“Woche heute” lässt LeFloid tief in Merkels Seele blicken
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“Woche heute” lässt LeFloid tief in Merkels Seele blicken

Für sein Interview mit Angela Merkel musste der Youtube-Flummi LeFloid ganz schön einstecken: lasche Fragen, devotes Gehabe, null kritisches Nachbohren, so die Vorwürfe.

Die “Woche heute” titelt gar, es sei ein “erschütterndes Interview” gewesen, was aber nicht am unterwürfigen Internetstar lag, sondern an den scharfen Antworten der Bundeskanzlerin:

Es ist so traurig - Angela Merkel - Erschütterndes Interview - So schlimm steht es wirklich um ihre Ehe

Merkel habe “tief in ihre Seele blicken” lassen. Nanu?! Diese Einsicht dürfte das Regenbogenblatt beim Durchschauen des halbstündigen Videomaterials recht exklusiv gehabt haben. Doch trotz all der Schwammigkeit von Merkels Aussagen bleibt die Redaktion dabei:

In einem Interview mit dem Youtube-Star LeFloid (27) gewährte die Kanzlerin jetzt ungewohnte Einblicke in ihr Leben abseits von Rednerpulten, Kameras und Mikrofonen.

Angela Merkel hatte vor laufender Kamera ins Mikrofon gesagt, dass ein Beruf jeden Menschen verändere: “Wenn Sie den ganzen Tag mit Leuten reden, dann haben Sie abends vielleicht unglaublich Lust, mal eine Stunde zu schweigen.”

Für die “Woche heute” wirft die mögliche Stunde Ruhe im Hause der Kanzlerin und ihrem Mann Joachim Sauer unweigerlich eine Frage auf: “Wie steht es wirklich um ihre Ehe?” Denn “sich anzuschweigen, anstatt miteinander zu reden — das ist Gift für jede Beziehung!

Und dann ist da noch Merkels Mobiltelefon, das die gemeinsame Zeit besonders kostbar mache:

Schließlich kann jeden Moment wieder ihr Handy klingeln, kann die nächste Krise sofortiges Handeln nötig machen!

Richtig problematisch werden diese Krisenanrufe natürlich dann, wenn sie in die Merkel’sche Schweigestunde fallen. Die endgültige Handlungsunfähigkeit der Bundesregierung wäre die Folge. LeFloid hat mit seinem Interview also nicht nur ein Ehe-Drama aufgedeckt, sondern einen handfesten Politskandal. Zumindest nach Logik der Regenbogenpresse.


Dieser Text ist am Montag auch im “Tagesspiegel” erschienen. Alle zwei Wochen schreiben wir dort eine Kolumne über die Regenbogenpresse.


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Links vom topf (30)
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Links vom topf (30)

In seinen aktuellen “Herzblatt-Geschichten” gibt Jörg Thomann, Redakteur der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”, zu, dass er die Mitarbeiter der Regenbogenblätter manchmal beneidet:

Nehmen wir “Das goldene Blatt”, das jüngst ein Foto in die Finger bekam, auf dem die Moderatorin Karen Webb eine gelbe Hose trägt. Und weil das an sich noch keine irre Story ist, hat die Redaktion Fotos anderer Menschen dazugestellt, die ebenfalls gelb gekleidet sind, und getextet: “Sie strahlen mit dem Frühling um die Wette. Passend zur heiteren Zeit des Jahres haben unsere Promis ihr Sortiment mit Gelbtönen aus dem Kleiderschrank geholt.” Im Nu ist eine Seite gefüllt — obwohl, wie eine Blitzrecherche ergab, Goldie Hawns Foto aus dem Dezember 2013 stammt, Ross Antonys aus dem Januar 2014 und so weiter, die Promis also Gelb auch unpassend zur unheiteren Zeit des Jahres tragen.

Herzblatt-Geschichten: Das tollste Lebewesen


In unserer Rubrik “Links vom topf” wollen wir Euch kurz und knapp interessante Links rund ums Thema “Regenbogenpresse” präsentieren.

Wenn Ihr also in den Weiten des Internets auf Interessantes zur Klatsch- und Regenbogenpresse stoßt, schickt uns gern den Link an linksvomtopf@topfvollgold.de.


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Wer zuletzt lacht (2)
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Wer zuletzt lacht (2)

Aus der Kategorie “Entschuldigen Sie, Frau Lehrerin, mein Nashorn hat das Hausaufgabenheft gefressen”:

Helene Fischer - Doch keine Tränen beim Konzert! Man könnte es gut verstehen, wenn Helene Fischer bei all dem beruflichen Stress auch mal die Fassung verlieren würde. Und so sah es für uns aus, als ein Video voneinem Konzert in München Ende Februar auftauchte. Ein Fan reichte ihr einen Borussia-Dortmund-Schal, das Publikum tobte. Es sah für viele so aus, als hätte sie sogar Tränen in den Augen. Auch wir berichteten darüber in "Das neue Blatt" vom 11. März 2015 ("Sie weint so viel"). Nun erfahren wir, dass das ein falscher Eindruck war. Geweint hat sie nicht. Wieder einmal ließ sie sich also nicht unterkriegen.


Nachtrag, 24. April, 17:19 Uhr:
Die “Woche heute” hatte ebenfalls über das Helene-Fischer-Konzert in München berichtet und von einem “Tränen-Kollaps” geschrieben.

Hat der Schlagersängerin wohl nicht so gut gefallen. Deswegen prangt auf der Titelseite der aktuellen “Woche heute”-Ausgabe dieser Kasten:

Gegendarstellung von Helene Fischer zu Beitrag "Tränen-Kollapts" – Woche Heute Nr. 11/15 – S. 10

Und im Innenteil gibt’s das Ganze noch einmal ausführlicher:

Gegendarstellung – Sie schreiben in "Woche Heute" Nr. 11 vom 4. März 2015 auf Seite 7 in der Überschrift in Bezug auf meine Person und ein von mir gegebenes Konzert: "Tränen-Kollaps" – Hierzu stelle ich fest: Es gab von mir während des Konzerts keine Tränen. Hamburg, den 16. März 2015. Helene Fischer – Frau Fischer hat Recht. Der Verlag


Jörg Thomann, Redakteur der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”, vermutet in seinen aktuellen “Herzblatt-Geschichten”, dass der Keine-Tränen-Tipp fürs “neue Blatt” von Fischers Anwälten kam.


Mit Dank an Mike für den Hinweis!


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Ein trauriger Lichtblick
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Ein trauriger Lichtblick

In unserem wöchentlichen Gespräch mit detektor.fm ging es dieses Mal um zwei völlig unterschiedliche Interpretationen einer Nachricht:

Michael Schumacher - Endlich wieder ein Lichtblick!

(“Woche der Frau”)

Michael Schumacher - Traurige Nachricht

(“Woche heute”)

Das Gespräch könnt Ihr hier nachhören …

detektor.fm: Ihr habt heute — ich zitiere — “die schönste Nachricht seit Langem” für uns mitgebracht. Und es hat was zu tun mit Michael Schumacher. Worum geht’s?

Moritz: Also ob das nun eine schöne Nachricht ist oder nicht, das sehen die Hefte unterschiedlich. Aber genau: Es geht um Michael Schumacher und seinen Sohn Mick. Der hat nämlich einen Vertrag in der Formel 4 bekommen. Jeder kennt die Formel 1, da ist Sebastian Vettel sehr erfolgreich, Nico Rosberg und früher auch Michael Schumacher. Dann gibt es aber auch eine etwas kleinere Wagenklasse, die sogenannte Formel 4. Und bei einem Rennstall dort hat der Sohn von Michael Schumacher jetzt einen Vertrag bekommen. Die Saison startet im April, da ist er jetzt bald also auf der Rennstrecke. Und die “Woche der Frau” schreibt von einem “Lichtblick”, den es jetzt endlich mal wieder gibt — nach all den traurigen Nachrichten nun wieder etwas Positives. Ein anderes Heft, die “Woche heute”, sieht das allerdings ganz anders …

Mats: … die schreibt nämlich: “Michael Schumacher — Schreckliche Sorgen — Nicht auch noch sein Sohn!” Und auf der Titelseite kündigt die Redaktion das mit “Michael Schumacher — Traurige Nachricht” an. Das ist alles, was vorne auf der Titelseite zu der Geschichte steht. Was so traurig und so schrecklich daran ist: Rennsport ist kein ungefährlicher Sport, und die arme Familie von Michael Schumacher jetzt auch darum bangen muss, dass vielleicht dem Sohn auf der Rennstrecke was passiert. Das ist der Grund, warum die “Woche heute” eine “Traurige Nachricht” zu verkünden hat. Wir finden das interessant, dass die “Woche der Frau” von einem “Lichtblick” schreibt und das alles ganz toll findet, und die “Woche heute” das alles ganz schlimm findet. Das passt gut in die bisherige Berichterstattung über Michael Schumacher. Wenn ein Heft auf der Titelseite nur schreibt: “Michael Schumacher — Traurige Nachricht”, dann ist für die Leserschaft erstmal nicht zu erkennen, worum es eigentlich geht. Die Blätter suggerieren ganz gerne, dass sie Neuigkeiten über den Gesundheitszustand von Michael Schumacher haben. Die Leserinnen und Leser können dann natürlich annehmen, dass die “Traurige Nachricht” bedeutet, dass sich beim Gesundheitszustand etwas verschlechtert hat, und dass sie nähere Infos dann im Heftinnern bekommen. Das ist dann aber natürlich nicht so. Also: Die Hefte suggerieren, sie hätten Informationen über den Gesundheitszustand von Michael Schumacher und in Wirklichkeit geht es nur um die Formel-4-Karriere seines Sohns.

Ich finde das tatsächlich interessant: Wir haben die gleiche Ausgangsinformation, dass der 15-jährige Sohn in seine Rennfahrer-Karriere startet. Und die unterschiedlichen Blätter machen wirklich komplett gegensätzliche Dinge daraus. Und dann wird auch noch über Michael Schumacher getitelt, obwohl die Geschichte nicht mit Michael Schumacher zu tun hat — außer dass sein Sohn jetzt Autos fährt.

Moritz: Genau, der eine Punkt ist, dass die Hefte eine Geschichte über Michael Schumacher verkaufen, vermutlich weil die Leserschaft mit ihm bestimmte Emotionen verbindet und weiß, dass es vor einigen Monaten einen Unfall gab. Der zweite Punkt ist die reine Willkür, wie die Redaktionen eine Geschichte auslegen. Die stricken sich das einfach so zusammen, wie sie wollen. Man hätte ja auch einfach eine kleine Nachricht bringen können: Hier, Michael Schumachers Sohn hat jetzt einen Vertrag in der Formel 4 — und das wär’s. Aber nee, die machen da eine große Geschichte draus, entweder die riesige Hoffnungsgeschichte oder die riesige Sorgengeschichte. Das zeigt einmal mehr, wie mit der Familie Schumacher umgesprungen wird. Wobei das anderen Prominenten genauso geht: Eine ganz nüchterne Nachricht wird als große Hoffnungssensation oder als großer Untergang verkauft.

Was ich auch noch ganz interessant fand: Ich glaube, das war der Artikel der “Woche der Frau”, da kamen vom Hölzchen aufs Stöckchen alle Mitglieder der Familie Schumacher einmal vor in dem Text, obwohl es eigentlich ja nur um den jugendlichen Rennfahrer geht. Also: die Geschiedene, die Ehefrau, die Tante — unglaublich. Machen die Hefte das öfter so?

Mats: Das machen die ganz gern. Irgendwie muss dieser Artikel ja auch mit irgendwelchem Quatsch gefüllt werden. Da können die jetzt nicht nur hinschreiben: Der Sohn fährt Formel 4 und das war’s auch schon. Dann wäre die Seite ziemlich leer. Also müssen die das andicken mit irgendeinem Quatsch, den man sonst noch findet. Da beschreiben die dann einfach Altbekanntes oder saugen sich irgendwas aus den Fingern. In diesem Fall ist das auch ganz besonders eklig, an der Stelle, wo das Heft auf Cora Schumacher zu sprechen kommt. Die ist ja demnächst bei “Let’s Dance”, dieser Tanz-Show von RTL. Und jetzt spekuliert die “Woche der Frau” darüber, ob sie möglicherweise Insider-Infos ausplaudert oder irgendwas über Michael Schumacher erzählt, das die Öffentlichkeit nicht erfahren sollte. Die Redaktion schreibt: “Geschmacklos, falls sie noch aus dem Unfall ihres Ex-Schwagers Profit schlägt.” Das ist natürlich genau das, was diese Hefte machen: Sie schlagen Profit aus dem Unfall von Michael Schumacher und aus dem Leider der Familie und werfen gleichzeitig Cora Schumacher indirekt vor, dass sie möglicherweise Profit daraus schlagen will. Diese wirklich widerliche, eklige Doppelmoral zieht sich wie ein roter Faden durch die Berichte über Michael Schumacher.

Genau an dieser Stelle gibt es noch ein schönes Beispiel für die Empörung, die in diesem Artikel auch rauskommt gegenüber dem Fernsehen: Gab es die Einladung für Cora Schumacher zu “Let’s Dance” etwa nur, um diese internen Familiendinge aus ihr herauszulocken? Also etwas, was diese Blätter ja offensichtlich nie machen würden.

Moritz: Man kann sich vorstellen: Sollte irgendwann mal die Möglichkeit für die “Woche der Frau” bestehen, ein Exklusiv-Interview mit Cora Schumacher zu bekommen, dann wäre das eine riesig große Titelgeschichte. Da würden die sich die Finger danach lecken, diese Informationen zu bekommen. Und genau das stört uns eben an der Regenbogenpresse: eine Bigotterie, die ihresgleichen sucht.

Mats: Und selbst wenn Cora Schumacher irgendwas ausplaudern würde bei RTL, dann würden die Regenbogenhefte das natürlich sofort abdrucken. Dann würde es heißen: “Sensationelle Enthüllung — Unfassbar, was sie im Fernsehen erzählt”. Und dann würden die Redaktionen das auch wieder breittreten und sich drüber empören. Das ist also schon eine ziemlich widerliche Angelegenheit, was die so machen mit Michael Schumacher und der Familie.

Abgesehen davon, dass wir mal wieder ein schönes Beispiel gezeigt bekommen haben von der Doppelmoral von Boulevardblättern: Was nehmen wir aus dieser Episode heute mit?

Moritz: Vor allem, dass die Regenbogenredaktionen willkürlich festlegen, wie sie Geschichten ausspielen. Da kann es dann übrigens auch mal vorkommen, dass innerhalb eines Verlages, wo dieselben Leute an zwei verschiedenen Heften sitzen, das eine Heft schreibt, dass es ganz positiv aussieht, und das andere schreibt das komplette Gegenteil. Die reine Willkür also, es gibt offenbar kein Interesse daran, möglichst objektiv und neutral zu berichten, sondern es geht um eine knallige Schlagzeile und einen guten Verkaufserlös.


Jeden Freitag unterhalten wir uns mit dem Internetradiosender detektor.fm über die Dämlichkeiten der deutschen Regenbogenpresse. Diese Gespräche gibt’s in der Woche drauf immer hier bei uns im Blog zum Nachhören und -lesen.

Und unter diesem RSS-Link gibt’s das Ganze als Podcast.


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Schlagzeilenbasteln (115)
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Schlagzeilenbasteln (115)

Welche Schlagzeile könnte man über diese Nachricht setzen?

Die Tochter von Jan Josef Liefers ist bald im “ZDF” zu sehen. Sie spielt in einem Thriller die Tochter eines Psychiaters.

Jan Josef Liefers - Schock-Geständnis - Zerbricht jetzt sein Familienglück?

(Unkenntlichmachung von uns.)

Jan Josef Liefers Tochter erlebt schon gleich in der ersten Folge eine ganze Menge: Verfolgung durch einen Psychopathen, Geiselnahme, das volle Programm. Die “Woche heute” fragt sich:

Mutet Jan Josef Liefers seiner [Tochter] nicht ein bisschen viel zu, wenn sie solche Szenen durchleben muss?

Denn “heutzutage beruhen Krimis immer häufiger auf wahren Begebenheiten. [...] Belastet das nicht auf Dauer ihre zarte Kinderseele?”

Hilfe könnte vom Vater höchstpersönlich kommen, doch:

Der Schauspieler möchte nur das Beste für seine Tochter. Steht Lilly mit Rat und Tat beiseite. Aber manchmal sei das nicht so einfach, gesteht der sympathische Schauspieler


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Genau wie bei Prinz Friso (7)
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Genau wie bei Prinz Friso (7)

Über Michael Schumacher und seinen Ski-Unfall Ende 2013 gibt es immer weniger Medienmeldungen — zum Glück. Anscheinend haben die meisten Zeitungen, Radiosender, TV- und Online-Redaktionen verstanden, dass Schumachers Familie ganz gern in Ruhe gelassen werden möchte. Selbst der unsägliche “Focus Online”-Hier!-Hier!-Klickt-hier-mal-für-alles-Unwichtige-über-Schumi-Holzkopf-Liveticker schweigt immer häufiger.

Leider gibt es aber noch die deutsche Regenbogenpresse. Und die berichtet weiter, als würde Michael Schumachers Managerin Sabine Kehm tagtäglich mit Infos um sich werfen. Natürlich ist es einfacher, sich aus null Informationen ganze Artikelreihen über Schumacher auszudenken, wenn man sich von Berufs wegen sowieso seit Jahren und Jahrzehnten aus null Informationen irgendwas über irgendwen ausdenkt.

Die Anzahl an Schumacher-Berichten geht zwar auch in der Regenbogenwelt langsam zurück. Verglichen mit den (halb-)seriösen Medien, ist sie aber nach wie vor um ein Vielfaches höher. Die Texte lassen sich grob in zwei große Kategorien einteilen: Entweder “Schumacher wird bald wieder im Formel-1-Wagen sitzen” oder “Das dürfte es bald mit ihm gewesen sein”.

Zwei Beispiele aus Dutzenden.
Beispiel eins: die “Freizeit Express”.

Michael Schumacher - Dramatische Schicksalswende! Muss Corinna leise von ihm Abschied nehmen?

Das Blatt steigt mit einer eklig-kitschigen — und aller Wahrscheinlichkeit nach ausgedachten — Szenenbeschreibung in den Artikel ein:

Tränen schimmern in ihren Augen. Tränen der Verzweiflung. Der Hoffnungslosigkeit. Ihr Blick wirkt starr, fast leer.

Gemeint ist Michael Schumachers Frau Corinna. Und über die fragt die “Freizeit Express” nun, ob sie leise von ihrem Ehemann Abschied nehmen muss. Das Redaktionsteam ist nämlich auf ein Radiointerview mit dem früheren Formel-1-Piloten Philippe Streiff gestoßen, das sich mit all seinen angeblichen Details zu Michael Schumachers Gesundheitszustand wunderbar zu einem Abgesang auf ihn verwursten lässt.

Natürlich muss Corinna Schumacher nicht leise Abschied nehmen von ihrem Mann. Das weiß auch die Redaktion der “Freizeit Express”:

Schumis Managerin Sabine Kehm (46) dementiert: “Philippe Streiff ist weder ein Freund von Michael, noch hat er ihn jemals besucht.” Klare Worte! Gibt es also doch keinen Grund zur Sorge?

Gut kombiniert, Sherlock.

Beispiel zwei: die “Woche heute”.

Endlich gute Nachrichten! Michael Schumacher - Sensationeller Heilungserfolg - Die Liebe seiner Familie hat ein Wunder bewirkt

Das Heft macht große Hoffnungen:

Nun gibt es Neuigkeiten! Sie kommen von Schumis Kindern

Denn Schumachers Sohn gelte “als Mega-Talent in der Rennsportszene”. Und auch seine Tochter feiere beim Westernreiten “größere Erfolge denn je.”

Welchem kranken Vater würde es keinen enormen Genesungsschub geben, wenn die Kinder von ihren Erfolgen erzählen?

Die Reit- und Motorsport-Titel von Michael Schumachers Kindern und die “Liebe seiner Familie” reichen den Quacksalbern der “Woche heute” schon für ihre Diagnose: “sensationeller Heilungserfolg”.

Das ist zwar immerhin positiv. Aber ebenfalls völliger Murks.


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Post an den Presserat
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Post an den Presserat

Wir wollen uns wieder häufiger über die Regenbogenpresse beschweren — also nicht nur hier im topfvollgold, sondern so richtig offiziell.

In Deutschland ist dafür der Presserat die oberste Anlaufstelle. Deswegen schicken wir ab sofort wieder regelmäßig Beschwerden über einzelne Regenbogenartikel dorthin. Das hat vor etwas mehr als anderthalb Jahren schon einmal ganz gut geklappt.

Unsere Beschwerden, die Reaktionen der Verlage und die Entscheidungen des Presserats dokumentieren wir in unserer neuen Rubrik “Post an den Presserat”. Die ersten drei Beschwerden unseres neuen Anlaufs sind heute rausgegangen:

Der Screenshot zeigt die Sendebestätigung eine E-Mail an den Presserat.

(Draufklicken für eine größere Version)

Und hier könnt Ihr nachlesen, was uns an den Artikeln nicht gepasst hat …


Stefan Mross - Plötzlicher Kindstod! Der Moderator und seine Frau finden keinen Schlaf mehr

1)

Im Artikel schreibt die “Freizeit im Blick” über die allgemeine, theoretische Gefahr eines plötzlichen Säuglingstodes und illustriert diese am Beispiel von Stefan Mross’ wenige Monate alter Tochter:

Seine zweite Tochter Paula-Elise ist 52 Zentimeter groß und 3800 Gramm schwer – und sieht so zerbrechlich aus. Und in gewisser Weise ist sie das auch! Denn vor allem in den ersten Wochen ist so ein kleines Wesen in großer Gefahr. [...] Denn nach wie vor zählt der Plötzliche Säuglingstod zu den häufigsten Todesarten bei Kindern unter zwei Jahren.

Auf der Titelseite kündigt die Redaktion diesen Artikel mit “Stefan Mross — Plötzlicher Kindstod! Der Moderator und seine Frau finden keinen Schlaf mehr” an.

2)

Stefan Mross und seine Tochter haben — abgesehen von der theoretischen Möglichkeit eines plötzlichen Säuglingstodes — rein gar nichts mit dem Thema zu tun. Der Musiker hat sich nicht öffentlich zu diesem Thema geäußert, seine Tochter scheint nicht begründet stärker gefährdet zu sein als andere Säuglinge. Im Gegenteil — die “Freizeit im Blick” schreibt selbst:

Er [Stefan Mross] tut alles, um alle Gefahren und Risiken einzudämmen. Das bedeutet ‘Rückenlage’ zum Schlafen, ‘Rauchfrei’ und ‘Richtig gebettet’. [...] Stefan Mross tut alles, um seine Tochter zu schützen.

Es dürfte Mross’ kleiner Tochter also prächtig gehen. Dennoch erweckt die Redaktion durch Schlag- und Unterzeile auf der Titelseite unserer Meinung nach den Eindruck, als sei Stefan Mross’ Tochter gestorben. Es wirkt, als wolle sie mit der aufsehenerregende Überschrift lediglich mögliche Käufer locken.

Dazu scheint es so, als habe sich die “Freizeit im Blick” die Details zur Art und Weise, wie Mross’ Tochter gebettet ist, schlicht ausgedacht — jedenfalls liefert die Redaktion keine Zitate oder Beweise, die ihre Aussagen bestätigen.

3)

Unseres Erachtens verstößt der Artikel der “Freizeit im Blick” gegen die Ziffern 1, 2 und 8 des Pressekodex.

Die anscheinend erfundenen Details zu den Schlafumständen von Stefan Mross’ Tochter sowie die Überschrift sind keine “wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit”. Diese zählt laut Ziffer 1 des Pressekodex allerdings zu den “oberste[n] Gebote[n] der Presse.” Die Überschrift zielt stattdessen nur darauf ab, die potenzielle Leserschaft zum Kauf zu bewegen, und nimmt eine falsche Information dabei billigend in Kauf.

Außerdem verfälscht die Titelzeile die tatsächlich vorliegenden Informationen. Dabei fordert die Sorgfaltspflicht in Ziffer 2 des Kodex, dass diese Informationen “durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden”.

Dazu missachtet die “Freizeit im Blick” durch den in der Schlagzeile auf dem Cover angedeuteten Kindstod “das Privatleben des Menschen und seine informationelle Selbstbestimmung.” Diese zu achten schreibt hingegen Ziffer 8 des Kodex vor. In diesem Fall sind sowohl Stefan Mross als auch seine Tochter und seine Frau betroffen.


Fürstin Charlène - Unfruchtbar! Sie zerbricht daran, keine Kinder bekommen zu können

1)

Auf ihrer Titelseite schreibt die “Freizeit Spezial”, die monegassische Fürstin Charlène sei “Unfruchtbar!” und: “Sie zerbricht daran, keine Kinder bekommen zu können”. Im dazugehörigen Artikel geht es hingegen nur um angebliche Gerüchte aus dem Palast-Umfeld, “dass die Fürstin sich mit dem Gedanken trägt, ihren Kinderwunsch endgültig zu begraben.” Eine Freundin Charlènes soll dem Blatt gesagt haben:

“Sie glaubt, dass diese Erwartungshaltung eine negative Auswirkung auf ihre Fruchtbarkeit hat. Der Druck blockiert ihren Körper, davon ist sie überzeugt. Sie hält es für eine Art Trotz-Reaktion ihres Körpers.”

Allein darauf basiert die “Unfruchtbar!”-Schlagzeile.

2)

Die Tatsachenbehauptung (“Unfruchtbar! Sie zerbricht daran, keine Kinder bekommen zu können”) spiegelt nicht den Inhalt des Artikels wider, in dem lediglich Mutmaßungen geäußert werden. Das Heft schreibt sogar selbst, dass Charlène durchaus noch damit rechne, Kinder zu bekommen:

Wie sehr sich auch Charlène ein Baby wünscht, wurde erst im Interview mit dem schwedischen Magazin “Svensk Damtidning” deutlich. “Ich glaube nicht, dass es noch lange dauern wird, bis wir ein Kind bekommen”, sagte die 36-Jährige damals.

Im Nachhinein stellten sich Schlag- und Unterzeile als unwahr heraus, schließlich verkündete der monegassische Hof am 30. Mai 2014 die Schwangerschaft Charlènes, am 10. Dezember 2014 brachte sie Zwillinge zur Welt. Vermutlich haben die Mitarbeiter der “Freizeit Spezial” die aggressive Titelaufmachung bewusst zur Käuferwerbung eingesetzt.

3)

Unseres Erachtens verstößt der Artikel der “Freizeit Spezial” gegen die Ziffern 1, 2, 8 und 9 des Pressekodex.

Schlag- und Unterzeile können weder als “wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit” noch als “Wahrung der Menschenwürde” gelten. Damit verstoßen sie gegen Ziffer 1 des Kodex: Die Aussagen, Charlène sei unfruchtbar und zerbreche daran, entsprechen erstens nicht der Wahrheit und greifen zweitens — völlig unabhängig vom Wahrheitsgehalt — auf heftige Weise die Intimsphäre der Fürstin an.

Ziffer 2 des Kodex sagt, dass Informationen “durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden” dürfen. Doch genau das macht die “Freizeit Spezial” durch ihre Wahl von Überschrift und Unterzeile auf dem Cover.

In Ziffer 8 ruft der Kodex die Presse dazu auf, “das Privatleben des Menschen und seine informationelle Selbstbestimmung” zu achten. Dem kommt die “Freizeit Spezial” nicht nach. Eine Unfruchtbarkeit fällt wohl in den Bereich der “Erkrankungen”, die Richtlinie 8.6 thematisiert. Da höchstwahrscheinlich keine Zustimmung Charlènes vorlag, dass die “Freizeit Spezial” fälschlicherweise über ihre Unfruchtbarkeit berichten darf, verstößt die Überschrift der Redaktion gegen diese Richtlinie.

Da das Thema Fruchtbarkeit Teil der Intimsphäre ist, eignet sich die sensationslüsterne und inhaltlich falsche Überschrift der “Freizeit Spezial” für eine Verletzung der Ehre der Fürstin. Laut Ziffer 9 des Kodex widerspricht es “journalistischer Ethik, mit unangemessenen Darstellungen in Wort und Bild Menschen in ihrer Ehre zu verletzen.” Damit verstößt die Redaktion auch gegen diese Kodex-Ziffer.


Günther Jauch - Entführungs-Drama - Alle Hintergründe der unglaublichen Geschichte

1)

Der “Woche heute”-Artikel greift einen satirischen (und fiktiven!) Roman auf, in dem der Protagonist den Moderator Günther Jauch entführen will.

Da reift in Paul ein furchtbarer Plan: Er wird Günther Jauch entführen, um so über das Lösegeld an die entgangene Million zu kommen! Mit seinem Mitbewohner Herrn Müller und dessen Freundin Katja setzt er diesen Plan tatsächlich um. Günther Jauch wird betäubt und entführt!

… erzählt die “Woche heute” die Roman-Handlung nach.

2)

Die Redaktion erweckt auf der Titelseite den Eindruck, als gebe es ein echtes “Entführungs-Drama” um Günther Jauch. Gut möglich, dass sie mit der knallig-skandalösen Schlagzeile einzig den Verkauf des Heftes ankurbeln will. Ein klarer Hinweis, dass es sich bei der Entführung Jauchs um eine ausgedachte Geschichte handelt, fehlt auf dem Cover komplett. Die “Woche heute” spricht zwar von einer “unglaublichen Geschichte”; dass damit aber “unglaublich” im Sinne von “erfunden” gemeint ist, kann der Leser nicht erkennen. Das erfährt er erst im Innenteil — im vierten Absatz des Artikels.

3)

Unseres Erachtens verstößt der Artikel der “Woche heute” gegen die Ziffern 1, 2 und 8 des Pressekodex.

Die Überschrift auf der Titelseite und zahlreiche Absätze im Artikel entsprechen nicht einer “wahrhaftige[n] Unterrichtung der Öffentlichkeit”, wie es der Kodex in Ziffer 1 fordert. Stattdessen wird die Leserschaft getäuscht, damit sie am Kioskregal zugreift.

Laut Ziffer 2 darf der Sinn von Informationen “durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden.” Durch das suggerierte “Entführungs-Drama” in der Cover-Schlagzeile passiert aber genau das.

Die auf der Titelseite thematisierte, aber nie stattgefundene Entführung greift die “informationelle Selbstbestimmung” Günther Jauchs an. Diese soll die Presse laut Ziffer 8 allerdings achten und nicht torpedieren.

4)

Christian Ritter, der Autor der fiktiven Jauch-Entführung, hat sich mit einem offenen Brief an die “Woche heute” zu Wort gemeldet und gefragt:

Wie viele Gedanken haben Sie sich denn genau darüber gemacht, dass jemand Ihre Titelzeile falsch verstehen könnte?

Außerdem musste die “Woche heute” eine Gegendarstellung von Günther Jauch abdrucken, in der er klarstellt: “Es gibt im Zusammenhang mit meiner Person tatsächlich keinen Entführungsfall.” Da die Redaktion diese erste Gegendarstellung nicht so groß aufs Cover gesetzt hat, wie vom Gericht festgelegt, musste sie sie einige Monate später ein zweites Mal drucken.


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Dicke Festtagsenten
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Dicke Festtagsenten

Weihnachten wird Grütze. Keine Spur von Besinnlichkeit oder Familienglück, stattdessen “Tränen”, “Krach” und “Ehe-Aus”. Dieses Jahr werde das Fest zur “Tragödie” — prophezeien jedenfalls die Weihnachtswichtel der Regenbogenhefte.

Zum Beispiel die Feiertagsplanungen von Joachim Gauck: Wird der Bundes-präsident mit seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt feiern? Oder doch mit Ehefrau Hansi Gauck?

Beim Wahrsagerblick in die Schneekugel sieht die “Woche heute”, ein Blatt aus dem Bauer Verlag, jedenfalls eine “Weihnachts-Tragödie” aufs Staatsoberhaupt zukommen und macht sich “schlimme Sorgen um seine arme Ehefrau”:

Joachim Gauck - Weihnachts-Tragödie! Schlmme Sorgen um seine arme Ehefrau

Wie weh tut er Hansi jetzt, indem er sie allein lässt?!

1:0 für Daniela Schadt. Doch die “Neue Post”, ebenfalls aus dem Bauer Verlag, gleicht postwendend wieder aus:

Jetzt muss er klare Verhältnisse schaffen! Joachim Gauck - Zurück zur Ehefrau ... und wie sie Weihnachten feiern

Nämlich mit den vier gemeinsamen Kindern. Und ohne Daniela Schadt.

Bei Moderator Wayne Carpendale und seiner Frau Annemarie feiert laut “Das macht Spaß” hingegen überhaupt niemand. “Krach im Paradies?” — und das “ausgerechnet zum Fest der Liebe”:

Ausgerechnet zum Fest der Liebe! Krach im Paradies?

Wayne sei beruflich schlicht zu erfolgreich, moderiere eine Sendung nach der anderen und habe kaum noch Zeit für Privates. Anscheinend nicht mal für Weihnachten.

Die dickste Festtagsente kommt aber aus dem britischen Königshaus, genauer von Prinz Charles und seiner Camilla:

Charles & Camilla - Ehe-Aus vor Weihnachten!

“Das goldene Blatt” gibt sich siegessicher. Denn schon beim traditionellen Royaltreffen am ersten Weihnachtstag werde Camillas Platz an der großen Festtafel leer bleiben, schreibt die Redaktion. Seit der Hochzeit von Camilla und Charles im April 2005 hat “Das goldene Blatt” die beiden übrigens bereits 19-mal auf seiner Titelseite geschieden. Doch nun soll es wirklich so weit sein:

Ihre Ehe steht endgültig vor dem Aus.

Das Unglück des britischen Thronfolger-Paares steht auf dem Wunschzettel des “goldenen Blatts” sicher ganz oben.


Dieser Text ist gestern auch im “Tagesspiegel” erschienen. Jeden zweiten Montag schreiben wir dort eine Kolumne über die Regenbogenpresse.


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Lügen wie gedruckt
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Lügen wie gedruckt

Inzwischen ist es selbst in den letzten Regenbogenredaktionen angekommen: Die monegassische Fürstin Charlène ist schwanger, womöglich sogar mit Zwillingen. Die Trennungsgeschichten von ihr und Ehemann Albert sollte man also besser erstmal eine Weile in der Schreibtischschublade lassen.

Und so ist die Zwillingsnachricht für die “Woche heute” auch nicht irgendeine Meldung, sondern

Das Hirra der Woche - Fürstin Charlene - Jaaa, Zwillinge! Wird jetzt alles gut?

Weltfrieden? Ende der Hungernot? Zumindest was Charlène angeht, blicken die Mitarbeiter des Blattes optimistisch in die Zukunft:

Verstummen jetzt die bösen Gerüchte über Intrigen und die vermeintlich unglückliche Ehe des Fürstenpaares? Bestimmt!

Woher diese Zuversicht kommt? Weil die “Woche heute” es selber in der Hand hat. Denn nur eine Ausgabe vor dem großen Hurra-Jubel schrieb sie noch von Problemen und “Psychoterror” und der Unwahrscheinlichkeit einer Nachwuchsmeldung aus Monaco:

Fürstin Charlene - Todesangst! Kann Albert sie noch schützen?

Um diesen Druck auszuhalten, hat sie ihren Bruder Gareth (32) gebeten, in ihre Nähe zu ziehen. Aber was kann der schon ausrichten, wenn sie im Palast gefangen ist. Und wie nur soll sie je schwanger werden, bei all diesem Psychoterror …

Zur Erinnerung: Als diese Textpassage erschien, war Charlènes Schwangerschaft bereits seit fünf Tagen bekannt.

Damit ist die “Woche heute” in bester Schnarchnasengesellschaft. Ausgabe 24 der “Schöne Woche” erschien ebenfalls am 4. Juni. Und auch hier klingt es ganz und gar nicht nach Kinderglück:

Baby-Albtraum - Fürstin Charlène - Jetzt packt ihr Bruder aus!

Erschwerend kommt hinzu: Auch rund drei Jahre nach der Hochzeit mit Albert (56) ist kein Nachwuchs in Sicht. So weit, so bekannt.

Und die “Prima Woche” ruft am gleichen Tag sogar eine “Eiszeit in Monaco” aus:

Charlène - Ehe-Drama - Fürst Albert macht ihr das Leben zur Hölle!

Einen Tag früher als “Woche heute”, “Schöne Woche” und “Prima Woche” erschien die Juli-Ausgabe der “Revue der Woche”. Da war die offizielle Bekanntmachung des monegassischen Palastes also immerhin schon vier Tage online. Und trotzdem hat die “Revue der Woche” erhebliche Zweifel, ob das irgendwann überhaupt noch was wird mit Charlène und dem Nachwuchs:

Albert von Monaco - Macht er SIE zur neuen Fürstin? Eifersuchtsdrama um Charlène

Ob Fürstin Charlène (36) jemals einen Thronfolger zur Welt bringt, ist fraglich.

Diese ganzen Blätter mit ihren Lügen und falschen Spekulationen über Fürstin Charlène könnten jetzt argumentieren, der Redaktionsschluss war schon längst erreicht und die Hefte bereits im Druck, als der Palast in Monaco die Nachwuchsbotschaft online stellte.

Mag sein. Doch ein früher Andruck rechtfertigt es erstens nicht, falsche Behauptungen in die Welt zu setzen; und zweitens zeigen ihre Regenbogenkollegen der “Neue Post”, dass es durchaus möglich war, rechtzeitig auf die Schwangerschaft Charlènes zu reagieren. Am 4. Juni — also am selben Tag wie “Woche heute”, “Schöne Woche” und “Prima Woche” sowie einen Tag nach “Revue der Woche” — brachten sie diese Geschichte:

Das Baby-Wunder! Fürstin Charlene - Endlich schwanger!

Das grenzt tatsächlich an ein “Wunder”.


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Die unglaubliche Entführung
des verrückten Mr. Jauch (2)

Die unglaubliche Entführung
des verrückten Mr. Jauch (2)

Vielleicht erinnern Sie sich noch an folgende Geschichte: Ein Autor veröffentlicht ein Buch mit einer Fantasie-Geschichte, in der unter anderem Günther Jauch entführt wird. Das Regenbogenblatt “Woche heute” strickt daraus ein “Entführungs-Drama” und verkauft es als solches groß auf der Titelseite:

Günther Jauch - Entführungs-Drama - Alle Hintergründe der unglaublichen Geschichte

Doch da ist noch nicht Schluss. Wir bloggen drüber, der Autor des Buchs beschwert sich unter anderem auf Facebook und schreibt einen offenen Brief an die “Woche heute”. Die schlägt zurück — mit einem Facebook-Kommentar zur üblichen redaktionellen Arbeitszeit um 23:51 Uhr:

Woche heute: "Super Buch! Natürlich gekauft! (Heidi Klum/Anti-Schimmel-Spray). Hat den Push voll verdient. Zahlt der sich schon aus? Wäre klasse! Der beste Teil des Nachworts ist allerdings der Rechtsschutz-Part gegen G.J.s Anwalt. Der offene Brief an Woche Heute fällt dagegen ein bisschen ab. Ist leider nur so das Niveau der Naiven von tvg. Woche Heute hat das Buch einfach besser kapiert als die. Und ihm zu Weltruhm im Rahmen der Möglichkeiten der deutschen Yellowpress verholfen, verehrter Johann Wolfgang Ritter ...

Hach ja, so ein Rechtsschutz gegen Günther Jauchs Anwalt — das wäre auch was für die Belletristen der “Woche heute”. Denn das Blatt hat Ritters Buch nicht nur besser kapiert als der topfvollgold, sondern auch als die zuständigen Juristen. Als Resultat prangt auf dem Cover der heutigen Ausgabe der “Woche heute” dick und fett eine Gegendarstellung, erwirkt von “G.J.s Anwalt”:

Cover der "Woche heute" mit einer Gegendarstellung von Günther Jauch ("Gegendarstellung - Auf der Titelseite von 'Woche heute' Nr. 5 vom 22.01.2014 heißt es über mich: 'Günther Jauch Entführungsdrama' Hierzu stelle ich fest: Es gibt im Zusammenhang mit meiner Person tatsächlich keinen Entführungsfall. Potsdam, den 31.01.2014 Günther Jauch - Herr Jauch hat recht. Es ging um einen Roman, in dem Günther Jauch entführt wird. Die Redaktion")(Klick aufs Bild für eine größere Darstellung.)


Nachtrag, 27. März 2014, 8:35 Uhr:
Es ist alles noch viel schlimmer, wie wir jetzt gesehen haben. Denn als sich die ganze Sache ereignete, berichtete auch das NDR-Medienmagazin “ZAPP” über den Fall. Buchautor Christian Ritter hatte auf seiner Facebook-Seite einen Link zum TV-Beitrag gepostet. Woraufhin die “Woche heute” in den Kommentaren … ach, lesen Sie selbst:

Screenshot Facebook: Gespräch zwischen "Woche heute" und Christian Ritter


Mit Dank an V. K. für den Hinweis.


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Schlagzeilenbasteln (39)

Schlagzeilenbasteln (39)

Welche Nachricht könnte sich hinter folgender Schlagzeile verbergen?

Helene Fischer - Florian Silbereisen - Endlich! Die Krönung ihres Glücks - Ein Doktor verrät ihr Geheimnis

Na, Helene Fischer und Florian Silbereisen werden doch nicht etwa …?! Nein, natürlich nicht — kein Nachwuchs beim Schlager-Paar. Denn es handelt sich hier ja auch nicht um einen Arzt, der “ihr Geheimnis” “verrät”, sondern um einen “Doktor”. Und zwar um Dr. Ingo Grabowsky, “Schlagerforscher und Kulturwissenschaftler” aus Bochum. Was der alles über Helene Fischer zu berichten weiß: “‘Sie hat und kann viele Sachen, die andere nicht haben und können’”. Potztausend!

Zum Beispiel hat sie ihren Florian Silbereisen. Und der ist für “Schlager-Professor” Grabowsky “die Krönung ihres Glücks”. Da kommt die “Woche heute” gar nicht mehr aus dem Seufzen heraus: “Endlich! Endlich bestätigt ein Experte, dass der Mann an Helenes Seite ihr guttut.”

Diese und weitere schöne Geschichten aus der Regenbogen- und Boulevardwelt gibt’s übrigens in den aktuellen “Herzblattgeschichten” der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”.


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Schlagzeilenbasteln (23)

Schlagzeilenbasteln (23)

Auf zum letzten Schlagzeilenbasteln vor dem Wochenende! Heute suchen wir eine Überschrift für folgende Nachricht:

“Bergdoktor” Hans Sigl hat neulich bei Facebook diesen und diesen Beitrag, dieses Foto und diesen Beitrag veröffentlicht.

Bergdoktor Hans Sigl - Sein Kampf gegen den Alkohol

Auch hierzu hat Hans Sigl etwas bei Facebook gepostet.


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Schlagzeilenbasteln (18)

Schlagzeilenbasteln (18)

Heute suchen wir eine Überschrift für folgende Nachricht:

Neulich erzählte Peter Maffay in Markus Lanz’ Talkshow, dass vor über zehn Jahren ein Arzt bei ihm Lungenkrebs diagnostiziert habe. 48 Stunden später stellte sich heraus: Fehldiagnose. Doch kein Krebs. Heute lebt Maffay immer noch, und zwar glücklich in seiner vierten Ehe.

Peter Maffay - Krebs-Schock! Die Kraft seiner Frau gibt ihm Lebensmut


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Schlagzeilenbasteln (7)

Schlagzeilenbasteln (7)

Haben Sie das Zeug zum Regenbogenredakteur? Finden Sie es heraus! Wir nennen Ihnen eine Nachricht, und Sie denken sich eine Schlagzeile dazu aus. Mit einem Klick auf den Link erfahren Sie, wie es die Profis gemacht haben.

Ab ins Regenbogen-Trainingslager mit den irrsten Schlagzeilen der vergangenen Wochen …


Hape Kerkeling und Michelle Hunziker werden am Samstag die “Goldene Kamera” moderieren.

Hape Kerkeling - Geheimnis gelüftet! - Neuanfang mit einer Frau


Man munkelt, dass Florian Silbereisen in letzter Zeit öfters mit seinen Kumpels unterwegs war.

Florian Silbereisen - Vorfreude auf die Hochzeit?
“Das goldene Blatt” findet: “Möglich wäre es. Schließlich geht es vielen Männern so, die kurz vor dem Jawort stehen. Dann wollen sie noch einmal ausgiebig feiern.”


Im Auftrag des Playboy hat ein Umfrageinstitut 1000 Männer danach gefragt, welcher Promi für sie die perfekte Frau ist. Siegerin mit 18 Prozent: Klaro — Helene.

Helene Fischer - Was läuft da mit dem Playboy? Die Liebesbeichte muss Flori das Herz brechen


Eine Wahrsagerin, eine Adels-Autorin und ein Hof-Fotograf finden, die Ehe von Charlène und Albert von Monaco stehe unter keinem guten Stern.

Adels-Experte sind sich einig - Charlene - Schock Botschaft - Kein Baby und Scheidung!


Moderator Maxi Arland hat neulich mal für eine Show in einem Rotwildgehege gedreht. Plötzlich rannte ein Bisonbüffel auf das Team zu. Arland erzählt: “[Der Pfleger] lenkte den Bison ab und forderte uns auf, das Gehege schnellstmöglich zu verlassen.”

Schock im Wildpark - Maxi Arland (32) - Rodesangst - er rannte um sein Leben


Sonja Zietlow (Moderatorin des Dschungelcamps) hat mal über die Zeit im Dschungel gesagt: “Manchmal muss man sich ausmeckern oder ausheulen.”

Zu viel Stress! Sonja Zietlow - Tränen im Dschungel


Während Stefan Mross auf Tour ist, bleibt seine Frau mit dem Kind bei ihren Eltern.

Stefan Mross - Familien-Drama - Plötzlich setzt er sein junges Glück aufs Spiel


Die Schwester von Florian Silbereisen hat Geld gesammelt, damit sich eine Freundin von ihr einen neuen Rollstuhl leisten kann.

Florian Silbereisen - Rollstuhl-Drama um diese junge Frau - Ergreifend, was seine Schwester verrät


Johannes B. Kerner hat mal mit Blick auf die Trennung seiner Eltern gesagt: “Das war keine angenehme Zeit”. Und: “Wenn man heiratet, hat man schon den Gedanken, dass es nicht zur Scheidung kommen soll”.

Johannes B. Kerner - Traurige Beichte - Zum ersten Mal spricht er über seine schlimmen Ängste


Am Unfallort von Michael Schumacher haben Bergretter sein Glücksarmband wiedergefunden.

Endlich! - Michael Schumacher - Das erste Zeichen der Hoffnung!


Stefan Mross und Stefanie Hertel waren mal zusammen, sind es jetzt nicht mehr, verstehen sich aber immer noch prächtig.

Stefan Mross & Stefanie Hertel - Zwei Seelen im Gleichklang ...
Auf der Titelseite dann aber bitte ein bisschen weniger schmusig.

Stefan Mross - Er kommt von Stefanie nicht los! Wie lange geht das noch gut?


Bei einer Filmpremiere in London hat Herzogin Kate immer wieder ihre Hand auf ihren Bauch gelegt.

Das schönste Geschenk für William - Herzogin Kate - Das zweite Baby ist schon unterwegs - Was sie selbst über ihr neues Familienglück verrät


Roy Black war ein Star und ist an dem “Spagat zwischen beruflichem Mega-Erfolg und privater Normalität” zerbrochen. Helene Fischer ist auch ein Star.

Helene Fischer & Roy Black - Achtung, Helene! Sonst droht dir das gleiche Schicksal


Die Schwester von Andrea Bergs Mann hat ein Kind bekommen.

Andrea Berg - Wie schön! Ein Baby bringt das Glück zurück


Helene Fischer unterstützt die “Aktion Zehn”, die sich für die Gleichberechtigung von Homosexuellen, Bisexuellen und Transgender in Russland einsetzt. Helene Fischer ist auch gebürtige Russin.

Helene Fischer - Sie riskiert so viel - Darf sie nie wieder in ihre Heimat zurück?


Kurz vor Weihnachten haben Prinzessin Victoria und Daniel zusammen mit ihrer Tochter Estelle Plätzchen gebacken. Dabei kuschelte Estelle angeblich lieber mit Daniel als mit Victoria. Und irgendwann hatte sie gar keine Lust mehr auf Plätzchenbacken und ist rausgegangen.

Prinzessin Victoria - Riskiert sie ihr Mutterglück? Dramatische Szenen in der Schlossküche


Andrea Berg hatte neulich ein Glitzer-Kleid an. Helene Fischer hat auch manchmal ein Glitzer-Kleid an.

Andrea Berg - Neid-Attacke? Plötzlich klaut sie bei Helene Fischer


Na, wie viele Schlagzeilen haben Sie richtig geraten?

Damit Sie nicht aus der Übung kommen, schicken wir Sie ab morgen ins tägliche Schlagzeilen-Bootcamp: Montag bis Freitag gibt’s jeden Mittag ein bisschen was zum Basteln.


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Die unglaubliche Entführung
des verrückten Mr. Jauch

Die unglaubliche Entführung
des verrückten Mr. Jauch

Achtung, Achtung! Die Redaktion der “Woche heute” ist in heller Aufregung:

Es ist eine unfassbare Geschichte. Paul Wildensorg lebt auf dem Land und arbeitet in einem Dorf-Supermarkt. Einziger Höhepunkt der Woche: Günther Jauchs (57) Show Wer wird Millionär? Da rät Paul mit, kennt jede Antwort. Deshalb will auch er Kandidat werden - und bekommt tatsächlich seine Chance. Doch vor laufender Kamera versagt er völlig, gewinnt keinen Euro. Da reift in Paul ein furchtbarer Plan: Er wird Günther Jauch entführen, um so über das Lösegeld an die entgangene Million zu kommen! Mit seinem Mitbewohner Herrn Müller und dessen Freundin Katja setzt er diesen Plan tatsächlich um. Günther Jauch wird betäubt und entführt!

Oder als verkaufsankurbelnde Schlagzeile auf dem Titelblatt:

Günther Jauch - Entführungs-Drama - Alle Hintergründe der unglaublichen Geschichte

Von einer “unglaublichen Geschichte” zu sprechen, trifft es schon ganz gut. Denn direkt nach ihrem dramatischen Entführungs-Einstieg erklärt die “Woche heute” ihren Leserinnen und Lesern, dass sie einmal mehr verarscht wurden. Dass sie wieder einmal Geld für ein Versprechen ausgegeben haben, das sich in Luft auflöst. Und dass sie keine Angst um ihren Lieblingsmoderator haben müssen:

Keine Sorge! Das Ganze ist Satire.

Es geht um ein Buch, von irgendjemandem geschrieben, der sich eine Geschichte ausgedacht hat, in der Günther Jauch entführt wird.

Eine lustige Geschichte. Die aber eine handfeste Gefahr für den realen Günther Jauch birgt: Sie könnte echte Gewaltverbrecher auf schlimme Ideen bringen! Schon in der Vergangenheit gab es Bücher und Filme, die Verbrecher zu ihren Taten inspirierten.

Beispiel gefällig?

Natascha Kampusch konnte 2006 vor ihrem Peiniger flüchten und veröffentlichte 2010 ihre Autobiografie "3096 Tage" - 1998 entführte Wolfgang Priklopil die damals zehnjährige Natascha Kampusch in Wien auf ihrem Weg zur Schule. Acht Jahre hielt er sie in seinem Haus in Strasshof gefangen. Priklopil soll sich an dem ROman "Der Sammler" von John Fowles orientiert haben, in dem eine Studentin erntführt wurde

Hört mal zu, Mitarbeiter der “Woche heute”. Dass ihr eine Geschichte wieder mal bis zum Äußersten verdreht und entstellt — geschenkt. Aber den wirklich tragischen Fall von Natascha Kampusch zu benutzen, damit aus dieser wirren Titelgeschichte doch noch irgendwie eine Gefahr für Günther Jauch wird — das widert uns an.


Nachtrag, 26. Januar 2014, 11:10 Uhr: Der “irgendjemand”, der die fiktive Jauch-Entführung geschrieben hat, heißt Christian Ritter. Er hat einen offenen Brief an die “Woche heute” verfasst, den wir mit seiner freundlichen Genehmigung hier auch veröffentlichen dürfen:

Liebe Woche Heute,
ich finde Ihren Namen etwas widersprüchlich, aber darum geht’s grade nicht. Auf die Realitätssuggestion Ihrer aktuellen Titelgeschichte, based on a true novel, will ich auch gar nicht weiter eingehen. Das ist ja Ihr branchenübliches Tagesgeschäft. Nachdem Sie im Artikel für die Auflösung des Rätsels gesorgt haben, wer hinter der nicht stattgefundenen Entführung steckt, stellen Sie als runden Abschluss diese Behauptung auf:

Dass jemand sein Buch falsch verstehen könnte – darüber hat sich Christian Ritter wohl weniger Gedanken gemacht.

Womit schonmal feststeht, dass Sie das Buch, über das Sie schreiben, gar nicht gelesen haben. Für die ganz, ganz Begriffsstutzigen gibt es in “Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers” nämlich ein Nachwort, das mir ein Justitiar von Random House eigens verfasst hat. Da steht, und das ist trotz des unterhaltenden Tons ernst gemeint:

Rechtlicher Hinweis: Dieses Buch ist ein Roman. Alles, was darin steht, hat sich mit Ausnahme von einzelnen Abläufen aus Fernsehshows so nie ereignet, sondern ist erfunden und damit von der Kunstfreiheit geschützt. Insbesondere wurden selbstverständlich weder Günther Jauch noch [...] oder andere dort genannte Prominente jemals entführt, noch erhalten diese für Entführungen eine Aufwandsentschädigung. Autor und Verlag warnen hiermit alle Leserinnen und Leser vor einer Nachahmung. Entführungen, auch sanfte, können sehr unangenehme Folgen haben und sind deshalb unter Androhung einer Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren streng verboten. [...]

Den zweiten dort genannten Promi-Namen habe ich weggelassen, damit Sie für die nächste Entführungsstory etwas recherchieren müssen. Die Dame taucht auch öfter auf Ihren Titelblättern auf, Helene Fischer ist es aber nicht.

Jedenfalls, es ist eigentlich lächerlich, das zu erklären, besteht ein scharfer Unterschied zwischen Fiktion und Realität. Jeden Sonntag schauen Millionen Menschen den Tatort und nur die wenigsten von ihnen begehen danach einen Mord oder eröffnen einen Prostitutionsring. Ich komme noch mal zurück zu Ihrer Behauptung …

Dass jemand sein Buch falsch verstehen könnte – darüber hat sich Christian Ritter wohl weniger Gedanken gemacht.

… und stelle die Frage einfach mal zurück: Wie viele Gedanken haben Sie sich denn genau darüber gemacht, dass jemand Ihre Titelzeile falsch verstehen könnte?

Ich für meinen Teil behaupte an keiner Stelle, obwohl ich mit real existierenden Personen (und nicht wenigen) im Buch hantiere, dass diese “unglaubliche Geschichte” irgendwie wahr wäre. Und Sie? Hm? Na, sehen Sie. Glashaus und so.

Was ich außerdem, im aktuellen Medienjargon, schon etwas frech von Ihnen finde, ist übrigens, dass wir nie miteinander gesprochen haben, Sie aber genau diesen Eindruck erwecken. Die Zitate, die Sie von mir verwenden, stammen aus einem Interview, das Ralf Heimann von der Münsterschen Zeitung vor zwei Wochen mit mir geführt hat. Und wieso habe ich kein Belegexemplar von Ihnen bekommen und musste den Artikel mühselig im Internet finden? Immerhin habe ich für Ihre Titelgeschichte gesorgt.
Außerdem: Welcher Ihrer Mitarbeiter war auf einer meiner Lesungen? Sie erzählen die Handlung exakt so lange nach, wie ich es auch tue, wenn ich öffentlich aus dem Buch vorlese. Hat er/sie wenigstens danach ein Exemplar gekauft, oder haben Sie die Recherchekosten von 8,99 Euro gescheut? So viele Fragen!

Vorerst danke ich Ihnen für die Aufmerksamkeit, die Sie meinem Buch haben zukommen lassen, hoffe, dass sich Ihr Heft wie geschnitten Brot verkauft und entschuldige mich stellvertretend für Sie bei Ihren LeserInnen, denen durch Ihr Titelblatt unkontrolliert der Angstschweiß ausbrach. Ich mache mir selbst Sorgen um Beatrice Egli, wegen dem Liebes-Aus (falls es ihr eigenes war), auch wenn ich gar nicht weiß, wer das ist.

Abschließend: In meiner Geschichte wird Günther Jauch sehr gut behandelt, es ist ja auch eine sanfte Entführung. Kein Grund zur Aufregung. Wie die Entführer es mit einfachen Hausmittelchen geschafft haben, ihn auf ihr Sofa zu bekommen, ist aber schon faszinierend, oder? … Achso, Sie haben’s ja gar nicht gelesen.

Sanfte Grüße,
Christian Ritter


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Genau wie bei Prinz Friso (2)

Genau wie bei Prinz Friso (2)

Die Flut an Mist-Berichten der Regenbogenpresse über den Ski-Unfall von Michael Schumacher ist — wie erwartet — in die deutschen Zeitschriftenregale geschwappt.

Wir können nicht garantieren, dass wir alle Hefte mit entsprechender Berichterstattung gefunden haben. Aber allein die, die hier bei uns rumliegen, bilden schon ein Kaleidoskop des Schreckens und der Ekels. Eine Übersicht.

Vergleichsweise zurückhaltend berichten “Das goldene Blatt” …

Nach dem tragischen Ski-Unfall - Ex-Königin Beatrix - Schmerzliche Erinnerungen

… das “Echo der Frau” …

Michael Schumacher - Seine Familie unter Schock! Wie geht es jetzt weiter?

… und die “Neue Welt”:

Michael Schumacher - Koma-Tragödie - Wie kann Corinna das nur verkraften?

Vielleicht fehlte den Autoren der drei Blätter aber auch nur das nötige Quäntchen Fantasie, um eine Reportage vom Krankenbett zu schreiben. So wie “Das neue Blatt”:

Corinna Schumacher - Sie weint um ihren geliebten Michael

Das Zimmer im fünften Stock des Klinikums in Grenoble ist abgedunkelt. Es riecht nach Desinfektionsmitteln, das Piepsen der Überwachungsmonitore geht durch Mark und Bein. Der Anblick von Michael Schumacher (45), der da verkabelt und wie leblos im Krankenbett liegt, muss für seine Frau furchtbar sein.

Und auch “Die neue Frau” tut so, als sei sie ganz, ganz nah dran gewesen:

Die stillen Momente sind die schlimmsten. Dann, wenn sie nachts im Bett liegt, alleine, verzweifelt — und ihre Gedanken immer und immer wieder um ihren geliebten Mann Michael (45) kreisen. Warum er? Warum jetzt? Antworten darauf sucht Corinna Schumacher (44) vergeblich.

Außerdem hat sich die Redaktion noch einen “Geheim-Pakt” zwischen Michael Schumacher und seiner Frau Corinna ausgedacht:

Corinna Schumacher - Geheim-Pakt mit ihrem Schumi - Diese Botschaften geben ihr Kraft

Es ist ihr ganz persönlicher Geheim-Pakt. Zu wissen, dass der andere immer für einen da ist, dass Michael an ihrer Stelle das Gleiche für sie tun würde — das gibt ihr Trost, die schlimmste Zeit ihres Lebens zu überstehen.

Dazu die vielen kleinen Rituale, die das Böse aus ihrem Leben fernhalten sollte [sic!]. All diese kleinen Botschaften, die Schumi ihr mit auf den Weg gegeben hat, sind für Corinna nun der Rettungsanker, um nicht zu verzweifeln.

Doch damit nicht genug. “Die neue Frau” bringt in einer an Dämlichkeit kaum zu übertreffenden Bildunterschrift auch noch Schumachers Tochter ins Spiel:

Trost suchend! Michaels Tochter Gina-Maria wirkt völlig neben der Spur

Die “Schöne Woche” versucht hingegen, mit Schumachers Sohn Auflage zu machen:

Nach der Ski-Tragödie - Michael Schumacher - Wird sein Sohn das Trauma je verkraften?

Die Bilder werden sich in seine zarte Kinderseele eingebrannt haben.

Die Redaktion der “Freizeit Woche” macht sich derweil schonmal an die Aufklärung des Vorfalls. Wenn auch mit etwas merkwürdigen Thesen:

Unheimlich - Michael Schumacher - Ahnte er die Tragödie voraus?

Ein Satz des siebenfachen Formel-1-Weltmeisters gibt vielleicht die Antwort auf die ganze Tragödie: “Ich kann nicht Dinge nicht tun, weil dabei etwas passieren kann.” Dieses Zitat von Michael Schumacher (45) stammt aus einem am 17. Dezember mit [Kai] Ebel geführten Interview. Fast könnte man meinen, der Kerpener ahnte damals schon, dass sich in seinem Leben bald eine Tragödie ereignen würde: “Wenn etwas passiert, dann ist es vielleicht Schicksal. Das muss nicht im Rennsport sein.” Nein, es war bei einer an sich harmlosen Ski-Abfahrt …

Ins gleiche Horn bläst die “Woche heute”:

Michael Schumacher - Mysteriös! Ahnte er seinen furchtbaren Ski-Unfall voraus?

Ahnte der ehemalige Sportheld sein tragisches Schicksal voraus? Nur gut zwei Wochen vor dem furchtbaren Unfall machte er mysteriöse Andeutungen. “Wenn etwas passiert, dann ist es vielleicht Schicksal. Das muss nicht im Rennsport sein”, sagte Schumi in einem Interview, “ich kann nicht Dinge nicht tun, weil etwas dabei passieren kann. Wenn’s passieren soll, wird’s passieren — egal wo.”

Das Blatt legt aber noch ein Hirngespinst drauf:

Was für ein Tag! Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und Neuschnee — einfach perfekt zum Skifahren. So muss das Ex-Formel-1-Pilot Michael Schumacher (45) empfunden haben, als er am 29. Dezember mit seinem Sohn Mick (14) in Méribel mit dem Lift auf den Berg Saulire fuhr. Vater und Sohn carvten fröhlich auf den präparierten Pisten. Gegen 11 Uhr wurde aus dem Traum-Skitag schlagartig ein einziger Horror!

An einer ähnlich stumpfen Deutelei versucht sich die “Freizeit Revue”:

Michael Schumacher - Versöhnung am Krankenbett - Wie sein trauriges Schicksal die Familie wieder zusammenführt

Neben Ehefrau Corinna (44), Tochter Gina-Marie (16), Sohn Mick (14) und seinem Vater Rolf (67) war auch Bruder Ralf (38) sofort nach Grenoble geeilt, hatte an Michaels Krankenbett gewacht. Ein rührendes Signal der Versöhnung. Schließlich verband die Männer stets ein angespanntes Verhältnis. Seit über drei Jahren sollen sie kaum noch ein Wort miteinander gewechselt haben. [...] Und auch die so unterschiedlichen Ehefrauen entzweiten die beiden. So soll Michaels bodenständige Corinna die exzentrische Cora (37) regelrecht verachtet haben. Doch im Angesicht des Todes spielte die Vergangenheit keine Rolle mehr.

Immerhin: Die Redaktion schreibt transparent, dass sie nicht wissen könne, wie es aktuell um Michael Schumacher steht:

Bei Redaktionsschluss war unklar, ob er das Drama überlebt hat. Doch die Glücksbringer seiner geliebten Familie haben ihm sicher viel Mut gemacht.

Umso überraschender wirkt folgender Satz, der im selben Artikel steht und so klingt, als hätte die “Freizeit Revue” doch eine Ahnung, ob Schumacher “das Drama überlebt hat”:

Tagelang hatte Michael Schumacher (45) im fünften Stock im künstlichen Koma gelegen

Auch die “Neue Post” verweist auf den Redaktionsschluss, hat sich dann aber doch diese Überschrift für ihren Artikel im Heftinneren ausgedacht, die mit Abstand die widerlichste in dieser Sammlung sein dürfte:

Das Unfall-Drama um Michael Schumacer - Corinna Schumacher - Nur ihre Kinder geben ihr die Kraft zum Weiterleben

Dazu macht das Blatt noch ganz spezielle Beobachtungen zu Corinna Schumacher:

Und auch jetzt soll niemand die Tränen sehen, die sie um ihren Mann Michael weint. [...] Ein leichtes Make-up verdeckt deshalb die Spuren, die das Drama um Michael Schumacher (45) bei ihr hinterlassen.

Und rundet den Artikel mit Ekel-Prosa ab:

Dem Tag, an dem der Eishauch des Todes ihren Liebsten aus dem Leben zu reißen drohte.

Für Corinna Schumacher zählt jedoch nur eines: Leben soll er, ihr Michael. Leben! Nicht sie und die Kinder allein lassen.

Mick war dabei, als sein Vater verunglückt. Er war der letzte aus der Familie, der ihm in die Augen sah, bevor sie sich ohnmächtig schlossen …

Wohl um dieser schrecklich klebrigen Berichterstattung einen Anschein von Sachlichkeit zu geben, hat die “Freizeit Spass” einen Experten befragt. Der macht’s aber leider auch nicht, ach, lesen Sie selbst:

Das war die wohl schlimmste Phase für Corinna, wie Diplom-Psychologe Hannes Niggenaber erklärt: “Ein Schweben zwischen Hoffen und Bangen, ein für die Seele extrem belastender Zustand. Nach einer langen Ehe fühlt sich Frau Schumacher fast so, als wäre sie selbst vom Unfall betroffen. Am meisten werden ihr aber Selbstvorwürfe zu schaffen machen, dass es ihr nicht gelang, ihren Mann nach Ende seiner Karriere von gefährlichen sportlichen Herausforderungen abzuhalten.”

Auf Grundlage dieser, nun ja, Expertenmeinung schwingt sich die “Freizeit Spass” zum finalen Irsinns-Akkord auf:

Corinna hatte geglaubt, ihr eigener Sport — sie ist Europameisterin im Reining-Westernreiten — sei nun das Gefährlichste, was ihre Familie betreibt. Sieht man mal von Sohn Micks ersten, vielversprechenden Kart-Erfolgen ab. Doch 1 PS waren für einen Racer wie Michael zu wenig. Bis er mit dem Kopf gegen den Felsen in Méribel raste.

Fazit:

Michael Schumacher - Der schlimmste Albtraum seiner Frau wurde wahr

Dieser ganze Murks, den die Regenbogenpresse da zu Papier bringt, ist in weiten Teilen reine Spekulation. Oder wie die “Woche der Frau” schreibt:

Es gibt nichts, was über ihn in den letzten Tagen nicht geschrieben wurde — vieles davon war reine Spekulation auf der verzweifelten Suche nach Informationen.

Diese scharfsinnige Beobachtung nimmt die Redaktion zum Anlass, um — wie sollte es anders sein — selbst mit wildesten Spekulationen noch eins acht draufzusetzen:

Schockierende Bilder - Das Schumi-Drama - Das Leid seiner geliebten Kinder

Sollte es so kommen? War das sein Schicksal? Ehefrau Corinna (44), Bruder Ralf (38) und Vater Rolf sowie die Kinder Gina-Maria (16) und Sohn Mick (14) sind seit dem verheerenden 29. Dezember jedenfalls im seelischen wie körperlichen Ausnahmezustand. Wie schwer diese Tage für seine beiden Kinder sein müssen, kann man nur erahnen.

Dann, kurz vor 11 Uhr, passiert die Tragödie: Angeblich stürzt die Tochter eines Freundes, Michael hilft ihr auf und fährt eine Schleife in den Free-Ride-Bereich. Dort knallt er gegen einen Felsen, wird in die Luft katapultiert und kommt mit dem Kopf auf einem Stein auf (siehe Kasten rechts).

Es ist zu befürchten, dass Mick genau diesen furchtbaren Moment, als sein Vater verunglückte, tatsächlich mit eigenen Augen mitanschauen muss.

Normalerweise greift in solchen Krisenfällen eine psychologische Beratung ein, doch bis jetzt ist nicht bekannt, ob die Angehörigen des Rennfahrers diese in Anspruch genommen haben.

Ob Michael am Tag seines Skiunfalls seine Glücksbringer zu Hause vergessen hatte?

Unglaublich — hat er seinen Unfall womöglich vorausgeahnt und konnte die Gefahr nicht greifen?

Die Tochter eines Freundes stürzt offenbar, Schumi hilft dem Mädchen und fährt ca. 20 Meter in den Free-Ride-Bereich zwischen zwei Pisten.

Fatal: Angeblich geht seine Bindung nicht auf. Wurde sie falsch eingestellt?

Diese grässliche Fratze zeigt also die erste Woche Regenbogenberichterstattung zum Ski-Unfall von Michael Schumacher. Und wir befürchten, dass es auch so weitergeht.

Immerhin: Da sich die Mitarbeiter dieser Heftchen ihr Geschwafel am Schreibtisch ausdenken, verstopfen sie wenigstens nicht die Krankenhaustüren in Grenoble.


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Schlagzeilenbasteln (3)

Schlagzeilenbasteln (3)

Haben Sie das Zeug zum Regenbogenredakteur? Finden Sie es heraus! Wir nennen Ihnen eine Nachricht, und Sie denken sich eine Schlagzeile dazu aus. Mit einem Klick auf den Link erfahren Sie, wie es die Profis gemacht haben.

Alles klar? Dann los!


Jürgen Klopp ist beim Fußball mal wieder aus der Haut gefahren.

Bedrohliche Ausraster - Jürgen Klopp - Muss seine Frau sich vor ihm fürchten?


Die Publizistin Helga Hirsch arbeitet seit Kurzem als Beraterin im Bundespräsidialamt. Sie war vor 15 Jahren auch mal mit Bundespräsident Gauck zusammen.

Ob Daniela darüber glücklich ist? - Joachim Gauck - Er holt seine Ex zu sich

Und was ist nun mit seiner Daniela? - Joachim Gauck - Neuanfang mit der Ex - Sie gibt im Schloss den Ton an

Daniela muss mit seiner Vergangenheit leben - Joachim Gauck - Neue Geliebte aufgetaucht


Das Geissens haben bei Instagram dieses Foto ihrer Töchter Davina Shakira und Shania Tyra gepostet:Screenshot: http://instagram.com/p/deWEyprwCJ/#

Die Geissens - Lolita-Alarm! - Leichtsinnig, was sie ihren Töchtern antunDenn “Tatsache ist nun mal: In den anonymen Welten des Internets tummeln sich jede Menge Kriminelle und Pädophile auf der Suche nach Lolita-Fotos und Kontakten jeglicher Art. […] Machen sich die Geissens darüber keine Gedanken?”


Gertrud Steinbrück hat ihrem Mann irgendwann mal vorgeschlagen, den gemeinsamen Nachnamen Steinbrück abzulegen und stattdessen ihren Mädchennamen Isbary anzunehmen. Peers Antwort: “Wenn du das von mir verlangst, lasse ich mich scheiden.”

Sie sprachen schon von Scheidung


In einer Online-Umfrage ist Florian Silbereisen zum nervigsten Moderator Deutschlands gewählt worden.

Florian Silbereisen - Nur Helene kann ihn jetzt noch trösten


Zwei Monate nach der Geburt ihres Sohnes ist Herzogin Kate wieder rank und schlank.

Herzogin Kate - Dramatische Radikal-Diät - Ihr falscher Ehrgeiz gefährdet Klein-George!Denn: “Experten warnen ausdrücklich vor Diäten während des Stillens: Eine Mangelernährung schwächt die Güte der Muttermilch und schadet so dem Kind! Der Gedanke, Kate könnte weniger essen, um schneller schlank zu werden, ist furchtbar! Was wird aus dem kleinen George? Steht seine Gesundheit auf dem Spiel?”


Angeblich ist Stefan Mross “Geheimfavorit für eine mögliche Nachfolge von Markus Lanz” bei “Wetten, dass…?”

Schock-Nachricht - Stefan Mross - Was soll nur aus seinem Baby werden?Denn als Moderator von “Wetten dass…?” hätte er wohl kaum noch Zeit für seine Familie.


Als Günther Jauch in einer Fernsehshow gefragt wurde, wen er früher “scharf” fand, antwortete er: “Ich fand Karin Dor toll. Ja, das war mein erster Kinofilm [...]. Und da war eine unvorstellbar schöne Frau … und das war Karin Dor!”

Günther Jauch - Wo fängt Untreue an? Es geht um diese schöne Frau


Von Boris und Lilly Becker sind diese beiden Fotos aufgetaucht:Ausriss: "Die neue Frau", Nr. 36/2013

Boris & Lilly - Sagt sie ihm hier, dass sie schwanger ist?


Birgit Schrowange sagt in einem Interview, insgesamt finde sie die Generation Männer zwischen 40 und 50 nicht souverän genug: “Die haben Angst vor erfolgreichen Frauen und suchen nach wie vor das Modell ‘jüngere Ehefrau, die ihnen den Rücken freihält”.

Markus Lanz - Pikante Enthüllung - Jetzt packt seine Ex-Geliebte ausDenn Birgit Schrowange war mal mit Markus Lanz zusammen. Und der ist ein Mann zwischen 40 und 50.



Apropos — Markus Lanz, der bekanntlich auch mal gerne an extreme Orte reist (Grönland, Alaska, Malle), wurde vor zwei Jahren in einem Interview gefragt, ob er “auch schon Halluzinationen im Eis” gehabt habe. Lanz antwortete: “Ja. Vor allem am Südpol.”

Markus Lanz - Überraschende Beichte - Er spricht über seine Wahnvorstellungen


Lilly Becker hat das hier bei Twitter gepostet:Beautiful .... I want her ... [Foto eines Mädchens]

Boris Becker (45) - Lilly wünscht sich ein Mädchen


George III. (1738-1820), König von Großbritannien, litt unter einer Stoffwechselstörung. Und bei Alice von Battenberg (1885-1969), der Schwiegermuter von Königin Elisabeth, wurde 1930 Schizophrenie diagnostiziert.

Prinzessin Kate - Angst um Baby George - Schock-Nachricht: Eine schlimme Erbkrankheit bedroht den kleinen Thronfolger


Boris Becker hat schon lange nichts mehr über seine Tochter getwittert.

Neuer Schock - Boris Becker & Lilly - Darf er sein Kind nicht mehr sehen?


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Schlagzeilenbasteln: Kate-Spezial

Schlagzeilenbasteln: Kate-Spezial

Lange nichts mehr von Kate gehört!

Vor fünf Wochen hat die Herzogin einen Sohn knuffigen Wonneproppen zur Welt gebracht. Offenbar hatten danach selbst die Regenbogenautoren erst mal die Nase voll vom Royal Baby, plötzlich wurde es nämlich ruhig um die britische Königsfamilie. Mittlerweile geht es aber so langsam wieder los, die ersten Skandale stehen schon in den Startlöchern.

Darum widmen wir Kate heute mal eine Spezial-Ausgabe unserer Schlagzeilenbastelstunde.

Wir geben Ihnen ein paar Eckdaten, und Sie denken sich eine schöne Schlagzeile dazu aus. Bereit? Dann los.


Wenn Sie in den nächsten Tagen mal am Zeitschriftenregal vorbeikommen, werden Sie mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit eines dieser beiden Fotos entdecken:Offizielles Familienfoto von Kate und William Aufgenommen hat sie der Vater von Kate.

Mehr müssen Sie auch gar nicht wissen, um die erste Schlagzeile zu basteln.

Familienkrise! - Prinz William - Zwei süße Fotos sorgen für StreitDie Argumentation geht so: Die ersten Baby-Fotos von Prinz Charles und William wurden einst “von einem professionellen Fotografen gemacht. Im Buckingham Palast. Wie es sich eben für einen künftigen König gehört.” Die Fotos von Kate und William hat, wie gesagt, Kates Vater gemacht. Im Garten der Privatvilla der Middletons. “Kate und William brechen also mit der Tradition!” Zack, Familienkrise!

Oder anders gesagt:Die süßen Bilder sorgen für Streit - Prinz William - Er bricht mit allen Traditionen - Wie lange geht das noch gut?


Nun, mehr Drama kann man aus dieser Foto-Nummer wohl nicht rausholen. Werden wir also mal ein bisschen grundsätzlicher. Ist es nicht so, dass einige Frauen nach einer Geburt in ein Stimmungstief fallen? Na, dann liegt die nächste Schlagzeile ja auf der Hand:

Herzogin Kate - Depressiv - Erste Risse in ihrer heilen Welt?


Und was ist eigentlich mit William? Der frischgebackene Vater hat in einem Interview mit CNN Folgendes gesagt:

Interviewer: And how are you about going back to work?

William: Well, as a few fathers might know, I’m actually quite looking forward to going back to work (laughs).

Interviewer: Get some sleep.

William: Get some sleep. Exactly, yeah. So I’m just hoping the first few shifts I go back I don’t have any night jobs …

Mit ein bisschen Fantasie lässt sich auch daraus etwas Knalliges basteln. Das “neue Blatt” macht es vor:

Was verschweigt der Hof? - Kate - Das heimliche Baby-Drama

Die Argumentation: “‘Ich freue mich, zur Arbeit zurückkehren zu können’, sagte William im TV. Wer schon mal in ähnlicher Lage war, ahnt das Drama, das sich dahinter verbirgt: Der Mann flüchtet aus der misslichen Lage – und die Frau bleibt allein darin gefangen.”


Und daraus lässt sich doch gleich die nächste Schlagzeile basteln:

Herzogin Catherine - Psycho-Drama - Die junge Mutter zerbricht an ihrer Einsamkeit


Jetzt aber zur Queen. Die soll nämlich “kurzfristig einen anberaumten Tee-Nachmittag [mit Kate, William und dem Baby] abgesagt haben – wegen einer Bridge-Runde.” Schlagzeile?

Herzogin Kate: Queen verstößt ihren Urenkel! - 1. Baby-Drama


Schauen wir uns jetzt mal das ganze Drumherum an. Da lässt sich doch bestimmt auch noch was Schockierendes finden. Ah, ja: Hatten die verrückten Briten nicht sogar Geld darauf gewettet, wie das royale Baby heißen würde? Stimmt. Und ist es nicht so, dass plötzlich die ganze Welt mit Royal-Baby-Souvenirs überflutet wird? Stimmt auch. Na dann …

Prinz William & Catherine - Es geht um viel Geld - Der Kampf ums Baby hat schon begonnen


So, was hatten wir noch nicht? Genau: den Wohnort. Kate und William haben bis vor Kurzem in Wales gewohnt, weil William dort als Hubschrauberpilot stationiert war. Mit etwas Geschick können Sie schnell herausfinden, dass es in Wales in diesem Jahr eine Masern-Epidemie gegeben hat. Sie grassierte zwar 200 Kilometer vom Wohnort der Royals entfernt und wurde im Juli offiziell für beendet erklärt, aber was soll’s?

Herzogin Kate - Masern-Alarm! - Große Sorge um ihren kleinen George


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Verrenkungen der Woche (8)

Verrenkungen der Woche (8)

Lang, lang ist’s her, dass wir Ihnen hier die Verrenkungen präsentiert haben. Deswegen ist es höchste Zeit für einen neuen Schwung!

Was sich hinter den jeweiligen Schlagzeilen verbirgt, erfahren Sie wie immer mit einem Klick auf “Hier klicken”. Und los geht’s:


“Freizeit direkt”, Nr. 9

Angela Merkel - Ihre privaten Geheimnisse

1. In ihrem Ferienhaus in der Uckermark hat sie eigenhändig Blumen, Erdbeeren und Kartoffeln gepflanzt.
2. Wenn Angela Merkel grillt, dann Forelle und Steak.
3. Sie mag auch Bratwurst.


“Glückliche Freizeit”, Nr. 8

Moderatorin Inka Bause - Schluss, bevor ihr alles zu viel wird

Inka Bause geht nach drei Jahren über von Bord des ZDF-Traumschiffs.


“Das neue Blatt”, Nr. 35

Inka Bause - Überraschende Liebes-Beichte

“Wenn kein Mann mehr kommt, kaufe ich mir noch einen Hund”


“Woche der Frau”, Nr. 35

Michelle Hunziker - So raffiniert bringt sie ihre Schwiegermutter zum Schweigen

Schwiegermütter können einem das Leben ganz schnell zur Hölle machen. “Davon kann Michelle Hunziker (36) ganze Opern singen”. Doch seit Kurzem ist Ruhe im Karton. Michelle hat ihre Schwiegermutter zum Schweigen gebracht. Und zwar ganz ohne Loch in der Wüste. Michelle war viel cleverer. Mit einem “raffinierten Schachzug” nahm sie “ihrer Schwiegermutter einfach die Luft aus den Segeln”: Sie bekommt zwar in Kürze eine Tochter, kündigte aber jetzt schon an, auch noch einen Jungen kriegen zu wollen. Und der soll, jetzt kommt’s, auf den Namen Nicola getauft werden! Wie kann ihr die Schwiegermutter da noch böse sein? Denn Nicola hieß auch “ihr geliebter Ehemann, dem sie vier Kinder schenkte – und den sie viel zu früh verlor”.


“Freizeit pur”, Nr. 9

Steffi Graf - Bittere Beichte - Ist ihr großes Glück etwa nur Show?

In einem Interview wurde Steffi Graf gefragt:

“Wobei stoßen Sie heute an Ihre Grenzen?”

Steffi Graf: “Bei der Bewältigung des Alltags. Wir sind eine sehr aktive Familie. Meine geschäftlichen Aktivitäten [...] und meine Stiftung fordern auch ihre Zeit. Und natürlich möchte ich so viel Zeit wie möglich mit meinem Mann verbringen.”

Und auf die Frage, ob sie als ehemalige Leistungssportlerin Verschleißerscheinungen spüre, sagte sie: “Allerdings. Und ich bin etwas überrascht, wie früh sie aufgetreten sind.”

Das war’s.


“Prima Woche”, Nr. 8

Harry & Pippa - Heimliches Baby-Glück - Sensationell: Das royale Skandal-Paar ist außer sich vor Freude!

Prinz Harry findet seinen Neffen George super und ist “stolz darauf, jetzt Onkel zu sein”. Das klingt für die “Prima Woche”, als habe Harry eine gewisse “Sehnsucht nach eigenem Nachwuchs”. Und Kates Schwester Pippa hat schon angekündigt, sie wolle Georges Geburtstagsfeiern organisieren, schließlich liebe sie Kinder über alles. “Harry und Pippa schwelgen also heimlich im Baby-Glück. Jeder für sich, jeder auf seine Weise, aber wer weiß — vielleicht auch eines Tages zusammen.”


“Freizeit Revue”, Nr. 35

Herzogin Kate - Noch ein Baby! Prinz William hat sich verplappert

Das ging aber schnell! Oder? William sagte vor Kurzem in einem Interview, er und Kate wollen ihre junge Familie vergrößern — “in den nächsten Jahren”. Jetzt fahren sie und ihr Sohn George aber wohl erstmal in die Schweiz in den Urlaub. Was meinst du, “Freizeit Revue”: Eine gute Entscheidung? “Eine sehr gute Entscheidung! Die Alpenluft wird dem kleinen Prinzen guttun. Und wenn George abends müde die Äuglein schließt, haben seine Eltern genügend Zeit, um sich vom romantischen Panorama der Schweiz inspirieren zu lassen.”


“Freizeit direkt”, Nr. 9

Helene Fischer - Schockierende Enthüllung! Ein enger Vertrauter packt aus: Sie ist in großer Gefahr! Was sie heimlich plant

Der “enge Vertraute” ist diesmal Helene Fischers ehemaliger Fahrer. Und der “enthüllt”, dass die Schlagersängerin bei beruflichen Terminen von Bodyguards begleitet wird. Und als wäre das nicht schon schockierend genug, er erzählt auch noch, dass Helene Fischer “auf jeden Fall” nach Amerika möchte.


“Freizeit & Rätsel”, Nr. 5

H. Fischer & M. Lanz - Gemeinsame Zukunftspläne? Sagen beide Ja?

Nanu, bahnt sich da etwas an zwischen Prinzessin Schlager und Prinz Schleimi? Zwei Regenbogensuperstars im Bund der Ehe vereint – das wär’s doch! Aber leider zu früh gefreut – die “Zukunftspläne” sind dann doch eher beruflicher Natur. Der neue Redaktionsleiter von “Wetten dass…?” war nämlich “schon zuständig für die Planung der neuen Helene-Fischer-Show”. Das ist alles. Doch für die “Freizeit & Rätsel” Grund genug, um schon mal ein bisschen von dem “Moderatoren-Team” der Zukunft zu träumen: “Das Duo Markus und Helene hätte das Zeug zu einem TV-Traumpaar auf Augenhöhe! Jetzt müssen sie nur noch Ja zueinander sagen … “


“Freizeit aktuell”, Nr. 9

Guido Maria Kretschmer - Erschütternd . Warum sein größtes Glück plötzlich in Gefahr ist

Vergangenes Jahr in der Weihnachtszeit war Modedesigner Guido Maria Kretschmer mit seinem Partner Hemden einkaufen. Ein paar Mädchen erkannten ihn und dachten, dass für irgendeine Fernsehsendung gedreht wird. Da war an dem Tag Schluss mit gemütlichem Shopping.


“Freizeit live”, Nr. 4

Helene Fischer exklusiv: Meine sieben kleinen Geheimnisse

1. Sie mag Rinderfilet.
2. Sie nimmt sich kleine Auszeiten.
3. Sie trinkt gerne mal eine heiße Tasse Tee.
4. Auf Reisen hat sie immer eine Jogginghose dabei.
5. Die 60er-Jahre findet sie klasse.
6. Sie engagiert sich für Eisbären.
7. New York ist für sie immer eine Reise wert.


“Glückliche Freizeit”, Nr. 8

Top-Model Claudia Schiffer - Warum tut sie sich das bloß an?

Sie moderiert bald eine Castingshow im Fernsehen. “Und das ausgerechnet in einer Zeit, in der Castingshows bei uns im TV immer schlechter laufen. Wenn das mal gutgeht …”


“Das neue Blatt”, Nr. 35

Heidi Klum - Wird das Traumhaus für sie zum Albtraum?

Heidi Klum und ihr Freund wollen sich eine schicke neue Villa kaufen. Allerdings gibt es da einen kleinen Haken, wie “Das neue Blatt” mit großer Sorge berichtet: “Katy Perry hatte das Traumhaus zusammen mit ihrem Ex-Mann” gekauft. “Nur 14 Monate später trennte er sich von ihr – per SMS. Für die Amerikanerin wurde das Traumhaus zum Albtraum. Hoffentlich ereilt Heidi nicht das gleiche Schicksal!”


“frau aktuell”, Nr. 35

Heidi Klum - Düsteres Geheimnis - Es geht um ihr neues Liebesnest

Dreimal Einmal dürfen Sie raten.


“Glückliche Freizeit”, Nr. 8

Kronprinzessin Victoria - Hat sie etwa Geheimnisse vor ihrem Daniel?

Victorias Mann Daniel wird im September 40. Da wäre es doch wirklich zu schön, wenn Victoria an seinem Geburtstag ein zuckersüßes Geheimnis lüften würde: ein Geschwisterchen für Tochter Estelle. Hach, ja…


“die aktuelle”, Nr. 34

Trauriger erster Schultag! - Ohrfeige für sein uneheliches Kind (6) - Horst Seehofer - Kann ein Vater so herzlos sein?

Horst Seehofer erschien nicht zur Einschulung seiner unehelichen Tochter. Stattdessen empfing er den FC Bayern (anlässlich des Triple-Sieges) in der Staatskanzlei. “die aktuelle” fragt: “Ist ihm der Fußball wichtiger als sein eigenes Kind?”


“Woche heute”, Nr. 35

Wayne Carpendale & Annemarie Warnkross - Skandal vor der Hochzeit! Plötzlich ist ihr Glück in Gefahr

Na, nicht so bescheiden, liebe Mitarbeiter der “Woche Heute”! Nicht nur einen Skandal habt ihr da aufgetan, sondern gleich zwei. Denn Wayne Carpendale muss als Old Shatterhand bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg andauernd seine Kollegin Nscho-Tschi küssen. Und Annemarie Warnkross bekommt bei Facebook von irgendwelchen Deppen anzügliche Nachrichten zugeschickt. Ein klarer Fall: Hochzeit in Gefahr!


“Freizeit aktuell”, Nr. 9

Hansi Hinterseer - Bittere Trennung - Zum ersten Mal spricht er über seine verletzten Gefühle

Oh, oh! Was ist denn bei Hansi Hinterseer los? “Was passiert, wenn man(n) einfach ausgebootet wird? Wenn einer, der für Lebensfreude, Glück und gute Laune steht, plötzlich selbst nichts mehr zu lachen hat?”, will auch die “Freizeit aktuell” wissen. Naja, Hansis Sendung wurde von der ARD nach 18 Jahren dann doch mal aus dem Programm genommen — “eine bittere Trennung”.


“neue woche”, Nr. 34

Hansi Hinterseer - Rache ist süß! - Triumph nach der bitteren Demütigung

Ha, aber nicht mit Hansi Hinterseer. Der hat nämlich schon längst zum Gegenschlag ausgeholt. Und dieser trifft die ARD mit voller Wucht — “Rache ist süß!” Denn TV-Hundedame Gina, die in Hansis Show auftrat, hat acht niedliche Welpen bekommen. Mit denen hat Hansi Hinterseer erst mal ordentlich geknuddelt. Doch damit ist der Racheplan noch längst nicht am Ende. Denn Hinterseer steht mit seinem neuen Album auf Platz eins der Charts. Tja ARD, “in die Knie zwingen lässt sich Hansi eben nur von acht süßen Welpen!”


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