“Frau mit Herz” erfindet die App für Attentäter
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“Frau mit Herz” erfindet die App für Attentäter

Prinz William fliegt wieder. Nach der Geburt seiner Tochter Charlotte hatte sich der britische Thronfolger ein paar Monate Pause gegönnt, nun ist er zurück hinterm Steuerknüppel seines Rettungshubschraubers. Als Pilot der “East Anglian Air Ambulance” bringt William Sanitäter und Ärzte zu Unfallorten und Notfalleinsätzen.

Das ist toller Stoff für Regenbogenredakteure. Aus Williams Job können sie wahlweise ein Psychodrama (schlimmer Unfall, schreckliche Szenerie), ein Liebesdrama (hübsche Kollegin, Konkurrenz für Ehefrau Kate) oder ein Todesdrama (mögliche Turbulenzen in der Luft, der Prinz potenziell immer in Gefahr) stricken.

Auf einen Dreh musste aber erst das britische Paparazziblatt “Mail on Sunday” kommen, den die “Frau mit Herz” dankend aufgenommen und weitergesponnen hat:

Prinz William - Schock - Plötzlich ist er eine Zielscheibe für Attentäter

Hinter dem Terrordrama steckt eine Smartphone-App, die sich jeder für 3,99 Euro runterladen kann, auch Kriminelle:

Mithilfe eines speziellen Handy-Programms lässt sich die Flugroute des Prinzen-Hubschraubers präzise verfolgen. Kriminelle könnten das ausnutzen

Tatsächlich konnten Mitarbeiter der “Mail on Sunday” mit der App “Flightradar24″ und dem sogenannten Luftfahrzeugkennzeichen Williams Helikopter während eines Fluges orten und “auf der Stelle präzise Informationen über die Flugroute, Start- und Landekoordinaten” sammeln.

Die “Frau mit Herz” denkt etwas weiter und schlägt Alarm: Das “neue Programm” erlaube Attentätern, “den Prinzen zu bedrohen und sogar abzuschießen!” William solle jetzt nicht nur an “seinen Traumberuf”, sondern “auch an seine kleine Familie denken.” Den “schmerzvollen Verlust ihres geliebten Mannes und Vaters würden Prinzessin Kate (33) und die Kinder nie verkraften”.

Das wäre dann in der Tat das Nonplusultra im Regenbogenkosmos: die Zusammenführung von Terror-, Todes-, Liebes- und Psychodrama.


Dieser Text ist zuvor bereits im “Tagesspiegel” erschienen. Alle zwei Wochen schreiben wir dort eine Kolumne über die Regenbogenpresse.


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Ein Zwilling kommt selten allein, manchmal aber schon
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Ein Zwilling kommt selten allein, manchmal aber schon

Die Mitarbeiter der Regenbogenpresse versuchen gern ihr Glück. Besonders bei Schwangerschaften und ihren Endergebnissen raten sie wie im Rausch: Mädchen? Junge? Zwillinge? Jede Woche eine neue Runde Nachwuchs-Roulette auf den Titelseiten.

Die Royal-Baby-Gerüchte aus dem britischen Königshaus ließen die Zocker wieder an die Spieltische treten. Einige Regenbogenhefte setzten korrekterweise auf “eine kleine Diana”, die Herzogin Kate zur Welt bringen wird. Es gab aber auch ein paar Wagemutige, die “Freizeit Spass” zum Beispiel:

Und wenig später schon die schlimmste Nachricht des Jahres:

Damit lagen die Embryoexperten der “Freizeit Spass” genauso daneben wie ihre Kollegen der “Neuen Welt”. Die jubelten nämlich schon früh …

… jubelten noch einmal …

… riefen eine Sensation aus …

… und jubelten dann ein ein drittes Mal:

Mit großem “Hurra” und falschen Prognosen kennen sich die Redakteure der “Neuen Welt” und ihr Chef Kai Winckler übrigens bestens aus. Als die schwedische Prinzessin Victoria 2012 schwanger war, titelte die “Neue Welt”:

Einen Tag nach Veröffentlichung des Heftes brachte Victoria Tochter Estelle zur Welt. Winckler sprach damals von einer “Katastrophe”, das sei ihm so noch nie passiert. Immerhin, dieser Schock blieb ihm beim zweiten Mal nun erspart.


Dieser Text ist vorgestern auch im “Tagesspiegel” erschienen. Jeden zweiten Montag schreiben wir dort eine Kolumne über die Regenbogenpresse.


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Post an den Presserat (4)
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Post an den Presserat (4)

Der Presserat hat heute sieben Rügen, 17 Missbilligungen und 42 Hinweise verteilt (Pressemitteilung vom 13. März 2015).

Unsere Beschwerden dürften erst bei der nächsten Sitzung bearbeitet werden. Und damit da genug zusammenkommen, haben wir heute wieder drei neue rüber geschickt …


Tragischer Selbstmord - Mick Jagger (70) - Warum konnte er seine Freundin nicht retten?

1)

“Das neue Blatt” schreibt in seinem Artikel über die vermeintlichen Hintergründe des Selbsmordes der Mode-Designerin L’Wren Scott, die mit Musiker Mick Jagger liiert war. Dabei rekonstruiert die Autorin den Suizid Scotts: Sie “erhängte sich mit einem Schal an einem Türknauf in ihrer Wohnung in New York”; und wirft mit Andeutungen zu möglichen Gründen um sich:

Zuletzt hatte sich die erfolgreiche Mode-Designerin immer mehr zurückgezogen, wurde wegen Depressionen und Selbstverletzung behandelt. Ihr Kinderwunsch blieb unerfüllt, ihre verschuldete Firma soll vor dem Aus gestanden haben.

Zudem stellt “Das neue Blatt” die Vermutung in den Raum, Mick Jagger könnte durch zu seltenen Kontakt eine Teilschuld am Selbstmord seiner Freundin haben.

2)

Mit der Veröffentlichung nutzt “Das neue Blatt” L’Wren Scotts Selbstmord für einen Sensationsartikel. Das Vorgehen der Redaktion ist alles andere als rücksichtsvoll, versucht sie doch, Mick Jagger mitverantwortlich für den Tod seiner Lebensgefährtin zu machen:

Und sie fühlte sich sicher auch vernachlässigt, da der Frauenheld [Jagger] sie wochenlang allein ließ

Die rhetorische Frage in der Überschrift (“Warum konnte er seine Freundin nicht retten?”) sowie das Artikelende (“Vielleicht auch von Jagger, der nun mit Schuldgefühlen leben muss.”) verstärken die Schuldzuweisung.

Zudem könnte die detaillierte Beschreibung des Selbstmordes Menschen, die überlegen, sich das Leben zu nehmen, als Anleitung dienen. Hier handelt “Das neue Blatt” verantwortungslos, nur um dem Artikel eine sensationelle Aufmachung verleihen zu können. Höhere Verkaufszahlen sind dem Blatt offenbar wichtiger als ein rücksichtsvoller und bewusster Umgang mit dem heiklen Thema.

3)

Unseres Erachtens verstößt der Artikel gegen Ziffer 8 des Pressekodex.

In Richtlinie 8.7 fordert der Presserat einen zurückhaltenden Umgang bei Veröffentlichungen zum Thema “Selbstmord”:

Die Berichterstattung über Selbsttötung gebietet Zurückhaltung. Dies gilt insbesondere für die Nennung von Namen, die Veröffentlichung von Fotos und die Schilderung näherer Begleitumstände.

Die gebotene Zurückhaltung fehlt in dem Artikel völlig. Im Gegenteil: “Das neue Blatt” geht ausgesprochen rücksichtslos vor, die “Schilderung näherer Begleitumstände” nimmt einen wichtigen Teil des Artikels ein. Damit versößt “Das neue Blatt” gegen den Pressekodex.

Richtlinie 8.6 gibt vor, wie über Erkrankungen berichtet werden soll — und wie nicht:

Körperliche und psychische Erkrankungen oder Schäden gehören zur Privatsphäre. In der Regel soll über sie nicht ohne Zustimmung des Betroffenen berichtet werden.

Auch diese Vorgabe missachtet “Das neue Blatt” durch die Thematisierung von L’Wren Scotts Depression und ihrer Selbstverletzung.


William und Kate - Leichtfertig setzen sie ihr Leben aufs Spiel!

1)

Kate und William haben für den 7. April 2014 einen Besuch in der neuseeländischen Hauptstadt Wellington geplant. Ihr Sohn George soll auch dabei sein. Um am schnellsten von Großbritannien nach Neuseeland zu kommen, muss die Familie den Flieger nehmen. Für die “Heim und Welt” Grund zur Sorge:

Nicht auszudenken, welche katastrophalen Folgen ein Absturz hätte! [...] Wie schnell es geschehen kann, dass ein Flugzeug sein Ziel nicht erreicht, kann sie [die Queen] täglich im Fernsehen und in der Zeitung verfolgen.

Die “Heim und Welt” spielt dabei auf den Flug MH370 an, also jenes Flugzeug, das vergangenes Jahr mit Passagieren und Besatzung spurlos verschwunden ist. Das Blatt befürchtet, dass Kate, William und George bei einem ähnlichen Flugzeugunglück ums Leben kommen könnten:

Leichtfertig setzen William und Kate ihr Leben wie auch das ihres Sohnes aufs Spiel. Vor allem gefährden sie mit ihrem Verhalten die Zukunft der Monarchie!

Ernstzunehmende Hinweise, dass die drei wirklich in Lebensgefahr schweben, nennt das Blatt allerdings nicht.

2)

Die “Heim und Welt” erfindet eine Sensationsschlagzeile, um der potentiellen Leserschaft eine vermeintlich aufregende Geschichte verkaufen zu können. Für die angebliche Bedrohung des Prinzenpaares samt Sohn nennt die Redaktion allerdings keinerlei konkreten Hinweis oder Beleg.

Das Heft schließt einzig aus den Umständen, dass der Flug MH370 womöglich verunglückt ist, und dass William, Kate und George mit einem Flugzeug reisen, auf eine besonders hohe Gefahr für die drei, bei einem Flugzeugunglück umzukommen. Weshalb die drei jedoch einer größeren Gefahr ausgesetzt sein sollen als alle anderen Flugzeugpassagiere, wird nicht erläutert.

3)

Unseres Erachtens verstößt die Veröffentlichung gegen die Ziffern 1 und 2 des Pressekodex.

Ziffer 1 verlangt eine “wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit”. Davon kann in diesem Fall nicht die Rede sein: Die “Heim und Welt” suggeriert eine Bedrohungslage für Kate, William, George und die britische Krone. Dafür liefert das Heft allerdings keinen Beweis. De facto besteht keine erhöhte Gefahr für die Familie des britischen Thronfolgers.

“Leichtfertig setzen sie ihr Leben aufs Spiel”, lautet die Überschrift des “Heim und Welt”-Artikels. Das klingt so, als würden Kate und William durch irgendein verantwortungloses und gefährdendes Verhalten ihr eigenes Leben und das ihres Sohnes riskieren. Beim Lesen des Artikels zeigt sich aber, dass diese aufsehenerregende Schlagzeile nichts weiter ist als heiße Luft. Die Überschrift entstellt somit den Sinn des Artikels, vermutlich aus Verkaufsgründen. Daher verstößt diese Veröffentlichung gegen Ziffer 2 des Pressekodex.


Helene Fischer - Lebens-Gefahr

1)

Über Helene Fischers Einsatz während ihrer Shows schreibt “Das neue Blatt”:

Sie will überraschen, das Publikum begeistern. Für ihre Fans gibt Helene Fischer alles! Dabei ist die Gefahr, sich zu verletzen oder dass Schlimmeres passiert, groß, wie ein schwerer Unfall zeigt.

Als Beispiel dafür, wie schnell ein Unglück geschehen kann, erzählt “Das neue Blatt” die Geschichte einer Artistin nach, die sich bei einer Showeinlage das Handgelenk angebrochen und Prellungen am Rücken zugezogen hat. Dabei turnte sie — genauso wie Helene Fischer bei ihren Bühnenauftritten — in einer Plexiglaskugel. Am Ende des Artikels fragt “Das neue Blatt”, ob Fischer nach diesem Vorfall “vernünftig wird”.

Auf dem Titel kündigt die Redaktion diese Geschichte plakativ mit “Helene Fischer — Lebens-Gefahr” an.

2)

“Das neue Blatt” verbindet einen Unfall einer Artistin mit den — bislang stets unfallfreien — Bühneneinlagen, die Helene Fischer auf ihrer Tournee zeigt, und bastelt daraus eine aufsehenerregende Schlagzeile. Die Redaktion erweckt den Anschein, dass Fischer in Lebensgefahr schwebe. Wirkliche Anhaltspunkte dafür nennt sie allerdings nicht.

Helene Fischer ist offenbar keiner tatsächlichen Gefahr ausgesetzt. Nur weil eine Artistin bei einem Auftritt einen Unfall hatte, heißt das nicht automatisch, dass alle, die einen Stunt auf einer Bühne hinlegen, kurz vor einem lebensgefährlichen Unfall stehen. “Das neue Blatt” wählt dennoch diese Überschrift, vermutlich, um mehr Käuferinnen und Käufer an den Kioskregalen zum Zugreifen zu bewegen.

3)

Unseres Erachtens verstößt die Veröffentlichung gegen die Ziffern 1 und 2 des Pressekodex.

Der Artikel arbeitet mit Schlussfolgerungen, die nicht nachvollziehbar sind. Außerdem fehlen Belege in dem Text, die bestätigen, dass Helene Fischer tatsächlich während ihrer Auftritte unter akuter Lebensgefahr rumturnt. “Das neue Blatt” täuscht seine Leserschaft mit einer sensationellen Geschichte, die gar keine ist — eine wahrhaftige Unterrichtung der Öffentluchkeit findet nicht statt. Deshalb verstößt dieser Artikel gegen Ziffer 1 des Pressekodex.

Die Überschriften im Heftinnern (“Helene Fischer (29) — Schwerer Unfall — wird sie jetzt vernünftig?”) und auf der Titelseite (“Helene Fischer — Lebens-Gefahr”) erwecken den Eindruck, dass die Musikerin in großer Gefahr schwebt. Der Text wird dieser Ankündigung allerdings nicht gerecht. Die Überschriften entstellen den Sinn des Artikels. Daher verstößt diese Veröffentlichung auch gegen Ziffer 2 des Pressekodex.


Wir wollen uns wieder häufiger über die Regenbogenpresse beschweren — nicht nur hier im topfvollgold, sondern so richtig offiziell.

In Deutschland ist dafür der Presserat die oberste Anlaufstelle. Deswegen schicken wir wieder regelmäßig Beschwerden über einzelne Regenbogenartikel dorthin.


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topf is loading …
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topf is loading …

topf is loading ...

Der Winterschlaf hier im Blog ist bald vorbei. Und fürs neue Jahr planen wir ein paar Veränderungen. Dafür sammeln wir gerade unsere Kräfte — daher ist der topfvollgold momentan noch im Ladezustand.

Für die Wartezeit haben wir Euch eine Ladung Schlagzeilenbasteln zusammengestellt. Die Spielregeln sind wie immer: Wir nennen Euch eine kurze Nachricht, und Ihr bastelt daraus eine schöne Regenbogenschlagzeile. Wie die Profis es gemacht haben, erfahrt Ihr mit einem Klick auf “Schlagzeile?”. Und los geht’s!


In England hat eine Gruppe von Frauen für einen Halbnackt-Kalender posiert, um Spenden für die “East Anglian Air Ambulance” zu sammeln, für die Prinz William als Hubschrauberpilot fliegt.

Schwangere Herzogin Kate - Strippen für den guten Zweck - Wie soll William ihr das nur erklären?

(“Woche der Frau”)


Thea Jauch, die Frau von Günther Jauch, hat auf dem Weingut der beiden alles fest im Griff.

Tiefe Einblicke in das Eheleben als Winzerpaar - Günther Jauch - Ohne seine Frau wäre er verloren

(“Woche der Frau”)


Neulich in Los Angeles: Der Fahrer eines SUV verliert auf der nassen Fahrbahn die Kontrolle, der Wagen rutscht gegen den Bordstein, zwei Reifen platzen. Auch im Auto: Schauspielerin Angelina Jolie.

Angelina Jolie - Anschlag auf die Schauspielerin?

(“Das Neue”)

“Das Neue” verschwörungstheoriesiert: “Hat sie sich mit ihren politischen Plänen schon die ersten Feinde gemacht?”


Zur letzten “Wetten, dass ..?”-Sendung hat Markus Lanz unter anderem auch Helene Fischer eingeladen. Til Schweiger hat für die Sängerin eine Rolle im “Tatort” klargemacht. Und Ex-Big-Brother-Bewohner Jürgen Milski hat einen Song mit dem Namen “Oh Helene” rausgebracht.

Arme Helene - So schamlos wird sie von Männern ausgenutzt!


Die Sängerin Cher musste krankheitsbedingt ihre Tour absagen. Bei Twitter schrieb sie: “‘Ich habe so fest versucht, stark genug zu sein, aber mein Wille konnte meinen Körper dieses Mal nicht zwingen.’”

Ihre Fans weinen um sie - Cher - Ihr trauriger Abschied

(“Neue Welt”)

Der Artikel der “Neuen Welt” liest sich wie ein Nachruf auf Cher. Kostprobe: Der erwähnte Tweet “waren ihre letzten Worte, die sie schrieb.” Und: “Der einzige Trost, der ihren Fans in dieser traurigen Zeit noch bleibt, sind die schönen Erinnerungen an eine der erfolgreichsten und besten Sängerinnen der Welt. Sowohl Cher als auch ihre Musik bleiben unvergessen.” Cher twittert indes fröhlich weiter.


Dieter Bohlen war bei einem Konzert von Andrea Berg. Hat ihm wohl ganz gut gefallen: “‘Ich war so begeistert, dass ich gleich in eine Polizeikontrolle gefahren bin — und der Führerschein war weg für vier Wochen’, gibt Dieter zu.”

Andrea Berg - Außer Kontrolle - Was hat sie bloß mit Dieter Bohlen angestellt?

(“Woche der Frau”)


Und jetzt mal andersherum. Welche Nachricht steckt wohl hinter dieser Schlagzeile?

Helene Fischer - In den Fängen des Nacktmodells - Unfassbar, wie Melanie Müller sie schamlos benutzt

Na, na, na, Melanie Müller! Einfach so in der Buchhandlung ein Foto von der eigenen Biographie machen, die neben der von Helene Fischer liegt, und sich dann auch noch bei Facebook drüber freuen (“‘Haha, Helene und ich zusammen im Buchladen’”)? Oder in einem Musikvideo in einem DFB-Trikot auftauchen — so wie Fischer auf der Fan-Meile in Berlin? “Unfassbar” vom “Nacktmodell” Müller, findet die “Woche der Frau”. Denn: “um ihre eigene, zweifelhafte Karriere voranzubringen, hat sie sich ausgerechnet Deutschlands Shooting-Star Nr. 1 ausgesucht: Helene Fischer (30)! Die Arme!” Der gutgemeinte Redaktionstipp: “Schuster, bleib bei deinen Leisten”.


Als die schwangere Herzogin Kate neulich eine soziale Einrichtung in New York City besuchte, wartete vor dem Gebäude zur Sicherheit auch ein Rettungswagen.

Herzogin Kate - Verliert sie ihr Kind? - Der Notarzt weicht nicht von ihrer Seite

(“Woche der Frau”)


Ein Kumpel von Markus Lanz hat in einem Interview erzählt, er und Lanz (der kürzlich Vater geworden ist) hätten einen Nordpol-Trip mit Schlittenhunden geplant.

Markus Lanz - Verlässt er etwa ganz schnell seine kleine Familie? - Unglaublich, was sein guter Freund mit ihm vorhat

(“Woche der Frau”)


Vor zwei Jahren hat Andrea Berg in einem Interview gesagt, sie habe schon ganz früh gelernt, “dass wir alle endlich sind und dass wir uns beeilen müssen, all das zu tun, was wir wirklich tun wollen.”

Andrea Berg - Sie weiß nicht, wie viel Zeit ihr noch bleibt - Stürzt sie sich deshalb von einem Abenteuer ins nächste?

(“Woche der Frau”)


Günther Jauch - Schock-Video aufgetaucht! Wusste seine Frau davon?

In dem Video spricht Jauch mit einem Weinexperten über sein Weingut. “Und so, wie der Moderator da vor der Kamera sitzt, hat man ihn wirklich noch nie gesehen”, stellt die “Schöne Woche” empört fest. Denn Jauch ist — unrasiert! Mit Drei-Tage-Bart sitzt er am Tisch, “eine Haarsträhne fällt ihm keck in die Stirn. Und das, obwohl er gefilmt wird! [...] Sind ihm seine Zuschauer plötzlich egal?”


Angeblich hat Heidi Klum (die zurzeit mit dem Kunsthändler Vito Schnabel zusammen ist) eine Privatlehrerin engagiert, die ihr Nachhilfe in Kunstgeschichte geben soll.

Heidi Klum - Ist sie zu dumm für Vito?

(“Neue Post”)


Prinzessin Mette-Marit von Norwegen und ihr Mann Haakon sind glücklich miteinander.

Mette-Marit - Die Liebe hat gesiegt ... doch wer weiß, wie lange

(“Das Neue”)


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O Brother, Where Aren’t Thou?
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O Brother, Where Aren’t Thou?

Da muss den Mitarbeitern der “Adel exklusiv” aber das Sektglas aus der Hand gefallen sein. Erst die große Freude über die zweite Schwangerschaft von Herzogin Kate, Jubel, Feierei. Und dann, ja, dann das:

Mitten im Babyglück sorgt eine Schock-Nachricht für große Aufregung - Hat Prinz William einen heimlichen Bruder?

Nun gut, mit “Mitten im Babyglück” haben die Ahnenforscher der “Adel exklusiv” ein bisschen geflunkert. Denn die “Schock-Nachricht” sorgt schon seit zwei Jahren “für große Aufregung” bei der Bauer Media Group. Das Schwesternblatt “Das Neue” verkündete bereits im Oktober 2012 unübersehbar:

Auch Kate ist überrascht - Prinz William - Sensation! Er hat noch einen heimlichen Bruder!

Jetzt ermittelt also die “Adel exklusiv” im Fall “Williams ominöser Heimlich-Bruder”. Das Blatt vermutet ihn in Schottland, genauer: in einem Schloss im Örtchen Glamis.

Gerade einmal 300 Menschen leben in dem kleinen Dorf. Der perfekte Ort, um sich vor neugierigen Blicken zu verstecken.

Sagt man ja auch so: die Anonymität des Dorfes.

Und was ist das Klügste, das man im “perfekten[n] Ort, um sich vor neugierigen Blicken zu verstecken”, machen kann? Richtig: Ein paar Einwohner fragen, ob sie schon mal jemanden gesehen haben, der nicht von ihnen gesehen werden will.

Das Ergebnis der Umfrage:

“Wir haben Gerüchte gehört, aber reden nicht darüber”, sagen die einen. Die anderen wiegeln gleich ab: “Unsinn, hier lebt er sicher nicht.”

Und in einem Pub schnappt der anonyme Autor noch auf:

“Hier lebt kein heimlicher Bruder von Prinz William.”

Aber nicht nur auf der Straße und in Kneipen findet der “Adel exklusiv”-Mitarbeiter keinerlei Anzeichen, auch eine Tour durchs Schloss ist so unergiebig, dass er sich an den letzten Brocken Hoffnung klammert, der ihm hingeworfen wird:

Nach der Führung durch die nur spärlich beheizten Räume spreche ich [Schloss-Direktorin] Libby Reynolds auf das Gerücht an, dass Williams Bruder im Schloss leben soll. Sie schüttelt mit dem Kopf, sagt dann zögerlich: “Jede Geschichte hat einen Kern Wahrheit …”

Wenn aus den Lebenden von Glamis schon nichts Verwertbares herauszube-kommen ist, dann vielleicht aus den Toten:

Zu guter Letzt steht der Besuch auf dem Friedhof an. Viele Grabsteine haben hier keinen Namen. Gehört einer davon zu Williams Bruder? Wir werden es wohl nie erfahren.

Die eindrucksvolle Bilanz der Reise nach Schottland: zweieinhalb Dementis, ein Kopfschütteln und ein paar leere Grabsteine. Und was macht die “Adel exklusiv” auf ihrer Titelseite daraus? Logo, eine “Unglaubliche Enthüllung”:

Prinz William - Unglaubliche Enthüllung - Hat er wirklich einen heimlichen Bruder?


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Das doppelte doppelte Lottchen
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Das doppelte doppelte Lottchen

Ganz England jubelt! Ganz Schweden auch! Und der Alles Gute Verlag erst recht!

Denn:

Die Geschichte links (“Freizeit Heute”, Kate & William) basiert auf einer Story des US-Bumsblättchens “OK!”, das sich wiederum auf “Palastinsider” beruft. Die “Freizeit Vergnügen” (Victoria & Daniel) hat sich die Informanten (ebenfalls “Palastinsider”) kurzerhand selbst ausgedacht und verkündet nun auch für Schweden “Babyglück im Doppelpack”.

Die Beweislage ist allerdings auch eindeutig. Victorias Kleider, so die Spürnasen der “Freizeit Vergnügen”, seien “in letzter Zeit (…) auffällig weit geschnitten, ihr Lächeln strahlender und irgendwie geheimnisvoll – ganz genau wie bei ihrer letzten Schwangerschaft”. Hach ja.

Und Kate habe sich, wie die “Freizeit Heute” beobachtet hat, “in letzter Zeit (…) auffällig rar gemacht” — Punkt eins. Und: “Wie man hört, haben Kate und William bereits vorgesorgt und ein zweites Kindermädchen eingestellt” — Punkt zwei. Kates Vater soll zudem “in entspannter Runde ausgeplaudert haben”, dass es zwei Mädchen werden. Zack: Schwangerschaftstest positiv.

Kate habe sich, so das Blatt, momentan — “wie’s aussieht” — in den Kensington-Palast zurückgezogen. Weil:

Hier ist Kate geschützt vor medialer Dauerbeobachtung. Sie hat noch ihre erste Schwangerschaft in äußerst unguter Erinnerung, als von ihr erwartet wurde, dass sie sich trotz ständiger Übelkeit öffentlich zeigt und auch zwischen ihren Würgeanfällen Haltung bewahrt. Radiomoderatoren diskutieren hingebungsvoll Konsistenz und Farbe ihres Mageninhalts. Verständlich, dass Kate derlei Unappetitlichkeiten diesmal aus dem Weg gehen und zumindest versuchen möchte, eine Schwangerschaft in trauter Privatheit hinzukriegen.

Hey, “Freizeit Heute”! Merkste selbst, ne?


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Schlagzeilenbasteln (81)
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Schlagzeilenbasteln (81)

Welche Schlagzeile könnte man aus folgender Nachricht basteln?

Neulich richtete Prinz William “ein Gala-Dinner zugunsten der Krebsforschung am Royal Marsden Hospital aus.” Es kamen viele schöne Frauen. Nur eine fehlte: Williams Frau Kate.

Die naheliegenden “Drama”-Schlagzeilen gab es tatsächlich. Zum Beispiel in “Das neue Blatt”:

Was der Hof vertuscht! - Kate - Spurlos verschwunden

Die “Heim und Welt” hat sich aber einen ganz speziellen Dreh überlegt:

Herzogin Kate - Mit einer List hält sie ihre LIebe jung

Denn Kate war zwar nicht bei der Gala, aber “[w]as William nicht ahnt: Mit ihrer Abwesenheit verfolgt seine Kate einen listigen Plan! Die Herzogin lässt ihren Mann an der langen Leine. Damit er sieht, was er an seiner Ehefrau hat!” Mit Erfolg: “Denn nach dem Gala-Dinner verzichtete William auf die rauschende Party it seinen weiblichen Gästen und machte sich so schnell wie möglich auf den Weg zu Baby George und seiner wunderbaren Frau!”

Übrigens: Diese und andere bekloppte Geschichten gibt es auch diese Woche wieder in den Herzblattgeschichten der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”.


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Der Alles Gute Verlag reißt
den Royals die Köpfe ab
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Der Alles Gute Verlag reißt
den Royals die Köpfe ab

Mensch, alte Photoshopper vom Alles Gute Verlag, da habt ihr uns heute aber mal ein richtig dickes Déjà-vu beschert!

Das Cover Eurer aktuellen “Freizeit Blitz” kennen wir doch! Nur sind in unserem Regenbogen-Archiv die Körper mit anderen Protagonistenköpfen besetzt. Statt Kate lächelte vor einigen Monaten ihre Schwester Pippa von der “Prima Woche” — und zwar in den Armen von Harry statt von William:

Links: "Harry & Pippa - Heimliches Baby-Glück" - Rechts: "Kate & William - Hurra, Zwillinge!"

Etwas deutlicher wird die Transplantation in diesem lustigen Wackelbild:

Ausrisse: “Prima Woche”, Nr. 8/2013 sowie “Freizeit Blitz”, Nr. 3/2014

Und jetzt ratet mal: Welches sind die Originalköpfe?

Es sind die von William und Kate bei den Olympschen Spielen 2012 in London.


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Schlagzeilenbasteln (61)
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Schlagzeilenbasteln (61)

Heute basteln wir ein ganzes Cover. Fünf Nachrichten, fünf Schlagzeilen. Und ab dafür!


1. Im vergangenen Jahr sind die Großeltern der Freundin von Andreas Gabalier gestorben.

Andreas Gabalier - Neues Sterbe-Drama! Schreckliche Familien-Tragödie ++ Zerbricht jetzt seine Liebe?


2. Bis Anfang Juni haben Helene Fischer und Florian Silbereisen noch Termine.

Helene & Florian - Ihr geheimer Liebes-Urlaub - Von wegen Trennung ...Denn:

Bis Anfang Juni haben sie noch Termine. Dann endlich heißt es: Zeit für die Liebe! Und auch für Urlaub. Und den verbringen Florian und Helene vermutlich wieder auf Mallorca.


3. Heidi Klum wurde kürzlich “öffentlich knutschend mit ihrer neuen Flamme Vito Schnabel (27) erwischt.” Auch wurde sie in letzter Zeit “häufiger wieder mit Ex-mann [sic] Seal (51) gesichtet”. Und “dann wäre da noch ‘Germany’s next Topmodel’-Kollege Thomas Hayo (45). Immer wieder sieht man die beiden auch außerhalb der Dreharbeiten sehr vertraut miteinander umgehen”.

Beziehungs-Chaos - Heidi Klum - Kann sie jetzt den Schnabel nicht halten?


4. Fünf ehemalige Mitarbeiter der St. Andrews-Universität sind an Krebs erkrankt. Ihre Anwälte haben eine Untersuchung veranlasst, ob die Uni möglicherweise die Ursache für die Erkrankung ist.

Schock-News - Herzogin Kate - Krebs-Angst: Hat Asbest sie krank gemacht?
Denn: Kate und William haben auch dort studiert.


5. Christine Neubauer hat neulich einen Film in Chile gedreht. Ihr chilenischer Lebensgefährte José ist mitgekommen.

Einr tränenreiche Entscheidung - Christine Neubauer - José kehrte zu seiner Ehefrau zurück


Titelseite: "Revue der Woche", Nr. 4-5/2014


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Schlagzeilenbasteln (48)

Schlagzeilenbasteln (48)

Heute das Schlagzeilenbasteln mal wieder andersrum. Also: Welche Geschichte steckt hinter folgender Schlagzeile aus der “Heim und Welt”?

William und Kate - Leichtfertig setzen sie ihr Leben aufs Spiel!

William und Kate werden bald Neuseelands Hauptstadt Wellington besuchen. Und das ist er auch schon — der Grund, warum sie ihr Leben leichtfertig aufs Spiel setzen.

Schließlich kommt man von Großbritannien aus am besten mit dem Flugzeug nach Neuseeland. Und: “Wie schnell es geschehen kann, dass ein Flugzeug sein Ziel nicht erreicht, kann [die Queen] täglich im Fernsehen und in der Zeitung verfolgen. Flug MH370 [...] ist auch im Palast ein großes Thema!”


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