiratsantrag!


Nach ihrer Brustamputation hat sich Angelina Jolie Silikonimplantate einsetzen lassen. Das könnte zu Infektionen führen.

Angelina Jolie - Schock-Diagnose - Der Star schwebt in akuter Lebensgefahr


Im kommenden Jahr könnte Prinz Harry womöglich vielleicht seine derzeitige Freundin Cressida Bonas heiraten. Cressida ist die Halbschwester von Isabella, mit der Harrys großer Bruder William vor sechs Jahren mal eine Beziehung hatte. Also: Harry aktuell mit Cressida, William früher mal mit Isabella. Williams heutige Ehefrau Kate findet Cressida ganz nett und plaudert ab und zu mal mit ihr.

Herzogin Kate - Spiel mit dem Feuer - Sie holt ihre große Rivalin in den Palast

Zur Erklärung: Kate habe einen “schlauen Plan ausgeklügelt: Sie macht sich die Schwester ihrer Feindin einfach zur besten Freundin. Und nimmt Cressida kurzerhand unter ihre Fittiche.” Mit der Kontrolle über Cressida “wird sie sich immer auf ihre Loyalität verlassen können. Auch gegen die eigene Schwester.” Har-har-har!


Helene Fischer hat in einem Interview erzählt, dass sie in den ersten Minuten nach einem Auftritt “noch voller Adrenalin” ist. “Danach fällt alles von mir ab. Ich gehe danach nicht gerne sofort ins Hotelzimmer, denn man fühlt sich oft sehr einsam nach dem Auftritt”.

Helene Fischer - Hilferuf aus dem Hotelzimmer - Von Millionen geliebt - doch oft so einsam


Irgendwo in Potsdam, also in der Stadt, in der auch Günther Jauch mit seiner Frau und seinen vier Töchtern lebt, hat ein “Sexgangster” Frauen belästigt.

Der blanke Horror vor Weihnachten - Günther Jauch - So gefährlich lebt seine Familie


*Korrektur, 12. Dezember, 15:05 Uhr: Charlotte Casiraghi ist natürlich nicht die Enkelin, sondern die Nichte des Fürsten von Monaco. Danke an Eve für den Hinweis!

**Korrektur, 13. Dezember, 14:11 Uhr: Diese Schlagzeile hatten wir zuerst einem anderen Blatt zugeschrieben. Pardon dafür!


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Im Bett mit Beatrix

Im Bett mit Beatrix

Die Reporter der “Frau mit Herz” sind Meister ihres Faches. Sie sind zur Stelle, wenn etwas in der Welt passiert. Sie sitzen neben der Queen, wenn die um das Leben ihres Sohnes bangt.

Und wenn das Blatt dann solch eine Geschichte auf dem Titel ankündigt …Erschüttert richtet Beatrix ein Stoßgebet gen Himmel - "Mein Sohn, ich will dich nicht verlieren!"… dann kann wieder nur ein alter Reporter-Haudegen losgezogen sein, um die Wahrheit ans Licht zu zerren.

Also, liebe Jury des Henri Nannen Preises, aufgepasst! Hier kommt mal wieder eine preiswürdige Reportage aus dem Hause “Frau mit Herz”:Sie hört immer wieder diesen Knall, die Schreie der Menschen. Und sie sieht das viele Blut. Schweißgebadet wacht Prinzessin Beatrix auf. Immer wieder wird sie von den Albträumen der Vergangenheit eingeholt. Von dem schweren Anschlag in Apeldoorn, von dem tragischen Unglück um ihren Sohn Friso.Die Spürhunde der “Frau mit Herz” gehen also nicht nur im Buckingham Palace ein und aus, sie liegen auch mit Beatrix im Bett.

Und sie sind dabei, wenn die Monarchin in ihren intimsten Momenten ihre Gefühle preisgibt:

Verzweifelt fleht die einstige Königin: “Willem-Alexander, ich will dich nicht verlieren.” Doch ihre Worte scheinen Schall und Rauch für den König der Niederländer.

Woher Beatrix‘ Sorgen um ihren Sohn Willem-Alexander kommen? Der “König riskiert viel. Zu viel, wie die 75-Jährige meint.”

Nun ja, genau genommen schüttelt er einfach die Hände der Leute, die ihm bei öffentlichen Auftritten zujubeln. Er “nimmt Menschen in den Arm, begeistert die Massen, weil er sich nicht von Bodyguards abschirmen lässt.”

Da läuft es einem ja eiskalt den Rücken runter!

Terror und Gewalt sind damit Tür und Tor geöffnet. Und das weiß keine besser als seine Mutter.

Und deswegen bleibt Beatrix nur eins. Zum Glück waren die Reporter der “Frau mit Herz” auch in dieser Situation zur Stelle:

Seine arme Mutter betet zu Hause, dass sie nach Frisos Unglück vor über einem Jahr nun nicht auch noch den zweiten Sohn verliert …!


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