Ziemlich dubioseste Freunde

Ziemlich dubioseste Freunde

Den Kapitalismuskritikern von der “Neue Post” scheint dieses ganze korrupte Finanzsystem zu stinken. Sie haben eine Kampfschrift gegen die Heuschrecken dieser Welt veröffentlicht:

Boris Becker - Weil er keinen Ausweg mehr sieht... Sucht er Hilfe bei einem dubiosen Berater?

Oh, oh! Ist Boris Becker etwa einem dieser skrupellosen Finanzhaie ausgeliefert? Die “Neue Post” sieht jedenfalls dunkle Wolken am Horizont:

Wenn du Geld hast, scheint immer die Sonne“, heißt es im Hit „Money, Money, Money“ der Pop-Gruppe ABBA. Doch für den früheren Tennis-Helden Boris Becker (45) scheint die Sonne wohl schon länger nicht mehr so strahlend. Und nun sucht er jemanden, der ihm hilft, die Geldsorgen-Wolken zu verscheuchen ...

Erstmal Glückwunsch, alte Edelfedern, dass ihr dieses gelungene Sprachbild so konsequent durchzieht. Das aber nur am Rande.

Wie kommt ihr denn auf die “Geldsorgen-Wolken”, die sich über Becker zusammenbrauen?

Die “Neue Post”-Milchmädchenrechnung: “Steuerhinterziehung 2002″ + Beteiligung an “Pleite-Internetportal” + “Streit wegen offener Rechnungen um seine Mallorca-Finca” = “kein Ausweg mehr” für Boris Becker.

Also das überzeugt selbst uns!

Aber jetzt raus mit der Sprache: Mit welchem “dubiosen Berater” hat Becker zu tun?

Rat kommt vielleicht von keinem Unbekannten: Anshu Jain (50), Vorstandsmitglied einer großen Bank, scheint ein neuer Freund zu sein.

Ha, wussten wir es doch! Dubioser geht‘s ja nicht.

Immerhin wird Jains Privatvermögen auf 60 Millionen Euro geschätzt. Ob Boris ihn um einem [sic!] Kredit bitten muss?

Nicht doch! Boris weiß doch gar nicht, mit wem er sich da eingelassen hat:

Pikant: Glaubt man einer WDR-Reportage vom Mai 2012, hat Jain keine weiße Weste. Er wird für hochriskante Geschäfte mit Hypotheken verantwortlich gemacht. Jain weist das von sich. Aber ob Boris überhaupt von den Vorwürfen weiß?

Dank der Aufklärungsarbeit der Regenbogenpresse sollte er spätestens jetzt ja wissen, was sein, nun ja, “neuer Freund” in seinem Schattendasein so dubioses treibt.


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